Elsas Nacht(b)revier



Francois Gérard: St. Térèse d'Avila



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"Ökumene mit Herzblut" - Besuch bei der griechisch-orthodoxen Gemeinde in MA-Luzenberg. In: Die Tagespost vom 8.9.2016.

"Eine orthdoxe Insel im Schwarzwald" - Auftakt zur Sommerserie Orthodoxie in Deutschland. Besuch bei der russisch-orthodoxen Gemeinde in Baden Baden. In: Die Tagespost vom 18. August 2016

"Die, welche uns den Gott des Todes predigen wollen" - Übersetzung eines Blogartikels von Kardinal Duka aus dem Tschechischen. In: Die Tagespost vom 13. August 2016

"Konvertiten" In: Die Tagespost vom 26. Juli 2016

"Teresa von Avila: Es gibt keinen Grund". In: Die Tagespost vom 23. Juni 2016

Rezension "Johannes Gschwind: Die Madonna mit dem geneigten Haupt". In: Die Tagespost vom 28. April 2016

Rezension "Peter Dyckhoff: Die Gottesmutter mit den drei Händen". In: Die Tagespost vom 21. April 2016

"Jacobus Voragine und seine Legenda Aurea Ausgabe lateinisch-deutsch". In: Die Tagespost vom 24. März 2016

"Ignatius jenseits von Legende und Vorurteil. Der Bericht des Pilgers und die Ignatius-Biografie von Pierre Emonet". In: Die Tagespost vom 19. Januar 2016

"Schicksalhafte Lektüre Die Taufkirche von Edith Stein in Bergzabern, wo ihr Weg der Heiligkeit begann" In: Vatican-Magazin Januar 2016

"Selbst ein Stein würde bersten. Interview mit Karam Alyas, Flüchtling aus Nordirak." In: Die Tagespost vom 4. Dezember 2015

"Am Ursprung eines stabilen Kerneuropa Gisela von Bayern und Stefan von Ungarn: Ein heiliges Paar, das zu Staatsgründern wurde" In: Vatican-Magazin Dezember 2015

"Hier wird nach Wahrheit gesucht. Ein Interview mit dem Konvertiten, Kampfkünstler und Schauspieler Michel Ruge." In: Die Tagespost vom 13. November 2015

"Leibhaftig, nicht als Symbol? Ein ungeschickter Priester: Das Blutwunder von Walldürn und die elf „Veroniken“ - In: Vatican-Magazin November 2015

"Martha und Maria in einer Person. Elisabeth Münzebrocks Porträt der Teresa von Avila" In: Die Tagespost vom 14.Oktober 2015

"Das Meisterwerk: Mann und Frau, die einander lieben." Zur Heiligsprechung der Eltern der hl. Thérèse von Lisieux. In: Vatican-Magazin Oktober 2015

"Glückssucher, Gelehrter und Vorbild. Ein gelungenes Porträt des heiligen Augustinus. In: Die Tagespost vom 27. August 2015"

"Hervorragende Brückenbauer. Ein Interview mit Simon Jacob, ZOCD u. Initiator des Project Peacemaker" In: Die Tagespost vom 21. August 2015

"Eine Tugend für Kämpfernaturen: Johannes Stöhr und die Tugend der Geduld." In: Die Tagespost vom 27.Juli 2015

"Wachen und Beten für die Welt. Ein Besuch bei den Trappistinnen auf dem pfälzischen Donnersberg." In: Die Tagespost vom 17. Juni 2015

"Ein Apostel der Armen: Der selige Paul Josef Nardini und seine Grabkapelle in Pirmasens" In: Vatican-Magazin Juni-Juli 2015

"Von der Tänzerin zur Ordensschwester. Irmgard Fides Behrendt Flucht aus dem Osten." In: Die Tagespost vom 8. Mai 2015

"Es ist eine simple Sache, zu lieben. Interview mit Torsten Hartung zu seiner Konversion." In: Die Tagespost vom 8. April 2015

"Meine Mutter stirbt an ALS" In: Christ und Welt - Beilage der "ZEIT", Ausgabe 17-2015

"Don Bosco und Maria Mazzarello" In: Vatican-Magazin April 2015

"Eine profunde Menschenkennerin. Zum dritten Band der Briefe Teresas von Avila" In: Die Tagespost vom 1. April 2015

"Katholisches Welttheater. Paul Claudel: Der seidene Schuh" In: Die Tagespost vom 19. März 2015

"Einbruch des Übernatürlichen. Michail Bulgakov: Der Meister und Margarita" In: Die Tagespost vom 7. März 2015

"Ganz Ohr für die Stimme des Herrn. Ein Kartäuser: Die Große Stille" In: Die Tagespost vom 3. März 2015

"An der Hand der großen Teresa". Eine Auswahl von Internetseiten zum 500. Geburtstag T. von Avilas. In: Die Tagespost vom 17. Februar 2015.

"Vom Krieg zum Frieden. Wie das Gefängnis für Torsten Hartung zum Tor der Gnade wurde." In: Die Tagespost vom 10. Februar 2015 (Buchbesprechung)

"Das Leben Jesu betrachten Ein Gespräch mit Pater Norbert Lauinger SAC vom Apostolatshaus in Hofstetten" In: Die Tagespost vom 31. Januar 2015

"Das Gebet ist die Drehscheibe des Christseins- Das Lebensbuch des heiligen Theophan des Einsiedlers bietet Einblick in den geistlichen Reichtum der Orthodoxie" In: Die Tagespost vom 27. Januar 2015

"Digitale Karte des Ordenslebens - Das „Jahr der Orden“ im Internet und den sozialen Medien" In: Die Tagespost vom 27. Januar 2015

"Eine Katakombenheilige im Exil Das Weinstädchen Morro d‘Alba in den Marken mit den Gebeinen der römischen Märtyrerin Teleucania." In: Vatican-Magazin Januar 2015

"Starke Frauen - Wenn Widerstand gegen herrschende Strukturen zur geistlichen Pflicht wird. Prophetinnen und Mahnerinnen in der Kirche." In: Die Tagespost vom 16. Dezember 2014

Auf Columbans Spuren. Eine unkonventionelle Pilgerreise." In: Die Tagespost vom 13. Dezember 2014

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"Die zeitlose Kunst des Sterbens. Nicht nur Hospizhelfer werden Peter Dyckhoffs Betrachtungen schätzen." In: Die Tagespost vom 20. November 2014

