Ich persönlich glaube nicht, dass man mit töten von Terroristen die Wurzeln ausreisst. Viele westlichen Terroristen wurden ausgegrenzt z. b. wegen ihren ethnischen und religiösen Hintergrund. Wut und Hass sind das Ergebnis von Ausgrenzung und Ungleichheit. Der islamische Staat wurde so stark, weil die Sunniten im Irak durch die Schiiten benachteiligt wurden. Den IS sollten wir bekämpfen, aber ohne Gerechtigkeit wird es wieder Terror geben. Terror ist das Symptom einer Gesellschaft in der was nicht ok ist.
H. (Gast) - 24. Mär, 09:02
Nö.
Das läuft auf "wir sind selbst schuld" hinaus. Wären wir nur netter zu x und y gewesen...
Dem IS haben sich auch Leute angeschlossen, die sehr erfolgreich in Schule und Studium waren. Zum Beispiel ein junger Jurist, der kurz vor seiner Zulassung als Anwalt stand (oder sie gerade bekommen hatte). Und: andere Leute werden auch diskriminiert oder leben unter furchtbaren Verhältnissen (da fallen mir diverse afrikanische Länder ein), kommen aber nicht auf die Idee, deshalb andere Leute in die Luft zu jagen oder junge Mädchen als Sexsklavin zu halten. Die einzigen, die massenhaft auf solche Ideen kommen, haben einen gemeinsamen religiösen Hintergrund.
Was tatsächlich helfen könnte: einfach mal ernst nehmen, was die Leute selbst als Grund angeben. Und die Gründe sind religiös (beim Nahostkonflikt übrigens auch, auch wenn man in westlichen Ländern gerne glaubt, das hätte was mit Nationalität und politischer Selbstbestimmung zu tun, aber die wurde komischerweise erst interessant, als die Herrscher keine Muslime mehr waren).
Libertärer (Gast) - 24. Mär, 15:35
@H.:
Okay, ich nehme Sie einmal bei Ihrem Wort. Ihre These: Die Gründe für den islamischen und/oder islamistischen Terror sind im Kern weder sozial noch politisch, sondern religiös. Daraus folgt logisch, dass der Islam als solcher, als Religion das wirkliche Problem ist. Das wollen Sie sagen - aber was folgt daraus faktisch? Eine Antwort bleiben Sie uns vornehm schuldig.
Frage: Sollen wir nun - faktisch ist das die zwingende Konsequenz aus Ihrer These, denn ein Fortbestehen des terroraffinen Islam würde uns andauernder Terrorgefahr aussetzen - mit noch mehr Entschlossenheit den "Klassiker" der Gefahrenprävention verfolgen, den bereits Bush und jetzt Putin praktizier(t)en, und diese gewalttätige Religion irgendwie wegbomben?
Kann man machen, die militärischen Mittel dazu haben "Ost" und "West", und wenn die Muslime eliminiert sind, müssten wir uns in der Tat nicht mehr vor islamistischem Terror fürchten.
Das Dumme ist nur, auch das haben Bush d.J. und Putin bewiesen: Bei diesem Weg bleiben als unvermeidlicher Kollateralschaden halt auch die Christen, die (noch) in ismalischen Ländern leben, auf der Strecke.
Kann man um der Bannung einer größeren Gefahr willen als kleineres Übel in Kauf nehmen, bei Thomas von Aquin ist die entsprechende Morallehre zu diesem Prozedere abgreifbar.
Man soll es dann aber auch frank und frei sagen.
ksu (Gast) - 24. Mär, 15:45
@Libertärer
Keiner spricht davon, den Islam komplett wegzubomben,
Aber einen Lösungsansatz habe ich in einem anderen Thread gerade ausgeführt:
Warum verbieten wir in Deutschland nicht als erstes Mal den Salafismus? Wir schließen radikale Moscheen und weisen die 8000 Salafisten aus Deutschland aus. Religionsfreiheit? Auch wenn sie so offensichtlich verfassungsfeidlich sind?
