Wiedereinführung der sedia gestatoria?
Wie Martin Bürger von Exsultet schon anmerkt, wird der Ruf nach Wiedereinführung der sedia gestatoria im Zusammenhang mit der jüngsten Attacke auf den heiligen Vater wieder lauter. Der Autor von Exsultet ist dafür:
>>Mit dem jüngsten Angriff auf Papst Benedikt XVI., bei dem dieser zu Fall kam und ein Kardinal sich sogar den Oberschenkelhals brach, wird der Ruf nach der Sedia Gestatoria wieder laut. Aus gutem Grund. Mindestens ebenso wichtig wie seine Sichtbarkeit ist die Sicherheit des Papstes. In „luftiger Höhe“ befände sich der Papst zumindest einigermaßen außerhalb der unmittelbaren Reichweite von Verrückten. Darüberhinaus könnten links und recht der „Sediari“ Sicherheitskräfte positioniert werden, was bislang natürlich nicht in dieser Form möglich ist, weil die Anwesenden natürlich einen mehr oder weniger freien Blick auf den Heiligen Vater haben wollen.<<
Auch John Paul Sonnen, der bei der Attacke im Petersdom anwesend war, ist dafür - und nicht sehr begeistert von der Leistung der Sicherheitsleute.
Father Z. dazu: The Pope clearly can’t be put into a bubble. But the security around him has to be increased.
It is not fair to the whole Catholic world, the whole world, that he should be exposed to this pesky … or perhaps deadly… events.
Auch er schätzt ein, dass die sedia gestatoria wenigstens solche Vorfälle verhindern könnte.
Was denkt ihr?
>>Mit dem jüngsten Angriff auf Papst Benedikt XVI., bei dem dieser zu Fall kam und ein Kardinal sich sogar den Oberschenkelhals brach, wird der Ruf nach der Sedia Gestatoria wieder laut. Aus gutem Grund. Mindestens ebenso wichtig wie seine Sichtbarkeit ist die Sicherheit des Papstes. In „luftiger Höhe“ befände sich der Papst zumindest einigermaßen außerhalb der unmittelbaren Reichweite von Verrückten. Darüberhinaus könnten links und recht der „Sediari“ Sicherheitskräfte positioniert werden, was bislang natürlich nicht in dieser Form möglich ist, weil die Anwesenden natürlich einen mehr oder weniger freien Blick auf den Heiligen Vater haben wollen.<<
Auch John Paul Sonnen, der bei der Attacke im Petersdom anwesend war, ist dafür - und nicht sehr begeistert von der Leistung der Sicherheitsleute.
Father Z. dazu: The Pope clearly can’t be put into a bubble. But the security around him has to be increased.
It is not fair to the whole Catholic world, the whole world, that he should be exposed to this pesky … or perhaps deadly… events.
Auch er schätzt ein, dass die sedia gestatoria wenigstens solche Vorfälle verhindern könnte.
Was denkt ihr?
ElsaLaska - 26. Dez, 20:01
sedia gestatoria
http://www.overheardinthesacristy.net/wp-content/uploads/2009/09/sedia.jpg
Dann frage ich mich schon wie man mit dieser sedia gestatoria derartige Übergriffe verhindern will.
Ich meine es dürfte damit richtigen Attentätern eher noch leichter fallen, den Papst anzugreifen, wenn er hoch über das Volk hinausragt - quasi als blanke Spitze, die man wunderbar mit dem Zielfernrohr anvisieren kann, ohne dass die etwaige Kugel von umstehenden Personen aus Versehen abgefangen werden kann.
Weiter dürfte ein Sturz, ausgelöst durch massives Anrempeln der Träger dieser sedia gestatoria, noch wesentlich schlimmere Folgen haben.
Also die perfekte Lösung scheint es nicht zu sein. Es sei denn man entwickelt eine sedia gestatoria mit Panzerglas ausgestattet. Wer die dann aber noch tragen kann, wäre die zweite Frage.
Ja, das dachte ich zunächst auch.
Ich meine, die sedia hat eindeutig den Vorteil, dass der gut Papst sichtbar bleibt, sich aber niemand auf ihn draufwerfen kann. Die Sicherheit in geschlossenen Räumen würde erhöht. Draußen sieht das schon wieder anders aus.
Aber der aktuelle Vorfall wäre definitiv durch den Einsatz der sedia zu verhindern gewesen.
drinnen
Mal sehen was kommt, liebe Elsa. Ich bin gespannt.
Das Argument...
Und drinnen ist die Idee ja, daß Feuerwaffen wegen der Eingangskontrollen gar nicht hereinkommen (wie effektiv die sind, steht natürlich auf einem anderen Blatt). Es geht aber auch nicht nur um den Sicherheitsaspekt: Die Szenen, wie sich die Leute (Nonnen eingeschlossen) gegenseitig tottrampeln, um an den Mittelgang zu kommen und dem Papst ihre Hand zuzustrecken, und übereinanderklettern, um einfach nur einen Blick zu erhaschen, sind wirklich unschön. Das könnte man in jedem Fall vermeiden, wenn der Papst den Tragsessel wieder in Benutzung nähme.
beides ist gefährlich
Im Gegenteil - da sollte man einmal darüber nachdenken wie leichtsinnig das ist.
Andererseits dürfte man bitte auch vor dem Aufkommen von Paranoia warnen. Denn ein Restrisiko besteht immer und zu jeder Zeit.
Nein, Paranoia
sie machen einen Job
Aber auch jemand, der seinen Job ernst nimmt, ist nicht vor Fehlern gefeit.
Inwiefern dieser Vorfall nun auf Fehler oder Nachlässigkeit zurückzuführen ist, weiß ich nicht.
Ich weiß auch nicht wie es mit der Sicherheit im und um den Vatikan herum bestellt ist. Eher denke ich, es hapert mit der Sicherheit um den Vatikan herum.
Ich kann dem Pressesprecher aber weder widersprechen noch zustimmen.
Mich haben ehrlich gesagt die Leute, die nur mit dem Fotohandy und der Digi-Cam rumstanden um ja alles vom Vorfall aufzeichnen zu können, sehr verwundert.
Doch, ich möchte Lombardi widersprechen. Und zwar aufgrund der Tatsache, dass diese Frau überhaupt in den Petersdom hineingelangen konnte, wo sie doch bereits bekannt war.
Sowie aufgrund der Eindrücke, die man durch die Videos von einigen verzögerten Reaktionen bekam. JP Sonnen hat ja auch als Augenzeuge einiges beklagt, was da nicht ganz rund lief.
daher meine Vermutung
Man könnte es schade finden, dass man als "Normalus Katholikus" so wenig über diese wichtigen Dinge zur Sicherheit erfährt, und sich dann immer auf die Aussagen des Pressesprechers verlassen muss (oder halt nicht - ich denke ein Gespür für Wahrhaftigkeit braucht man schon).
ich kann dein Widersprechen
Wenn man