Elsas Nacht(b)revier



Francois Gérard: St. Térèse d'Avila



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"Ökumene mit Herzblut" - Besuch bei der griechisch-orthodoxen Gemeinde in MA-Luzenberg. In: Die Tagespost vom 8.9.2016.

"Eine orthdoxe Insel im Schwarzwald" - Auftakt zur Sommerserie Orthodoxie in Deutschland. Besuch bei der russisch-orthodoxen Gemeinde in Baden Baden. In: Die Tagespost vom 18. August 2016

"Die, welche uns den Gott des Todes predigen wollen" - Übersetzung eines Blogartikels von Kardinal Duka aus dem Tschechischen. In: Die Tagespost vom 13. August 2016

"Konvertiten" In: Die Tagespost vom 26. Juli 2016

"Teresa von Avila: Es gibt keinen Grund". In: Die Tagespost vom 23. Juni 2016

Rezension "Johannes Gschwind: Die Madonna mit dem geneigten Haupt". In: Die Tagespost vom 28. April 2016

Rezension "Peter Dyckhoff: Die Gottesmutter mit den drei Händen". In: Die Tagespost vom 21. April 2016

"Jacobus Voragine und seine Legenda Aurea Ausgabe lateinisch-deutsch". In: Die Tagespost vom 24. März 2016

"Ignatius jenseits von Legende und Vorurteil. Der Bericht des Pilgers und die Ignatius-Biografie von Pierre Emonet". In: Die Tagespost vom 19. Januar 2016

"Schicksalhafte Lektüre Die Taufkirche von Edith Stein in Bergzabern, wo ihr Weg der Heiligkeit begann" In: Vatican-Magazin Januar 2016

"Selbst ein Stein würde bersten. Interview mit Karam Alyas, Flüchtling aus Nordirak." In: Die Tagespost vom 4. Dezember 2015

"Am Ursprung eines stabilen Kerneuropa Gisela von Bayern und Stefan von Ungarn: Ein heiliges Paar, das zu Staatsgründern wurde" In: Vatican-Magazin Dezember 2015

"Hier wird nach Wahrheit gesucht. Ein Interview mit dem Konvertiten, Kampfkünstler und Schauspieler Michel Ruge." In: Die Tagespost vom 13. November 2015

"Leibhaftig, nicht als Symbol? Ein ungeschickter Priester: Das Blutwunder von Walldürn und die elf „Veroniken“ - In: Vatican-Magazin November 2015

"Martha und Maria in einer Person. Elisabeth Münzebrocks Porträt der Teresa von Avila" In: Die Tagespost vom 14.Oktober 2015

"Das Meisterwerk: Mann und Frau, die einander lieben." Zur Heiligsprechung der Eltern der hl. Thérèse von Lisieux. In: Vatican-Magazin Oktober 2015

"Glückssucher, Gelehrter und Vorbild. Ein gelungenes Porträt des heiligen Augustinus. In: Die Tagespost vom 27. August 2015"

"Hervorragende Brückenbauer. Ein Interview mit Simon Jacob, ZOCD u. Initiator des Project Peacemaker" In: Die Tagespost vom 21. August 2015

"Eine Tugend für Kämpfernaturen: Johannes Stöhr und die Tugend der Geduld." In: Die Tagespost vom 27.Juli 2015

"Wachen und Beten für die Welt. Ein Besuch bei den Trappistinnen auf dem pfälzischen Donnersberg." In: Die Tagespost vom 17. Juni 2015

"Ein Apostel der Armen: Der selige Paul Josef Nardini und seine Grabkapelle in Pirmasens" In: Vatican-Magazin Juni-Juli 2015

"Von der Tänzerin zur Ordensschwester. Irmgard Fides Behrendt Flucht aus dem Osten." In: Die Tagespost vom 8. Mai 2015

"Es ist eine simple Sache, zu lieben. Interview mit Torsten Hartung zu seiner Konversion." In: Die Tagespost vom 8. April 2015

"Meine Mutter stirbt an ALS" In: Christ und Welt - Beilage der "ZEIT", Ausgabe 17-2015

"Don Bosco und Maria Mazzarello" In: Vatican-Magazin April 2015

"Eine profunde Menschenkennerin. Zum dritten Band der Briefe Teresas von Avila" In: Die Tagespost vom 1. April 2015

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"An der Hand der großen Teresa". Eine Auswahl von Internetseiten zum 500. Geburtstag T. von Avilas. In: Die Tagespost vom 17. Februar 2015.

"Vom Krieg zum Frieden. Wie das Gefängnis für Torsten Hartung zum Tor der Gnade wurde." In: Die Tagespost vom 10. Februar 2015 (Buchbesprechung)

"Das Leben Jesu betrachten Ein Gespräch mit Pater Norbert Lauinger SAC vom Apostolatshaus in Hofstetten" In: Die Tagespost vom 31. Januar 2015

"Das Gebet ist die Drehscheibe des Christseins- Das Lebensbuch des heiligen Theophan des Einsiedlers bietet Einblick in den geistlichen Reichtum der Orthodoxie" In: Die Tagespost vom 27. Januar 2015

"Digitale Karte des Ordenslebens - Das „Jahr der Orden“ im Internet und den sozialen Medien" In: Die Tagespost vom 27. Januar 2015

"Eine Katakombenheilige im Exil Das Weinstädchen Morro d‘Alba in den Marken mit den Gebeinen der römischen Märtyrerin Teleucania." In: Vatican-Magazin Januar 2015

"Starke Frauen - Wenn Widerstand gegen herrschende Strukturen zur geistlichen Pflicht wird. Prophetinnen und Mahnerinnen in der Kirche." In: Die Tagespost vom 16. Dezember 2014

