Elsas Nacht(b)revier



Francois Gérard: St. Térèse d'Avila

elsalaska[at]tiscali[punkt]it

ufficio

Du bist nicht angemeldet.

Mitlesende Soldaten, Veteranen, Reservisten

oder auch Militärseelsorger wie Psychologen sind gerade um ihre Meinung gefragt:

Heute wurden die Ergebnisse einer Studie veröffentlicht, die sich dem Thema Belastungsstörungen bei Soldaten im Auslandseinsatz widmete.

Das Ergebnis:
>>Jeder fünfte deutsche Soldat geht mit einer psychischen Störung in den Auslandseinsatz. [...] Demnach handelt es sich um "manifeste, aber zumeist nicht erkannte" Störungen. [...]
Wittchen [Leiter des Instituts für Klinische Psychologie und Psychotherapie an der TU Dresden] zufolge erhöhen solche Vorbelastungen bei Soldaten das Risiko einer Erkrankung nach dem Einsatz erheblich: Unerkannt vorbelastete Soldaten hätten ein vier- bis sechsfach höheres Risiko, mit einer neuen psychischen Erkrankung aus dem Einsatz zurückzukehren. In der Studie werden daher verbesserte Diagnoseverfahren gefordert, "um bereits vor dem Einsatz bestehende psychische Störungen zu erkennen". Man brauche "verbesserte klinisch-diagnostische Screenings".[...] Das Verteidigungsministerium verwies darauf, dass es bereits ein Pilotprojekt gebe, in dem psychologische Screeningverfahren erarbeitet würden, um bereits bestehende Belastungsstörungen vor der Teilnahme an Einsätzen zu erkennen.<< Aus einem Artikel der Süddeutschen hier.

Dass Soldaten aus einem Auslandseinsatz traumatisiert oder zumindest belastet zurückkehren, ist schon beklagenswert genug. Wie aber kommt es dazu, dass bereits VOR dem Auslandseinsatz eine unerkannte psychische Belastung besteht?
Wo sitzen die tiefen Wurzeln, die eigentlichen Ursachen? Denn ein Screening kann ja nur konstatieren, aber nicht erklären, woher die Vorbelastung eigentlich rührt? Oder legt so ein Verfahren auch Ursachen frei?
Was denkt ihr generell darüber? Ist die Studie positiv zu begrüßen? Kann sie Abhilfe schaffen und Aufmerksamkeit für ein latentes Problem fördern? Woher rührt das Problem?
Welchen Stellenwert hat in der Prävention dabei Militärseelsorge? Kann sie wenigstens unterstützen? Oder sollte man das Feld lieber den Psychologen überlassen?
Wo sind Chancen und wo sind Grenzen der Seelsorge?
Wie sieht es vergleichsweise in anderen Ländern aus?
Ist das ein Problem fehlender Resilienz? Steckt möglicherweise etwas sehr Tiefergehendes dahinter? Ein Verlust von Idealen? Von Glaube? Ich komme auf diese Gedanken, weil ich mir gut vorstellen kann (das will aber noch nichts heißen), dass zum Beispiel Dschihadisten (die ich keinesfalls als Vorbilder für Kämpfer in der Armee eines demokratisch konstituierten Landes bezeichnen will) vermutlich eher nicht unter Folgeschäden ihres Kampfeinsatzes zu leiden haben? Ein Fehlgedanke? Wie sieht das Thema unter Israels Soldaten, die ja ebenfalls sehr stark motiviert sind (aus auf der Hand liegenden Gründen), eigentlich aus? Weiß jemand etwas darüber? Über den Umgang dort?

Ist es möglich, dass man, je weniger routiniert und jobmäßig man in einen Einsatz geht, sondern vielmehr mit Ideal und Glaube an eine gute Sache, vielleicht resistenter ist? Ist vielmehr vielleicht das Umgekehrte der Fall? Routine und professionelles Denken schützt? Oder ist beides ein Fehlgedanke und es kann einfach jeden treffen, so wie jeder Zivilist eben auch durch das Erleben eines schrecklichen Unfalls sich eine PTBS zuziehen kann?

Eure Einschätzungen und Meinungen sind gefragt.
Betroffene sollen sich durch meine offen gestellten Fragen bitte in keinster Weise persönlich angegangen fühlen. Ich weiß, was PTBS bedeutet und wie es sich manifestiert - es handelt sich hier um rein abstrakte und theoretische Fragen - und nicht um persönliche Unterstellungen, den Betroffenen mangele es eventuell an Idealen!
Ich bin nur eine Zivilistin, die versucht, sich einen Einblick zu verschaffen. Für jeden konstruktiven Gedanken und jeden Kommentar dankbar.
Taras Sirko - 26. Nov, 22:21

Ein sehr komplexes Thema

Mit einem einzigen Kommentar kann man hierzu gewiss nicht die ganze Bandbreite der Thematik abdecken. Denn der Gründe gibt es viele. Jeder Mensch reagiert in Krisensituationen anders. Wie er reagiert, weiß man vorher selbst nicht. Allerdings sind viele Psychologen der Meinung, jeder dritte Mensch hätte ein psychisches Problem, also scheint die Bundeswehr mit jedem fünften noch gut wegzukommen.

