Elsas Nacht(b)revier



Francois Gérard: St. Térèse d'Avila



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"Die, welche uns den Gott des Todes predigen wollen" - Übersetzung eines Blogartikels von Kardinal Duka aus dem Tschechischen. In: Die Tagespost vom 13. August 2016

"Konvertiten" In: Die Tagespost vom 26. Juli 2016

"Teresa von Avila: Es gibt keinen Grund". In: Die Tagespost vom 23. Juni 2016

Rezension "Johannes Gschwind: Die Madonna mit dem geneigten Haupt". In: Die Tagespost vom 28. April 2016

Rezension "Peter Dyckhoff: Die Gottesmutter mit den drei Händen". In: Die Tagespost vom 21. April 2016

"Jacobus Voragine und seine Legenda Aurea Ausgabe lateinisch-deutsch". In: Die Tagespost vom 24. März 2016

"Ignatius jenseits von Legende und Vorurteil. Der Bericht des Pilgers und die Ignatius-Biografie von Pierre Emonet". In: Die Tagespost vom 19. Januar 2016

"Schicksalhafte Lektüre Die Taufkirche von Edith Stein in Bergzabern, wo ihr Weg der Heiligkeit begann" In: Vatican-Magazin Januar 2016

"Selbst ein Stein würde bersten. Interview mit Karam Alyas, Flüchtling aus Nordirak." In: Die Tagespost vom 4. Dezember 2015

"Am Ursprung eines stabilen Kerneuropa Gisela von Bayern und Stefan von Ungarn: Ein heiliges Paar, das zu Staatsgründern wurde" In: Vatican-Magazin Dezember 2015

"Hier wird nach Wahrheit gesucht. Ein Interview mit dem Konvertiten, Kampfkünstler und Schauspieler Michel Ruge." In: Die Tagespost vom 13. November 2015

"Leibhaftig, nicht als Symbol? Ein ungeschickter Priester: Das Blutwunder von Walldürn und die elf „Veroniken“ - In: Vatican-Magazin November 2015

"Martha und Maria in einer Person. Elisabeth Münzebrocks Porträt der Teresa von Avila" In: Die Tagespost vom 14.Oktober 2015

"Das Meisterwerk: Mann und Frau, die einander lieben." Zur Heiligsprechung der Eltern der hl. Thérèse von Lisieux. In: Vatican-Magazin Oktober 2015

"Glückssucher, Gelehrter und Vorbild. Ein gelungenes Porträt des heiligen Augustinus. In: Die Tagespost vom 27. August 2015"

"Hervorragende Brückenbauer. Ein Interview mit Simon Jacob, ZOCD u. Initiator des Project Peacemaker" In: Die Tagespost vom 21. August 2015

"Eine Tugend für Kämpfernaturen: Johannes Stöhr und die Tugend der Geduld." In: Die Tagespost vom 27.Juli 2015

"Wachen und Beten für die Welt. Ein Besuch bei den Trappistinnen auf dem pfälzischen Donnersberg." In: Die Tagespost vom 17. Juni 2015

"Ein Apostel der Armen: Der selige Paul Josef Nardini und seine Grabkapelle in Pirmasens" In: Vatican-Magazin Juni-Juli 2015

"Von der Tänzerin zur Ordensschwester. Irmgard Fides Behrendt Flucht aus dem Osten." In: Die Tagespost vom 8. Mai 2015

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"Meine Mutter stirbt an ALS" In: Christ und Welt - Beilage der "ZEIT", Ausgabe 17-2015

"Don Bosco und Maria Mazzarello" In: Vatican-Magazin April 2015

"Eine profunde Menschenkennerin. Zum dritten Band der Briefe Teresas von Avila" In: Die Tagespost vom 1. April 2015

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"Ganz Ohr für die Stimme des Herrn. Ein Kartäuser: Die Große Stille" In: Die Tagespost vom 3. März 2015

"An der Hand der großen Teresa". Eine Auswahl von Internetseiten zum 500. Geburtstag T. von Avilas. In: Die Tagespost vom 17. Februar 2015.

"Vom Krieg zum Frieden. Wie das Gefängnis für Torsten Hartung zum Tor der Gnade wurde." In: Die Tagespost vom 10. Februar 2015 (Buchbesprechung)

"Das Leben Jesu betrachten Ein Gespräch mit Pater Norbert Lauinger SAC vom Apostolatshaus in Hofstetten" In: Die Tagespost vom 31. Januar 2015

"Das Gebet ist die Drehscheibe des Christseins- Das Lebensbuch des heiligen Theophan des Einsiedlers bietet Einblick in den geistlichen Reichtum der Orthodoxie" In: Die Tagespost vom 27. Januar 2015

"Digitale Karte des Ordenslebens - Das „Jahr der Orden“ im Internet und den sozialen Medien" In: Die Tagespost vom 27. Januar 2015

"Eine Katakombenheilige im Exil Das Weinstädchen Morro d‘Alba in den Marken mit den Gebeinen der römischen Märtyrerin Teleucania." In: Vatican-Magazin Januar 2015

"Starke Frauen - Wenn Widerstand gegen herrschende Strukturen zur geistlichen Pflicht wird. Prophetinnen und Mahnerinnen in der Kirche." In: Die Tagespost vom 16. Dezember 2014

Auf Columbans Spuren. Eine unkonventionelle Pilgerreise." In: Die Tagespost vom 13. Dezember 2014

"Geistliche Paare: Der heilige Paulinus von Nola und seine Therasia" In: Vatican-Magazin Dezember 2014

"Die zeitlose Kunst des Sterbens. Nicht nur Hospizhelfer werden Peter Dyckhoffs Betrachtungen schätzen." In: Die Tagespost vom 20. November 2014

"Mystikerin des Apostolats. Mit Teresa von Avila Zugänge zur Spiritualität der Unbeschuhten Karmeliten finden" In: Die Tagespost vom 14.Oktober 2014

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"Römische Geschichte einmal anders." Rezension zu Ulrich Nersingers Buch "Die Gendarmen des Papstes." In: Die Tagespost vom 7. Januar 2014

"Die Bärin wies den Weg. Die heilige Richardis und Unsere liebe Frau in der Krypta in Andlau." In: Vatican-Magazin Dezember 2013

"Schatten auf der Soldatenseele". In: Die Tagespost vom 3. Dezember 2013

"Über den Brenner nach Rom. Ein neuer Pilgerführer mit Etappenheiligen." In: Die Tagespost vom 28.10.2013

"Eine neue Idee von Liebe - Der Troubadour Jaufré Rudel und seine ferne Prinzessin." In: Vatican-Magazin Oktober 2013

"Zeigen, dass sie ein Werkzeug Gottes war. Die Neuausgabe der Vita der heiligen Hildegard." In: Die Tagespost vom 17. September 2013.

"Licht ihres Volkes und ihrer Zeit". Die Lektüre ihrer Briefe eignet sich in besonderer Weise, um die hochbegabte Menschenführerin Hildegard von Bingen kennenzulernen. In: Die Tagespost vom 17. September 2013

"Eine Art intensivierte Straßenpastoral" - ein Gespräch zum Jahr des Glaubens mit dem Augustiner-Chorherrn und Bloggerkollegen Hw. Alipius Müller. In: Die Tagespost vom 24. August 2013

"Das flammende Siegel des hl. Ignatius. Die Eremo delle Carceri bei Assisi" In: Vatican-Magazin August-September 2013

"Mehr als exotische Aussteiger. Ein Buch gibt Einblicke in das Leben moderner Eremiten." In: Die Tagespost vom 11. Juli 2013

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"Und Christus berührte das kranke Bein. Wie der heilige Pellegrino von Forlì zum Patron der Krebskranken wurde." In: Vatican-Magazin Juni 2013

"Ida Friederike Görres und Joseph Ratzinger - die tapfere Kirschblüte und ihr Prophet in Israel." In: Vatican-Magazin Mai 2013

"Kein Maß kennt die Liebe" - über die Gemeinschaft der Barmherzigen Schwestern und das Jubiläumsjahr in Kloster Hegne. In: Die Tagepost vom 20. April 2013.