Auf Columbans Spuren. Eine unkonventionelle Pilgerreise." In: Die Tagespost vom 13. Dezember 2014

"Geistliche Paare: Der heilige Paulinus von Nola und seine Therasia" In: Vatican-Magazin Dezember 2014

"Die zeitlose Kunst des Sterbens. Nicht nur Hospizhelfer werden Peter Dyckhoffs Betrachtungen schätzen." In: Die Tagespost vom 20. November 2014

"Mystikerin des Apostolats. Mit Teresa von Avila Zugänge zur Spiritualität der Unbeschuhten Karmeliten finden" In: Die Tagespost vom 14.Oktober 2014

"Was die Mumien erzählen. Die Bruderschaft vom guten Tod und die Chiesa dei Morti in Urbania" In: Vatican-Magazin November 2014

"Teresa von Ávila und Johannes vom Kreuz. Die unbeschuhte Reformerin und ihr Vater, der „doctor mysticus“" In: Vatican-Magazin Oktober 2014

"Gottvertrauen als Balsam und Ansporn. Carlo Maria Martinis spirituelles Vermächtnis" In: Die Tagespost vom 4. September 2014

"Unter den Märtyrern der Gegenwart. Soon Ok Lee hat die Haft in einem nordkoreanischen Straflager überlebt und zum christlichen Glauben gefunden." In: Die Tagespost vom 16. August 2014

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"Eine Oase der Stille-nicht nur für Zweifler. Zum 850. Todestag der hl. Elisabeth von Schönau" In: Vatican-Magazin Juni_Juli 2014

"Sie zum Lächeln zu bringen wird unser aller Lieblingsbeschäftigung" Buchbesprechung Sandra Roth: Lotta Wundertüte. In: Die Tagespost vom 24. Mai 2014

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"Clemens Brentano und die selige Anna Katharina Emmerick" in: Vatican-Magazin April 2014.

"Wohltuend für Seele, Geist und Körper Der heilige Ulrich von Zell und sein „durch Wunder berühmtes Grab“ im Schwarzwald" In: Vatican-Magazin März 2014

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"Hinaus in die Randgebiete der menschlichen Existenz. Der hl. Vinzenz von Paul und die heilige Louise de Marillac." In: Vatican-Magazin Februar 2014.

"Blind geboren - Doch dann geschah das Wunder. In jener Zeit, als das Christentum aufzublühen begann: Die heilige Odilie auf dem Mont Sainte-Odile im Elsass." In:Vatican-Magazin Januar 2014.

"Römische Geschichte einmal anders." Rezension zu Ulrich Nersingers Buch "Die Gendarmen des Papstes." In: Die Tagespost vom 7. Januar 2014

"Die Bärin wies den Weg. Die heilige Richardis und Unsere liebe Frau in der Krypta in Andlau." In: Vatican-Magazin Dezember 2013

"Schatten auf der Soldatenseele". In: Die Tagespost vom 3. Dezember 2013

"Über den Brenner nach Rom. Ein neuer Pilgerführer mit Etappenheiligen." In: Die Tagespost vom 28.10.2013

"Eine neue Idee von Liebe - Der Troubadour Jaufré Rudel und seine ferne Prinzessin." In: Vatican-Magazin Oktober 2013

"Zeigen, dass sie ein Werkzeug Gottes war. Die Neuausgabe der Vita der heiligen Hildegard." In: Die Tagespost vom 17. September 2013.

"Licht ihres Volkes und ihrer Zeit". Die Lektüre ihrer Briefe eignet sich in besonderer Weise, um die hochbegabte Menschenführerin Hildegard von Bingen kennenzulernen. In: Die Tagespost vom 17. September 2013

"Eine Art intensivierte Straßenpastoral" - ein Gespräch zum Jahr des Glaubens mit dem Augustiner-Chorherrn und Bloggerkollegen Hw. Alipius Müller. In: Die Tagespost vom 24. August 2013

"Das flammende Siegel des hl. Ignatius. Die Eremo delle Carceri bei Assisi" In: Vatican-Magazin August-September 2013

"Mehr als exotische Aussteiger. Ein Buch gibt Einblicke in das Leben moderner Eremiten." In: Die Tagespost vom 11. Juli 2013

"Geistliche Vitaminspritzen. Gesammelte Johannes-Perlen aus einem reichen Leben." In: Die Tagespost vom 4. Juli 2013

"Das entflammte Herz. Die Ewigkeit als Maß: Franz von Sales und Johanna Franziska von Chantal." In: Vatican-Magazin Juli 2013

"Und Christus berührte das kranke Bein. Wie der heilige Pellegrino von Forlì zum Patron der Krebskranken wurde." In: Vatican-Magazin Juni 2013

"Ida Friederike Görres und Joseph Ratzinger - die tapfere Kirschblüte und ihr Prophet in Israel." In: Vatican-Magazin Mai 2013

"Kein Maß kennt die Liebe" - über die Gemeinschaft der Barmherzigen Schwestern und das Jubiläumsjahr in Kloster Hegne. In: Die Tagepost vom 20. April 2013.

"Liebe, Wahrheit, Schönheit-das gesamte Pontifikat Benedikts XVI." - Die Buchbesprechung zu A. Kisslers Buch "Papst im Widerspruch." Online hier.

