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Aktuelle Veröffentlichung im November-Heft Vatican-Magazin, S. 35, über die Beinhäuser von Alken und Hallstatt: Über allem aber triumphiert der Überwinder von Sünde und Tod.

Aktuelle Veröffentlichung in:
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Montag, 22. Juni 2009

Iran.

Wie wahrscheinlich die meisten beobachte ich mit großer Sorge die aktuellen Meldungen aus dem Iran. Nachdem ich auch noch einen Artikel über dieses Video von der Ermordung der jungen Neda fand, die seit Tagen auch Topic auf Twitter ist - das Video selbst schaue ich mir aus Prinzip nicht an - wurde es natürlich nicht besser.
Die Meldungen werden immer beunruhigender und ich habe die Anliegen der Menschen in Iran auch gestern mit in die Hl. Messe genommen.
Mit Erleichterung habe ich vorhin auf den Seiten von tagesschau.de gelesen, dass Italien als erstes Land seine Botschaft in Teheran für verletzte Demonstranten geöffnet hält.
In einem Punkt wenigstens ist auf die Italiener mit all ihren kleinen Eigenheiten und manchmal auch Nachlässigkeiten immer Verlass: wenn es um den Bau exorbitant schöner Kirchen und deren Ausstattung geht - und wenn andere Menschen Hilfe und Solidarität benötigen. (Was eigentlich nichts anderes bedeutet als: Gott von Herzen lieben und deinen Nächsten wie dich selbst. Bravo, Italia!)
Ein großes Lob an mein Gastland dafür.
Trotzdem muss einem das Herz natürlich schwer werden, weil man angesichts der jüngsten Entwicklung vermuten kann, dass es wohl noch mehr Tote geben wird.
Wie schätzt ihr das ein? Da ja eine Berichterstattung auf "normalem Wege" nicht möglich ist, und selbst die Tagesschau auf das Internet angewiesen ist, das wohl auch bestens funktioniert - wobei man aber auch tatsächlich damit rechnen muss, dass das Neda-Video eventuell nicht echt sein könnte (was ich auch erwogen habe, aber eher ausschließe) können wir ja alle nur mutmaßen.

Acht Dinge, die wir für unsere Priester tun können.

Zuerst gefunden auf Toms Refektorium, auch David hat schon verlinkt - und tu das jetzt auch mal direkt auf den Eintrag dazu bei Berufe der Kirche Speyer.
Es geht darum, wie wir unsere Priester unterstützen und ermutigen können.

Lediglich bei Punkt Sechs müssen sie selbst was tun:

6. Grüße einen Priester, wenn du ihn siehst. Und nicht nur in der Kirche, auch im Supermarkt.

Machen wir doch glatt! Geht aber nur, wenn wir euch auch als Priester erkennen können! Also, auch zum Einkaufengehen - rein in die Soutane oder wenigstens dran mit dem Kragen!
Wie hier bereits freundlichst erbeten und dargelegt.

Santuario des Hl. Joseph von Copertino in Osimo

Schon von weitem erkennt man die Basilika an ihrer lustigen Wetterfahne, der Silhouette des fliegenden Heiligen, der auch der Schutzpatron von Osimo ist, sie folgt in ihren Umrissen grob diesem Bild:

giuseppe_in_volo

Es zeigt den Hl. Joseph, wie er beim Anblick der Engel, die er über dem nahen Heiligtum von Loreto auf- und absteigen sieht, in Ekstase fällt und losfliegt. Wie immer entsetztes Publikum dabei.

Angegliedert an die Basilika ist das Konvent der franziskanischen Minoriten, hier der Eingang

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in dem der Hl. Joseph die letzten sechs Jahre seines Lebens verbrachte.

Ein Außenbild von der HP des Santuarios:

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Und hier der Seiteneingang der Kirche

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Bilder aus dem Inneren

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Hier ein besser ausgeleuchtetes ebenfalls von der HP des Santuarios:

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Rechts neben dem Altar geht es hinab zur Gruft mit einer Vorrichtung für Rollstuhlfahrer:

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Und wie ich hinabsteige, kommt mir ein junger Mann im Radfahrertrikot entgegen, der sich beim Hl. Joseph mit einem Kuss auf das umgebende Vitrinenglas verabschiedet und sich nochmals schnell bekreuzigt.