Wenn wir das in Deutschland und allen anderen europäischen Ländern, in denen es bisher Terroranschläge gab, machen, dann wären wir schon einen großen Schritt weiter. Verbunden mit einem lebenslangen Einreiseverbot für diese Leute.
Sie wollten Lösungsvorschläge, das wäre jedenfalls ein sehr konkreter.
Libertärer (Gast) - 24. Mär, 16:02
@KSU:
Die Botschaft hör ich wohl, allein mir fehlt der Glaube - an die Effektivität einer solchen Maßnahme. Dann kommen andere mit bösen Absichten zu uns, getarnt als fleissige, gut erzogene, integrationswillige und gebildete Akademiker...
Denken Sie an Mohammed Atta und seine Kumpane, die jahrelang ein ambitioniertes braves Studentenleben im Hamburg geführt haben, ihre Professoren und Vermieter waren begeistert von ihnen und fassungslos nach "9/11". Keiner hatte was gemerkt oder nur geahnt.
Warum sollte das künftig anders sein?
Nein, wenn man wirklich Schutz vor einer gewalttätigen Religion, wie @H. den Islam definiert, haben will, muss man so konsequent sein und diese Religion eliminieren. Putin scheint ja, und das ist immerhin anerkennenswert ehrlich, in diese Richtung zu denken. Aber allein schafft er das auch nicht. Und leider sind ja die Muslime weltweit zu viele, als dass man sie alle nach Papua-Neuguinea oder auf die Osterinseln zwangsaussiedeln könnte.
ksu (Gast) - 24. Mär, 16:09
@Libertärer
Ich habe nicht gesagt, dass ein Verbot des Salafismus alle Probleme löst. Ebenso wie ein Verbot der NPD das Problem der Rechtsradikalen nicht löst. Und trotzdem tun wir das eine (NPD Verbot) und das andere nicht (Salafismus Verbot). Warum?
Ich denke, es ist politisch korrekt gegen Rechts vorzugehen. Aber gegen eine Religion vorzugehen - und sei es nur gegen deren extreme Auswüchse - ist irgendwie politisch inkorrekt.
WENN denn alle anderen Muslime so friedliebend sind, wie sie uns gerade wieder erzählen wollen, DANN müssten sie das Verbot und die Ausweisung der Salafisten geradezu begrüßen. Tun sie das nicht, sympathisieren sie möglicherweise doch klammheimlich.
Putin eliminiert nicht "den Islam" - in der Russischen Förderation leben circa 18 oder sogar 20 Millionen Muslime, das sind fast 15 Prozent der Bevölkerung - meinen Informationen nach auch nicht in sibirischen Arbeitslagern - und er hat dies auch nicht vor, sondern im September 2015 sogar die größte Moschee Russlands in Moskau miteingeweiht.
Allerdings hat er seit einiger Zeit erfolgreich Ruhe vor islamistischen Terroristen.
Benedikt (Gast) - 24. Mär, 16:38
Nun ja. Putin hat ja auch - strategisch zweifellos genial - den islamistisch orientierten Kadyrow als seinen willfährigen Satrapen im "unruhigen Süden" installiert, der dort nicht nur mit eisernem Besen saubermacht, sondern ihm als donum superadditum missliebige liberale Köpfe in ganz Rußland vom Halse schafft...
Nö.
Dem IS haben sich auch Leute angeschlossen, die sehr erfolgreich in Schule und Studium waren. Zum Beispiel ein junger Jurist, der kurz vor seiner Zulassung als Anwalt stand (oder sie gerade bekommen hatte). Und: andere Leute werden auch diskriminiert oder leben unter furchtbaren Verhältnissen (da fallen mir diverse afrikanische Länder ein), kommen aber nicht auf die Idee, deshalb andere Leute in die Luft zu jagen oder junge Mädchen als Sexsklavin zu halten. Die einzigen, die massenhaft auf solche Ideen kommen, haben einen gemeinsamen religiösen Hintergrund.