Gründe sind die mangelnde psychologische Vorbereitung der Soldaten, politische Beschönigungen der Einsätze, teilweise auch falsche Kriterien in der Personalauswahl, aber auch vermittelte oder an sich selbst gestellte Ideale der Soldaten, die dann im Einsatz keine praktische Erfüllung finden können. Ein Soldat in Afghanistan kann den Umgang der Einheimischen mit ihren Frauen nicht ändern, aber daran zerbrechen, weil er erkennt, wie wenig er entgegen seiner Vorstellungen und Ziele bewirken kann. Es verkraftet auch nicht jeder, seine Kameraden getötet oder verletzt zu sehen, andere hingegen können damit einigermaßen umgehen. Auch das weiß niemand vorher, und wenn man es erlebt hat, kann es zu spät sein.

Selbst beim Militär ist das traditionell-konservative Soldatentum eher verpönt, zumindest in Deutschland. Man verlangt von den Soldaten, gleichzeitig ziviler Staatsbürger und uniformierter Kämpfer zu sein, der für die Einen zu militärisch und für die Anderen zu zivil ist. Andere große Armeen haben das Konzept der Inneren Führung nicht übernommen und sehen den Soldatenberuf weiter als Beruf der besonderen Art an, was sich im alltäglichen Umgang auf dem Kasernenhof widerspiegelt.

Das sind jetzt erst einmal EIN PAAR Stichworte von vielen, mit denen ich die Diskussion in Gang bringen möchte, ohne mit dem Thema abgeschlossen zu haben.

ElsaLaska - 26. Nov, 22:36

Wie ist das?

>>Es verkraftet auch nicht jeder, seine Kameraden getötet oder verletzt zu sehen, andere hingegen können damit einigermaßen umgehen<<

Wie fühlt sich das an? Die wenigsten Zivilsten haben noch eine Auffassung von Kameradschaft! Wie fühlt sich das an? Was macht das (gemeint ist die Kameradschaft) aus?
Mein Großonkel ist ein WK II-Veteran. WK II meint hier nicht, er war mal eben kurz bei Dünkirchen. Nein, er war bei der OP Merkur dabei auf Kreta und hat wider alle Wahrscheinlichkeit überlebt, er war noch dazu in Afrika unter Rommel.
Ich habe ihn befragt - denn sicher hat sich niemand so um ihn gesorgt. Sicher hat ihn niemand gescreent.
Taras Sirko - 26. Nov, 22:46

Das macht

sehr viel aus. Je enger man mit einem Kameraden war, desto schrecklicher ist auch der Verlust. Aber auch die Länge eines Krieges - wie eben der WK II - spielt eine Rolle, weil durch den fortgesetzten Umgang mit Tod und Sterben tritt ein Prozess ein, den man wohl mit 'Abstumpfung' umschreiben kann. Man begrenzt sich in seiner Sorge eben nur noch auf die engsten Kameraden und entwickelt einen inneren Abwehrschild.

Der Unterschied: Die Einen überwinden einen Verlust niemals oder erst sehr spät, die Anderen verarbeiten den Schmerz schneller. Auch die Frage, ob die Nation im Krieg steht und das eigene Leiden durch das gesamte Umfeld geteilt wird, die eigenen Erfahrungen sehr viele Leute ebenso betreffen, oder ob man fernab der Heimat einen einsamen Krieg kämpft, spielt eine Rolle. Das Unverständnis gegenüber den Rückehrern ist oft groß und viele haben keinen Gesprächspartner mit ähnlichen Erlebnissen.
ElsaLaska - 27. Nov, 11:18

>>Auch die Frage, ob die Nation im Krieg steht und das eigene Leiden durch das gesamte Umfeld geteilt wird, die eigenen Erfahrungen sehr viele Leute ebenso betreffen, oder ob man fernab der Heimat einen einsamen Krieg kämpft, spielt eine Rolle.<<

Ich glaube, das ist auch ein wichtiger Punkt. Ich kann mir das gut vorstellen - wenn einen die Nachrichten von zu Hause erreichen, und immer dreht sich darin alles um den Krieg, den man führt, gewissermaßen zu Hause eine Heimatfront ist, die sich sorgt, die sich kümmert, die Leute sammeln, schicken Feldpost usw... Das ist schon ein Unterschied, als wenn es keinen interessiert, wo man dient bzw. man teils auch noch verachtet dafür wird.
Taras Sirko - 27. Nov, 12:47

Das ist richtig, liebe Elsa, denn rückblickend betrachtet nahm die Geschichte der PTBS-Erkrankungen ihren Anfang in etwa mit dem Vietnamkrieg. Hier kamen die Soldaten, die größtenteils Wehrpflichtige waren, nach ihren sechs Monaten 'Ochsentour' in eine teils extrem feindselige Atmosphäre zurück. Sie wurden angepöbelt, verunglimpft und angefeindet. Das durch die Kriegserlebnisse bereits entwickelte Trauma erweiterte sich um ein durch Respektsverweigerung entstehendes Posttrauma. Man wollte von diesen Menschen nichts sehen und nichts hören, weil sie ja die 'Bösen' waren. 'Onkel Ho' (Chi Minh) wurde zum lieben Freund und Freiheitskämpfer, der einst als nett empfundene Nachbar zum Feind und Unterdrücker.

