Elsas Nacht(b)revier



Francois Gérard: St. Térèse d'Avila

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Elsa fragt-Leser antworten

Freitag, 5. April 2013

Mit Terroristen verhandeln

Fragezeichen. Ich weiß nicht, ob das gut geht, glaube ehrlich gesagt auch nicht wirklich daran. Aber Menschen guten Willens müssen eben alle Optionen ausschöpfen. So ist das nun mal.
Hier ein Auszug aus einem Artikel der Tagespost: "Nigeria prüft Amnestie für Boko Haram":

>>Religionsvertreter wie der einflussreiche Sultan von Sokoto, Sa'ad Abubakar III., der katholische Erzbischof der nigerianischen Hauptstadt Abuja, Kardinal John Onaiyekan, und der katholische Bischof von Sokoto, Matthew Hassan Kukah, hatten sich für eine Amnestie unter Bedingungen ausgesprochen. Kardinal Onaiyekan betonte, alle Möglichkeiten für eine Lösung müssten ausgeschöpft werden. Dazu gehöre auch ein Amnestie-Angebot, da der Einsatz von Waffen und Spezialeinheiten offenbar nicht ausreiche. Die Fremdbezeichnung „Boko Haram“ bedeutet so viel wie „Westliche Bildung ist Sünde“. Die Terror-Gruppe will in Nigeria einen islamischen Gottesstaat errichten. Auf ihr Konto gehen zahllose Anschläge, unter anderem auf christliche Kirchen, aber auch auf Moscheen und viele staatliche Einrichtungen.<<

Ganzen Artikel hier lesen.

Montag, 4. März 2013

Hm ...

Wieso haben wir eigentlich dieses lustige Eisbecher-Schirmchen als Sedisvakanz-coat-of-arms?
Mir wäre persönlich irgendwie nach was Martialischerem gewesen ....
*abermichfragtjaniejemand*

[Update: Der Niedlichkeitsfaktor soll wohl irgendwie auch das unbehauste Gemüt beruhigen.
Gesehen bei Braut des Lammes:

sedevacante

Und jetzt habe ich Lust auf ein Vanilleeis mit heißen Himbeeren.

Montag, 18. Februar 2013

Armee auf verlorenem Posten [Fragezeichen]

Der Einschub in eckigen Klammern dieses Titels stammt von mir.

In seinem Kommentar "Armee auf verlorenem Posten" für das Komma-Magazin Nr. 100/2012 schreibt Leo von der Brüggen - ich zitiere aus dem Einstieg:

>>Eine Armee hat die Aufgabe gegen den Feind zu kämpfen. Schickt man die Armee in ein anderes Land, hat sie dort genau diese Aufgabe zu erfüllen. Hat man in diesem Land andere politische Absichten als zu kämpfen, sollte man das Technische Hilfswerk schicken oder eine Abteilung Oberstudienräte.
Kämpfen ist immer zielgerichtet. Das Ziel ist immer der Sieg. Hat man dieses Ziel nicht, sollte man seine Armee nicht kämpfen lassen. Soldaten in einen Kampf zu schicken, in dem sie nicht siegen sollen, in dem sie nur zur Schau kämpfen und sterben sollen, ist eine Verspottung des menschlichen Lebens. Das menschliche Leben ist zu kostbar, um es aus Schaugründen zu opfern. Der Sieg einer Armee ist immer ein Siege über den Feind. Dieser Feind muss klar benannt sein. Der Soldat hat ein Recht darauf zu wissen, durch wessen Hand er sterben soll.
Unsere Staats- und Parteiführer verweigern der deutschen Armee in Afghanistan jede Klarheit über diese grundlegenden Fragen. Was ist die Aufgabe der deutschen Soldaten in Afghanistan? Sollen sie kämpfen oder nicht? Sollen sie siegen? Dürfen sie siegen? Oder sollen sie herumballern und gelegentlich sterben? Und wenn sie sterben, warum sind sie dann gestorben? Für welche Sache? Für Deutschland mit Sicherheit nicht. Deutschland soll ja abgeschafft werden. Für unser christliches Abendland auch nicht, das wird genauso abgeschafft. Für die Freiheit des menschlichen Denkens vielleicht?
Wer will für die Freiheit des menschlichen Denkens sterben? Wer will dafür seinen Kindern den Vater nehmen, außer vielleicht eine Handvoll akademischer Idealisten? Und wieso sollen deutsche Soldaten für die Freiheit afghanischen Denkens sterben, in einem Land, wo in den letzten 1.000 Jahren noch nie frei gedacht wurde? Sollten die Afghanen nicht lieber selbst für ihr freies Denken sterben? Und schafft man das freie Denken nicht auch in Deutschland gerade ab?<<

