Stimmt, Sarah, das war auch umgekehrt gedacht von mir, steht aber umgekehrt da, oder so. Ich korrigier es! Ich hatte zwei Tore für Deutschland gemeint...
Mein Pfarrer hat ein Brautgespräch verschoben wegen des Spiels Deutschland gegen Spanien *gg*, sei ihm wohl vergönnt, aber mir ist die WM totaaaaal egal, sorry.
wenn er diesmal Gomez von Anfang an spielen läßt, dann wird das Spiel nach 24 Stunden beim Stand von 0:0 abgebrochen... Wen interessiert der dritte Platz... :-(
Jetzt soll Holland Weltmeister werden. Die haben neben Deutschland den besten Fußball gespielt. Für Spanien ist Fußball, wenn man 1:0 gewinnt...
Apropos Gomez: Für mich sind Leute, die Gomez-Trikots tragen, die wahren Widerstandskämpfer gegen breit vorherrschende Meinungen - und die gesamte Realität :-)
Für mich sind Leute, die Gomez-Trikots tragen, Mädchen zwischen fünfzehn und fünfzehneinhalb. Da es davon in Deutschland etwa 250 Tausend gibt und damit bei einer Kaufquote von 10 Prozent 25.000 Trikots verkauft werden, von deren Erlös der FC Bayern je 20 Euro Lizenzgebühr kassiert, sind das pro Saison 500.000 Euro. So lohnt sich der Transfer auch ohne jede sportliche Gegenleistung von Herrn Gomez. Leute wie Schweini oder Robben müssen dagegen schon was zeigen, um den jährlichen ROI über den Marktzins zu halten. Machen sie ja auch.
In etwas größerer Dimension hat Real Madrid gedacht und damals David Beckham verpflichtet, obwohl klar war, dass der am Ball nur noch aufpumpen, einfettet und ins-Regal-legen konnte: In Ost-/Südost-Asien gibt es 40 Millionen Mädchen im "Ich-wünsche-mir-das-Beckham-Trikot-von-wie-auch-immer-der-Verein-heißt"-Alter. Davon leben 20 Prozent in Haushalten mit einem Nettoeinkommen, das die nötige Kaufkraft zum Erwerb eines Originaltrikots generiert. Tatsächlich realisieren davon 10 Prozent den Kauf. Macht 800.000 verkaufte Trikots. Jeweils 20 Euro Lizenzgebühr macht 16 Millionen. Pro Jahr, denn: neue Saison, neues Trikot. Becks kriegt 8 Mio., der Rest geht in die Baufirma des Präsidenten, der damit die Eigenkapitalquote in seinen Projekten darstellt, ohne die der spanische Staat und die EU ihren Anteil zu den Infrastrukturmaßnahmen an der Mittelmeerküste nicht zahlen würden.
Es hat sich gelohnt, gestern bis weit (sehr weit) nach Schlusspfiff das spanische Fernsehen eingeschaltet zu haben und nicht eingeschlafen zu sein. Spaniens Kapitän, Torwart Iker Casillas, wurde von der wohl hübschesten Reporterin Westeuropas (würde der Aquinat noch leben, wäre sie wohl der sechste Weg) interviewt, die zugleich seine Lebensgefährtin ist: Sara Carbonero.
Iker: (grinst)
Sara: (lächelt)
Iker: Was soll ich sagen? Was kann ich sagen?
Sara: Iker, sag uns, wie es Dir geht. Wie fühlst Du Dich?
Iker: Ich bin sehr glücklich. Wir haben verdient gewonnen.
Alles sieht nach einem der typischen Wir-können-sehr-zufrieden-sein-drei-wichtige-Punkte-die-gelbe-Karte-war-berechtigt-müssen-nach-vorne-schauen-Interviews aus. Doch dann...
Iker: (gerührt) Ich möchte denen danken, die mich von Anfang bis Ende unterstützt haben, meiner Familie, meiner Mutter, meinem Vater, meinem Bruder. (den Tränen nahe)
Sara: (schluckt) Das ist in Ordnung.
Iker: (schluckt)
Sara: (um Sachlichkeit bemüht) Lass uns über das Spiel sprechen...
Iker: (winkt ab) Nein, nein. Ich geb’ Dir jetzt einen Kuss! (tut es) Tschüss! (ab)
Sara: Madre mia!
Moderator im Studio: (gerührt) Was für ein Kapitän!
Camacho, der knüppelharte Ex-Verteidiger von Real Madrid und Spaniens Nationalmannschaft, dessen Gegner gut beraten waren, eine private Zusatzversicherung mit Krankenhaustagegeld abzuschließen: (nickt)
Danke, und: Gratulation nach Spanien. Ich habe es, ich gebe es zu, den Holländern einfach nicht gegönnt. Außerdem hatte ich so meine Ruhe. Drei Hügel weiter hatten sie den Campingplatz nämlich schon orange eingeschmückt :-)
... ein Spiel mit spanischer Beteiligung wird nie 5 Tore sehen. Ich tippe auf ein 1:0 oder 2:1 für Spanien. Deutschland wird mit einer Art B-Elf auflaufen und knapp gewinnen.
Spanien: Niederlande
2 : 1