Aufnahmen vom Schrein und in der Gruft: Da liegt er also, der fliegende Pater, in seinem Glassarg, der von Engeln getragen wird, und ist abgehoben in die Ewigkeit.

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An den Wänden finden sich zahlreiche solcher Plaketten, die Episoden aus seinem an Wundern wirklich nicht zu knapp angefüllten Leben zeigen:

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Bei der Begeisterung über die Engel über Loreto und

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beim Abheben vor den Augen des Botschafters von - moment, ich kann es nicht entziffern - trags evtl. nach.
Der Hl. Joseph ließ sich nämlich auch nicht vor der Prominenz lumpen und es gibt unter Eid abgelegte Zeugnisse von Diplomaten, Fürsten, Herzögen und Kardinälen, dass sie wirklich gesehen haben, wie er geflogen ist. Hier eine Darstellung des Abhebens vor einem geistlichen Würdenträger - das kann doch nur der Papst sein, oder?

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Ein Detail aus der Deckenbemalung der Sakristei

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Für gute Laune sorgte bei mir auch diese Statue des fliegenden Heiligen neben dem Aufgang zu seinen Räumen

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Pacelli was here!

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Schönes Detail - die Fenster mit den gemauerten Sitzbänken sind noch original erhalten (okay, mindestens die Bänke kann man erkennen *gg*)

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In den Räumen findet sich ein Bettverschlag mit einer Pritsche aus drei Brettern, auf der er schlief und ein Stück von dem Bärenfell, mit dem er sich zudeckte, einige private Gegenstände von ihm, sein Lieblingsbild von Mutter Maria mit dem Jesukind, seine Feuerstelle, seine zwei Essschüsseln und so weiter.
Alles wunderbar ausgestellt und liebevoll in Schuss gehalten von den Franziskanern plus der Installation eines Audioguides in drei Sprachen für jeden Raum.

Der Heilige wird nicht nur deshalb verehrt, weil er Wunder tat, Menschen heilte, eine ganze Schafherde wiederbelebte, ständig vom Erdboden abhob und auf das Tabernakel oder eine Marienstatue zuflog u.v.a.m., sondern weil er auch so ein unglaublicher Tölpel war, den niemand haben wollte und gebrauchen konnte. Aus einem Kapuzinerkloster wurde er als junger Bursche wieder fortgeschickt, weil er zu blöd war, "schwarzes von weißem Brot zu unterscheiden" und ihnen ständig das Geschirr zerdepperte. Nur mit der Hilfe zweier Onkel gelang es ihm, ein Kloster zu finden, das ihn aufnehmen wollte. Die theologischen Studien, die Voraussetzung für seine Priesterweihe waren, konnte er kaum bewältigen. Der Ärmste litt noch dazu unter entsetzlicher Prüfungsangst, er konnte sich die Messlesungen auf Latein kaum merken und für die entscheidende Prüfung bereitete er sich mit dem kürzesten vorgeschriebenen Messtext vor, den es überhaupt gab, die Stelle "Selig ist der Leib, der dich getragen hat". Er musste sie auf Latein lesen, übersetzen und auslegen können. In der Nacht zuvor schwitzte er Blut und Wasser. Und es begab sich, dass genau die Stelle geprüft wurde, auf die er sich vorbereitet hatte. Darum, weil es ihm so schwerfiel, aber dennoch gelang, ist er der Schutzpatron der Studenten und Abiturienten und aller, die Examen machen müssen.
In der Vitrine mit den Dankesgaben liegen deshalb auch Kopien von Zeugnissen, Diplomarbeiten und Doktorarbeiten aus. Und das Web-Gästebuch des Santuarios ist voll mit Hilferufen und Bitten an ihn, zur Zeit vor allem für die Abiturienten. Die Minoritenbrüder, die das Santuario betreuen, versprechen, in allen vorgetragenen Anliegen zu beten und Fürbitte bei ihrem bezaubernden Heiligen einzulegen.