[Zu schlicht gedacht angesichts der komplexen Lage in Afghanistan? Zu überspitzt formuliert? Oder ist was dran? Bin unentschieden. ]

Freitag, 18. Januar 2013

Aus dem Basler Katechismus von 1947

>>120. Wer gehört zur katholischen Kirche?

Zur katholischen Kirche gehört jeder Getaufte, der sich nicht freiwillig von ihr getrennt hat.

Es gibt nur eine Taufe. Die gültige Taufe ist der Eintritt in die Kirche. Wer aus eigener Schuld wissentlich an einer Irrlehre festhält, trennt sich von der Kirche. Abtrünnige und Ungetaufte gehören nicht zu ihr.
Wer ohne eigene Schuld in einer Irrlehre lebt, jedoch zur Gnade Gottes gelangt ist, gehört nicht zum „Leib“, wohl aber zur „Seele“ der Kirche.

121. Was heißt: Die katholische Kirche ist alleinseligmachend?

Die katholische Kirche ist alleinseligmachend heißt: Sie allein ist von Christus gestiftet, und sie allein hat alle Mittel, um heilig zu machen.

Christus hat nur eine Kirche gestiftet. Dieser und keiner andern hat er alle Mittel für die Gnaden und die Heiligung gegeben. Gnadenmittel, welche sich bei andern Religionsgemeinschaften vorfinden, sind hinübergenommen aus der katholischen Kirche, von der sie sich getrennt haben.

122. Ist es gleichgültig, welcher Kirche man angehört?

Es ist notwendig und Gottes Wille, dass man der katholischen Kirche angehört.

Christus sagt: „Wer die Kirche nicht hört, gelte dir wie ein Heide und öffentlicher Sünder“ (Mt 18,17). Wer erkennt und überzeugt ist, dass die katholische Kirche die wahre Kirche ist und trotzdem nicht in sie eintritt, kann nicht selig werden.

123. Können Andersgläubige auch selig werden?

Andersgläubige können auch selig werden, wenn sie in der heiligmachenden Gnade sterben.

Um in der heiligmachenden Gnade zu sterben ist es nötig, dass man den Willen Gottes erfüllt, wenn man ihn kennt.
Solche Menschen werden nicht durch ihre Irrlehre selig, sondern durch die Gnade Christi. Doch fehlen ihnen viele Gnadenmittel.
Auch Katholiken können nur selig werden, wenn sie im Stand der Gnade als gehorsame Kinder der Kirche sterben.

Mahnung: „Nichts Ehrenvolleres, nichts Erhabeneres, nichts Ruhmreicheres kann je erdacht werden, als anzugehören der heiligen katholischen römischen Kirche“ (Papst Pius XII.). Schön und wahr sagt der heilige Cyprian (gest. 258): „Der kann Gott nicht zum Vater haben, der die Kirche nicht zur Mutter hat.“<<

Das war "vorkonziliar". Aber hat das Zweite Vaticanum denn etwas anderes gesagt? Ich denke nicht.

Sonntag, 13. Januar 2013

Hinweise willkommen!

Gibt es so eine Initiative bzw. (typisch amerikanische :-) ) praktische "To-Do-Vorschlags-Liste" zum Jahr des Glaubens auch von einer/Eurer deutschsprachigen Pfarrgemeinde?

Dann bitte hier Link druntersetzen.

[Am meisten berührt hat mich der Vorschlag, die Beerdigung eines mir fremden Menschen zu besuchen. "Die Toten begraben", das zählt zu den Werken der Barmherzigkeit. Man muss es ja nicht mit eigenen Händen tun, bewahre. Und wer geht auch schon gerne auf Beerdigungen? Dieser Impuls ist ungewöhnlich, aber typisch katholisch.