"Liebe, Wahrheit, Schönheit-das gesamte Pontifikat Benedikts XVI." - Die Buchbesprechung zu A. Kisslers Buch "Papst im Widerspruch." Online hier.

"Zuversicht statt Zweifel. Bologna und die heilige Katharina."In: Die Tagespost vom 13. April 2013

"Und in dir wird man einst die Herrlichkeit Gottes sehen" über die heilige Katharina von Bologna. In: Vatican-Magazin März-April 2013

"Schutzschirm für die Gemeinschaft. Christoph Müllers Einführung in die Benediktsregel" In: Die Tagespost vom 7. März 2013

"Fritz und Resl: Gottes Kampfsau und Jesu Seherin" In: Vatican-Magazin Februar 2013 anlässlich des 130. Geburtstags von Fritz Michael Gerlich.

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"Der Tod ist nicht relativ" In: Die Tagespost vom 7. Februar 2013

"In heiligen Sphären. Mensch und Welt lassen sich nicht entsakralisieren" In: Die Tagespost vom 5. Februar 2013

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"Leitsterne auf dem Glaubensweg. Katholische Großeltern spielen eine wichtige Rolle bei der Neuevangelisierung." In: Die Tagespost vom 22.12.2012.

"Das Netz der virtuellen Ewigkeit.Tod und Gedenken im Internet." In: Die Tagespost vom 29. November 2012.

"Der Friede auf Erden fängt zwischen Männern und Frauen an. Marias "Fiat" und Josefs "Serviam". Engel führten sie zum außergewöhnlichsten Ehebund der Weltgeschichte. In: Vatican-Magazin Dezember 2012.

"Der Marathon-Mann" - mein Porträt von S. E. Bischof Tebartz-van Elst. In: Vatican-Magazin Dezember 2012.

"Versperrter Himmel, öffne dich!" Über die Wallfahrt der totgeborenen Kinder zu Unserer lieben Frau von Avioth. In Vatican-Magazin November 2012.

"Ein französischer Vorläufer des heiligen Franziskus - zum 800. Todestag des Hl. Felix von Valois." In: Die Tagespost vom 3. November 2012

"Die Macht der Mystikerinnen" anlässlich der Heiligsprechung von Anna Schäffer. In: Die Tagespost vom 20. Oktober 2012

"Was für eine Frau!" Zur Vereinnahmung der hl. Hildegard von Esoterikerin und Feministinnen. In: Die Tagespost vom 9. Oktober 2012

Über den Kapuzinerpater Martin von Cochem zu seinem 300. Todestag. In: Die Tagespost vom 29. September 2012

"Die Kirche-ein Krimi?" in: Die Tagespost vom 30. August 2012.

"Wieder gefragt: Exorzismus!" in: PUR-Magazin September 2012

"Mir ist das Brevier wichtig geworden!" Ein Interview mit dem evang. Pfarrer Andreas Theurer, der in die katholische Kirche eintreten wird. In: Die Tagespost vom 14. August 2012

"Im Vorhof des Himmels" Die hl. Edith Stein und ihr Seelenführer, der Erzabt von Beuron. In: Vatican-Magazin August-September 2012

"Durch Gottes Gnade ein Kind der Kirche" - Edith Stein, Erzabt Raphael Walzer von Beuron und die Enzyklika Mit brennender Sorge. In: Die Tagespost vom 9. August 2012.

Der Cammino di San Francesco-Heiligtümer im Rieti-Tal. In: PUR-Magazin Juli.

Die Opfer der Bundeswehr. Mein Interview mit dem Afghanistan-Veteranen R. Sedlatzek-Müller. In: Die Tagespost, Ausgabe vom 14. Juni 2012

"Mehr als Dinkel und Kräuter: Ein Kernkraftwerk des Heiligen Geistes - die hl. Hildegard von Bingen" In. Vatican-Magazin Juni-Juli 2012

"Wie eine lodernde Feuersäule Die heilige Veronika Giuliani" In: Vatican-Magazin Mai 2012

"Die Vollblutfrau, die den Erlöser liebte: Kronzeugin des Osterereignisses: Die Geschichte von Jesus und Maria Magdalena." In: Vatican-Magazin April 2012

"Ich fühle mich als Frau in der Kirche nicht diskriminiert" Ein Interview mit mir von Petra Lorleberg für kath.net

"Die virtuelle Engelsburg hat standgehalten" in: Die Tagespost vom 22. März 2012

"Die Sowjets traten, rissen, schlugen, brannten - aber immer wieder haben die Litauer ihren Kreuzeshügel aufgebaut". In: Vatican-Magazin März 2012

"Katholische Bloggerszene stiftet Ehe" Interview mit Phil und Hedda in: Die Tagespost vom 13.März 2012

Und Du wirst mal Kardinal!" Prags Erzbischof verkörpert das Durchhaltevermögen der tschechischen Christen. In: Die Tagespost vom 18. Februar 2012

"Wo Liebe ist, ist Eifersucht nicht weit: Alfons Maria de Liguori und Schwester Maria Celeste Crostarosa, Gründer des Redemptoristenordens". In: Vatican-Magazin Ausgabe Februar 2012

Neue Kolumne über geistliche Paare: "Mann-Frau-Miteinander-Kirchesein" In: Vatican-Magazin Ausgabe Januar 2012

Unsagbar kostbare Göttlichkeit - Gold, Weihrauch und Myrrhe: Die Gaben der Heiligen Drei Könige. In: Die Tagespost vom 5. Januar 2012

"Wo die Pforten des Himmels offen sind. Loreto in den italienischen Marken". In: Vatican-Magazin Dezember 2011

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Titel "Maria Miterlöserin".

Ich höre von diesem Vorstoß immer wieder, kann mir aber einfach keine Meinung darüber bilden. Womöglich liegt das auch an meiner protestantischen Herkunft, oder dass ich mich einfach noch nicht genug mit der marianischen Theologie auseinandergesetzt habe.
Pünktlich zum großen Marienfest "Unbefleckte Empfängnis" kommt wieder eine Meldung dazu, ich verlinke auf kath.net, der ich entnehme, dass besonders die Bischöfe aus Übersee eine Petition in Gang gebracht haben, die nicht ganz neu ist. Bereits Johannes Paul II. wurde eine Unterschriftenliste vorgelegt, wonach 500 Bischöfe und 42 Kardinäle, außerdem 5 Millionen Unterzeichner, die Bitte äußerten, ein neues Marien-Dogma zu verkünden.
Doch es gibt auch zurückhaltende Stimmen, wie etwa die des Mariologen Stefano Fiores:
>>Für den renommierten Mariologen Stefano de Fiores von der Gesellschaft Mariä war es schon vor einigen Jahren klar, dass es „hinsichtlich des Konzils und der Ökumene sicher nicht ratsam wäre, derzeit ein neues Dogma zu definieren. Die getrennten orthodoxen und protestantischen Brüder werfen uns ja gerade den Alleingang der letzten beiden Mariendogmen vor. Daher sollten sie bei einem künftigen Dogma unbedingt beteiligt sein. Zuerst müssen wir uns der Einheit oder zumindest einer gewissen Konvergenz untereinander nähern, dann können wir untersuchen, ob es angebracht ist, das Dogma von Maria als Miterlöserin zu verkünden“, so das Mitglied der Internationalen Päpstlichen Marianischen Akademie, die dem Papst in allen theologischen Fragen hinsichtlich Marias beratend zur Seite steht.<< Quelle kath.net

Was meinen die Leserinnen und Leser dazu?
alipius (Gast) - 8. Dez, 19:06

Also...

... man muß da schon zwei Fragen unterscheiden:
1.) Ist es würdig und recht, geziemend und heilsam das Dogma von Maria als Miterlöserin zu verkünden?
2.) Geht das die Orthodoxen und die Protestanten etwas an?

