Der Geist der caritas und die Kategorien der natürlichen Liebe II
>>B) Die eheliche Liebe
Die Kategorie der ehelichen Liebe gewinnt ihren besonderen Charakter dadurch, daß die Liebe sowohl auf der natürlichen als auch der übernatürlichen Ebene ein Gut ist. Hildebrand berücksichtigt bei der Erklärung dieser Kategorie der Liebe sowohl ihre natürliche als auch ihre übernatürliche, sakramentale Ordnung. Eheliche Liebe ist in ihrer kategorialen Bedeutung nur zwischen Mann und Frau möglich. Diese beiden einander liebenden Personen sind hier das Thema der Liebe. Sie sind einander "gegenseitig" zugeordnet, und zwar nicht nur auf psycho-physischen, sondern hauptsächlich auf der geistigen Ebene. Die beiden Geschlechter "männlich" und "weiblich" sind nicht nur biologische Charaktere, sondern bedeuten - so der Autor - auch tiefgehende Formverschiedenheiten der geistigen Person des Menschen. Diese Verschiedenheit in der liebenden Zuwendung von Mann und Frau zueinander wird als gegenseitige Ergänzung empfunden. Zu den Grundzügen dieser Kategorie der Liebe zählt unser Autor die gänzliche gegenseitige Schenkung der Personen sowie ihre tiefste Vereinigung. Die intentio benevolentiae hat hier die sehr entwickelte Form eines letzten Sich-Schenkens der Personen, die durch das ausdrückliche sakramentale Ja-Wort vor Gott dokumentiert wird. Dagegen besteht die intentio unionis in einer in breitem Ausmaß erlebten tiefen unio, in die auch die vitale und sinnliche Sphäre einbezogen ist. Nur in dieser Kategorie der Liebe sowie in der heiligen Liebe in Christus kommt es zu einer vollen Vereinigung der Personen - wenn auch auf die ihr jeweils eigene Weise.<<
[Aus Stanislaw T. Zarzycki: "Spiritualität des Herzens. Die philosophisch-theologischen Grundlagen bei Dietrich von Hildebrand". Als nächstes dann die Kategorie "Die Liebe der Eltern zu ihren Kindern".]
Die Kategorie der ehelichen Liebe gewinnt ihren besonderen Charakter dadurch, daß die Liebe sowohl auf der natürlichen als auch der übernatürlichen Ebene ein Gut ist. Hildebrand berücksichtigt bei der Erklärung dieser Kategorie der Liebe sowohl ihre natürliche als auch ihre übernatürliche, sakramentale Ordnung. Eheliche Liebe ist in ihrer kategorialen Bedeutung nur zwischen Mann und Frau möglich. Diese beiden einander liebenden Personen sind hier das Thema der Liebe. Sie sind einander "gegenseitig" zugeordnet, und zwar nicht nur auf psycho-physischen, sondern hauptsächlich auf der geistigen Ebene. Die beiden Geschlechter "männlich" und "weiblich" sind nicht nur biologische Charaktere, sondern bedeuten - so der Autor - auch tiefgehende Formverschiedenheiten der geistigen Person des Menschen. Diese Verschiedenheit in der liebenden Zuwendung von Mann und Frau zueinander wird als gegenseitige Ergänzung empfunden. Zu den Grundzügen dieser Kategorie der Liebe zählt unser Autor die gänzliche gegenseitige Schenkung der Personen sowie ihre tiefste Vereinigung. Die intentio benevolentiae hat hier die sehr entwickelte Form eines letzten Sich-Schenkens der Personen, die durch das ausdrückliche sakramentale Ja-Wort vor Gott dokumentiert wird. Dagegen besteht die intentio unionis in einer in breitem Ausmaß erlebten tiefen unio, in die auch die vitale und sinnliche Sphäre einbezogen ist. Nur in dieser Kategorie der Liebe sowie in der heiligen Liebe in Christus kommt es zu einer vollen Vereinigung der Personen - wenn auch auf die ihr jeweils eigene Weise.<<
[Aus Stanislaw T. Zarzycki: "Spiritualität des Herzens. Die philosophisch-theologischen Grundlagen bei Dietrich von Hildebrand". Als nächstes dann die Kategorie "Die Liebe der Eltern zu ihren Kindern".]
ElsaLaska - 6. Dez, 15:21
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