Elsas Nacht(b)revier



Francois Gérard: St. Térèse d'Avila



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"Ökumene mit Herzblut" - Besuch bei der griechisch-orthodoxen Gemeinde in MA-Luzenberg. In: Die Tagespost vom 8.9.2016.

"Eine orthdoxe Insel im Schwarzwald" - Auftakt zur Sommerserie Orthodoxie in Deutschland. Besuch bei der russisch-orthodoxen Gemeinde in Baden Baden. In: Die Tagespost vom 18. August 2016

"Die, welche uns den Gott des Todes predigen wollen" - Übersetzung eines Blogartikels von Kardinal Duka aus dem Tschechischen. In: Die Tagespost vom 13. August 2016

"Konvertiten" In: Die Tagespost vom 26. Juli 2016

"Teresa von Avila: Es gibt keinen Grund". In: Die Tagespost vom 23. Juni 2016

Rezension "Johannes Gschwind: Die Madonna mit dem geneigten Haupt". In: Die Tagespost vom 28. April 2016

Rezension "Peter Dyckhoff: Die Gottesmutter mit den drei Händen". In: Die Tagespost vom 21. April 2016

"Jacobus Voragine und seine Legenda Aurea Ausgabe lateinisch-deutsch". In: Die Tagespost vom 24. März 2016

"Ignatius jenseits von Legende und Vorurteil. Der Bericht des Pilgers und die Ignatius-Biografie von Pierre Emonet". In: Die Tagespost vom 19. Januar 2016

"Schicksalhafte Lektüre Die Taufkirche von Edith Stein in Bergzabern, wo ihr Weg der Heiligkeit begann" In: Vatican-Magazin Januar 2016

"Selbst ein Stein würde bersten. Interview mit Karam Alyas, Flüchtling aus Nordirak." In: Die Tagespost vom 4. Dezember 2015

"Am Ursprung eines stabilen Kerneuropa Gisela von Bayern und Stefan von Ungarn: Ein heiliges Paar, das zu Staatsgründern wurde" In: Vatican-Magazin Dezember 2015

"Hier wird nach Wahrheit gesucht. Ein Interview mit dem Konvertiten, Kampfkünstler und Schauspieler Michel Ruge." In: Die Tagespost vom 13. November 2015

"Leibhaftig, nicht als Symbol? Ein ungeschickter Priester: Das Blutwunder von Walldürn und die elf „Veroniken“ - In: Vatican-Magazin November 2015

"Martha und Maria in einer Person. Elisabeth Münzebrocks Porträt der Teresa von Avila" In: Die Tagespost vom 14.Oktober 2015

"Das Meisterwerk: Mann und Frau, die einander lieben." Zur Heiligsprechung der Eltern der hl. Thérèse von Lisieux. In: Vatican-Magazin Oktober 2015

"Glückssucher, Gelehrter und Vorbild. Ein gelungenes Porträt des heiligen Augustinus. In: Die Tagespost vom 27. August 2015"

"Hervorragende Brückenbauer. Ein Interview mit Simon Jacob, ZOCD u. Initiator des Project Peacemaker" In: Die Tagespost vom 21. August 2015

"Eine Tugend für Kämpfernaturen: Johannes Stöhr und die Tugend der Geduld." In: Die Tagespost vom 27.Juli 2015

"Wachen und Beten für die Welt. Ein Besuch bei den Trappistinnen auf dem pfälzischen Donnersberg." In: Die Tagespost vom 17. Juni 2015

"Ein Apostel der Armen: Der selige Paul Josef Nardini und seine Grabkapelle in Pirmasens" In: Vatican-Magazin Juni-Juli 2015

"Von der Tänzerin zur Ordensschwester. Irmgard Fides Behrendt Flucht aus dem Osten." In: Die Tagespost vom 8. Mai 2015

"Es ist eine simple Sache, zu lieben. Interview mit Torsten Hartung zu seiner Konversion." In: Die Tagespost vom 8. April 2015

"Meine Mutter stirbt an ALS" In: Christ und Welt - Beilage der "ZEIT", Ausgabe 17-2015

"Don Bosco und Maria Mazzarello" In: Vatican-Magazin April 2015

"Eine profunde Menschenkennerin. Zum dritten Band der Briefe Teresas von Avila" In: Die Tagespost vom 1. April 2015

"Katholisches Welttheater. Paul Claudel: Der seidene Schuh" In: Die Tagespost vom 19. März 2015

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"Ganz Ohr für die Stimme des Herrn. Ein Kartäuser: Die Große Stille" In: Die Tagespost vom 3. März 2015

"An der Hand der großen Teresa". Eine Auswahl von Internetseiten zum 500. Geburtstag T. von Avilas. In: Die Tagespost vom 17. Februar 2015.

"Vom Krieg zum Frieden. Wie das Gefängnis für Torsten Hartung zum Tor der Gnade wurde." In: Die Tagespost vom 10. Februar 2015 (Buchbesprechung)

"Das Leben Jesu betrachten Ein Gespräch mit Pater Norbert Lauinger SAC vom Apostolatshaus in Hofstetten" In: Die Tagespost vom 31. Januar 2015

"Das Gebet ist die Drehscheibe des Christseins- Das Lebensbuch des heiligen Theophan des Einsiedlers bietet Einblick in den geistlichen Reichtum der Orthodoxie" In: Die Tagespost vom 27. Januar 2015

"Digitale Karte des Ordenslebens - Das „Jahr der Orden“ im Internet und den sozialen Medien" In: Die Tagespost vom 27. Januar 2015

"Eine Katakombenheilige im Exil Das Weinstädchen Morro d‘Alba in den Marken mit den Gebeinen der römischen Märtyrerin Teleucania." In: Vatican-Magazin Januar 2015

"Starke Frauen - Wenn Widerstand gegen herrschende Strukturen zur geistlichen Pflicht wird. Prophetinnen und Mahnerinnen in der Kirche." In: Die Tagespost vom 16. Dezember 2014

Auf Columbans Spuren. Eine unkonventionelle Pilgerreise." In: Die Tagespost vom 13. Dezember 2014

"Geistliche Paare: Der heilige Paulinus von Nola und seine Therasia" In: Vatican-Magazin Dezember 2014

"Die zeitlose Kunst des Sterbens. Nicht nur Hospizhelfer werden Peter Dyckhoffs Betrachtungen schätzen." In: Die Tagespost vom 20. November 2014

"Mystikerin des Apostolats. Mit Teresa von Avila Zugänge zur Spiritualität der Unbeschuhten Karmeliten finden" In: Die Tagespost vom 14.Oktober 2014

"Was die Mumien erzählen. Die Bruderschaft vom guten Tod und die Chiesa dei Morti in Urbania" In: Vatican-Magazin November 2014

"Teresa von Ávila und Johannes vom Kreuz. Die unbeschuhte Reformerin und ihr Vater, der „doctor mysticus“" In: Vatican-Magazin Oktober 2014

"Gottvertrauen als Balsam und Ansporn. Carlo Maria Martinis spirituelles Vermächtnis" In: Die Tagespost vom 4. September 2014

"Unter den Märtyrern der Gegenwart. Soon Ok Lee hat die Haft in einem nordkoreanischen Straflager überlebt und zum christlichen Glauben gefunden." In: Die Tagespost vom 16. August 2014

"Zeugen monastischer Kultur. Seit 20 Jahren gibt es das Netz cluniazensischer Stätten im Schwarzwald." In: Die Tagespost vom 17. Juli 2014

"Franziskus-Effekt in Umbrien. Steigende Pilgerzahlen in Assisi und eine Friedensmission im Heiligen Land." In: Die Tagespost vom 12. Juni 2014

"Im Bunker fing alles an. Franco de Battaglia schildert die Anfänge der Fokolarbewegung." In: Die Tagespost vom 5. Juni 2014

"Eine Oase der Stille-nicht nur für Zweifler. Zum 850. Todestag der hl. Elisabeth von Schönau" In: Vatican-Magazin Juni_Juli 2014

"Sie zum Lächeln zu bringen wird unser aller Lieblingsbeschäftigung" Buchbesprechung Sandra Roth: Lotta Wundertüte. In: Die Tagespost vom 24. Mai 2014

"Gelungene Ouvertüre. Der Postulator Johannes Pauls II. hat eine lesenswerte Papstbiografie vorgelegt." In: Die Tagespost vom 24. April 2014

"Kloster Wittichen und die selige Luitgard" in: Vatican-Magazin Mai 2014

"Clemens Brentano und die selige Anna Katharina Emmerick" in: Vatican-Magazin April 2014.