"Mystikerin des Apostolats. Mit Teresa von Avila Zugänge zur Spiritualität der Unbeschuhten Karmeliten finden" In: Die Tagespost vom 14.Oktober 2014

"Was die Mumien erzählen. Die Bruderschaft vom guten Tod und die Chiesa dei Morti in Urbania" In: Vatican-Magazin November 2014

"Teresa von Ávila und Johannes vom Kreuz. Die unbeschuhte Reformerin und ihr Vater, der „doctor mysticus“" In: Vatican-Magazin Oktober 2014

"Gottvertrauen als Balsam und Ansporn. Carlo Maria Martinis spirituelles Vermächtnis" In: Die Tagespost vom 4. September 2014

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"Eine Oase der Stille-nicht nur für Zweifler. Zum 850. Todestag der hl. Elisabeth von Schönau" In: Vatican-Magazin Juni_Juli 2014

"Sie zum Lächeln zu bringen wird unser aller Lieblingsbeschäftigung" Buchbesprechung Sandra Roth: Lotta Wundertüte. In: Die Tagespost vom 24. Mai 2014

"Gelungene Ouvertüre. Der Postulator Johannes Pauls II. hat eine lesenswerte Papstbiografie vorgelegt." In: Die Tagespost vom 24. April 2014

"Kloster Wittichen und die selige Luitgard" in: Vatican-Magazin Mai 2014

"Clemens Brentano und die selige Anna Katharina Emmerick" in: Vatican-Magazin April 2014.

"Wohltuend für Seele, Geist und Körper Der heilige Ulrich von Zell und sein „durch Wunder berühmtes Grab“ im Schwarzwald" In: Vatican-Magazin März 2014

"Spiritualität der Heiligen. Bischof Paul-Werner Scheele stellt Glaubenszeugen aus allen Zeiten vor." In: Die Tagespost vom 27. Februar 2014

"Hinaus in die Randgebiete der menschlichen Existenz. Der hl. Vinzenz von Paul und die heilige Louise de Marillac." In: Vatican-Magazin Februar 2014.

"Blind geboren - Doch dann geschah das Wunder. In jener Zeit, als das Christentum aufzublühen begann: Die heilige Odilie auf dem Mont Sainte-Odile im Elsass." In:Vatican-Magazin Januar 2014.

"Römische Geschichte einmal anders." Rezension zu Ulrich Nersingers Buch "Die Gendarmen des Papstes." In: Die Tagespost vom 7. Januar 2014

"Die Bärin wies den Weg. Die heilige Richardis und Unsere liebe Frau in der Krypta in Andlau." In: Vatican-Magazin Dezember 2013

"Schatten auf der Soldatenseele". In: Die Tagespost vom 3. Dezember 2013

"Über den Brenner nach Rom. Ein neuer Pilgerführer mit Etappenheiligen." In: Die Tagespost vom 28.10.2013

"Eine neue Idee von Liebe - Der Troubadour Jaufré Rudel und seine ferne Prinzessin." In: Vatican-Magazin Oktober 2013

"Zeigen, dass sie ein Werkzeug Gottes war. Die Neuausgabe der Vita der heiligen Hildegard." In: Die Tagespost vom 17. September 2013.

"Licht ihres Volkes und ihrer Zeit". Die Lektüre ihrer Briefe eignet sich in besonderer Weise, um die hochbegabte Menschenführerin Hildegard von Bingen kennenzulernen. In: Die Tagespost vom 17. September 2013

"Eine Art intensivierte Straßenpastoral" - ein Gespräch zum Jahr des Glaubens mit dem Augustiner-Chorherrn und Bloggerkollegen Hw. Alipius Müller. In: Die Tagespost vom 24. August 2013

"Das flammende Siegel des hl. Ignatius. Die Eremo delle Carceri bei Assisi" In: Vatican-Magazin August-September 2013

"Mehr als exotische Aussteiger. Ein Buch gibt Einblicke in das Leben moderner Eremiten." In: Die Tagespost vom 11. Juli 2013

"Geistliche Vitaminspritzen. Gesammelte Johannes-Perlen aus einem reichen Leben." In: Die Tagespost vom 4. Juli 2013

"Das entflammte Herz. Die Ewigkeit als Maß: Franz von Sales und Johanna Franziska von Chantal." In: Vatican-Magazin Juli 2013

"Und Christus berührte das kranke Bein. Wie der heilige Pellegrino von Forlì zum Patron der Krebskranken wurde." In: Vatican-Magazin Juni 2013

"Ida Friederike Görres und Joseph Ratzinger - die tapfere Kirschblüte und ihr Prophet in Israel." In: Vatican-Magazin Mai 2013

"Kein Maß kennt die Liebe" - über die Gemeinschaft der Barmherzigen Schwestern und das Jubiläumsjahr in Kloster Hegne. In: Die Tagepost vom 20. April 2013.

"Liebe, Wahrheit, Schönheit-das gesamte Pontifikat Benedikts XVI." - Die Buchbesprechung zu A. Kisslers Buch "Papst im Widerspruch." Online hier.

"Zuversicht statt Zweifel. Bologna und die heilige Katharina."In: Die Tagespost vom 13. April 2013

"Und in dir wird man einst die Herrlichkeit Gottes sehen" über die heilige Katharina von Bologna. In: Vatican-Magazin März-April 2013

"Schutzschirm für die Gemeinschaft. Christoph Müllers Einführung in die Benediktsregel" In: Die Tagespost vom 7. März 2013

"Fritz und Resl: Gottes Kampfsau und Jesu Seherin" In: Vatican-Magazin Februar 2013 anlässlich des 130. Geburtstags von Fritz Michael Gerlich.

"Jakub Deml-Traumprosa, die vom Jenseits erzählt" In: Die Tagespost vom 9. Februar 2013

"Der Tod ist nicht relativ" In: Die Tagespost vom 7. Februar 2013

"In heiligen Sphären. Mensch und Welt lassen sich nicht entsakralisieren" In: Die Tagespost vom 5. Februar 2013

"Die tapfere Heilige, die nicht sterben wollte Die Märtyrerin Cristina und das Blutwunder von Bolsena." In: Vatican-Magazin Januar 2013

"Alles andere als Rettungsroutine. Aus den Schätzen der Kirche schöpfen: Warum Beichte und Ablass ein Comeback verdient haben." In: Die Tagespost vom 22.12.2012.