"Zuversicht statt Zweifel. Bologna und die heilige Katharina."In: Die Tagespost vom 13. April 2013

"Und in dir wird man einst die Herrlichkeit Gottes sehen" über die heilige Katharina von Bologna. In: Vatican-Magazin März-April 2013

"Schutzschirm für die Gemeinschaft. Christoph Müllers Einführung in die Benediktsregel" In: Die Tagespost vom 7. März 2013

"Fritz und Resl: Gottes Kampfsau und Jesu Seherin" In: Vatican-Magazin Februar 2013 anlässlich des 130. Geburtstags von Fritz Michael Gerlich.

"Jakub Deml-Traumprosa, die vom Jenseits erzählt" In: Die Tagespost vom 9. Februar 2013

"Der Tod ist nicht relativ" In: Die Tagespost vom 7. Februar 2013

"In heiligen Sphären. Mensch und Welt lassen sich nicht entsakralisieren" In: Die Tagespost vom 5. Februar 2013

"Die tapfere Heilige, die nicht sterben wollte Die Märtyrerin Cristina und das Blutwunder von Bolsena." In: Vatican-Magazin Januar 2013

"Alles andere als Rettungsroutine. Aus den Schätzen der Kirche schöpfen: Warum Beichte und Ablass ein Comeback verdient haben." In: Die Tagespost vom 22.12.2012.

"Leitsterne auf dem Glaubensweg. Katholische Großeltern spielen eine wichtige Rolle bei der Neuevangelisierung." In: Die Tagespost vom 22.12.2012.

"Das Netz der virtuellen Ewigkeit.Tod und Gedenken im Internet." In: Die Tagespost vom 29. November 2012.

"Der Friede auf Erden fängt zwischen Männern und Frauen an. Marias "Fiat" und Josefs "Serviam". Engel führten sie zum außergewöhnlichsten Ehebund der Weltgeschichte. In: Vatican-Magazin Dezember 2012.

"Der Marathon-Mann" - mein Porträt von S. E. Bischof Tebartz-van Elst. In: Vatican-Magazin Dezember 2012.

"Versperrter Himmel, öffne dich!" Über die Wallfahrt der totgeborenen Kinder zu Unserer lieben Frau von Avioth. In Vatican-Magazin November 2012.

"Ein französischer Vorläufer des heiligen Franziskus - zum 800. Todestag des Hl. Felix von Valois." In: Die Tagespost vom 3. November 2012

"Die Macht der Mystikerinnen" anlässlich der Heiligsprechung von Anna Schäffer. In: Die Tagespost vom 20. Oktober 2012

"Was für eine Frau!" Zur Vereinnahmung der hl. Hildegard von Esoterikerin und Feministinnen. In: Die Tagespost vom 9. Oktober 2012

Über den Kapuzinerpater Martin von Cochem zu seinem 300. Todestag. In: Die Tagespost vom 29. September 2012

"Die Kirche-ein Krimi?" in: Die Tagespost vom 30. August 2012.

"Wieder gefragt: Exorzismus!" in: PUR-Magazin September 2012

"Mir ist das Brevier wichtig geworden!" Ein Interview mit dem evang. Pfarrer Andreas Theurer, der in die katholische Kirche eintreten wird. In: Die Tagespost vom 14. August 2012

"Im Vorhof des Himmels" Die hl. Edith Stein und ihr Seelenführer, der Erzabt von Beuron. In: Vatican-Magazin August-September 2012

"Durch Gottes Gnade ein Kind der Kirche" - Edith Stein, Erzabt Raphael Walzer von Beuron und die Enzyklika Mit brennender Sorge. In: Die Tagespost vom 9. August 2012.

Der Cammino di San Francesco-Heiligtümer im Rieti-Tal. In: PUR-Magazin Juli.

Die Opfer der Bundeswehr. Mein Interview mit dem Afghanistan-Veteranen R. Sedlatzek-Müller. In: Die Tagespost, Ausgabe vom 14. Juni 2012

"Mehr als Dinkel und Kräuter: Ein Kernkraftwerk des Heiligen Geistes - die hl. Hildegard von Bingen" In. Vatican-Magazin Juni-Juli 2012

"Wie eine lodernde Feuersäule Die heilige Veronika Giuliani" In: Vatican-Magazin Mai 2012

"Die Vollblutfrau, die den Erlöser liebte: Kronzeugin des Osterereignisses: Die Geschichte von Jesus und Maria Magdalena." In: Vatican-Magazin April 2012

"Ich fühle mich als Frau in der Kirche nicht diskriminiert" Ein Interview mit mir von Petra Lorleberg für kath.net

"Die virtuelle Engelsburg hat standgehalten" in: Die Tagespost vom 22. März 2012

"Die Sowjets traten, rissen, schlugen, brannten - aber immer wieder haben die Litauer ihren Kreuzeshügel aufgebaut". In: Vatican-Magazin März 2012

"Katholische Bloggerszene stiftet Ehe" Interview mit Phil und Hedda in: Die Tagespost vom 13.März 2012

Und Du wirst mal Kardinal!" Prags Erzbischof verkörpert das Durchhaltevermögen der tschechischen Christen. In: Die Tagespost vom 18. Februar 2012

"Wo Liebe ist, ist Eifersucht nicht weit: Alfons Maria de Liguori und Schwester Maria Celeste Crostarosa, Gründer des Redemptoristenordens". In: Vatican-Magazin Ausgabe Februar 2012

Neue Kolumne über geistliche Paare: "Mann-Frau-Miteinander-Kirchesein" In: Vatican-Magazin Ausgabe Januar 2012

Unsagbar kostbare Göttlichkeit - Gold, Weihrauch und Myrrhe: Die Gaben der Heiligen Drei Könige. In: Die Tagespost vom 5. Januar 2012

"Wo die Pforten des Himmels offen sind. Loreto in den italienischen Marken". In: Vatican-Magazin Dezember 2011

"Ein Schatz, der fast zu groß für diesen Erdball ist". In: Liebesbriefe für die Kirche. Hrsg. Noe, Biermeyer-Knapp. Bestellbar hier.

