Roberto de Mattei ist und bleibt eben ein knallharter Vertreter der - von Armin Schwibach als häreitsch qualifizierten - "Hermeneutik des Bruchs". Diesen Weg lehnt Benedikt XVI. zurecht ab. Ich empfehle als Einstieg eher die Lektüre von Tromps Konzilstagebuch, dessen 2. Band mir mittlerweile vorliegt. Sehr lesenswert schon das von Teuffenbach vorangestellte Interview mit Tromp vom August '63, besonders seine kluge Antwort auf die Frage: "Muss man nicht sagen, dass im Konzil verschiedene Richtungen und Strömungen in der Kirche zu Tage getreten sind und sich verschiedene Flügel gebildet haben?" Gerade zur Geschichte von LG unentbehrlich auch immer noch die große Diss. von Stefano Alberto. Das Buch von Mattei ist dagegen noch wertloser als die bekannte Darstellung von Pesch. Also: Obacht!
Imrahil (Gast) - 15. Jan, 16:49
Ich weiß nicht, was Armin Schwibach so genau sagt, aber das weiß ich schon: Daß die Aussage "die Konzilsväter haben sich in unklug großem Ausmaß mit Neuerungen in der Disziplin und der Lehrfokussierung beschäftigt bzw. das geduldet", ob nun richtig oder falsch, keine Häresie ist. Mit Wörtern wie Häresie ist vorsichtig umzugehen.
Puntualizzazione (Gast) - 15. Jan, 17:04
Ich stimme A. S. in diesem Punkt auch nicht zu. :-) Ebensowenig der von dir in Anführungszeichen gesetzten Aussage. ;-)
Hermeneutik des Bruchs