Hier zu einem älteren Blogeintrag zum Thema Why catholic? Weil wir unsere Toten nicht allein lassen.]

Montag, 19. November 2012

Bei der heutigen Tageslesung

fiel mir doch eine Formulierung auf, nein - stach mir ins Auge - , die großes Rätselraten und ziemlich viel blödes Kopfkino bei mir veranstaltet hat.
Kann es sein, dass uns die Alten in puncto kosmetischer Chirurgie noch einiges vormachen können?

>>Zu dieser Zeit traten Verräter am Gesetz in Israel auf, die viele (zum Abfall) überredeten. Sie sagten: Wir wollen einen Bund mit den fremden Völkern schließen, die rings um uns herum leben; denn seit wir uns von ihnen abgesondert haben, geht es uns schlecht. Dieser Vorschlag gefiel ihnen, und einige aus dem Volk fanden sich bereit, zum König zu gehen. Der König gab ihnen die Erlaubnis, nach den Gesetzen der fremden Völker zu leben.
Sie errichteten in Jerusalem eine Sportschule, wie es bei den fremden Völkern Brauch ist, und ließen bei sich die Beschneidung rückgängig machen.<<

1 Makkabäer 1

[Die Leser sehen mich hier ratlos.]

Dienstag, 21. August 2012

Was ist hier eigentlich los?

Wenn ein durchgedrehter "Bischof" einer katholischen Splittergruppierung überlegt, ob es nun Gaskammern gab oder eher nicht, wenn man sagt (ICH Sage es NICHT) es seien ja nur zwei Millionen anstatt sechs Millionen ermordete Juden gewesen, dann ist das strafrechtlich relevant (ich habe dieses Gesetz auch nicht zu beanstanden, das will ich ausdrücklich sagen) und es geht ein ausgesprochener shitstorm los.

Wenn ein Rabbi und Mohel seiner Tätigkeit nachgeht, dann kriegt er jetzt seit neuestem eine Strafanzeige bei der Staatsanwaltschaft auf den Hals, ohne dass was passiert, weil "Beschneidung aus religiösen Motiven als strafbare Körperverletzung gilt."

So. Aus hygienischen Gründen, wie von der WHO empfohlen, aber nicht. Nur aus dezidiert religiösen also. Und wie passt das zusammen, dass die Entfernung einer männlichen Vorhaut - die Leute tun immer so, als wüssten sie nicht, was das sei, obwohl wir doch angeblich schon im Kindergarten Sexualkundeunterricht haben - strafbar sein soll (nein, eine männliche Vorhaut entspricht nicht einem Organ der Frau im selben Körperbereich, wer das nicht weiß, sollte erst gar nicht versuchen mitzureden, insbesondere als MANN) die Entfernung und Tötung eines Kindes aus dem Mutterbauch aber nicht? Nehmen wir an, es gäbe eine Religion, die Abtreibung vorschreibt - wäre sie dann auch strafbar? Oder eher nicht?

Vielleicht läge ja die Lösung für die jüdische Beschneidung darin, dass die Eltern feierlich formulieren, diese geschähe rein aus Gewissensgründen, um ihr Kind etwa künftig vor AIDS zu bewahren - wie die WHO ja vor fünf Jahren auch riet? Und dann?

Ich steige hier nicht mehr durch. Deshalb die Rubrik: Elsa fragt-Leser antworten.
Bitteschön.

Montag, 14. Mai 2012

Eine Frage zur Satisfaktionslehre

und deren Verbreitung.

