Mein Brief nach Aachen geht gleich nach Pfingsten raus.
Gerd (Gast) - 19. Mai, 08:32
Ein Friedenspreis
an "Schulen ohne Bundeswehr"? Wurde in unserem Land eine Schule jemals als Kaserne umgewandelt. Das ist schräg, an mir jedoch vorüber gegangen.
Ester (Gast) - 19. Mai, 23:35
B. Brechts Meinung zum Thema
In Friedensbewegten Kreisen (wobei auch ich Friede für ein hohes, erstrebenswertes Gut halte) wird ja immer wieder der Spruch zitiert:
Stell dir vor es ist Krieg und keiner geht hin!
Damit wird suggeriert, wenn ich nicht aggressiv bin, dann geht die Aggression des anderen ins Leere und er wird auch friedlich.
Mag sein, das so eine Strategie manchmal hilft, aber das Gedicht von B. Brecht geht so weiter
................. dann kommt der Krieg zu euch!
..................................................Denn es wird kämpfen für die Sache des Feindes, wer für seine eigene Sache nicht gekämpft hat". Hier der Link http://www.luettgerding.net/wissen/stell-dir-vor.htm
Sehr interessant!
Il capitano - 19. Mai, 23:56
@Ester
Ja, wirklich sehr interessant. Das sollten mal alle Leute lesen, die immer nur den Anfang zitieren.
Das beste Beispiel, dass es nicht funktioniert, einfach still zu halten, ist doch seit zwei Jahren Syrien. Die beiden Parteien hören nicht auf mit dem Bürgerkrieg. Die Welt schaut ohnmächtig zu. Niemand greift ein (außer Israel zur Eigensicherung) oder droht auch nur mit dem Eingreifen. Eben das bestärkt die Kriegführenden eher, es bringt sie nicht zur Vernunft und schon gar nicht an den Verhandlungstisch.
Oder hat das stille Sterben der Juden ohne jede Gegenwehr während des Holocaust die Aggression und kaltblütige Mordlust der Nazi-Schergen ins Leere laufen lassen? Nein. Und deshalb vertrete ich für meine Person den Standpunkt 'Nie wieder Auschwitz', auch wenn deswegen das Motto 'Nie wieder Krieg' in den Hintergrund rückt.
Es gibt Krieg auf dieser Welt. Jetzt, in diesem Augenblick. Denn nur weil in Europa Frieden herrscht, besteht noch längst kein Weltfrieden. Was nützt es den Syrern, wenn ich für mich persönlich Friedfertigkeit und Gewaltfreiheit verkünde? Nichts, denn Mörder gewähren lassen, dient dem Frieden gewiss nicht. Darüber sollten manche Menschen einfach mal nachdenken.
Das zeigt deutlich, dass die westliche Politik das Problem ist, nicht der Soldatenberuf. Nur wird leider immer wieder das Versagen der politisch Verantwortlichen den Soldaten untergeschoben, die letztlich an Auftrag und Mandat gebunden sind. Und, wie der 'Aachener Friedenspreis' zeigt, springen Parteien, Organisationen und leider sogar die Kirche brav mit auf den Zug auf. Schließlich gerät man selbst aus dem Fokus, wenn man sich daran beteiligt, die Soldaten zum Sündenbock abzustempeln. Das nervt einfach nur!
clamormeus (Gast) - 20. Mai, 00:46
qcapitano
Ja!
Und sowohl Kopten als auch anderen Christen wie den syrischen ging es auch nicht um ein militärisches Eingreifen zu ihren Gunsten, sie appellierten an die westlichen Regierungen, die Situation so zu sehen wie sie ist, und ihre politische wie wirtschaftliche Macht so einzusetzen, daß die Dikatatoren zu Zugeständnissen bewegt würden, anstatt mit der Linie, nur deren Sturz zu befördern, eine leicht voraussehbare Katastrophe für eigentlich fast alle im Nahen Osten beförderten, indem damit nur der Weg zu in jeder Hinsicht weitaus schlimmeren islamistischen Diktaturen geebnet würde, q.e.d.