"Wohltuend für Seele, Geist und Körper Der heilige Ulrich von Zell und sein „durch Wunder berühmtes Grab“ im Schwarzwald" In: Vatican-Magazin März 2014

"Spiritualität der Heiligen. Bischof Paul-Werner Scheele stellt Glaubenszeugen aus allen Zeiten vor." In: Die Tagespost vom 27. Februar 2014

"Hinaus in die Randgebiete der menschlichen Existenz. Der hl. Vinzenz von Paul und die heilige Louise de Marillac." In: Vatican-Magazin Februar 2014.

"Blind geboren - Doch dann geschah das Wunder. In jener Zeit, als das Christentum aufzublühen begann: Die heilige Odilie auf dem Mont Sainte-Odile im Elsass." In:Vatican-Magazin Januar 2014.

"Römische Geschichte einmal anders." Rezension zu Ulrich Nersingers Buch "Die Gendarmen des Papstes." In: Die Tagespost vom 7. Januar 2014

"Die Bärin wies den Weg. Die heilige Richardis und Unsere liebe Frau in der Krypta in Andlau." In: Vatican-Magazin Dezember 2013

"Schatten auf der Soldatenseele". In: Die Tagespost vom 3. Dezember 2013

"Über den Brenner nach Rom. Ein neuer Pilgerführer mit Etappenheiligen." In: Die Tagespost vom 28.10.2013

"Eine neue Idee von Liebe - Der Troubadour Jaufré Rudel und seine ferne Prinzessin." In: Vatican-Magazin Oktober 2013

"Zeigen, dass sie ein Werkzeug Gottes war. Die Neuausgabe der Vita der heiligen Hildegard." In: Die Tagespost vom 17. September 2013.

"Licht ihres Volkes und ihrer Zeit". Die Lektüre ihrer Briefe eignet sich in besonderer Weise, um die hochbegabte Menschenführerin Hildegard von Bingen kennenzulernen. In: Die Tagespost vom 17. September 2013

"Eine Art intensivierte Straßenpastoral" - ein Gespräch zum Jahr des Glaubens mit dem Augustiner-Chorherrn und Bloggerkollegen Hw. Alipius Müller. In: Die Tagespost vom 24. August 2013

"Das flammende Siegel des hl. Ignatius. Die Eremo delle Carceri bei Assisi" In: Vatican-Magazin August-September 2013

"Mehr als exotische Aussteiger. Ein Buch gibt Einblicke in das Leben moderner Eremiten." In: Die Tagespost vom 11. Juli 2013

"Geistliche Vitaminspritzen. Gesammelte Johannes-Perlen aus einem reichen Leben." In: Die Tagespost vom 4. Juli 2013

"Das entflammte Herz. Die Ewigkeit als Maß: Franz von Sales und Johanna Franziska von Chantal." In: Vatican-Magazin Juli 2013

"Und Christus berührte das kranke Bein. Wie der heilige Pellegrino von Forlì zum Patron der Krebskranken wurde." In: Vatican-Magazin Juni 2013

"Ida Friederike Görres und Joseph Ratzinger - die tapfere Kirschblüte und ihr Prophet in Israel." In: Vatican-Magazin Mai 2013

"Kein Maß kennt die Liebe" - über die Gemeinschaft der Barmherzigen Schwestern und das Jubiläumsjahr in Kloster Hegne. In: Die Tagepost vom 20. April 2013.

"Liebe, Wahrheit, Schönheit-das gesamte Pontifikat Benedikts XVI." - Die Buchbesprechung zu A. Kisslers Buch "Papst im Widerspruch." Online hier.

"Zuversicht statt Zweifel. Bologna und die heilige Katharina."In: Die Tagespost vom 13. April 2013

"Und in dir wird man einst die Herrlichkeit Gottes sehen" über die heilige Katharina von Bologna. In: Vatican-Magazin März-April 2013

"Schutzschirm für die Gemeinschaft. Christoph Müllers Einführung in die Benediktsregel" In: Die Tagespost vom 7. März 2013

"Fritz und Resl: Gottes Kampfsau und Jesu Seherin" In: Vatican-Magazin Februar 2013 anlässlich des 130. Geburtstags von Fritz Michael Gerlich.

"Jakub Deml-Traumprosa, die vom Jenseits erzählt" In: Die Tagespost vom 9. Februar 2013

"Der Tod ist nicht relativ" In: Die Tagespost vom 7. Februar 2013

"In heiligen Sphären. Mensch und Welt lassen sich nicht entsakralisieren" In: Die Tagespost vom 5. Februar 2013

"Die tapfere Heilige, die nicht sterben wollte Die Märtyrerin Cristina und das Blutwunder von Bolsena." In: Vatican-Magazin Januar 2013

"Alles andere als Rettungsroutine. Aus den Schätzen der Kirche schöpfen: Warum Beichte und Ablass ein Comeback verdient haben." In: Die Tagespost vom 22.12.2012.

"Leitsterne auf dem Glaubensweg. Katholische Großeltern spielen eine wichtige Rolle bei der Neuevangelisierung." In: Die Tagespost vom 22.12.2012.

"Das Netz der virtuellen Ewigkeit.Tod und Gedenken im Internet." In: Die Tagespost vom 29. November 2012.

"Der Friede auf Erden fängt zwischen Männern und Frauen an. Marias "Fiat" und Josefs "Serviam". Engel führten sie zum außergewöhnlichsten Ehebund der Weltgeschichte. In: Vatican-Magazin Dezember 2012.

"Der Marathon-Mann" - mein Porträt von S. E. Bischof Tebartz-van Elst. In: Vatican-Magazin Dezember 2012.

"Versperrter Himmel, öffne dich!" Über die Wallfahrt der totgeborenen Kinder zu Unserer lieben Frau von Avioth. In Vatican-Magazin November 2012.

"Ein französischer Vorläufer des heiligen Franziskus - zum 800. Todestag des Hl. Felix von Valois." In: Die Tagespost vom 3. November 2012

"Die Macht der Mystikerinnen" anlässlich der Heiligsprechung von Anna Schäffer. In: Die Tagespost vom 20. Oktober 2012

"Was für eine Frau!" Zur Vereinnahmung der hl. Hildegard von Esoterikerin und Feministinnen. In: Die Tagespost vom 9. Oktober 2012

Über den Kapuzinerpater Martin von Cochem zu seinem 300. Todestag. In: Die Tagespost vom 29. September 2012

"Die Kirche-ein Krimi?" in: Die Tagespost vom 30. August 2012.

"Wieder gefragt: Exorzismus!" in: PUR-Magazin September 2012

"Mir ist das Brevier wichtig geworden!" Ein Interview mit dem evang. Pfarrer Andreas Theurer, der in die katholische Kirche eintreten wird. In: Die Tagespost vom 14. August 2012

"Im Vorhof des Himmels" Die hl. Edith Stein und ihr Seelenführer, der Erzabt von Beuron. In: Vatican-Magazin August-September 2012

"Durch Gottes Gnade ein Kind der Kirche" - Edith Stein, Erzabt Raphael Walzer von Beuron und die Enzyklika Mit brennender Sorge. In: Die Tagespost vom 9. August 2012.

Der Cammino di San Francesco-Heiligtümer im Rieti-Tal. In: PUR-Magazin Juli.

Die Opfer der Bundeswehr. Mein Interview mit dem Afghanistan-Veteranen R. Sedlatzek-Müller. In: Die Tagespost, Ausgabe vom 14. Juni 2012

"Mehr als Dinkel und Kräuter: Ein Kernkraftwerk des Heiligen Geistes - die hl. Hildegard von Bingen" In. Vatican-Magazin Juni-Juli 2012

"Wie eine lodernde Feuersäule Die heilige Veronika Giuliani" In: Vatican-Magazin Mai 2012

"Die Vollblutfrau, die den Erlöser liebte: Kronzeugin des Osterereignisses: Die Geschichte von Jesus und Maria Magdalena." In: Vatican-Magazin April 2012

"Ich fühle mich als Frau in der Kirche nicht diskriminiert" Ein Interview mit mir von Petra Lorleberg für kath.net

"Die virtuelle Engelsburg hat standgehalten" in: Die Tagespost vom 22. März 2012

"Die Sowjets traten, rissen, schlugen, brannten - aber immer wieder haben die Litauer ihren Kreuzeshügel aufgebaut". In: Vatican-Magazin März 2012

"Katholische Bloggerszene stiftet Ehe" Interview mit Phil und Hedda in: Die Tagespost vom 13.März 2012

Und Du wirst mal Kardinal!" Prags Erzbischof verkörpert das Durchhaltevermögen der tschechischen Christen. In: Die Tagespost vom 18. Februar 2012

"Wo Liebe ist, ist Eifersucht nicht weit: Alfons Maria de Liguori und Schwester Maria Celeste Crostarosa, Gründer des Redemptoristenordens". In: Vatican-Magazin Ausgabe Februar 2012

Neue Kolumne über geistliche Paare: "Mann-Frau-Miteinander-Kirchesein" In: Vatican-Magazin Ausgabe Januar 2012

Unsagbar kostbare Göttlichkeit - Gold, Weihrauch und Myrrhe: Die Gaben der Heiligen Drei Könige. In: Die Tagespost vom 5. Januar 2012

"Wo die Pforten des Himmels offen sind. Loreto in den italienischen Marken". In: Vatican-Magazin Dezember 2011

"Ein Schatz, der fast zu groß für diesen Erdball ist". In: Liebesbriefe für die Kirche. Hrsg. Noe, Biermeyer-Knapp. Bestellbar hier.