In diesem Interview von Radio Vatikan mit der Historikerin und Journalistin Barbara Beuys über die heilige Hildegard von Bingen bin ich an folgender Stelle hängengeblieben:

>>Und an der Theologie, die sie in diesen Büchern niedergelegt hat, was zu ihrer Zeit absolut ungewöhnlich war, kann man sehen, dass sie zur Avantgarde der Theologie gehörte. Und das lässt sich aufzeigen an der so genannten Erlösungstheologie bzw. der Interpretation der Theologen vom Kreuzestod Christi. Diese Interpretation war bis ins 11. Jahrhundert, ohne dass man dagegen vorgegangen ist, folgende: Christus war Sühneopfer, weil Gott beleidigt war, dass Adam und Eva im Paradies gesündigt haben. Die neue Theologie, die auch vor allem durch den berühmten Abelard in Paris entwickelt worden ist, sagt: Nein, Gott hat seinen Sohn auf die Erde geschickt, damit er aus Liebe für die Menschen stirbt, um sie aus Liebe zu erlösen, und genau diese Theologie hat Hildegard von Bingen aufgenommen in ihren Büchern. Insofern ist sie eine ganz moderne Theologin.<<

Eigentlich ist doch die Satisfaktionslehre gerade ein Produkt des 11. Jahrhunderts, sie wurde doch insbesondere von Anselm von Canterbury vorangebracht?
Wer kann mir dazu weiterhelfen? Dankeschön!

Freitag, 23. Dezember 2011

Kleines vorweihnachtliches Ratespiel - Die Auflösung.

[Update: Herzlichen Dank fürs Mitraten! Ein Treffer war leider nicht dabei.
Das Zitat entstammt der Schrift "Entweltlichung der Kirche ist Anpassung an die Welt.
Zur Rede Papst Benedikts im Freiburger Konzerthaus am 25. 9. 2011.Von Tiemo Rainer Peters".
Pater Dr. Tiemo Peters ist Dominikaner und emeritierter Akademischer Rat der Katholischen Fakultät der Universität Münster. Die gesamte Schrift findet sich für Interessierte auf der Webseite der Dominikaner in Hamburg als pdf online.]

>>Die Hoffnung Benedikts, die Welt durch eine „Entweltlichung“ der Kirche verwandeln zu können, wird sich also kaum erfüllen. Der Papst kann nicht einmal hoffen, so den Glauben der Christen dauerhaft zu stärken. Denn sein Christentum begegnet der Welt nicht auf überzeugende Weise, nimmt sie nicht leidenschaftlich ernst, scheint nicht einmal „die Kirche in der Welt von heute“, wie sie das II. Vatikanische Konzil in seiner Pastoralkonstitution beschrieben hat, zweifelsfrei zu bejahen.<<

Aus welchem Medium könnte das stammen? Welcher weltanschaulichen Richtung? Überregional, regional? Name der Zeitung, des Internetauftritts etc... ?

Bitte nicht googeln. Danke. Ich bin gespannt auf Eure Antworten. Die Quelle trage ich selbstverständlich auch direkt hier nach.

Samstag, 19. November 2011

So.

>>Der Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK), Alois Glück, wies am Samstag (19.11.2011) die Kritik der [DBK] zurück. „Es ist unsere Aufgabe, solchen Anliegen eine Stimme zu geben“, sagte Glück bei der Vollversammlung des Laiengremiums am Samstag in Bonn. Die Deutsche Bischofskonferenz gehe mit ihrer Kritik hinter längst erreichte eigene Positionen zurück. Denn bereits vor 30 Jahren hätten die deutschen Bischöfe selbst eine theologische Prüfung des Frauendiakonats angeregt. „Deshalb sollten wir argumentativ an dieser Thematik weiterarbeiten“, so Glück.<<
via domradio.de

Dann machen wir das mal - ich habe ja theologisch kompetente Leserinnen und Leser.
Was spricht dafür, was dagegen?

cantare

Ich bin einfach hingerissen,
da ist so viel in diesem Monolog, von dem man oberflächlich...
ElsaLaska - 20. Aug, 19:55
Houellebecq ist ein sehr...
Wobei man jetzt keine Kristallkugel brauchte. Mir imponiert,...
Elsa (Gast) - 12. Aug, 17:50
Hui, das war aber ein...
Hui, das war aber ein wilder Ritt durchs Stadtbild...
NeonWilderness - 11. Aug, 23:45
Privet, fbtde!
Schön, von dir zu hören. Offenbar lebst du also auch...
ElsaLaska - 2. Aug, 10:27
Oha
Du lebst auch noch. Gut zu wissen!
fbtde - 2. Aug, 08:31

attenzione

la bocca

 

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