>>An diesem von Schweigen wie von Hoffnung erfüllten Abend ertönt neuerlich die Einladung, die Gott durch die Worte des heiligen Augustinus an uns richtet: „Glaubt doch! Ihr werdet zu mir kommen und an meiner Tafel das Gute genießen, so wahr ich mich nicht geweigert habe, an eurer Tafel das Übel zu kosten … Ich habe euch mein Leben versprochen … Als Vorschuß habe ich euch meinen Tod geschenkt, gleichsam um zu sagen: Seht, ich lade euch ein, an meinem Leben teilzuhaben. Es ist ein Leben, wo niemand stirbt, ein wirklich glückliches Leben, das eine unvergängliche Speise anbietet, eine Speise, die erquickt und niemals ausgeht. Das Ziel, zu dem ich euch einlade, ist … die Freundschaft mit dem Vater und dem Heiligen Geist, ist das ewige Abendmahl, ist die Gemeinschaft mit mir … ist die Teilhabe an meinem Leben“ (vgl. Sermo 231,5).
Richten wir unseren Blick auf den gekreuzigten Jesus, und bitten wir im Gebet: Erleuchte, Herr, unser Herz, damit wir Dir auf dem Weg des Kreuzes folgen können; laß in uns den „alten Menschen“ sterben, der an den Egoismus, das Böse und die Sünde gebunden ist, und laß uns „neue Menschen“ werden, heilige Männer und Frauen, verwandelt und beseelt von Deiner Liebe!<<
Ganzer Text hier.
ElsaLaska - 23. Apr, 12:43
>>Your Holiness, what is Jesus doing in the time between His death and resurrection? Seeing that in reciting the Creed it says that Jesus, after His death, descended into Hell, should we think that that will also happen to us, after death, before going to heaven?"
First of all, this descent of Jesus' soul should not be imagined as a geographical or a spatial trip, from one continent to another. It is the soul's journey. We have to remember that Jesus' soul always touches the Father, it is always in contact with the Father but, at the same time, this human soul extends to the very borders of the human being. In this sense it goes into the depths, into the lost places, to where all who do not arrive at their life's goal go, thus transcending the continents of the past. This word about the Lord's descent into Hell mainly means that Jesus reaches even the past, that the effectiveness of the Redemption does not begin in the year 0 or 30, but also goes to the past, embraces the past, all men and women of all time. The Church Fathers say, with a very beautiful image, that Jesus takes Adam and Eve, that is, humanity, by the hand and guides them forward, guides them on high. He thus creates access to God because humanity, on its own cannot arrive at God's level. He himself, being man, can take humanity by the hand and open the access.
To what? To the reality we call Heaven. So this descent into Hell, that is, into the depth of the human being, into humanity's past, is an essential part of Jesus' mission, of His mission as Redeemer, and does not apply to us. Our lives are different. We are already redeemed by the Lord and we arrive before the Judge, after our death, under Jesus' gaze. On one hand, this gaze will be purifying: I think that all of us, in greater or lesser measure, are in need of purification. Jesus’ gaze purifies us, thus making us capable of living with God, of living with the Saints, and above all of living in communion with those dear to us who have preceded us.<<
Aus der
Karfreitagssendung mit Papst Benedikt XVI. in RAI 1.
ElsaLaska - 23. Apr, 11:28
Wie letztes Jahr auch - die halbe Stadt, oder besser: die ganze? - ist versammelt, und wer keinen Platz mehr im Kirchenschiff bekam, steht draußen. Zur Kreuzesverehrung strömen sie dann alle herein. Piccobello angezogene Menschen, Damen und Herren im confraternita-Mantel, Leute in Jogginghosen. Langhaarige. Unrasierte. Wunderschöne italienische Mädchen. Junge Väter mit kleinen Kindern auf dem Arm - wie sie sie lehren, das Kreuz zu küssen. Rollstuhlfahrer. Greise und Greisinnen. Teenager. Der Strom will wieder kein Ende nehmen. Dabei immer wieder eines meiner hiesigen Lieblingslieder: Ti saluto, o croce santa, che portasti il Redentor, gloria, lode, onor ti canta ogni lingua ed ogni cuor.
Und danach Lichterprozession mit dem Gekreuzigten durch das uralte Wehrstädtchen.
Leider bin ich etwas zu spät nach Hause gekommen für die zweite TV-Übertragung des Tages, die Via Crucis mit dem Hl. Vater in Rom.
Aber schon heute Nachmittag hatte mich eine Passage ganz besonders fasziniert aus dem Eröffnungsgebet:
>>In dieser Stunde schleicht sich die Versuchung zur Flucht ein,
das Gefühl der Erschütterung und der Angst,
während der Wurm des Zweifels den Geist annagt,
und die Dunkelheit wie ein Vorhang auf die Seele fällt.
Und Du, Herr, der Du im aufgeschlagenen Buch unseres gebrechlichen Herzens liest,
fragst uns heute Abend wieder,
wie Du einst die Zwölf gefragt hast:
„Wollt auch ihr weggehen?“
Nein, Herr, wir können und wir wollen nicht weggehen,
denn „nur Du hast Worte des ewigen Lebens“
nur Du kennst „das Wort der Wahrheit“,
und Dein Kreuz
ist der einzige „Schlüssel, der uns für die Geheimnisse der Wahrheit und des Lebens öffnet“.
