Elsas Nacht(b)revier



Francois Gérard: St. Térèse d'Avila



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Aktuelle Veröffentlichungen

"Ökumene mit Herzblut" - Besuch bei der griechisch-orthodoxen Gemeinde in MA-Luzenberg. In: Die Tagespost vom 8.9.2016.

"Eine orthdoxe Insel im Schwarzwald" - Auftakt zur Sommerserie Orthodoxie in Deutschland. Besuch bei der russisch-orthodoxen Gemeinde in Baden Baden. In: Die Tagespost vom 18. August 2016

"Die, welche uns den Gott des Todes predigen wollen" - Übersetzung eines Blogartikels von Kardinal Duka aus dem Tschechischen. In: Die Tagespost vom 13. August 2016

"Konvertiten" In: Die Tagespost vom 26. Juli 2016

"Teresa von Avila: Es gibt keinen Grund". In: Die Tagespost vom 23. Juni 2016

Rezension "Johannes Gschwind: Die Madonna mit dem geneigten Haupt". In: Die Tagespost vom 28. April 2016

Rezension "Peter Dyckhoff: Die Gottesmutter mit den drei Händen". In: Die Tagespost vom 21. April 2016

"Jacobus Voragine und seine Legenda Aurea Ausgabe lateinisch-deutsch". In: Die Tagespost vom 24. März 2016

"Ignatius jenseits von Legende und Vorurteil. Der Bericht des Pilgers und die Ignatius-Biografie von Pierre Emonet". In: Die Tagespost vom 19. Januar 2016

"Schicksalhafte Lektüre Die Taufkirche von Edith Stein in Bergzabern, wo ihr Weg der Heiligkeit begann" In: Vatican-Magazin Januar 2016

"Selbst ein Stein würde bersten. Interview mit Karam Alyas, Flüchtling aus Nordirak." In: Die Tagespost vom 4. Dezember 2015

"Am Ursprung eines stabilen Kerneuropa Gisela von Bayern und Stefan von Ungarn: Ein heiliges Paar, das zu Staatsgründern wurde" In: Vatican-Magazin Dezember 2015

"Hier wird nach Wahrheit gesucht. Ein Interview mit dem Konvertiten, Kampfkünstler und Schauspieler Michel Ruge." In: Die Tagespost vom 13. November 2015

"Leibhaftig, nicht als Symbol? Ein ungeschickter Priester: Das Blutwunder von Walldürn und die elf „Veroniken“ - In: Vatican-Magazin November 2015

"Martha und Maria in einer Person. Elisabeth Münzebrocks Porträt der Teresa von Avila" In: Die Tagespost vom 14.Oktober 2015

"Das Meisterwerk: Mann und Frau, die einander lieben." Zur Heiligsprechung der Eltern der hl. Thérèse von Lisieux. In: Vatican-Magazin Oktober 2015

"Glückssucher, Gelehrter und Vorbild. Ein gelungenes Porträt des heiligen Augustinus. In: Die Tagespost vom 27. August 2015"

"Hervorragende Brückenbauer. Ein Interview mit Simon Jacob, ZOCD u. Initiator des Project Peacemaker" In: Die Tagespost vom 21. August 2015

"Eine Tugend für Kämpfernaturen: Johannes Stöhr und die Tugend der Geduld." In: Die Tagespost vom 27.Juli 2015

"Wachen und Beten für die Welt. Ein Besuch bei den Trappistinnen auf dem pfälzischen Donnersberg." In: Die Tagespost vom 17. Juni 2015

"Ein Apostel der Armen: Der selige Paul Josef Nardini und seine Grabkapelle in Pirmasens" In: Vatican-Magazin Juni-Juli 2015

"Von der Tänzerin zur Ordensschwester. Irmgard Fides Behrendt Flucht aus dem Osten." In: Die Tagespost vom 8. Mai 2015

"Es ist eine simple Sache, zu lieben. Interview mit Torsten Hartung zu seiner Konversion." In: Die Tagespost vom 8. April 2015

"Meine Mutter stirbt an ALS" In: Christ und Welt - Beilage der "ZEIT", Ausgabe 17-2015

"Don Bosco und Maria Mazzarello" In: Vatican-Magazin April 2015

"Eine profunde Menschenkennerin. Zum dritten Band der Briefe Teresas von Avila" In: Die Tagespost vom 1. April 2015

"Katholisches Welttheater. Paul Claudel: Der seidene Schuh" In: Die Tagespost vom 19. März 2015

"Einbruch des Übernatürlichen. Michail Bulgakov: Der Meister und Margarita" In: Die Tagespost vom 7. März 2015

"Ganz Ohr für die Stimme des Herrn. Ein Kartäuser: Die Große Stille" In: Die Tagespost vom 3. März 2015

"An der Hand der großen Teresa". Eine Auswahl von Internetseiten zum 500. Geburtstag T. von Avilas. In: Die Tagespost vom 17. Februar 2015.

"Vom Krieg zum Frieden. Wie das Gefängnis für Torsten Hartung zum Tor der Gnade wurde." In: Die Tagespost vom 10. Februar 2015 (Buchbesprechung)

"Das Leben Jesu betrachten Ein Gespräch mit Pater Norbert Lauinger SAC vom Apostolatshaus in Hofstetten" In: Die Tagespost vom 31. Januar 2015

"Das Gebet ist die Drehscheibe des Christseins- Das Lebensbuch des heiligen Theophan des Einsiedlers bietet Einblick in den geistlichen Reichtum der Orthodoxie" In: Die Tagespost vom 27. Januar 2015

"Digitale Karte des Ordenslebens - Das „Jahr der Orden“ im Internet und den sozialen Medien" In: Die Tagespost vom 27. Januar 2015

"Eine Katakombenheilige im Exil Das Weinstädchen Morro d‘Alba in den Marken mit den Gebeinen der römischen Märtyrerin Teleucania." In: Vatican-Magazin Januar 2015

"Starke Frauen - Wenn Widerstand gegen herrschende Strukturen zur geistlichen Pflicht wird. Prophetinnen und Mahnerinnen in der Kirche." In: Die Tagespost vom 16. Dezember 2014

Auf Columbans Spuren. Eine unkonventionelle Pilgerreise." In: Die Tagespost vom 13. Dezember 2014

"Geistliche Paare: Der heilige Paulinus von Nola und seine Therasia" In: Vatican-Magazin Dezember 2014

"Die zeitlose Kunst des Sterbens. Nicht nur Hospizhelfer werden Peter Dyckhoffs Betrachtungen schätzen." In: Die Tagespost vom 20. November 2014

"Mystikerin des Apostolats. Mit Teresa von Avila Zugänge zur Spiritualität der Unbeschuhten Karmeliten finden" In: Die Tagespost vom 14.Oktober 2014

"Was die Mumien erzählen. Die Bruderschaft vom guten Tod und die Chiesa dei Morti in Urbania" In: Vatican-Magazin November 2014

"Teresa von Ávila und Johannes vom Kreuz. Die unbeschuhte Reformerin und ihr Vater, der „doctor mysticus“" In: Vatican-Magazin Oktober 2014

"Gottvertrauen als Balsam und Ansporn. Carlo Maria Martinis spirituelles Vermächtnis" In: Die Tagespost vom 4. September 2014

"Unter den Märtyrern der Gegenwart. Soon Ok Lee hat die Haft in einem nordkoreanischen Straflager überlebt und zum christlichen Glauben gefunden." In: Die Tagespost vom 16. August 2014

"Zeugen monastischer Kultur. Seit 20 Jahren gibt es das Netz cluniazensischer Stätten im Schwarzwald." In: Die Tagespost vom 17. Juli 2014

"Franziskus-Effekt in Umbrien. Steigende Pilgerzahlen in Assisi und eine Friedensmission im Heiligen Land." In: Die Tagespost vom 12. Juni 2014

"Im Bunker fing alles an. Franco de Battaglia schildert die Anfänge der Fokolarbewegung." In: Die Tagespost vom 5. Juni 2014

"Eine Oase der Stille-nicht nur für Zweifler. Zum 850. Todestag der hl. Elisabeth von Schönau" In: Vatican-Magazin Juni_Juli 2014

"Sie zum Lächeln zu bringen wird unser aller Lieblingsbeschäftigung" Buchbesprechung Sandra Roth: Lotta Wundertüte. In: Die Tagespost vom 24. Mai 2014

"Gelungene Ouvertüre. Der Postulator Johannes Pauls II. hat eine lesenswerte Papstbiografie vorgelegt." In: Die Tagespost vom 24. April 2014

"Kloster Wittichen und die selige Luitgard" in: Vatican-Magazin Mai 2014

"Clemens Brentano und die selige Anna Katharina Emmerick" in: Vatican-Magazin April 2014.