"Leitsterne auf dem Glaubensweg. Katholische Großeltern spielen eine wichtige Rolle bei der Neuevangelisierung." In: Die Tagespost vom 22.12.2012.

"Das Netz der virtuellen Ewigkeit.Tod und Gedenken im Internet." In: Die Tagespost vom 29. November 2012.

"Der Friede auf Erden fängt zwischen Männern und Frauen an. Marias "Fiat" und Josefs "Serviam". Engel führten sie zum außergewöhnlichsten Ehebund der Weltgeschichte. In: Vatican-Magazin Dezember 2012.

"Der Marathon-Mann" - mein Porträt von S. E. Bischof Tebartz-van Elst. In: Vatican-Magazin Dezember 2012.

"Versperrter Himmel, öffne dich!" Über die Wallfahrt der totgeborenen Kinder zu Unserer lieben Frau von Avioth. In Vatican-Magazin November 2012.

"Ein französischer Vorläufer des heiligen Franziskus - zum 800. Todestag des Hl. Felix von Valois." In: Die Tagespost vom 3. November 2012

"Die Macht der Mystikerinnen" anlässlich der Heiligsprechung von Anna Schäffer. In: Die Tagespost vom 20. Oktober 2012

"Was für eine Frau!" Zur Vereinnahmung der hl. Hildegard von Esoterikerin und Feministinnen. In: Die Tagespost vom 9. Oktober 2012

Über den Kapuzinerpater Martin von Cochem zu seinem 300. Todestag. In: Die Tagespost vom 29. September 2012

"Die Kirche-ein Krimi?" in: Die Tagespost vom 30. August 2012.

"Wieder gefragt: Exorzismus!" in: PUR-Magazin September 2012

"Mir ist das Brevier wichtig geworden!" Ein Interview mit dem evang. Pfarrer Andreas Theurer, der in die katholische Kirche eintreten wird. In: Die Tagespost vom 14. August 2012

"Im Vorhof des Himmels" Die hl. Edith Stein und ihr Seelenführer, der Erzabt von Beuron. In: Vatican-Magazin August-September 2012

"Durch Gottes Gnade ein Kind der Kirche" - Edith Stein, Erzabt Raphael Walzer von Beuron und die Enzyklika Mit brennender Sorge. In: Die Tagespost vom 9. August 2012.

Der Cammino di San Francesco-Heiligtümer im Rieti-Tal. In: PUR-Magazin Juli.

Die Opfer der Bundeswehr. Mein Interview mit dem Afghanistan-Veteranen R. Sedlatzek-Müller. In: Die Tagespost, Ausgabe vom 14. Juni 2012

"Mehr als Dinkel und Kräuter: Ein Kernkraftwerk des Heiligen Geistes - die hl. Hildegard von Bingen" In. Vatican-Magazin Juni-Juli 2012

"Wie eine lodernde Feuersäule Die heilige Veronika Giuliani" In: Vatican-Magazin Mai 2012

"Die Vollblutfrau, die den Erlöser liebte: Kronzeugin des Osterereignisses: Die Geschichte von Jesus und Maria Magdalena." In: Vatican-Magazin April 2012

"Ich fühle mich als Frau in der Kirche nicht diskriminiert" Ein Interview mit mir von Petra Lorleberg für kath.net

"Die virtuelle Engelsburg hat standgehalten" in: Die Tagespost vom 22. März 2012

"Die Sowjets traten, rissen, schlugen, brannten - aber immer wieder haben die Litauer ihren Kreuzeshügel aufgebaut". In: Vatican-Magazin März 2012

"Katholische Bloggerszene stiftet Ehe" Interview mit Phil und Hedda in: Die Tagespost vom 13.März 2012

Und Du wirst mal Kardinal!" Prags Erzbischof verkörpert das Durchhaltevermögen der tschechischen Christen. In: Die Tagespost vom 18. Februar 2012

"Wo Liebe ist, ist Eifersucht nicht weit: Alfons Maria de Liguori und Schwester Maria Celeste Crostarosa, Gründer des Redemptoristenordens". In: Vatican-Magazin Ausgabe Februar 2012

Neue Kolumne über geistliche Paare: "Mann-Frau-Miteinander-Kirchesein" In: Vatican-Magazin Ausgabe Januar 2012

Unsagbar kostbare Göttlichkeit - Gold, Weihrauch und Myrrhe: Die Gaben der Heiligen Drei Könige. In: Die Tagespost vom 5. Januar 2012

"Wo die Pforten des Himmels offen sind. Loreto in den italienischen Marken". In: Vatican-Magazin Dezember 2011

"Ein Schatz, der fast zu groß für diesen Erdball ist". In: Liebesbriefe für die Kirche. Hrsg. Noe, Biermeyer-Knapp. Bestellbar hier.

Der Papst meines Lebens - Vatican-Magazin spezial zum Papstbesuch

Norcia - der Geburtsort des heiligen Benedikt: "Als sich der Erdkreis verfinstert hatte" In: Vatican-Magazin August-September 2011

In englischer Übersetzung online hier: When the world had darkened<

Der Vatikan und die Blogger - Beginn einer wunderbaren Freundschaft.

Poetische Pilgerorte-Reisen ins mystische Mittelitalien. Erschienen im MM-Verlag.


il cinguettio

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Euthanasie-Gedenkstätte bei Klingenmünster (Südpfalz)

Nein, ich bin nicht in das dortige Pfalzklinikum eingeliefert worden, ich hatte lediglich einen Ausflug auf die Burg Landeck gemacht, die sich oberhalb des Geländes des Pfalzklinikums befindet.
Dann entdeckte ich das Schild "Gedenkstätte", auf der Straßenseite gegenüber des Klinikums.
Neugierig geworden besuchte ich das Mahnmal, welches von den meisten Besuchern der Süddeutschen Weinstraße eher links liegen gelassen wird.
Ich hielt dort eine Gedenk- und Gebetsminute für die über 2.000 Opfer von Euthanasie im Dritten Reich ( genauer, in den Jahren 1940-1945) ab, die in der psychiatrischen Einrichtung des Klinikums Klingenmünster beseitigt wurden. Und zwar, weil, wie die Inschrift der Gedenktafel formuliert:

"... sie krank, schwach, oder einfach anders waren."