„Wir folgen Dir, wohin Du auch gehst!“
In dieser Einwilligung liegt unsere Anbetung,
während am Horizont des Noch nicht
ein Freudenstrahl des Schon wie ein Kuß unseren Weg berührt.<<
Ich hatte 40 Karfreitage in meinem Leben, ohne den gemarterten Leib am Kreuz voller Liebe und Devotion zu küssen. (Und erst diese Fürbitten.)
Ich habe heute die kleinen Kinder beneidet, die auf den Armen ihrer Väter und Mütter dieses Privileg so selbstverständlich verliehen bekamen: Jesus Christus in seinen schwärzesten Stunden einfach küssen zu dürfen.
ElsaLaska - 22. Apr, 23:53
Am Karfreitage
Weinet, weinet, meine Augen,
Rinnt nur lieber gar zu Tränen,
Ach, der Tag will euch nicht taugen,
Und die Sonne will euch höhnen!
Seine Augen sind geschlossen,
Seiner Augen süßes Scheinen.
Weinet, weinet unverdrossen,
Könnt doch nie genugsam weinen!
Als die Sonne das vernommen,
Hat sie eine Trauerhülle
Um ihr klares Aug' genommen,
Ihre Tränen fallen stille.
Und ich will noch Freude saugen
Aus der Welt, der hellen, schönen?
Weinet, weinet meine Augen,
Rinnt nur lieber gar zu Tränen!
Still, Gesang und alle Klänge,
Die das Herze fröhlich machen!
"Kreuz'ge, kreuz'ge!" brüllt die Menge,
Und die Pharisäer lachen.
Jesu mein, in deinen Schmerzen
Kränkt dich ihre Schuld vor allen;
Ach, wie ging es dir zu Herzen,
Dass so viele mussten fallen!
Und die Vöglein arm, die kleinen,
Sind so ganz und gar erschrocken,
Dass sie lieber möchten weinen,
Wären nicht die Äuglein trocken;
Sitzen traurig in den Zweigen,
Und kein Laut will rings erklingen.
Herz, die armen Vöglein schweigen,
Und du musst den Schmerz erzwingen!
Weg mit goldenen Pokalen,
Süßem Wein vom edlen Stamme!
Ach, ihn sengt in seinen Qualen
Noch des Durstes heiße Flamme!
Dass er laut vor Schmerz muß klagen,
Erd und Himmel muß erbleichen,
Da die Henkersknecht' es wagen,
Gall' und Essig ihm zu reichen!
Weiche Polster, seidne Kissen,
Kann mir noch nach euch verlangen,
Da mein Herr, so gar zerrissen.
Muß am harten Kreuze hangen?
O wie habt ihr ihn getroffen,
Dorn und Nagel, Rut' und Spieße!
Doch das Schuldbuch liegt ja offen,
Dass sein heilig Blut es schließe.
In der Erde alle Toten
Fahren auf wie mit Entsetzen,
Da sie mit dem heil'gen, roten
Blute sich beginnt zu netzen.
Können nicht mehr ruhn die Toten,
Wo sein köstlich Blut geflossen;
Viel zu heilig ist der Boden,
Der so teuren Trank genossen.
Er, der Herr in allen Dingen,
Muss die eigne Macht besiegen,
Dass er mit dem Tod kann ringen,
Und dem Tode unterliegen.
Gänzlich muß den Kelch er trinken,
Menschenkind, kannst du's ertragen?
Seine süßen Augen sinken,
Und sein Herz hört auf zu schlagen.
Als nun Jesu Herz tut brechen:
Bricht die Erd' in ihren Gründen,
Bricht das Meer in seinen Flächen,
Bricht die Höll' in ihren Schlünden,
Und der Felsen harte Herzen
Brechen all mit lautem Knalle.
Ob in Wonne, ob in Schmerzen?
Bricht's der Rettung, bricht's dem Falle?
Und für wen ist denn gerungen
In den qualenvollen Stunden,
Und der heil'ge Leib durchdrungen
Mit den gnadenvollen Wunden?
Herz, mein Herz, kannst du nicht springen
Mit den Felsen und der Erde,
Nur, daß ich mit blut'gen Ringen
Neu an ihn gefesselt werde?
Hast du denn so viel gegeben,
Herr, für meine arme Seele?
Ist ihr ewig, ewig Leben
Dir so wert trotz Schuld und Fehle?
Ach, so laß sie nicht gefunden
Sein, um tiefer zu vergehen!
Lass sie deine heil'gen Wunden
Nicht dereinst mit Schrecken sehen!
Annette von Droste-Hülshoff.
ElsaLaska - 22. Apr, 15:33
14.10 Uhr - RAI Uno: Live-Übertragung aus dem Apostolischen Palast mit dem Hl. Vater
20.00 Uhr Karfreitagsliturgie mit Don Roberto hier im borgo
20.15 Uhr ARD:
Gottes mächtige Dienerin. Teil 1.
21.10 Uhr Bayern3: Papst Benedikt betet
den Kreuzweg in Rom.
ElsaLaska - 22. Apr, 09:01