Zur ersten Frage: Hier ist natürlich ein korrektes Verständnis von "Miterlöserin" erforderlich, um nicht plötzlich mit einer Art Heiliger Dreieinhalbfaltigkeit dazustehen. Maria ist keineswegs Miterlöserin in dem Sinne, wie z.B. ein Co-Pilot Mitsteuerer ist. Auch sie ist Geschöpf, auch sie wird heute nur als ohne Erbsünde empfangen gefeiert, weil sie "auf Grund einer besonderen Gnade und Auszeichnung von seiten des allmächtigen Gottes im Hinblick auf die Verdienste Jesu Christi, des Erlösers der ganzen Menschheit, von jeder Makel der Erbsünde bewahrt blieb..." (Ineffabilis Deus, 1854). Da das unverdiente Geschenk des Freiseins von der Erbsünde nicht ohne Blick auf Christus verständlich ist (denn Christi Erlösungsverdienst ist die Verdienstursache der unbefleckten Empfängnis und die Gottesmutterschaft Mariens ihre Zweckursache), läßt sich "Miterlöserin" also so verstehen, daß Maria wie kein anderer Mensch am Erlösungswerk teilhatte.

Zur zweiten Frage: Nö!

Johannes (Gast) - 9. Dez, 13:52

Um es mal so bierernst zu diskutieren

wie es die meisten hier tun (auch wenn mir das eigentlich vööööllig wesenfremd ist). Ich habe die Diskussion über den Titel der "Coredemptrix" nie verstanden. Das "fiat mihi secundum verbum tuum" ist zweifellos eine conditio sine qua non der Heilstat Jesu. Doch warum sollte man etwas, was ein guter Katholik doch mindestens dreimal am Tag bekennt (ihr betet doch alle das Angelus, gelle?) nun in den Rang eines Dogmas erheben? Oder hab ich da was mißverstanden?
Lupambulus Berolinen. (Gast) - 10. Dez, 12:55

Gerade nicht

Das "fiat mihi secundum verbum tuum" ist zweifellos eine conditio sine qua non der Heilstat Jesu. Doch warum sollte man etwas, was ein guter Katholik doch mindestens dreimal am Tag bekennt (ihr betet doch alle das Angelus, gelle?) nun in den Rang eines Dogmas erheben? Oder hab ich da was mißverstanden?

Darum geht es nun genau überhaupt NICHT. Ein völliges Missverständnis, ganz so, wie wenn manche meinen, es ginge am 8. Dezember um die Jungfräulichkeit der Gottesmutter. Ich empfehle zur ersten Orientierung:
http://books.google.com/books?id=ENZ2Z1rURlcC&lpg=PP1&pg=PA232#v=onepage&q=&f=false (§ Non agitur in hac quaestione, aber dann bitte auch die ganzen folgenden Seiten, leider online nicht alle sichtbar)
Dann weiß man auch, warum Pius XII. nicht nur gegen die Dogmatisierung dieser Lehre war, sondern weshalb er die Lehre selbst für falsch hielt (wie wir aus anderen Quellen mit Sicherheit wissen). Pater Lennerz war übrigens der Verfasser der Bulle Munificentissimus Deus von 1950.
Nebenbei: der Hl. Josefmaria Escrivá spricht alle Nase lang von uns allen als "Miterlöser". Und in diesem Sinne ist es Maria allemal auch und in hervorragender Weise!
Dass übrigens Maria "mediatrix omnium gratiarum" ist, darf man getrost als Teil des sensus fidelium betrachten; ich hielte diese Lehre auch für definibel.
Lupambulus Berolinen. (Gast) - 10. Dez, 12:59

Sorry

Sehe gerade erst, dass du ja selbst ganz bescheiden fragst, ob du da etwas missverstanden hast. Zur Entwirrung des Missverständnisses, vide supra.
str - 11. Dez, 01:53

Johannes,

"Das "fiat mihi secundum verbum tuum" ist zweifellos eine conditio sine qua non der Heilstat Jesu."

Kann man das so denn sagen? Wäre es mit der Erlösung ein für allemal Essig gewesen, hätte Maria nein gesagt? (Mal ganz abgesehen davon, daß sie nicht gefragt wurde, ob sie will, sondern daß sie wird...)

Aber wenn der Gehorsams Mariens Bedingung für Christi Heilstat wäre, dann vielleicht auch der Ungehorsam jener, die Christus ans Kreuz geschlagen haben, uns aller nämlich? Und wenn ich an mein eigenes Heil denke, was ist mit meinem eigenen Gehorsam?

Wie man es dreht und wendet - es wird kein Schuh daraus, nicht mal eine Sandale.

Lumpambulus,

"Nebenbei: der Hl. Josefmaria Escrivá spricht alle Nase lang von uns allen als "Miterlöser". Und in diesem Sinne ist es Maria allemal auch und in hervorragender Weise!"

Nein, letzteres geht daraus eben nicht hervor. Klar ist Maria genauso Miterlöser wie besagter Hl. Josefmaria. Ganz genauso.

"Dass übrigens Maria "mediatrix omnium gratiarum" ist, darf man getrost als Teil des sensus fidelium betrachten; ich hielte diese Lehre auch für definibel."

Sensus hin, sensus her, ist auch dieser Titel wieder um drei Ecken gedacht. Hat Maria denn Gnaden vermittelt bevor sie gezeugt wurde?

Klar, sie hat Christus geboren und Christus ist das Wort Gottes durch das alles geschaffen wurde was ist. Und ist es nicht eine Gnade, geschaffen worden zu sein? Wie hat Maria diese vermittelt? (Die Liste der vor Maria gegeben Gnaden ließe sich beliebig fortsetzen.)

Oder muß man das Wort omnium so verstehen, daß es nicht mehr omnium heißt.

Ganz unabhängig davon zum Thema definibel: wer braucht denn solche Definitionen, bitte schön?


Lupambulus Berolinen. (Gast) - 10. Dez, 12:59
Sorry
Sehe gerade erst, dass du ja selbst ganz bescheiden fragst, ob du da etwas missverstanden hast. Zur Entwirrung des Missverständnisses, vide supra.
ElsaLaska - 8. Dez, 20:41

Erstmal danke für die flotte und gute Antwort!

Zu 1: Aber das mit der Dreieinhalbfachen Dreifaltigkeit ist doch genau der Punkt. Mich mutet es nämlich auch oft so an - wie wird es erst die anmuten, die nichtmal dem Konzept der Unbefleckten Empfängnis theologisch folgen/ es erfassen können? Dazu kommt, das von den allerwenigsten verstanden wird, dass ein "neues" Dogma immer nur eine bereits sehr lange bestehende Glaubenswahrheit offiziell postuliert - und nicht quasi als Willkürakt aus dem Hut gezaubert wird.
Zu 2: Da hast du nun auch wieder recht, auch wenn ich die Zurückhaltung verstehen kann. Die letzten beiden "neuen" Dogmen haben doch für reichlich Unruhe gesorgt.
Den Hinweis auf die Ökumene von de Fiores (ich will auch so heißen!), verstehe ich noch, den auf das Konzil allerdings irgendwie nicht :-)

str - 8. Dez, 20:59

Laß Dir, Elsa, Dein Anmuten auch bitte von niemandem ausreden.

Der Titel ist auf ersten Blick ein Ärgernis und sowas dogmatisiert man nicht auch noch. Jene, die ihn gebrauchen sollen froh sein, daß er nicht verurteilt wird.

Wenn man sagt, Maria wäre nicht Co-redemptrix wie der Co-pilot Co-pilot (und man könnte noch zig andere Worte mit Co- oder Mit- anführen) sei sondern anders (wofür es dann aber kein anderes Wort als Parallele gäbe), dann fällt doch der Begriff in sich zusammen. Ein bißchen erinnert es mich dann an Eusebius von Caesarea und seine Unterscheidung zwischen Gott und wahrem Gott (respektive der Sohn und der Vater waren gemeint).

Ich sehe auch gar nicht ein, wozu jetzt eine solche Dogmatisierung dienen soll. Normalerweise definiert die Kirche ein Dogma, wenn eine zentrale Glaubenswahrheit - ob sie nunvorher klar war oder nicht - angefochten wird. Selbst wenn der CR-Titel wahr wäre, dann wäre er doch sicher nicht zentral. Wir sind schließlich Christen und nicht Marianisten!