Wenn man etwas in Deutschland von den Veteranen hört und liest, ist es oft der öffentlich artikulierte Wunsch nach Respekt und Anerkennung. Weil es eben genau daran mangelt. So hat der Kriegsheimkehrer nicht nur seine teilweise krassen Erlebnisse zu verarbeiten, sondern muss sich wegen der generellen Ablehnung von Militäreinsätzen, ganz gleich ob sie richtig oder falsch sind, durch viele Menschen auch noch für sein Engagement rechtfertigen. Das verstärkt oft das Trauma und erschwert die Verarbeitung. Einen guten Kameraden zu verlieren und dies mit 'Selber schuld' kommentiert zu bekommen, ist nicht nur nicht hilfreich, sondern erneut stressauslösend. Der Teufelskreis wird um den seelisch Verwundeten noch enger gezogen.
ElsaLaska - 27. Nov, 13:53

@Taras

Die vielzitierte "asymmetrische Kriegsführung", wie sie ja auch in Vietnam eine Rolle spielte und der Soldaten in Auslandseinsätzen ja ausschließlich begegnen, ist nach deiner Einschätzung also nicht alleine ursächlich für das Phänomen?
Taras Sirko - 27. Nov, 14:31

@Elsa

Nicht allein, aber sie spielt schon eine große Rolle. Man weiß nicht, wer Freund und wer Feind ist. Diese Ungewissheit ist schon von einiger Bedeutung. In der asymmetrischen Kriegführung bekämpft man zwar einen Gegner, aber der ist nicht klar erkennbar. Stattdessen bemüht man sich um ein gutes Einvernehmen mit der Zivilbevölkerung, die in herkömmlichen Kriegen schlicht die gegnerische Zivilbevölkerung ist, mit der man mehr oder minder human umgeht, ohne aber mit ihr zu fraternisieren. Um so übler wirkt es sich aus, wenn man plötzlich nicht mehr der Freund und Befreier ist, sondern als Feind und Unterdrücker wahrgenommen wird. Dies ist ein Aspekt, der in AFG sehr mitentscheidend ist, in Mali hingegen keine Bedeutung hat.

Ausgelöst wird ein Trauma aber allerdings in der Regel durch ein Einzelereignis - eines, das sich so tief in die Erinnerung des Betroffenen einbrennt, dass es immer wieder neu ausgelöst wird, obwohl die auslösende Situation längst vorbei ist und in der ursprünglichen Form vermutlich auch nicht wiederkehrt. Also ist das Posttrauma immer das nachwirkende Produkt eines Traumas. Es ist eine Situation, die sich im Kopf immer wieder abspielt.
GertieSasso - 27. Nov, 16:27

Anmerkung, mehr mitfühlend als qualifiziert

>>Auch die Frage, ob die Nation im Krieg steht und das eigene Leiden durch das gesamte Umfeld geteilt wird, die eigenen Erfahrungen sehr viele Leute ebenso betreffen, oder ob man fernab der Heimat einen einsamen Krieg kämpft, spielt eine Rolle.<<

Hindenburg soll mal gesagt: "Man kann es an der Front merken, wenn in der Heimat die Gebete nachlassen." Zitat gefunden im Tagebuch meines lieben Großonkels selig, der das im WK II vielleicht auch so erfahren hat.

Das hat - aus meiner unqualifizierten Sicht - viel mit Mitgefühl und Verständnis zu tun. Was man als Zivilbevölkerung dem Militär im Allgemeinen und jedem Soldaten im Einzelnen entgegenbringt. Wenn ein Klima vorherrscht, in dem Menschen, die für andere auch das eigene Leben auf's Spiel zu setzen bereit sind, in einen negativen Generalverdacht gestellt werden und unter Rechtfertigungsdruck geraten, kann sich das vielleicht so ein ganz kleines bisschen negativ auf die Psyche auswirken.
ElsaLaska - 27. Nov, 18:57

@Gertie

Grazie für diesen Beitrag. Ein bemerkenswertes Zitat!

Ich werde über das Thema schreiben in Kürze schreiben. Leider fehlen mir noch ein paar Sätze von Betroffenen, vielleicht kommen die noch, ich habe Mailanfragen gestellt.
Mir ist das Thema sehr wichtig - ich schreibe gerne darüber, aber ich will natürlich nicht an Betroffenen vorbei schreiben.
Mal schauen, was noch so reinkommt.

@Taras Sirko

Kennst Du die Serie M.A.S.H. ? Sog. "Kriegsmüdigkeit" gab es schon vorher, wurde aber oft auf Feigheit oder mangelnde Kameradschaft (im Stich lassen der Kameraden) einsortiert. Der Koreakrieg war der in meinen Augen erste asymetrische Stellvertreterkonflikt der modernen Kriege. Alleine schon die Nomenklatur der "Polizeiaktion Korea" in den USA ist ein Indiz, der immer mehr politischen Restriktionen unter denen Soldaten in den Kampf geschickt werden. Wenn Soldaten sehen, wie Kameraden sterben, weil sie teilweise völlig absurden RoE unterliegen (nicht verfolgen wenn sie den 38ten Breitengrad überschreiten u.ä.) oder zuwenig Truppen mit falscher oder ungenügender Ausrüstung losgeschickt werden, weil der Krieg sonst zuviel kostet außer Menschenleben.