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Norcia - der Geburtsort des heiligen Benedikt: "Als sich der Erdkreis verfinstert hatte" In: Vatican-Magazin August-September 2011

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Ägyptische koptische Christen beten in ihrer während der jüngsten Aufständen und Pogrome durch die Muslimbrüder zerstörten Kirche.

Und was tun WIR?

Das Foto kommt via https://twitter.com/MenaFayekGayed
Il capitano - 16. Aug, 14:36

WIR?

Wir sitzen am Schreibtisch und spitzen die Feder,
denn das macht ja mittlerweile jeder.
Welt, wir labern dein Leichentuch
und labern hinein den schrecklichen Fluch:
Wir labern und labern!

Gerd (Gast) - 16. Aug, 15:25

Gestern am Hochfest haben wir für die verfolgten Christen im nahen Osten gebetet. Was soll man anders machen als wie unsere Glaubensbrüder auf dem Foto?

Fidelis (Gast) - 16. Aug, 18:12

Habe gestern auch gebetet für alle Menschen in Ägypten, die von der aktuellen Gewalt betroffen sind, egal welchen Glauben sie haben.

Schlimm, was da gerade abgeht. Die neue Militärdiktatur hat alleine vorgestern in einem Massaker hunderte Menschen regelrecht abgeschlachtet und viele tausende sind verletzt worden.

Da kann man von Deutschland aus wirklich "nur" beten.

ElsaLaska - 16. Aug, 19:58

@fidelis

Natürlich beten wir für ganz Ägypten, aber wenn man mal schaut, was auf Kosten der Christen jetzt wieder ging, wird einem Angst und Bang.
Über 26 Kirchen, zum Teil jahrhundertealte. Und nicht nur koptische oder katholische, auch evangelikale und andere Denominationen, sowie Schulen, in denen SCHWESTERN ausgebildet wurden, sind angezündet worden.
Mindestens vier Christen wurden gesteinigt.
Es tut mir leid für die Mursi-Anhänger, aber wenn sie sich für Demokratie einsetzen möchten, sollten sie vielleicht doch mal ein wenig mehr Zurückhaltung gegenüber Minderheiten ausüben, die mit dem Militär nun auch wirklich gar nix am Hut haben.
Il capitano - 16. Aug, 20:10

Begriffe wie Militärdiktatur 'erfreuen' mich schon wieder sehr, ehrlich gesagt. Und zu den 'Massakern': Zu den Toten und Verletzten gehören auch zahlreiche Soldaten, Polizisten, unbeteiligte Zivilisten, gesteinigte Christen - nicht nur Muslimbrüder. Es sollte jedem Menschen halbwegs klar sein, dass bei einem Schusswechsel die besser bewaffnete Seite im Vorteil ist und zwangsläufig größeren Schaden anrichtet.

Für alle, die in den Muslimbrüdern eine Gruppe von netten Gläubigen mit sozialer Ader sehen, empfehle ich meinen Beitrag und besonders den Abschnitt über die Muslimbruderschaft.

http://capitano.twoday.net/stories/brennendes-land/

(öhm, Elsa, wenn der Link stört, lösche ich ihn wieder.)
Fidelis (Gast) - 17. Aug, 10:45

Ja, die Wut einiger radikaler Leute über die erneute Unterdrückung der Muslimbruderschaft durch die neuen Militärdiktatur, schlägt nun mancher Ort leider gegen Christen.

Von Steinigungen konnte ich der Presse nichts entnehmen. Aber es wurden wohl einige Kirchen zerstört und Christen angegriffen und getötet.

Aber das kann man natürlich nicht kollektiv "den Mursi-Anhängern" anlasten.

Die Muslimbruderschaft hat in der ägyptischen Bevölkerung ungefähr denselben Rückhalt wie die CDU in Deutschland. Das ist die grösste politische Partei mit den meisten Anhängern, das sind Millionen von Bürgern.

Und davon gehen die allermeisten friedlich auf die Strasse, gegen die neue Militärdiktatur, gegen Gewalt, Willkür und Unterdrückung durch die Militärdiktatur und für die Wiedereinsetzung des legitimen, demokratisch gewählten Präsidenten.

Die Militärdiktatur ist leider damit beschäftigt, die Millionen friedlich demonstrierenden Anhänger von Präsident Mursi niederzumetzeln, anstatt z.b. Kirchen vor einzelnen Gewaltätern zu schützen.
Il capitano - 17. Aug, 11:28

Ich verlinke so etwas nur sehr ungern,

aber hier, Fidelis, kannst du dir ansehen, wie deine friedfertigen Demonstranten einen christlichen Taxifahrer lynchen. Alle gewaltbereiten Muslimbrüder, diese aus deiner Sicht wenigen Leute, waren ja damit beschäftigt, im Akkordtempo mehr als 60 christliche Einrichtungen anzuzünden.

http://koptisch.wordpress.com/2013/08/16/moslembruder-ermorden-einen-koptischen-taxifahrer-weil-ein-kreuz-im-taxi-hing/

Du solltest langsam darüber nachdenken, ob du nicht lieber Islamist sein möchtest, da du sie ja stets brav verteidigst und die letzte intakte Einrichtung in Ägypten als Diktatur beschimpfst. Werde einfach Mursi-Supporter. Argumenten gegenüber bist du ja leider nicht zugänglich.
Fidelis (Gast) - 17. Aug, 12:01

Dass es diese Taten auf Christen und Kirchen gibt, bestreite ich doch nicht. Aber die Muslimbruderschaft hat in Ägypten zig Millionen Anhänger und davon haben vielleicht ein paar Hundert diese Gewalttaten begangen, wobei ja noch nicht mal gesichert ist, dass diese Täter gegen Christen wirklich Anhänger der Muslimbruderschaft sind.