"Wohltuend für Seele, Geist und Körper Der heilige Ulrich von Zell und sein „durch Wunder berühmtes Grab“ im Schwarzwald" In: Vatican-Magazin März 2014

"Spiritualität der Heiligen. Bischof Paul-Werner Scheele stellt Glaubenszeugen aus allen Zeiten vor." In: Die Tagespost vom 27. Februar 2014

"Hinaus in die Randgebiete der menschlichen Existenz. Der hl. Vinzenz von Paul und die heilige Louise de Marillac." In: Vatican-Magazin Februar 2014.

"Blind geboren - Doch dann geschah das Wunder. In jener Zeit, als das Christentum aufzublühen begann: Die heilige Odilie auf dem Mont Sainte-Odile im Elsass." In:Vatican-Magazin Januar 2014.

"Römische Geschichte einmal anders." Rezension zu Ulrich Nersingers Buch "Die Gendarmen des Papstes." In: Die Tagespost vom 7. Januar 2014

"Die Bärin wies den Weg. Die heilige Richardis und Unsere liebe Frau in der Krypta in Andlau." In: Vatican-Magazin Dezember 2013

"Schatten auf der Soldatenseele". In: Die Tagespost vom 3. Dezember 2013

"Über den Brenner nach Rom. Ein neuer Pilgerführer mit Etappenheiligen." In: Die Tagespost vom 28.10.2013

"Eine neue Idee von Liebe - Der Troubadour Jaufré Rudel und seine ferne Prinzessin." In: Vatican-Magazin Oktober 2013

"Zeigen, dass sie ein Werkzeug Gottes war. Die Neuausgabe der Vita der heiligen Hildegard." In: Die Tagespost vom 17. September 2013.

"Licht ihres Volkes und ihrer Zeit". Die Lektüre ihrer Briefe eignet sich in besonderer Weise, um die hochbegabte Menschenführerin Hildegard von Bingen kennenzulernen. In: Die Tagespost vom 17. September 2013

"Eine Art intensivierte Straßenpastoral" - ein Gespräch zum Jahr des Glaubens mit dem Augustiner-Chorherrn und Bloggerkollegen Hw. Alipius Müller. In: Die Tagespost vom 24. August 2013

"Das flammende Siegel des hl. Ignatius. Die Eremo delle Carceri bei Assisi" In: Vatican-Magazin August-September 2013

"Mehr als exotische Aussteiger. Ein Buch gibt Einblicke in das Leben moderner Eremiten." In: Die Tagespost vom 11. Juli 2013

"Geistliche Vitaminspritzen. Gesammelte Johannes-Perlen aus einem reichen Leben." In: Die Tagespost vom 4. Juli 2013

"Das entflammte Herz. Die Ewigkeit als Maß: Franz von Sales und Johanna Franziska von Chantal." In: Vatican-Magazin Juli 2013

"Und Christus berührte das kranke Bein. Wie der heilige Pellegrino von Forlì zum Patron der Krebskranken wurde." In: Vatican-Magazin Juni 2013

"Ida Friederike Görres und Joseph Ratzinger - die tapfere Kirschblüte und ihr Prophet in Israel." In: Vatican-Magazin Mai 2013

"Kein Maß kennt die Liebe" - über die Gemeinschaft der Barmherzigen Schwestern und das Jubiläumsjahr in Kloster Hegne. In: Die Tagepost vom 20. April 2013.

"Liebe, Wahrheit, Schönheit-das gesamte Pontifikat Benedikts XVI." - Die Buchbesprechung zu A. Kisslers Buch "Papst im Widerspruch." Online hier.

"Zuversicht statt Zweifel. Bologna und die heilige Katharina."In: Die Tagespost vom 13. April 2013

"Und in dir wird man einst die Herrlichkeit Gottes sehen" über die heilige Katharina von Bologna. In: Vatican-Magazin März-April 2013

"Schutzschirm für die Gemeinschaft. Christoph Müllers Einführung in die Benediktsregel" In: Die Tagespost vom 7. März 2013

"Fritz und Resl: Gottes Kampfsau und Jesu Seherin" In: Vatican-Magazin Februar 2013 anlässlich des 130. Geburtstags von Fritz Michael Gerlich.

"Jakub Deml-Traumprosa, die vom Jenseits erzählt" In: Die Tagespost vom 9. Februar 2013

"Der Tod ist nicht relativ" In: Die Tagespost vom 7. Februar 2013

"In heiligen Sphären. Mensch und Welt lassen sich nicht entsakralisieren" In: Die Tagespost vom 5. Februar 2013

"Die tapfere Heilige, die nicht sterben wollte Die Märtyrerin Cristina und das Blutwunder von Bolsena." In: Vatican-Magazin Januar 2013

"Alles andere als Rettungsroutine. Aus den Schätzen der Kirche schöpfen: Warum Beichte und Ablass ein Comeback verdient haben." In: Die Tagespost vom 22.12.2012.

"Leitsterne auf dem Glaubensweg. Katholische Großeltern spielen eine wichtige Rolle bei der Neuevangelisierung." In: Die Tagespost vom 22.12.2012.

"Das Netz der virtuellen Ewigkeit.Tod und Gedenken im Internet." In: Die Tagespost vom 29. November 2012.

"Der Friede auf Erden fängt zwischen Männern und Frauen an. Marias "Fiat" und Josefs "Serviam". Engel führten sie zum außergewöhnlichsten Ehebund der Weltgeschichte. In: Vatican-Magazin Dezember 2012.

"Der Marathon-Mann" - mein Porträt von S. E. Bischof Tebartz-van Elst. In: Vatican-Magazin Dezember 2012.

"Versperrter Himmel, öffne dich!" Über die Wallfahrt der totgeborenen Kinder zu Unserer lieben Frau von Avioth. In Vatican-Magazin November 2012.

"Ein französischer Vorläufer des heiligen Franziskus - zum 800. Todestag des Hl. Felix von Valois." In: Die Tagespost vom 3. November 2012

"Die Macht der Mystikerinnen" anlässlich der Heiligsprechung von Anna Schäffer. In: Die Tagespost vom 20. Oktober 2012

"Was für eine Frau!" Zur Vereinnahmung der hl. Hildegard von Esoterikerin und Feministinnen. In: Die Tagespost vom 9. Oktober 2012

Über den Kapuzinerpater Martin von Cochem zu seinem 300. Todestag. In: Die Tagespost vom 29. September 2012

"Die Kirche-ein Krimi?" in: Die Tagespost vom 30. August 2012.

"Wieder gefragt: Exorzismus!" in: PUR-Magazin September 2012

"Mir ist das Brevier wichtig geworden!" Ein Interview mit dem evang. Pfarrer Andreas Theurer, der in die katholische Kirche eintreten wird. In: Die Tagespost vom 14. August 2012

"Im Vorhof des Himmels" Die hl. Edith Stein und ihr Seelenführer, der Erzabt von Beuron. In: Vatican-Magazin August-September 2012

"Durch Gottes Gnade ein Kind der Kirche" - Edith Stein, Erzabt Raphael Walzer von Beuron und die Enzyklika Mit brennender Sorge. In: Die Tagespost vom 9. August 2012.

Der Cammino di San Francesco-Heiligtümer im Rieti-Tal. In: PUR-Magazin Juli.