Der Papst meines Lebens - Vatican-Magazin spezial zum Papstbesuch

Norcia - der Geburtsort des heiligen Benedikt: "Als sich der Erdkreis verfinstert hatte" In: Vatican-Magazin August-September 2011

In englischer Übersetzung online hier: When the world had darkened<

Der Vatikan und die Blogger - Beginn einer wunderbaren Freundschaft.

Poetische Pilgerorte-Reisen ins mystische Mittelitalien. Erschienen im MM-Verlag.


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Der Philosoph Robert Spaemann im Interview mit "Die Welt"

>>Die Welt: Wenn in Deutschland wie Anfang des Jahres ein Gericht urteilt, dass man die katholische Kirche ungestraft "Kinderfickersekte" nennen darf, protestiert niemand. Hat das auch etwas mit dem Geist des Zweiten Vatikanischen Konzils zu tun?

Spaemann: Ja. Das Konzil hat die Katholiken lasch gemacht. Die Kirche hat sich immer in einem Kampf befunden, einem geistlichen Kampf, nicht einem militärischen, aber in einem Kampf. Der Apostel Paulus spricht von den Waffen des Lichts, dem Helm des Glaubens usw. Heute ist das Wort "Feind" anstößig geworden, das Gebot "Liebet eure Feinde" kann gar nicht mehr zur Anwendung kommen, weil wir keine Feinde mehr haben dürfen. Für sogenannte fortschrittliche Katholiken gibt es eigentlich nur noch ein Feindbild: Die Traditionalisten. Das ist wohl ein Erbe des Konzils. Gewiss, wir Christen sollen bei Beleidigungen ihres Glaubens und der Kirche keine Gewalt anwenden. Aber protestieren sollte man schon dürfen.<<

Ganzes Interview hier.

[Vorsicht, das ist nichts für ängstliche Leser!]
str - 29. Okt, 08:17

Schade!

Ich schätze Spaemann durchaus, aber hier gibt er auf eine grenzdebile Frage eine zumindest im ersten Wort dümmliche Antwort.

Also ob entweder das Konzil selbst noch dessen Gespenst (die Spaemann einfach mal so miteianander identifiziert ... was ziemlich nervt) haben Auswirkungen auf deutsche Rechtsprechung.

Das was er zu Feinden etc. sagt trifft auf das Gespenst des Konzils zwar zu (und ist mithin ein Erbe des Konzils - aber ein illegitimer Erbe), hat aber nichts mit dem Urteil zu tun. Es sind ja nicht ZdK-Mitglieder o.ä., die hier Recht gesprochen haben.

Es ist doch vielmehr so, daß Kuschelkatholiken à la ZdK von solchen Kraftausdrücken viel härter getroffen werden, denn sie meinten doch schließlich, wenn man nur nett zueinander sei, werde doch alles gut. Was das ganze mit Traditionalisten zu tun hat, ist mir schleierhaft.

Und protestieren dürfen wir ja auch. Durften wir beim Hasenfest, durfte der Papst gegenüber der Titanic, dürfen wir auch hier.

Alles in allem, sehe ich hier (im zitierten Abschnitt) nur vorgefertigte Standardsätze, die mit Müh und Not auf eine grenzdebile Frage passend gemacht werden.

Schade!

Gerd (Gast) - 29. Okt, 09:55

@STR

>>Und protestieren dürfen wir ja auch.<<

Aus der Sicht eines Gläubigen in seiner Heimatpfarre:

Der Priester predigt von der leeren Hölle und sein Pastoralreferent sagt wir kommen alle in den Himmel, weil wir so brav sind und uns das 2. Vaticanum endlich die Augen geöffnet hat. Die Reaktionen auf meinen fragenden Protest: Kein Gesprächsbedarf!

Der Priester lässt Pastoralreferenten predigen und streicht ersatzlos das Schuldbekenntnis und das Credo aus der Messfeier. Die Reaktionen auf meinen fragenden Protest: Kein Gesprächsbedarf!

Der Priester fordert die Gläubigen auf bei der Erneuerung des Taufversprechens in der Osternacht, doch bitteschön an die christliche Kirche zu glauben und nicht mehr an die katholische und apostolische Kirche. Die Reaktion auf meinen fragenden Protest: Kein Gesprächsbedarf!

Könnte es sein, dass mein Protest ins Leere läuft, weil er

a) nicht angebracht oder
b) unberechtigt ist oder
c) ich als Traditionalist, (bete schon mal den Rosenkranz) betrachtet werde?

Spaemann hat recht und das ist, mit Verlaub: Schade!
L. A. (Gast) - 29. Okt, 10:56

Finde weder die Frage noch die Antwort dümmlich.

Selbst angesichts einer solch bösartigen, hetzerischen,alleKatholiken verleumdende Beleidigung und eines skandalösen Gerichtsurteils dazu, gab es von offiziellen Kirchengremien keine irgendeine vernehmbare Stellungnahme, keine publizistische Offensive, nicht mal eine Revision gegen das Urteil wurde unternommen. Kein Aufruf via Hirtenbrief o.a. an die Gläubigen erfolgte, sich gegen derlei Haltungen zu wehren.
Von geistlichem Kampf gegen kirchenfeindliche Ideologien, Handlungsweisen und deren Protagonisten ist nichts zu spüren. Es stimmt doch, die Kirche ist lasch geworden,man biedert sich mehrheitlich eher nach allen Seiten an. Nur gegen "konservative" Katholiken geht man vor, in Wort wie Tat. @Gerds Zeugnis hier ist ja wohl kein Einzelfall.

>> Die Kirche hat sich immer in einem Kampf befunden, einem geistlichen Kampf, nicht einem militärischen, aber in einem Kampf. Der Apostel Paulus spricht von den Waffen des Lichts, dem Helm des Glaubens usw>>. Wie oft hört man das heute von Bischöfen, Priestern, Laien? Viel zu selten, es gilt eher als anstößig.
Spaemann sieht das ganz richtig, wenn er es auch zugespitzt ausdrückt. (was Interviews halt nunmal eigen ist).

Was würde heute der hiesige kirchliche "Mainstream" einem Chesterton entgegenhalten, der seine Konversion u.a. damit begründete: "Ich will nicht in einer Kirche sein, die es mir nur erlaubt, ein Kreuz zu tragen!"
Imrahil (Gast) - 29. Okt, 20:05

Ohne mich in die allgemeine Diskussion einzuklinken...

nur zu einem Punkt: Man ist ja viel Geschichten und Gerüchte gewöhnt, aber daß jemals ein Pfarrer in einem öffentlichen Glaubensbekenntnis der Gesamtpfarrei den lutherischen Text übernommen hat, erscheint mir dann doch von einer anderen Qualität. Mehr als als Einzelfälle besonders seltsamer Art kann und will ich mir das nicht vorstellen.

Die adäquate Reaktion ist natürlich, an der passenden Stelle so laut "heilige katholische Kirche" zu rufen, daß es im letzten Winkel noch gehört wird.
Gerd (Gast) - 29. Okt, 22:59

@Imrahil

>>Die adäquate Reaktion ist natürlich, an der passenden Stelle so laut "heilige katholische Kirche" zu rufen, daß es im letzten Winkel noch gehört wird.<<

Ich habe einfach Nein gesagt. Und das aus vollem Herzen. Und ja die Geschichte hat sich so abgespielt. "Glaubt ihr an die eine christliche Kirche?" Ich habe unseren Weihbischof in Beisein unseres Pastors während einer öffentlichen Sitzung darauf angesprochen und er hat mir versichert dass das nicht richtig gewesen ist. Was jetzt noch an Gesprächen erfolgt möchte ich dem hl. Geist überlassen.
str - 31. Okt, 10:22

Schade ist auch, daß in manchen Kommentaren sich das schon im Interview festzustellende Abrutschen fortsetzt.

