Zeugt das jetzt von einer franziskanischen Prägung, wenn ich bei diesem Video nicht empört bin?
(Allerdings von der Voraussetzung ausgehend, dass der Priester nicht ein übrig gebliebenes Allerheiligstes verfüttert hat - wobei in dem Fall natürlich positiv zu werten wäre, dass der Hund Mundkommunion empfing.)
Ehrlich gesagt habe ich schon Schlimmeres in Kirchen gesehen - die Beteiligten waren allesamt menschlich.
Mal abgesehen davon, dass es Kirchenlehre ist, dass der Sohn Gottes und alle Heiligen daran glauben, dass wir selbst es im Credo bekennen (genauer: die Auferstehung des Fleisches), dass philosophisch so etwas angenommen werden kann, dass nichts im Universum verloren geht, dass viele Nahtodberichte von einer Existenz nach dem biologischen Tod sprechen - was spricht eigentlich dafür, dass das real ist und nicht, wie von einigen Forschern vermutet, es sich bei Nahtoderfahrungen um elektrisches Feuer den Geist aufgebender Nervenzellen oder letzte Zuckungen eines Hirns handelt, das einfach nur überleben will? Eine Suggestion ist, um letztlich die existentielle Angst, unter der wir alle mal mehr, mal weniger leiden, zu überwinden?
Und btw, das heutige Tagesevangelium, von Sonntag, oder? Da stand der Name des S-Bahn-Mordopfers Dominik Brunner - ich bin sicher, das ewige Licht leuchtet ihm - doch quasi direkt darüber - habt ihr das auch so empfunden?
Aus dem heiligen Evangelium nach Markus:
Sie gingen von dort weg und zogen durch Galiläa. Er wollte aber nicht, dass jemand davon erfuhr; denn er wollte seine Jünger über etwas belehren. Er sagte zu ihnen: Der Menschensohn wird den Menschen ausgeliefert, und sie werden ihn töten; doch drei Tage nach seinem Tod wird er auferstehen.
Aber sie verstanden den Sinn seiner Worte nicht, scheuten sich jedoch, ihn zu fragen. Sie kamen nach Kafarnaum. Als er dann im Haus war, fragte er sie: Worüber habt ihr unterwegs gesprochen?
Sie schwiegen, denn sie hatten unterwegs miteinander darüber gesprochen, wer (von ihnen) der Größte sei.
Da setzte er sich, rief die Zwölf und sagte zu ihnen: Wer der Erste sein will, soll der Letzte von allen und der Diener aller sein.
Und er stellte ein Kind in ihre Mitte, nahm es in seine Arme und sagte zu ihnen:
Wer ein solches Kind um meinetwillen aufnimmt, der nimmt mich auf; wer aber mich aufnimmt, der nimmt nicht nur mich auf, sondern den, der mich gesandt hat.
Gab es eigentlich zum Kennedy-Attentat ein ähnliches Trauerlied wie z. B. Candle in the wind für Lady Di oder Amazing Grace, das oft zu den Bildern von 9/11 eingespielt wurde?
In diesem Artikel über die Einführung der Alten Messe in Neumarkt, St. Johannes - relativ freundlich und neutral im Ton gehalten - erfreulicherweise, wird erwähnt, der Schlusssegen werde ebenfalls in Richtung Hochaltar erteilt.
Daran kann ich mich überhaupt nicht erinnern - das will nichts heißen, ich war erst viermal in der Alten Messe, aber der Schlusssegen zum Hochaltar? Wozu?
>>Mit dem Segen, natürlich in Latein und zum Hochaltar gewandt, werden die Gläubigen entlassen.<<
Also ich bin mir fast sicher, dass der Schlusssegen und das Ite missa est zu den Gläubigen hin gesprochen wird. (?)
Hallo Elsa,
wir haben gestern nach der Abendmesse zusammen gestanden und über die Tridentinische Messe gesprochen. Unsere Kirche ist nicht wirklich nach Osten hin gebaut - warum auch immer - eher nach Süden, weisst du ob man dann "diese" Messe überhaupt darin feiern "darf" /"kann"?
Aus dem Bauch raus sage ich: Man darf. Inwiefern das jetzt ein spezifisch liturgisches Problem wird mit der fehlenden Ostung - die Frage gebe ich gerne an die Fachleute hier weiter mit der Bitte um konstruktive Antworten.