Die Opfer der Bundeswehr. Mein Interview mit dem Afghanistan-Veteranen R. Sedlatzek-Müller. In: Die Tagespost, Ausgabe vom 14. Juni 2012

"Mehr als Dinkel und Kräuter: Ein Kernkraftwerk des Heiligen Geistes - die hl. Hildegard von Bingen" In. Vatican-Magazin Juni-Juli 2012

"Wie eine lodernde Feuersäule Die heilige Veronika Giuliani" In: Vatican-Magazin Mai 2012

"Die Vollblutfrau, die den Erlöser liebte: Kronzeugin des Osterereignisses: Die Geschichte von Jesus und Maria Magdalena." In: Vatican-Magazin April 2012

"Ich fühle mich als Frau in der Kirche nicht diskriminiert" Ein Interview mit mir von Petra Lorleberg für kath.net

"Die virtuelle Engelsburg hat standgehalten" in: Die Tagespost vom 22. März 2012

"Die Sowjets traten, rissen, schlugen, brannten - aber immer wieder haben die Litauer ihren Kreuzeshügel aufgebaut". In: Vatican-Magazin März 2012

"Katholische Bloggerszene stiftet Ehe" Interview mit Phil und Hedda in: Die Tagespost vom 13.März 2012

Und Du wirst mal Kardinal!" Prags Erzbischof verkörpert das Durchhaltevermögen der tschechischen Christen. In: Die Tagespost vom 18. Februar 2012

"Wo Liebe ist, ist Eifersucht nicht weit: Alfons Maria de Liguori und Schwester Maria Celeste Crostarosa, Gründer des Redemptoristenordens". In: Vatican-Magazin Ausgabe Februar 2012

Neue Kolumne über geistliche Paare: "Mann-Frau-Miteinander-Kirchesein" In: Vatican-Magazin Ausgabe Januar 2012

Unsagbar kostbare Göttlichkeit - Gold, Weihrauch und Myrrhe: Die Gaben der Heiligen Drei Könige. In: Die Tagespost vom 5. Januar 2012

"Wo die Pforten des Himmels offen sind. Loreto in den italienischen Marken". In: Vatican-Magazin Dezember 2011

"Ein Schatz, der fast zu groß für diesen Erdball ist". In: Liebesbriefe für die Kirche. Hrsg. Noe, Biermeyer-Knapp. Bestellbar hier.

Der Papst meines Lebens - Vatican-Magazin spezial zum Papstbesuch

Norcia - der Geburtsort des heiligen Benedikt: "Als sich der Erdkreis verfinstert hatte" In: Vatican-Magazin August-September 2011

In englischer Übersetzung online hier: When the world had darkened<

Der Vatikan und die Blogger - Beginn einer wunderbaren Freundschaft.

Poetische Pilgerorte-Reisen ins mystische Mittelitalien. Erschienen im MM-Verlag.


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Rundumschlag gegen deutsche Medien von Gabriele Krone-Schmalz

Anlässlich einer Buchvorstellung hat die langjährige Russland-Korrespondentin, Osteuropaexpertin und Professorin für Journalistik umfassende Kritik an der Russland-Berichterstattung in den deutschen Medien
geübt.

>>Der Unterschied zwischen öffentlicher und veröffentlichter Meinung sei inzwischen so groß, dass sie sich ernsthaft Sorgen um das demokratische System in Deutschland mache, erklärte Krone-Schmalz. Aus dem Publikum der ausverkauften Lesung in der Buchhandlung Decius erntete sie am gestrigen Mittwochabend dafür durchgängig verbale Zustimmung und breiten Applaus.

Immer mehr Menschen fänden sich in der hiesigen vorgeblich "pluralistischen Presselandschaft" nicht mehr wieder, kritisierte die Journalistin. Dies führe zu Enttäuschung und stärke Extremisten. "Wenn das so bleibt, können wir unser System bald im Museum betrachten." Krone-Schmalz kritisierte vor allem die Berichterstattung über internationale Themen. <<

Weiterlesen auf Telepolis - heise.de hier.
nerone (Gast) - 19. Okt, 00:02

Ist das denn so? Driftet die öffentliche Meinung und veroeffentlichte Meinung derart auseinander? Was wenn dem nicht so waere? Oder anders gefragt: Soll man sich etwa die Meinung Enttäuschter und Extremer aneignen um das System zu retten?

Ausserdem findet die Meinungsauesserung jenseits des Mainstreams doch statt. Und wird wahrgenommen uhd kommentiert.

Mom (Gast) - 19. Okt, 15:35

@Nerone

Ja, ich glaube, das ist so. Ich bin umgeben von Mittelschicht - also sicher kein Hort der Enttäuschten und Extremen -, und die Leute können der medialen Euphorie überhaupt nichts abgewinnen. Die fühlen sich mitnichten bereichert, sondern eher zwangsverpflichtet, eine Politik zu finanzieren und mitzutragen, die sie für grundfalsch halten. Dies erfährt man im kleinen Kreis, aber in der großen Gruppe halten sich die Leute eher zurück, weil sie keine mit der Nazikeule drübergezogen haben möchten. Die Tatsache, dass sich in Deutschland eine Selbstzensur etabliert hat (nicht in anonymen Onlineforen, aber in der öffentlichen Diskussion), halte ich für extrem nachteilig.
ksu (Gast) - 19. Okt, 09:31

Problematisch wird es, wenn man sich nicht nur in der "pluralistischen Presselandschaft" nicht mehr wieder findet, sondern auch in der "pluralistischen Parteienlandschaft", oder mindestens in deren demokratischen Teil.
Wenn so vieles "alternativlos" ist.
Wenn man sich in wichtigen Positionen nur noch teilweise von einer demokratischen Partei vertreten sieht, die man früher für komplett unwählbar gehalten hat und die (leider) auch unwählbar ist, weil sie nur in einem Bundesland antritt.
Wenn die Kanzlerin, die auch in der nächsten Wahl die konservative Partei führen wird, prozentual mehr Zustimmung bei den Linken hat, als an der eigenen Basis, eine Stimme für ihre Partei bei der nächsten Wahl aber als Zustimmung zu ihrer Politik interpretieren wird.
Dann, ja dann sehe ich die Demokratie in ernster Gefahr...

Taras Sirko - 19. Okt, 10:39

Da ich bisher meist über multinationale Konflikte, Bürgerkriege u.dgl. geschrieben habe, war ich häufig auf ausländische Medien angewiesen, um Informationen zu erlangen, die nicht allesamt gleichlautend waren wie die deutschen. Dabei fiel mir grundsätzlich auf, dass in anderen Ländern die Medienlandschaft sehr viel breiter aufgestellt ist - wie auch die Parteienvielfalt größer ist als in Deutschland. Hierzulande hat sich eben eine Art ›Establishment‹ gebildet, das aus den Profiteuren des Gegenwärtigen besteht und in sich geschlossen agiert. Kleine Wortgefechte der Protagonisten sind unerheblich, da sie sich stets um eher untergeordnete Themen herum bewegen. Eine klare politische Richtungsdebatte wird konsequent gemieden. Statt einer Regierung haben wir eine ReAgierung. Emotionalität ersetzt die für eine Problemlösung gebotene Sachlichkeit, wer sich zur Sache äußert, wird als herzlos abgetan.

Meinungen und Grundhaltungen, die noch vor zehn Jahren oft als Mehrheitsmeinung durchgingen, zumindest aber als akzeptabel empfunden wurden, werden heute bereits den radikalen Spektren zugeordnet. Der Konservatismus scheint heute etwas Verbotenes, mindestens aber Bedenkliches zu sein. Der Nationalstaat, der zahllosen Bürgern vertraut ist, wird zum Feindbild erhoben, zu einem Übel, das um jeden Preis überwunden werden muss. Gleichzeitig werden Sekundärtugenden zu Werten erhoben, deren penible Befolgung von ›digitalen Bürgerwehren‹ überwacht wird. Sorry, aber derart oft wie im vergangenen Jahr habe ich die Worte ›Volksverhetzung, Hass und Hetze‹ in meinen übrigen 52,5 Lebensjahren zusammen nicht gelesen und gehört.

Viele Menschen sehen sich heute weder von der Politik vertreten, noch sehen sie ihre Meinungen in den Medien wiedergegeben. Orientierung über die tatsächlichen Mehrheiten bieten hier eher die Ergebnisse repräsentativer Umfragen als die Kolumnen in den Leitmedien. Ein wachsende Zahl von Menschen sieht sich nicht mehr auf gleicher Augenhöhe mit Politik, Medien und Verbänden, man sieht sich zunehmend wieder als Untertan, dem der Staat und seine ›Helfer‹ den Mund stopft. Das muss nicht mal wirklich so sein, aber es wird häufig so empfunden.

Angesichts meiner alltäglichen Gespräche mit ganz normalen Leuten aus der unteren bis gehobenen bürgerlichen Mitte sehe ich die Situation ähnlich wie Frau Krone-Schmalz. Bspw. treffe ich bei meinen Bemühungen für ein besseres deutsch-russisches Verständnis offline häufig auf ehrliches Interesse, da heißt es oft: »Wie siehst du die Sache? Erklär mal.« Online heißt es eher: »Verrecke, Katsap, Tod den Moskovitern.« Oder man kaut endlos Phrasen wider, ohne auf die Argumente des Gegenübers einzugehen (zugegeben, es gibt in der Tat auch völlig sinnfreie Gesprächsversuche ...).

