Elsas Nacht(b)revier



Francois Gérard: St. Térèse d'Avila



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Aktuelle Veröffentlichungen

"Ökumene mit Herzblut" - Besuch bei der griechisch-orthodoxen Gemeinde in MA-Luzenberg. In: Die Tagespost vom 8.9.2016.

"Eine orthdoxe Insel im Schwarzwald" - Auftakt zur Sommerserie Orthodoxie in Deutschland. Besuch bei der russisch-orthodoxen Gemeinde in Baden Baden. In: Die Tagespost vom 18. August 2016

"Die, welche uns den Gott des Todes predigen wollen" - Übersetzung eines Blogartikels von Kardinal Duka aus dem Tschechischen. In: Die Tagespost vom 13. August 2016

"Konvertiten" In: Die Tagespost vom 26. Juli 2016

"Teresa von Avila: Es gibt keinen Grund". In: Die Tagespost vom 23. Juni 2016

Rezension "Johannes Gschwind: Die Madonna mit dem geneigten Haupt". In: Die Tagespost vom 28. April 2016

Rezension "Peter Dyckhoff: Die Gottesmutter mit den drei Händen". In: Die Tagespost vom 21. April 2016

"Jacobus Voragine und seine Legenda Aurea Ausgabe lateinisch-deutsch". In: Die Tagespost vom 24. März 2016

"Ignatius jenseits von Legende und Vorurteil. Der Bericht des Pilgers und die Ignatius-Biografie von Pierre Emonet". In: Die Tagespost vom 19. Januar 2016

"Schicksalhafte Lektüre Die Taufkirche von Edith Stein in Bergzabern, wo ihr Weg der Heiligkeit begann" In: Vatican-Magazin Januar 2016

"Selbst ein Stein würde bersten. Interview mit Karam Alyas, Flüchtling aus Nordirak." In: Die Tagespost vom 4. Dezember 2015

"Am Ursprung eines stabilen Kerneuropa Gisela von Bayern und Stefan von Ungarn: Ein heiliges Paar, das zu Staatsgründern wurde" In: Vatican-Magazin Dezember 2015

"Hier wird nach Wahrheit gesucht. Ein Interview mit dem Konvertiten, Kampfkünstler und Schauspieler Michel Ruge." In: Die Tagespost vom 13. November 2015

"Leibhaftig, nicht als Symbol? Ein ungeschickter Priester: Das Blutwunder von Walldürn und die elf „Veroniken“ - In: Vatican-Magazin November 2015

"Martha und Maria in einer Person. Elisabeth Münzebrocks Porträt der Teresa von Avila" In: Die Tagespost vom 14.Oktober 2015

"Das Meisterwerk: Mann und Frau, die einander lieben." Zur Heiligsprechung der Eltern der hl. Thérèse von Lisieux. In: Vatican-Magazin Oktober 2015

"Glückssucher, Gelehrter und Vorbild. Ein gelungenes Porträt des heiligen Augustinus. In: Die Tagespost vom 27. August 2015"

"Hervorragende Brückenbauer. Ein Interview mit Simon Jacob, ZOCD u. Initiator des Project Peacemaker" In: Die Tagespost vom 21. August 2015

"Eine Tugend für Kämpfernaturen: Johannes Stöhr und die Tugend der Geduld." In: Die Tagespost vom 27.Juli 2015

"Wachen und Beten für die Welt. Ein Besuch bei den Trappistinnen auf dem pfälzischen Donnersberg." In: Die Tagespost vom 17. Juni 2015

"Ein Apostel der Armen: Der selige Paul Josef Nardini und seine Grabkapelle in Pirmasens" In: Vatican-Magazin Juni-Juli 2015

"Von der Tänzerin zur Ordensschwester. Irmgard Fides Behrendt Flucht aus dem Osten." In: Die Tagespost vom 8. Mai 2015

"Es ist eine simple Sache, zu lieben. Interview mit Torsten Hartung zu seiner Konversion." In: Die Tagespost vom 8. April 2015

"Meine Mutter stirbt an ALS" In: Christ und Welt - Beilage der "ZEIT", Ausgabe 17-2015

"Don Bosco und Maria Mazzarello" In: Vatican-Magazin April 2015

"Eine profunde Menschenkennerin. Zum dritten Band der Briefe Teresas von Avila" In: Die Tagespost vom 1. April 2015

"Katholisches Welttheater. Paul Claudel: Der seidene Schuh" In: Die Tagespost vom 19. März 2015

"Einbruch des Übernatürlichen. Michail Bulgakov: Der Meister und Margarita" In: Die Tagespost vom 7. März 2015

"Ganz Ohr für die Stimme des Herrn. Ein Kartäuser: Die Große Stille" In: Die Tagespost vom 3. März 2015

"An der Hand der großen Teresa". Eine Auswahl von Internetseiten zum 500. Geburtstag T. von Avilas. In: Die Tagespost vom 17. Februar 2015.

"Vom Krieg zum Frieden. Wie das Gefängnis für Torsten Hartung zum Tor der Gnade wurde." In: Die Tagespost vom 10. Februar 2015 (Buchbesprechung)

"Das Leben Jesu betrachten Ein Gespräch mit Pater Norbert Lauinger SAC vom Apostolatshaus in Hofstetten" In: Die Tagespost vom 31. Januar 2015

"Das Gebet ist die Drehscheibe des Christseins- Das Lebensbuch des heiligen Theophan des Einsiedlers bietet Einblick in den geistlichen Reichtum der Orthodoxie" In: Die Tagespost vom 27. Januar 2015

"Digitale Karte des Ordenslebens - Das „Jahr der Orden“ im Internet und den sozialen Medien" In: Die Tagespost vom 27. Januar 2015

"Eine Katakombenheilige im Exil Das Weinstädchen Morro d‘Alba in den Marken mit den Gebeinen der römischen Märtyrerin Teleucania." In: Vatican-Magazin Januar 2015

"Starke Frauen - Wenn Widerstand gegen herrschende Strukturen zur geistlichen Pflicht wird. Prophetinnen und Mahnerinnen in der Kirche." In: Die Tagespost vom 16. Dezember 2014

Auf Columbans Spuren. Eine unkonventionelle Pilgerreise." In: Die Tagespost vom 13. Dezember 2014

"Geistliche Paare: Der heilige Paulinus von Nola und seine Therasia" In: Vatican-Magazin Dezember 2014

"Die zeitlose Kunst des Sterbens. Nicht nur Hospizhelfer werden Peter Dyckhoffs Betrachtungen schätzen." In: Die Tagespost vom 20. November 2014

"Mystikerin des Apostolats. Mit Teresa von Avila Zugänge zur Spiritualität der Unbeschuhten Karmeliten finden" In: Die Tagespost vom 14.Oktober 2014

"Was die Mumien erzählen. Die Bruderschaft vom guten Tod und die Chiesa dei Morti in Urbania" In: Vatican-Magazin November 2014

"Teresa von Ávila und Johannes vom Kreuz. Die unbeschuhte Reformerin und ihr Vater, der „doctor mysticus“" In: Vatican-Magazin Oktober 2014

"Gottvertrauen als Balsam und Ansporn. Carlo Maria Martinis spirituelles Vermächtnis" In: Die Tagespost vom 4. September 2014

"Unter den Märtyrern der Gegenwart. Soon Ok Lee hat die Haft in einem nordkoreanischen Straflager überlebt und zum christlichen Glauben gefunden." In: Die Tagespost vom 16. August 2014

"Zeugen monastischer Kultur. Seit 20 Jahren gibt es das Netz cluniazensischer Stätten im Schwarzwald." In: Die Tagespost vom 17. Juli 2014

"Franziskus-Effekt in Umbrien. Steigende Pilgerzahlen in Assisi und eine Friedensmission im Heiligen Land." In: Die Tagespost vom 12. Juni 2014

"Im Bunker fing alles an. Franco de Battaglia schildert die Anfänge der Fokolarbewegung." In: Die Tagespost vom 5. Juni 2014

"Eine Oase der Stille-nicht nur für Zweifler. Zum 850. Todestag der hl. Elisabeth von Schönau" In: Vatican-Magazin Juni_Juli 2014

"Sie zum Lächeln zu bringen wird unser aller Lieblingsbeschäftigung" Buchbesprechung Sandra Roth: Lotta Wundertüte. In: Die Tagespost vom 24. Mai 2014

"Gelungene Ouvertüre. Der Postulator Johannes Pauls II. hat eine lesenswerte Papstbiografie vorgelegt." In: Die Tagespost vom 24. April 2014

"Kloster Wittichen und die selige Luitgard" in: Vatican-Magazin Mai 2014

"Clemens Brentano und die selige Anna Katharina Emmerick" in: Vatican-Magazin April 2014.

