Elsas Nacht(b)revier



Francois Gérard: St. Térèse d'Avila



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Aktuelle Veröffentlichungen

"Ökumene mit Herzblut" - Besuch bei der griechisch-orthodoxen Gemeinde in MA-Luzenberg. In: Die Tagespost vom 8.9.2016.

"Eine orthdoxe Insel im Schwarzwald" - Auftakt zur Sommerserie Orthodoxie in Deutschland. Besuch bei der russisch-orthodoxen Gemeinde in Baden Baden. In: Die Tagespost vom 18. August 2016

"Die, welche uns den Gott des Todes predigen wollen" - Übersetzung eines Blogartikels von Kardinal Duka aus dem Tschechischen. In: Die Tagespost vom 13. August 2016

"Konvertiten" In: Die Tagespost vom 26. Juli 2016

"Teresa von Avila: Es gibt keinen Grund". In: Die Tagespost vom 23. Juni 2016

Rezension "Johannes Gschwind: Die Madonna mit dem geneigten Haupt". In: Die Tagespost vom 28. April 2016

Rezension "Peter Dyckhoff: Die Gottesmutter mit den drei Händen". In: Die Tagespost vom 21. April 2016

"Jacobus Voragine und seine Legenda Aurea Ausgabe lateinisch-deutsch". In: Die Tagespost vom 24. März 2016

"Ignatius jenseits von Legende und Vorurteil. Der Bericht des Pilgers und die Ignatius-Biografie von Pierre Emonet". In: Die Tagespost vom 19. Januar 2016

"Schicksalhafte Lektüre Die Taufkirche von Edith Stein in Bergzabern, wo ihr Weg der Heiligkeit begann" In: Vatican-Magazin Januar 2016

"Selbst ein Stein würde bersten. Interview mit Karam Alyas, Flüchtling aus Nordirak." In: Die Tagespost vom 4. Dezember 2015

"Am Ursprung eines stabilen Kerneuropa Gisela von Bayern und Stefan von Ungarn: Ein heiliges Paar, das zu Staatsgründern wurde" In: Vatican-Magazin Dezember 2015

"Hier wird nach Wahrheit gesucht. Ein Interview mit dem Konvertiten, Kampfkünstler und Schauspieler Michel Ruge." In: Die Tagespost vom 13. November 2015

"Leibhaftig, nicht als Symbol? Ein ungeschickter Priester: Das Blutwunder von Walldürn und die elf „Veroniken“ - In: Vatican-Magazin November 2015

"Martha und Maria in einer Person. Elisabeth Münzebrocks Porträt der Teresa von Avila" In: Die Tagespost vom 14.Oktober 2015

"Das Meisterwerk: Mann und Frau, die einander lieben." Zur Heiligsprechung der Eltern der hl. Thérèse von Lisieux. In: Vatican-Magazin Oktober 2015

"Glückssucher, Gelehrter und Vorbild. Ein gelungenes Porträt des heiligen Augustinus. In: Die Tagespost vom 27. August 2015"

"Hervorragende Brückenbauer. Ein Interview mit Simon Jacob, ZOCD u. Initiator des Project Peacemaker" In: Die Tagespost vom 21. August 2015

"Eine Tugend für Kämpfernaturen: Johannes Stöhr und die Tugend der Geduld." In: Die Tagespost vom 27.Juli 2015

"Wachen und Beten für die Welt. Ein Besuch bei den Trappistinnen auf dem pfälzischen Donnersberg." In: Die Tagespost vom 17. Juni 2015

"Ein Apostel der Armen: Der selige Paul Josef Nardini und seine Grabkapelle in Pirmasens" In: Vatican-Magazin Juni-Juli 2015

"Von der Tänzerin zur Ordensschwester. Irmgard Fides Behrendt Flucht aus dem Osten." In: Die Tagespost vom 8. Mai 2015

"Es ist eine simple Sache, zu lieben. Interview mit Torsten Hartung zu seiner Konversion." In: Die Tagespost vom 8. April 2015

"Meine Mutter stirbt an ALS" In: Christ und Welt - Beilage der "ZEIT", Ausgabe 17-2015

"Don Bosco und Maria Mazzarello" In: Vatican-Magazin April 2015

"Eine profunde Menschenkennerin. Zum dritten Band der Briefe Teresas von Avila" In: Die Tagespost vom 1. April 2015

"Katholisches Welttheater. Paul Claudel: Der seidene Schuh" In: Die Tagespost vom 19. März 2015

"Einbruch des Übernatürlichen. Michail Bulgakov: Der Meister und Margarita" In: Die Tagespost vom 7. März 2015

"Ganz Ohr für die Stimme des Herrn. Ein Kartäuser: Die Große Stille" In: Die Tagespost vom 3. März 2015

"An der Hand der großen Teresa". Eine Auswahl von Internetseiten zum 500. Geburtstag T. von Avilas. In: Die Tagespost vom 17. Februar 2015.

"Vom Krieg zum Frieden. Wie das Gefängnis für Torsten Hartung zum Tor der Gnade wurde." In: Die Tagespost vom 10. Februar 2015 (Buchbesprechung)

"Das Leben Jesu betrachten Ein Gespräch mit Pater Norbert Lauinger SAC vom Apostolatshaus in Hofstetten" In: Die Tagespost vom 31. Januar 2015

"Das Gebet ist die Drehscheibe des Christseins- Das Lebensbuch des heiligen Theophan des Einsiedlers bietet Einblick in den geistlichen Reichtum der Orthodoxie" In: Die Tagespost vom 27. Januar 2015

"Digitale Karte des Ordenslebens - Das „Jahr der Orden“ im Internet und den sozialen Medien" In: Die Tagespost vom 27. Januar 2015

"Eine Katakombenheilige im Exil Das Weinstädchen Morro d‘Alba in den Marken mit den Gebeinen der römischen Märtyrerin Teleucania." In: Vatican-Magazin Januar 2015

"Starke Frauen - Wenn Widerstand gegen herrschende Strukturen zur geistlichen Pflicht wird. Prophetinnen und Mahnerinnen in der Kirche." In: Die Tagespost vom 16. Dezember 2014

Auf Columbans Spuren. Eine unkonventionelle Pilgerreise." In: Die Tagespost vom 13. Dezember 2014

"Geistliche Paare: Der heilige Paulinus von Nola und seine Therasia" In: Vatican-Magazin Dezember 2014

"Die zeitlose Kunst des Sterbens. Nicht nur Hospizhelfer werden Peter Dyckhoffs Betrachtungen schätzen." In: Die Tagespost vom 20. November 2014

"Mystikerin des Apostolats. Mit Teresa von Avila Zugänge zur Spiritualität der Unbeschuhten Karmeliten finden" In: Die Tagespost vom 14.Oktober 2014