Insgesamt ist der Ton rauer geworden. Die Anonymität des Internet leistet dem Vorschub. Um die Situation nicht noch zu verschärfen, wird eben seitens Politik und Medien alles Mögliche verschwiegen und beschönigt. Das nimmt man dann in wachsenden Teilen der Bevölkerung als ›Gleichschaltung‹ wahr.

Abendländer (Gast) - 19. Okt, 14:04

Der thüringische AFD-Chef Björn Höcke hat in einem fulminanten Auftitt gestern Abend bei "Jauch" all dies auch in hervorragender Weise artikuliert.
Lange nicht mehr einen so überzeugenden Auftritt eines Politikers in den Medien erlebt. Und ein halbes Wunder, dass einer, der noch Wahrheiten auszusprechen wagt, von den weitgehend gleichgeschalteten Mainstream-Medien überhaupt in eine prominente Talkshow eingeladen wird. Das hat mir wieder ein klein wenig Hoffnung gemacht.
nerone (Gast) - 19. Okt, 15:30

@Abendländer
Das tut mir ehrlich leid, dass Sie das so sehen.

Kommentatoren wie Taras hätten in der Runde vielleicht Erhellung gesorgt, aber Herr Höcke erinnerte mich persönlich an einen bissigen Esoteriker. Mein Eindruck.

Interessant ist, dass Jauch für seine harmlose, freilassende Haltung in den Medien Schelte bekommt (Thema:Gleichschaltung wo bist du?) . Aus meiner Sicht aber ein probates Mittel um klar herauszuarbeiten wie sich die Gedankenwelt von Herrn Höcke entfaltet.

Allerdings machte Ihr Kommentar deutlich, was nach Meinung von Taras und KSU auf dem Spiel steht. Wenn Höcke heute zu den besten Konservativen der Nation gehört, dann geht es wirklich bergab.
ElsaLaska - 19. Okt, 15:38

@nerone

Ich habe es mir nicht angeschaut, weil mich die AfD nicht sonderlich interessiert.

Was mir aber ähnlich wie Dir auffiel:
>>Interessant ist, dass Jauch für seine harmlose, freilassende Haltung in den Medien Schelte bekommt <<
Es wurde sich tatsächlich darüber empört, dass ein Angehöriger einer - wenn auch umstrittenen - Partei eine Redezeit, mithin eine "Plattform" im Öffentlich-Rechtlichen bekommt. Und das von Leuten, die nicht unbedingt auf den ersten Blick zu Antidemokraten gehören (wollen würden). Und das finde ich jetzt dann doch symptomatisch.
Obwohl ich also wie gesagt, die Äußerungen und Aussagen von Höcke nicht kenne, würde ich deinen letzten Satz eigentlich fast unterschreiben :-)
Mom (Gast) - 19. Okt, 15:39

@Taras

Absolut gute Analsyse, insbesondere was ausländische Medien betrifft. Auch wer mit ausländischen Freunden und Geschäftspartnern spricht, wie wir das tun, trifft auf ein wesentlich breiteres Spektrum "erlaubter" (und geäußerter) Meinungen. Die Leute halten die deutsche Politik durchwegs für völlig gaga, können nicht glauben, dass illegaler Grenzübertritt und Nichtregistrierung an der Tagesordnung sind, fragen sich, wie die Deutschen das alles finanzieren wollen und so weiter....
nerone (Gast) - 19. Okt, 16:01

Noch eine kurze Antwort. In meiner Mittelschicht, also den Leuten, mit denen ich mich umgebe - ist die Stimmungslage nicht so eindeutig. Und die Leute sind aus sehr unterschiedlichen Millieus (ich lebe auf dem Land).
Meine Kritik an dem Vorgang ist ähnlich wie seinerzeit bei dem Atomaustiegsaustieg. Merkel reagiert und handelt zu wenig. In beiden Fällen gehöre ich eher zu jenen die Ihre Wendehaltung politisch befürworten. Unverständlich belieben mir Ihre Wendemanöver dennoch. Sie sind auch politisches Gift, weil es für schwerwiegende Entscheidungen eine Zeit der Debatte und Orientierung für den Wähler bedarf, damit er sich dann bei Wahlen dazu äußern kann. Das wird mit solchen Wandlungen tatsächlich unterbunden. Besser wäre eine Debatte über Einwanderung und Flüchtlingspolitik bei Zeiten gewesen. Aber Frau Merkel fehlt da offensichtlich der Weitblick.
Taras Sirko - 19. Okt, 18:26

Ich für meine Person würde nie einschätzen oder aussagen, was angeblich ALLE denken ;-) Weil ich es nicht weiß. Nicht wissen kann. Natürlich gibt es auch in meinem Umfeld diese und jene Ansichten, grundverschiedene Meinungen, und sogar Menschen, die einfach nur Gefälligkeitsantworten geben, um ihre Ruhe zu haben. Aber die Anzahl der Kritiker und Bedenkenträger in meinem Umfeld wächst und wächst, stelle ich fest. Mit dabei: Skepsis gegenüber Politik und Medien, aber auch Organisationen.

Bleiben wir mal beim Thema Flüchtlinge. Das Problem an der gegenwärtigen Massenzuwanderung ist nicht etwa, ob in Deutschland der Einzelne sie begrüßt oder ablehnt. Da sind auch noch andere Länder beteiligt, und dort sieht man bestimmte Dinge mehrheitlich anders als hier. In der Schweiz haben die beiden rechtspopulistischen Parteien gestern beinahe gemeinsam die absolute Mehrheit erreicht. Über Ungarn und andere osteuropäische Staaten haben wir uns bereits unterhalten.

Ist die Situation zu schaffen? Keine Ahnung, es sagt ja niemand seitens der Regierung, wie die Lage konkret aussieht. Man reagiert wie Bob der Baumeister: «Ja, wir schaffen das!», ruft Frau Merkel aus den Höhen des Kanzleramts herab. Aber WAS schaffen wir eigentlich? Was steht denn überhaupt zur Disposition? Die Aufnahme und Integration von 500.000 Menschen? Von einer Million, von fünf Millionen? Wie viele davon sind integrierbar, wie viele sind es nicht? Darauf kann niemand eine Antwort geben. Stattdessen gibt es Durchhalteparolen wie in den letzten Monaten des 2. Weltkriegs.

Frau Merkel hatte es bisher stets vermocht, auf bestimmten Wellen mitzureiten, die sie selbst nicht verursacht hat: Fußball-WM, Kernkraftausstieg, Flüchtlingsbewegung ... Erstmals wabert nun aber die Welle heftig zurück und die Kanzlerin wackelt obendrauf herum, weil die Euphorie vieler Menschen im Land plötzlich nach etwa vier Wochen abebbte und die Stimmung umschlug.

Gewiss, die Deutschen gehen gern Sonderwege. Oft scheint es, als ob man auf Biegen und Brechen beweisen möchte, anders zu sein als früher, doch bisweilen kommt es eben durch, dieses »Am deutschen Wesen mag die Welt genesen.« Nehmen wir die Kernkraft. 6.000 Kilometer von Deutschland entfernt kommt es zu einer schweren Havarie und hierzulande steigt man von Panik getrieben Knall und Fall aus der Kernenergie aus, während Japan selbst dies nicht macht. Was haben wir nun bezweckt? Rund um Deutschland gibt es Kernkraftwerke, die Müllentsorgung ist nach wie vor ungeklärt, die Energiekosten steigen beständig an, die Hälfte der Leute hat die Nase voll und ärgert sich über den Ausstieg. Aber die Rest-Welt soll sich ein Beispiel an Deutschland nehmen. Das empfinden viele Menschen in anderen Ländern als pure Arroganz.

Doch zurück zum Thema: Immer mehr Menschen fühlen sich eben nicht mehr von der Politik vertreten, ja nicht mal mehr wahrgenommen. Diese Ignoranz gegenüber bestimmten Milieus und Schichten, die ich durchaus real wahrnehme, besorgt zunehmend eine Stimmung, die der Demokratie gefährlich werden kann. Wenn die Demokratie nur noch als Elitenherrschaft wahrgenommen wird, wächst bei den ‹normalen Leuten› der Wille zum Widerstand.