Leicht voraussehbar eigentlich, ich möchte fast lieber gar nicht ganau wissen, was eigentlich tatsächlich dahintersteckt.
Das ernst besorgte Kopfschütteln vieler Orientalen, Schwarzafrikaner und Asiaten über den kulturellen, ethischen und geistigen Verfall Europas geht allmählich über in ein Abwenden mit Grausen.
Mein Brief nach Aachen geht gleich nach Pfingsten raus.
Ein Friedenspreis
B. Brechts Meinung zum Thema
Stell dir vor es ist Krieg und keiner geht hin!
Damit wird suggeriert, wenn ich nicht aggressiv bin, dann geht die Aggression des anderen ins Leere und er wird auch friedlich.
Mag sein, das so eine Strategie manchmal hilft, aber das Gedicht von B. Brecht geht so weiter
................. dann kommt der Krieg zu euch!
..................................................Denn es wird kämpfen für die Sache des Feindes, wer für seine eigene Sache nicht gekämpft hat". Hier der Link http://www.luettgerding.net/wissen/stell-dir-vor.htm
Sehr interessant!
@Ester
Das beste Beispiel, dass es nicht funktioniert, einfach still zu halten, ist doch seit zwei Jahren Syrien. Die beiden Parteien hören nicht auf mit dem Bürgerkrieg. Die Welt schaut ohnmächtig zu. Niemand greift ein (außer Israel zur Eigensicherung) oder droht auch nur mit dem Eingreifen. Eben das bestärkt die Kriegführenden eher, es bringt sie nicht zur Vernunft und schon gar nicht an den Verhandlungstisch.
Oder hat das stille Sterben der Juden ohne jede Gegenwehr während des Holocaust die Aggression und kaltblütige Mordlust der Nazi-Schergen ins Leere laufen lassen? Nein. Und deshalb vertrete ich für meine Person den Standpunkt 'Nie wieder Auschwitz', auch wenn deswegen das Motto 'Nie wieder Krieg' in den Hintergrund rückt.
Es gibt Krieg auf dieser Welt. Jetzt, in diesem Augenblick. Denn nur weil in Europa Frieden herrscht, besteht noch längst kein Weltfrieden. Was nützt es den Syrern, wenn ich für mich persönlich Friedfertigkeit und Gewaltfreiheit verkünde? Nichts, denn Mörder gewähren lassen, dient dem Frieden gewiss nicht. Darüber sollten manche Menschen einfach mal nachdenken.
@clamormeus
Das zeigt deutlich, dass die westliche Politik das Problem ist, nicht der Soldatenberuf. Nur wird leider immer wieder das Versagen der politisch Verantwortlichen den Soldaten untergeschoben, die letztlich an Auftrag und Mandat gebunden sind. Und, wie der 'Aachener Friedenspreis' zeigt, springen Parteien, Organisationen und leider sogar die Kirche brav mit auf den Zug auf. Schließlich gerät man selbst aus dem Fokus, wenn man sich daran beteiligt, die Soldaten zum Sündenbock abzustempeln. Das nervt einfach nur!
qcapitano
Und sowohl Kopten als auch anderen Christen wie den syrischen ging es auch nicht um ein militärisches Eingreifen zu ihren Gunsten, sie appellierten an die westlichen Regierungen, die Situation so zu sehen wie sie ist, und ihre politische wie wirtschaftliche Macht so einzusetzen, daß die Dikatatoren zu Zugeständnissen bewegt würden, anstatt mit der Linie, nur deren Sturz zu befördern, eine leicht voraussehbare Katastrophe für eigentlich fast alle im Nahen Osten beförderten, indem damit nur der Weg zu in jeder Hinsicht weitaus schlimmeren islamistischen Diktaturen geebnet würde, q.e.d.
Leicht voraussehbar eigentlich, ich möchte fast lieber gar nicht ganau wissen, was eigentlich tatsächlich dahintersteckt.
Das ernst besorgte Kopfschütteln vieler Orientalen, Schwarzafrikaner und Asiaten über den kulturellen, ethischen und geistigen Verfall Europas geht allmählich über in ein Abwenden mit Grausen.