Ein anderer Aspekt dürfte aber auch die gesellschaftliche Entwicklung hin zu immer mehr Verstädterung sein, so daß viele außer dem Sterben von älteren Verwandten und Bekannten keinerlei Bezug mehr zum Tod haben. Wo früher alltägliche Dinge wie das Schlachten eines Huhns oder Hasen für den Kochtopf schon Zustände auslösen, und man durch alltägliche Unfälle auch eher an vorzeitiges Sterben "gewöhnt" war.
ElsaLaska - 27. Nov, 19:30

@Marcus

[Was bedeutet RoE?]
Taras Sirko - 27. Nov, 19:34

Kriegsmüdigkeit gibt es schon immer. Seit es Kriege gibt. In meinem ersten Kommentar sagte ich bereits, dass es viele Aspekte zu beachten gibt. Man könnte auch die schwindende Wehrhaftigkeit einer Nation oder Generation, oder die zurückgehende Leidensfähigkeit des modernen Menschen ins Feld führen usw.

Auslöser von PTBS ist aber immer ein einzelner Vorfall, den der Erkrankte immer wieder durchlebt, indem er durch Verknüpfungen daran erinnert wird. Das kann der Tod eines Kameraden sein, die eigene Verwundung und vieles mehr. In einem Fall wurde einem Sanitätsfeldwebel ein totes Kind in den Arm gedrückt, wodurch er, selbst Vater einer Tochter, traumatisiert wurde und seither an PTBS leidet.

Es gibt eben viele Auslöser - und viele Begünstigungen. Ein sehr umfangreiches Thema, es gibt da keine einfachen Antworten. Deutschland hat bisher auch kaum Erfahrungen damit, was die Lage der Betroffenen zusätzlich erschwert.

RoE =Rules of Engagement
ElsaLaska - 27. Nov, 14:20

Als Nachtrag noch ein Link

zur Stellungnahme des Bundes deutscher Veteranen zu der Studie:
http://veteranenverband.de/newsreader/items/dunkelzifferstudie-veroeffentlicht.html

>>Es kann nicht sein, dass sich Soldaten mit dem Vorwurf konfrontiert sehen, sie seien "selbst Schuld" an Ihrer Erkrankung. Hier muss Aufklärung über die Verantwortung der Menschen in Deutschland an den Auslandseinsätzen geleistet werden. Denn es sind unsere Soldaten, welche die Ablehnung der Verantwortlichen Politiker und Bürger mit ihrer Gesundheit bezahlen müssen!

Abschließend möchte der Bund Deutscher Veteranen noch darauf hinweisen, dass die Bundesrepublik Deutschland JEDES JAHR rund 20.000 neue Veteranen produziert (Quelle: Bundesministerium der Verteidigung).
Uns ist kein einziger Fall bekannt, in dem ein Veteran nicht auch damit gerechnet hat, im Auslandseinsatz körperlich versehrt zu werden. Das ein psychisches Trauma allerdings so hart den Alltag treffen kann, ist immer noch zu vielen Einsatzsoldaten unbekannt.
Wir wünschen uns eine verbesserte Wahrnehmung und Fürsorge. <<

[Hm, lektoriert eigentlich jemand die PMs des BdV? Ist mir nur so aufgefallen grad... :-)]

Taras Sirko - 27. Nov, 19:20

Es kann ja nicht jeder so eine super Lektorin haben wie ich ;-)
ElsaLaska - 27. Nov, 19:24

@Taras

Ich bin ja auch nicht perfekt (verweise auf meine fehlerhafte Schreibweise von Frau Schwaetzer), niemand ist das, aber manches sticht doch ins Auge. Werde das mal beim Bund ansprechen ...
Taras Sirko - 27. Nov, 19:25

@Elsa

Ach ja, die Frau Schwaetzer ...
Mach dich nicht unbeliebt ;-)
ElsaLaska - 27. Nov, 19:17

Und hier noch ein Link zum Thema "Kameradschaft"

und wie man das verkraftet, wenn jemand plötzlich fehlt, weil er gefallen ist.

http://www.spiegel.de/politik/ausland/militaerpfarrer-schaller-manche-soldaten-weinen-andere-sind-wuetend-a-687209.html

ElsaLaska - 27. Nov, 19:26

Und hier die Stellungnahme des Reservistenverbandes

Taras Sirko - 27. Nov, 19:53

Ein paar Zahlen,

die du vielleicht für deinen Artikel gebrauchen kannst, aber auch zur allgemeinen Information über die religiöse Zusammensetzung der Bundeswehr:

Von etwa 200.000 aktiven Soldaten sind

- etwa 63.000 evangelisch
- etwa 49.000 katholisch
- etwa 1.000 muslimisch
- etwa 200 jüdisch

Rund 40 Prozent sind konfessionslos.

ElsaLaska - 27. Nov, 20:03

@Taras

Dankeschön!