Und wenn eben die Pegida-Demonstranten für den Vizekanzler ‹Pack› sind, darf es nicht verwundern, wenn umgekehrt der Vizekanzler für die Demonstranten ‹Pack› ist. Über Herrn Höcke gab es genug Äußerungen hier. Allerdings wirkte die Überheblichkeit des Herrn Bundesjustizministers auf mich auch nicht gerade sympathisch. Nicht nur ihm ist längst aus dem Fokus geraten, dass die Exekutive eigentlich zur Neutralität verpflichtet ist. Auch die allgegenwärtige Parteinahme von Ministern und Spitzenbeamten geht einer wachsenden Zahl von Leuten mehr und mehr auf den Senkel.

Diese Flut von Denunziationen, die es mittlerweile im Internet gibt, sorgt ebenfalls für innere Abwehr vieler Leute im Land. Ein bekannter Maler aus meinem Wohnort wurde kürzlich wegen eines Zitats aus der Zeit der französischen Revolution zu einer Geldstrafe verurteilt. Andere Länder kennen nicht mal den Straftatbestand der Volksverhetzung, während dieser Paragraf, eigentlich ein rein politischer, hierzulande gerade Hochkonjunktur feiert. Und anstatt sachliche Debatten anzuregen, begibt der Staat sich selbst mit auf Geisterjagd und bedient sich dabei jener Menschen, die andere halt gern vor Gericht zerren.

Sorry, mich stößt das nur noch genauso ab, wie die Sperrholzgalgen und Plastikfallbeile.
ElsaLaska - 19. Okt, 18:59

@nerone @Taras

Das Problem sitzt in meinen Augen sehr tief. Es handelt sich um einen breiten Mangel von Anstand - was für eine bedauernswerte Kreatur muss ich denn sein, um einen Politiker an den Galgen zu wünschen, und das gilt durchaus auch als Ansage an linke Armselige im Geiste, die diese schäbige Sitte wohl schon in den Neunzigern praktiziert haben. Warum nicht gleich Strohpuppen verbrennen. Ekelhaft.
Das aber nur als kleines Beispiel.
Dann fehlt allgemein auch das, was man Haltung nennt - nämlich differenziert und reflektiert zu sein und sich und den Anderen auch einen Zuwachs an Erkenntnisgewinn während einer Debatte zuzutrauen, die Bereitschaft, im Verlaufe einer solchen auch einmal Argumente des Gegenüber zu bedenken und abzuwägen, und nicht, stets nur Denkverbote und Plattitüden in den Raum zu schmeißen und den Anderen zu diffamieren versuchen.
Das ganze breite Thema, auch das, was Krone-Schmalz beklagt, ist generell einfach ein Mangel an Respekt gegenüber dem je Anderen zugunsten der Durchsetzung der eigenen durchgefärbten Agenda.

Es ist also ein hoher Verlust an politischer, an guter demokratischer Kultur, die auch immer "Streitkultur" war, im Gesamten zu beklagen.
Danke allen für Eure interessanten Kommentar. ksu, ich habe auch Deinen mit Interesse gelesen.
Taras Sirko - 19. Okt, 20:00

Bevor ich mich für die kommenden (mindestens) vier Wochen zurückziehe, sei mir noch eine Anmerkung zum Thema Jauch-Höcke erlaubt.

Denkt ihr wirklich, das war sowas wie öffentlich-rechtliche Gutmütigkeit, den AfD-Mann einzuladen? Sorry, aber eine solche Konstellation von 1 zu 4 dient nur einem einzigen Zweck: den besagten Einzelnen durch ein "verbales Minenfeld" hoppeln zu lassen, in der Hoffnung, das er sich auf diese Weise selbst zu Fall bringt.

So, bis dann mal wieder :-)
ElsaLaska - 19. Okt, 21:29

@Taras

Das liegt bzw. lag nun aber in der Hand von Höcke selbst. Er war darüber informiert, wer miteingeladen ist, er hätte sich besser vorbereiten können. Wenn ihm nun sogar schon die Junge Freiheit eine miserable Performance attestiert, dann war er eben wohl nicht gut genug vorbereitet. Seine Sache. All diese Leute interessieren mich eigentlich nicht wirklich.

Dir alle guten Wünsche und bleib uns in alter Frische erhalten :-)
clamormeus - 19. Okt, 22:16

Was Höcke selbst angeht, keinen Vorwurf an Jauch, seine Fähnchennummer, aber vor allem die Einspieler mit O-Tönen von Kundgebungen sprechen für sich selbst.

Das Üble an der 1 gegen 4 Struktur war, die Suggestion, der zweifellos auch aus der völkischen Provinienz vorhandene Hetz- und Drohton sei ein Monopol der Kritiker Merkels und Gabriels Chaospolitik, und diese wiederum seien allesamt wie Höcke oder von Teilen der "Pegida" motiviert.

Als ob die verbale Verrohung Alleinstellungsmerkmal der dediziert Nationalen wäre, nicht auch der Linken, der Grünen und der sich als "Mitte" definierenden, als ob es nur das widerliche Attentat auf die Kölner OB-Kandidatin gegeben hätte die Tage. Von den sozusagen umrahmend geschehenen Messerstecherattacken von Asylbewerbern gegen andere solche und auch Deutsche war keine Rede.

Und so widerwärtig die einschlägigen Drohungen zum Beispiel gegen Anja Reschke sind, die bestimmt keine einzige, die sie zitierte, erfunden hat: es wurde ferner ausgeblendet, daß hier gerade eine prollige Haßkultur um sich greift, die nicht nur von "rechts" oder "links", sondern auch aus der "Mitte" samt all ihrer Institutionen inklusive der Kirche oder auch völlig unpolitischen Kreisen stammt.

Das Thema bei Jauch hätte schon gepaßt, die Instrumentalisierung war zum reihern.
Fidelis (Gast) - 19. Okt, 22:48

Es ist völlig unseriös eine Talkshow so unausgewogen zu besetzen. Das zeigt doch schon im Ansatz, dass eine faire Diskussion gar nicht gewollt war, sondern dass das ganze Konzept der Sendung "Alle gegen Höcke" war.

Jauch hatte auch seine gesamte Gesprächsführung darauf ausgerichtet, Höcke zu diskreditieren. Bei Maas und Reschke hat er nicht mal ansatzweise kritisch nachgefragt, sondern eigentlich nur als deren Stichwortgeber funktioniert.

Es dürfte selbst für die einfältigsten Zuschauer offensichtlich gewesen sein, dass die ARD da mal wieder ein mieses Spiel gespielt hat.

Übrigens: Was ist eigentlich schlimm daran, wenn ein deutscher Politiker im Fernsehen sagt, dass er sein Vaterland liebt und dass das seine Motivation ist in die Politik zu gehen?

Und was ist schlimm daran, wenn ein Politiker im Fernsehen sich zu schwarz-rot-gold bekennt? Das ist das offizielle Staatssymbol der Bundesrepublik Deutschland und sogar durch das Grundgesetz besonders geschützt.

Ist man jetzt schon "Nazi", wenn man die Farben der Bundesrepublik hoch hält?
ElsaLaska - 19. Okt, 22:57

@fidelis

Nö, bei der WM was weiß ich wann in Deutschland sind alle in Schwarz-Rot-Gold auf die Straße.
Soweit ich mich erinnern kann, war Angela Merkel auch sehr angetan.
Höcke hat halt jetzt mit seiner Jackettfahne offenbar den kairos, das momentum, verpasst.
Ich hab's ja nicht gesehen, aber ich habe jetzt ein zwei Kommentare gelesen und denke mir schon, man hätte sich ein wenig anders positionieren können. Vielleicht muss das aber auch alles so sein und seinen Lauf nehmen. Interessieren tut es mich nicht wirklich, wie gesagt, weil es auf beiden Seiten lediglich um Populismus geht.
ksu (Gast) - 20. Okt, 10:22

