Wie übersetzt man wohl diesen Satz in anständiges Latein:
„Der Postenkommandant im Wachthäuschen hat ein Multitasking-Talent zu sein; er nimmt ununterbrochen Telefonanrufe entgegen, lauscht den Durchsagen des Sprechfunks, läßt die Kontrollmonitore der Videoüberwachung nicht aus dem Blick – und findet noch ein freundliches Wort für den, der sich hilfesuchend an ihn wendet.”
Es geht um die vatikanische Gendarmerie, eine Institution, die erklärtermaßen stets Helden hervorbringt, wie Leser meines Vatikan-Krimis bereits wissen. Ulrich Nersinger hat einen Text darüber verfasst und Gero P. Weishaupt hat beim Übersetzen ins Lateinische geholfen.
„Custodiae praefectus, qui in vigilario est, arte diversis muneribus simul fungendi auctus esse debet: continuo per telephonium colloquitur, nuntiis per radiotelephoniam communicatis auscultat, alba televisifica inspectionis, quibus televisifice vigilantia peragitur, semper aspicit et tamen benigne cum eis loquitur, qui eum, ut auxilium eis praestet, adeunt."
Der Link zum Projekt auf den
Seiten von Radio Vatikan und hier der Link zu einem
Interview mit Hw. Gero P. Weishaupt.
ElsaLaska - 1. Feb, 12:43
Russische Quarkpfannkuchen sind wunderbar zart und geschmeidig und für Mamma besser zu essen als normale Pfannkuchen.
Hier mein Rezept:
3 Eier, die Eigelbe vom Eiweiß trennen. In einer Schüssel die drei Eigelbe mit 250 g Quark (bitte nicht die Magerstufe! 40 Prozent dürfen es schon sein), einem kräftigen Schuss flüssige Sahne, etwa 80 g Puderzucker (gesiebt), 1 Päckchen Vanillezucker und einen kräftigen Spritzer Zitronensaft (Saft einer viertel Zitrone, nach Geschmack auch mehr und dann mehr Zucker) mit dem Mixer verquirlen, circa 100 g Mehl zugeben und Milch schussweise, weiterrühren zu einem zähflüssigen Teig. Ist er zu dünn, noch Mehl zugeben bzw. Zucker, zu dick dann noch etwas Sahne oder mehr Zitrone. Zwischendurch einfach abschmecken und ausbalancieren. Eine leichte Süße mit zitroniger Note ist ideal.
Die Eiweiße steif schlagen und dann mit dem Teig verrühren, bis er glatt ist.
Butterschmalz in die Pfanne und jetzt Konzentration. Wenig Teig zu einem länglichen Pfannküchlein, nicht allzu dick, hineingeben. Die Kunst ist jetzt, das Teil zu wenden, bevor es unten zu braun wird. Oben sollte es aber schon gestockt sein, sonst hat man Rührei statt Pfannkuchen, wenn man es wenden möchte. Vorsichtig weiterbacken unter Wenden, bis sie eine schöne Farbe haben.
Dazu schmecken Sauerkirschen aus dem Glas.
ElsaLaska - 31. Jan, 21:11
“Und Gott hat sogar gewollt, dass es eine Heilige war. Er hat den alten Ritterbund geehrt. Das nie ausgelieferte, alte Schwert ruht auf Knien, die der Stolzeste der Unsern nur unter Tränen umfangen kann. Wissen Sie, ich liebe diese zarte Erinnerung an den Turnierruf: ‘Ehre den Damen!’ Ist das nicht etwas, worüber euere gelehrten Herren vor Ärger grün werden könnten, da sie schon einmal den Weibern nicht grün sind, was meinen Sie?”
(…)
“Was werfen Sie den Männern der Kirche denn vor?” brachte ich schließlich ziemlich dumm heraus.
“Ich? Nicht viel. Dass sie uns verweltlicht haben. Die erste echte Verweltlichung begann mit den Soldaten, und zwar nicht erst gestern. Wenn ihr über die Auswüchse des Nationalismus jammert, solltet ihr euch daran erinnern, dass ihr einst mit den Kronjuristen der Renaissance geliebäugelt habt, als sie das christliche Recht in die Tasche steckten und mit zäher Geduld vor eurer Nase und euren Augen den heidnischen Staat wieder aufrichteten, den Staat, der kein andres Recht kennt als sein eigenes Wohl – die unbarmherzigen Vaterländer, die voll Habsucht und Hochmut sind.”
“Hören Sie einmal”, sagte ich, “ich weiß nicht viel von Geschichte, aber ich meine, in der feudalen Anarchie steckten doch auch Gefahren.”
“Sicherlich … Ihr aber habt diese Gefahren nicht auf euch nehmen wollen. Ihr habt die Christenheit unvollendet gelassen: sie bildete sich zu langsam, kostete zuviel und brachte zu wenig ein. Habt ihr nicht übrigens früher euere Basiliken mit den Steinen der Tempel erbaut? Ein neues Recht, wo doch das Gesetzbuch des Justinian noch gültig und greifbar war? … Der Staat, der alles überwacht, und die Kirche, die den Staat überwacht, diese klare und schöne Formel musste euern Politikern doch gefallen. Nur waren wir aber auch noch da! Wir hatten unsere Vorrechte und über alle Grenzen hinaus unsere schrankenlose Bruderschaft. Wir hatten sogar unsere Klöster. Soldatenmönche! Das mochte die Prokonsuln in ihren Gräbern aufwecken, und auch euch war nicht wohl dabei. Soldatenehre, müssen Sie wissen, lässt sich nicht auf die Goldwaage der Kasuisten legen. Da braucht man nur den Prozess der Jungfrau von Orléans zu lesen. ‘Im Namen des bei Euern Heiligen beschworenen Glaubens, im Namen der Treue zu Euerm Lehnsherrn, im Namen der Rechtmäßigkeit des Königs von Frankreich verlaßt Euch auf uns’, sagten sie, ‘wir werden Euch von allem lossprechen.’ – ‘Ich will nicht losgesprochen werden’, rief sie. ‘Dann werden wir Euch verdammen!’ Da hätte sie antworten können:’Ich werde also mit meinem Eid verdammt werden.’ Denn unser Gesetz war der Eid. Ihr habt den Eid gesegnet, ihm aber gehören wir an und nicht euch.”
ElsaLaska - 31. Jan, 08:45