"Wohltuend für Seele, Geist und Körper Der heilige Ulrich von Zell und sein „durch Wunder berühmtes Grab“ im Schwarzwald" In: Vatican-Magazin März 2014

"Spiritualität der Heiligen. Bischof Paul-Werner Scheele stellt Glaubenszeugen aus allen Zeiten vor." In: Die Tagespost vom 27. Februar 2014

"Hinaus in die Randgebiete der menschlichen Existenz. Der hl. Vinzenz von Paul und die heilige Louise de Marillac." In: Vatican-Magazin Februar 2014.

"Blind geboren - Doch dann geschah das Wunder. In jener Zeit, als das Christentum aufzublühen begann: Die heilige Odilie auf dem Mont Sainte-Odile im Elsass." In:Vatican-Magazin Januar 2014.

"Römische Geschichte einmal anders." Rezension zu Ulrich Nersingers Buch "Die Gendarmen des Papstes." In: Die Tagespost vom 7. Januar 2014

"Die Bärin wies den Weg. Die heilige Richardis und Unsere liebe Frau in der Krypta in Andlau." In: Vatican-Magazin Dezember 2013

"Schatten auf der Soldatenseele". In: Die Tagespost vom 3. Dezember 2013

"Über den Brenner nach Rom. Ein neuer Pilgerführer mit Etappenheiligen." In: Die Tagespost vom 28.10.2013

"Eine neue Idee von Liebe - Der Troubadour Jaufré Rudel und seine ferne Prinzessin." In: Vatican-Magazin Oktober 2013

"Zeigen, dass sie ein Werkzeug Gottes war. Die Neuausgabe der Vita der heiligen Hildegard." In: Die Tagespost vom 17. September 2013.

"Licht ihres Volkes und ihrer Zeit". Die Lektüre ihrer Briefe eignet sich in besonderer Weise, um die hochbegabte Menschenführerin Hildegard von Bingen kennenzulernen. In: Die Tagespost vom 17. September 2013

"Eine Art intensivierte Straßenpastoral" - ein Gespräch zum Jahr des Glaubens mit dem Augustiner-Chorherrn und Bloggerkollegen Hw. Alipius Müller. In: Die Tagespost vom 24. August 2013

"Das flammende Siegel des hl. Ignatius. Die Eremo delle Carceri bei Assisi" In: Vatican-Magazin August-September 2013

"Mehr als exotische Aussteiger. Ein Buch gibt Einblicke in das Leben moderner Eremiten." In: Die Tagespost vom 11. Juli 2013

"Geistliche Vitaminspritzen. Gesammelte Johannes-Perlen aus einem reichen Leben." In: Die Tagespost vom 4. Juli 2013

"Das entflammte Herz. Die Ewigkeit als Maß: Franz von Sales und Johanna Franziska von Chantal." In: Vatican-Magazin Juli 2013

"Und Christus berührte das kranke Bein. Wie der heilige Pellegrino von Forlì zum Patron der Krebskranken wurde." In: Vatican-Magazin Juni 2013

"Ida Friederike Görres und Joseph Ratzinger - die tapfere Kirschblüte und ihr Prophet in Israel." In: Vatican-Magazin Mai 2013

"Kein Maß kennt die Liebe" - über die Gemeinschaft der Barmherzigen Schwestern und das Jubiläumsjahr in Kloster Hegne. In: Die Tagepost vom 20. April 2013.

"Liebe, Wahrheit, Schönheit-das gesamte Pontifikat Benedikts XVI." - Die Buchbesprechung zu A. Kisslers Buch "Papst im Widerspruch." Online hier.

"Zuversicht statt Zweifel. Bologna und die heilige Katharina."In: Die Tagespost vom 13. April 2013

"Und in dir wird man einst die Herrlichkeit Gottes sehen" über die heilige Katharina von Bologna. In: Vatican-Magazin März-April 2013

"Schutzschirm für die Gemeinschaft. Christoph Müllers Einführung in die Benediktsregel" In: Die Tagespost vom 7. März 2013

"Fritz und Resl: Gottes Kampfsau und Jesu Seherin" In: Vatican-Magazin Februar 2013 anlässlich des 130. Geburtstags von Fritz Michael Gerlich.

"Jakub Deml-Traumprosa, die vom Jenseits erzählt" In: Die Tagespost vom 9. Februar 2013

"Der Tod ist nicht relativ" In: Die Tagespost vom 7. Februar 2013

"In heiligen Sphären. Mensch und Welt lassen sich nicht entsakralisieren" In: Die Tagespost vom 5. Februar 2013

"Die tapfere Heilige, die nicht sterben wollte Die Märtyrerin Cristina und das Blutwunder von Bolsena." In: Vatican-Magazin Januar 2013

"Alles andere als Rettungsroutine. Aus den Schätzen der Kirche schöpfen: Warum Beichte und Ablass ein Comeback verdient haben." In: Die Tagespost vom 22.12.2012.

"Leitsterne auf dem Glaubensweg. Katholische Großeltern spielen eine wichtige Rolle bei der Neuevangelisierung." In: Die Tagespost vom 22.12.2012.

"Das Netz der virtuellen Ewigkeit.Tod und Gedenken im Internet." In: Die Tagespost vom 29. November 2012.

"Der Friede auf Erden fängt zwischen Männern und Frauen an. Marias "Fiat" und Josefs "Serviam". Engel führten sie zum außergewöhnlichsten Ehebund der Weltgeschichte. In: Vatican-Magazin Dezember 2012.

"Der Marathon-Mann" - mein Porträt von S. E. Bischof Tebartz-van Elst. In: Vatican-Magazin Dezember 2012.

"Versperrter Himmel, öffne dich!" Über die Wallfahrt der totgeborenen Kinder zu Unserer lieben Frau von Avioth. In Vatican-Magazin November 2012.

"Ein französischer Vorläufer des heiligen Franziskus - zum 800. Todestag des Hl. Felix von Valois." In: Die Tagespost vom 3. November 2012

"Die Macht der Mystikerinnen" anlässlich der Heiligsprechung von Anna Schäffer. In: Die Tagespost vom 20. Oktober 2012

"Was für eine Frau!" Zur Vereinnahmung der hl. Hildegard von Esoterikerin und Feministinnen. In: Die Tagespost vom 9. Oktober 2012

Über den Kapuzinerpater Martin von Cochem zu seinem 300. Todestag. In: Die Tagespost vom 29. September 2012

"Die Kirche-ein Krimi?" in: Die Tagespost vom 30. August 2012.

"Wieder gefragt: Exorzismus!" in: PUR-Magazin September 2012

"Mir ist das Brevier wichtig geworden!" Ein Interview mit dem evang. Pfarrer Andreas Theurer, der in die katholische Kirche eintreten wird. In: Die Tagespost vom 14. August 2012

"Im Vorhof des Himmels" Die hl. Edith Stein und ihr Seelenführer, der Erzabt von Beuron. In: Vatican-Magazin August-September 2012

"Durch Gottes Gnade ein Kind der Kirche" - Edith Stein, Erzabt Raphael Walzer von Beuron und die Enzyklika Mit brennender Sorge. In: Die Tagespost vom 9. August 2012.

Der Cammino di San Francesco-Heiligtümer im Rieti-Tal. In: PUR-Magazin Juli.

