kommt die Meldung herein, dass
der Sohn von INDIANA JONES im vierten Teil von einem Jungspund namens Shia La Beouf gespielt wird.
*liegt lachend am Boden*
Warum haben ihn seine Eltern nicht "Biencuit La Beouf" genannt?
Oder - lufthol - "English La Beouf"?
Also Männer sollten doch bitte einfach Harrison Ford heißen, und gut is ...
ElsaLaska - 3. Apr, 23:37
Ich denke, ich bin heute dran gestoßen. Es ist ziemlich schwierig, sich gleichzeitig mit Patristik und mit der Abfassung eines "Unterweisungsentwurfes für die Durchführung einer Unterweisungseinheit" zu beschäftigen, ohne albern zu werden.
Manchmal kommt mir Theologie insgesamt so vor wie damals, als nach Matrix II keiner wusste, wie es weitergehen wird mit Neo und Zion. Ich verfolgte damals einen circa tausendseitigen Thread in einem Matrix-Fanforum. Es gab ähnliche Auseinandersetzungen wie wohl damals bei den Arianisten sowie die kühnsten Spekulationen, Thesen und Belege für die Richtigkeit derselben.
Der wesentliche Unterschied jedoch besteht darin, dass bei Matrix alle begierig drauf waren, wie es weitergeht.
ElsaLaska - 3. Apr, 22:21
"Lucian stand an der Wiege der sogenannten antiochenischen Exegetenschule, welche die ausschweifende Allegorese des Origenes und der Alexandriner überhaupt als willkürliche Spielerei verurteilte und mit allem Nachdruck auf eine möglichst objektive, historisch-grammatische Würdigung des biblischen Wortlautes drängte. [...] aus ihrer Mitte sind die größten Exegeten des Altertums hervorgegangen. Andererseits aber hat Lucian auch wieder eine große Schuld auf sich geladen. Er hat bis ans Ende eine streng subordinatianische Christologie verfochten und ist dadurch der eigentliche Vater des Arianismus, der Arius vor Arius, geworden. Die ältesten literarischen Vorkämpfer des Arianismus haben sich selbst Syllukanisten genannt, Angehörige der Schule Lucians."
Otto Bardenhewer: Geschichte der altkirchlichen Literatur.
Man sieht, wieviel Lebenszeit man für notwendige philosophische Grundlagenfragen gewinnt, wenn man nicht nur ausschließlich darüber nachdenken muss, welchem Joghurt oder welchen Frühstückscerealien nun der Vorzug zu geben ist.
ElsaLaska - 3. Apr, 14:46
In den 90ern habe ich darüber nachsinniert, wie Leuten aus dem ehemaligen Ostblock wohl unsere Fleischtheken und Supermärkte erscheinen müssen. Ich kannte das Phänomen selbst recht gut, wenn ich länger in Russland war und dann wieder heimkam.
Und jetzt geht es mir selbst so. Obwohl ich eigentlich aktuell nicht in irgendwelchen Mangelgebieten war. Aber wenn ich in die nächste Großstadt fahre, erschlägt es mich regelmäßig: Diese trilliarden von Geschäften, die mit ihren Produkten und Waren aus allen Nähten platzen und deshalb auch noch die Bürgersteige belegen müssen. Dass man so etwas wie Apfelschorle fertig gemischt kaufen kann und viele das sogar müssen, und es dazu noch tausend verschiedene fertige Apfelschorle-Marken gibt.
Wozu?
Aber es gibt ja auch eintausendmillionen einfache WÄSSER, man muss ja gar nicht so weit gehen und sich einen fertigen Apfelschorle kaufen (diesen Wunsch habe ich noch nie gehegt, ganz ehrlich. Noch nie).
In der Unibibliothek habe ich heute Alarm ausgelöst.
Das liegt daran, dass kein Mensch mehr schnallt, wo er wie was und in welcher Reihenfolge tun soll, um einen simplen Ausleihvorgang abzuschließen.
Und in den Lesesälen sitzen sie alle, alle alle. Die sind voll. Nur sitzt überhaupt niemand mehr vor Büchern. Jeder sitzt vor seinem Notebook. Und seinem fertigen Apfelschorle.
Ich komme mir vor wie übriggeblieben aus dem letzten Jahrhundert.
ElsaLaska - 2. Apr, 22:49