"Was die Mumien erzählen. Die Bruderschaft vom guten Tod und die Chiesa dei Morti in Urbania" In: Vatican-Magazin November 2014

"Teresa von Ávila und Johannes vom Kreuz. Die unbeschuhte Reformerin und ihr Vater, der „doctor mysticus“" In: Vatican-Magazin Oktober 2014

"Gottvertrauen als Balsam und Ansporn. Carlo Maria Martinis spirituelles Vermächtnis" In: Die Tagespost vom 4. September 2014

"Unter den Märtyrern der Gegenwart. Soon Ok Lee hat die Haft in einem nordkoreanischen Straflager überlebt und zum christlichen Glauben gefunden." In: Die Tagespost vom 16. August 2014

"Zeugen monastischer Kultur. Seit 20 Jahren gibt es das Netz cluniazensischer Stätten im Schwarzwald." In: Die Tagespost vom 17. Juli 2014

"Franziskus-Effekt in Umbrien. Steigende Pilgerzahlen in Assisi und eine Friedensmission im Heiligen Land." In: Die Tagespost vom 12. Juni 2014

"Im Bunker fing alles an. Franco de Battaglia schildert die Anfänge der Fokolarbewegung." In: Die Tagespost vom 5. Juni 2014

"Eine Oase der Stille-nicht nur für Zweifler. Zum 850. Todestag der hl. Elisabeth von Schönau" In: Vatican-Magazin Juni_Juli 2014

"Sie zum Lächeln zu bringen wird unser aller Lieblingsbeschäftigung" Buchbesprechung Sandra Roth: Lotta Wundertüte. In: Die Tagespost vom 24. Mai 2014

"Gelungene Ouvertüre. Der Postulator Johannes Pauls II. hat eine lesenswerte Papstbiografie vorgelegt." In: Die Tagespost vom 24. April 2014

"Kloster Wittichen und die selige Luitgard" in: Vatican-Magazin Mai 2014

"Clemens Brentano und die selige Anna Katharina Emmerick" in: Vatican-Magazin April 2014.

"Wohltuend für Seele, Geist und Körper Der heilige Ulrich von Zell und sein „durch Wunder berühmtes Grab“ im Schwarzwald" In: Vatican-Magazin März 2014

"Spiritualität der Heiligen. Bischof Paul-Werner Scheele stellt Glaubenszeugen aus allen Zeiten vor." In: Die Tagespost vom 27. Februar 2014

"Hinaus in die Randgebiete der menschlichen Existenz. Der hl. Vinzenz von Paul und die heilige Louise de Marillac." In: Vatican-Magazin Februar 2014.

"Blind geboren - Doch dann geschah das Wunder. In jener Zeit, als das Christentum aufzublühen begann: Die heilige Odilie auf dem Mont Sainte-Odile im Elsass." In:Vatican-Magazin Januar 2014.

"Römische Geschichte einmal anders." Rezension zu Ulrich Nersingers Buch "Die Gendarmen des Papstes." In: Die Tagespost vom 7. Januar 2014

"Die Bärin wies den Weg. Die heilige Richardis und Unsere liebe Frau in der Krypta in Andlau." In: Vatican-Magazin Dezember 2013

"Schatten auf der Soldatenseele". In: Die Tagespost vom 3. Dezember 2013

"Über den Brenner nach Rom. Ein neuer Pilgerführer mit Etappenheiligen." In: Die Tagespost vom 28.10.2013

"Eine neue Idee von Liebe - Der Troubadour Jaufré Rudel und seine ferne Prinzessin." In: Vatican-Magazin Oktober 2013

"Zeigen, dass sie ein Werkzeug Gottes war. Die Neuausgabe der Vita der heiligen Hildegard." In: Die Tagespost vom 17. September 2013.

"Licht ihres Volkes und ihrer Zeit". Die Lektüre ihrer Briefe eignet sich in besonderer Weise, um die hochbegabte Menschenführerin Hildegard von Bingen kennenzulernen. In: Die Tagespost vom 17. September 2013

"Eine Art intensivierte Straßenpastoral" - ein Gespräch zum Jahr des Glaubens mit dem Augustiner-Chorherrn und Bloggerkollegen Hw. Alipius Müller. In: Die Tagespost vom 24. August 2013

"Das flammende Siegel des hl. Ignatius. Die Eremo delle Carceri bei Assisi" In: Vatican-Magazin August-September 2013

"Mehr als exotische Aussteiger. Ein Buch gibt Einblicke in das Leben moderner Eremiten." In: Die Tagespost vom 11. Juli 2013

"Geistliche Vitaminspritzen. Gesammelte Johannes-Perlen aus einem reichen Leben." In: Die Tagespost vom 4. Juli 2013

"Das entflammte Herz. Die Ewigkeit als Maß: Franz von Sales und Johanna Franziska von Chantal." In: Vatican-Magazin Juli 2013

"Und Christus berührte das kranke Bein. Wie der heilige Pellegrino von Forlì zum Patron der Krebskranken wurde." In: Vatican-Magazin Juni 2013

"Ida Friederike Görres und Joseph Ratzinger - die tapfere Kirschblüte und ihr Prophet in Israel." In: Vatican-Magazin Mai 2013

"Kein Maß kennt die Liebe" - über die Gemeinschaft der Barmherzigen Schwestern und das Jubiläumsjahr in Kloster Hegne. In: Die Tagepost vom 20. April 2013.

"Liebe, Wahrheit, Schönheit-das gesamte Pontifikat Benedikts XVI." - Die Buchbesprechung zu A. Kisslers Buch "Papst im Widerspruch." Online hier.

"Zuversicht statt Zweifel. Bologna und die heilige Katharina."In: Die Tagespost vom 13. April 2013

"Und in dir wird man einst die Herrlichkeit Gottes sehen" über die heilige Katharina von Bologna. In: Vatican-Magazin März-April 2013

"Schutzschirm für die Gemeinschaft. Christoph Müllers Einführung in die Benediktsregel" In: Die Tagespost vom 7. März 2013

"Fritz und Resl: Gottes Kampfsau und Jesu Seherin" In: Vatican-Magazin Februar 2013 anlässlich des 130. Geburtstags von Fritz Michael Gerlich.

"Jakub Deml-Traumprosa, die vom Jenseits erzählt" In: Die Tagespost vom 9. Februar 2013

"Der Tod ist nicht relativ" In: Die Tagespost vom 7. Februar 2013

"In heiligen Sphären. Mensch und Welt lassen sich nicht entsakralisieren" In: Die Tagespost vom 5. Februar 2013

"Die tapfere Heilige, die nicht sterben wollte Die Märtyrerin Cristina und das Blutwunder von Bolsena." In: Vatican-Magazin Januar 2013

"Alles andere als Rettungsroutine. Aus den Schätzen der Kirche schöpfen: Warum Beichte und Ablass ein Comeback verdient haben." In: Die Tagespost vom 22.12.2012.