Nochmal:

Die Muslimbruderschaft ist in Ägypten die grösste Volkspartei, von der Zustimmung in der Bevölkerung mit der CDU in Deutschland vergleichbar.

Und die stehen nun zu hundertausenden und Millionen auf der Strasse und demonstrieren gegen die Militärdiktatur.

Die Militärdiktatur hat nämlich den demokratischen, legitimen Präsidenten abgesetzt, die demokratische Verfassung ausser Kraft gesetzt, tausende Mitglieder der Muslimbruderschaft verhaftet und verfolgt, die Medien der Musilmbruderschaft abgeschaltet und verboten und massakriert nun systematisch die demonstrierenden Menschen.

Ägypten ist nun wieder dort, wo es unter Mubarak jahrzehntelang war. Eine vom Militär getragene brutale Diktatur, die Opposition massakriert und Gestapo-mäßig verfolgt.

Deshalb muss du mich keinen Islamisten nennen, nur weil ich diese Militärdiktatur und ihre Massaker und Verfolgungen verurteile.
Il capitano - 17. Aug, 12:45

Die Muslimbrüder HATTEN Millionen Anhänger. Bevor sie, statt sich um das Land und die Menschen zu kümmern, ihre Scharia-Verfassung durchgesetzt haben. Nach dem Sturz Mubaraks sah man in der Religion und den Muslimbrüdern die Hoffnung für ein besseres Ägypten. Dies hat sich allerdings sehr schnell geändert. Heute steht die Mehrheit gegen die Bruderschaft, die übrigens nicht mit der CDU vergleichbar ist, sondern mit der Hamas.

Das Eingreifen des Militärs geschah entsprechend des Willens der Bevölkerungsmehrheit und nach dem Abfallen von Millionen Mursi-Wählern. Die Mehrheit der Ägypter sieht im Militär die einzige Institution, die im Sinne des Volkes zu handeln in der Lage ist.

Du kannst anscheinend drei wesentliche Aspekte nicht verstehen oder willst sie nicht einsehen:

1. Es gibt Demokratien und Ochlokratien. Und Demokratie ohne Rechtsstaatlichkeit ist unmöglich entwicklungsfähig, sondern endet zwangsläufig in einer wie auch immer gearteten Ochlokratie.

2. Die Muslimbrüder sind keine politische Partei, sondern eine radikal-islamistische Bewegung mit Weltherrschaftsbestrebungen. Du würdest ganz bestimmt nicht unter deren Herrschaft leben wollen, mutest es anderen aber leicht und locker zu - wie schon bei den Talibandebatten.

3. Die von dir als Diktatur bezeichnete Übergangsregierung ist für einen befristeten Zeitraum eingesetzt und bereitet Neuwahlen vor. Gemäß des altgriechischen Staatsphilosophen Polybios ist der Begriff Diktatur nicht negativ besetzt, sofern es sich nicht um eine Tyrannei handelt. In der gegenwärtigen Situation hat Ägypten keine andere Möglichkeit, als zuerst Ruhe und Ordnung herzustellen. Ansonsten beginnt dort der nächste Bürgerkrieg.
ElsaLaska - 17. Aug, 13:40

Dein CDU-Vergleich ist ATEM-BE-RAUBEND, fidelis.

Ich denke, das hier ist eine Kernaussage.

>>Heute steht die Mehrheit gegen die Bruderschaft, die übrigens nicht mit der CDU vergleichbar ist, sondern mit der Hamas.<<
ksu (Gast) - 17. Aug, 16:48

Woher wissen wir eigentlich ...

... hinter wem die Mehrheit in Ägypten steht?
Bei den letzten Demokratischen Wahlen waren es (leider) die Muslimbrüder. Seitdem haben sich vielleicht ein paar von ihnen abgewandt, aber wenn das Militär jedes Mal die Regierung stürzen würde, wenn die keine Mehrheit mehr hat...

Demokratie ist das beste Staatssystem, was ich kenne, aber eben kein Allheilmittel. Weil es durchaus passieren kann, dass Radikale demokratisch an die Macht kommen. Und dann? Ich habe keine Lösung.

Fakt ist: Weder Mubarak, noch Mursi noch die jetzige Militärregierung hatten ein gutes Verhältnis zu Gegner und Minderheiten. Ich wüsste nicht mal zu sagen, wer von den dreien bessere wäre...
Il capitano - 17. Aug, 17:16

Das ist eigentlich

ganz simpel. Am besten für das Land ist derzeit derjenige, der Ruhe und Sicherheit wiederherstellen und neue Wahlen sicherstellen kann. Als einzig intakte Einrichtung - und allein das zählt momentan - ist das Militär. Das kann man drehen und wenden wie man will.

Mit Hitler ist auch ein Radikaler an die Macht gekommen. Würden wir wirklich, historisch betrachtet, heute verurteilen wollen, wenn Hitler durch die Wehrmacht gestürzt worden wäre? Wohl nicht.