Ich unterstelle mal, daß das, was Gerd beklagt, sich so zugetragen hat. Das sind zwar Einzelfälle, aber sie sind dennoch schlimm. Nur:

1. Lässt sich das auf das Vaticanum II zurückführen? Wo hat das Konzil dergleichen gelehrt oder autorisiert?

2. Bleibt das Gespenst des Konzils. Da sind wir schon näher dran. Nur darf man eben Konzil und Gespenst nicht identifizieren - dies zu tun ist Sache von Liberalohäretikern wie Küng und Tradischismatikern wie Lefebrve. Es ist unerträglich wie leichtfertig dies bei Spaemann und seinem Stichwortgeber geschieht.

3. Durften Sie ja sehr wohl protestieren und haben das auch getan. Daß man keinen Erfolg hat, wenn man beim Täter protestiert ist leider nicht überraschend. Der Weihbischof hat ihnen ja recht gegeben.

4. und am ärgerlichsten:

Was hat das alles mit der zitierten Passage zu tun? Es ging hier nicht um Häresie in der Kirche sondern um Angriffe von außen.

Auch mich ärgert dieses Urteil. Bisher dachte ich, es gibt so etwas wie Schmähkritik, die eben nicht erlaubt wäre. Allerdings ist das ganze nur ein gradueller Unterschied zur bisherigen, die Meinungsfreiheit sehr weit auslegenden Rechtsprechung.

Was nun Protest angeht: den verbietet uns niemand. Kein Konzil und auch kein Staat. (Der einzige, der ansatzweise davon abrät ist Christus selbst.)

Jedem Christen bzw. Katholiken ist es unbenommen zu protestieren. Wer es will, kann es tun. Es von anderen zu fordern (wie von den üblichen Prügelknaben, den Bischöfen) ist wohlfeil, v.a. wenn sich nicht die Mühe macht, über deren Gründe wenigstens nachzudenken.

Was bringt es denn nun, wenn Bischöfe gegen dieses Urteil protestieren? Wir man ihnen nicht ihr Versagen eben in Sachen Kindesmißbrauch vorhalten? Wird durch den Protest nicht wieder die Mär, Kindesmißbrauch sei ein primär kirchlich-katholisches Phänomen, noch verstärkt?

Dies geschieht ja schon, wenn man - wie letzte Woche geschehen - ein kirchliches Präventionsprogramm startet: klar es wird über kirchliche Bemühungen berichtet. Aber nur über diese (ob nun, weil nur diese medial interessieren oder weil es keine anderen gibt) und dadurch wird die Saite Kirche=Kindesmißbrauch erneut angeschlagen.

Das läßt sich vielleicht nicht vermeiden. Aber man muß sich (als medial präsente Person) bei einer Äußerung schon überlegen, ob es sich lohnt.

"Von geistlichem Kampf gegen kirchenfeindliche Ideologien, Handlungsweisen und deren Protagonisten ist nichts zu spüren."

Man kann es ja immer noch wenig finden, aber es ist einfach nicht wahr. Wer tritt denn (so ziemlich allein) gegen die Vernutzung des Menschen ein, sei das Thema Abtreibung, embryonale Stammzellforschung, Euthanasie oder auch Sonntagsschutz.

"Nur gegen "konservative" Katholiken geht man vor, in Wort wie Tat. @Gerds Zeugnis hier ist ja wohl kein Einzelfall."

Gerds Zeugnis - so ärgerlich es ist - taugt hier gar nicht als Beispiel. Wer ist denn bitteschön jemand gegen ihn vorgegangen?

Sich auf Chesterton zu berufen ist gerade grotesk. Meinen Sie etwa, GKC hätte vor dem Vaticanum II den Status einnehmen können, den er heute hat? Ein Konvertit, ein Laie, noch nicht mal Ordensmann und dazu noch witzig?

Ja, das alles gab es vor dem Konzil auch. Nur es war nicht die Methode, mit der kirchlicherseits der Glaube (zumeist) verkündet wurde. Da herrschte leider staubtrockene Verwalterei vor. Und die hat ja damals - und das sei den Spaemann'schen Phantasien von der guten alten Zeit - auch die Küngs nicht verhindet. Die existierten nämlich bereits vor dem Konzil.
L. A. (Gast) - 31. Okt, 12:51

@str

Nur so viel: Chesterton war schon zu Lebzeiten ein berühmter Schriftssteller, auch für katholische Leser. Und hat kurz nach seinem Tod von Pius XI den Ehrentitel "Defensor Fidei" verliehen bekommen. Seine "Renaissance" ist hier eine recht junge Angelegenheit und hat rein gar nichts mit "dem Konzil" zu tun. Die Frage, was der von der heutigen Kirche hier hielte, ist in nichts absurd.

Und Robert Spaemann "phantasiert" nicht, er hat die Kirche jahrzehntelang vor dem 2. Vaticanum ERLEBT. Ebenso die danach. Solltest Du das anders erlebt oder berichtet bekommen haben, ist das kein Anlaß, einem solchen Mann, der größte Verdienste für den Glauben und die Kirche erworben hat, Realitätsverlust zu unterstellen.
Und das alles nur "staubtrocken verwaltet" gewesen sei in der Kirche vor 1970 gehört ohnehin in das Reich der Fabeln, die durch Wiederkäuen nicht wahr werden.

Und Bischöfe haben nun mal die größte Öffentlichkeitswirkung innerhalb der Diözesen, sie sind Hirten und nach außen *die* Repräsentanten der Kirche. Was hat das mit"Prügelknaben" zu tun? Sollen die jetzt immer brav schweigen und bloß nicht anecken, damit keiner mehr in den Jauchekübel greift und Dreck auf sie wirft? Komisches Bischofsbild, was soll's, entspricht halt nicht meinem.

Und natürlich ist jeder Fall auch ein Einzelfall, ich kenne allein in meiner Umgebung genügend, gegen die auch ganz konkret vorgegangen wurde, Laien aber v.a. Priester und keineswegs deswegen, weil das Volk gegen sie murrte, das stand hinter ihnen, und von woanders höre ich ähnliches auch sehr oft. Mag das von @Gerd berichtete zwar kein direktes "Vorgehen" gegen ihn sein,es paßt dennoch voll ins Bild.

Ja, das war's auch schon.
Gerd (Gast) - 31. Okt, 15:18

@STR

>>Ich unterstelle mal, daß das, was Gerd beklagt, sich so zugetragen hat. Das sind zwar Einzelfälle, aber sie sind dennoch schlimm.<<

1. Es hat sich so zugetragen.
2. Das sind keine Einzelfälle.
3. Nach dem Gespräch hat mich der Pfarrer als Denunziant bezeichnet.

Frage: Ist das kein direktes Vorgehen gegen mich? Ein Denunziant ist jemand der einen zweiten oder dritten in böswilliger Absicht verleumdet und in Misskredit bringt. Dabei habe ich Ross und Reiter genannt und im persönlichen Gespräch versucht meine Bedenken zu äußern, was mir aber verwehrt wurde. Als ich dann keine Möglichkeit mehr sah und das Gespräch mit dem Bischof suchte, bin ich, oh Wunder: Ein Denunziant! Wenn es nicht so traurig wäre, könnte man darüber lachen.
str - 31. Okt, 23:30

L.A.,

es geht hier nicht um Pius XI. sondern darum, wie manchernorts eben auch Verkündigung und Theologie betrieben wurde.

Daß Chestertons Renaissance etwas mit dem Konzil zu tun hätte, habe ich nicht gesagt. Nur das geistige Klima, was u.a. sie gerne herbeireden wäre jemandem wie GKC nicht gerade zuträglich. Bei ihm sollte man auch bedenken, daß er erstmal ein sehr englisches Phänomen ist.

Was er von der heutigen Kirche hielte, kann man nicht wissen. Aber zu seiner Zeit hat er wenigstens nicht die Kirche madig gemacht, einen guten Teil ihrer Lehre einfach in die Tonne getreten. Spaemann tut das leider im Interview, wenn er das jüngste Konzil für alles Übel der Kirche verantwortlich macht.

Er phantasiert sehr wohl, wenn er die Zeit vorher idealisiert, die Zeit danach nur in allerschwärzesten Farben malt. Und das ist genug Anlass ihm zu sagen, was man davon hält. Verdienste hin, Verdienste her (und soooo groß sind diese Verdienste ja nun auch wieder nicht.)