"Leitsterne auf dem Glaubensweg. Katholische Großeltern spielen eine wichtige Rolle bei der Neuevangelisierung." In: Die Tagespost vom 22.12.2012.

"Das Netz der virtuellen Ewigkeit.Tod und Gedenken im Internet." In: Die Tagespost vom 29. November 2012.

"Der Friede auf Erden fängt zwischen Männern und Frauen an. Marias "Fiat" und Josefs "Serviam". Engel führten sie zum außergewöhnlichsten Ehebund der Weltgeschichte. In: Vatican-Magazin Dezember 2012.

"Der Marathon-Mann" - mein Porträt von S. E. Bischof Tebartz-van Elst. In: Vatican-Magazin Dezember 2012.

"Versperrter Himmel, öffne dich!" Über die Wallfahrt der totgeborenen Kinder zu Unserer lieben Frau von Avioth. In Vatican-Magazin November 2012.

"Ein französischer Vorläufer des heiligen Franziskus - zum 800. Todestag des Hl. Felix von Valois." In: Die Tagespost vom 3. November 2012

"Die Macht der Mystikerinnen" anlässlich der Heiligsprechung von Anna Schäffer. In: Die Tagespost vom 20. Oktober 2012

"Was für eine Frau!" Zur Vereinnahmung der hl. Hildegard von Esoterikerin und Feministinnen. In: Die Tagespost vom 9. Oktober 2012

Über den Kapuzinerpater Martin von Cochem zu seinem 300. Todestag. In: Die Tagespost vom 29. September 2012

"Die Kirche-ein Krimi?" in: Die Tagespost vom 30. August 2012.

"Wieder gefragt: Exorzismus!" in: PUR-Magazin September 2012

"Mir ist das Brevier wichtig geworden!" Ein Interview mit dem evang. Pfarrer Andreas Theurer, der in die katholische Kirche eintreten wird. In: Die Tagespost vom 14. August 2012

"Im Vorhof des Himmels" Die hl. Edith Stein und ihr Seelenführer, der Erzabt von Beuron. In: Vatican-Magazin August-September 2012

"Durch Gottes Gnade ein Kind der Kirche" - Edith Stein, Erzabt Raphael Walzer von Beuron und die Enzyklika Mit brennender Sorge. In: Die Tagespost vom 9. August 2012.

Der Cammino di San Francesco-Heiligtümer im Rieti-Tal. In: PUR-Magazin Juli.

Die Opfer der Bundeswehr. Mein Interview mit dem Afghanistan-Veteranen R. Sedlatzek-Müller. In: Die Tagespost, Ausgabe vom 14. Juni 2012

"Mehr als Dinkel und Kräuter: Ein Kernkraftwerk des Heiligen Geistes - die hl. Hildegard von Bingen" In. Vatican-Magazin Juni-Juli 2012

"Wie eine lodernde Feuersäule Die heilige Veronika Giuliani" In: Vatican-Magazin Mai 2012

"Die Vollblutfrau, die den Erlöser liebte: Kronzeugin des Osterereignisses: Die Geschichte von Jesus und Maria Magdalena." In: Vatican-Magazin April 2012

"Ich fühle mich als Frau in der Kirche nicht diskriminiert" Ein Interview mit mir von Petra Lorleberg für kath.net

"Die virtuelle Engelsburg hat standgehalten" in: Die Tagespost vom 22. März 2012

"Die Sowjets traten, rissen, schlugen, brannten - aber immer wieder haben die Litauer ihren Kreuzeshügel aufgebaut". In: Vatican-Magazin März 2012

"Katholische Bloggerszene stiftet Ehe" Interview mit Phil und Hedda in: Die Tagespost vom 13.März 2012

Und Du wirst mal Kardinal!" Prags Erzbischof verkörpert das Durchhaltevermögen der tschechischen Christen. In: Die Tagespost vom 18. Februar 2012

"Wo Liebe ist, ist Eifersucht nicht weit: Alfons Maria de Liguori und Schwester Maria Celeste Crostarosa, Gründer des Redemptoristenordens". In: Vatican-Magazin Ausgabe Februar 2012

Neue Kolumne über geistliche Paare: "Mann-Frau-Miteinander-Kirchesein" In: Vatican-Magazin Ausgabe Januar 2012

Unsagbar kostbare Göttlichkeit - Gold, Weihrauch und Myrrhe: Die Gaben der Heiligen Drei Könige. In: Die Tagespost vom 5. Januar 2012

"Wo die Pforten des Himmels offen sind. Loreto in den italienischen Marken". In: Vatican-Magazin Dezember 2011

"Ein Schatz, der fast zu groß für diesen Erdball ist". In: Liebesbriefe für die Kirche. Hrsg. Noe, Biermeyer-Knapp. Bestellbar hier.

Der Papst meines Lebens - Vatican-Magazin spezial zum Papstbesuch

Norcia - der Geburtsort des heiligen Benedikt: "Als sich der Erdkreis verfinstert hatte" In: Vatican-Magazin August-September 2011

In englischer Übersetzung online hier: When the world had darkened<

Der Vatikan und die Blogger - Beginn einer wunderbaren Freundschaft.

Poetische Pilgerorte-Reisen ins mystische Mittelitalien. Erschienen im MM-Verlag.


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Die Bundestagsrede und eine Erwiderung.

[Update: Es gibt jetzt auch eine Erwiderung auf Professor Dreier von Richard Estarriol. Man muss natürlich den ganzen Beitrag lesen, aber Estarriol zitiert nun ebenfalls nochmals Kelsen - und somit wird klar, dass der Heilige Vater in seiner Rede vor dem Bundestag eben doch nicht so schief gelegen hat, wie Professor Dreier behauptet:

>>In Erwiderung auf einen Einwand von Dozent Marcic hatte damals Kelsen gesagt:

"Ich habe in meinen früheren Schriften von Normen gesprochen, die nicht der Sinn von Willensakten sind. Meine ganze Lehre von der Grundnorm habe ich dargestellt als eine Norm, die nicht der Sinn eines Willensaktes ist, sondern die im Denken vorausgesetzt wird. Nun muss ich Ihnen leider gestehen, meine Herren, daß ich diese Lehre nicht mehr aufrechterhalten kann, daß ich diese Lehre aufgeben musste. Sie können mir glauben, daß es mir durchaus nicht leicht war, eine Lehre aufzugeben, die ich durch Jahrzehnte vertreten habe. Ich habe sie aufgegeben in der Erkenntnis, daß ein Sollen das Korrelat eines Wollens sein muss. Meine Grundnorm ist eine fiktive Norm, die einen fiktiven Willensakt voraussetzt, der diese Norm setzt. Es ist die Fiktion, dass irgendeine Autorität will, dass dies sein soll. Sie werfen mir mit Recht vor, dass ich gegen eine eigene, von mir selbst vertretene Lehre spreche. Das ist vollkommen richtig: Ich musste meine Lehre von der Grundnorm in ihrer Darstellung modifizieren. Es kann nicht bloß gedachte Normen geben, d. h. Normen, die der Sinn eines Denkaktes, nicht der Sinn eines Willensaktes sind. Was man sich bei der Grundnorm denkt, ist die Fiktion eines Willensaktes, der realiter nicht besteht."<<
Ganzer Kommentar von Richard Estarriol hier.]