Die Opfer der Bundeswehr. Mein Interview mit dem Afghanistan-Veteranen R. Sedlatzek-Müller. In: Die Tagespost, Ausgabe vom 14. Juni 2012

"Mehr als Dinkel und Kräuter: Ein Kernkraftwerk des Heiligen Geistes - die hl. Hildegard von Bingen" In. Vatican-Magazin Juni-Juli 2012

"Wie eine lodernde Feuersäule Die heilige Veronika Giuliani" In: Vatican-Magazin Mai 2012

"Die Vollblutfrau, die den Erlöser liebte: Kronzeugin des Osterereignisses: Die Geschichte von Jesus und Maria Magdalena." In: Vatican-Magazin April 2012

"Ich fühle mich als Frau in der Kirche nicht diskriminiert" Ein Interview mit mir von Petra Lorleberg für kath.net

"Die virtuelle Engelsburg hat standgehalten" in: Die Tagespost vom 22. März 2012

"Die Sowjets traten, rissen, schlugen, brannten - aber immer wieder haben die Litauer ihren Kreuzeshügel aufgebaut". In: Vatican-Magazin März 2012

"Katholische Bloggerszene stiftet Ehe" Interview mit Phil und Hedda in: Die Tagespost vom 13.März 2012

Und Du wirst mal Kardinal!" Prags Erzbischof verkörpert das Durchhaltevermögen der tschechischen Christen. In: Die Tagespost vom 18. Februar 2012

"Wo Liebe ist, ist Eifersucht nicht weit: Alfons Maria de Liguori und Schwester Maria Celeste Crostarosa, Gründer des Redemptoristenordens". In: Vatican-Magazin Ausgabe Februar 2012

Neue Kolumne über geistliche Paare: "Mann-Frau-Miteinander-Kirchesein" In: Vatican-Magazin Ausgabe Januar 2012

Unsagbar kostbare Göttlichkeit - Gold, Weihrauch und Myrrhe: Die Gaben der Heiligen Drei Könige. In: Die Tagespost vom 5. Januar 2012

"Wo die Pforten des Himmels offen sind. Loreto in den italienischen Marken". In: Vatican-Magazin Dezember 2011

"Ein Schatz, der fast zu groß für diesen Erdball ist". In: Liebesbriefe für die Kirche. Hrsg. Noe, Biermeyer-Knapp. Bestellbar hier.

Der Papst meines Lebens - Vatican-Magazin spezial zum Papstbesuch

Norcia - der Geburtsort des heiligen Benedikt: "Als sich der Erdkreis verfinstert hatte" In: Vatican-Magazin August-September 2011

In englischer Übersetzung online hier: When the world had darkened<

Der Vatikan und die Blogger - Beginn einer wunderbaren Freundschaft.

Poetische Pilgerorte-Reisen ins mystische Mittelitalien. Erschienen im MM-Verlag.


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Er hat Dietrich von Hildebrand gesagt.

Man kann es nachlesen. Weihbischof Laun in seiner KLARTEXT-Kolumne auf kath.net.

>>Vor vielen Jahren, in der Zeit, in der die innerkirchlichen Kritiken an der Kirche ihren Anfang nahmen, neigten die Verantwortlichen zum „Durchtauchen“ der Krise, zum „Ignorieren“, zum „Hoffen auf die biologische Lösung“ oder gar zum „Ins Boot holen“, wie es ein österreichischer Bischof dem Kirchenvolksbegehren gegenüber einmal formulierte.
Diese Hoffnungen haben sich als illusorisch erwiesen, was jedoch vorhersehbar war, wenn man die prophetischen Worte des katholischen Philosophen Dietrich von Hildebrand bedacht hätte. Vielleicht auf Grund seiner Erfahrungen im Kampf gegen die so viele berauschende Ideologie des Nationalsozialismus hatte er wie einer der Propheten das Unheil vorausgesehen, als die Welt noch in Ordnung zu sein schien. Er sprach nämlich von der „kommenden, größten Kirchenkrise, die es bisher gab, weil die neuen Häretiker nicht nur einzelne Wahrheiten ablehnten, sondern den Anspruch der Wahrheit überhaupt entthronten!“
Zu dieser Aussage passt auch der heilige Zorn Robert Spaemanns, der erst kürzlich die unterschiedliche Reaktion von Seiten so mancher Vertreter der Kirche auf einerseits die Leugnung der Auferstehung und andererseits die Nicht-Zahlung der Kirchensteuer anklagte: Keine Reaktion wenn es um Glaubenswahrheiten, aber Exkommunikation, wenn es ums Geld geht!<<

Und nochmal:

>>Krise der Kirche heute? Ja, und es ist vor allem eine Krise der Wahrheit, in die die Kirche Jesu geraten ist, wie Hildebrand sie prophetisch vorausgesehen hat! Angesichts des Skandals der Missbräuche durch Männer der Kirche erinnerte Kardinal Schönborn, vor der Setzung einzelner Maßnahmen, an das Wort Jesu: „Die Wahrheit wird euch freimachen.“ Das ist sicher nicht nur für den Missbrauch die richtige Wegweisung, sondern auch die nötige Antwort auf die Krise der Wahrheit.<<

Welches sind die Brandherde dieser Krise nach WB Laun?

>>Die Krise besteht erstens im Ungehorsam vieler Christen jedes Standes, der aber, im Unterschied zu gewöhnlichen Sündern, mit der Behauptung auftritt, man habe ein Recht oder sogar die Pflicht so zu handeln.
Die Krise besteht, zweitens, im Abfall vom Glauben und der Morallehre der Kirche auf der Ebene der Theologieprofessoren und vieler, vieler Priester und Laien. Dabei pocht man auf das Menschenrecht, eine eigene Meinung zu haben, und auf jene irrige „Gewissensfreiheit“, die eigentlich „Freiheit vom Gewissen“ meint. Die Kirche hat dies zu Recht verurteilt und auf dem Konzil die „Freiheit des Gewissens“ gelehrt!
Und zuletzt, und das ist eigentlich der schlimmste „Spalt im Kirchenboden“: Der Rauch Satans ist in die Liturgie eingedrungen.<<

Und als guter Hirte schließt der Weihbischof auch mit einem ausführlichen Wort der Ermunterung. Also alles dann nachzulesen hier.
ElsaLaska - 17. Nov, 21:41

Poeten und Philosophen.

Mein Tag ist grad rund, muss ich sagen.

Theodor (Gast) - 17. Nov, 22:36

Hildebrand und Laun

Die Mutter von Weihbischof Laun, Dr. Gertrud Laun, gehörte einer geistlichen Gemeinschaft an, der auch Dietrich von Hildebrand sehr nahestand. Von daher ist die Vertrautheit mit dem Philosophen und seinem Werk nicht ganz so erstaunlich ;-)

ElsaLaska - 17. Nov, 22:40

@Theodor

Ah, okay, aber darum geht es mir nicht. Mir geht es darum, dass jemand in der deutschsprachigen Kirche von Hildebrand überhaupt mal wieder beachtet und öffentlich erwähnt hat.
Natürlich ist Dein Hintergrund dazu aber informativ.
Theodor (Gast) - 17. Nov, 22:53

@ELSA

Absolut einverstanden! Aber es ist ja nicht nur von Hildebrand, der heute völlig fehlt. Es fallen einem ja gleich reihenweise Namen ein: Theodor Haecker, Josef Pieper, Theodor Steinbüchel, Erich Przywara, Paul Claudel, George Bernanos, Charles Peguy, Bruce Marshall, usw.

Vielleicht sollte man den deutschen Bischöfen vorschlagen, einen Verlag zu gründen, der sich der Wiederbelebung und Popularisierung solcher Autoren widmet :-)
ElsaLaska - 17. Nov, 23:05

@Theodor.

GUTER PLAN! :-)))
L. A. (Gast) - 17. Nov, 23:34

@Theodor

Auch einverstanden. Aber so ganz elementare "O - Text"- Autoren aus Reihen der Kirchenväter und -Lehrer und mancher Heiligen dürften gern auch dabei sein, wie auch ganz zeitgenössische Zeugnisse mancher Priester und Laien.