Aber er widerspricht sich ja selbst: erst ballert er gegen das Konzil (nicht etwa gegen das Mißverständnis oder das Gespenst), dann sollen wir aber die Originaltexte lesen - ja was denn nun? Das führt mich zu dem Schluss, daß Spaemann hier unter seinem eigenen Niveau bleibt.

"Was hat das mit"Prügelknaben" zu tun?"

Ihre Prügelknaben sind die, die Hirten. Daneben aber auch die von SpiegelZeitSüddeutsche.

Nein, sie sollen nicht immer schön brav schweigen und auch nicht nach dem Munde reden. Nicht nach dem von SZS und auch nicht nach dem von L.A.

Aber sie sollen sich gut überlegen, was sie wann sagen. Und gegen besagtes unsägliches Urteil zu protestieren, ein großes Gewes drum zu machen, ist nicht der Weisheit letzter Schluß.

Gerd,

ich habe nicht bestritten, daß es sich so zugetragen hat. Es waren andere Berichte ihrerseits, die mir vor einiger Zeit widersprüchlich vorkamen (daher nun dieser Einleitungsatz). Aber ich erinnere mich nicht mehr an die Details. Entsprechend sollten wir hier nicht darüber diskutieren. Ich nehme ihnen jeden ihrer drei Punkte ab.

Einzelfälle sind es aber dennoch. Oder meinen Sie, Sie allein kennten die realen Zustände in der deutschen Kirche? Hab ich etwa bisher nur großes Glück gehabt. Jetzt schon die dritte Stadt, in der ich in den von mir besuchten Gottesdiensten - und das bei ziemlich stabilitas parochiae - nicht mit Häresie konfrontiert bin. (Wo die Häretiker in den jeweiligen Städten sitzen weiß ich freilich auch. Nur sind diese nicht unbedingt die Norm. Ich wehre mich gegen diese Verallgemeinerung, die ja ohnehin nur die Vorstufe zu antikirchlicher Polemik (lasch etc.) ist.

(PS. Die Abwesenheit von Häresie bedeutend aber nicht, daß alles wunderbar wäre.)

Sie setzen hinzu, sie seien als Denunziant bezeichnet worden. Das ist
1. nicht fein (da ein böses Wort), aber
2. aber auch nicht ganz von der Hand zu weisen, sollten sie den Bischof informiert haben (aber m.A.n. geht hier das Denunzieren völlig in Ordnung),
3. ist aber trotzdem immer noch niemand (direkt oder indirekt) gegen Sie vorgegangen, wie nun Sie es behaupten.

Ich würde Sie aber auch mal ihre Definition von Denunziant zu überprüfen. Sicher, dieser ist in Deutschland sprichwörtlich nicht gut gelitten. Aber dennoch die Wortbedeutung ist und bleibt, jemand, der einen anderen anzeigt, anschwärzt. In der Schule hätte man "Petze" gesagt. Klar, der ertappte Missetäter nennt sie so, aber hat das ihnen ernsthaft geschadet?
Gerd (Gast) - 1. Nov, 11:42

@STR

>>Ich würde Sie aber auch mal ihre Definition von Denunziant zu überprüfen.<<

Ich wurde noch nie als Denunziant bezeichnet, das ist relatives Neuland für mich. So musste ich nachschlagen: denunzieren bedeutet jemanden aus niederen Beweggründen verleumderisch anzuzeigen um ihn damit in Misskredit zu bringen. Nun denn:

1. Habe ich gelogen, als ich den Bischof mit den Missständen konfrontierte?
2.War mein Ziel, den Priester aus niederen Beweggründen in Misskredit zu bringen?

zu 1. Nein, ich habe nicht gelogen!
zu 2. Nein, mir geht es um die authentische Verkündigung der katholischen Lehre.

>>Oder meinen Sie, Sie allein kennten die realen Zustände in der deutschen Kirche?<<

Der Priester um den es hier geht, hat mir versichert, dass seine Ansicht von der Nichtrelevanz der Hölle von allen Mitbrüdern die er kennt geteilt wird. Ein anderer Priester hat mir versichert, dass er nicht Mitglied der katholischen Kirche ist, sondern der christlichen. Das sagt sehr vieles über die Zustände in der katholischen Kirche aus, oder etwa nicht?

>>Hab ich etwa bisher nur großes Glück gehabt. Jetzt schon die dritte Stadt, in der ich in den von mir besuchten Gottesdiensten - und das bei ziemlich stabilitas parochiae - nicht mit Häresie konfrontiert bin.<<

Dazu vielleicht folgender Gedanke: Als ich einige Gottesdienstbesucher nach der Osternacht mit der seltsamen Formulierung in der Erneuerung des Taufversprechens von der "christlichen Kirche" konfrontierte sagten sie mir: Das ist uns überhaupt nicht aufgefallen. Auf meine Frage ob sie denn darauf mit Ja geantwortet hätten stimmten sie alle vorbehaltlos zu und konnten meine Verneinung gar nicht nachvollziehen.
L. A. (Gast) - 1. Nov, 14:09

@str

Weder hat Spaemann gegen das Konzil >> geballert<<, geschweige denn hat er >> einen guten Teil der Lehre in die Tonne getreten<<.
Wenn sie den ganzen Text tatsächlich gelesen haben,muß man zu solchen "Exegesen" ich sag mal schon unbedingt kommen *wollen*. Der Phantast sind Sie.
Ihre folgende Neodada - Kreation, u.a. ich würde >>ein geistiges Klima herbeireden<<, daß Chesterton >>nicht zuträglich<< sei, weil er ein <>Konvertit und Laie<< hätte vor dem 2. Vaticanum kein Gehör in der RKK gefunden mit einem glasklaren Beispiel zu widerlegen.

Zu Ihren Unterstellungen über mein Bischofsbild besser höfliches Schweigen am hohen Feiertag.
So lange ein @str weiß, was Bischöfe zu tun haben, nämlich
>>sie sollen sich gut überlegen, was sie wann sagen.<<
ist ja alles in Butter.
L. A. (Gast) - 1. Nov, 17:39

Korrektur, im zweiten Abschnitt oben hat es meinen Text zerissen, es sollte lauten:

Ihre folgende Neodada - Kreation, u.a. ich würde >>ein geistiges Klima herbeireden<<, das Chesterton >>nicht zuträglich<< sei, weil er ein >>ein englisches Phänomen ist>>, fand ich zwar amüsant, falls ein Sinngehalt dennoch beabsichtigt war, entzieht er sich mir.
Die Ehrung GKCs durch Pius XI. erwähnte ich nur um Ihre Aussage, ein<>Konvertit und Laie<< hätte vor dem 2. Vaticanum kein Gehör in der RKK gefunden mit einem glasklaren Beispiel zu widerlegen.
str - 6. Nov, 19:36

Gerd,

@STR
>>Ich würde Sie aber auch mal ihre Definition von Denunziant zu überprüfen.<<

"Ich wurde noch nie als Denunziant bezeichnet, das ist relatives Neuland für mich. So musste ich nachschlagen: ..."

Das ist natürlich bedauernswert, daß Sie so bezeichnet wurden. Ich will das auch nicht schönreden.

Nur rücken sie hier völlig übertriebenermaßen Konnotationen, die der Begriff auch haben kann, in den Mittelpunkt. Sicher, positiv ist er nie gemeint, aber "böswillig" und "verleumderisch" gehört nicht zur Grundbedeutung.

Deshalb: nein, sie haben nicht gelogen, nein, sie hatten keine niederen Beweggründe.

"Der Priester um den es hier geht, hat mir versichert, [...] Ein anderer Priester hat mir versichert, [...] Das sagt sehr vieles über die Zustände in der katholischen Kirche aus, oder etwa nicht?"

Das sagt zunächst etwas über die Geisteshaltung dieser beiden Männer, im ersten Fall auch - wenn wir der Aussage mal glauben wollen - die seiner Bekannten. Wie viele das sind wissen wir aber nicht. Es sagt am Ende auch etwas über die Kirche aus: nämlich, daß es dergleichen in ihrer Mitte gibt. Nicht weniger, aber auch nicht mehr!

"Das ist uns überhaupt nicht aufgefallen."

Mir wäre es aber sehr wohl aufgefallen. Ich pflege nämlich bei der Messe mein Hirn nicht auszuschalten. Schon gar nicht bei der Predigt (die ja eine eher intellektuelle Sache ist) oder dann, wenn von mir Antworten verlangt werden. Und ja, ich habe auch schon einer Fürbitte mein Amen verweigert, wobei es aber nicht um Häresie sondern mehr um Sozialpädagogengeschwurbel ging.