Ich verließ das Gelände dann, weil ich spürte, wie in mir die Verzweiflung darüber hochstieg, dass in vielen Staaten Europas mittlerweile auf dem gesetzlichen Wege versucht wird, Menschen, die krank, schwach oder einfach anders sind, zu euthanasieren.
Und niemand scheint sich mehr groß etwas dabei zu denken ...

Klingenmuenster
Taras Sirko - 31. Aug, 20:42

Ja.

So ist es. Niemand scheint sich mehr groß etwas dabei zu denken. Damals, während der dunkelsten Zeit Deutschlands, war es nicht anders. Es gab keinen nennenswerten Widerstand gegen die Euthanasie, weil die Nazis es verstanden haben, mit den ureigenen Ängsten der Menschen zu spielen. Im Hitler-Staat waren es die "Volksgesundheit" und der Verweis auf "schlechtes Erbgut", die man bemühte, um sich "unliebsamer" Menschen zu entledigen. Und weil das funktioniert hat, ging man zu einem noch umfassenderen Massenverbrechen über: zum Holocaust.

Heute argumentiert man hinsichtlich der Euthanasie mit der Würde und Selbstbestimmung des Menschen. Manchmal frage ich mich ernsthaft, welche Argumentation die perfidere ist ...

ElsaLaska - 31. Aug, 22:13

@Taras

Auch wenn Frau Schwarzer hier nicht drin vorkommt, war mir der Eintrag doch außerordentlich wichtig, der Besuch dort kürzlich erschütternd.
Danke also auch hier für deine Gedanken dazu.
Taras Sirko - 31. Aug, 23:47

@Elsa

Es ist ja auch ein wichtiges Anliegen. Die Euthanasie, meine ich, nicht Frau Schwarzer (schreibt man wohl besser dazu ...).

Ich war mal zur Besichtigung in Hadamar. Da war auch eine Euthanasie-Anstalt. Irgendwie meint man noch das ganze Leid zu spüren. Schon beklemmend.
Fidelis (Gast) - 31. Aug, 23:50

@Taras

Im 3. Reich wollte die Staatsführung aus ideologischen Gründen alle Menschen, die nach seiner Definition als "unwert" galten vernichten. Es war eine staatlich organisierte und systematische Massentötung von hundertausenden unerwünschten, angeblich "unwerten" Menschen. Und diese Menschen waren geistig Behinderte, psychisch Kranke oder eben Kinder mit irgendwelchen Behinderungen, die einfach so ermordet wurde, teilweise auf sehr grausame Art.

Bei der Diskussion um aktive Sterbehilfe oder Behilfe zum Suizid in unserer heutigen Gesellschaft geht es um die Frage, ob ein erwachsener Mensch, der klar bei Verstand ist und an einer unheilbaren, tödlichen Erkrankung schwer leidet, nachdem alle Therapiemöglichkeiten ausgeschöpft sind das Recht haben soll, nach Absprache mit seinem Arzt auf eigenen Wunsch z.B. ein tödlich wirkendes Medikament zu erhalten, mit dem Ziel einem qualvollen Sterbeprozess zu entgehen.

Bei allem Respekt für Menschen, die aktive Sterbehilfe oder Behilfe zum Suizid kritisch sehen, aber der Vergleich mit der Nazi-Euthanasie ist so absolut abwegig und falsch und bringt eigentlich nur eine völlig unnötige Schärfe und Aggression in diese Debatte.

Es gibt sicher auch vernünftige Argumente, die aktive Sterbehilfe oder Behilfe zum Suizid kritisch zu beurteilen. Es ist auch richtig kritische Stimmen zu äussern und offen zu debattieren. Nur fair bleiben sollte man.
Taras Sirko - 31. Aug, 23:59

@Fidelis

Es ist absolut nicht abwegig. Hinter jedem erlassenen Gesetz steht heute eine Lobby. Es sind eben besonders auch gewerbliche "Sterbehilfe"-Organisationen, die Druck auf den Gesetzgeber ausüben, damit ihr "Gewerbe" zugelassen wird, um mit der Tötung von Menschen Geld zu verdienen. Diesen Leuten geht es nicht um würdevolles Sterben, sondern um das Bedienen einer künstlich herbeigeführten "Nachfrage". Und das ist perfide.
Fidelis (Gast) - 1. Sep, 00:30

@Taras

Siehst Du, das ist doch ein vernünftiges Argument, das du gebracht hast. Darüber kann man diskutieren. Ich teile dein Argument sogar auch. Man könnte sich Gedanken machen, wie man es verhindert, dass irgendwelche kommerziellen Interessen damit bedient werden.

Wie ich schon geschrieben habe, gibt es ja einige sehr gute Einwände gegen aktive Sterbehilfe, die man fair diskutieren kann. Aber der Nazi-Vergleich ist doch einfach eine unsachlich und zerstört direkt jeden vernünftigen Ansatz in der Debatte.

Es gibt heute in Deutschland niemanden (wenige Ausnahmen mögen die Regel bestätigen), der eine systematische Ermordung aller Kranken, Schwachen und Behinderten will. Auch von den Befürwortern aktiver Sterbehilfe will das niemand. Wenn ein Befürworter der Sterbehilfe mit der Selbstbestimmung des Einzelnen im Sterben argumentiert, sollte man ihm nicht unterstellen, er wolle wie die Nazis alle Behinderten umbringen. Das finde ich wirklich absolut unfair und ungehörig.

Ich selbst tue mich bei dem Thema auch sehr schwer und wäge seit Jahren immer wieder verschiedene Argumente ab.
Taras Sirko - 1. Sep, 00:44

@Fidelis

Zum einen habe ich keinen direkten Nazivergleich gezogen, sondern mich gefragt, welche Form der Euthanasie perfider ist: die Ermordung per Gesetz oder die Begünstigung des Suizids per Gesetz. Da besteht ein Unterschied.

Zum anderen fallen mir Dutzende Gründe ein, aus denen ein Mensch nicht mehr leben will. Da nehme ich mich selbst nicht mal aus. Eben daher erwarte ich von einem christlich geprägten Land keine pauschal erlaubte Tötung per Gesetz ohne Einzelfallprüfung.

Aber für einen Christenmenschen sollten ohnehin ZWEI Gründe vorrangig - vielleicht sogar absolut - gelten: das 5. Gebot und das Gebot der Nächstenliebe. Letzteres sehe ich dann als gegeben, wenn ich einer/einem Sterbenden bis zum natürlichen Ende zur Seite stehe.
Fidelis (Gast) - 1. Sep, 01:42

@Taras

Ich beziehe mich jetzt mal auf den Fall, dass ein Mensch unheilbar erkrankt ist, bereits alle Therapiemöglichkeiten ausgeschöpft sind und die Krankheit in relativ kurzer Zeit den Tod zur Folge haben wird.