Wir haben ja was zu bieten... eigentlich!
ElsaLaska - 17. Nov, 23:41

@L.A. @Theodor

Ach, tun wir doch nicht so launig. Reden wir einfach mal Tacheles. Heutzutage wird jeder Schmus veröffentlicht und propagiert von seiten der kirchensteuerfinanzierten, wo es um "Dein Enneagramm" oder "Errechne Deine persönliche Klimabilanz" oder "Besser leben mit dem Tridoshas" geht. Halten die uns eigentlich für blöd oder was? Da ist so ein Reichtum in der eigenen Spiritualität - meine Güte, sogar der Dalai Lama hat es anno tobak schon angemerkt - und man will nichts davon wissen.
Wir haben doch kein Porno-Problem in der Kirche, wir haben ein dämliches, flaches, proletarisches Mainstream-Anbiederungsproblem. (Wozu natürlich der Rest automatisch gehört.)
Es ist zum Mäusemelken.
L. A. (Gast) - 17. Nov, 23:59

In Ordnung.

Ja, kann mich beim Dalai Lama auch erinnern, daß er hier mal sehr akzuentiert auch gesagt hat,man möge am besten bei seinen lokalen Traditionen bleiben.

Da war er mir sogar sympathisch, so eine diplomatische Art auszudrücken, daß man auf gewisse Deutsche in religiösem Kontext, also auch im tibetanischen Buddhismus, eigentlich doch eher gern verzichten würde ... :-)

Ja, die plebejerhafte Mainstreamanbiederung... es gibt erstaunlich viele "Ungläubige", die sich der entschieden verweigern. Der Buchstabe "P" am Anfang des Problems stimmt schon, "Porno" ist es nicht.

Tacheles gut??
Theodor (Gast) - 18. Nov, 00:01

Kein Widerspruch

"Porno" ist in der Tat nicht das wirkliche Problem. Das hört eher auf den Namen "Kein Anspruch" - in allen Dimensionen ...
Damian (Gast) - 18. Nov, 02:14

M.A.P.

Mainstream-Anbiederungs-Problem. Das muss ich mir merken, das ist gut!
L. A. (Gast) - 17. Nov, 22:56

Ja, Chrysam pur!

D. v. H., der "Prophet", (und dann noch dieses Zitat!), Robert Spaemanns "heiliger Zorn"...
und auch das andere, besonders:

"Und zuletzt, und das ist eigentlich der schlimmste „Spalt im Kirchenboden“: Der Rauch Satans ist in die Liturgie eingedrungen"

Ein Hirtenwort aus Hirtenmund. Was es alles noch so gibt.

Danke Exzellenz!

gerd (Gast) - 17. Nov, 23:44

Pater Gerhard Hermes

Der Herausgeber des "Fels" einer katholischen Monatszeitschrift, verdient es in einem Atemzug mit Dietrich von Hildebrand genannt zu werden.
(Zitat):
Ich kann nur wiederholen was ich in der ersten Nummer dieser Zeitschrift geschrieben habe (Seite 2): "Man wird uns lieblos nennen, selbstverständlich. aber wir maßen uns nicht an, den Lieblingsjünger zu übertrumpfen, der doch geschrieben hat: >Wenn jemand kommt, der diese Lehre nicht bringt, so nehmt ihn nicht auf in euer Haus, ja bietet ihm nicht einmal den Gruß. Denn wer ihm den Gruß bietet, nimmt teil an seinen bösen Werken< (2 Joh 10 f) Wir erkühnen uns nicht den zu verbessern, der das Hohelied der Liebe niederschrieb, aber auch dies: >Wie wir's zuvor gesagt haben, so sage ich es jetzt noch einmal: Wenn jemand eine andere Heilsbotschaft verkündet, als ihr sie empfangen habt - verflucht sei er!> (Gal 5,9)
Hunderte von schlichten Menschen vor der Irrführung zu bewahren, darin scheint uns größere Liebe zu walten als darin, vor einem alles hinterfragenden Professor (Küng, Anmerkung von mir) zu dienern. Ich bin überzeugt: Wenn die von Kardinal Höffner in seinem Vortrag angerissene Linie nicht in dieser Richtung ausgezogen wird, dann steuern wir nur weiter ins Chaos hinein. Und meine Frage an ihn und an unsere Bischöfe - es ist die Frage von vielleicht Millionen von Katholiken - ist diese: Wie lange lassen Sie die Irrlehrer ihr Werk der Zerstörung noch verrichten.
(Zitat Ende)
Aus: "Der Fels" 3. Jahr Nr. 4. April 1972 (!!!)
Wie wir wissen: Die angerissene Linie wurde nicht weiter in diese Richtung ausgezogen. Mit all den Folgen, wie wir sie heute erkennen.
Danke Pater Hermes für die weisen Worte, die meinem Leben die entscheidende Richtung gegeben haben.

ElsaLaska - 17. Nov, 23:46

@gerd

Sehr gut. Dankeschön.
cuppa (Gast) - 18. Nov, 09:26

Papst Benedikt XVI.

hat mir nicht nur meine FSSPX-Phobie genommen, an der ich als ehemalige deutsche Linkskatholikin und Konzilseuphorikerin litt, sondern auch die Berührungsängste. Und so schaue ich inzwischen unvoreingemommen nach, was denn der EB Lefebvre so predigte. Natürlich will ich seine Predigten nicht mit Dietrich von Hildebrands ganz anderem Stil, mit seiner Intellektualität vergleichen. Aber mir fällt schon auf: In der Diagnose allgemein gibt es wenig Unterschiede, trotz der intellektuellen und auch spirituellen Unterschiede.
Als der EB, gebeten und gedrängt von jungen Seminaristen, sein Priesterseminar gründete und seine Priesterbruderschaft, die ja zunächst kirchlich anerkannt war, ging es ihm darum, sich der Zerstörung aktiv entgegenzustellen. Er sah sie vor allem in der Zerstörung oder Protestantisierung der hl. Messe und davon nicht zu trennen der Zerstörung des kath. Priestertums. Für ihn war das das Ende der kathlischen Kirche, und diesem Ende hat er sich entgegengestellt.
Ich bin weit davon entfernt, für seine Gedanken hier zu werben. Mir geht es nur darum, dass man vielleicht die FSSPX versteht, ohne mit ihr zu sympathisieren. Was ich u.a. am EB schätze: Er hat - aus seiner Sicht - die Krise beim Namen genannt, er wurde ganz konkret: Rom, das Papsttum, hat die Krise mit verursacht. Nie hat ein Papst in der ganzen Kirchengeschichte gewagt, eine Liturgie auszuwechseln, zu ersetzen. Weil sie als heilig empfunden wurde. Man musste sie reinigen, beschneiden, wenn sich Wildwuchs ausbreitete, aber vorsichtig, behutsam, und man durfte sie in ihrem Kern nicht antasten. Papst Paul VI. hat das gemacht. Und mehr...
Es wäre engstirnig und verkehrt, jetzt die ganze Schuld Rom anzulasten. FSSPX-ler neigen leider dazu. Aber es ist auch einseitig, die "Mitschuld" Roms an der Glaubenskriese zu verschweigen. Deswegen reicht mir Dietrich von Hildebrand nicht aus. So sehr ich ihn schätze.
Und "Rom" steuert ja auch um. Behutsam, aber zielsicher. Hoffentlich würdigt das die FSSPX.

cuppa (Gast) - 18. Nov, 09:40

Nachtrag

Der Teufel schleicht sich sogar bis ins Tippen hinein. Kriese habe ich noch geschrieben, statt Krise. Aber es ist nur der Tippfehler-Teufel...