Hinter wem die Mehrheit in Ägypten steht, ist natürlich völlig unklar, wie ich auch in meinem ausführlichen Beitrag ausgeführt habe. Allerdings hat Mursi keine Mehrheit mehr und alle anderen Gruppen zusammen überwiegen in der Zahl. Es sind nicht nur ein paar Leute, die sich von Mursi abgewandt haben. Aber was die Ägypter am meisten wollen, sind Ruhe und Ordnung. Und die kann nur das Militär garantieren. Die gegenteilige Konsequenz wäre ein Bürgerkrieg mit der Armee als Zuschauer.
ksu (Gast) - 17. Aug, 18:22

Ganz so einfach ist das leider nicht

Mursi war demokratisch gewählt, m.W. noch für drei weitere Jahre. Wer entscheidet Deiner Meinung nach, wann es zulässig ist, dass das Militär einen demokratisch gewählten Präsidenten wegputscht und wann nicht.

Wenn die Wehrmacht z.B. 1939 gegen Hitler geputscht hätte, dann wäre der Welt viel Leid erspart geblieben, da sind wir uns einig. Aber wahrscheinlich stand auch 1939 noc "die Mehrheit des deutschen Volkes" hinter Hitler...

Wie schon in meinem letzten Beitrag gesagt, ich habe keine Lösung für dieses Problem. Ich stelle nur fest, dass die Staatsform der westlichen Demokratie hier versagt und überfordert ist. Leider.

(Was machen wir bzw. das Militär, sollten die Muslimbrüder bei den nächsten demokratischen Wahlen - in Ruhe und Ordnung - wieder als Sieger hervorgehen. Die Hamas würde demokratische Wahlen im Gasastreifen und wahrscheinlich auch in ganz Palestina sicher haushoch gewinnen ...)
Il capitano - 17. Aug, 19:24

Doch, es ist einfach.

In jedem vernünftigen und erträglichen Staatswesen gibt es die Mehrheitsmeinung und die Minderheitenbeachtung. Ein Staatsgefüge, das ohne Unterdrückung funktionieren soll, muss beides beachten. Mursi setzte die Ansichten der radikal-islamischen Muslimbruderschaft um, die nach der Herrschaft eines Kalifats über den Rest der Welt strebt.

Demokratie als bloße Herrschaft der Mehrheit über die Minderheiten betrachtet, ist nichts anderes als eine Diktatur der Mehrheit. Unter Mursi wurden die Minderheiten ignoriert und einer Scharia-Verfassung unterworfen. Demokratie ist nur gesund, wenn sie mit Rechts- und Sozialstaatlichkeit einhergeht. Alles andere sind negativ zu betrachtende Ochlokratien.

Um ein Beispiel zu nennen: In Malta ist die katholische Kirche Staatsreligion. Die Masse der Malteser sind katholisch. Dennoch hat kein Nicht-Katholik, der sich an weltliche Gesetze hält, wie die Katholiken auch, irgendetwas zu befürchten. Niemand wird in Malta aus religiösen oder anderen Gründen benachteiligt und unterdrückt. Somit ist Malta eine Demokratie mit Staatsreligion.

Mursis Ägypten war eine Despotie mit Staatsreligion, in der nicht mal allein die Minderheit unterdrückt wurde, sondern alle, die nicht dem Muslimbrüder-Islam anhingen.
Fidelis (Gast) - 17. Aug, 22:59

@ksu

Hier ist eine Umfrage aus Ägypten vom Mai diesen Jahren, also kurz vor dem Militärputsch:

"Nonetheless, President Muhammad Morsi, a former Muslim Brotherhood member, receives on balance positive ratings: 53% express a favorable view of him, while 43% see him negatively.

Egyptians are almost evenly divided over the country’s new constitution, which was approved in a controversial December 2012 referendum: 49% favor it, and 45% oppose

Roughly six-in-ten Egyptians (63%) have a favorable opinion of the Muslim Brotherhood, while 36% express a negative view. This makes the Muslim Brotherhood the most popular of the political organizations tested"

Also die Mehrheit sah Mursi positiv, sah die Muslimbruderschaft positiv und die neue Verfassung.

Für die Behauptung von Il Capitano, dass die Mehrheit Mursi nicht mehr wollte, gibt es keine Belege. Ich denke das beruht auf seiner eigenen Wunschvorstellung.

@Il Capitano

Wie stellst du dir denn die Zukunft Ägyptens vor?

Soll die aktuelle, undemokratische Regierung die Muslimbruderschaft jetzt bis auf den letzten Mann und die letzte Frau erschiessen, oder wie?

Du befürwortest ja den Militärputsch. Befürwortest du auch die Verfolgungsmaßnahmen und die extreme Gewalt?

Was die neue Militärdiktatur da gerade macht, entspricht so ziemlich dem Vorgehen Hiters gegen die SPD. Verfolgung, Inhaftierung, Ermordung, Unterdrückung.

Also wo ist für dich hier die Grenze erreicht? Wie soll es weitergehen?

Eine Demokratie halte ich Ägypten auf absehbare Zeit nicht mehr für möglich, denn durch den Militärputsch wurde die Demokratie völlig ad absurdum geführt.

Es macht für einen Ägypter doch gar keinen Sinn mehr sich für Demokratie und Wahlen zu engagieren, denn sobald dem Militär das Ergebnis nicht passt, wird wieder geputscht und verfolgt.
El Muchtar - 17. Aug, 23:24

@Fidelis

wenn es hier um Wunschvorstellungen geht, dann muss ich dir die Frage stellen, ob du dir eventuell die Herrschaft radikaler Muslime über die Restwelt herbeiwünscht. Von dir habe ich in den vergangenen Monaten nichts anderes gelesen als unterstützende Aussagen für irgendwelche Radikal-Islamisten. Für dich war Mursi ein Superpräsident, die Taliban eine tolle Regierung ... Welchen Geistes Kind bist du eigentlich?