Was tatsächlich helfen könnte: einfach mal ernst nehmen, was die Leute selbst als Grund angeben. Und die Gründe sind religiös (beim Nahostkonflikt übrigens auch, auch wenn man in westlichen Ländern gerne glaubt, das hätte was mit Nationalität und politischer Selbstbestimmung zu tun, aber die wurde komischerweise erst interessant, als die Herrscher keine Muslime mehr waren).
@H.:
Frage: Sollen wir nun - faktisch ist das die zwingende Konsequenz aus Ihrer These, denn ein Fortbestehen des terroraffinen Islam würde uns andauernder Terrorgefahr aussetzen - mit noch mehr Entschlossenheit den "Klassiker" der Gefahrenprävention verfolgen, den bereits Bush und jetzt Putin praktizier(t)en, und diese gewalttätige Religion irgendwie wegbomben?
Kann man machen, die militärischen Mittel dazu haben "Ost" und "West", und wenn die Muslime eliminiert sind, müssten wir uns in der Tat nicht mehr vor islamistischem Terror fürchten.
Das Dumme ist nur, auch das haben Bush d.J. und Putin bewiesen: Bei diesem Weg bleiben als unvermeidlicher Kollateralschaden halt auch die Christen, die (noch) in ismalischen Ländern leben, auf der Strecke.
Kann man um der Bannung einer größeren Gefahr willen als kleineres Übel in Kauf nehmen, bei Thomas von Aquin ist die entsprechende Morallehre zu diesem Prozedere abgreifbar.
Man soll es dann aber auch frank und frei sagen.
@Libertärer
Aber einen Lösungsansatz habe ich in einem anderen Thread gerade ausgeführt:
Warum verbieten wir in Deutschland nicht als erstes Mal den Salafismus? Wir schließen radikale Moscheen und weisen die 8000 Salafisten aus Deutschland aus. Religionsfreiheit? Auch wenn sie so offensichtlich verfassungsfeidlich sind?
Wenn wir das in Deutschland und allen anderen europäischen Ländern, in denen es bisher Terroranschläge gab, machen, dann wären wir schon einen großen Schritt weiter. Verbunden mit einem lebenslangen Einreiseverbot für diese Leute.
Sie wollten Lösungsvorschläge, das wäre jedenfalls ein sehr konkreter.
@KSU:
Denken Sie an Mohammed Atta und seine Kumpane, die jahrelang ein ambitioniertes braves Studentenleben im Hamburg geführt haben, ihre Professoren und Vermieter waren begeistert von ihnen und fassungslos nach "9/11". Keiner hatte was gemerkt oder nur geahnt.
Warum sollte das künftig anders sein?
Nein, wenn man wirklich Schutz vor einer gewalttätigen Religion, wie @H. den Islam definiert, haben will, muss man so konsequent sein und diese Religion eliminieren. Putin scheint ja, und das ist immerhin anerkennenswert ehrlich, in diese Richtung zu denken. Aber allein schafft er das auch nicht. Und leider sind ja die Muslime weltweit zu viele, als dass man sie alle nach Papua-Neuguinea oder auf die Osterinseln zwangsaussiedeln könnte.
@Libertärer
Ich denke, es ist politisch korrekt gegen Rechts vorzugehen. Aber gegen eine Religion vorzugehen - und sei es nur gegen deren extreme Auswüchse - ist irgendwie politisch inkorrekt.
WENN denn alle anderen Muslime so friedliebend sind, wie sie uns gerade wieder erzählen wollen, DANN müssten sie das Verbot und die Ausweisung der Salafisten geradezu begrüßen. Tun sie das nicht, sympathisieren sie möglicherweise doch klammheimlich.
Klingt einfach. Ist es auch.
@Libertärer
Putin eliminiert nicht "den Islam" - in der Russischen Förderation leben circa 18 oder sogar 20 Millionen Muslime, das sind fast 15 Prozent der Bevölkerung - meinen Informationen nach auch nicht in sibirischen Arbeitslagern - und er hat dies auch nicht vor, sondern im September 2015 sogar die größte Moschee Russlands in Moskau miteingeweiht.
Allerdings hat er seit einiger Zeit erfolgreich Ruhe vor islamistischen Terroristen.