Elsas Nacht(b)revier



Francois Gérard: St. Térèse d'Avila

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Donnerstag, 16. Februar 2012

Mehr als irritiert

betrachte ich mittlerweile das vorläufige Ergebnis der Debatte um Pater Schmidbergers Äußerungen in einem Interview mit Dr. Armin Schwibach für kath.net.
Abgesehen davon, dass ich es nach wie vor begrüße, dass man dem Distriktoberen der FSSPX Deutschland Raum gegeben hat, um ein interessantes und lesenswertes Interview zu geben - es haben sich lediglich in seiner Antwort auf die erste Frage strittige Punkte aufgetan, die man durchaus kontrovers diskutieren kann. Unter anderem ist das auch hier auf diesem Blog geschehen.
Die FSSPX, die ja sonst so viel auf Tradition hält, ist jetzt allerdings nicht mehr amused, weil P. Dr. Lugmayr von der Petrusbruderschaft eine Gegenstellungnahme veröffentlicht hat.
Nach meinen Vorstellungen würde das Ganze jetzt so weiterlaufen, dass man in der guten alten scholastischen Tradition eine Antwort veröffentlicht, die auf Augenhöhe geschieht.
Nun scheint aber leider die weibische Emotion (die ich liebend gerne ausschließlich meinem Geschlecht vorbehalten sehen möchte) über den kühlen Intellekt die Oberhand gewonnen zu haben bei FSSPX Deutschland.
Auf den deutschen Seiten findet sich jedenfalls folgend übertitelter Eintrag:
"Ist kath.net ein "Unsinn-Portal"?
Gut, das bezieht sich auf eine von P. Dr. Lugmayrs getätigte Äußerung - aber ginge es vielleicht 'ne Spur cooler? Ich meine, wenn man sich im Recht befindlich glaubt, sollte das ja möglich sein.
Daneben dann ein Kopfgeldjäger-Bild von Dr. Armin Schwibach, der das "Verbrechen" begangen hat, ein informatives, kompetentes und durchaus(!) empathisches (!) Interview mit dem Distriktoberen zu führen.
Es geht bunter weiter, vermutlich, weil Fassnacht ist.
Als nächstes bekommen wir einen Text eines Jura-Studenten (WilhelmTheodorFriedrich? Nein, er heißt Anton Löhmer) präsentiert, der wiederum eine Entgegnung auf P. Dr. Lugmayr sein möchte.
Zu lesen ist da unter anderem: "Wenn also den Konzilstexten, in welchen von Ökumene und der Heilswirksamkeit anderer Religionen die Rede ist, kein klarer Traditionsbruch vorgeworfen werden kann, so ist doch nicht von der Hand zu weisen, daß sie bewußt offen sind für eine Theologie, welche die Heilsnotwendigkeit der Kirche de facto leugnet und sich in den theologischen Schriften prägende Konzilstheologen – insbesondere in der berühmten Lehre Karl Rahners über das „anonyme Christentum“ – eindeutig nachweisen läßt."
Da sage ich mal: So what? WENN also den Konzilstexten kein klarer Traditionsbruch vorgeworfen kann, worüber möchte dann die FSSPX eigentlich noch diskutieren? Dass die Konzilsdokumente für alles Mögliche offen - also nicht ganz dicht sind? Ja, das haben wir jetzt allerdings auch schon bemerkt: Sie stellen keinen klaren Traditionsbruch dar, aber bieten eine preiswerte Möglichkeit, in seinem eigenen Starrsinn zu verharren.
Und SO kann nur jemand argumentieren, dem das Lehramt mal kurz wurscht ist. Wie wurscht das der FSSPX leider zu sein scheint, kann man auch hier ersehen, wenn Herr Löhmer schreibt:
>>Zwar ist das traditionelle katholische Staatsideal unter den gegenwärtigen Umständen weit von der Realität entfernt – doch unsere Aufgabe als Katholiken besteht gerade darin, die Diskrepanz zwischen Ideal und Realität in der heutigen Zeit schlichtweg auszuhalten und treu im Glauben zu verharren, notfalls über Jahrhunderte, anstatt unsere Ideale mit untragbaren theologischen Argumenten gewaltsam an die Realität anzugleichen. <<

Mit Verlaub .... Was hat denn das alles denn nun recht eigentlich mit unserem Glauben zu tun? Und wie darf man "untragbare theologische Argumente" verstehen? Was möchte denn ein JURA-Student dem Herrn Professor Ratzinger, der dazu noch PAPST ist, da vormachen?