Ich gehe davon aus, dass von den 40 Prozent Konfessionslosen hin und wieder auch von Einzelnen gerne mal der Dienst des Militärseelsorgers wahrgenommen wird. Habe auch schon von Erwachsenentaufen von ursprünglich Atheisten im Feld gehört. Mir geht es aber nicht um den missionarischen Aspekt, sondern um die konkrete menschliche Zuwendung in dieser außerordentlichen, existentiellen Situation, die nicht nur durch Psychologen, sondern eben auch durch unsere Seelsorger gegeben wird. Das Interview mit Hw. Schaller ist deshalb lesenswert, denn es zeigt, wie das "Hinausgehen an die Randgebiete", nämlich der Grenzsituationen menschlicher Erfahrung, das unser Hl. Vater immer wieder einfordert, auch konkret geschehen kann.
(Auch wenn er - zu meinem eigenen Leidwesen - kein so begnadeter Schriftsteller ist wie unser Papa emerito:-) )
Taras Sirko - 27. Nov, 20:07

@Elsa

Die Militärseelsorger stehen ALLEN Soldaten als Ansprechpartner zur Verfügung, so viel kann ich dir schon mal sagen. Also auch atheistischen Soldaten. Das ist in der Tat so.
[Und sei nett zum HV, er hat eben andere Qualitäten als das Schreiben ;-)]
ElsaLaska - 27. Nov, 20:17

@Taras

Ich verstehe halt nicht, wieso man das Rad gleich zweimal neu erfinden muss, Anweisungen zur Länge oder Kürze einer Predigt von oben herab geben muss usw. Aber egal.
Diejenigen, die Franziskus voll zujubeln, wenn es um sein "Hinausgehen an die Randgebiete" geht, die sollten zuallererst einmal ein JA zu Militärseelsorge sagen, und nicht obstruieren und Soldaten verteufeln.
Darum geht es mir.
(Wobei es mir NICHT darum geht, Soldaten als Randexistenzen zu bezeichnen, quatsch. Ich rede hier nur im Kontext des Hl. Vaters und der Rezeption, die er von diversen Jubelalraunen, die ausgerechnet auch noch "Schulen ohne Bundeswehr" gutfinden oder den Volkstrauertag umfunktionieren wollen zu einem "Pazifismustag", weil Kriege finden ja nur statt, weil es Soldaten gibt (sarkasmusmodus), umfunktionieren wollen.)
Übrigens, Jesus war Muslim. Wissen die Salafistenfreunde jedenfalls. Wusstest du das auch schon? :-)
Taras Sirko - 27. Nov, 20:21

@Elsa

Denkst du etwa, Loisl Glück & Co. gehen an die 'Randgebiete'?
Nö, die schwätzen hinter ihren Schreibtischen irgendwelches Zeugs zusammen ;-)

Was die Salafistenfreunde alles wissen ist erstaunlich. Doch, da ist man platt! :-))
ElsaLaska - 27. Nov, 20:31

@Taras

Via Fatwa kann man das feststellen.
Sehr praktisch. So eine Fatwa.
Insofern herrscht auch kein Grund zur Klage gegenüber den jüngsten Äußerungen des Hl. Vaters. Ich bin ja an sich auch eine Freundin von möglichst KURZEN Predigten.
Taras Sirko - 27. Nov, 20:34

@Elsa

Dann müsste eigentlich eine weitere Fatwa festlegen, dass der Islam nicht erst im 7. Jahrhundert n. Chr. entstanden ist, sondern wesentlich früher :-)))

Na siehste, ich auch, also gründen wir doch ein Komitee der Kurzpredigtfreunde. Am besten ein Zentralkomitee ;-)
Imrahil (Gast) - 27. Nov, 20:40

"Der Pfarrer kann über alles predigen. Nur nicht über zehn Minuten."

(Alte Volksweisheit)

(Soll jetzt übrigens nicht heißen, daß ich Evangelii gaudio unumschränkt für toll halte...)
ElsaLaska - 27. Nov, 20:41

@Taras

Du siehst das falsch. Jesus Christus hat eben schon 600 Jahre vorher als Prophet für den Islam gewirkt. Ist doch ganz einfach.

Ansonsten finde ich, kann ein guter Prediger in 8 Minuten alles sagen, was gesagt werden muss und soll. Wir sind eben nicht mehr im Mittelalter, wo die Leute zwei Stunden lang begeistert wurden, sogar für Kreuzzüge! Man denke! - Mit der Rezitation aus ellenlangen Passagen aus dem Kleinen Prinzen oder Momo klappt das eben auch nicht wirklich, auch wenn es in D weiterhin versucht wird. (Okay, es besteht ja auch keine Notwendigkeit mehr für Kreuzzüge. Theoretisch besehen.)
Taras Sirko - 27. Nov, 20:44

@Elsa

Aha, dann ist das Kreuz sozusagen das Symbol des Islam. Na gut, wenn diese Fatwa das sagt ... *prust*

Wenn ein guter Prediger ein wenig schneller spricht, reichen auch sechs Minuten. Es sei denn, es besteht eine praktische Notwendigkeit für einen Kreuzzug. Dann sind zwölf Minuten angemessen.
ElsaLaska - 27. Nov, 20:47

@Taras

>>Wenn ein guter Prediger ein wenig schneller spricht, reichen auch sechs Minuten. Es sei denn, es besteht eine praktische Notwendigkeit für einen Kreuzzug. Dann sind zwölf Minuten angemessen.<<

Siehste, das wäre dann die präzisierende Erläuterung in Passus 138, die vom Hl. Vater eingeschoben hätte werden müssen!