Nehmen wir als Beispiel eine stark fortgeschrittene Krebserkrankung mit Metastasen in diversen Körperregionen. Der betroffene Mensch hat starke Tumorschmerzen jeden Tag, er ist völlig entkräftet und abgemagert, kann nicht mehr Essen und schlucken, leidet oft unter Atemnot und Erstickungsängsten, vielleicht ist er äusserlich durch den Krebs stark entstellt, vielleicht "riecht" der Tumor stark. Die noch verbleibende Lebenserwartung liegt realistisch irgendwo zwischen einigen Tagen und wenigen Wochen. Mit jedem Tag wird der Zustand schlimmer. Der betroffene Mensch hat den Wunsch, dass es jetzt einfach nur schnell zu Ende geht und ersehnt den Tod.

Dieser Mensch wünscht nun in dieser Situation von seinem Arzt eine tödliche Spritze zu bekommen, damit der Sterbeprozess so verkürzt wird, um nicht noch möglicherweise 1 - 2 Wochen so leiden zu müssen.

Sollte es für solche Fälle eine gesetzliche Grundlage geben, das legal so zu machen, z.B. auch mit richterlicher Überprüfung des Einzelfalls und so weiter?

Oder sollte das verboten sein den Sterbeprozess zu beschleunigen, dann eben mit der Konsequenz, dass der Mensch seinen Sterbeprozess wirklich bis zum bitteren Ende durchleiden muss, auch wenn er sich lang und quälen hinzieht.

Das ist für mich die Frage eigentlich um die es geht bei der aktiven Sterbehilfe.

Hier gibt es unterschiedliche Argumente, die es sich lohnt zu diskutieren.

Als Christ sehe ich das 5. Gebot zumindest nicht verletzt in so einem Fall. Das 5. Gebot bezieht sich auf Mord, als Töten aus bösartigen Motiven, Habgier, Neid, Hass, Machtstreben, Eifersucht undso weiter. Das ist hier nicht gegeben, denn das Motiv der Tötung ist in diesem Fall, den leidenden Menschen das Leid eines quälenden Sterbeprozesses zu ersparen, auf dessen ausdrücklichen Wunsch.

Nächtenliebe gebietet es dem Sterbenden beizustehen, das sehe ich auch so. Aber auch einem Sterbenden, der aktive Sterbehilfe wünscht, kann man bis zum Ende die Hand halten.
Taras Sirko - 1. Sep, 10:33

@Fidelis

Wir dürfen hier zwei Fragen nicht vermischen. Was du schilderst, ist der durchaus verständliche Einzelfall, also eine subjektive Angelegenheit, die auch nur den Einzelnen und sein Umfeld betrifft. Wovon ich rede, ist das Prinzip, also die objektive Sicht auf den umfassenden Kulturbruch sowie dessen Auswirkungen und Hintergründe.

Bevor wir uns sinnlos im Kreis drehen: Ich werde mich bemühen, im Laufe des Tages meine Gedanken ausführlich "zu Papier" zu bringen, anstatt hier zusammenhanglose Schnipsel von mir zu geben. Das führt zwangsläufig zu Irritationen.

Wie gesagt, es geht mir nicht um die Bewertung des Einzelfalls. Da sind wir nicht unbedingt weit voneinander entfernt. Ich schrieb ja bereits: "Ich kann mir Dutzende Gründe vorstellen, aus denen ein Mensch sterben möchte." Nur darf der gerechtfertigte bzw. zumindest nachvollziehbare Grund nicht zum gesetzlich definierten Prinzip werden.

Später mehr.
ElsaLaska - 31. Aug, 23:56

@fidelis

Möglicherweise kann man dir rational und argumentativ zu einem Teil in deinem Differenzierungsversuch zustimmen.

Doch woher weißt du so genau, dass es heute wirklich so komplett anders gelagert ist als damals? Welche Interessen stehen denn dahinter?

Denk mal an die Inschrift der Gedenktafel, die ich nicht ohne Not zitierte:

"weil sie krank, schwach, oder einfach anders waren."

Es ist dieses "weil", für das man nicht wirklich eine ideologische Folie braucht.
Es ist genau dieses WEIL, warum wir, egal aus welchen Gründen und egal in welchen Zeiten wir leben, DAGEGEN sein müssen.

Fidelis (Gast) - 1. Sep, 00:37

@Elsa

"Welche Interessen stehen denn dahinter?"

Meiner Meinung nach: Angst.

Angst vor Schmerzen, Angst von Leid, Angst mit der Situation nicht fertig zu werden, Angst anderen ausgeliefert zu sein, Angst etwas unterträgliches durchmachen zu müssen. Ich glaube das ist die Triebfeder von 99% der Befürworter der aktive Sterbehilfe. Sie soll sowas wie der "letzte Ausweg" sein, den man gehen kann, wenn man es nicht mehr aushält oder glaubt es nicht aushalten zu können. Allein der Gedanke diese Möglichkeit für sich jederzeit zu haben beruhigt diese Angst vor all diesen Dingen im Sterben und in der Krankheit.
Taras Sirko - 1. Sep, 00:46

Die häufigsten Begründungen

sind Einsamkeit und "nicht zur Last fallen wollen" ...
Susann (Gast) - 1. Sep, 09:00

"...welche Form der Euthanasie perfider ist: die Ermordung per Gesetz oder die Begünstigung des Suizids per Gesetz. Da besteht ein Unterschied."

Da muss ich nicht lange überlegen. Die Ermordung per Gesetz legt eine Zwangsmaßnahme für Dritte ohne persönlichen Spielraum fest. Die Erlaubnis aktiver Sterbehilfe stellt eine Wahlmöglichkeit dar. Völlig unterschiedliche paar Schuhe.