Leute! Brüder! Und ... Schwestern! Bei allem Wohlwollen - so besser nicht.

Neues von Deutschland pro Papa

Anlässlich des 85. Geburtstages des Heiligen Vaters, Papst Benedikt XVI., startet die Initiative „Deutschland pro Papa " eine außergewöhnliche Aktion: "85 Luftballons für Benedikt- Zeichen der Hoffnung".

Unter Schirmherrschaft des Papstbruders und ehem. Domkapellmeisters Prälat Dr. Georg Ratzinger werden am Vortag seines 85ten Geburtstages, nämlich am Sonntag, den 15.4.2012, pünktlich zum Angelus um 12.00 Uhr, 85 gelb-weiße Luftballons vom „Papsthügel“ in Regensburg gestartet.

Bereits dreimal besuchte Papst Benedikt XVI. in seiner erst 7-jährigen Amtszeit seine alte Heimat. Sein Besuch 2011 stand unter dem Motto „Wo Gott ist, da ist Zukunft“ Der Heilige Vater rief zur Neuevangelisierung unserer heute von Gott entfremdeten, gar gottlosen Welt auf. Diesem Ruf will „Deutschland pro Papa" nun folgen: um auch diejenigen zu erreichen, die der Kirche oder dem christlichen Glauben an sich fern stehen, hat sich das DpP Team etwas ganz Besonderes einfallen lassen: Jeder Ballon wird ein kleines Briefchen tragen, das mit einigen Sonnenblumensamen gefüllt ist: Samen als Zeichen des Wachstums und der Hoffnung - Hoffnung für ein neues Leben, feste Verwurzelung im Glauben und Wachstum. Die Ballons tragen diese Zeichen der Hoffnung über das Land, und der Finder wird in dem Briefchen ermutigt, doch die Samen zu pflanzen. Auch wenn der Finder nicht religiös ist, kann ein Same immer ein Zeichen der Hoffnung sein. Den Finder, der uns die schönsten Bilder seiner Sonnenblumen sendet, erwartet eine Überraschung - und natürlich veröffentlichen wir die Fotos auf unserer website!

Die ersten 85 Besucher, die ab 11 Uhr auf dem „Papsthügel“ eintreffen, bekommen einen Ballon in die Hand und dürfen ihn um 12 Uhr steigen lassen! Anschließend beten wir alle zusammen des Angelus!

Tragen wir gemeinsam mit unserem Heiligen Vater die Hoffnung der Frohen Botschaft durch möglichst viele kräftig leuchtende Sonnenblumen symbolisch in die Welt hinaus, als ein Zeichen der Freude und der Zuversicht auf eine bessere und friedvolle Zukunft!

cantare

Ich bin einfach hingerissen,
da ist so viel in diesem Monolog, von dem man oberflächlich...
ElsaLaska - 20. Aug, 19:55
Houellebecq ist ein sehr...
Wobei man jetzt keine Kristallkugel brauchte. Mir imponiert,...
Elsa (Gast) - 12. Aug, 17:50
Hui, das war aber ein...
Hui, das war aber ein wilder Ritt durchs Stadtbild...
NeonWilderness - 11. Aug, 23:45
Privet, fbtde!
Schön, von dir zu hören. Offenbar lebst du also auch...
ElsaLaska - 2. Aug, 10:27
Oha
Du lebst auch noch. Gut zu wissen!
fbtde - 2. Aug, 08:31

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