Soweit ich es überblicke gab es bislang auf die Rede, die Benedikt XVI. im deutschen Bundestag am 22. September 2011 gehalten hat, nur einen einzigen deutschen Artikel, der den Ball aufgefangen und eine intellektuelle Erwiderung unternommen hat, und zwar von Professor Horst Dreier, einem Rechtsphilosophen, in der FAZ.

Zunächst möchte ich vorausschicken, dass ich nicht den Hauch einer Ahnung von Rechtsphilosophie habe, aber vielleicht versteht der eine oder andere Leser hier ja mehr vom Fach. Den Namen Hans Kelsen habe ich also zum ersten Mal gehört, Professor Dreier natürlich nicht, doch offenbar hat es sein Interesse geweckt, dass Benedikt XVI. diesen Rechtsphilosophen als einzigen modernen Autoren erwähnt hat, und das gleich zweimal. In seinem FAZ-Artikel vom 3. November gibt Professor Dreier dankenswerterweise auch gleich eine kurze Einführung in Leben und Werk von Hans Kelsen.

Das erste Kelsen-Zitat des Papstes lautet wie folgt - und weil ich es wichtig finde, den Gesamtzusammenhang zu wissen, in dem es innerhalb der Rede fällt, zitiere ich einen größeren Absatz:

>>Der Gedanke des Naturrechts gilt heute als eine katholische Sonderlehre, über die außerhalb des katholischen Raums zu diskutieren nicht lohnen würde, so daß man sich schon beinahe schämt, das Wort überhaupt zu erwähnen. Ich möchte kurz andeuten, wieso diese Situation entstanden ist. Grundlegend ist zunächst die These, daß zwischen Sein und Sollen ein unüberbrückbarer Graben bestehe. Aus Sein könne kein Sollen folgen, weil es sich da um zwei völlig verschiedene Bereiche handle. Der Grund dafür ist das inzwischen fast allgemein angenommene positivistische Verständnis von Natur. Wenn man die Natur – mit den Worten von H. Kelsen – als „ein Aggregat von als Ursache und Wirkung miteinander verbundenen Seinstatsachen“ ansieht, dann kann aus ihr in der Tat keine irgendwie geartete ethische Weisung hervorgehen.[4] Ein positivistischer Naturbegriff, der die Natur rein funktional versteht, so wie die Naturwissenschaft sie erkennt, kann keine Brücke zu Ethos und Recht herstellen, sondern wiederum nur funktionale Antworten hervorrufen. Das gleiche gilt aber auch für die Vernunft in einem positivistischen, weithin als allein wissenschaftlich angesehenen Verständnis. Was nicht verifizierbar oder falsifizierbar ist, gehört danach nicht in den Bereich der Vernunft im strengen Sinn. Deshalb müssen Ethos und Religion dem Raum des Subjektiven zugewiesen werden und fallen aus dem Bereich der Vernunft im strengen Sinn des Wortes heraus. Wo die alleinige Herrschaft der positivistischen Vernunft gilt – und das ist in unserem öffentlichen Bewußtsein weithin der Fall –, da sind die klassischen Erkenntnisquellen für Ethos und Recht außer Kraft gesetzt. Dies ist eine dramatische Situation, die alle angeht und über die eine öffentliche Diskussion notwendig ist, zu der dringend einzuladen eine wesentliche Absicht dieser Rede bildet.<< Quelle.

Prof. Dreier interpretiert dieses Zitat in der Richtung, dass Kelsen offenbar als ein besonders strikter Vertreter eines Dualismus zwischen Sein und Sollen betrachtet werde. "Irritiertes Befremden" habe das Staunen über die Erwähnung Kelsens dann durch folgende Stelle, es ist die zweite Nennung innerhalb der Papstrede, ausgelöst:

>>Der große Theoretiker des Rechtspositivismus, Kelsen, hat im Alter von 84 Jahren – 1965 – den Dualismus von Sein und Sollen aufgegeben. (Es tröstet mich, daß man mit 84 Jahren offenbar noch etwas Vernünftiges denken kann.) Er hatte früher gesagt, daß Normen nur aus dem Willen kommen können. Die Natur könnte folglich Normen nur enthalten – so fügt er hinzu –, wenn ein Wille diese Normen in sie hineingelegt hätte. Dies wiederum – sagt er – würde einen Schöpfergott voraussetzen, dessen Wille in die Natur miteingegangen ist. „Über die Wahrheit dieses Glaubens zu diskutieren, ist völlig aussichtslos“, bemerkt er dazu.[5] Wirklich? – möchte ich fragen. Ist es wirklich sinnlos zu bedenken, ob die objektive Vernunft, die sich in der Natur zeigt, nicht eine schöpferische Vernunft, einen Creator Spiritus voraussetzt?<<
[Quelle wie oben und der Zusatz in den runden Klammern ist nicht etwa von mir, sondern das hat Benedikt wirklich schmunzelnd eingeschoben gesagt.]

Professor Dreier geht es nun konkret um die Aussage, Kelsen hätte den Dualismus von Sein und Sollen aufgegeben - der er vehement widerspricht. Im FAZ-Artikel führt er aus:
>>Zwei Normen mit einander logisch ausschließendem Inhalt konnten dieser lange Zeit von ihm vertretenen Position zufolge nicht gleichzeitig gelten - genauso wie zwei widersprüchliche Aussagen nach Art von "A existiert" und "A existiert nicht" unmöglich beide zutreffend sein konnten. Von dieser Anwendung logischer Regeln auf Rechtsnormen - und nicht vom Dualismus von Sein und Sollen - verabschiedet er sich in den 1960er Jahren. Seine Position lautet nun, dass sich die Regeln der Logik auf widersprüchliche Normen nicht anwenden ließen. Im Hintergrund steht seine neu gewonnene Überzeugung, wonach logische Prinzipien nur auf Aussagen Anwendung finden können, die wahr oder unwahr sind. Normen hingegen statuierten ein Sollen und können daher weder wahr noch unwahr sein. Ihr Existenzmodus ist der der Geltung. Normen sind nicht wahr oder unwahr, sondern sie gelten oder sie gelten nicht. Und da jede Norm dem späten Kelsen zufolge auf einem Willensakt beruht, widersprüchliche Willensakte unterschiedlicher Normsetzer aber ohne weiteres denkbar sind, können zwei miteinander in Konflikt stehende Rechtsnormen durchaus jeweils für sich Geltung beanspruchen. Mit Mitteln der Logik sei ein solcher Konflikt nicht zu lösen. Der Rechtswissenschaft bliebe von daher nur der Weg, die Existenz solcher miteinander unvereinbarer Normen zu beschreiben; den Normenkonflikt aus eigener Kraft qua Anwendung logischer Regeln zu lösen käme ihr nicht zu.<< Quelle.