Ich liebe den Hl. Joseph gerade deshalb dafür, dass ihn erst alle für einen ausgesprochenen Deppen, Tölpel und Vollidioten hielten, niemand ihn haben wollte und gebrauchen konnte, bis Gott kam, ihn mit Beschlag belegte und mit den erstaunlichsten Gaben und Fähigkeiten ausstattete - unter denen der Hl. Joseph durchaus häufig allerdings auch litt.

Eines der Messgewänder, die er getragen hat:

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Seine Schlappen

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Die Utensilien, die er für seine tägliche Hl. Messzelebration benutzte (die drei vier weißen Schlieren gehören nicht dazu, das sind nur Reflexe *gg*)

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Und noch Bilder vom Kreuzgang und Innenhof des Konvents

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Natürlich konnte ich diesen inspirierenden Ort nicht verlassen, ohne mir noch zwei Aufkleber mit dem fliegenden Heiligen, Kulis und einen Schlüsselanhänger (vorne Hl. Joseph - hinten sein Namensvetter BXVI) gekauft zu haben. Es hat lange gebraucht, bis ich meinen lieben Pater Joseph einmal besucht habe. Immerhin, aber da kannte ich ihn noch nicht so gut, habe ich ihn bei meinem Kircheneintritt um Fürbitte angerufen, zusammen mit der Hl. Teresa, der Hl. Barbara und einigen anderen.
In allerbester Laune - dieser Heilige macht einfach auch Spaß - fuhr ich dann weiter nach Campocavallo zur Missa Tridentina. Wo dieses Mal ganz besonders viele kleine Kinder für erfreuliche Unruhe sorgten.

Andererseits,

besteht ja die große Glaubwürdigkeit der katholischen Kirche eben darin, dass sie mit ihren Heiligen, die wundertätig sind, nicht hausieren geht. Sowohl dem Hl. Joseph von Copertino wie auch dem Hl. Padre Pio ist es ja passiert, dass man sie gedeckelt hat, aus Gründen der allerhöchsten Vorsicht. Da ist niemand hingegangen und hat gesagt: He Leute! Wir sind super! Unser Glaube ist der einzig wahre, nur bei uns sind die coolen Checker, die fliegen, vom Hagelschlag getroffene tote Schafe wiedererwecken, blinde Menschen heilen und Esel dazu bringen können, vor dem Allerheiligsten zu knien, statt vor einem Sack Hafer. Jedesmal gab es ein Riesenverfahren - boh, ist das peinlich, diese ganzen Wunder, hoffentlich erfährt keiner davon.
Ein zweischneidiges Schwert. Besser wäre gewesen, sie hätten diesen Tetzel mal verschwinden lassen, der mit dem Ablassverkauf. Den kennt heutzutage ja jeder Atheist und Protestant. Und die wirklich tollen Leute wie der Hl. Joseph von Copertino fallen dem Vergessen anheim. Naja, nicht ganz, wenn ich mir das Gästebuch des Santuarios in Osimo so durchschaue ...
Aber dazu demnächst dann mehr.

cantare

Bischof?
Nun, so häufig laufe ich ja nicht in Würzburg...
Maria Magdalena (Gast) - 29. Nov, 23:47
Danke für die Korrektur...
Danke für die Korrektur und ich muß sagen:...
str (Gast) - 29. Nov, 21:58
Verkehrte Welt
In unserer Stadt ist die "normale" Priesterkleidung...
Simona-Theresa - 29. Nov, 21:43
ich habe mal nachgesehen,...
ich habe mal nachgesehen, die kosten so um die 300...
Sarah (Gast) - 29. Nov, 15:47
Kleider...
Ionescu trifft hier natürlich den wunden Punkt...
Nikodemus (Gast) - 29. Nov, 15:19
Soutanen sind wahrscheinlich...
Dafür ist man mit zweien oder dreien zum Auswechseln...
ElsaLaska - 28. Nov, 20:16
PS: Ich will damit nicht...
PS: Ich will damit nicht sagen, dass die Priester mehr...
Sarah (Gast) - 28. Nov, 20:04
So, da ich grad das Okay...
So, da ich grad das Okay meines Rector Spiritus dafür...
Theresia-Benedicta (Gast) - 28. Nov, 15:05

la bocca

 

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