Wenn in ganz Ägypten in allen Städten, Stadtvierteln und Dörfern eine Vielzahl von Menschen sich gegen die Muslimbrüder wendet, muss man sich kaum die Frage nach den Mehrheitsverhältnissen stellen. Jeder einzelne Kenner der Region und der Lage sieht die Muslimbrüder und deren Anhänger in einer Minderheitenposition. Du bist natürlich klüger, du bist natürlich mittendrin im Geschehen.

Mursi hat die Wahl - und da kommen wir zum Debakel der Opposition - nur gewonnen, weil die andere Seite sich nicht auf einen gemeinsamen Kandidaten verständigen konnte. Das Dilemma der Opposition habe ich in meiner Einschätzung beschrieben. Eine tatsächliche Mehrheit hatte Mursi allerdings nie. Viele Ägypter wählten nicht, weil die Opposition uneins war. Nunmehr bemüht sie sich, einen gemeinsamen Konsens zu finden, der den weiteren Weg Ägyptens bestimmt.

Dein Versuch, mir hier die moralische Unterstützung von überzogener Härte zu unterstellen, ist kläglich. Würden hierzulande Kriminelle gegen die Regierung aufbegehren und von der Polizei unverhältnismäßig hart gezügelt, wäre die Polizei immer noch im Recht. Auch wenn du es anders sehen würdest. Die Mehrheit der Ägypter, und das bestätigt nun wirklich jeder neutrale Bericht, ist gegen die Muslimbrüder und ihre Versuche zur Errichtung eines Kalifats. Du, Fidelis, bist anscheinend dafür.

Dennoch, noch einmal: Demokratie ist nicht die Wahl eines Tyrannen, Demokratie ist die Herrschaft des Volkes, die nur dann von Wert ist, wenn die Mehrheiten die Minderheiten einbeziehen und den für ALLE MENSCHEN besten Weg beschreiten. Ein verdammter Scharia-Islamismus, auch wenn er irgendwann mal gewählt wurde, ist nun mal keine Demokratie. Ansonsten wäre es auch demokratisch, wenn die konfessionsübergreifend christliche Mehrheit in Deutschland die nichtchristliche Minderheit dem kanonischen Recht unterwerfen würde.
ksu (Gast) - 18. Aug, 10:59

Es ist eben doch nicht einfach (schwarz/weiß) ...

Ob die Demonstrationen gg Mursi, so machtvoll sie auch gewesen sind, schon eine Mehrheit gegen Mursi dokumentieren, das ist mindestens gewagt. So hätte ich nach den S21 Demos auch eine Ablehnung des Bahnhofs in der Volksabstimmung erwartet. Leider vergebens.

"Demokratie ist die Herrschaft des Volkes, die nur dann von Wert ist, wenn die Mehrheiten die Minderheiten einbeziehen und den für ALLE MENSCHEN besten Weg beschreiten."
Ja, aber wie gesagt, alle drei Regierungen in den letzte 2 Jahren hatten ein Problem im Umgang mit ihren Gegnern.
Das mit den "für alle Menschen besten Weg" ist pure Romantik. Auch in userer Demokratie ist es so, dass am Ende die Mehrheit ihren Weg gegen den der Minderheit durchsetzt. Siehe S21, siehe Euro, siehe ... Lediglich der Umgang der Mehrheit mit der Minderheit ist in der Regel zivilisierter. Ausnahmen wie S21 gibt es aber auch hier.

"Dein Versuch, mir hier die moralische Unterstützung von überzogener Härte zu unterstellen, ist kläglich. "
Nicht unbedingt. WArum lese ich keine Verurteilung dieser Härte? Ich denke schon, dass die Härte des Militärs erheblich zur Gewaltspirale beigetragen hat.

Wie schon mehrfach gesagt, ich habe keine Lösung, wie es weiter gehen kann. Aber ich halte Fidelis These, dass die Demokratie für längere Zeit Schaden genommen hat, für nahe liegend. Vielleicht gibt es einen alten weisen König, den man reaktivieren könnte? (Meine liebste Staatsform ist ja der weise und gütige Monarch...)
Il capitano - 18. Aug, 12:44

@KSU

Über Mehrheiten können wir noch tagelang diskutieren, ohne jemals genaue Angaben zu bekommen. Es gibt nun mal keine Umfragen, sondern nur Schätzungen. Fakt ist allerdings, dass sich Hunderttausende Ex-Wähler enttäuscht von den Muslimbrüder abgewendet haben. Viele sehen auch den Islam missbraucht, auf den sich Mursis unfähige Scharia-Regierung berufen hat. S21 ist ein anderes Problem, da der Bahnhof die Stadt betrifft, aber landesweit abgestimmt wurde. In Karlsruhe bspw. hatte man eben nicht die Probleme der Stuttgarter berücksichtigt, sondern eben ein Prestigeobjekt für das Land gesehen usw.

Unter den bislang rund 750 Toten der Unruhen sind auch etwa 60 Sicherheitskräfte. Begonnen hat es damit, dass Muslimbrüder auf Einsatzkräfte, die die Sperren beseitigen sollten, scharf geschossen wurde. Es sind auch nicht alle Mursi-Anhänger durch Polizei und Militär getötet worden, sondern durch Bürgerwehren, die ihre Stadtbezirke geschützt haben, und auch völlig Unbeteiligte. Ob ich persönlich die Härte des Vorgehens kritisiere, nützt niemandem und spielt auch keinerlei Rolle.