Sein Fazit: Kelsen habe sich nicht etwa vom Sein-Sollen-Dualismus verabschiedet, sondern diesen noch vielmehr verschärft, in dem er nun die Regeln der Logik nur noch im Bereich des Seins gelten lassen wolle, nicht aber für den Sollensbereich.

Ich bin ziemlich davon überzeugt, dass Professor Dreier der kompetentere Kelsen-Kenner ist und seine Ausführungen sind, soweit ich sie ihnen folgen kann jedenfalls, schlüssig.
Ich meine nur, dem Papst ging es eigentlich, in seiner Eigenschaft als Theologe, um einen ganz anderen Zusammenhang: Für ihn - immer als Theologe! - war ja der springende Punkt, dass Kelsen in hohem Alter wohl in Erwägung zog, dass sich im Sein selbst insofern Normen manifestieren könnten, wenn ein Wille - also ein Schöpfergott - diese bereit darin angelegt hätte. Daran schließt sich ja sofort das Zitat an, dass man über diese Wahrheit des Glaubens nicht diskutieren könne. Aus dieser Perspektive betrachtet und in diesem Zusammenhang gesehen, lässt sich die Rede von der "Aufgabe des Dualismus von Sein und Sollen", auch wenn sie denjenigen, der aus rechtsphilosophisch-fachlichen Gründen mit Kelsens Werk bestens vertraut ist, irritieren mag, durchaus rechtfertigen.
Während also Professor Dreier sozusagen werkimmanent Kelsen interpretiert, schaut der Heilige Vater aus philosophisch-theologischer Sicht auf dessen Aussage.
Somit hätten aber doch beide, Dreier wie Ratzinger, recht mit ihrer Darstellung?
*grübelt*
L. A. (Gast) - 11. Nov, 21:39

Wer in Bezug auf Kelsen mehr Recht hätte, kann ich nun wirklich nicht wissen. Also Ob der sich vom dort verhandelten Dualismus verabschiedet, oder ihn verschärft hat.

Das erscheint mir - ja! ganz persönlich-*hüst*- aber auch unwesentlich, denn der Papst bezieht ja wesentlich auf folgendes Zitat Kelsens, dem er dann fragend widerspricht.

>> „Über die Wahrheit dieses Glaubens zu diskutieren, ist völlig aussichtslos“, bemerkt er .[Kelsen] dazu.[5] Wirklich? – möchte ich fragen. Ist es wirklich sinnlos zu bedenken, ob die objektive Vernunft, die sich in der Natur zeigt, nicht eine schöpferische Vernunft, einen Creator Spiritus voraussetzt?<<

Das war dann die Einleitung zu den ganz wesentlichen Gedanken seiner Rede.

Von was sich Kelsen verabschiedet hat oder auch nicht, tut im Kontext der Rede nichts zur Sache, auch wenn Professor Dreier hier Recht hätte, denn es ging dem Papst ja um den Rechtspositivismus als solchem, der ja nichts mit den auslegenden Gedanken Kelsens zu diesem zu tun hat.
Also ich würd darüber nicht grübeln, der Papst hätte, ggf., nur einen kleinen Formfehler begangen.

Na, ist das nicht ein wenigstens netter Versuch, Dich mit diesem prima vista "Hääh?? -Watt? - Thema", nicht allein zu lassen? :-)

ElsaLaska - 11. Nov, 21:43

@L.A.

Wundervoll, damit hast Du Dich für ein Herzchen qualifiziert!
♥!

[Hatte keinen Bock mehr auf die ewige äh, Erotik-Sause - meinte ich natürlich - einfach ... :-)]
L. A. (Gast) - 11. Nov, 21:48

Elsa, danke für's Herzchen, verstehe bestens und wollte auch sagen:

Leute, nein, das war KEIN Dreier mit Kelsen!
ElsaLaska - 11. Nov, 21:56

@L.A. : Ähem:-)

Und:

>>Von was sich Kelsen verabschiedet hat oder auch nicht, tut im Kontext der Rede nichts zur Sache, auch wenn Professor Dreier hier Recht hätte, denn es ging dem Papst ja um den Rechtspositivismus als solchem, der ja nichts mit den auslegenden Gedanken Kelsens zu diesem zu tun hat.<<
wie Du schriebst, sehe ich eigentlich auch so, bzw. habe versucht, das auch ähnlich auszudrücken. Dennoch finde ich es bemerkenswert, dass mal irgendjemanden von unseren endemischen Dichtern und Denkern ENDLICH was zu der Rede eingefallen ist, der Artikel ist ja durchaus lesens- und bedenkenswert.
@Elsa (Gast) - 11. Nov, 22:19

Ja, meine manchmal etwas abseitigen Assoziationen, die aber wirklich nicht konkret oder personenbezogen gemeint sind... Dir hätt' ich das nicht sagen müssen... aber eine gewisse Art des Eifers, bei der Jagd nach dem hunderdtsten Strumpfband bei Weltbild erfolgreich zu sein, (aber wo sonst?) ist dann auch wieder... ach ja.

Ja, der Artikel von Prof. Dreier ist sehr lesenswert, mir imponiert es immer, wenn Gelehrte so schreiben, daß man als "interessierter Laie" noch etwas folgen kann und soll, aber gleichzeitig nicht "geduzt" wird. Wenn man das ist, was man ist, ohne zu vergessen, wo und und mit wem man spricht.
Bellarmin (Gast) - 11. Nov, 23:22

Tja,

Prof. Dreier hat wohl "recht". Das von Kelsen zu behaupten, was da gesagt wurde, ist wohl mindestens "zu viel". Ein Fehler halt, wie in Regensburg die Aussage, Kant hätte gesagt, er habe das Denken beiseite schaffen müssen, um dem Glauben Platz zu machen. Solche Sachen passieren nun mal, auch wenn ich bei der Sache in Regensburg Jahre lang gedacht habe: Warum hat er das gesagt? Jetzt weiß ich es: nichts anderes als ein Fehler.