Gemäß muslimischer Lehre wurde Jesus ja nicht gekreuzigt.
Taras Sirko - 27. Nov, 20:51

@Elsa

Ich wollte gerade fragen, wo genau das mit der Predigtlänge steht ... also danke ;-)

Was wurde Jesus denn nach muslimischer Lehre?
ElsaLaska - 27. Nov, 20:54

@Taras

Ach, was weiß ich. Vermutlich habe ich das mal im Religionsunterricht (!) in der fünften Klasse lernen müssen. Habs dann aber wieder vergessen.
Ist mir sowas von egal.
Taras Sirko - 27. Nov, 20:55

@Elsa

Also, im Koran steht: Er wurde abberufen und ist aufgestiegen. Klingt wie bei Star Gate :-))
ElsaLaska - 27. Nov, 21:00

@Taras

Emmerich ist eben visionär gewesen!
Taras Sirko - 27. Nov, 21:01

@Elsa

Dann ist er bestimmt auch Moslem!
ElsaLaska - 27. Nov, 21:24

Nö, der hatte nur Angst.

Versteh ich auch.
Mekka hat er ausgelassen, stattdessen hat er den Petersdom zusammenkrachen lassen - was ich sehr eindrucksvoll fand.
Die Motivation dahinter?
Katholiken drohen nicht mit Fatwa und Attentaten.

http://blog.christlove.de/tag/petersdom/
Taras Sirko - 27. Nov, 21:35

Oh!

Ich dachte, der Petersdom steht noch! ;-)
ElsaLaska - 27. Nov, 21:37

Der Petersdom steht noch.

Keine Sorge.
Taras Sirko - 27. Nov, 21:39

Prima. Dachte schon ...

Ich kenne mich in Rom nicht aus, da war ich noch nie.
Imrahil (Gast) - 28. Nov, 16:56

Ich sehe übrigens den Einsatz von dem Herrn Wehrbeauftragten oder so eher skeptisch.

"Wer nicht krank ist, wurde nur noch nicht genügend untersucht."

Völlig richtig ist, daß "Psychos" nicht in den Einsatz gehören (der Deutlichkeit halber verwende ich einmal dieses Schimpfwort). Es wäre aber ein Irrtum, daß einer, dem eine psychische Störung attestiert worden ist - zumal wenn er, wie anscheinend angedacht, den Psychiater nicht aus eigener Not heraus aufgesucht hat, sondern vom Dienstherrn da durchgeschleust wird - das ist, was der, der dieses Wort gebraucht, sich unter einem "Psycho" vorstellt.

Wer echt psychisch krank ist, gehört nicht in den Einsatz.

Wessen Probleme mit sich und der Welt zufällig unter eine Überschrift in ein Diagnosehandbuch passen, soll hingegen deshalb nicht diskriminiert werden.

(Ja, diskriminiert, weil bei aller berechtigten Furcht und berechtigtem Zögern würden es unsere Soldaten es dann doch als Benachteiligung empfinden, nicht in den Einsatz zu dürfen.)

Taras Sirko - 28. Nov, 17:44

Die Aussage des Wehrbeauftragten ist - mit Verlaub - ziemlich albern. Er hätte genau so gut sagen können: "Wer nicht körperlich verwundet ist, hat es bloß noch nicht bemerkt." Es ist nun mal so, dass nicht jeder Einsatzsoldat mit einem Trauma zurückkehrt und/oder an PTBS leidet. Denn wäre wirklich jeder einzelne Soldat psychisch krank, dann wäre es schlicht kriminell, überhaupt noch einen Soldaten in den Einsatz zu schicken. Oder ihm auch nur eine geladene Waffe in die Hand zu geben.

Die Frage ist, ob ein Soldat diskriminiert wird, wenn er wegen mangelnder oder eingeschränkter Tauglichkeit nicht mehr eingesetzt wird. Ich sage hierzu eindeutig: Nein. Bei allem Verständnis für Soldaten, die an seelischen Verwundungen leiden und denen jede Fürsorge und Unterstützung gewährt werden muss (!), darf man nicht vergessen, was die Bundeswehr eigentlich ist: eine Armee. Und diese muss als solche handlungsfähig sein und bleiben.

Man darf dabei auch nicht außer Acht lassen, was eine psychischer Erkrankung ist. Mittlerweile werden auch alle möglichen Macken, Spleens, Ticks und Marotten als psychische Auffälligkeit gewertet. Wer zu viel Humor hat ist krank, wer zu wenig Humor hat erst recht und wer sich ab und an ans linke Ohrläppchen greift hat 'gewaltige Probleme'. Somit muss es hinsichtlich PTBS einfach mehr Forschung geben, anstatt die gesamte Truppe als 'psychisch krank' einzustufen.

Ein bisschen ist es heute mit dem Soldatsein wie mit dem Frauendiakonat in der RKK. Man fühlt sich halt berufen. Dass man es unter Umständen nicht ist, bemerkt man zu spät - oder nie ;-)
Imrahil (Gast) - 28. Nov, 18:04

>>"Wer nicht krank ist, wurde nur noch nicht genügend untersucht."

ist keine Aussage des Wehrbeauftragten, sondern eine allgemeine etwas zynische Medizinerweisheit. Sorry, wenn das falsch herüberkam. Der Wehrbeauftragte hat vielmehr gesagt...

