Ähm, liebe Leute, schwarze Kerzen??? Wo bin ich denn da gelandet? Die gehören doch zu Voodoo und Teufelsanbetung.
Nein, so weit mir bekannt, gibt es keine "speziellen" Wetterkerzen. Wenn sie dir einer verkauft, ist es ein Schmäh. Bei den Bauern (so hat es meine Mutter erzählt, Jahrgang 1937, sie ist bei Bauern aufgewachsen) war es üblich, eine gesegnete Kerze bei einem anbrechenden Unwetter zu entzünden, hinzuknien und den Rosenkranz zu beten. So bekam die Kerze den Namen "Wetterkerze". Du kannst jede gesegnete Kerze dafür verwenden. Außerdem wurden dann im Ort die Kirchenglocken geläutet, das beeindruckt mich am meisten. Einerweits wohl, damit alle Bewohner zum Gebet aufgerufen wurden und andererseits könnte ich mir vorstellen, dass die Luftbewegung durch das Läuten der Glocken vielleicht auch etwas beigetragen haben, dass das Unwetter abzieht? Aber vielleicht ist das auch nur naiv gedacht von mir.
Schön fand ich als junges Mädchen immer, wenn der Dechant sonntags nach der Messe im Sommer den Wettersegen gab, das war so feierlich und hoffnungsfroh. Gibt es heute auch nur noch selten, den Versicherungen sei dank *Ironie aus*.
Also:
wenn ein Unwetter aufzieht, nimm eine Kerze, zünde sie an und bete den Rosenkranz, auf dass nix Böses passieren und niemand durch den Sturm zu Schaden kommen möge!
Christine (Gast) - 17. Mai, 09:33
Wetterkerzen? Definitiv im Klosterladen Weingarten, und vielleicht auch im Klosterladen Kellenried.
Die, die ich kenn, sind schwarz, haben ein Bild der Heilig-Blut-Reliquie drauf, und sind mit ebenjener gesegnet. Ich kenn die als altes Brauchtum hier in der Gegend, genauso wie das Läuten der Glocken bei sich ankündigendem starken Gewitter oder Hagel.
str (Gast) - 17. Mai, 09:47
Also Wetterkerzen kenne ich auch nicht - aber warum sollten denn schwarze Kerzen Teufelsanbeutung sein? Grüne Kerzen, rote Kerzen, gelbe Kerzen, blaue Kerzen - Vielfarbigkeit ist doch wunderbar!
Wetterkerze :)
Nein, so weit mir bekannt, gibt es keine "speziellen" Wetterkerzen. Wenn sie dir einer verkauft, ist es ein Schmäh. Bei den Bauern (so hat es meine Mutter erzählt, Jahrgang 1937, sie ist bei Bauern aufgewachsen) war es üblich, eine gesegnete Kerze bei einem anbrechenden Unwetter zu entzünden, hinzuknien und den Rosenkranz zu beten. So bekam die Kerze den Namen "Wetterkerze". Du kannst jede gesegnete Kerze dafür verwenden. Außerdem wurden dann im Ort die Kirchenglocken geläutet, das beeindruckt mich am meisten. Einerweits wohl, damit alle Bewohner zum Gebet aufgerufen wurden und andererseits könnte ich mir vorstellen, dass die Luftbewegung durch das Läuten der Glocken vielleicht auch etwas beigetragen haben, dass das Unwetter abzieht? Aber vielleicht ist das auch nur naiv gedacht von mir.
Schön fand ich als junges Mädchen immer, wenn der Dechant sonntags nach der Messe im Sommer den Wettersegen gab, das war so feierlich und hoffnungsfroh. Gibt es heute auch nur noch selten, den Versicherungen sei dank *Ironie aus*.
Also:
wenn ein Unwetter aufzieht, nimm eine Kerze, zünde sie an und bete den Rosenkranz, auf dass nix Böses passieren und niemand durch den Sturm zu Schaden kommen möge!
Die, die ich kenn, sind schwarz, haben ein Bild der Heilig-Blut-Reliquie drauf, und sind mit ebenjener gesegnet. Ich kenn die als altes Brauchtum hier in der Gegend, genauso wie das Läuten der Glocken bei sich ankündigendem starken Gewitter oder Hagel.