Werkausgaben

Wie ja vor einigen Tagen bekannt wurde, ist die DBK nicht an der Unterstützung theologischer Basisliteratur interessiert. Vor kurzer Zeit ist eine Ausgabe der Werke des Dietrich von Hildebrand erschienen, die für einen "Otto Normalverbraucher" kaum erschwinglich sein dürfte. Aufgrund der geringen Auflage waren auch die entscheidenden Bände schnell vergriffen.
Manchmal hängt es an den Leuten, die auf den Veröffentlichungsrechten sitzen und eine Ausgabe unmöglich machen (nicht selten große katholische Verlage), die Schwierigkeiten, in die Sortimente der Buchhändler zu kommen, weil diese sich auf verkaufsoptimierten Flächen keine Ladenhüterecken erlauben können, etc. pp.
Stattdessen verlegen große Häuser lieber Skandalbücher wie das von Berger oder die allgemeine Lebensberatung und seelische Wellnessbüchlein von Pater Anselm.
Häuser mit etwas ambitionierterem Angebot werden durch die Zugriffsmöglichkeiten der Bistümer auf Kurs gebracht. Der Augsburger Fall liegt ja auch noch nicht sehr lange zurück.
Es gibt sie aber noch, die kleinen Verlage mit deutlich katholischem Profil, die günstige Ausgaben "schwieriger Werke" als Pflicht des Hauses ansehen. Ich denke an den Johannes-Verlag, der nicht nur "Conversi ad Dominum" von G. M. Lang auf den Markt brachte sondern auch die kantigen Werke von C.S. Lewis (Die große Scheidung) auflegt. Ich hatte das Glück, auf der Leipziger Buchmesse die beiden Verlagsleiterinnen kennenlernen zu dürfen.
Sie erzählten mir, daß sie das Buch von Lang aufgelegt haben, weil sie es für Kirche und Gläubige wichtig fanden!!! An einen Kassenschlager haben sie dabei nicht gedacht, weil die Stimmung in Mitteleuropa ja nicht günstig für "versus Deum" steht. Mittlerweile kommt eine Auflage nach der anderen. Dadurch werden wiederum günstigere Ausgaben von Anselm von Canterbury und Augustinus ermöglicht. Das nenne ich mal katholisches Unternehmertum!
Entschuldigung, ich bin etwas vom Thema weg. Ich überlege manchmal, ob man nicht "blogozesan" etwas starten könnte, ähnlich dem so guten "Heftkespastoral-Verlag" nur halt, ja so richtig. Aber dafür bräuchte es Geld und Zeit.

ElsaLaska - 18. Nov, 10:50

@Laurentius R.

Danke für den Hinweis.

Bei sowas am Besten auch gleich immer einen Link setzen zu dem Verlag usw...

Meintest Du den hier?
http://www.johannes-verlag.de/
L. A. (Gast) - 18. Nov, 10:57

Ja das ist gut, solche honorigen Verlage vielelicht auf Startseiten zu verlinken.
Und, da eben Zeit und Geld fehlt, könnten wir nicht über gute Bücher kurze Inhaltsangaben + Kommentar schreiben mit Bezugsmöglichkeitenverweisfürs erste?
L. A. (Gast) - 18. Nov, 10:06

@Cuppa - große Unterschiede!

Doch, der Unterschied ist sehr groß: D. v. H. lobt sogar die von der FSSPX abgelehnten Teile des Vat. II. Er sieht das Verhängnis in der Umsetzung gegen Buchstaben und Geist des Konzils durch die "Progeressisten". Nicht in der Sache selbst.
D. v. H. plädierte für ein "Vervollständigen der Wahrheiten", die FFSPX für ein Verharren im status quo.
(Und auch Papst Paul VI sprach ja eben von diesem "Rauch des Satans", er hat also nicht gewollt, was bei der Umsetzung herauskam, schon gar nicht in der Liturgie!)
D. v. H. ist eben kein "Bruch - Hermeneutiker"!

ElsaLaska - 18. Nov, 10:45

@cuppa

Ich empfinde diesen Kommentar (18. Nov. 9:26 Uhr) als ärgerlich. Und ich werde Dir auch erklären warum.

>>Aber es ist auch einseitig, die "Mitschuld" Roms an der Glaubenskriese zu verschweigen. Deswegen reicht mir Dietrich von Hildebrand nicht aus. So sehr ich ihn schätze. <<

Wenn es Dir darum geht, Rom die Schuld zu geben, dann landest Du irgendwann bei den Sedisvakantisten - oder, wenn Du andersrum gepolt bist, bei Hans Küng. Also bitte, darum kann es ja wohl nicht gehen. Dietrich von Hildebrand blieb als katholischer Philosoph und tief gläubiger Mensch in Gehorsam und Demut in der Einheit mit der RKK - und das geht Dir "nicht weit genug".
Ja wo möchtest Du denn hin???

cuppa (Gast) - 18. Nov, 13:47

@Elsa

Das mit den Sedisvakantisten, das muss ich übersehen. Ich gab Rom auch nicht die Schuld, ich sprach von Mit-Schuld. Und das ist erlaubt, zumal ich nicht ein Dogma oder die päpstliche Unfehlbarkeit angegriffen habe. Ich gebe jetzt mal ein Beispiel, das seriös überliefert ist: Kernige westfälische Katholiken haben nach der Liturgiereform erbittert geäußert: "Mögen die in Rom entscheiden, was sie wollen, wir bleiben katholisch". Das waren keine Sedisvakantisten, das waren Katholiken, die die katholische Welt nicht mehr verstanden haben...
Auch EB Lefebvre war kein Sedisvakantist. Das nur nebenbei. Rom verhandelt nicht mit Sedisvakantisten.
Ich habe weiterhin großen Respekt vor dem Werk von Dietrich von Hildebrand, so weit es mir bekannt ist. Seine Bücher "Das trojanische Pferd..."und "Der verwüstete Weinberg" habe ich verschlungen. Seine Treue zur Kirche, um die er in den letzten Lebensjahren weinte, "wie ein Kind am Bett seiner sterbenden Mutter", rührt mich heute genauso an, wie zu dem Zeitpunkt, als ich das zum ersten Mal las. Obwohl ich inzwischen auch diejenigen verstehen kann, die sich weigerten, "die Mutter sterben zu lassen". Damit sage ich nicht, Rom die Treue zu kündigen, ist richtig.
Inzwischen warte ich auf ein italienisches Buch, das im Dezember auf deutsch herauskommt und sich kritisch mit dem II. Vat. Konzil und dem "Geist des Konzils" auseinandersetzt. Und natürlich besonders darauf, wie es mit Rom und der FSSPX weitergeht. Ich meine auch, auf die theologischen Argumente, die so oder so ausgetauscht werden. Ob mit oder ohne Rückkehr. Ich vertraue auf Papst Benedikt. Er wird die Grenze ziehen, die eingehalten werden muss, bei allem Entgegenkommen und erlaubter Kritik.
ElsaLaska - 18. Nov, 14:09

@cuppa

Jaja. Mir geht es nur um den Punkt: Noch niemals hat jemand in der Kirche etwas verbessern können, wenn er sich bewusst außerhalb sie gestellt hat. Darunter fällt auch EB Lefebvre, auch wenn ich seine Positionen und Beweggründe durchaus nachvollziehen kann.
Catherina von Siena ist auch nicht hergegangen und hat gesagt: Diese fürchterlich feigen und weibischen Päpste, ich habe jetzt langsam genug, ich stelle mir da was anderes drunter vor und mach jetzt meinen eigenen, und zwar den echten Laden auf. Franziskus auch nicht. Padre Pio im übrigen auch nicht.
Was mich bei FSSPX stört, und das findet man typischerweise auch auf der Memorandisten-Seite besonders ausgeprägt, ist das augenscheinliche Fehlen des Vertrauens auf den Hl. Geist, der immerhin in dieser Kirche waltet, und der sich am Ende auch noch immer durchgesetzt hat, würde ich doch meinen . Ich hatte schon auch mal erwähnt, dass sie nicht fragen können, was die Kirche für sie tun kann, sondern lieber, was sie für die Kirche tun können. L. A. hat es ähnlich formuliert.

Viel zu viel ist offensichtlich falsch gelaufen zu sein, manches schien sogar unwiederbringlich verloren.
Und dann kam alles anders. Also ich habe die Klagen über das, was falsch gelaufen ist, einfach allmählich über. Es ist halt so gelaufen, das nützt jetzt alles nichts mehr. Man muss auch vorwärts schauen.
Das ändert freilich nichts dran, dass die Konzilsgeschichte einmal aus einer neuen, frischen Perspektive betrachtet werden sollte, die alte, bekannte Konzilsgeist-Warte ist nun wirklich ausgelutscht - und hatte dazu noch niemals einen Stand in der Wahrhaftigkeit.
cuppa (Gast) - 18. Nov, 13:00

@L.A.