Sicher, das "wozu" hätte man auch bei den Definitionen 1854 und 1950 einwerfen können, hat man auch und ich hätte es damals auch getan. Ich halte die Definition von damals auch heute noch für nicht nötig, was nichts daran ändert, daß ich der Kirche vertraue und die beiden Sätze glaube (bei der Aussumptio Mariae gäbe es sowieso kein Problem).

Allerdings waren die beiden Sätze ja inhaltlich problemfrei - die Unbefleckte Empfängnis wurde seit Jahrhunderten diskutiert (mit fast genausolanger Tendenz zur Bejahung), die Assumption schon anderthalb Jahrtausende geglaubt. Wie sieht das inhaltlich bei der CR aus? Siehe oben.

Mit dem letzten Konzil sehe ich auch kein Problem, eher mit dem ersten und dem damals angenommenen "Credo in UNUM Deum ... in UNUM Dominum ..."

Was geht das die Orthodoxen an? Schon etwas, wenn sie auch kein Vetorecht hätten, aber immerhin sind sie doch Kirche im Vollsinne.

Was geht es die Protestanten an? Nichts!
str (Gast) - 8. Dez, 20:43

And die Ökumene will ich dabei gar nicht denken, mir reicht die Integrität des katholischen Glaubens und der katholischen Theologie als Argument.

Bleibe standhaft, Petrus, und lege die Petition unter P ab.

Wir Menschen haben nur einen Erlöser und das ist Jesus Christus.

Sicher kann man mit allerleit Erklärungen und Windungen auch den Titel Coredemptrix orthodox verstehen, das soll nicht geleugnet werden. Nur warum sollte man es tun? Es entspricht sicherlich nicht der Art, auf die bisher Dogmen definiert wurden, etwa die christologischen.

ElsaLaska - 8. Dez, 20:58

Die letzten beiden Dogmen

waren doch aber gerade marianische, str. Oder liege ich falsch? Deshalb verstehe ich nicht den Hinweis auf die "bisherige Art".
Ansonsten tendiere ich schon eher auch zu deiner Auffassung. Aber ich kann auch nicht von mir behaupten, den Stellenwert Mariens schon vollständig ausgeschöpft zu haben, da tut sich immer noch sehr viel bei mir - und sehr viel Gutes für meine Verhältnisse.
str - 8. Dez, 21:26

Elsa,

"Die letzten beiden Dogmen waren doch aber gerade marianische, str. Oder liege ich falsch? Deshalb verstehe ich nicht den Hinweis auf die "bisherige Art"."

Ja, stimmt schon. Habe das in meinem zweiten Posting dann noch mal klarer ausgeführt. Formal ließen sich diese Argumente auch gegen die Definitionen 1854 und 1950 anführen, insbesondere da sie ja inhaltlich damals nicht kontrovers waren (entgegen dem was gerne behauptet wird - die Art der Definition durch den Papst war kontrovers, da diese selbst ja erst beim Konzil 1870 - und das gegen starke Widerstände - dogmatisiert wurde, der Inhalt nicht) - allerdings war die lauteste Jubelstimme bei der Definition 1950 ausgerechnet C. G. Jung, der ja nunmal kein Christ und auch kein (echter) Freund des Christentums war.

Eine Definition von CR wäre inhaltlich sehr wohl kontrovers - und mit Recht.

Die Liebe zu Maria in allen Ehren, aber auch diese kann man übertreiben. Meiner Meinung nach ist sie die erste aller Heiligen und hat als Mutter natürlich eine besondere Stellung im Reich ihres Sohnes - doch erscheint es mir manchmal so, daß man sie zu sehr von den übrigen Heiligen trennt.

Aber heute will ich mich mal an ihr freuen, gerade wo ich vorhin eine wunderbare halb-deutsche, halb-lateinische NOM-Messe mit Plainchant, Weihrauch und anschließender Anbetung mitfeiern durfte.
Johannes (Gast) - 8. Dez, 21:17

Das geht

mir jetzt viiiel zu schnell. Schließlich hat Johannes Duns Scotus vor 1300 das dann im Jahre 1854 verkündigte Dogma der Unbefleckten Empfängnis bereits theologisch durchdacht und formuliert. Also so fünfhundert Jahre plus ist dann schon in etwa die Zeit, in der ein neues Mariendogma so richtig reifen muß. Außerdem gibt es ja noch gar keine Kontroverse, so wie sich die Dominikaner und die Frankziskaner Hunderte Jahre über dieses Dogma gestritten haben. (Dabei ist es doch völlig logisch, warum ist da eigentlich nicht schon früher jemand darauf gekommen?) Also ich denke mir, daß sich jetzt die Jesuiten die Gegenposition zu eigen machen müßten, nachdem die Dominikaner sowieso kaum mehr vorhanden sind. Sodann sollten die Franziskaner die Gegenposition vertreten, am besten auch schon mal zu feiern anfangen (wie es die Franziskaner jahrhundertelange am 8.12. getan haben) und dann, so in etwa um 2.500 wird dann ein Papst, sagen wir mal Benedikt der 36te das Dogma verkünden.

So kanns gehen, nicht mit Unterschriftenlisten. erst mal einen Introitus dichten, Orationen Graduale und alls was dazu gehört, lange lange beten und dann geht alles wie von selbst.

Frage 2. wird sich im Jahre 2.500 durch die schlichte Nichtexistenz der lutherischen und reformierten Landeskirchen von selbst erledigt haben. Die Orthodoxen sind auf Basis eines ÄUßERST komplizierten etwa 3 Zillionen Paragraphen umfassenden Vertragswerk irgendwie Teil der katholischen Kirche geworden, und die frage, die sich dann stellt ist eher, was die 3 billionen Muslime dazu sagen werden, die mittlerweile im vereinigten interstellaren Imperium leben.

str - 8. Dez, 21:38

"Außerdem gibt es ja noch gar keine Kontroverse, so wie sich die Dominikaner und die Frankziskaner Hunderte Jahre über dieses Dogma gestritten haben. (Dabei ist es doch völlig logisch, warum ist da eigentlich nicht schon früher jemand darauf gekommen?)"

Naja, völlig logisch ist es nicht, kann es auch gar nicht sein, denn die Wirklichkeit ist nicht logisch. Gott hat Maria so begnadet weil Er es so wollte, nicht weil es logisch war.

Wobei man beachten muß (und oft wird es ja eben mißverstanden), daß zwar die Franziskaner für das spätere Dogma eintraten, die Dominikaner dagegen für eine Reinigug Mariens von aller Sünde zu einem Zeitpunkt kurz nach ihrer Empfängnis. Das hätte logischerseits den Vorteil - und die Dominikaner waren immer die logischeren der genannten Orden (und auch generell die besseren Theologen) - daß ein Mißverständnis à la "Maria mußte, da sündlos, nicht erlöst werden" oder "Maria war von sich aus sündlos" nicht möglich wäre.

Darüber hinaus war man sich im 14. Jahrhundert ja noch nicht klar, wann das Menschenleben beginnt. In der damaligen scholastischen Theologie - und diese wurde ja von Dominikanern dominiert - vertrat man (aus dem Judentum übernommene, aber auch der antiken Philosophie entsprechende) Beseelungstheorien. Wie aber könnte man sagen, Maria sei unbefleckt empfangen, habe ihre Seele erst x Tage nach der Empfängnis erhalten.

Heute sind wir, was die biologischen Fakten angeht weiter und das Dogma ein Gegenargument ärmer.

"Also ich denke mir, daß sich jetzt die Jesuiten die Gegenposition zu eigen machen müßten, nachdem die Dominikaner sowieso kaum mehr vorhanden sind."

Ja, sollten sie. Sie sind ja in gewisser Weise die Erben der Dominikaner, weshalb es um 1600 dann auch so böse zwischen den beiden gekracht hat.

"Sodann sollten die Franziskaner die Gegenposition vertreten"

Nö, sollten sie nicht. Man muß nicht dem Disraeli-Prinzip folgen, daß jede Position einen Vertreter braucht. Wir brauchen weder dieses schiefe Dogma noch eine Diskussion darüber.

"erst mal einen Introitus dichten, Orationen Graduale und alls was dazu gehört, lange lange beten und dann geht alles wie von selbst."

Was dann aber ein Fall für den Ordinarius und, pardon, die Inquisition wäre.