Ich halte besonders das "slippery slope"-Argument für gerechtfertigt. Aus individueller Sicht ist der Wunsch nach aktiver Sterbehilfe in vielen Fällen absolut zu verstehen, und liegt auch nicht immer in Angst vor Einsamkeit/"zur Last fallen" begründet.
Taras Sirko - 1. Sep, 12:36

Gedanken zur Sterbehilfe

Es war, wenn ich mich recht erinnere, im Sommer 1992. An einem Samstagnachmittag. Ich hatte es eilig heimzukommen, wollte vorher noch schnell einen Kollegen zuhause absetzen. Plötzlich Warnblinkanlagen. Die Fahrzeuge waren verlassen, also gingen auch mein Kollege und ich nachsehen. Quer auf der Straße stand ein Kleinbus, halb darunter sah ich ein verbogenes Fahrrad. Im Straßengraben lag unter einer Thermodecke ein Mann. Ich fragte, ob Rettungskräfte informiert seien, und nachdem das bejaht wurde, setzte ich mich zu dem Mann in den Straßengraben, legte ihm die Hand auf die Schulter und redete auf ihn ein. Ob er mich wahrgenommen hat, weiß ich nicht. Er zitterte. Er starb. Das spürte ich. Also wollte ich ihm einen letzten Dienst erweisen, in der Hoffnung, er würde meine Anwesenheit bemerken. Auf dem Weg zum Krankenhaus starb er. Vielleicht war meine Stimme seine letzte Wahrnehmung. Vielleicht.

Ich denke, es war eine gute Eingebung, den Sterbenden nicht allein zu lassen. Und ich, damals Atheist, habe erkannt, dass ich niemanden zurückhalten kann, den Tunnel mit dem Licht am anderen Ende zu betreten. Gleichsam erkannte ich, dass ich schon gar nicht das Recht habe, ohne höchste Not jemanden in diese schwarze Öffnung hineinzustoßen.

Was wäre gewesen, wenn der Mann bei Bewusstsein gewesen wäre und mich angefleht hätte, ihn von seinen Schmerzen zu befreien? Hätte ich es dann tun sollen? Einfache Antwort: Ich hätte es nicht gekonnt! Dieser Mensch war für mich ein hilfloses, schutzloses Wesen, dem ich beim besten Willen nichts hätte antun können - auch nicht auf sein eindringliches Flehen hin. Nun gut, manche Menschen mögen es anders sehen.

Doch dann sollte man auch selbst aktiv werden. Wer die Tötung eines Sterbenden für einen Akt der Liebe hält, sollte diesen Liebesdienst höchstselbst erweisen und sich den Konsequenzen stellen. Allerdings will die Mehrheit der Befürworter der sogenannten aktiven Sterbehilfe die Verantwortung auf Dritte abwälzen. Die Ärzte sollen es tun. Und wenn die nicht wollen? Wer wird dann in die Pflicht genommen? Eine gewerbliche Organisation? Oder wird die Ausbildung zum Facharzt für Sterbehilfe eingeführt, um die sich dann nur Leute bemühen, die einen solchen ›Liebesdienst‹ gerne verrichten? Stell dir doch einfach mal vor, @Fidelis, du bist nicht der ›Händchenhalter‹, sondern der ›Schierlingsbecherreicher‹. Wärest du dazu in der Lage? Und willst du das wirklich?

Wie gesagt, es geht mir nicht um den individuellen Fall. Dieser muss individuell bleiben und als Einzelfall durch ein Gericht geprüft werden. Es geht mir hier vielmehr um das Prinzip: um die Kultur einer christlich und humanistisch geprägten Gesellschaft hinsichtlich des Umgangs mit ihren Kranken, Schwachen, Sterbenden. Und es geht um den Versuch von Lobbyisten, unsere ohnehin schon stark ramponierte Kultur noch weiter zugunsten einer falsch verstandenen Autonomie den Menschen der ökonomischen Nützlichkeit anzupassen. Mit einem Gesetz.

Sorry, aber die aktive Sterbehilfe in einen Gesetztext packen zu wollen, ist schlicht unmöglich. Das Bundesverfassungsgericht hat schon im Vorfeld Bedenken gegen sämtliche Rohentwürfe angemeldet. Keiner davon entspricht den Anforderungen des Grundgesetzes. Was also soll in diesem Gesetz stehen, was nicht längst geregelt ist? Bereits heute werden Fälle der aktiven Sterbehilfe im Einzelfall bewertet und selten mehr als symbolisch sanktioniert. Auch bei den Richtern geht das Verständnis sehr weit, ist der Ermessensspielraum sehr groß.

A propos Gesetz: Betrachten wir nur mal das Gesetz zur Beschneidung von jüdischen und muslimischen Knaben. Hier gilt neuerdings: Körperverletzung ist zwar verboten, aber wenn sie sachgerecht durchgeführt wird, schreitet die Justiz nur ein, wenn etwas schief geht. Da wäre es unter Rücksichtnahme auf die Freiheit der Religionsausübung wahrlich besser gewesen, es bei der alten ›Nichtregelung‹ und ggf. der Einzelfallprüfung bei Folgeschäden zu belassen. So allerdings hat man ein abstruses Rechtsparadoxon geschaffen. Ähnlich soll es sich mit der sogenannten aktiven Sterbehilfe verhalten: Eine ›gutgemeinte‹ Tötung wird erlaubt, sofern der Betroffene darum ersucht.

Auch der ›Kannibale von Rotenburg‹ könnte sich damit auf ein solches Töten auf Verlangen berufen. Denn meines Wissens wollte sein Opfer getötet und gegessen werden. Gut, das mag ein krasses Beispiel sein, aber die Abgründe der menschlichen Seele haben bereits genügend krasses Verhalten hervorgebracht. Das muss man leider zur Kenntnis nehmen.

Zur Euthanasie im Nazistaat: Vergessen wir nicht, dass es in Klingenmünster, Hadamar oder Bernburg die selben Ärzte und Pfleger waren, die zuerst ihre Schutzbefohlenen umsorgt und dann bereitwillig getötet haben. Ganz ›normale‹ Menschen wie du und ich wurden zu Vollstreckern einer Wahnvorstellung. Kann das heute nicht mehr geschehen? Hat sich der Mensch derart gewandelt? Ich fürchte nicht.