"und konnten meine Verneinung gar nicht nachvollziehen."

Das mag verschiedene Gründe haben. Vielleicht sind sie auch nur allzu gutherzig "weil die Kirche ist doch christlich." Gutheißen tu ichs natürlich trotzdem nicht.
str - 6. Nov, 20:33

L.A.,

Spaemann hat sehr wohl gegen das Konzil "geballert". Ich habe das Interview sehr wohl ganz gelesen. Wenn ich zitieren darf:

"Frage: [...] Für sie persönlich ein Grund zum Feiern?

"Spaemann: Eigentlich nicht. Man muss offen sagen, dass es zunächst eine Epoche des Niedergangs eingeleitet hat. Eine Jubelfeier kann man wohl nicht machen angesichts der Tatsache, dass Tausende von Priestern schon während des Konzils ihren Dienst verlassen haben."

Zu recht kann man mit dem Interviewer fragen: Was kann das Konzil dafür.

"Teil einer Bewegung, die die ganze westliche Welt erfasst hat, Teil der Kulturrevolution.

[...] von einem Optimismus geprägt, den man fast schon ruchlos nennen könnte."

So ähnlich hat man wohl auch einstmals über Nicaea geredet!

"Im Übrigen lautet die christliche Geschichtsperspektive nun einmal gemäß dem Neuen Testament: Am Ende wird es einen großen Abfall geben, und die Geschichte läuft zu auf den Antichrist. Von dem aber war auf dem Konzil gar keine Rede."

Will er jetzt Konzilien danach bewerten, ob und wie sehr sie den Antichristen erwähnen?

Im übrigen gibt es - das könnte Spaemann ja mal beim heutigen Papst erfragen - weit mehr als nur eine christliche (und auch katholische) Geschichtsperspektive. Eine bestimmte als "gemäß dem Neuen Testament" hinzustellen dümpelt in protestantischen Wassern. Das NT enthält einzelne Passagen, die vom Antichristen reden, andere vom Jüngsten Gericht (ohne den AC zu nennen), andere von einem Abfall. Aber ein System "und ALLES läuft zu auf den Antichrist" enthält das NT eben nicht.

Anschließend kommt das oben zitierte Geballere.

"Das Konzil hat die Katholiken lasch gemacht."

Der Stichwortgeber sagt in echt-Küng'scher Manier: "Die Texte [...] sind schwammige Kompromisse. Wer hat damals denn gewonnen, Reformer oder Traditionalisten?", was dann Spaemann munter aufnimmt.

Ja, und dann widerspricht er sich, wenn er sagt:

"Und sie haben bis heute die Deutungshoheit über das [Zweite] Vatikanum. Allmählich allerdings setzt eine Neubesinnung ein. Langsam hört man auf, sich in die eigene Tasche zu lügen."

Wie denn Neubesinnung, wenn man eben noch das Zweite Vatikanum für alles Übel der Welt (bis hin zu Verbalangriffen aus der untersten Schublade) verantwortlich gemacht hat. Bestätigt Spaemann denn nicht die Deutungshoheit der Progressisten?

Gut, später widerspricht er den Progressisten und ihrer Deutung und stellt die tatsächliche Lehre des Konzils heraus (wenn auch im letzten Punkt etwas zu prononciert) - also ist es doch nicht das Konzil, welches schuld ist? Diesen Gedanken hätte er mal besser verfolgt und in den Mittelpunkt gestellt. Das vorherige Ballern versäuert das alles.

Folgendem Satz Spaemann ist natürlich völlig zuzustimmen:

Es geht heute wirklich eher um das, was aus dem Konzil gemacht wurde. Vielleicht wird man ja einmal wieder anfangen, die Originaltexte zu lesen. Schon gegen Ende des Konzils, erhob sich, wie Joseph Ratzinger schrieb, wie ein Gespenst etwas, das man den "Geist des Konzils" nannte und das nur sehr bedingt mit den tatsächlichen Beschlüssen zu tun hatte. Geist des Konzils, das hieß: Der Wille der Neuerer."

Ja, und gegen dieses Gespenst sollte man das Konzil verteidigen. Spaemann sollte das auch tun. Aber zwischenzeitlich fährt er in ganz anderen Wassern.

"falls ein Sinngehalt dennoch beabsichtigt war, entzieht er sich mir."

Dann bedaure ich Ihre mangelnde Auffassungsgabe. Es ist doch ganz glasklar, was ich schrieb.

"Die Ehrung GKCs durch Pius XI. erwähnte ich nur um Ihre Aussage, ein<>Konvertit und Laie<< hätte vor dem 2. Vaticanum kein Gehör in der RKK gefunden mit einem glasklaren Beispiel zu widerlegen."

Nun gut, wenn Sie es vorziehen, Strohmänner umzuhauen, dann bitte schön. Ich habe allerdings niemals gesagt, Chesterton hätte kein Gehör gefunden. Und Newman wurde ja auch immerhin Kardinal. Der Heilige Stuhl und die ganze Reihe hervorragender Päpste, die wie seit 1846 hatten, war da oftmals offenherziger und weitblickender als so mancher, der sich im Winkel (oder auch auf dem Katheder) papsttreu dünkte und dünkt.

"So lange ein @str weiß, was Bischöfe zu tun haben, nämlich
>>sie sollen sich gut überlegen, was sie wann sagen.<<
ist ja alles in Butter."

Hierzu zwei Anmerkungen:

1. Nicht ich bin es, der den Bischöfen Vorschriften macht. Sie sind es doch, die fordern, die Bischöfen hätten dies zu tun. Ich dagegen sagte, wenn es einer (auch ein Bischof) tut, dann ist es gut, wenn er es aber aus guten Gründen unterlässt, mache ich ihm daraus keinen Vorwurf.

2. Ich heiße nicht "@str" sonder nur "str". Meinetwegen schreiben Sie es am Anfang einer Antwort, wie es wohl im Netz üblich ist (und wie Sie es auch getan haben). Aber wenn Sie über mich in der dritten Person schreiben, dann lassen Sie es bitte.
Gerd (Gast) - 6. Nov, 21:05

@STR

>>Das sagt zunächst etwas über die Geisteshaltung dieser beiden Männer, im ersten Fall auch - wenn wir der Aussage mal glauben wollen - die seiner Bekannten. Wie viele das sind wissen wir aber nicht. Es sagt am Ende auch etwas über die Kirche aus: nämlich, daß es dergleichen in ihrer Mitte gibt. Nicht weniger, aber auch nicht mehr!<<

Sie wollten von mir wissen, ob ich alleine den realen Zustand der Kirche kennen würde. Nun denn ich bringe die Beispiele von Priestern, die die Nichtexistenz der Hölle predigen und vorgeschriebene Formulierungen während des Taufversprechens radikal ändern. Für sie ist das die Geisteshaltung von Männern. Für mich ist das und da steht ich beileibe nicht allein, eine Katastrophe für die realen Zustände in der Kirche. Nehmen wir mal an die Männer hätten mit ihrer Geisteshaltung zur Hölle Recht, dann würde sich unser Glaube wie folgt darstellen:

Jesus wird verraten, gegeißelt mit Dornen gekrönt ans Kreuz geschlagen und erstickt drei Stunden lang am Querbalken. Dann betet er "Es ist vollbracht!" und haucht seinen Geist aus. Nach seiner Auferstehung und Himmelfahrt setzt er sich zur Rechten seines Vaters, der ihm darauf hin eröffnet. "Die Hölle existiert nicht!"
Was für ein Gott soll das denn sein?

>>Nur rücken sie hier völlig übertriebenermaßen Konnotationen, die der Begriff auch haben kann, in den Mittelpunkt. Sicher, positiv ist er nie gemeint, aber "böswillig" und "verleumderisch" gehört nicht zur Grundbedeutung.<<

Ach nee! "Der größte Lump im ganzen Land, das ist und bleibt der Denunziant."

Und sicher hat der Priester mich als Denunziant bezeichnet um mir seine Hochachtung zu zeigen. ;-)
str - 7. Nov, 06:54

"Sie wollten von mir wissen, ob ich alleine den realen Zustand der Kirche kennen würde. Nun denn ich bringe die Beispiele von Priestern ..."

Ja, drei Beispiele haben Sie gebracht. Und sicher würde man noch mehr finden. Nur ist die Kirche sehr, sehr groß. Da kann man auch - und ich würde sagen: sehr viel mehr - anderslautende Beispiele finden. Nur fallen die halt nicht groß auf.