Vereintes Interstellares Imperium .... Lol!
ElsaLaska - 8. Dez, 21:43

Sehr schön, Johannes, deine Auffassung bezaubert durch ihre Nüchternheit und ihren klaren Blick auf kirchengeschichtlich fundierte, altbewährte Vorgänge.
:-)
Stegi (Gast) - 8. Dez, 22:00

Also: Ich bin Katholik und zwar nicht nur auf dem Papier, wenn Ihr versteht, was ich meine.
Mal abgesehen vom Abitur in Religion und mir privat Angelesenem hab ich jedoch keine theologische Ausbildung.

Aber ich kapier absolut nicht, weshalb es überhaupt Diskussionen, Seilschaften und allerlei finstere Bestrebungen innerkirchlicher Art gibt, bestimmte Dinge auf Teufel komm raus (!) zu forcieren, mir egal ob es sich nun um Dogmen handelt, oder irgendwelche jugoslawischen Wallfahrtsorte...
Entweder eine Sache ist beweisbar so, wie sie ist- oder sie ist es nicht. Man spricht ja schließlich von Wahrheiten. Wenn nun eine Sache theologisch- also wissenschaftlich beweisbar ist- weshalb bedarf es solch komplizierter Vorgänge und Diskurse?

monika (Gast) - 8. Dez, 22:51

danke STR

dieser Meinung bin ich auch.

So viel ich weiß spukt dieses Verlangen nach dem neuen Dogma seit dieser Geschichte mit der "Frau aller Völker" durch die Kirche. Am laufenden Band wurden Petitionen ins Leben gerufen.

Auch hier möchte ich mich Johannes anschließen - sooo schnell geht das nicht.

Aber ich bin der Meinung es geht nicht einmal nicht so schnell, sondern überhaupt nicht.

Ein Co-Pilot ist immer auch Pilot... ein Co-Autor ist immer auch Autor und so ist ein Miterlöser auch immer ein Erlöser. Wenn man diesen Titel "Miterlöserin" anders interpretiert - was durchaus möglich ist - wird trotzdem kein Schuh draus, denn demnach wären wir alle Miterlöser, insofern wir unser ganz privates Fiat sagen. Dies gäbe dann aber kein Mariendogma her.

Als der Papst noch Kardinal Ratzinger war, hat er schon gesagt wie aussichtslos diese Forderung nach dem Dogma ist - das scheint niemanden interessiert zu haben.
FingO (Gast) - 8. Dez, 23:14

"Als der Papst noch Kardinal Ratzinger war, hat er schon gesagt wie aussichtslos diese Forderung nach dem Dogma ist - das scheint niemanden interessiert zu haben."

Danke, Monika, daran dachte ich auch. Ich glaube, es war "Gott und die Welt", wo er darauf einging.
Er sagte, daß die vorhandenen Dogmen das, was durch ein ein solches dogma ausgedrückt werden will, schon sagen.

Auch ansonsten schließe ich mich Monika an.
Heriger (Gast) - 8. Dez, 22:44

Miterlöserin

Von dem Titel halte ich gar nichts. Die Wortbedeutung macht aus Maria eine zweite Erlöserfigur neben Christus. Die Verfechter verhelfen sich mit wortreichen Umdeutungen, die den Titel glaubenskonform machen sollen. Stellt sich die Frage: Wieso einen Titel "dogmatisieren", wenn man ihn nur durch umständliche Zusatzerklärungen richtig verstehen kann? Bei der Beschreibung der Glaubenslehre sind Mißverständlichkeiten meines Erachtens tunlichst zu vermeiden.

ludolph (Gast) - 8. Dez, 23:30

So jetzt habe ich erstmal etwgas gelernt, nämlich dass ich Miterlöserin nicht im eigentlich Wortsinn verstehen darf, sondern irgendwie anders. Das sind für mich per se schon mal keine guten Voraussetzungen für einen Lehrsatz. Und es erinnert mich ein wenig an die ausführliche Erklärung zur Übersetzung des "pro multis" mit "für alle".

Desweiteren meine ich mich zu erinnern, dass in Lumen Gentium auch so etwas wie "semper, ubique et ab omnibus" als eine Art Voraussetzung für ein Dogma genannt wird, d.h. die zu dogmatisierende Lehre muss innerhalb der Kirche beständig sein (immer, überall und von allen geglaubt). Mein Eindruck ist, dass dies hier eher nicht der Fall ist. Insbesondere wenn wir es mit der Lehre über die Aufnahme Mariens in den Himmel vergleichen.

Nehme ich zu diesen eher formalen Gründen noch die bereits aufgeführten Inhaltlichen, ergibt sich ein klares Nein. Allerdings ist ein Dogma ja keine Volksabstimmung, sondern die Verkondigung der göttlichen Offenbarung und dem Hl. Geist steht es natürlich frei ein solches durch den Papst oder ein Konzil zusammen mit dem Papst verkünden zu lassen.

Ralf (Gast) - 9. Dez, 08:44

Ein Dogma sollte nur dann verkündet werden, wenn die Ablehnung des Dogmeninhaltes das eigene Heil gefährdet. Das ist der eigentliche Sinn eines Dogmas, es geht hier ja nicht um eine Inhaltsangabe des Glaubens.

Yiska (Gast) - 9. Dez, 11:54

Ich stimme str, Monika, Heriger und Ludolph zu. Ein Dogma soll etwas klären, was umstritten ist - das, was den "Co-Redemptoristen" zufolge damit ausgesagt werden soll, ist doch gar nicht streitig. Geklärt würde hingegen gar nichts werden, das neue Dogma würde eines so großen Aufwands an Erklärungsaufwands bedürfen, daß man es besser lassen sollte. Ich persönlich tue mich ja schon schwer damit, Maria als "Mittlerin aller Gnaden" mit Christus als dem alleinigen Mittler zu vereinbaren...

Auch der Hinweis auf die Ökumene ist keineswegs überflüssig. Natürlich, die Wahrheit ist wahr, auch wenn die Protestanten das (mal wieder) nicht anerkennen wollen, aber ob es sinnvoll ist, Mißverständnisse geradezu aus Trotz zu provozieren - ich glaube nicht. Und was die Orthodoxen angeht: trotz 1000 Jahren der Trennung haben wir fast zu 100% den gleichen Glauben. Wenn da nicht der Heilige Geist am Werk ist... Mir fällt es deswegen schwer, etwas zu dogmatisieren (nicht, das ich das könnte :-D ), was so nicht auch von der Orthodoxie anerkannt ist

Tom (Gast) - 9. Dez, 14:46

Vielleicht darf ich kurz etwas dazu anmerken. Eine Beteiligung der von Rom getrennten Konfessionen würde dem Sinn einer Dogmaverkündigung widersprechen. Sinn und Zweck des Dogmas ist ja die Erhaltung und Festschreibung einer traditionellen Glaubensaussage, wenn sie aufgrund diverser Umstände verloren zu gehen droht. Und zwar ausschließlich durch das Lehramt, sprich den Hl. Vater, ex cathedra. Dies ist wohl bei dem erwähnten Gedanken der Fall. Seit der frühen Zeit, kennt die Kirche den Titel "Maria Miterlöserin", wie übrigens der Apostel Paulus jeden Getauften zur Miterlöserschaft aufruft. Wenn wir alle "Miterlöser" (mit dem einzigen und einzigartigen Mittler Jesus Christus) sind, kann Maria als Urbild der Kirche auch auf besondere Weise als Miterlöserin angerufen werden (ähnlich wie bei dem Gedanken der Braut Christi, etc...)

Gruß Tom

str - 10. Dez, 09:27

Tom,

"Sinn und Zweck des Dogmas ist ja die Erhaltung und Festschreibung einer traditionellen Glaubensaussage, wenn sie aufgrund diverser Umstände verloren zu gehen droht."

Nicht unbedingt. Es kann auch durchaus eine neue Formulierung eines Glaubenssatzes sein, dessen man sich vorher gar nicht so bewußt war, siehe z.B. die christologischen Definition. Natürlich gab es damals auch immer die Positionen, keine neuen Definition zu bringen, aber die war nie zukunftsweisend.