Das Problem mit den Konzilstexten besteht wohl auch darin, dass sie sich teilweise selbst widersprechen, zumindest so widersprüchlich formuliert sind, dass jeder fast rauslesen kann, was er will. Beispiel SC: Ich habe mich lange daran festgehalten, weil die Reform Papst Pauls VI. deutlich über das Konzilsdokument hinausgeht. Dann musste ich aber redlicherweise feststellen, dass ich mir die Rosinen rauspickte. Einerseits heißt es klipp und klar: Niemand darf etwas an der Liturgie verändern, gerade der Priester nicht. Stimme ich voll zu. Dann werden Liturgische Institute empfohlen, die die Bischöfe beraten. Ihre Kompetenz wird aber nicht eingegrenzt, sondern offen gehalten. Die "Werke" des Liturgischen Institus Trier erfüllen mich teilweise mit Grauen. Sie berufen sich aufs Konzil. Ich berufe mich ebenfalls auf das Konzil. Aber es gibt kein einigendes Band zwischen uns. SC fordert die tätige Teilnahme der Laien. Vor dem Altar mit Tüchern wedelnde Frauen,bzw. die Pfarrer, die das wünschen, würden mich als vorkonziliar beschimpfen, wenn ich sage, mich treibt das aus der Kirche. Wer hat Recht?
Um nicht ein neues Missverständnis zu provozieren: Damit sage ich nicht, das Konzil ist unerheblich. Ich sage nur, es ist schwieriger, als ich es dachte...Und es ist teilweise auch kritikwürdig.

cuppa (Gast) - 18. Nov, 17:04

@Elsa

Mir ist wichtig, festzustellen: Wenn ich sage, ich verstehe jemanden, in diesem Fall EB Lefebvre, dann heißt das nicht, ich stimme ihm zu. Jedenfalls nicht automatisch.
Ich gebe Dir vollkommen Recht, wenn Du sinngemäß sagst,noch nie wurde die Kirche von außen erneuert, das geht nur von innen. Diese Regel gilt - uneingeschränkt.
Jetzt kommt aber das Verdrehte: EB Lefebvre reklamierte einen außerordentlichen Notstand. Er fühlte sich bis zum letzten Atemzug zutiefst katholisch. Er berief sich auf einen Kardinal Oddi, der ihm sagte: "Sie lieben die Kirche zu sehr". Er hat es strikt abgelehnt, eine Art Parallelkirche zu bilden. Er sah sich und seine Priester immer als Söhne der Kirche. Die von den "römischen Autoritäten", wie er sich ausdrückte, zu Unrecht bestraft werden. Seine Hoffnung war bis zum Schluss: Wenn die göttliche Vorsehung den Tag der Rückkehr bestimmt hat, dann werden die "römischen Autoritäten" uns in die Arme nehmen und uns danken, dass wir die Tradition bewahrt
haben. - Ich zweifle, dass Papst Benedikt sie in die Arme nehmen wird, falls sie zurückkommen. Wenigstens öffentlich :-). Aber sie haben ein Potential in die Kirche einzubringen, das glaube ich, wenn ich ihre Schriften lese, also die Kernaussagen. Hätten sie es nicht, dem Heiligen Vater würde wenig daran liegen, dass sie zurückkommen. Er weiß sicher, wenn sie zurückkommen, gibt es in der Kirche mal wieder Zoff. Die Liberalen und die MSM werden nicht schweigen. Er hat Gründe, es in Kauf zu nehmen. Selbst wenn es kurz vor Weihnachten wäre...;-)

gerd (Gast) - 18. Nov, 18:05

@cuppa

Soviel ich weiß ist die Spaltung zwischen Rom und Lefebvre nur durch die irregulären Bischofsweihen zustande gekommen, die er ohne die Erlaubnis des Vatikans erteilt hat. Man möge mich berichtigen. Das spricht m.E. doch sehr gegen seine Einschätzung keine Parallelkirche bilden zu wollen. Auch sehe ich hier fehlendes Vertrauen in die Worte Jesu, dass die Pforten der Unterwelt den Stuhl Petri nicht überwältigen werden. Egal was das kommt. Man kann zu der Person des Papstes stehen wie man will, er ist immer noch der von Gott selbst ernannte Stellvertreter hier auf Erden, mit der Schlüsselgewalt Dinge zu binden und zu lösen. Ist das jetzt zu einfach gedacht?
L. A. (Gast) - 18. Nov, 18:18

@Cuppa

Es geht aber, ob man nun Verständnis für Mons. Lefebvre hat oder nicht, das ist ein völlig anderes Thema, mir ging es darum klarzustellen, daß D. v. Hildebrand im Gegensatz zu ihm das Konzil nicht als Bruch mit der Tradtion bewertete, die willkürliche Auslegung in weitesten Teilen der Kirche allerdings schon.
Das möchte ich nochmal betonen, denn die gängige "Argumentations-" - Linie der "Progressisten" ist es, wenn einer Dinge wie hier Bischof Laun äußert, speziell in Bezug auf die Liturgie, sofort mit der "Williamson" - Keule zu fuchteln.
Auch deshalb verwahre ich mich gegen eine Gleichsetzung D.v. H.s mit der FSSPX, vor allem aber,weil sie unwahr ist.
Es geht also darum, den "Progressisten" das behauptete Definitionsmonopol über das Konzil zu entreißen, um, wie @Elsa sagt, nach vorne schauen zu können und den "68er" Sperrmüll zu entrümpeln, der uns den Weg verstellen will mit der falschen Doktrin, die Machenschaften des Mainstreams seine "konzilsgewollt".
Dabei ist u.a. die D. v. H. äußerst hilfreich, die FSSPX nicht, denn die teilt ja diese Doktrin der "Progressisten" und bewertet sie nur völlig anders.

NB: es darf aber schon verwundern, wenn ein "die Kirche zu sehr Liebender" auf die Idee kommt, er sei berufen, die Kirche zu retten(!). Dafür hab ich wenig Verständnis, aleerhöchstens "psycholgisches". Da bietet sich der Kontrast zu der von Elsa erwähnten Hl. Katharina mehr als an!

PS: @Gerd, seh grad den Kommentar: find ich überhaupt nicht zu einfach gedacht!
ElsaLaska - 18. Nov, 18:26

@gerd

Ich glaube, das einfachste Denken ist oftmals das treffendste ...

@.L.A.: >>den "68er" Sperrmüll zu entrümpeln, der uns den Weg verstellen will mit der falschen Doktrin, die Machenschaften des Mainstreams seine "konzilsgewollt". <<

Superb.
cuppa (Gast) - 18. Nov, 20:05

Jetzt bin ich in der unangenehmen Situation, in die ich nicht kommen wollte: Von der FSSPX-Versteherin zur Verteidigerin zu werden.
1. Sicher waren die Bischofsweihen irregulär. EB Lefebvre hat sie damit begründet: Er ist alt und spürt, dass er nicht mehr lange lebt. Wenn er stirbt, stirbt die FSSPX ebenfalls. Nicht sofort. Aber es ist ein Selbstmordprogramm. Eine Priestergemeinschaft ist lebensnotwendig auf Bischöfe angewiesen. Er wollte die Seminaristen nicht als "Waisen" zurücklassen.
Das ist jetzt zusammengefasst, ohne dass ich das beurteile. Ich kann es aber, nachdem ich seine Predigten gelesen habe, von seiner Spiritualität her verstehen. Papst Johannes Paul II. nannte es mit Recht einen "schismatischen Akt".
Die FSSPX war und ist aber keine Parallelkirche. Sie hat keine eigenen Diözesen errichtet. In der Hl.Messe wird nicht nur für den Papst, sondern auch für den jeweiligen Diözesanbischof gebetet. Wie in unseren Eucharistiefeiern. Die Bischöfe sind als Bischöfe nur für Priesterweihen und für die Firmspendung zuständig. EB Lefebvre hat immer betont: Wir lehren nichts Neues, wir erfinden nichts Neues. Wir lehren nur das, was die Kirche bis vor dem Konzil gelehrt hat. Und das kann nicht falsch sein.
Der Hl. Vater hat die Exkommnikation aufgehoben. Die Gespräche fanden und finden stets mit der Glaubenskongregation statt. Wäre die FSSPX als schismatische Vereinigung eingestuft worden, wäre die "Ökumene-Behörde" des Vatikans zuständig. Ist sie aber nicht. So etwas hat es auch noch nicht in der Kirchengeschichte gegeben.