Wenn man dann noch, wie Sie, sich darauf beruft, andere Erfahrungen hätten etwas mit Harthörigkeit zu tun.

"Nehmen wir mal an die Männer hätten mit ihrer Geisteshaltung zur Hölle Recht, dann würde sich unser Glaube wie folgt darstellen."

Mal ganz abgesehen davon, daß ich dachte, der Priester hätte die Hölle für leer oder irrelevant erklärt, daß er dies natürlich in einer Nach-Jesus-Position tut, sind solche Was-wäre-wenn-Spielchen selten profitabel.

Es kommt eben nicht darauf an, uns den Glauben - oder gar Gott selbst - und seine Inhalte nach angeblichen Konsequenzen zu backen, sondern zu erkennen, was denn Sache ist. Und wenn Gott seltsame Dinge täte, dann wäre er dennoch Gott und sie hätten IHN gefälligst anzubeten.

"Ach nee! "Der größte Lump im ganzen Land, das ist und bleibt der Denunziant."

War ja klar, daß das irgendwann kommt. Der Spruch sagt mehr über Deutschland aus als über Denunzianten. Nur von "böswillig", "niedere Beweggründe" usw. sehe ich auch hier nicht.

"um mir seine Hochachtung zu zeige"

Sagen Sie mal: sind nicht unfähig zu lesen, was ich geschrieben habe, oder wollen Sie sich einfach nur als das arme Opfer hinstellen. Ich habe explizit gesagt, daß der Mensch ihnen damit nichts gutes sagen wollte. Nur ist das immer noch eine gewaltige Bandbreite.

Wenn Sie mit ihren damaligen Gesprächspartner so verfahren sind wie mit mir hier, dann kann ich es langsam auch verstehen, daß Sie nicht gut ankamen.

Ich persönlich bin es eigentlich leid, mit Ihnen über ihre Befindlichkeiten zu diskutieren.
Gerd (Gast) - 7. Nov, 09:44

@STR

>>Ich habe explizit gesagt, daß der Mensch ihnen damit nichts gutes sagen wollte. Nur ist das immer noch eine gewaltige Bandbreite.<<

Bandbreite! "Euer Ja sei ein Ja euer Nein sei ein Nein, alles andere ist vom Bösen." Jesus hielt nicht soviel von Bandbreiten.

Und nein, ich bin kein Opfer und meine Befindlichkeiten spielen hier gar keine Rolle.
Imrahil (Gast) - 7. Nov, 14:15

Das hat mit Ja Ja Nein Nein überhaupt nichts zu tun.
str - 7. Nov, 20:32

Eben so ist es, Imrahil.

Der Jesus, den ich kenne, hat auch für seine Feinde am Kreuz gebetet und in Psalm 22 seine Gottergebenheit in der Todesstunde bekräftigt. Er hat nicht gejammert, daß man ihn geschlagen, getreten oder verspottet hätte.
Gerd (Gast) - 8. Nov, 11:00

@Imrahil

>>Das hat mit Ja Ja Nein Nein überhaupt nichts zu tun.<<

Wirklich nicht? Die ganze Problematik die Spaemann in seinem Gespräch aufzählt ist dem theologischen Eiertanz geschuldet, den viele deutsche Bischöfe seid dem 2. Vaticanum aufgeführt haben. Da wird mal eben eine Enzylkika des Papstes in die Tonne gekloppt, und das entschiedene Nein des Oberhauptes der katholischen Kirche zum Thema Empfängnisverhütung ein schwammiges Jein für die geplagten Laien umgewandelt. Der Anfang vom Ende der erhofften Früchte des 2. Vaticanums in unseren Breitengraden. Da wundert sich das Fussvolk und stellt erstaunt fest: Der Papst hat ja doch nicht recht. Die Folgen sind heute klar zu erkennen: Ein laues Christentum die schläfrig in der Osternacht ihr Versprechen an die christliche Kirche erneuern und freudig zur Kenntnis nehmen, dass die Hölle nicht relevant ist. Nun passiert es doch tatsächlich, dass es Christen gibt, die noch hinhören was denn da so in den Gottesdiensten an theologischer Dünnbrettbohrerei veranstaltet wird, dies zur Sprache bringen und dann als Denunzianten verunglimpft werden. Ja genau: Das beklage ich. Ich jammere nicht rum sondern stelle fest. Wenn mir der entsprechende Priester dann mit mir über leere Kirchen siniert und mir säuselnd den Vorwurf macht, dass es gerade Leute wie ich sind, die die leeren Kirchenbänke zu verantworten haben ist das nur eine Randnotiz. LOL Darüber kann ich dann befreit lachen.
Gerd (Gast) - 8. Nov, 11:10

@STR

>>Der Jesus, den ich kenne, hat auch für seine Feinde am Kreuz gebetet und in Psalm 22 seine Gottergebenheit in der Todesstunde bekräftigt. Er hat nicht gejammert, daß man ihn geschlagen, getreten oder verspottet hätte.<<

Eigentlich kennen wir alle nur den einen Jesus der uns verkündigt werden muss. Und ja Jesus hat auch gejammert, als er den Unglauben der Menschen erkennt: "Wie lange muss ich euch noch ertragen?" Er hat im Garten Gethsemane Blut geschwitzt vor Angst und seine Jünger angefleht doch mit ihm zu wachen. Er hat den Vater dreimal bestürmt diesen Kelch doch an ihm vorüber gehen zu lassen. Also: Wenn jemand jammert wenn ihm Leid zugefügt wird oder er im Angesicht des Leides Angst verspürt, ist er in der direkten Nachfolge des Herrn.
thysus - 29. Okt, 10:18

Ängstliche Leser

Der Beitrag von Gerd ist für ängstliche Leser (der ich einer bin!) viel schwerer zu ertragen als das Interview mit Prof. Spaemann.
@STR
Es empfiehlt sich, das Interview ganz zu lesen. Das Gleichgewicht ist hier gewahrt. (Und: das Wort "grenzdebil" wirkt auch bei zweimaliger Verwendung nicht wirklich geistreich.)

str - 31. Okt, 10:25

1. "Geistreich" sollte es auch nicht sein.

2. Habe ich sehr wohl das ganze Interview gelesen. Es stimmt, andere Passagen sind besser und es ist auch wertvolles enthalten. Insgesamt - und die zitierte Stelle ist die Spitze des Eisbergs - ist es aber kein Beitrag, der hilft das Reich Gottes mitaufzubauen sondern hauptsächlich Nörgelei.

3. Ich habe es zuerst ignoriert, aber was soll denn das Gerede von den "ängstlichen Lesern"? Warum sollte man vor schlechten Interviews Angst haben? Oder vor "Berichten aus einer 'Heimatpfarre'"?
GAST (Gast) - 29. Okt, 11:28

Endlich wird darüber gesprochen

Seit vielen Jahren fühle ich mich alleine gelassen von einer modernisierenden Kirche. Ein richtig feiger und lascher Lumpenhaufen ist das geworden. Klar - in meiner Kinderkrippe, die von Nonnen geleitet wurde - da gabs schon auf die Finger oder den nackten Po bis man Schwielen hatte. Na, und - aus mir ist auch was geworden. Meine erste und zweite Frau sahen das zwar anders, aber seit ich jetzt mit meiner neuen Partnerin zusammen bin, da leben wir unseren Glauben richtig aus, zumal ich auch von meinen Kindern nicht mehr gestört werde, denn die halten mich für einen religiösen Phantasten. Was ist schon dran, wenn Kinder Sonntag Mittag mit ihren Eltern Bibel lesen für 1-2 Stunden. Da soll sich doch mal jemand aufregen! Kicken und Toben können sie ja den Rest der Woche. Und wer will schon was dagegen haben, dass ich fordere vor dem Essen 15 Minuten für Andacht und Gebet zu haben. Und was die Kleidung angeht gehört wieder Zucht und Ordnung her. Soviel Geld für Stoff muss sein, damit ein Rock bis an die Knöchel geht. Meine Tochter hat sich bis zum 18.Geburtstag auf jeden Fall nicht geschminkt. Das hab ich organisiert. Was sie dann am Tag des Auszuges machte, ist mir mit Verlaub Wurscht.

Clarissa (Gast) - 29. Okt, 12:19

@Gast

Wow! Super! Von Ihrer Sorte braucht die Welt mehr!!!!
Herzlichen Glückwunsch! Sie sind ein HELD!!!!!!!!
Bellarimin (Gast) - 29. Okt, 13:51

??