Interessante Diskussion.
Da zeigt sich, dass es genug Leute gäbe, mit denen man solche Talkrunden ausgewogen besetzen könnte.
Da könnte man z.B. auf die Frage, ob man statistisch nachweisen könne, dass Ausländer / Asylbewerber mehr (Sexual)Straftaten begehen als Deutsche die Gegenfragen stellen, ob überhaupt jemand eine solche Statistik führt. Ob überhaupt jemand Interesse an solchen Statistiken hat. Oder ob nicht im Gegenteil alles dafür getan wird, dass es eben solche Statistiken nicht gibt. Um weiter sagen zu können, dass man das statistisch nicht belegen kann.
Höcke hat teilweise die richtigen Themen angesprochen, leider hat er es in einer Form getan, die sehr viel Angriffsfläche bietet. Und darauf haben die anderen eben nur gewartet. Fair war hier sicher nie geplant. Aber das wusste er auch schon vorher.
Aber wie gesagt, es gibt sicher genug Leute in Deutschland, mit denen man diese objektiv vorhandene Problem ausgewogen diskutieren könnte. Und vielleicht sogar Lösungsalternativen entwickeln könnte. Aber genau das ist weder von der "alternativlos Kanzlerin" noch von unseren Medien (deren ureigenste Aufgabe dies eigentlich wäre) gewünscht.
Immerhin hat die ARD mittlerweile öffentlich zugegeben, dass das Bildmaterial über Flüchtlinge oft nicht die Realität wiederspiegelt. So werden sehr oft gezielt Kinderaugen und Familien gefilmt, obwohl 80 % junge Männer sind. Was für eine Überraschung... :-)
Taras Sirko - 20. Okt, 10:24

Sorry, das muss ich rasch noch klarstellen, bevor ich entfleuche:

Es ging mir nicht um die Person Höcke, sondern um das allgemein von den Leitmedien gehandhabte Prinzip. Wir können ja hier gern in vier Wochen ausprobieren, wer in einer aufgeheizten Debatte allein gegen vier Sirkos bestehen könnte, so als kleine Selbsterfahrung mit besagtem Prinzip ;-) Spaß beiseite.

Herr Höcke stand vor zwei Übeln: Erstens sich nicht weniger als vier Gegnern zu stellen und vermutlich den Kürzeren zu ziehen, oder zweitens daheim zu bleiben und die Klappe zu halten. Seitens des Konzepts der Sendung konnte Höcke also nur verlieren.

Der Journalismus kann Menschen sozial vernichten. Durch Bloßstellung, durch Überbetonung von Untugenden und Schwächen, durch das Veröffentlichen von Privatem, durch zusammenhangloses Zitieren ... Mit dem sozialen Vernichten von Menschen gehen mitunter auch Ideen und Gedanken verloren - gute und natürlich auch weniger gute.

Und eben jenes Verfahren, lediglich das von oben her Gewünschte zu verbreiten oder Genehmes in den Vordergrund zu rücken, ist es, was man landläufig als SYSTEM bezeichnet. Jauchs Sendung war aus dieser Sicht halt schlicht und einfach systemkonform.
Jürgen (Gast) - 20. Okt, 13:20

Was sollte denn "das von oben her Gewünschte" gewesen sein, das in dieser Sendung "verbreitet" werden sollte? Die drei neben Herrn Höcke eingeladenen Personen haben ausweislich vieler Äußerungen von Ihnen jeweils durchaus deutlich akzentuierte unterschiedliche Sichtweisen und Einschätzungen. CDU-Bouillon ist keineswegs meinungsidentisch mit SPD-Maas, und die Journalistin Anja Reschke wiederum argumentiert viel stäker gesinnungsethisch als die beiden genannten Politiker.

Aber wenn "das von oben her Gewünschte" ein demokratischer Grundkonsens ist, der sich z.B. drin ausdrückt, dass - wie Navid Kermani am Sonntag in seiner grossartigen Frankfurter Rede gesagt hat - Menschen in erkennbarer Not geholfen werden muss, dann wünsche ich mir auch, dass dieser Grundkonsens von allen Demokraten gewünscht und durchgehalten wird, bei allen unterschiedlichen Akzenten, die man bez. der Frage nach Zahl und Schnelligkeit der zu uns fliehenden Menschen setzen kann und soll. Die CDU tut das ja gerade auf ihren Parteikonferenzen ehrlich und eindrücklich, und da wird die Kanzlern alles andere als geschont, und dennoch bleibt es auch für die Kritischen in der Partei am Ende "unsere Kanzlerin". So soll es unter Demokraten sein.

Ich möchte keine amerikanischen Verhältnisse, wo die meisten für einen Grundkonsens der Bürger nur Verachtung übrig haben und die Gesellschaft seit Jahrzehnten tief gespalten ist in zwei nahezu gleich große Hälften, die füreinander eigentlich nur noch Hass übrig haben. Auch deshalb, nicht nur wegen des skandalösen Waffenkults dort, sitzt der Griff zur Pistole oder zum Sturmgewehr bei vielen scheinbar stinknormalen Bürgern dort so locker... "Köln" ist in den USA bekanntlich längst traurige Normalität. Wollen wir sowas??

Ich nicht. Deshalb finde ich es einerseits okay, dass zwar ein Politiker, dei diesen demokratischen Grundkonsens gezielt als "Gleichschaltung der Systemparteien" diffamiert, dies in einer Talkshow vor einem Millionenpublikum sagen darf, so dass sich jeder seine Meinung dazu bilden kann. Und andererseits ist es ebenso okay, dass die andere Eingeladenen, wiewohl durchaus unterschiedlicher Ansichten im Einzelnen, diesen Grundkonsens verkörpern, ohne den unser Gemeinwesen an die Wand fährt.
Taras Sirko - 20. Okt, 14:10

Auf eine ausführliche Erwiderung meinerseits müssten Sie leider vier Wochen warten, daher in aller Kürze:

Stellen Sie sich einfach mal auf einen Marktplatz und fragen Sie nach Navid Kermani. Ich gehe fest davon aus, dass gut zwei Drittel der Menschen mit diesem Namen rein gar nichts anfangen können. Überhaupt schlägt das Herz der Mehrheit der Menschen im Land eher für den Rasen eines Fußballstadions als für den Teppichboden (oder die Bodenfließen) im Bundestag. Dennoch gehören auch die Menschen zur Bevölkerung und wollen mit ihren Interessen und Bedürfnissen wahrgenommen werden.

Ob uns die wachsende Verachtung vieler Bürger für die Politik (und die Medien) gefällt oder nicht - sie ist nun mal da. Sie einfach wegreden zu wollen, oder sie gar juristisch sanktionieren zu wollen, ist eben zurecht eine Denkweise aus Wolkenkuckucksheim, die schlicht nicht umsetzbar ist. Probleme verschwinden nicht, indem man sie unter den Teppich kehrt, und Meinungen kann man nicht einfach wegdebattieren. Ist nun mal so.

Und nun Tschüs!
Jürgen (Gast) - 20. Okt, 15:10

Schon wahr. Nur: Um den demokratischen Grundkonsens zu bejahen, dass Menschen in Not zunächst einfach mal geholfen werden muss anstatt gegen sie das "Tausendjährige Deutschland" (Zitat Herr Höcke - was immer das sei) anzurufen, dazu muss man den Namen Navid Kermani nie gehört haben und kann durchaus eher auf Fußballplätzen als im Bundestag zuhause sein.
ksu (Gast) - 20. Okt, 15:21

@Jürgen:
Es geht nicht darum, den demokratischen Grundkonsens in Frage zu stellen.
Es geht vielmehr darum, die von den demokratischen Parteien in durchaus strittigen Frage immer öfter propagierte Alternativlosigkeit der vertretenen Politik in Frage zu stellen.
Ein paar Beispiele:
- die Euro Einführung mit der Aufnahme der Südländer, bei denen jeder wusste, dass die Beitrittskriterien nicht eingehalten wurden unter Kohl und Waigel. Die linke Opposition war dafür, es gab keine demokratische Alternative
- die Bankenrettung, von der Kanzlerin selbst als alternativlos ausgerufen, kein demokratische Partei sprach sich dagegen aus
- Griechenlandrettung. Die einzige Alternative, die von der Opposition angeboten wurde, war ein Schuldenerlass, der noch mehr Geld kostet. Ein geregelter Staatsbankrott wurde von keiner demokratischen Partei befürwortet.
- aktuell die Flüchtlingsfrage. Die Kanzlerin heißt alle Flüchtlinge in Deutschland willkommen und löst damit die derzeitige Massenwanderung mit aus und alle demokratischen Parteien applaudieren.

Zu all diesen Entscheidungen hätte es Alternativen gegeben. Manche Probleme (Griechenlandrettung) hätte es wahrscheinlich gar nicht gegeben, wenn man früher (Euroeinführung) die Alternativen ernsthaft geprüft hätte.