"Und zwar ausschließlich durch das Lehramt, sprich den Hl. Vater, ex cathedra."

Ausschließlich durch das Lehramt, ja! Aber dieses ist nicht "der Hl. Vater, ex cathedra" - das Lehramt ist immer noch primär die Gesamtheit der Bischöfe, zusammengefaßt in einem Ökumenischen Konzil.

Der Papst "

"Seit der frühen Zeit, kennt die Kirche den Titel "Maria Miterlöserin" ..."

Aber das ist doch eben gar nicht wahr. Wo bitte kennt man diesen Titel in der Frühzeit der Kirche.

"... wie übrigens der Apostel Paulus jeden Getauften zur Miterlöserschaft aufruft."

Was dann auch dieses ganze Gerede absurd macht. Wenn wir alle "Miterlöser" sind, dann ist es Maria eben NICHT in besonderer Weise.

Wollen wir noch dogmatisieren, daß sie Frau, Israelitin, Mensch war?

Wollen wir dann auch bitte definieren, daß jeder Miterlöser sei - wenn wir das nämlich ausdrücken wollen, dann könnten wir auch das dogmatisieren. Warum dann der Umweg über Maria.

"Braut Christi" für Maria zu verwenden halte ich übrigens auch für absurd und extrem grenzwertig. Warum braucht man wohl nicht zu erklären (und da ist es jetzt egal, wer das jemals so formuliert hat.)

Warum überhaupt dieser Drang, noch zehn Titel mehr für Maria zu schaffen, als ob Mutter Gottes nicht reichen würde?
Monika (Gast) - 10. Dez, 12:01

ist es nicht so

Braut Christi ist die Kirche und die Muttergottes ist das Urbild der Kirche?
str - 11. Dez, 00:58

Monika, ich weiß nicht ob Du mich oder Tom befragst.

Aber ich meine, Maria kann niemals Braut Christi sein, weil so etwas abscheulich wäre.

Ob Maria das "Urbild der Kirche " ist, daran melde ich auch mal Zweifel an.

Maria ist aber gewissermaßen ein Bindeglied, denn die gebärende Frau aus der Apokalypse, die ja zu Mariae Himmelfahrt Lesungstext ist, steht nicht einfach für die Mutter Gottes, sondern

- für das bedrängte Gottesvolk des alten Israel, welches den Messias erwartet und deshalb in Wehen liegt. Die "Wehen des Messias" sind auch in der jüdischen Theologie ein feststehender Ausdruck für die Fährnisse, die seinem Kommen vorangehen.

-die Jungfrau Maria, eine Tochter dieses Volkes, welches den Messias gebiert

-das bedrängte Gottesvolk der Kirche, des neuen Israel, welche vor den Nachstellungen des Drachens in die Wüste flieht

Insofern sind Maria und die Kirche schon bildhaft verbunden, doch wird daraus noch nicht Maria als Urbild der Kirche. In der Apokalypse ist die gebärende Frau auch mit der nur einen Vers zuvor geöffnete Bundeslade verbunden. Wenn man also ein Bild will, soll man sich dort bedienen.

An dieser dreifachen Bedeutung sieht man übrigens auch schön, daß die Kirche nicht eine Neugründung Jesu ist sondern schon lange vorher existiert hat. Die Septuaginta - immerhin die Bibel der frühen Kirche, der Autoren des Neuen Testaments und evt. die Bibel Jesu - gebraucht im Pentateuch das Wort "Ekklesia" 32 mal.

Die Vulgata und moderne Übersetzung haben das etwas verwischt, indem sie das Hebräische Wort "Kahal" mit anderen Worten übersetzen, während das griechische "Ekklesia" zu "Ecclesia" und "Kirche" (eigentlich keine gute Übersetzung, die sich aber durchgesetzt hat) wird. Dies hat in gewisser Hinsicht seine Berechtigung, denn die 32 Stellen im Gesetz sprechen von Heiligen Versammlungen, man könnte sagen Gottesdiensten, des Volkes Israel und nicht von einer Gruppe, wie es die Kirche später nunmal ist - dennoch das Wort wird hier das erste Mal gebraucht und wenn später Israeliten irgendetwas Kahal oder, bei Bezug zur Septuaginta, Ecclesia nennen, dann ist der Bezug da.
Monika (Gast) - 11. Dez, 12:00

@Tom und STR

@Tom

"Die Kirche" kennt den Titel der Miterlöserin nicht seit der frühen Zeit. Nur vereinzelte Personen der Kirche, durchaus - soviel ich weiß - auch einmal ein Papst, haben vor einiger Zeit spärlich diesen Titel benutzt. Aber nicht in Lehrschreiben. Es mag wohl eine Stilblüte der privaten Marienfrömmigkeit gewesen sein. Wenn "die Kirche" diesen Titel schon so lange kennen würde, hätte man diesen schon längst aufgenommen oder eben diesen Titel als Irrlehre abgewiesen. Dies geschah aber beides nicht. Da der Titel "Miterlöserin" aber erst einmal theologisch erschlossen werden müsste und es dann immer noch für das normal gebildete Volk Missverständnisse gibt, halte ich es für keine gute Idee der Gottesmutter noch einen Titel aufzudrücken. Insofern der Titel überhaupt gerechtfertigt wäre - wo ich meine klaren Bedenken habe.

@STR
Mit Urbild der Kirche ist wahrscheinlich gemeint, dass Maria so zu sagen der erste "Tabernakel" des Herrn war und auch die erste Monstranz. Sie besuchte Elisabeth, als sie bereits den Erlöser unter ihrem Herzen trug und so trug sie auch wie eine Monstranz (die wir nach der Kommunion alle sind) den Herrn in die Welt. Das zweite Vatikanische Konzil etwa hat diesen Begriff auf Maria verwendet und sie "Urbild der Kirche" genannt. Was jetzt daran richtig oder falsch ist, weiß ich nicht. Möglicherweise ist es ein klar katholische Fall von: sowohl als auch?
str - 13. Dez, 13:37

Monika,

so habe ich das auch vermutet mit der Verbreitung. Auch hier darf man halt nicht, die Tatsache, daß ein Papst - und sei es noch so ein heiliger (welcher eigentlich?) das Wort mal benutzt hat auf seine Einwandfreiheit schließen. Außer in Ausübung seines Lehramts ist ein Papst genauso zu behandeln wie Pfarrer Müller aus Neubleckenhambach - und selbst in Ausübung seines Lehramtes ist er meistens nicht unfehlbar.

Was das mit dem Urbild angeht, so halte ich es für angebracht Maria als Tabernakel zu bezeichnen (nicht jedoch als Monstranz, denn in den Bauch schauen konnten man ja nicht). Nur sind Tabernakel und Kirche zwei grundsätzlich unterschiedliche Dinge. Ich und Du und Elsa usw. und auch die Mutter Gottes und Pfarrer Müller aus NBH sind zusammengenommen die Kirche, die Versammlung der Gläubigen - ein Tabernakel ist (und das seit Mosis Zeiten) ein Behältnis für das Allerheiligste.
alipius (Gast) - 9. Dez, 14:58

Also...

... um das mal eben zu klären:

Ich wollte mich mit meinem Beitrag keinesfalls als Befürworter des Dogmas outen, sondern lediglich einen Weg aufzeigen, wie man es verstehen KÖNNTE, wenn man es denn unbedingt verstehen muß.

