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Francois Gérard: St. Térèse d'Avila

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Freitag, 27. Februar 2015

Aus der Lebenswirklichkeit der Menschen theologische Erkenntnisse

gewinnen - nach der Methode Bischof Bode.

Die kann durchaus funktionieren. Nehmen wir als Beispiel meine Lebenswirklichkeit von heute Nachmittag. In der Fastenzeit wird in der Gemeinde das Allerheiligste zur Stillen Anbetung ausgesetzt. Allerdings ist es Vorschrift, dass mindestens zwei Personen dabei im Gebet wachen sollen. Deshalb trägt man sich in eine Liste ein, die in halbstündige Einheiten aufgeteilt ist über den Tag.
Eine halbe Stunde beim Herrn einmal die Woche zu verweilen, das sollte eigentlich nicht so ein schwieriger Akt sein. Man braucht, wenn man um 9 Uhr beginnt und um 18 Uhr endet insgesamt 18 Gläubige, wenn jeder eine Stunde macht anstatt eine halbe, sogar nur 9.
Wenn man manche deutsche Bischöfe so hört, so müsste gerade bei den wiederverheiratet Geschiedenen eine solche Sehnsucht nach dem Allerheiligsten sein, dass sie - die Stille Anbetung ist ja jedem erlaubt - eine solche Veranstaltung glatt stürmen. Aus allen Nähten müsste die Kirche platzen. Wer die Kommunion nicht empfangen kann, aus welchen Gründen auch immer, müsste jubeln über die Chance, dem ausgesetzten Allerheiligsten auf dem Altar wenigstens körperlich nahe zu sein, es betrachten und anbeten zu können.

Wie groß das Interesse des Otto Normalgemeindegläubigen tatsächlich daran ist, konnte man heute sehen. Am Vormittag, deutlich erkennbar an der Handschrift, ein paar liebe alte Rentner. Für den ganzen Nachmittag hatte sich niemand gefunden, der sich eingetragen hat - auch keine Elternteile mit Erstkommunionkind oder ähnlich - und so blieb das Allerheiligste zwar ausgesetzt auf dem Altar, aber verhüllt.
In wie vielen Gemeinden mag das heute oder an einem anderen Tag in der Fastenzeit GENAU SO ausgesehen haben?
Und welche theologische Erkenntnis lässt sich aus diesem ostentativen Desinteresse am Herrn in seiner Realpräsenz, am Allerheiligsten eben, eigentlich gewinnen?
Dass es eben doch nur ums sonntägliche "Mitmachen dürfen" bei der KeksKommunionausteilung geht, und nicht um die ganze Bedeutung der Sache selbst?

Das scheint mir leider im Moment die naheliegendste und traurige Schlussfolgerung zu sein.

Immer wenn die Aktivisten

in der katholischen Kirche anfangen wollen, etwas komplett Neues zu installieren, stellt sich nachher heraus, dass es das alles längst schon gibt.

>>
Kardinal Marx hat seine Mitbrüder (darunter offensichtlich auch die im Vorfeld als potentielle „Dissidenten“ gehandelten Bischöfe von Regensburg, Eichstätt und Passau) nicht nur bei diesem Thema hinter sich gebracht, sondern einen Befreiungsschlag im großen Stil inszeniert. „Die große Geschichte des Christentums liegt nicht hinter uns, sondern vor uns“ – das ist nicht nur ein markiges Statement, sondern Ausdruck einer durchaus konkreten Vision.
Gemäß dieser Vision gilt es von nun an, das Christentum nicht von der Vergangenheit, der Tradition her zu lesen, sondern es auf die Zukunft hin „experimentell“ neu zu entwerfen. Der Glaube könne nicht „bewahrt werden wir ein Schatz“, die Kirche habe vielmehr ihre kommende weltgeschichtliche Sendung in den Blick zu nehmen: „Werkzeug für die Einheit der Menschheitsfamilie“ zu sein. In der globalisierten Welt brauche es eine Religion, die Menschen unterschiedlicher Herkunft zusammenbringen könne und die mit dem Prozess der Globalisierung verbundenen sozialen Spannungen zu moderieren verstehe. Und keine Religion sei für diese Aufgabe besser geeignet als das Christentum: „Eine globalisierte, universale Kirche in einer globalisierten Welt“.<< Aus einem Kommentar von Dr. M. Schäfer auf kath.net.

Nachdem man es in hiesigen Landen jahrzehntelang mit dem Protestantismus versucht hat, scheint man endlich festgestellt zu haben, dass es diese Denomination bereits gibt und sie eher minder erfolgreich ist als die katholische Kirche.

Ich bin gespannt, wann man bemerkt, dass es auch das Freimaurertum längst gibt.

cantare

Ich bin einfach hingerissen,
da ist so viel in diesem Monolog, von dem man oberflächlich...
ElsaLaska - 20. Aug, 19:55
Houellebecq ist ein sehr...
Wobei man jetzt keine Kristallkugel brauchte. Mir imponiert,...
Elsa (Gast) - 12. Aug, 17:50
Hui, das war aber ein...
Hui, das war aber ein wilder Ritt durchs Stadtbild...
NeonWilderness - 11. Aug, 23:45
Privet, fbtde!
Schön, von dir zu hören. Offenbar lebst du also auch...
ElsaLaska - 2. Aug, 10:27
Oha
Du lebst auch noch. Gut zu wissen!
fbtde - 2. Aug, 08:31

attenzione

la bocca

 

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