Aber beim Vergleich mit der Nazi-Euthanasie ging es mir im Wesentlichen nicht um die Vergleichbarkeit mit der aktiven Sterbehilfe, sondern um das begünstigende Stillhalten der Bevölkerung. Manche Leute waren sogar froh darüber, ihre Kranken, Schwachen und ›Anderen‹ endgültig loszuwerden. Hinter diesen Verbrechen offenbarte sich die wahnhafte Ideologie vom ›gesunden und sauberen Herrenmenschenvolk‹ in all ihrer Hässlichkeit. Heute leben wir hingegen in einer Gesellschaft, die Schönheit, Gesundheit und Vitalität zu Idealen verklärt. Und nun sagt plötzlich der Gesetzgeber: »Wenn du dich nicht mehr schön, gesund und vital fühlst, räumen wir dir die Möglichkeit der Sterbehilfe ein.«

Damit wir uns richtig verstehen: Es geht nicht allein um Menschen, die ihre Schmerzen nicht mehr ertragen können. Für diese Fälle hege ich tiefstes und ehrlichstes Verständnis. Es geht aber auch um Menschen, die sich ›unwert‹ und ›überflüssig‹ fühlen. Wie will man da Missbrauch ausschließen? Wie kann man verhindern, dass diese Menschen in ihrer Haltung bestärkt werden, anstatt das Gefühl vermittelt zu bekommen, wertvoll zu sein und gebraucht zu werden? Beides unmöglich. So weit reicht der Arm des Gesetzes nicht.

Kann man die Menschen beeinflussen, sterben zu wollen? Ja. Man bekommt jeden Tag suggeriert, wie wichtig es ist, ›gebraucht‹ zu werden, womit meist der ökonomische Nutzen gemeint wird. Und es ist die ›Königsklasse‹ der Beeinflussung, einem Menschen zu vermitteln, dass es besser wäre, freiwillig aus dem Leben zu scheiden und mit seinem Leiden den Schönen, Gesunden und Vitalen nicht mehr zur Last zu fallen. Letzteres mag nicht der einzige Beweggrund für den Sterbewillen sein, aber einer der meistgenannten. Hier hat der Kahlschlag der Kultur reibungslos funktioniert.

Besonders wir Christenmenschen sollten angesichts solcher Entwicklungen hellhörig sein. Unsere Glaubensgeschwister im frühen Japan wurden von Samuraikriegern gejagt, gefoltert und gekreuzigt - unter anderem auch deshalb, weil die christliche Lehre den Suizid verbietet, der für einen Samurai zu seiner Kultur gehörte. Zuerst als ein freiwilliger Akt der Ehrenhaftigkeit, später in der Form des ›freiwilligen Zwangs‹. Seppuku bzw. Harakiri beging man, sobald man seinem Daimyo oder Hatamoto nicht mehr vollumfänglich dienlich sein konnte (also spätestens mit Anfang 40).

Es ist so leicht, einem Menschen den ›Sterbewillen‹ einzureden. Bitte sagt doch mal den alten Menschen im Seniorenheim, sie können nur noch einmal im Monat besucht werden. Oder gar nicht mehr. Was werden viele dann antworten? Dass sie nicht mehr können, dass sie nicht mehr wollen, dass es endlich ein Ende haben soll. Und dass man nicht länger zur Last fallen will.

Weil man krank, schwach oder einfach nur anders ist.

------------------

PS: Nichtchristen kann es ziemlich egal sein, dass das Christentum den Suizid als schwere Sünde wider das Leben und die Natur bezeichnet. Aber mal ehrlich: Wenn uns Christgläubigen der Suizid verboten ist, kann uns dann die Beihilfe dazu erlaubt sein? Und sollten wir uns nicht lieber für eine bessere Sterbebegleitung anstatt für die Sterbehilfe engagieren? Aber das sind nur meine persönlichen Gedanken, die muss niemand teilen.

Fidelis (Gast) - 1. Sep, 16:45

@Taras

Du bist doch Soldat, oder? Nehmen wir an du bist in einem Fronteinsatz, mitten im Gefecht. Plötzlich wird der Kamerad neben dir von einem Bauchschuss getroffen. Er geht zu Boden, blutet sehr stark aus dem Bauch, schreit vor Schmerzen. Dir ist klar, dass dein Kamerad so schwer verletzt ist, dass er hier vor Ort sterben wird. Er fleht dich schmerzverzerrt an, ihm den Gnadenschuss zu geben.

Wie würdest du handeln? Wäre es Sünde ihm den Gnadenschuss zu geben oder wäre es Nächstenliebe? Könnte das Töten in so einem Fall nicht doch eine moralisch richtige Handlung sein, vielleicht sogar eine moralisch gebotene Handlung? Oder wäre es moralische Pflicht dem Kameraden die Hand zu halten und ihn elendig krepieren zu lassen?

Ich finde es einfach schwierig so Pauschalurteile zu fällen. Es kann eben sehr unterschiedliche Fälle geben.

Du fragtest mich, ob ich aktive Sterbehilfe leisten könnte. Und da kann ich nur antworten, dass es immer auf den Einzelfall ankommt.

Ich kann mir vorstellen, dass es Fälle geben kann, in denen ich dazu bereit wäre und in denen ich es auch als Liebesakt sehen kann.

Jedenfalls, wenn wir uns als Gesellschaft darauf verständigen in bestimmten Einzelfällen sowas legal machen zu dürfen, muss es dafür doch auch eine gesetzliche Grundlage geben, die den Menschen Rechtssicherheit verschafft.
Taras Sirko - 1. Sep, 18:31

@Fidelis

Ich war Soldat. Und als solcher gebe ich niemandem einen "Gnadenschuss". In der von dir beschriebenen Situation stehen mir vier Spritzen mit extrem starken Schmerzmitteln zur Verfügung - zwei in seinem, zwei in meinem Medizin-Set. Dann stirbt er ohne Schmerzen - und ohne mein aktives Zutun. Meine moralische Pflicht ist es, ihm nötigenfalls auch meine Spritzen zu verabreichen, falls seine nicht ausreichend sind (was in der Regel nicht notwendig ist).