Um es mal egozentriert zu beginnen: Ich persönlich brauche dieses Dogma nicht unbedingt. Ob irgendwer außer mir es braucht, läßt sich schwer sagen. Ob die Kirche es braucht, ist äußerst fraglich.

sam (Gast) - 12. Dez, 12:06

eine protestantische Perspektive

Ich bin der Ansicht, dass auch die Lehrbildung der Kirchen heutzutage gut daran täte, nicht die Basis für mögl. Konsense dadurch einzuschränken, dass Aussagen dogmatisiert werden, die eigentlich kein Problem für die Gläubigen darstellen bzw. deren problematisches Potential durch eine Dogmatisierung erst deutlich gesteigert würde. Sowohl katholisch-innerkirlich als auch ökumenisch. Oder anders gesagt: nicht alles, was für wahr gehalten wird, muss gleich dogmatisiert werden. Das Dogma soll nur gewährleisten, dass die Kirche als Kirche funtkioniert. Theorieökonomie (weniger ist besser) und Viabilität (was ist der gangbarste Weg) sollten bei kirchlichen Lehrentscheidungen keine unwichtigen Faktoren sein. Und vielleicht geht die Protestanten nichts an, was die Katholiken entscheiden. Aber da wir alle Christen, Geschwister im Herrn und Glieder an seinem Leib sind, eben doch. Ich würde mich freuen, wenn auch die katholischen Leser und Kommentatoren unter diesem Gesichtspunkt eine positivere Haltung zur Ökumene mit uns Evangelischen fänden.

sam (Gast) - 12. Dez, 12:09

eine protestantische Perspektive

Dass für Katholiken die Ökumene mit den protestantischen (ja) Kirchen einen niedrigeren Stellenwert hat, möchte ich als Protestant (auch nicht nur dem Namen nach) bedauern. Es ist allerdings nicht so, dass hier Aussagen getroffen werden, bei denen es "um die Wahrheit an sich" geht, die dann von Protestanten abgelehnt würde. Die Situation ist deutlich komplexer. Wenn man sich die biblischen Belege für eine hervorgehobene Stellung Mariens vor anderen Geschöpfen - ganz zu schweigen von Co-Redemptorix - ansieht, wird es bereits dünn. Ähnliches gilt im Übrigen für trintiarische Aussagen. Anders als bei den Mariendogmen war allerdings das Wirken Gottes in Schöpfer (Vater), Erlöser (Sohn) und Vollender (Geist), bereit zu Beginn in der Alten Kirche nicht mehr umstritten.

Und hier zum eigentlichen Punkt. Nicht primär der Ökumene zuliebe, sondern wegen der inneren Kohärenz des Katholizismus (an der mir als Protestant tatsächlich etwas liegt. Schließlich sind wir alle Zeugen unseres Herrn und sollten uns nicht so viel streiten auf dem Wege):
Von den Bekenntnissen der ersten Jahrhunderte kann man lernen, dass sie eine Form von Ockhams Rasiermesser stark anwenden: Es wird nur das dogmatisiert, was unbedingt nötig ist, um die Einheit der Gläubigen und der Gemeinden zu gewährleisten. Alles, was darüber hinaus geht, wird zwar nicht verworfen, gehört aber nicht mehr zu den grundlegenden Glaubensaussagen. (Auffällig ist z.B., dass es keine ethischen Aussagen in den alten drei Symbolen gibt).
Weiterhin fällt auf, dass die altkirchlichen Bekenntnisse vor allem Punkte adressieren, die in den Gemeinden zu Streitigkeiten und Spaltungen geführt haben (vgl. die Passagen zur 2-Naturen-Lehre im Athanasianum).

Ich bin der Ansicht, dass auch die Lehrbildung der Kirchen heutzutage gut daran täte, nicht die Basis für mögl. Konsense dadurch einzuschränken, dass Aussagen dogmatisiert werden, die eigentlich kein Problem für die Gläubigen darstellen bzw. deren problematisches Potential durch eine Dogmatisierung erst deutlich gesteigert würde. Sowohl katholisch-innerkirlich als auch ökumenisch. Oder anders gesagt: nicht alles, was für wahr gehalten wird, muss gleich dogmatisiert werden. Das Dogma soll nur gewährleisten, dass die Kirche als Kirche funtkioniert. Theorieökonomie (weniger ist besser) und Viabilität (was ist der gangbarste Weg) sollten bei kirchlichen Lehrentscheidungen keine unwichtigen Faktoren sein. Und vielleicht geht die Protestanten nichts an, was die Katholiken entscheiden. Aber da wir alle Christen, Geschwister im Herrn und Glieder an seinem Leib sind, eben doch. Ich würde mich freuen, wenn auch die katholischen Leser und Kommentatoren unter diesem Gesichtspunkt eine positivere Haltung zur Ökumene mit uns Evangelischen fänden.

Elsa (Gast) - 12. Dez, 14:08

ad Sam:

Ein sehr guter Beitrag, habe ich mit Interesse gelesen! Vielen Dank fuer diese Sichtweise "von der anderen Seite her"! Vielleicht bald dazu etwas mehr, sobald ich wieder regulaer online bin.
susi (Gast) - 12. Dez, 19:55

dogmen

danke sam, für die sachlich fundierte erinnerung daran, dass das wichtigste am katholizismus nicht zillionen dogmen sind, oder sind sie es doch?
susi (Gast) - 12. Dez, 19:59

was jesus sicher nicht sagte:

"..ich bin gekommen, um dogmen auf die erde zu werfen!"
FingO (Gast) - 13. Dez, 19:25

HAHAHAHAMUAHAHAHA

SUSI, THAT WAS SO FREAKIN FUNNY, I NEARLY PEED IN MY PANTS!

Ok, Verzeihung, das war der Proll in mir, immer noch ein Fall für Don Gabriele Amort. Nun zu einer ernsten Antwort.

"zillionen Dogmen".

Also, "de fide" werden im Grundriß katholischer Dogmatik nur 245 Dogmen angesehen. Wenn wir hier schon von Zahlen sprechen. Doch auch hiersind viele Dogmen quasi einzelne Teilparagraphen eines großen ganzen, so über die Unbegreiflichkeit Gottes, wo es immerhin 6 Punkte dazu gibt. Letztlich merkt man auch, wenn man die Dogmen liest und das große Glaubensbekenntnis währenddessen im Kopf hat, daß die Dogmen sich größtenteils darin wiederfinden.
Zum Vergleich: Das Mosaische Gesetz kannte wie viele Gesetze? 613 Einzelgebote. Über die übrigens Jesus sagt, daß er nicht kam, um das Gesetz aufzuheben, sondern es zu erfüllen. "Denn wahrlich, ich sage euch: Bis der Himmel und die Erde vergehen, soll auch nicht ein Jota oder ein Strichlein von dem Gesetz vergehen, bis alles geschehen ist." - Spruch des Herrn.
Jesus scheint also selbst ein kleiner Dogmatiker zu sein. und wenn ich 245 mit 613 vergleiche.... hmmmm.... welche Zahl ist größer?
In Deinen Äußerungen finden sich zwei bekannte Mißverständnisse, in einer Form ausgedrückt, die selbst gerne witzig wäre. Erstens kam mit Jesus nicht der "Halts wie ein Dachdecker"-Glaube. Davon gibt die Heilige Schrift zu viele Zeugnisse. man lese die Briefe und die Worte von Christus selbst.
Zweitens ist der Begriff Dogma emotional kraß aufgeladen.... Was genau, denkst Du, ist ein Dogma? Was ist ein Beispiel für ein solches? Eines dieser Dogmen ist, daß Christus am wiederkommen wird, zu Richten die Lebenden und die Toten. Oder daß er auferstanden ist. Daß er in den Himmel gefahren ist etc.
Dogmen sind Glaubenssätze. In der Naturwissenschaft würde man wahrscheinlich von Fakten sprechen. Denn dem katholischen Glauben nach sind diese Dinge Fakten. Eigentlich Fakten, die gleichzeitig Axiome sind, denn auf diesen Dogmen, die eben wahr sind (man verzeihe einer glaubenden Seele diese Arroganz), bilden auch die Basis für unseren Glauben. Wenn man daran nicht mehr glaubt - sagen wir mal, daß Christus eben nicht für unsere Sünden am Kreuze starb -, dann fehlt einem eine wichtige Basis für den katholischen Glauben.
ElsaLaska - 13. Dez, 23:13

FingO

wow, wenn man sich vor Augen hält, dass hier grad ein PHYSIKER, also ein Brutalo-Naturwissenschaftler, die Dogmen verteidigt hat, cool! Ich bin begeistert. (Nicht ironisch, nicht sarkastisch).

