Elsas Nacht(b)revier

Am Anfang wurde das Universum erschaffen. Das machte viele Leute sehr wütend und wurde allenthalben als Schritt in die falsche Richtung angesehen. [Douglas Adams]

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Diese Liebe - von DENEN nicht.

Herr Alipius möchte nicht geliebt werden, jedenfalls nicht von denen, von denen schon gar nicht. Und ehrlich gesagt hätte ich ihn auch schon gut verstehen können, als ich noch Heidin war.
Ich muss das jetzt unbedingt verlinken, weil es so gut zu Zuckers Serie über Die okkulte Invasion von Dave Hunt passt.
Und als jemand, der hin und wieder auch mal Probleme mit dem Postulat des "Liebet die, die euch hassen" hat, bin ich zur Abwechslung mal heilfroh, dass man nach dem Evangelium nicht verpflichtet ist, diejenigen zu lieben, die einem lieben. *gg*
alipius (anonym) - 25. Apr, 15:02

Hey! Momentchen mal!

Ich hab nicht gesagt, daß ich nicht geliebt werden möchte("Da habe ich aber lieber meinen Benedetto, als Eure Liebe!" => Lieber... als...! Das enthält eine Wertung nach Rang, keinen absoluten Ausschluß).

Ergo: Ich empfinde zum jetzigen Zeitpunkt meines Lebens meine Zugehörigkeit zur Katholischen Kirche und die Tatsache, daß ich mich als Subjekt des Heiligen Vaters und des Magisteriums betrachte als bedeutender als die Antwort auf die Frage, ob mein Bekenntnis mir die Liebe jedes einzelnen Individuums weltweit einbringt.

Unterm Strich hast Du aber Recht: Es ist nicht immer einfach, die zu lieben, die einen hassen!

Tiberius (anonym) - 26. Apr, 11:07

Salvete! Elsa! Alipi!

Was ich Alipius bereits schrieb, hier aber schon lange einmal loswerden wollte, sind folgende Zeilen von Ortega y Gasset, die mir immer wieder in den Sinn kommen, wenn ich mit evangelikaler "Spiritualität" konfrontiert werde:

„Vielleicht unterliege ich einem Irrtum; aber der Schriftsteller, wenn er die Feder zur Hand nimmt, um über einen Gegenstand zu schreiben, den er lange erwogen hat, kann nicht umhin, zu denken, daß mittelmäßige Leser, die sich nie mit diesen Fragen beschäftigten, wenn sie ihn lesen, es nicht tun, um etwas von ihm zu lernen, sondern im Gegenteil, um über ihn abzuurteilen, sobald er nicht mit den Plattheiten übereinstimmt, die sie im Kopf haben. Wenn die einzelnen, aus denen die Masse besteht, sich für besonders begabt hielten, hätten wir es nur mit einem Fall persönlicher Täuschung, aber nicht mit einer soziologischen Umwälzung zu tun. Charakteristisch für den gegenwärtigen Augenblick ist es jedoch, daß die gewöhnliche Seele sich über ihre Gewöhnlichkeit klar ist, aber die Unverfrorenheit besitzt, für das Recht der Gewöhnlichkeit einzutreten und es überall einzusetzen. Wie es in Nordamerika heißt: Anderssein ist unanständig. Die Masse vernichtet alles, was anders, was ausgezeichnet, persönlich, eigenbegabt und erlesen ist. Wer nicht »wie alle« ist, wer nicht »wie alle« denkt, läuft Gefahr, ausgeschaltet zu werden. Und es ist klar, daß »alle« eben nicht alle sind. »Alle« waren normalerweise die komplexe Einheit aus Masse und andersdenkenden, besonderen Eliten. Heute sind »alle« nur noch die Masse.“
José Ortega y Gasset – Der Aufstand der Massen

Vale!
Tiberius

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