Die Sache mit dem Gesetz sehen wir eben umgekehrt. Du möchtest ein Gesetz, das die aktive Sterbehilfe zwar nicht pauschal, aber weitgehend erlaubt. Ich möchte eine Regelung, in der im Einzelfall im Nachgang nachgewiesen werden muss, dass das Handeln unumgänglich war. Noch lieber hätte ich, wie bereits geschrieben, gar keine Sterbehilfe, sondern Sterbebegleitung ohne Giftcocktail.
cassian (Gast) - 2. Sep, 21:36

Gedanken zur Sterbehilfe II

"ich beziehe mich jetzt mal auf den Fall, dass ein Mensch unheilbar erkrankt ist,..."
Entschuldigen Sie @Fidelis, aber das Leben ist nun mal eine Krankheit die zum Tode führt.
und wenn Sie es infinitesimal betrachten, ist JEDER natürlich Sterbende um so "unheilbarer",
je näher er am irdischen Tod ist.
die letzte Stunde, die letzte Minute, die letzte Sekunde.
ich habe @Elsa`s Sterben Ihrer Mutter mitgelesen, und wenn ich noch jemand verstehen könnte
der zB nicht ersticken will, dann wäre es so ein Ende.
aber wir Christen glauben (mal mehr mal weniger, je nach Tagesform) daran, daß wir nur in
SEINE Hände fallen können und werden.
wenn Sie das Schmerzthema ansprechen, tun Sie so, als hätte den Menschen die letzten
500.000 Jahre etwas gefehlt beim Sterben.
und daß wir erst heute so "human" sind und jemanden "erlösen". es gibt nur einen Erlöser, Entschuldigung.
die Hybris unserer Spezies ist dermaßen überhöht, daß wir gerade in den letzten Jahrzehnten
glauben, Dinge besser zu machen als in den letzten 500.000 Jahren.
die moderne Welt hat es geschafft, das Sterben aus dm Bewußtsein zu tilgen und auf ein paar
wenige Japser in der Intensivstation zu reduzieren.
ich glaube ernsthaft, daß in den meisten Fällen der aktiven Sterbehilfe den Hinterbleibenden
leichter ist als dem der -eine zeitlang zuvor- "in klarem Bewußtsein" das Gift wollte.
zum Einen weiß man, daß sich in unserer humanen Gesellschaft immer mehr Alte als Last erleben,
und zum Anderen, wenn es an die letzte Stunde, Minute, Sekunde geht, wenn der Sterbende
schon mehr "drüben" als "hier" ist, wenn er nicht mehr reden kann: was ist wenn er DANN
selbst sterben will? dann stirbt er in einem Albtraum.
als mein Vater vielleicht noch 1 Woche lebte, es war Bauchspeicheldrüsen-Krebs, da fragte ich Ihn
ob er Schmerzen habe. Er sagte: "Als ob ich bis zum Gürtel in siedendes Öl getaucht wäre."
wir baten dann den Pfleger, das Morphium zu erhöhen. das ist passiv, das ist was ziemlich
Anderes. es besagt, daß ein sicherer Tod früher in Kauf genommen wird, aber mit weniger Schmerzen.
3 Tage vor seinem Tod sagte mein Vater -nach längerem Delirium- "Es gibt IHN also doch!"
das hätte er mit der Spritze nicht mehr sagen können.
und ich könnte es nicht als Zeugnis weitergeben.
ja, soweit.
Fidelis (Gast) - 3. Sep, 01:07

Ich habe mir das auch schon überlegt, ob das nicht eine gute Alternative zur aktiven Sterbehilfe wäre, wenn ein Mensch sich am Ende einer schweren Krankheit freiwillig in ein künstliches Koma versetzen lässt.

Den Zeitpunkt könnte der Patient dann selbst wählen. Er kann vorher noch in Ruhe seine letzten Angelegenheiten regeln, kann sich von seinen Lieben verabschieden, noch einmal mit ihnen zusammensitzen, etwas essen usw. (falls noch möglich).

Und dann lässt er sich eine Spritze mit Schlafmittel geben und schläft friedlich ein, ist aber nicht tot, sondern nur bewusstslos. Zur Sicherheit gibt es noch hohe Dosen Morphium, um ganz sicher zu gehen, dass er keine Schmerzen hat. Künstliche Ernährung, Infusionen mit Flüssigkeit, lebensverlängernde Medikamente usw. kann der Patient per Patientenverfügung vorher schon ablehnen.

Damit bekommt dieser Mensch die letzten Tage seines Sterbeprozesses nicht mehr bewusst mit. Der Sterbeprozess wird durch das viele Morphium vielleicht beschleunigt, aber der Mensch wird nicht aktiv getötet. Irgendwann versagt dann sein Organismus und stirbt.

Das wäre doch eigentlich eine Alternative, ein Kompromiss. Oder?
ElsaLaska - 3. Sep, 01:14

@fidelis

Warum sollte man bewusstlos sterben wollen?
Also das klingt jetzt komisch, aber mal ehrlich: Ist das ein erstrebenswerter Zustand? Nur, weil es vor der Wahrnehmung von Schwäche und Schmerzen bewahrt?
Meine Mutter hat auch nicht mehr so wahnsinnig viel mitbekommen, klar hatte sie Angst, aber diese Angst wurde gemildert dadurch, dass sie wusste, ICH BIN DA (da ist übrigens die Zusage unseres Gottes....) und ich werde alles tun, was möglich ist, um ihr beizustehen - ohne sie umzubringen, denn ich würde meine Mutter niemals umbringen oder besser, hätte sie niemals umgebracht.
Wenn man bewusstlos ist, kann man nicht mehr die letzten Sakramente empfangen, man kann nicht mehr beten. Was ist daran erstrebenswert?
Klar, es ist schön, schlafen zu dürfen, wenn man nicht schlafen kann, aber dafür hat die Palliativmedizin mittlerweile Hilfe parat. Ansonsten wäre ich schon dafür, dass man im vollen Bewusstsein Abschied nehmen darf, das ist doch auch für die Angehörigen schöner und trostreicher, wenn sie noch ein paar letzte Worte wechseln dürfen. (Siehe Cassian). Und für einen selbst doch ganz bestimmt auch.

Ich habe einen Lektüretipp für dich und andere Mitlesende: "Sterben im Vertrauen auf Gott" von Peter Dyckhoff.

(Krass gesagt: Hat Jesus das Angebot angenommen, im Betäubungskoma sterben zu dürfen? Nein, oder?)
ElsaLaska - 2. Sep, 23:16

@all

Danke für eure Beiträge.

Vor allem auch Taras und cassian, Taras wegen seiner guten Argumente, cassian für sein bewegendes Zeugnis.
Möge dein Vater in Frieden ruhen.

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cantare

sofort dachte ich an...
der bei dem großen Beben von 1915 in einer Kirche...
Cassian (Gast) - 25. Aug, 07:41
hab an Dich vorhin gedacht,...
hab an Dich vorhin gedacht, als ich Nachrichten sah...
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... lässt wie jedes Jahr zu wünschen übrig....
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Ein Lebenszeichen für uns Besorgten wäre...
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