ElsaLaska - 11. Nov, 23:42

@Bellarmin

Hm. Jo, aber im Kontext des Hl. Vaters finde ich, stimmt es nach wie vor eben auch. Als "Fehler" würde ich das nicht werten, weil er ja nicht innerhalb einer fachwissenschaftlich-rechtsphilosophisch-juristischen Diskussion - oder als Kelsen-Forscher - das als These in den Raum geworfen hat.
Wenn er das so aufgefasst hat, gibt es einen bestimmten Bezugsrahmen, in dem man das vertreten könnte, meine ich nach wie vor.
Wir sind ja nicht bei den Naturwissenschaften.
Imrahil (Gast) - 14. Nov, 00:47

Das hat Kant in der Einleitung zur KrV tatsächlich gesagt (zumindest meiner Erinnerung nach). [Gehört nicht hierher, aber zu einem derartig problematischen Glaubensbegriff empfehle ich die Episode zum Babelfisch bei Douglas Adams, wo ein formaler Gottesbeweis allein dadurch, daß er eben ein Beweis ist, zum Beweis der Nichtexistenz Gottes erklärt wird, weil man an diesen glauben müsse.]
cuppa (Gast) - 12. Nov, 08:26

@Bellarmin

Eigentlich geht es hier nicht um Kant, aber das muss ich zugeben, das habe ich bis jetzt geglaubt: dass Kant stark zwischen Vernunft und Glaube einen Trennungsstrich gezogen hat, so im Sinne des Hl. Vaters. Ich muss weiter zugeben, dass mich Kant langweilt, ich also als Philosophie-Banausin zu gelten habe. Und mir Kant nicht vornehmen werde, er bleibt im Regal. Und ich weiß nicht wer Recht hat, Papst Benedikt oder Bellarmin :-).

Gast (Gast) - 12. Nov, 10:46

Kant und Papst

Das Zitat von Kant lautet "das Wissen aufheben, um zum Glauben Platz zu haben".
Bellarmin (Gast) - 12. Nov, 12:27

Debatte

Nun können wir gerne auch eine Kant-Debatte aufmachen, nur dürfte das hier nicht der rechte Ort sein. @Cuppa: Hier geht es nicht um „recht haben“, sondern darum, was Sache ist. 2006 wurde Kant „falsch zitiert“, denn die Unterscheidung zwischen „Denken“ und „Wissen“ ist für die Transzendentalphilosophie entscheidend, egal, ob diese langweilt oder nicht. Auf die Frage „Warum?“ kam die Antwort: „das ist halt aus Versehen passiert“. Dies tut dem Sinn der ganzen Ansprache keinen Abbruch, nur an dieser Stelle, die nicht unwichtig ist, fehlte es an Präzision.

Nun zu Kelsen: auch andere haben den Papst darauf hingewiesen, dass die Sache nicht ganz so liegt, wie er sie in seiner Bundestagsrede dargestellt hat bzw. erkennen lassen hat. Das heißt: trotz der Tatsache, dass er auch „mit 84“ noch was sehr Intelligentes gesagt hat, hat Kelsen nie seinen „Rechtspositivismus“ revidiert und nie seine strikte dualistische Unterscheidung zwischen „Sein“ und „Sollen“ aufgegeben , wie dies auch Prof. Dreier erklärt und dabei nichts „interpretiert“.

Zum Schlussabsatz von Elsa: diese „wenn-dann“-Hypothese ist natürlich interessant und das Entscheidende. Es stellte sich nur die Frage, warum auf jemanden zurückgreifen, der diese „wenn-dann-Hypothese“ ausschließt, zudem sich dann ein Sensibilitätspotential bei denen aufbaut (wie Dreier), die genau wissen, dass es Kelsen nie um die Diskussion dieser „wenn-dann-Hypothese“ gegangen ist. Es ist dann klar, dass dem Papst als Philosophen und Theologen daran gelegen ist, eine Diskussion zu führen, die für Kelsen aussichtslos ist. Fazit: hier geht es um die Grenzen eines Rechtspositivismus, wie sie in dessen hoher Theorie selbst sichtbar werden. Grenzen, die im Falle Kelsens durch eine Entscheidung erledigt werden.

ElsaLaska - 12. Nov, 19:58

@Bellarmin

Jetzt brauch ich nur noch das Papstzitat zu Kant, möglichst nicht im indirekten Wortlaut sinngemäß, wir sind ja nicht bei Radio Vatikan.
Ausgehend davon, dass "Gast" in seinem Einwurf Kant selbst zitiert hatte und nicht den Hl. Vater ...
Bellarmin (Gast) - 12. Nov, 23:18

Gleich den ganzen Absatz

denn: wenn schon, denn schon:

"Die Enthellenisierung erscheint zuerst mit den Anliegen der Reformation des 16. Jahrhunderts verknüpft. Die Reformatoren sahen sich angesichts der theologischen Schultradition einer ganz von der Philosophie her bestimmten Systematisierung des Glaubens gegenüber, sozusagen einer Fremdbestimmung des Glaubens durch ein nicht aus ihm kommendes Denken. Der Glaube erschien dabei nicht mehr als lebendiges geschichtliches Wort, sondern eingehaust in ein philosophisches System. Das Sola Scriptura sucht demgegenüber die reine Urgestalt des Glaubens, wie er im biblischen Wort ursprünglich da ist. Metaphysik erscheint als eine Vorgabe von anderswoher, von der man den Glauben befreien muß, damit er ganz wieder er selber sein könne. In einer für die Reformatoren nicht vorhersehbaren Radikalität hat Kant mit seiner Aussage, er habe das Denken beiseite schaffen müssen, um dem Glauben Platz zu machen, aus diesem Programm heraus gehandelt. Er hat dabei den Glauben ausschließlich in der praktischen Vernunft verankert und ihm den Zugang zum Ganzen der Wirklichkeit abgesprochen."

L. A. (Gast) - 13. Nov, 00:39

Kant's World:

"Ich kann also Gott, Freiheit und Unsterblichkeit zum Behuf des notwendigen praktischen Gebrauchs meiner Vernunft nicht einmal annehmen, wenn ich nicht der spekulativen Vernunft zugleich ihre Anmaßung überschwenglicher Einsichten benehme, weil sie sich, um zu diesen zu gelangen, solcher Grundsätze bedienen muß, die, indem sie in der Tat bloß auf Gegenstände möglicher Erfahrung reichen, wenn sie gleichwohl auf das angewandt werden, was nicht ein Gegenstand der Erfahrung sein kann, wirklich dieses jederzeit in Erscheinung verwandeln, und so alle praktische Erweiterung der reinen Vernunft für unmöglich erklären.
Ich mußte also das Wissen aufheben, um zum Glauben Platz zu bekommen, und der Dogmatism der Metaphysik, d.i. das Vorurteil, in ihr ohne Kritik der reinen Vernunft fortzukommen, ist die wahre Quelle alles der Moralität widerstreitenden Unglaubens, der jederzeit gar sehr dogmatisch ist. [Immanuel Kant: Kritik der reinen Vernunft. DB Sonderband: Kant: Werke, S. 446, (vgl. Kant-W Bd. 3, S. 33)"

Dieses Kant - Worte habe ich dazu mehrfach gleichlautend zitiert gefunden.