Die Reihe ließe sich beliebig fortsetzen. Wenn ich nur an die ganze Genderdebatte denke. Da habe ich nur die Wahl zwischen völliger Gleichstellung der Homoehe mit der normalen Ehe und weitgehender Gleichstellung.

Und in all diesen Fragen vertreten die Medien eben diesen "alternativlosen" Mainstream. Obwohl es ihre ureigenste Aufgabe wäre, Querdenker ein Forum zu bieten und eine ernsthafte gesellschaftliche Diskussion anzustoßen oder zumindest zu fördern.

Und was bleibt mir als Bürger, der ich gerne Alternativen hätte, die aber weder in den Medien noch in der Politik finde? Entweder ich wende mich radikaleren Parteien zu oder ich resigniere und wähle gar nicht mehr. Beides ist nicht wirklich förderlich für unsere Gesellschaft und unsere Demokratie. Beides passiert aber gerade massenhaft.
ElsaLaska - 20. Okt, 15:38

@Jürgen

Nur eine Zwischenfrage - und die möchte ich bitte politikwissenschaftlich verstanden wissen, nicht christlich oder moralisch oder ethisch: Auf welche demokratietheoretische Schule bezieht sich denn deine Rede vom "demokratischen Grundkonsens, dass Menschen in Not geholfen werden müsse"?
Ich frage deshalb nach, weil ich es im Zusammenhang mit Demokratietheorie eigentlich eher mit Bürgerrechten und Bürgerpflichten, oder Gewaltenteilung oder ähnlichen grundsätzlichen politischen Fragen zu tun hatte.
Jürgen (Gast) - 20. Okt, 16:14

@Elsa:

Das ist eine kluge Frage. Ich kann sie aber nicht beantworten, weil ich kein Politikwissenschaftler bin. Ich habe das mit dem "demokratischen Grundkonsens" in der Tat eher ethisch gemeint, so wie es m.E. auch Kermani gemeint hat, als er das am Sonntag in Frankfurt so sagte. Vielleicht habe ich es auch "christlich" gemeint, wissend, dass wir ein weltanschaulich plurales Gemeinwesen ohne christliche Verfassung sind.
Aber eben mit Bürgerrechten und "pflichten, die säkuare Derivate der jüdisch-christlichen Tradition sind. Barmherzigkeit, Solidarität mit den Schwachen gehört dazu. Im Sinne des berühmten Böckenförde-Satzes (um doch noch tendentiell politikwissenschaftlich zu werden), dass unsere Verfassung von Voraussetzungen lebt, die sie selber nicht garantieren kann. So etwa.

Es gilt heute als hip, solche Haltungen als naiv und "gutmenschenhaft" zu bezeichnen. Mag sein, damit muss man dann leben. Mir sind Gutmenschen im Zweifelsfall dann doch lieber als Bösmenschen. :-)
nerone (Gast) - 20. Okt, 18:55

Ah, tolle Diskussion!

Ich stimme mit Jürgen Haltung überein.

In der Diskussion habe ich mich schreiben lesen, dass ich ein Problem darin sehe, dass mir die Politik von unserer Kanzlerin des plötzlichen Wechsels missfällt, weil ich glaube, dass viele ihrer Entscheidungen eines breiteren gesellschaftlichen Konsens bedurft hätte. Dies sekundiert durch Debatten und schließlich in Wahlen beglaubigt oder bestraft. Die Flüchtlingsfrage und die damit zusammenhängenden Krisen sowieso waren ja schon vorher absehbar.

KSU führt zu recht aus, dass keine Opposition derzeit bürgerlichen Stimmen Gehör verschafft, die konträrer Meinung sind. Es fehlt wohl tatsächlich an einer Konservativen Stimme im Parteien Kanon, die solche Haltungen vertritt. Und ich sehe, trotz meiner Haltung, die nur bedingt konservativ ist, dass diese Stimme fehlt.

Ich bezweifle aber, dass beispielsweise die AfD in der Lage ist diese Rolle zu erfüllen. Am Ende werden wir sehen, ob es ihr nicht doch gelingt. Allerdings wünschte ich mir dann in der Partei ein paar Nasen, die ernst zu nehmende Konservative sind, unabhängig davon, ob das Wahlvolk lieber im Fußballstadion seine Zeit verbringt oder in der Bücherei. Wenn dann aber die AfD im Parlament sitzt und die notwendigen Mehrheiten in ihrer Opositionsrolle nicht erreicht, was dann? Was wenn die Mehrheitsentscheidungen, die durch Wahlen beglaubigt sind eben zu dem gleichen Ergebnis führen, eben weil die Gesellschaft sich insgesamt in einigen Frage in eine Richtung entwickelt hat, die tatsächlich von einem Teil der Gesellschaft nicht nachvollzogen werden kann?
Jürgen (Gast) - 20. Okt, 19:42

Nur nebenbei: für mich taugt die "Flüchtlingsdebatte" überhaupt nicht zum Gebrauch dieser ohnehin ziemlich abgestandenen, überholten Begriffe wie "konservativ" und "progressiv". Aber wenn der Begriff jetzt schon gebracht wurde: persönlich sehe ich mich als eher konservativen Menschen. Und ich bin allerdings tief überzeugt davon, dass christliche Werte wie Barmherzigkeit und Schutz für die Schwachen zutiefst konservative Werte sind. Was denn sonst?!? Deshalb macht für mich Frau Merkel in der Grundtendenz, also dass sie sich weigert, auf die "Das Boot ist voll"-Forderungen einzugehen, eine im eminenten Sinn konservative Politik an dieser Stelle.
ElsaLaska - 20. Okt, 19:49

Auch ich finde diese Diskussion durchaus produktiv

und bin auch sehr dankbar, dass sich hier so fleißig und fair miteinander ausgetauscht wird. Seit langem macht mir mein Blog auch mal wieder Spaß.

Mein Punkt bleibt aber, und ich habe Politikwissenschaft im Nebenfach studiert, dass wir mit sauberen Begrifflichkeiten arbeiten sollten.
Von einem "demokratischen Konsens, anderen in Not zu helfen", habe ich tatsächlich noch nichts gehört. Wir haben gemäß unserer Gesetzgebung ein Asylgesetz für "POLITISCH Verfolgte". Dies ist ein Verfahren, das juridisch geprüft wird, weil wir SELBST einmal als Deutsche verfolgt waren, daher seine Wurzel. Es ist aber ziemlich eindeutig geregelt, also rein vom gesetzlichen her. Was darüber hinaus getan werden muss, ist eine völlig andere Frage - ich habe hier schon mehrfach geschrieben, dass ich in Syrien gelebt habe und eine große Freundin des syrischen Volkes bin, noch dazu bin ich katholische Christin usw usf ich denke das reicht mit den Disclaimern. Ohne Frage also jenseits des politischen Diskurses: Helfen ist dringlich.
Die andere Geschichte ist, was denn nun eigentlich genau "konservativ" heute noch bedeutet. AfD ist doch, ich beschäftige mich aber nicht unbedingt intensiv damit, vielleicht ja eher "neu rechts". Ich lege mich hier aber nicht fest. Mein Problem ist, dass es zu zunehmenden Verwischungen kommt. Es kann doch nicht plötzlich "konservativ", also schon an den rechten Rand grenzend sein, wenn man politikwissenschaftlich korrekt aussagt, dass es zunächst ein Territorium und ein Volk gibt, das auf diesem Territorium lebt. Die Bürger des jeweiligen Staates haben Rechte, und sie haben Pflichten. Die Bürger anderer Staaten haben das zunächst mal in dem betreffenden Staat aber nicht. Das fängt schon bei der Frage an, wer hier arbeiten darf, wer wählen darf, wer Anspruch auf eine staatliche Grundversorgung hat, ein Wohnrecht, ein Bleiberecht. Mit diesen Rechten gehen auch Pflichten einher. Der Staat hat sich soweit es möglich ist, um das Wohlergehen seiner Bürger, und zwar seiner eigenen, zu kümmern. Gewählte Politiker legen darauf sogar einen Eid ab. Dann haben wir noch die Geschichte von der Ehe zwischen Mann und Frau, die die Keimzelle der Gesellschaft bilden und die Basis einer Gesellschaft begründen und hoffentlich stabilisieren. Aber das ist jetzt eine andere Baustelle, genau wie die Gewaltenteilung, die gegeben sein muss in einer Demokratie, die immer nur, wie ich noch in Geschichte-Leistungskurs gelernt habe, die "wenigst schlechte Regierungsform" sein kann - weshalb man auch stets an ihr arbeiten muss.
Auf ein paar dieser Grundsätzlichkeiten müsste man sich doch eigentlich einigen können, ohne dass dies zu einer Frage der politischen Färbung wird.
Warum jetzt also dieser merkwürdigen populistischen Geschichten wie AfD und Pegida, wenn wir doch eigentlich von Selbstverständlichkeiten und erstem Semester Politikwissenschaft sprechen?
Weil die SPD immer weiter Richtung Linke driftet und die CDU entweder keinen Plan hat oder grad dabei ist, sich noch weiter links von der Mitte zu positionieren. Jetzt Flüchtlingsproblem - jetzt geht es ans Eingemachte: Der soziale Frieden scheint, ich sage scheint, er muss es nicht zwingend sein, gefährdet, die Exekutive ist völlig überlastet, was definitiv der Fall ist. Und da stellt sich, herbeigeführt durch das politische Vakuum, in dem sich die Regierung derzeit bewegt, allmählich ein, dass die Leute abdriften. Leute, die früher brav und sauber und eindeutig ihre CDU, ihre SPD -übrigens auch ganz "konservativ" gewählt haben, in der Gewerkschaft engagiert waren oder beim CDU-Feuerwehrfest Kuchen gebacken haben. Ich sage das nicht als reine Schuldzuweisung, sondern schlicht - es ist ein Faktum.
Überraschenderweise hört man von der FDP in dieser historischen Stunde, nichts nada niente. Offenbar verpassen die gerade den kairos. Und auch DAS ist eine Chance für AfD und Pegida, natürlich. Und ein weiteres Indiz dafür, dass wir es mit einem Versagen großen Ausmaßes der etablierten Parteien und der bundesdeutschen Politik seit der Wiedervereinigung zu tun haben.
Alles weitere hat ksu auch schon aufgelistet.
Das mal so weit.
Clausewitz (Gast) - 20. Okt, 21:12

