
[Das Bild zeigt einen türkischen Herdenschutzhund, einen Kangal, mit einem neugeborenen Lamm im Nebenjob. Bildquelle
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In extra einem Hirtenwort. Und zwar völlig zu Recht.
>>Nachdrücklich verurteile ich den Versuch, die ganze katholische Kirche und ihre Einrichtungen in Misskredit zu bringen. Unsere Geistlichen müssen sich derzeit auf der Straße abschätzigen Blicken und Beleidigungen am Telefon aussetzen. Solche, die um jeden Preis die katholische Kirche um ihren guten Ruf bringen wollen, haben sich die „Regensburger Domspatzen“ als Opfer ausgesucht. Ein Glanzstück des Bistums Regensburg soll in den Dreck gezogen werden. Ein katholisches Internat mit Buben beschäftigt die Phantasie, die sich genüsslich ausmalt, was alles hinter den „hohen Mauern“ des Musikgymnasiums vorgehen mag. Wir haben es mit ganz normalen, aber hochmotivierten Jugendlichen zu tun.
Bei einer Versammlung mit allen Schülern der Domspatzen haben die 12-Jährigen das böse Spiel auf den Punkt gebracht: „Weil unser Domchor weltberühmt ist, müssen wir für diese Attacken gegen die Kirche herhalten.“ Das schwer sündhafte Fehlverhalten einzelner Erzieher und Schüler – Näheres muss erst in historischer Kleinarbeit aus den Akten erhoben werden - kann weder der Einrichtung der „Regensburger Domspatzen“ noch der Gesamtheit der völlig unbeteiligten Lehrer und Schüler von damals und schon gar nicht von heute angelastet werden. Was hier in den letzten Wochen an Verletzung der Menschenwürde unserer Domspatzen geschehen ist, ist unbeschreiblich: Die Gesichter einzelner Jugendlicher werden von der Fernsehkamera groß ins Bild herangeholt. Dem unbedarften Zuschauer wird suggeriert: Das sind die Opfer und Täter einer Organisation, in der „sexueller Missbrauch und systematische Verprügelung von Jugendlichen gang und gebe“ ist. In dieser angeheizten Stimmung werden unsere Domspatzen öffentlich angepöbelt und mit den ordinärsten Ausdrücken beleidigt. Ihre Eltern werden von Reportern, die das Gymnasium belagern, angegangen, weil sie ihre Kinder noch nicht aus diesem „Sumpf von sexueller Gewalt und systematischer Demütigung“ befreit hätten.

Das ist nicht nur ein Zerrbild jenseits aller Realität, sondern auch ein Ausweis der kriminellen Energie seiner medialen Urheber. Die moralische Verantwortung tragen diejenigen, die diese Hetze gezielt verursachen. Viele Menschen in unserem Bistum haben mir ihren Abscheu vor diesem zynischen Missbrauch der Personwürde unserer Kinder und Jugendlichen zum Ausdruck gebracht.<<
Das ganze Hirtenwort
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[Das untere zeigt einen Kangal mit einem erlegten Wolf - in Ausübung seines Hauptberufes. Bildquelle
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