Dazu nochmal den Schluß Prof. Ratzingers:

"Er hat dabei den Glauben ausschließlich in der praktischen Vernunft verankert und ihm den Zugang zum Ganzen der Wirklichkeit abgesprochen".

Mag der Papst auch seine Deutung ohne Erwähnung einzelner Herleitungsgedankenschritte geäußert haben: ist sie - auch oder gerade angesichts Kants Wortlaut - wirklich ein "Fehler"?

Die Frage sei einem Laien, der in neugierigen Streifzügen nie verstand, warum man u.a Kant als großen Denker einordnet (höchstens im Rückschluß auf die Gründe derer,die das taten) gestattet.

Zu kritisieren wäre von mir aus jedenfalls höchstens der (durchaus nachvollziehbare) Bezug auf akademische Gepflogenheiten.

Und da stimme ich voll zu: man müßte eigenständig gewonnene Gedanken nicht durch solchen Brückenschlag stützen, aber man darf es und das tut auch in möglicher "Relationsunschärfe" der Wahrheit des Gesagten keinerlei Abbruch.
Es hat sogar großen Charme!
Bellarmin (Gast) - 13. Nov, 07:23

Eben

Es dürfte klar sein, dass es mir nicht um Deutung und Herleitungsschritte gegangen ist, ebenso wenig um die Schlüssigkeit der Rede. "Falsch zitiert" ist wörtlich zu nehmen, was damals ja auch einige auf den Plan gerufen hat. Der Unterschied zwischen "Wissen" und "Denken" ist grundlegend, auch wenn diese der dann weiter geführten Auseinandersetzung keinen größeren Abbruch tut.

So, und jetzt kann dann die Kant-Diskussion erst so richtig beginnen, und zwar ausgehend von eben diesem Satz: "Er hat dabei den Glauben ausschließlich in der praktischen Vernunft verankert und ihm den Zugang zum Ganzen der Wirklichkeit abgesprochen".
L. A. (Gast) - 13. Nov, 07:37

@Bellarmin

...ja, das war mir klar, wollte nur fragen, ob ich das Kant - Zitat halbwegs recht aufgefaßt hatte, danke!
Puntualizzazione (Gast) - 14. Nov, 15:31

Klar ist das ein - nicht weiter schlimmer - Zitationsfehler gewesen

Ein Freund schilderte mir übrigens mal, wie sich Robert Spaemann in kleiner Runde "tierisch" darüber aufgeregt hat: "Sowas darf doch nicht passieren..." ;-) Deutsche Professoren eben, da muss es schon genau zugehen... :-)
Damian (Gast) - 13. Nov, 00:31

Natur-Begriff

Frage eines Laien an die Fachleute:
Meines Wissens ist der antike und mittelalterliche Natur-Begriff ein anderer als der der Neuzeit.
Also früher: Wesen (Naturell), nur in genitivischer Verknüpfung mit anderem Substantiv
Heute: Schöpfung, das Unveränderte (im Gegensatz zu Kultur), wobei sich in manchen sprachlichen Wendungen auch der alte Natur-Begriff erhalten hat.
Der Kelsen'sche Naturbegriff würde dabei dem modernen entsprechen, der antike Begriff des Naturrechts dagegen bezieht sich auf das Recht, das im Wesen einer Sache liegt.
Ist da etwas durcheinander geraten oder habe ich etwas falsch verstanden?

Bellarmin (Gast) - 13. Nov, 11:10

Yes

Ja, genau hier liegt der Punkt. Ein Punkt, den man in vielen Debatten ausmachen kann. ".... wobei sich in manchen sprachlichen Wendungen auch der alte Natur-Begriff erhalten hat" ist oft der Grund für Unverständnis. Dazu kommen die Probleme bei der Vermittlung des "alten" Naturverständnisses sowie die notwendige Klärung der Geschichte des Naturbegriffs. So ist dies auch eine der Ursachen für die Schwierigkeiten mit Humanae vitae gewesen, um nur ein aktuelles Beispiel zu nennen.
L. A. (Gast) - 13. Nov, 19:09

Zwei Kant - Zitate zur Religion

Für einen kleinen Eindruck unkommentiert folgendes:

Zitat 1:

„Die Moral, so fern sie auf dem Begriffe des Menschen als eines freien, eben darum aber auch sich selbst durch seine Vernunft an unbedingte Gesetze bindenden Wesens gegründet ist, bedarf weder der Idee eines andern Wesens über ihm, um seine Pflicht zu erkennen, noch einer andern Triebfeder als des Gesetzes selbst, um sie zu beobachten. Wenigstens ist es seine eigene Schuld, wenn sich ein solches Bedürfniß an ihm vorfindet, dem aber alsdann auch durch nichts anders abgeholfen werden kann: weil, was nicht aus ihm selbst und seiner Freiheit entspringt, keinen Ersatz für den Mangel seiner Moralität abgiebt. - Sie bedarf also zum Behuf ihrer selbst (sowohl objectiv, was das Wollen, als subjectiv, was das Können betrifft) keinesweges der Religion, sondern Vermöge der reinen praktischen Vernunft ist sie sich selbst genug.“

– RGV. Erste Vorrede

ZITAT 2

„Die wahre, alleinige Religion enthält nichts als Gesetze, d. i. solche praktische Principien, deren unbedingter Nothwendigkeit wir uns bewußt werden können, die wir also als durch reine Vernunft (nicht empirisch) offenbart anerkennen. Nur zum Behuf einer Kirche, deren es verschiedene gleich gute Formen geben kann, kann es Statuten, d. i. für göttlich gehaltene Verordnungen, geben, die für unsere reine moralische Beurtheilung willkürlich und zufällig sind. Diesen statutarischen Glauben nun (der allenfalls auf ein Volk eingeschränkt ist und nicht die allgemeine Weltreligion enthalten kann) für wesentlich zum Dienste Gottes überhaupt zu halten und ihn zur obersten Bedingung des göttlichen Wohlgefallens am Menschen zu machen, ist ein Religionswahn, dessen Befolgung ein Afterdienst, d. i. eine solche vermeintliche Verehrung Gottes ist, wodurch dem wahren, von ihm selbst geforderten Dienste gerade entgegen gehandelt wird.“

– RGV. Viertes Stück. Zweiter Theil: Vom Afterdienst Gottes in einer statutarischen Religion.