Die ARD hat zugegeben, daß in "Tagesschau" und "Tagesthemen" ein falsches Bild der "Flüchtlinge" vermittelt wird. Es werden vorallem emotionalisierende Bilder von süßen, kleinen Kindern mit großen Kulleraugen gezeigt. In Wahrheit sind aber 80% der "Flüchtlinge" junge, kräftige, alleinstehende arabische Männer zwischen 18 und 29.

http://www.focus.de/kultur/medien/tagesschau-und-tagesthemen-ard-raeumt-falsches-fluechtlingsbild-ein_id_5001222.html
Jürgen (Gast) - 21. Okt, 09:42

Und wenn es so sein sollte - was soll uns dieser Sachverhalt sagen? Vom gesunden Menschenverstand her ist es zunächst mal sehr einleuchtend, daß eine tausende Kilometer lange Route, davon zum Teil in Seelenfängern übers Mittelmeer, eher junge kräftige Männer überleben als kleine Mädchen in Kulleraugen...
ksu (Gast) - 21. Okt, 12:49

@Elsa:
Ich habe die FDP nie leiden können und bisher auch nie vermisst, aber Du hast 100 % Recht. Das derzeit bestehende Vakuum wäre ihre Chance, sich wieder zu etablieren. Und man hört von ihr sowas von nichts ... Haben die sich aufgelöst oder verstehen die nur die Zeichen der Zeit mal wieder nicht?

@Jürgen
Es sagt uns erst einmal, das unsere Medien mindestens ihr Bildmaterial gezielt so auswählen, dass es das transportiert, was es transportieren soll, egal ob es der Realität entspricht oder nicht.
Naheliegend ist dann natürlich die Frage, ob diese Aussage auch für Nachrichten, Berichte und Magazine gilt. Die Antwort ist wahrscheinlich: Ja.
Clausewitz (Gast) - 21. Okt, 17:28

Die ARD gibt weitere manipulative "Berichterstattung" zu.

In der letzten Woche waren zu einer von der SPD mitorganisierten "Lichterkette" für Asylbewerber statt der erwarteten 30.000 Teilnehmer nur 8.000 Teilnehmer gekommen. Aufgrund der geringen Resonanz konnte keine "durchgängige Menschenkette" durch die Stadt gebildet werden, wie es von den Organisatoren geplant war.

Die "Tagesschau" berichtete abends über diese Veranstaltung und zeigte dazu Bilder einer Antikriegsdemonstration aus dem Jahr 2003 mit über 100.000 Teilnehmern, ohne dies kenntlich zu machen. Dem Zuschauer wurde dadurch der Eindruck vermittelt, es hätten Zehntausende Menschen an der Lichterkette für Asylbewerber teilgenommen.

Die ARD hat den Beitrag nach ihrem Eingeständnis sofort aus der Mediathek entfernt.

https://jungefreiheit.de/kultur/medien/ ... echtlinge/
Elisabeth (Gast) - 21. Okt, 17:57

Könnten Sie noch den Link zu dem "Eingeständnis" der ARD bringen, wo man das eins zu eins nachlesen kann? Vielen Dank!
Der Vorwurf, die ARD habe zu dem Beitrag über die Berliner Lichterkette von Sonntag Aufnahmen verwendet, die 12 Jahre alt sind, ist so gravierend, dass ich das Eingeständnis, dass dies wirklich so manipuliert wurde, vom mutmaßlichen Manipulator selber lesen möchte.
Die "Junge Freiheit", für die die ARD sowieso nur Teil der linksgrün "gleischgeschalteten Syszemmedien" ist, reicht da als Gewährsadresse sicher nicht aus.
Imrahil (Gast) - 21. Okt, 18:13

Nach meinem Eindruck ist die Junge Freiheit gewiß eine Zeitung mit einer gewissen ideologischen Ausrichtung, als solche aber durchaus (und auch mW anerkannt) seriös und mit den einschlägigen Verschwörungstheoretikerportalen, die es ja auch gibt, gewiß nicht zu vergleichen.

Von einem, der sie nicht liest, der aber noch in Erinnerung hat, daß Versuche, die Junge Freiheit wegen ihrer Meinung zu boykottieren, in der Vergangenheit durchaus auf den Protest vieler literarischer und intellektueller Persönlichkeiten auch ganz anderer Überzeugung gestoßen sind.
ksu (Gast) - 21. Okt, 18:22

@Elisabeth

Einfach mal googeln, es finden sich mittlerweile zahlreiche Quellen, die sich offenbar alle auf dieselbe Agenturmeldung beziehen. Nach dieser Meldung hat die ard die Recherchen der Jungen Freiheit bestätigt.
Nur auf ard.de oder Tagesschau.de findet man noch nicht. Aber die werden das - wenn sie es überhaupt bringen - auch gut verstecken.
ElsaLaska - 21. Okt, 19:53

Da auf eine Anfrage der Jungen Freiheit-Redaktion

geantwortet wurde von Seiten der ARD ist es natürlich logisch, dass diese Meldung zunächstmal bei der Jungen Freiheit gebracht wird.
Ein Zitat aus dem obigen gesetzten Link:
>>„In dieser Sendung wurde auch Archivmaterial aus dem Jahr 2003 verwendet“, bestätigte der Chefredakteur von ARD-aktuell, Kai Gniffke, entsprechende Recherchen der JUNGEN FREIHEIT.

Auch wenn die Gesamtaussage dieses Nachrichtenfilms den Tatsachen entsprochen habe, hätte die Verwendung der Archivbildsequenz „natürlich unterbleiben müssen“. Qualitätskontrolle habe bei ARD-aktuell einen sehr hohen Stellenwert, betonte Gniffke gegenüber der JF. „Wenn die Tagesschau Material sendet, das nicht vom gleichen Tage ist, blenden wir normalerweise ein Datum beziehungsweise den Hinweis ‘Archiv‘ ein.“ Der Sender bedauere, daß dies versäumt worden sei.<<

Ich meine, das klingt ziemlich klar und eindeutig. Ich glaube nicht, dass die JF es sich leisten kann, sich mit der ARD und mit Gniffke in Form von Falschaussagen/Falschzitaten anzulegen.
Ich persönlich lese die JF nicht, ebensowenig wie die taz, weshalb ich auch nur im Ausnahmefall mal einen Link darauf setze. Wie hier schon erwähnt wurde, hat sie eine bestimmte Tendenz, wäre deswegen aber noch lange nicht unseriös zu nennen. Dafür schreiben auch zu viele namhafte Autoren, Politiker und Schriftsteller hin und wieder dort.

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