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Mittwoch, 8. Februar 2012

Rom: Fontana delle Tartarughe - Fotopong.

Eine liebe Freundin und Leserin dieses Blogs war kürzlich von dem vereisten "Schildkrötenbrunnen", fotografiert von Armin, so angetan, dass sie mir ein eigenes Foto von diesem ihrem römischen Lieblingsbrunnen (unvereist) geschickt hat - ich darf es veröffentlichen.

rom_schildkroetenbrunnen015

[fotografiert von Konstanze Ertel]

Danke, Josef Bordat.

[Update: Frischer Wind hat eine kleine Linkrutsche zu unserem Jahrestag - hier klicken. Liebe Grüße auch an Demut jetzt für seinen leicht sarkastisch angehauchten Eintrag. (Ein Blogtitel, der mir selbst niemals im Traume einfallen würde;-)]

>>Die Aktion ist vorbei, die Anliegen der Petition Pro Ecclesia sind hingegen aktueller denn je, wurden ihre Initiatoren und Unterzeichner doch durch den Deutschlandbesuch Papst Benedikts XVI. im September 2011 in ihrer Haltung nachdrücklich bestärkt. Denn in ihrer Ausrichtung auf das Wesentliche, auf den christlichen Glauben katholischer Prägung, nahmen die in der Petition formulierten sieben Bitten an die Bischöfe die Kritik der Fixierung auf die äußere Struktur und die Problematisierung der vielfältigen sozio-politischen Verpflechtungen gleichsam vorweg, die sich in Benedikts Forderung nach „Entweltlichung“ der Kirche verdichten sollten.

Die Petition Pro Ecclesia war eine angemessene Reaktion auf das Theologen-Memorandum „Kirche 2011 – ein notwendiger Aufbruch“, sie ist nach wie vor inhaltlich wegweisend und zielführend und wird auch in Zukunft eine Richtschnur für echte Reformen der Katholischen Kirche in Deutschland bleiben. Für das im Oktober 2012 beginnende Jahr des Glaubens kann sie Klerikern und Laien wertvolle Impulse geben.

Den Initiatoren der Petition Pro Ecclesia sei an dieser Stelle noch einmal ausdrücklich gedankt!<<

Zum gesamten Blogeintrag des Philosophen und Publizisten hier entlang.

Pressemitteilung Petition Pro Ecclesia

Ein Jahr danach

Geseke. Am 8. Februar 2011 ging um 11 Uhr MEZ die Petition Pro Ecclesia online. Sie war eine direkte Reaktion auf die kurz zuvor erfolgte Veröffentlichung des von etwa 300 Theologen unterzeichneten "Memorandum Kirche 2011 – ein notwendiger Aufbruch", mit dem sich viele Katholiken nicht identifizieren konnten und wollten. Die Verknüpfung kirchenpolitischer Forderungen mit dem Skandal des sexuellen Mißbrauchs erschien ihnen als unredlich. Die Petition Pro Ecclesia richtete sich mit sieben Bitten an die Bischöfe, in denen sie diese um ihren apostolischen Beistand bat: Die Sicherstellung einer qualitativ hochwertigen, im Glauben der Kirche verwurzelten Ausbildung des theologischen Nachwuchses, klare Aussagen zugunsten des priesterlichen Zölibats als einer angemessenen und wertgeschätzten Lebensform, sowie um den Schutz der christlichen Ehe und um einen innerkirchlichen Gesprächsprozess, der nicht die Grundfesten des Glaubens in Frage stellt, sondern auf dessen Basis stattfindet.

Damit kamen sie dem an die Laien gerichteten Auftrag des Zweiten Vatikanischen Konzils nach: „Entsprechend dem Wissen, der Zuständigkeit und hervorragenden Stellung, die sie [die Laien] einnehmen, haben sie die Möglichkeit, bisweilen auch die Pflicht, ihre Meinung in dem, was das Wohl der Kirche angeht, zu erklären.“ (Lumen Gentium 37)

Am 14. März 2011 wurde dem Sekretär der Deutschen Bischofskonferenz (DBK), Pater Dr. Langendörfer, die Petition pro Ecclesia (PPE) mit rund 14.000 Unterschriften von Priestern und Laien unterschiedlichster Berufsgruppen sowie eine ausführliche Dokumentation in Paderborn übergeben. Mehr als 1000 weitere Unterschriften wurden vier Wochen später per Post an die DBK versandt. So haben in einem Zeitraum von rund zwei Monaten über 15.000 Katholiken öffentlich ihre Unterstützung bekundet.
Der Vorsitzende der DBK, Erzbischof Zollitsch, erklärte auf der Abschlusspressekonferenz der Vollversammlung der DBK in Paderborn, der Dialogprozess werde selbstverständlich auf dem Boden der Lehr- und Liturgietradition der katholischen Kirche stattfinden. Zuspruch erhielt die Petition pro Ecclesia seitens des Erzbischofs von Köln, Joachim Kardinal Meisner, welcher der Petition öffentlich "sentire cum ecclesia" bescheinigte, den Initiatoren seinen Dank aussprach und versprach, sich den Bitten der Unterzeichner nicht zu verschließen. Diese Zusage wurde von vielen Katholiken mit großer Dankbarkeit aufgenommen.