"Die Bundeswehr ist nun gefordert, endlich effektive Früherkennungsverfahren zu etablieren. Nur psychisch gesunde Soldatinnen und Soldaten dürfen in die Einsätze gehen", sagte er der Süddeutschen Zeitung. "Dass ein Fünftel der Soldatinnen und Soldaten bereits mit einer manifesten psychischen Störung in den Einsatz geht, muss ein Ende finden."

Das fand ich nun zwar keineswegs albern, aber nicht unproblematisch.

Sofern wir von *echten* psychischen Krankheiten reden, stimme ich Dir natürlich vollkommen zu.

Die sind aber, wie ich sehr stark vermuten würde, auch nicht zu 40 % in der Bevölkerung und zu 20% in der Armee vertreten. Insofern habe ich leise Zweifel, ob da nicht viele was diagnostiziert bekommen würden, die vernünftigerweise gesprochen nicht psychisch krank sind. (Wenn man einmal davon ausgeht, daß alle zum Psychiater befohlen werden und wenn man zweitens davon ausgeht, was unrealistisch ist, daß die sich ihm dann auch nicht verschließen und bereitwillig auf alle Fragen antworten.)

Und *da* wäre es dann schon im Endeffekt diskriminierend.
Taras Sirko - 28. Nov, 18:12

Wenn es der Wehrbeauftragte nicht gesagt hat, müssen wir auch nicht darüber reden, ob es albern war oder nicht. Als medizinische Weisheit ist es aber dann doch wieder albern, weil nun mal nicht jeder Mensch krank ist ;-)

Wir sind uns da einig. Ich schrieb ja auch von den kleinen Ticks usw., die für manchen Psychologen schon ein Indiz für schwere psychische Probleme sind - was sie aber nicht sind. Daher besteht in der Diagnose durchaus eine Gefahr, und zwar dann, wenn künftig der psychisch Nichterkrankte nachweisen muss, gesund zu sein, weil man grundsätzlich jedem Soldaten, der bereits einen Einsatz absolviert hat, eine PTBS-Erkrankung unterstellt.
ElsaLaska - 28. Nov, 19:12

@Taras

Ich habe noch mal über deine Aussage wegen Vietnam nachgedacht. Das ist bestimmt richtig so, wie du es schreibst ,und auch der Zusammenhang passt.
Dennoch ist das Phänomen doch mindestens schon aus den beiden Weltkriegen bekannt? Wer kennt nicht einen traumatisierten WK II-Veteranen - so er noch einen kennt - der über seine Erlebnisse nie sprach und sich total verschlossen hat davor? Deshalb wundert es mich eigentlich auch, dass die BW so lange gebraucht hat, um überhaupt sich mit dem Thema intensiver auseinanderzusetzen: Es war doch aus mindestens zwei Weltkriegen bereits bekannt.

Taras Sirko - 28. Nov, 19:23

@Elsa

Die deutschen Streitkräfte im WK II umfassten während der größten Ausdehnung inklusive dem sogenannten 'Gefolge' bis zu zehn Millionen Leute bei einer Bevölkerung von etwa 70 Millionen. Zahllose Zivilisten haben die Bombardierung und Zerstörung ihrer Städte miterlebt. In Beachtung dieser Relationen war die Anzahl traumatisierter Menschen weit wesentlich geringer als bei den Heimkehrern der Bundeswehr (zwischen fünf und zehn Prozent, wobei auch nur diese Prozentzahl überhaupt außerhalb von Feldlagern agiert). Ich habe mit meinem Vater oft über seine Erlebnisse im Krieg gesprochen und hatte nie den Eindruck, er wäre traumatisiert, meine Onkel ebenso wenig.

Ich denke, das Problem PTBS war eben nicht bekannt, weil es sehr selten zutage trat. Jeder hat nach den Weltkriegen seine Erlebnisse selbst verarbeitet. Eingetreten ist bei den meisten Menschen, die die Weltkriege erlebt haben, weniger ein Trauma oder ein Posttrauma, sondern eine gewisse Härte oder Abstumpfung. Das ist in der Folge langer Kriege nicht selten und weitaus häufiger anzutreffen als PTBS. Hinzu kommt, dass Krieg und Bombenhagel eben gemeinsames Erleben einer ganzen Nation war und nicht eine Belastung weniger Menschen. In dieser 'Schicksalsgemeinschaft' musste niemand um Verständnis und Respekt buhlen, weil es für die meisten Leute selbstverständlich war, Schreckliches erlebt zu haben und zu wissen, dass es anderen ebenso erging.
ElsaLaska - 28. Nov, 19:30

@Taras

Okay, danke für deine Einschätzung. (Allerdings gab es zu der Zeit auch weniger Psychologen, oder drücken wir es positiv aus: Die Sensibilisierung für das Problem war wohl nicht allzu hoch.)
Mal ganz platt gesagt: Spielt es vielleicht auch eine Rolle, dass wir uns "auf keinen Fall" in einem offiziellen "Krieg" befinden dürfen, weil sonst das Wahlvolk murrt? Man also irgendwie das ganze politisch schön reden muss? Wenn ich mich recht entsinne, gab es sogar eine Zeit lang mal die Weigerung, von einem Gefallenen in Afghanistan überhaupt als Gefallenen zu reden? Entsinne ich mich da richtig?
Taras Sirko - 28. Nov, 19:39