Ich möchte kurz auf die Gegenwart zu sprechen kommen: Ungehorsame Diözesanbischöfe, wenn sie nicht ausdrücklich ihren Ungehorsam dokumentieren, kommen ungeschoren davon. Beispiel Bischof Fürst, Rottenburg-Stuttgart. Er hat noch 13 oder 15 Jahre Zeit, teilweise gegen den Glauben zersetzend zu wirken. "Interkommunionpriester" werden nicht zur Rechenschaft gezogen. Seine Vorliebe für verheiratete Priester und für Frauen als Priesterinnen hat er offen kundgetan. Es geht nur noch nicht, die Afrikaner und die Asiaten sind noch nicht bereit. Ist das ein Klima, in dem junge Männer ihrer Berufung zum zölibatären Priester nachgehen können? Nein! Und dann kommen verheiratete Priester und/oder Laien-Wortgottesfeiern. Vielleicht in zehn Jahren. Sollte ich dann noch leben, wanke ich in eine FSSPX-Kapelle. Zur Messe meiner Kindheit und Jugend, zur Messe aller meiner Vorfahren.Hoffentlich ist die FSSPX nicht im Schisma. Exkommuniziert möchte ich nicht sterben!

ElsaLaska - 18. Nov, 20:15

@cuppa

Das ist ja alles gut und schön, bis auf den letzten Teil des letzten Absatz, der ist einfach unsinnig und pathetisch noch dazu.

Du MUSST nicht zu den FSSPX gehen, es gibt genügend Ordensgemeinschaften, die die Alte Messe feiern, Frauenpriester wird es NIE geben und verheiratete Priester oder nicht - das entscheidet ALLEINE Rom, und wenn Rom sagt, der Zölibat fällt, dann fällt er eben.
L. A. (Gast) - 18. Nov, 20:44

und es ist auch faktisch falsch:

die FSSPX hätte 1988 einen eigenen Weihbischof bekommen, der selbstredend mit Rom hätte "ausgehandelt" werden müssen. Dieses Dokument hatte Mons. L. auch 1988 unterschrieben (!), und diese Zusage dann von sich aus gebrochen, weil er fürchtete, von Rom über den Tisch gezogen zu werden.
(In der Folge griff er dsbzgl. besonders Kardinal J. Ratzinger an.)

So weit mal zu Tatsachen, die der "Econ'schen Hermeneutik" wohl "etwas" widersprechen.
ElsaLaska - 18. Nov, 21:01

@L.A.

Stimmt, erinnere mich dran, hatte ich doch auch mal irgendwo gelesen.
gerd (Gast) - 18. Nov, 23:51

@cuppa

Ich möchte es doch sehr bezweifeln, dass ungehorsame Bischöfe ungeschoren davon kommen. Schließlich müssen sie vor dem Rechenschaft ablegen, der sie gesandt hat. Das gilt für Lefebvre genauso wie für Fürst und im übrigen für jeden von uns. In eine FSSPX Kapelle zu wanken käme mir allerdings nie in den Sinn. Die "neue" Messe ist erlaubt und fertig ist. Die "alte" Messe ist erlaubt und fertig ist. Es ist doch wunderbar als glaubender Mensch vor dem Gericht Gottes auf seinen Stellvertreter weisen zu können. Mein erster Pfarrer hat gesagt: Höre immer auf die Weisungen des Papstes und bete zur Jungfrau Maria um die Geister scheiden zu können und Du wirst immer auf dem richtigen Weg gehen.
cuppa (Gast) - 18. Nov, 21:36

Jetzt habe ich es gleich mit 2 Kapazitäten zu tun, und da oben sind interessante Themen zu lesen.
@ Elsa: Die Pathetik war ein Stilmittel, zugegeben. Ich liebe sowieso die Alte Messe, und das ist keine Pathetik. Auf festen Füßen steht sie noch nicht. Ich hoffe, im Alter nicht "ohne" dazustehen. Diese Hoffnung-Sorge, wurde in Pathetik eingekleidet.
Auch wenn der Zölibat kein Dogma ist: Uns Altrituellen ist klar: Zum Wesen des kath. Priesters gehört der Zölibat. Den Priestern und den Laien ist das klar. Ich hoffe aber sehr, dass der Zölibat der gesamten Kirche erhalten bleibt. Richtig gelebt ist er ein unschätzbarer Wert.
@L.A. Ich weiß, dass der FSSPX ein Bischof angeboten wurde. Es war aber, nach Aussage des EB, ein "Konzilsbischof". Für die Spiritualität der FSSPX ist jedoch ein Bischof lebensnotwendig, für den die Alte Messe im Zentrum steht.
Die Verhandlungen zwischen Rom und dem EB standen vor dem Abschluss, als er merkte, er musste sich zusätzlich für seine Irrtümer entschuldigen. Das konnte er aber nicht.
Ich weiß, dass er auf den Präfekt der Glaubenskongregation Ratzinger nicht gut zu sprechen war. Es spricht - für mich - für den feinen Charakter Joseph Ratzingers- Papst Benedikts, dass er sich nie abfällig über den alten EB geäußert hat. Er äußert sich nie abfällig über andere Menschen. Aber er hat über Lefebvre nur mit Respekt gesprochen! Natürlich sind mir nicht all seine Äußerungen bekannt. Ich kann nur das wiedergeben, was ich gelesen habe.
Dietrich von Hildebrand und der EB wären sich wahrscheinlich einig, hätte ein Kontakt bestanden: Die Kirche befindet sich in einem äußerst bedrohlichen Zustand. Aber das wars dann schon. Ihre Mittel und Wege waren völlig entgegengesetzt.

ElsaLaska - 18. Nov, 21:52

@cuppa

Wir sind auch gar nicht weit auseinander, aber auf diesem Blog herrscht die App "correctio fraterna", der ich mich selbst gerne unterziehe oder manchmal auch unterziehen lassen muss.
Deshalb:
>>Auch wenn der Zölibat kein Dogma ist: Uns Altrituellen ist klar: Zum Wesen des kath. Priesters gehört der Zölibat.<<
Das hat rein gar nichts mit dem RITUS zu tun. Zunächst. Denn: Der Zölibat hat sich weiterhin gehalten, auch nach Einführung des NO. Zumindest als Auffassung. De facto - darüber reden wir woanders mal.

Dann: >>Dietrich von Hildebrand und der EB wären sich wahrscheinlich einig, hätte ein Kontakt bestanden: Die Kirche befindet sich in einem äußerst bedrohlichen Zustand. Aber das wars dann schon. Ihre Mittel und Wege waren völlig entgegengesetzt.<<
Richtig. Von Hildebrand verdanken wir eine tiefgehende, philosophisch wie theologisch immer noch bestens brauchbare, glänzende Analyse der Missstände. Der Mann war Phänomenologe aus der Schule Husserls!
A beautiful mind! (Da müssen drei Ausrufezeichen hin)
Dazu gehört für mich auch enorme Leidensfähigkeit, ebenso wie eine tiefe Liebe, leuchtende Hoffnung, Brillanz im Denken und das Vermögen, emotional, gerade als MANN, auch und selbstbewusst ex profundis sprechen zu können.
Neutraler formuliert, ein Zitat von mir von weiter oben: Dietrich von Hildebrand blieb als katholischer Philosoph und tief gläubiger Mensch in Gehorsam und Demut in der Einheit mit der RKK. Das ist ein Solitärdiamant! Jeder kann hingehen und sagen: Och nö, das ist jetzt nicht mein Ding. Aber sich derart auszuliefern und zu ergeben - als Intellektueller und weil zugleich so sehr Liebender - das soll ihm mal einer nachmachen.