Sehr schön zu sehen, wie das Blog quasi völlig ohne mich funktionieren kann. (Okay, den Absatz in Großbuchstaben hättest du dir verkneifen können *gg*)
thysus - 13. Dez, 23:54

Ich habe nur ganz kurz in diese interessante, etwas uferlos erscheinende Diskussion hineingeschaut, wage aber doch, auf einige Punkte hinzuweisen:
@STR:
Du schreibst irgendwo: "...das Lehramt, ja! Aber dieses ist nicht "der Hl. Vater, ex cathedra" - das Lehramt ist immer noch primär die Gesamtheit der Bischöfe, zusammengefaßt in einem Ökumenischen Konzil."
Du scheinst hier- wohl ungewollt - die Position des (verurteilten) Konziliarismus zu vertreten. Dazu der Katechismus:
891 „Dieser Unfehlbarkeit ... erfreut sich der Römische Bischof, das Haupt des Kollegiums der Bischöfe, kraft seines Amtes, wenn er als oberster Hirt und Lehrer ... eine Lehre über den Glauben oder die Sitten in einem endgültigen Akt verkündet. ... Die der Kirche verheißene Unfehlbarkeit wohnt auch der Körperschaft der Bischöfe inne, wenn sie das oberste Lehramt zusammen mit dem Nachfolger des Petrus ausübt", vor allem auf einem Ökumenischen Konzil (LG 25) ...Wenn die Kirche durch ihr oberstes Lehramt etwas „als von Gott geoffenbart" und als Lehre Christi „zu glauben vorlegt" (DV 10), müssen die Gläubigen „solchen Definitionen mit Glaubensgehorsam anhangen" (LG 25)
Und nochmals @STR:
Du schreibst a.a.O. "Ob Maria das "Urbild der Kirche " ist, daran melde ich auch mal Zweifel an."
Auch hier ein Hinweis auf den Katechismus:
967 ...(Maria) stellt das „Urbild der Kirche" [Ecclesiæ typus] (LG 63) dar.
@SUSI
was jesus sicher nicht sagte:
"..ich bin gekommen, um dogmen auf die erde zu werfen! (schon gar nicht zillionen!)" - klingt humorvoll und (dadurch?) sehr plausibel.
Aber vielleicht meinte er doch etwas in diesem Sinne mit seinem Feuer, dem Feuer der Liebe: Das Lehr- und Hirtenamt bekam Petrus nach der dreimaligen Frage Jesu "Liebst du mich?" und seiner bestätigenden Antworten auferlegt.
Die verbindlichen Lehren des Petrus und seiner Nachfolger sind somit Weitergabe der Liebe und der Sorge, dieses Feuers Jesu, an die ihnen anvertraute Herde. Natürlich ist Feuer nicht einfach nur Gemütlichkeit und Wärme, sondern kann auch verheeren und verletzen. Dennoch ist dieses Feuer für die Kirche absolut lebensnotwendig. Ich behaupte sogar ganz simplifizierend: sämtliche christlichen Gemeinschaften, Denominationen und Splittergruppen können sich nur dank der indirekten Wärme dieses konkreten göttlichen Feuers der Katholischen Kirche am Leben erhalten.
Noch zum Begriff des - wie FINGO zurecht sagt - krass aufgeladenen Begriffs des Dogmas:
Wir müssen uns die kirchlichen Dogmen nicht als irgendwie einengende Begrenzungen oder als verbindliche Gesetzestexte betrachten. Alle diese unsere Glaubensgrundlagen sind doch eigentlich grosse, erhellende Fenster, die Ausblicke in die Unendlichkeit und Schönheit ermöglichen!
Jedes dieser Fenster zeigt uns das jeweils Grössere an: "Gott ist!" "Gott ist der Allmächtige Schöpfer!" - das ist immer viel grösser, erhellender (und unfassbarer) als "Gott ist nicht" usw. Die hier ermöglichten Blicke in die Unendlichkeiten der Trinität, der Gottessohnschaft und der Fleischwerdung können Menschen weder erfinden noch begründen, sie sind aber befähigt, durch die Annahme dieser entsprechenden "krassen" Dogmen die Sicht auf solche Grössen zu öffnen, vielleicht nur selten wirklich verstehend, aber staunend und bewundernd!

str - 14. Dez, 00:44

Thysus,

"Du scheinst hier- wohl ungewollt - die Position des (verurteilten) Konziliarismus zu vertreten."

Nö. überhaupt gar nicht!

Konzilarismus heißt zu behaupten, ein Ökumenisches Konzil auf sich gestellt stehe über dem Papst. Das ist schon deshalb Unsinn, weil der Papst zum Konzul dazugehört und dessen Beschlüsse erst durch seine Zustimmung verbindlich macht. Der Konziliarismus ist eine Neuerung die aus der übertreibenden Übertragung einer Einzelsituation (1415 wußte man nicht so einfach, wer denn der Papst sei. Sie richtete sich vor allem gegen den damaligen Johannes XXIII., den dritten Papst, der zwar das Konzil einberufen hatte und die größte Anhängerschaft hatte, aber wenn man es genau betrachtet nicht rechtmäßiger Papst war.) Der Konziliarismus war eine schwere Hypothek, denn er lähmte den Reformwillen der Päpste für anderthalb Jahrhunderte (und es ist immer noch ein großer Verdienst der SJ, diese Furchtsamkeit ein Stück weit vertrieben zu haben.)

Was ich sagte, ist etwas völlig anderes: das Lehramt wird ordentlicherweise von allen kirchlich Lehrenden (Priester, Diakone) unter Leitung der Bischöfe ausgeübt, deren der Papst der erste ist. In seiner Gesamtheit wird dieses Lehramt nie irregehen, allerdings gilt eine solche "Garantie" nicht für jede einzelne Aussage und Äußerung, die hier getan werden.

Das außerordentliche Lehramt dagegen hat diese Unfehlbarkeit, soweit sie Glaubens- und Sittenlehre definiert. Es wird ausgeübt durch die Gesamtheit der Bischöfe im Ökumenischen Konzil (dessen Haupt der Papst ist) oder durch das Haupt des Episkopats selbst, den Bischof von Rom, den Papst.

Aber die Bischöfe sind aus eigenem Recht Nachfolger der Apostel als Hirten und auch als Lehrer ihrer Herde. Sie sind nicht Aushilfsstellvertreter des Papstes, der alles allein macht.

Was ich sagte ist völlig ung zur Gänze katholische Ekklesiologie, so gelehrt vom jüngsten der Ökumenischen Konzilien in Fortführung des vorletzten gelehrt.

Der Papst ist nicht einfach "das Lehramt", wenn er es auch allein ausüben kann. Allerdings sind von über 240 Dogmata bisher genau zwei ex cathedra definiert worden, davon zumindest eins auf Bitten der Bischöfe (1854). Der Papst ist keine Dogmenmaschine. Selbst wenn der in Frage stehende Satz nicht inhaltlich gefährlich wäre, so gäbe es überhaupt keine Veranlassung für eine Definition ex cathedra. Das könnte ruhig bis zum nächsten oder auch über-über-nächsten Konzil warten.

Deshalb nützt es (wie fast immer) gar nichts, eine Passage aus dem Katechismus zu zitieren (und andere wegzulassen) wenn Du gar nicht verstanden hast, was ich sagte. Im übrigen ist es nicht sehr guter Stil.

Und nochmals @STR:
Du schreibst a.a.O. "Ob Maria das "Urbild der Kirche " ist, daran melde ich auch mal Zweifel an."

"Auch hier ein Hinweis auf den Katechismus"

Ich bin so frei und halte die Rede vom Urbild der Kirche für nicht sehr gelungen, auch wenn ich Lumen Gentium als autorative Äußerung des außerordentlichen Lehramtes annehme. Damit mußt Du jetzt halt klarkommen.

Und um es noch mal zu betonen: "nicht so gelungen" im Unterschied zu "gefährlich und quasi-häretisch" (Miterlöserin), "absurd und grenzwertig" (Braut Christi) und "wahr und absolut einwandfrei" (Mutter Gottes).

Was Du zu Susi sagst, geht auch an ihrem Punkt vorbei. Klar sind Dogmata nötig aber sie sind nicht Selbstzweck und nicht mal so aus Spaß an der Freude (und in diesem Fall hier: ohne Rücksicht auf Verluste) zu vermehren.

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