@Elsa

Das kann man aber auch umdrehen: Je mehr Psychologen, desto mehr angebliche oder tatsächliche Störungen, weil mittlerweile eben jede noch so kleine 'Normabweichung' einer Therapie bedarf und nebenbei eine Übersensibilisierung an der falschen Stelle künstlich erzeugt wird ... ;-)

Den Begriff 'Gefallene' vermeidet man noch immer weitestgehend. Das ist dahingehend verständlich, weil ein großer Teil der in den Einsätzen umgekommenen Soldaten nicht durch Feindberührung starb. Natürlich ist man als Soldat nicht besonders froh damit, in einen Krieg geschickt zu werden, den Politik und Gesellschaft als solchen nicht anerkennen. Ob das aber noch mit dem Thema PTBS zu tun hat, wage ich zu bezweifeln. Denn die Auslöser sind eben bestimmte Ereignisse, nicht allgemeine Einstufungen in der Terminologie. Niemand erleidet ein Trauma, nur weil bspw. der AFG-Einsatz als Polizeimission gewertet wird, oder als Aufbauhilfe, die ja in der Tat eine der Aufgaben der ISAF war und ist.

Eher ist es umgekehrt, nämlich die schlagartig eintretende Einsicht, dass man nicht Wiederaufbau leistet, sondern im Krieg ist. Das ist eben eine Sache der Einsatzvorbereitung. Was du da ansprichst fällt eher unter den Begriff 'Demoralisierung' und 'Irrtumserkennung'. Das kann allerdings begünstigend statt auslösend wirksam werden.
ElsaLaska - 28. Nov, 20:20

@Taras

Ja und nochmals danke! Das darf bestimmt nicht aus dem Fokus rücken, dass das ja konkrete, sehr grässliche Vorfälle sind, die als Auslöser fungieren. Ein Faktor ist auch die Zeit, die man hat, um diese Dinge zu verarbeiten, wie den Tod eines Kameraden. Ob man Kommunikation und Gespräch dazu sucht, oder ob man versucht, das mit sich alleine auszumachen (wobei ich das nicht negativ bewerte, das kann für einige hilfreicher sein als so manches endlose Gespräch.)
Mich hat gerade die Nachricht meines WK II-Veterans erreicht, ich hatte ihm die Frage gestellt "Wie kommt man aus so einer Hölle nicht nur lebend, sondern auch mit halbwegs heiler Seele wieder heraus?"
Nun sitze ich da und blicke auf die in zittriger Schrift hingeschriebenen Worte (man hat sie mir eingescannt und zugemailt), und weiß, dass ich diesen Artikel schreiben muss. Wie, weiß ich noch nicht, das Thema ist so furchtbar komplex und traurig ....
Die Worte meines Großonkels sind - ganz schlicht und wahr.
Taras Sirko - 28. Nov, 20:24

@Elsa

Du Ärmste! :-(
Wenn du noch Fragen hast oder ich dir irgendwie hilfreich sein kann, melde dich einfach.
ElsaLaska - 28. Nov, 20:35

@Taras

Ein "Selber Schuld!" genügt, danke!
(Okay, das war jetzt ein Insider;-) )
Nein, es geht mir schon an die Nieren. Diese Studie zu besprechen, ist ja das eine - wenn man dann aber mal auf das Gästebuch von "Eisblume" geht und dort ein wenig nachliest, dann bekommen diese reinen Zahlen ein durchaus erschütterndes Gesicht.
http://ptbs-eisblume.de/gaestebuch.html

Taras Sirko - 28. Nov, 20:40

@Elsa

Selber schuld ;-)
Ich weiß doch, dass es dir an die Nieren geht, weißte!

Trackback URL:
https://elsalaska.twoday.net/stories/565873719/modTrackback

cantare

Ich bin einfach hingerissen,
da ist so viel in diesem Monolog, von dem man oberflächlich...
ElsaLaska - 20. Aug, 19:55
Houellebecq ist ein sehr...
Wobei man jetzt keine Kristallkugel brauchte. Mir imponiert,...
Elsa (Gast) - 12. Aug, 17:50
Hui, das war aber ein...
Hui, das war aber ein wilder Ritt durchs Stadtbild...
NeonWilderness - 11. Aug, 23:45
Privet, fbtde!
Schön, von dir zu hören. Offenbar lebst du also auch...
ElsaLaska - 2. Aug, 10:27
Oha
Du lebst auch noch. Gut zu wissen!
fbtde - 2. Aug, 08:31

attenzione

la bocca

 

About Elsa
All time favourites
Best of Benedict XVI
Blogozesanes
Breviarium Romanum
Christenverfolgung
Cooperatores veritatis
Deutschland pro Papa
Deutschland-Blog
Die Blognovela
Disclaimer
Dossier UR-FRÖDS
Eat Love Pray
Elsa fragt-Leser antworten
Gastbeiträge
Gebetszettel
... weitere
Profil
Abmelden
Weblog abonnieren