Zu EB Lefebvre fällt mir jetzt nicht ganz so viel Poetisches ein, deshalb bleibt das jetzt einfach mal so stehen.
cuppa (Gast) - 18. Nov, 23:33

@Elsa

Ich erinnere mich deutlich, in meinem ersten Kommentar zwischen der Intellektualität von Dietrich von Hildebrand und EB Lefebvre unterschieden zu haben. Da gibt es keine Ähnlichkeit. Man müsste mit Blindheit geschlagen sein, wollte man da eine Ähnlichkeit feststellen.
Aber Lefebvre hat auch gelitten. Msgr. Fellay hat mal gesagt, dass "ein Schwert durchs Herz gehe", so in dem marianischen Sinn. Er hat weiter geklagt, dass ausgerechnet sie, die Abscheu haben vor dem Geist des Widerspruchs, des Ungehorsams, als Rebellen da stehen, als Dissidenten. Das ist natürlich nur eine Seite. Sie sind keine Märtyrer. Aber dass sie auch unter der Situation leiden, sicher nicht alle, wird nie erwähnt.
Jetzt zum Schwierigsten: Ich erinere mich, dass mit dem Konzil eine Änderung der Rolle, der Identität des Priesters einherging. Priester wollten keine Priester mehr sein. In dem Sinn, dass alle Ähnlichkeit mit dem vorchristlichen Priestertum, dem jüdischen und heidnischen, getilgt werden sollte. Die gemeinsam haben, dass ein Opfer dargebracht wird. Der katholische Priester setzt das Opfer Jesu am Kreuz gegenwärtig.Die blutigen Opfer sind zu Ende. Sie sind - als unvollkommene "Vorentwürfe" durch das Kreuzesopfer ersetzt. Aber es besteht eine Entwicklung- vom Unvollkommenen zum Vollkommenen. Der Priester der Alten Messe ist ein "Opferpriester". Der an Stelle Jesu das Opfer vergegenwärtigt. Und von daher auf seine Kreativität, seinen Gestaltungswillen vollkommen zu verzichten hat. Der sich den Rubriken zu unterwerfen hat. "Willentliche Willenlosigkeit" las ich mal. Der seine Spiritualität ausrichtet an Jesus, dem einzigen Hohenpriester. Für eine Ehe ist da kein Platz mehr. Die Pius-Bruderschaft sieht ihren Sinn darin, Priester so auszubilden, und diese Spiritualität immer wieder zu vertiefen.

Die Rolle des nachkonziliaren Priesters scheint dagegen verwischt. Mit Moral oder Frömmigkeit hat das nichts zu tun. Er hats eigentlich schwerer. Er hat so vielen verschiedenen Anforderungen und Erwartungen zu genügen.Und bekommt ständig zu hören, dass es die Laien eigentlich genauso gut können.
Altrituelle sind nicht die besseren Katholiken. Aber alle von uns fänden den Vorschlag von Maria Theresia Opladen (kfd), Frauen sollten bei der Priesterausbildung tätig sein, einfach nur lächerlich-verrückt. Oder Frauen auf dem Weg zum Priestertum - eine Horror-Vorstellung. Nicht, weil wir besser sind. Unser Priesterbild lässt das nicht zu. Es gibt noch nicht mal Ministrantinnen. Und keine Frau leidet.
Wir sind aber nicht die besseren Frauen. Es muss mit dem unterschiedlichen "Priester-Bild" zu tun haben. Mit was sonst?

ElsaLaska - 18. Nov, 23:46

@cuppa

Deine Gedanken sind ja auch nicht aus der Welt. Aber warum kommst Du nur immer nur mit der FSSPX? Ich meine: Glaubst Du wirklich nicht mehr daran, dass außerhalb dieser speziellen Gemeinschaft noch ein halbwegs katholisches Priesterbild vertreten werden könnte? Und wie kommst Du darauf? Das würde mich mal interessieren.
Kommst Du nie auf den Gedanken, dass Du damit vielleicht auch indirekt gute, gläubige, treue Priester abwatschen könntest, die gerne und treu NO feiern? Der Heilige Vater feiert sogar Turbo-NO, soll ich die Eröffnung der Nahostsynode nochmal raussuchen?
Natürlich liegt mein Herz bei der Alten Messe, aber nun ist es halt mal so. Geh einmal in den Petersdom und schau Dir ne NO-Papstmesse an, das ist SO schlecht nun echt nicht, wie die FSSPX wieder tut. Klar: Schlimmer geht immer, aber besser geht auch nicht.


Die gibt es immer noch, auch in Deutschland. Ich finde das immer so exkludierend was Du schreibst, auch wenn ich es emotional nachempfinden kann.
cuppa (Gast) - 19. Nov, 01:19

@Elsa

Es ist aber keine moralische Wertung. Der Priester der Alten Messe ist nicht von vornherein besser, ernsthafter als seine Mitbrüder. Es geht um den Typus, der den Theologen, den Ausbildern vorschwebt. Ich kenne Berichte von Seminaristen, die es in ihren Seminaren schlecht aushalten, weil sie zu fromm sind und deswegen gemobbt werden.
Die nachkonziliare Theologie hat starke Defizite in Bezug auf die Kreuzestheologie. Dafür mache ich aber keinen Priester der üblichen Liturgie verantwortlich. Die haben das doch gar nicht zu verantworten.
Papst Benedikt, wer sonst?, hat in seinem Jesus Buch II, den Sühnegedanken nicht nur rehabilitiert, er hat ihn geradezu anziehend gemacht. Das Buch ist 2010 erschienen. Aber was hören Theologiestudenten an den Unis?
Altrituelle Priester zelebrieren die Hl. Messe nach den Büchern von 1962. Sie lernen es so und praktizieren es.Wenn ich meinen Schott von 1962 vergleiche mit den nachkonziliaren Ausgaben, der Unterschied springt ins Auge.
Aber es ist auch die unterschiedliche Ausrichtung. Die FSSPX will den "heiligmäßigen Priester", die FSSP rühmt sich des glaubenstreuen Priesters, wenn sie um Unterstützung bittet. Ob sie es werden, ist eine andere Frage. Aber die Ausbildung zielt dahin. Was man leider von deutschen Seminaren so nicht hört. Der "heiligmäßige Priester" wäre heute nur noch peinlich. Papst Benedikt hat doch mit dem Pfarrer von Ars als Vorbild im Priesterjahr hier allgemein Befremden ausgelöst. Weil wir insgesamt verweltlicht sind. Naja, dann kam der Missbrachsskandal, da war der Pfarrer von Ars sowieso nicht mehr Thema.
Aber es geht nicht gegen Priester im normalen Ritus, die den außerordentlichen Ritus gar nicht mehr kennen.
Doch ich kann doch nichts dafür, wenn die FSSPX den "heiligmäßigen Priester" will. Und die Gläubigen bittet, dafür zu beten. In den normalen Gemeinden kommt niemand auf die Idee, und dem Pfarrer wärs peinlich. Mich befremdet das zunächst doch auch. "Huch", sage ich oft genug, wenn ich das zuerst lese. Ich schließe mit Ida Friederike Görres, die sagte: Der kluge Priester, der nicht fromm ist, wird zum Rebellen oder zum Häretiker. Bei uns in der Erzdiözese laufen genug rum.Die das Theologen-Memorandum offen unterstützt haben. Wenn in der Ausbildungsphase oder später auf Frömmigkeit kein Wert mehr gelegt wird, wer darf sie beschuldigen?

gerd (Gast) - 19. Nov, 07:02

@cuppa

>Wenn in der Ausbildungsphase oder später auf Frömmigkeit kein Wert mehr gelegt wird, wer darf sie beschuldigen?<

Jeder Gläubige der auf Frömmigkeit Wert legt. So werden diese Priester ja mit der Frömmigkeit konfrontiert die sie nicht mehr gelernt haben. Beschuldigen ist wohl auch nicht der treffende Ausdruck. Die Kniebeuge vor dem Empfang der Mundkommunion ist ein starkes Zeichen für jeden Priester, egal welche Ausbildung er genommen hat. Davon kann ich ein Lied singen.

>Doch ich kann doch nichts dafür, wenn die FSSPX den "heiligmäßigen Priester" will. Und die Gläubigen bittet, dafür zu beten. In den normalen Gemeinden kommt niemand auf die Idee, und dem Pfarrer wärs peinlich.<

Dann machen wir aus der Peinlichkeit eine Selbstverständlichkeit. In meiner Gemeinde beten wir für heiligmäßige Priester, egal ob der das will oder nicht. Zur Heiligkeit gehört auch das Hören auf den Stellvertreter Christi und dem ihm geschuldeten Gehorsam, wo wir wieder bei FSSPX angelangt sind.
cuppa (Gast) - 19. Nov, 08:52

@Gerd

Ja! Und die FSSPX mit ins Gebet einschließen. Beim Gehorsam dem Papst gegenüber besteht Nachholbedarf, meine ich auch.

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