Mit Spannung wurde die Reaktion Benedikts XVI. auf den von der DBK angestoßenen Dialogprozess bei seinem Besuch in Deutschland im September 2011 erwartet. Die Initiatoren der PPE haben registriert, dass der Hl. Vater auf seiner Deutschlandreise mit keinem Wort auf den strukturierten Gesprächsprozess eingegangen ist, in seinen Reden und Ansprachen dagegen immer wieder eine Vertiefung des Glaubens eingefordert hat. Einer kirchlichen "Verweltlichung" erteilte Papst Benedikt XVI. in Freiburg eine deutliche Absage, indem er formulierte, dass der Sendungsauftrag der Kirche durch die Ansprüche und Sachzwänge der Welt immer wieder verdunkelt und ihre Botschaft relativiert werde. Seinem Wunsch nach Wiederentdeckung, Erneuerung und Weitergabe des Glaubens in unsere Welt hinein – den er insbesondere ausgedrückt hat durch die Ausrufung des im Oktober 2012 beginnenden Jahr des Glaubens – schließen sich die Initiatoren der Petition pro Ecclesia voll an und bekräftigen ihre Bereitschaft, sich hier voll einzubringen.

Generalaudienz von heute

An sich sind die Katechesen des Heiligen Vaters selbstverständlich alle wichtig, aber die von heute ist besonders bedeutend, denn sie räumt mit dem ärgerlichen und rege kursierenden Vorurteil auf, dass Jesus Christus in seinen letzten Stunden am Kreuz mit den Worten "Mein Gott, mein Gott, warum hast Du mich verlassen" sozusagen selbst vom Glauben abgefallen sei.
Das stimmt natürlich nicht. Vielmehr ist das Gegenteil der Fall.
Lesen wir die eindringlichen Worte des Heiligen Vaters von heute dazu:

>>Diese Gebetsworte Jesu seien nicht irgendwelche Worte, die er selbst erfunden hätte. Sie seien vielmehr der Anfang von Psalm 22, in dem der Psalmist die Spannung zwischen der Not, der Gottverlassenheit Israels und die Gewissheit seiner Hoffnung, „die Gewissheit der bleibenden Gegenwart und Güte Gottes“ zum Ausdruck bringe: „Er betet mit dem gesamten Leiden und Beten Israels. Indem er dieses Gebet spricht, nimmt er das Gebet Israels, seine Leiden, seine Nöte auf und trägt sie in die Gewissheit des Hoffens und Glaubens hinein, und nicht nur das Leiden Israels, sondern das Leiden aller Menschen, die nach Gott suchen und ihn nicht finden können. Alle Not und Bedrängnis der Welt ist in dieses Gebet hineingenommen, das ein Gebet der Menschheit ist, das er zu seinem macht und damit an das Herz Gottes bringt“.

Die Evangelisten hätten bewusst den Wortlaut und Wortklang überliefert, „so dass wir gleichsam direkt hören können, wie Jesus diese uralte Gebetsüberlieferung aufnimmt und in den Akt seiner Hingabe an den Vater umwandelt und uns hineinzieht“.

Das Gebet Jesu „ist nicht der Schrei von jemandem, der nicht mehr weiß, was er soll, oder der verzweifelt auf den Tod zuginge. Es ist das Gebet Israels und der Menschheit, das Gebet von Menschen, die durch das Böse bedrängt werden und die dies alles zum Herzen Gottes bringen“. Gott gebe ihm seine letzte Gewissheit, „dass unser Schreien in der Auferstehung endlich seine Antwort finden wird“.

So drückten die Worte Jesu einerseits die ganze Not der Menschheit, unser aller Bedrängnis aus. Zugleich aber „durchdringen und durchtränken sie dies mit Vertrauen und Hingabe und geben es in die Hände des nur scheinbar schweigenden Gottes und lassen und gewiss werden, dass der schweigende Gott doch der nahe und rettende Gott ist“.

Das Gebet des sterbenden Jesus am Kreuz, so Benedikt XVI. abschließend, solle die Menschen lehren, „mit Liebe für die vielen Brüder und Schwestern zu beten, die die Last des täglichen Lebens verspüren, die schwere Augenblicke leben, die im Schmerz sind, die kein tröstendes Wort haben, damit auch sie die Liebe Gottes spüren können, der nicht verlässt“.<<
Ganze Zusammenfassung der Generalaudienz wie immer hier.

Kettenhunde Seiner Heiligkeit - dolce.

Hier die Variante von thysus:

Kettenhund

Mich fanden die Wächter

Niemand achtet auf Deine Finger.
Doch ich habe gesehen
und seitdem wäre mir lieber
ich kennte Dich nicht.

Knöchel, Sehnen und Nerven
Kein balinesischer Schnitzer
erdenkt Deiner Hände Elfenbeinornament
So kostbar und fein
wie sie der Schöpfer gebildet
Kühn wie Aaronstäbe im frühesten Frühjahr
dabei ganz beiläufig und keusch

Ich möchte mein Haar auf ewig
in solch weißer Glut verbergen:
Jetzt lass mich doch denn!

cantare

Ich bin einfach hingerissen,
da ist so viel in diesem Monolog, von dem man oberflächlich...
ElsaLaska - 20. Aug, 19:55
Houellebecq ist ein sehr...
Wobei man jetzt keine Kristallkugel brauchte. Mir imponiert,...
Elsa (Gast) - 12. Aug, 17:50
Hui, das war aber ein...
Hui, das war aber ein wilder Ritt durchs Stadtbild...
NeonWilderness - 11. Aug, 23:45
Privet, fbtde!
Schön, von dir zu hören. Offenbar lebst du also auch...
ElsaLaska - 2. Aug, 10:27
Oha
Du lebst auch noch. Gut zu wissen!
fbtde - 2. Aug, 08:31

attenzione

la bocca

 

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