Zwar Wiki, aber diese Seite hier gibt dennoch einen brauchbaren Einblick in die Haltung Kants zum Glauben (der für ihn selbstredend ohne Gott auskommt):

http://de.wikipedia.org/wiki/Die_Religion_innerhalb_der_Grenzen_der_blo%C3%9Fen_Vernunft

Johannes (Gast) - 14. Nov, 18:17

Tun,was der Papst wünscht

Mein Dank allen, die hier so lehrreich über Kelsen, Kant und den Rechtspositivismus gesprochen haben. Erst war ich versucht, den Gedanken Kelsens einmal nachzugehen, um zu erfahren, ob und in wie weit Papst Ben unscharf zitiert hat. Das hat such jetzt einigermaßen ergeben, Dank der Ausführungen hier.
Ich wäre da Spaemanns Ansicht, dass das nicht passieren darf, weil es nicht passieren braucht. Nicht jedenfalls einem Mann von Benedikts Format.
Ansonsten würde ich der Versuchung nicht länger nachgeben wollen und mich viel lieber an die Arbeit machen und dem Wunsche des Papstes nachkommen; nämlich den inneren Zusammenhang von Sein und Sollen Steffi meint, die Kartoffeln könnten ruhig in einer ganzen Flasche Öl schwimmen. Also reichlich! :) ;)
L. A. (Gast) - 14. Nov, 18:44

@Johannes - warum sollen das?

Selbst, wenn man die Kartoffeln in die Flasche reinkriegte, würde Prof. Spaemann auch sagen: "Das hätte nicht passieren dürfen!"
Nimm einfach ne Fritteuse! :-)
Johannes (Gast) - 14. Nov, 19:17

huarr

Hui, was erlauben Strunz?
Hab meinen Kommentar auf dem iPhone getippt, eben als ich mit der selben Steffi beim Einkaufen im Supermarkt war, mich auf einer beliebten Männerwarteecke breitgemacht hatte, um meinen täglichen Spaziergang durch die Blogozese zu machen. Als ich den Text markieren wollte, muss mir das Phone die wertvolle Auskunft mit dem Öl anstelle des letzten Absatzes hineingepostet haben. Auf jeden Fall hab ich ganz schön geschaut, als der Komm abgeschickt war.
Sorry, aber wenn jemand eine Kochfrage hat, immer rüber damit ;)

Was ich sagen wollte war, dass ich gern versuchen würde, den Zusammenhang von Sein und Sollen schreibenderweise zu bedenken. Sozusagen als kleine Hausaufgabe, direkt von Papst Benedikt aufgegeben.
Ich glaube, er hat da in der Tat etwas erbeten, was in der intellektuellen Verkündigung ein ziemlich entscheidender Punkt ist....

ElsaLaska - 14. Nov, 19:21

@Johannes @L.A.

Ich lach mich kaputt !
Johannes (Gast) - 14. Nov, 19:23

huarr

Und Steffi erst. Die beißt hier gerade in die Tischkante!
Übrigens: Rosmarinkartoffeln ruhig in einer ganzen Flasche Öl und dann in den Backofen :) :)
L. A. (Gast) - 14. Nov, 19:30

LOL!

Ich mich auch!
Das mit Steffi und dem Öl war echt unbeabsichtigt jetzt??? Genialst!!!
Ich hab's echt für einen bewußten gelungenen Joke gehalten.
ElsaLaska - 14. Nov, 20:08

@Johannes @L.A.

Ich lie-be euch :-) Steffi natürlich auch.
Johannes (Gast) - 14. Nov, 20:38

huarr

Is das süß???
Diiiiiiito!!
Das nächste Bier in Rom nehmen wir zu dritt. Das muss jetzt sein :)
L.A. (Gast) - 14. Nov, 20:44

@Elsa und Johannes, ich bin Euch noch einen schuldig!

Abendliche Kurzkritik einer sensationellen philosphischen Großtat!

Mit genial lanciertem Bezug aus das steffinische Ölflaschaneaxiom hebt Johannes der Gast in einer seiner Offenbarungen sowohl die vermeintliche Dualtität zwischen Sein und Sollen, wie auch die zwischen Wissen und Glauben auf. Kant und Kelsen scheitern an der Rosmarinkartoffel, der Heilige Vater ist rehabilitiert und Robert Spaemann schüttelt den Kopf.
Solche Sternstunden einer Hermeneutik des Chairos findet man nur auf Elsas Nacht(b)revier!
(in Kürze mehr)
ElsaLaska - 14. Nov, 20:56

[Der Witz ist

oder eigentlich ist es ja nach den witzigen Kommentaren eigentlich keiner, ich HATTE heute Kartoffeln in Olivenöl mit Knoblauch und Rosmarin]
Egal. *tränenlacht*
Johannes (Gast) - 14. Nov, 21:11

huarr

Ist das nicht groß?!?!?! "Kant und Kelsen scheitern an der Rosmarinkartoffel, der Heilige Vater ist rehabilitiert und Robert Spaemann schüttelt den Kopf." Echt nur bei Elsa!

Das nächste groooooße Bier in Rom, Kollonadennähe AUF JEDEN FALL zu viert!
ElsaLaska - 14. Nov, 21:23

Yeah.

Live und in Farbe. :-)
L. A. (Gast) - 14. Nov, 22:05

Gut, ein kleiner Rosmarinzweig in einem ölgefüllten Flachmann ans Revers geheftet, sollte dann als dezentes Erkennungszeichen genügen. (auch bei mir ist die letzte einschlägig gewürzte Kartoffel erst eine Woche verdaut -dachte ich jedenfalls bis heute-, allerdings war die in überlieferter Back - Form ölfrei blechgegart.

Eines steht jetzt jedenfalls fest: Rosmarinus Officinalis ist ein katholisches Kraut!

(soll wohl echt so sein, Captcha: beve!)
Damian (Gast) - 15. Nov, 10:15

Katholisch ist anschaulich

Laut der Hl. Hildegard ist das Olivenöl wie der Olivenbaum überhaupt mehr von warmer als von kalter Natur, egal ob naturbelassen oder kultiviert, egal ob extra vergine oder frittiert.
Piazza del Sant'Uffizio ungefähr heute in 11 Monaten? Ich möchte Steffi auch gerne kennenlernen.
L.A. (Gast) - 15. Nov, 10:42

Mag durchaus sein Damian, aber eine Kartoffel in unerhitzem extra vergine zu garen, geziemt doch eher kontemplativen Ordensleuten.

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