Die Demokratie kann keinen Schaden nehmen, weil es sie bisher noch gar nicht gab. Nur weil Mursi demokratisch gewählt wurde, war er noch lange kein Demokrat. Die Muslimbrüder insgesamt sind alles anderes als demokratisch. Das haaben sie ja wohl deutlich bewiesen. Nun aber besteht erstmals die Chance auf eine Demokratie. Diese kann aber nur wahrgenommen werden, wenn Ruhe und Sicherheit hergestellt sind. Derzeit herrscht allerdings Notstand, also beinahe Kriegsrecht. Solange die Situation nicht beruhigt wird, kann man höchstens reagieren statt regieren.

Monarchien sehe ich als überholt an, mit Ausnahme des Papstes natürlich. In der Frage nach der Staatsform vertrete ich klar die Position der Republik.
ksu (Gast) - 18. Aug, 12:57

"Nun aber besteht erstmals die Chance auf eine Demokratie. "
Nee - die Chance war vor 1 1/2 Jahren größer. Damals gab es erstmal demokratische Wahlen. Das Erbenis war leider keine Demokratie. Warum sollten die Ägypter glauben, dass es jetzt anders wird?

"Ob ich persönlich die Härte des Vorgehens kritisiere, nützt niemandem und spielt auch keinerlei Rolle."
Für die Diskussion hier spielt es schon eine Rolle. Du kannst nicht Fidelis einerseits vorwerfen, dass er in all seinen Beiträgen die Muslimbrüder verteidigt und andererseits die Gewalt, die vom Militär ausgeht relativieren ("Es sind auch nicht alle Mursi-Anhänger durch Polizei und Militär getötet worden") und Dich davon mit keinem Wort distanzieren. Das geht m.E. gar nicht.

"Monarchien sehe ich als überholt an, mit Ausnahme des Papstes natürlich. "
Für die westliche Welt vielleicht. Aber wir müssen immer wieder feststellen, dass unsere westlichen Werte anderswo nicht 1:1 passen. Weder in Afganistan noch im Irak, in Ägypten oder in Zentralafrika lassen sich funktionierende Demokratien aufbauen. Da wäre vielleicht ein gütiger und weiser Monarch eine Alternative. Nur so als Idee...
Il capitano - 18. Aug, 13:11

Auch in islamisch geprägten Ländern gibt es mehr oder minder funktionierende Demokratien ohne Monarchen. Und die Monarchien in Saudi-Arabien und Marokko können kaum als weise und gütig bezeichnet werden usw. Aber das nur nebenbei, in Ägypten geht es nicht um Monarchien.

Ich sehe einen Unterschied in der Gewaltanwendung des Staates gegen Menschen, die Gewalt gegen den Staat anwenden, und der Gewaltanwendung von Menschen gegen den Staat, die dieser abwehrt, auch mit Härte. Ja, nicht nur in der Frage nach Werten und Gesellschaftsformen unterscheiden sich Deutsche und Ägypter, sondern auch im Umgang miteinander. Was hier unmöglich ist, ist dort real. Ich wüsste auch nicht, wie man dem Hass der Muslimbrüder, die sich nicht mal von anrückenden Militäreinheiten vertreiben lassen, derzeit begegnen sollte. Diskutieren kann man mit denen nicht, das sind nun mal religiöse Fanatiker.

Mir geht es auch nicht darum, wer sich von wem distanziert, sondern wer wem das Wort redet. Und wenn ich dann hier mehrfach lese, dass die Taliban tapfere, volksverbundene Freiheitskämpfer sind und die demokratischen Muslimbrüder eine Art CDU, dann fällt mir leider echt nichts mehr ein. Ist dann das Kalifat vielleicht gemeint, mit der weisen und gütigen Monarchie? Mit uns als tributpflichtigen Dhimmis? Oder wie jetzt? Langsam wundert mich hier wirklich nichts mehr.
Il capitano - 21. Aug, 11:49

Um halbwegs verlässliche Zahlen nachzuliefern:

Mursi wurde von 13 Millionen Ägyptern gewählt, während ein Jahr später etwa 30 Millionen gegen ihn demonstriert haben, was letztlich zum Eingreifen des Militärs führte.

Quelle: http://www.kath.net/news/42475
ElsaLaska - 21. Aug, 13:37

LOL!

Angesichts der Zahlen drängt sich ein CDU-Vergleich natürlich geradezu auf!
Il capitano - 21. Aug, 13:43

Sind ja nur

etwas mehr als doppelt so viele ... wird wohl das nächste 'Argument' sein ... ;-)

Aber siehste, war schon richtig, dass die Mursi-Gegner in der MEHRHEIT sind.
Maerilu (Gast) - 16. Aug, 20:47

Ich wasche Popo, putze Klos und bringe Muell raus.

Auch in aufrichtiger Treue.

Und bin ganz sehr dankbar dafuer.

:o)

Was soll ich sonst tun?

Il capitano - 16. Aug, 20:56

Dass Sie

sich den Popo waschen ist jetzt DIE Info des Tages!
ElsaLaska - 16. Aug, 23:16

@Maerilu

Jeder an seinem Platz. Lassen Sie sich nicht beirren, ich hatte Sie schon richtig verstanden.
Il capitano - 16. Aug, 23:29

Wenn meine Entgegnung unangemessen war, dann bitte löschen.
ElsaLaska - 16. Aug, 23:37

Sie ist

mit ein wenig gutem Willen durchaus überlebbar;-)
Il capitano - 16. Aug, 23:40

Internetkommunikation unter Unbekannten hat eben so ihre Tücken und mir liegt es fern, jemanden zu provozieren oder zu beleidigen, der es nicht verdient hat. Schließlich bin ich der Vertreter der Ritterlichkeit ;-)

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