Grenzwertige Satire, würde ich sagen.
GAST (Gast) - 29. Okt, 13:58

@clarissa

Bellarimin hat recht. Ihr Beifall ist nicht mehr grenzwertig sondern ich fühle mich in meinen zutiefst religiös inspirierten Ansichten eher verarscht.
Gerd (Gast) - 29. Okt, 14:33

@Bellarimin

!!!

....und schlechte noch dazu....
Il capitano (Gast) - 29. Okt, 14:36

@Double-Gast ...

... Sie sind ja fast so 'witzig' wie Leo Fischer ...
Gast (Gast) - 29. Okt, 16:44

@ all

ich weiß ja nicht, ob das hier alle richtig ernst zu nehmen willens sind. Für meinen Teil sehe ich die Verbreitung unseres Glaubens nicht nur als einfach Aufgabe sondern als einen Kampf. Und Kampf ist nicht Kutschi-Kutschi, sondern das heisst schon mal Klartext reden über die Rolle unserer Priester, Bischöfe und des Papstes als Führer, die uns alle das Heil Gottes näherbringen können, wenn wir es nur zulassen .... Die Fundamente werden in der Familie gelegt und das passiert nicht in einer grünliberalen basisdemokratischen "na wenn ihr halt nicht wollt"-Mentalität sondern durch Erziehung - basta!
Il capitano (Gast) - 29. Okt, 17:17

Nun ja, immerhin tragen unsere Priester, Bischöfe und der Papst knöchellange 'Röcke' und schminken sich nicht. Und die Züchtigung der entblößten Kehrseite passt wohl eher in die Rubrik 'Ich kann zwar nicht, aber ich will trotzdem.' Wundern Sie sich also nicht, dass man sich hier eher verarscht fühlt, wie Clarissa es so schön auszudrücken pflegte ... ;-)
Gerd (Gast) - 29. Okt, 17:30

@Gast

>>ich weiß ja nicht, ob das hier alle richtig ernst zu nehmen willens sind.<<

Also ich schon. Allerdings fällt es mir dann doch etwas schwer wenn ich dann solche Sätze lese:

>>Was sie dann am Tag des Auszuges machte, ist mir mit Verlaub Wurscht.<<

oder:

>>Klar - in meiner Kinderkrippe, die von Nonnen geleitet wurde - da gabs schon auf die Finger oder den nackten Po bis man Schwielen hatte.<<

Das ist nun wirklich nicht mehr ernsthaft und ich lege sowas unter der Rubrik "Geschwalle" ab. Sollten sie auch machen.
Clarissa (Gast) - 29. Okt, 18:20

@Gast (Held)

Ja, ich fühle mich auch betroffen...
"Kutschi-Kutschi" kenne ich garnicht. Meinten Sie vielleicht "Knutschi-Knutschi"?
str - 31. Okt, 10:27

Also mir kommt der Gast-beitrag weniger wie "Kutschi-Kutschi" vor sondern mehr wie "Balla-Balla". Hoppla, jetzt hab' ich doch glatt den Mattussek gemacht!
str - 31. Okt, 11:01

Noch so ein Problemsatz:

"Es war Teil einer Bewegung, die die ganze westliche Welt erfasst hat, Teil der Kulturrevolution."

Nein, es war ein kirchliches Ereignis, welches auf dem Hintergrund eines säkularen Trends* geschah. Was den Optimismus angeht hat Spaemann ja recht. Nur ist das nur die halbe Miete.


Warum wird unterschlagen, daß diese Trends, insbesondere ihre negativen Aspekte, auch ohne Konzil ihre Wirkung auf die Kirche gehabt hätten. Wie gesagt: die Küngs gab es ja auch schon vor dem Konzil und sie sind nicht erst danach, "vom Glauben abgefallen". Diese wurden zuvor nicht verurteilt, andere, die später noch Kardinäle wurden aber schon.

(*Ich hoffe mal, daß dieses Wort wird noch verstanden wird.)

Prinzipiell hat Spaemann recht, wenn er schreibt:

"Papst Johannes XXIII. sagte damals, Ziel des Konzils sei ein Aggiornamento der Kirche. Das wurde von vielen mit Anpassung übersetzt, Anpassung an die Welt. Aber das war ein Missverständnis. Aggiornamento heißt: den Widerspruch der Kirche zur Welt, den es immer gegeben hat und den es geben muss, aktualisieren, für unsere Zeit. Das ist das Gegenteil von Anpassung."

Ja und nein. Aggiornamento im Sinne Johannes XXIII heißt nicht Anpassung (der Inhalte) an die Welt. Es heißt aber auch nicht unbedingt Widerspruch. Es heißt die Form der Verkündigung anzupassen.

Der Widerspruch in den Inhalten bleibt dabei natürlich erhalten, wird sogar deutlicher, da man sich nicht mehr durch Formen und Äußerlichkeiten wie der Sedia gestatoria ablenken kann.

str - 6. Nov, 20:36

Folgendes habe ich aus einer Antwort herausgelassen, da sie nicht wirklich zur dortigen Frage gehörte. Ich will es aber dennoch nicht ungesagt lassen:

Und dann kommen bei Spaemann noch Dinge, die bestenfalls Halbwahrheiten sind.

"Menschen, die die Auferstehung Christi leugnen, können katholische Theologieprofessoren bleiben"

Äh, wo? Es sind Theologieprofessoren wegen Leugnung weniger zentraler Aussagen ihrer Missio verlustig gegangen. Und sogar ein Protestant hat wegen der von Spaemann erwähnten Sache seine protestantische Vocatio verloren. Klar, diese Herren (und Frauen) fallen sachte in das staatlich-universitäre Ruhekissen, aber so zu tun, als könnten sie kirchlicherseits sich alles erlauben, ist bestenfalls Übertreibung.

"und als Priester während der Messe predigen."

Ja, das gibt es. Aber wie stellt es sich Spaemann vor, der Sache Herr zu werden ohne daß er die Zustände wiederherstellt, die es eben in den 1950ern gab. Die Häretiker saßen im Kirchenamt und schwiegen. Aber nicht nur diese schwiegen.

"Leute, die die Kirchensteuer nicht zahlen wollen, fliegen aus der Kirche heraus. Da kann doch etwas nicht stimmen."

Ja, Spaemanns Aussage stimmt nicht und bleibt Mumpitz, wird sie auch noch so oft wiederholt. Niemand fliegt aus der Kirche, weil er die Kirchensteuer nicht zahlen will! Niemand! Aber manche gehen aus diesem Grund.

Imrahil (Gast) - 7. Nov, 14:14

>>Menschen, die die Auferstehung Christi leugnen, können katholische Theologieprofessoren bleiben.

Namen kann ich jetzt auch keine nennen, aber vielleicht meinte er eine massive Verschwurbelung der Auferstehungslehre, die unter dem Namen "Auferstehung im Tod" läuft, damals sehr hochrangige Verteidiger hatte und, zugegeben, vor ihrer expliziten Verurteilung 1979 (?) der kirchlichen Lehre formal nicht widersprach; bei der aber dennoch der gesunde Menschenverstand wußte: Das ist nicht Auferstehung.

Außerdem fallen mir die Namen Drewermann und Hasenhüttl ein. Ich weiß nicht, ob sie die Auferstehung geleugnet haben, wahrscheinlich haben sie sie eher wegspiritualisiert, was ich aber persönlich für fast noch für schlimmer (weil den Diskurs scheuend) halte. Der eine ist nach der Pensionierung aus der Kirche ausgetreten, der andere wurde für die vergleichsweise Lappalie einer Interzelebration bestraft...
str - 7. Nov, 20:30

Stimmt, im Fall Hasenhüttl hatte ich das lange kritisiert, daß er aus den falschen Gründen - im Nachgang zur Priestersuspension - die Missio verloren hat. Aber das hat m.E. der Vorgänger des damaligen Bischof Marx von Trier zu verantworten. Sein Vergehen würde ich aber nicht als Lappalie bezeichnen, v.a. nicht unter diesen provokatorischen Umständen

Aber Drewermann hat seine Lehrerlaubnis sehr wohl für seine Lehre verloren. Ja, er ist nicht exkommuniziert worden, aber das ist seit Leonard Feeney sowieso äußerst selten passiert. Zu sagen, er sei irgendwann ausgetreten (was er schließlich ist) ist eine irreführende Darstellung.

Ach ja, geleugnet haben sie natürlich beide.
Imrahil (Gast) - 8. Nov, 15:11

Danke für die Info, daß Drewermann die Missio verloren hatte wußte ich nicht.

Kleiner Hinweis für den inneren Haarspalter: Ich habe die provokative Interzelebration auch nicht als Lappalie bezeichnet, sondern als vergleichsweise Lappalie...

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