Elsas Nacht(b)revier



Francois Gérard: St. Térèse d'Avila

elsalaska[at]tiscali[punkt]it

ufficio

Du bist nicht angemeldet.
deprifrei-leben - 19. Sep, 23:43

Allerdings ist ja bei den angeblich beschriebenen Klischees doch viel Wahrheit dran. Ich finde die Engländer sind nun mal als Egoisten bekannt. Sie wollen nicht zahlen, aber alle Vorteile der EU. Wenn die aus der EU aussteigen, was ich hoffe, dann wird der Finanzplatz London seinen Reiz verlieren und das Geld wandert hoffentlich nach Frankfurt.
England hat auch die Gewerkschaften zerstört und den Neoliberalismus begründet. Sie lieben ein Markt ohne Gesetze, damit die Reiche reicher werden. Toll oder?

Taras Sirko - 19. Sep, 23:45

Am Klischee vom deutschen HerrenBessermenschen und Oberschulmeister ist auch viel dran ;-)
Und hinsichtlich des Neoliberalismus ist Frau Merkel eine sehr gelehrige Schülerin.
Moonbrother - 20. Sep, 13:49

Solch einen Hass auf die Engländer hätte ich von Dir jetzt nicht erwartet. Ich habe mal für eine Firma gearbeitet, die in London beheimatet ist/war. Habe nur gute Erinnerungen daran.
Jakob (Gast) - 20. Sep, 17:42

Es gilt ja nicht erst jetzt als hip in bestimmten katholischen Kreisen, Merkel-Bashing zu betreiben. Meinetwegen - soll man ihr ewig ihre "Papstkritik", ihre "kommunistische Vergangenheit", die"wiederverheiratet Geschiedene", die "Pastorentochter" anhängen und was es da so alles füe besonders eifrige Katholiken geben mag. Aber Frau Merkel jetzt auch noch zu Thatchers und Reagans gelehriger Schülerin zu erheben ("Neoliberalismus"), das ist von keinerlei Sachkenntnis mehr angekränkelt.
So langsam wird der Merkel-Haß in gewissen Blogs auch etwas lächerlich. Zumal das kaum helfen wird - sie wird auch in zwei Jahren wieder eine solide Mehrheit bekommen. Offenbar findet die große Mehrheit der Bevölkerung sie nach wie vor vertrauenswürdig. Alles verblendete Lämmer?
Taras Sirko - 20. Sep, 18:21

Frau Merkel mag den Anschein erwecken, für ›Alle‹ da zu sein, aber hinter dieser Fassade verbirgt sich das entschiedene Weiterführen des neo- und marktliberalen Kurs eines Gerhard Schröder. Erinnern wir uns an die sogenannte Gesundheitsprämie, die Menschen mit niedrigen Einkommen zugunsten der Besserverdiener zur Kasse gebeten hätte. Während Merkels Regierungszeit wurden die Reichen noch reicher als zuvor und die Armen noch ärmer. Die Vermögen sind stark angewachsen, die Realeinkommen hingegen gesunken. Am eingeführten Mindestlohn wird auch bereits wieder herumkritisiert, obwohl er nachweislich keine negativen Effekte gebracht hat. Die Arbeitslosenstatistik ist extrem geschönt, der Armutsbericht ebenfalls.

Die Kanzlerin reitet auf der Welle von Meinungsumfragen. Sie wartet ab, bis sich eine Mehrheit abzeichnet, deren Ansicht sie dann zu ihrer eigenen macht. Ihre Politik sieht sie als alternativlos. Sie vertritt die sogenannte ›marktkonforme Demokratie‹, in der demokratische Verfahrensweisen der Wirtschaft nicht wehtun dürfen. Wer natürlich vom Merkel-Kurs profitiert, hat keinen Grund sie nicht zu wählen und kann sie als Online-Kommentator hochleben lassen.

Insgesamt gesehen sinkt allerdings die Wahlbeteiligung in unergründliche Tiefen, da viele Leute aus Enttäuschung weder CDU/CSU noch SPD/Grüne wählen wollen, denn letztere Parteien vertreten ebenfalls nicht das untere Drittel der Bevölkerung. Überhaupt lebt ein Drittel der Deutschen in Saus und Braus, ein weiteres von der Hand in den Mund und das dritte befindet sich irgendwo dazwischen. Die herkömmliche Mittelschicht zerfällt in einen aufsteigenden und einen absteigenden Teil. Jene, denen es gut geht, haben keinen Grund zur Klage. Sie gehen in der Regel auch wählen und bringen Merkel nun mal eine Mehrheit ein, was zusätzlich an der Zersplitterung des linken/linksliberalen Lagers liegt.

Der Rest geht mich nichts an, denn ich bin nicht katholisch und interessiere mich nicht für Frau Merkels Vergangenheit.

Ach so ... und nicht jede Kritik oder Abneigung ist gleich Hass. Diese Anwürfe haben langsam Blockwart-Niveau!
ElsaLaska - 20. Sep, 19:25

@Jakob

Ich erlebe mittlerweile einen inflationären Gebrauch des Wortes "Hass", wenn man mal eine kritische Anmerkung macht, die einem politisch Andersdenkenden grad nicht so reinläuft.
HASS wäre es, wenn man unflätig und unsachlich und persönlich und menschlich beleidigend auf der Bundeskanzlerin herumhacken würde. Dafür gibt es keinerlei Anlass und ich sehe auch nicht, wo das jetzt grad innerhalb des Threads der Fall wäre. Vielleicht habe ich ja auch was übersehen.

Der leise Anhauch einer Kritik ist jedenfalls noch lange nicht HASS.

Gibt es eigentlich keine Verhältnismäßigkeiten mehr? Nirgends?

Name

Url

Meine Eingaben merken?

Titel:

Text:


JCaptcha - du musst dieses Bild lesen können, um das Formular abschicken zu können
Neues Bild

 

cantare

Ich bin einfach hingerissen,
da ist so viel in diesem Monolog, von dem man oberflächlich...
ElsaLaska - 20. Aug, 19:55
Houellebecq ist ein sehr...
Wobei man jetzt keine Kristallkugel brauchte. Mir imponiert,...
Elsa (Gast) - 12. Aug, 17:50
Hui, das war aber ein...
Hui, das war aber ein wilder Ritt durchs Stadtbild...
NeonWilderness - 11. Aug, 23:45
Privet, fbtde!
Schön, von dir zu hören. Offenbar lebst du also auch...
ElsaLaska - 2. Aug, 10:27
Oha
Du lebst auch noch. Gut zu wissen!
fbtde - 2. Aug, 08:31

attenzione

la bocca

 

About Elsa
All time favourites
Best of Benedict XVI
Blogozesanes
Breviarium Romanum
Christenverfolgung
Cooperatores veritatis
Deutschland pro Papa
Deutschland-Blog
Die Blognovela
Disclaimer
Dossier UR-FRÖDS
Eat Love Pray
Elsa fragt-Leser antworten
Gastbeiträge
Gebetszettel
... weitere
Profil
Abmelden
Weblog abonnieren