Nicht das Militär ist mein Feind, sondern das überlaute Glockengeläut der Kirche am Klosterstern in HH.
Der Friedliche (Gast) - 19. Mai, 11:08
@Gerd
Fragen Sie doch einmal Joseph Ratzinger! Der kann ihnen ein Liedchen davon singen, als seine Schule zur Kaserne wurde und er als Flakhelfer eingezogen wurde...
Wie verblendet muss man sein, einen solchen Brief zu schreiben. WIR sind die Aggressoren im Ausland, es geht NICHT um Frieden, sondern um Wirtschaftsinteressen. Oder warum stehlen wir uns jetzt nach Bin Ladens Tod so langsam aus der Verantwortung????
Und wer sollte uns denn angreifen? Die Somalis mit ihren Fischkuttern oder die bösen Taliban mit ihren Karabinern?? WIR sind die, die angreifen!!
dumbo (Gast) - 19. Mai, 15:42
@frieder
Sie haben aber inzwischen doch schon mitbekommen, dass wir nicht mehr im Dritten Reich leben sondern in einem demokratisch verfassten Staat mit einem Grundgesetz, sowie einer Armee, die sich nach dem Mandat einer demokratisch gewählten Volksvertretung ausorientiert?
Beschweren Sie sich bei den Volksvertretern! Oder veranlassen Sie doch "einfach" eine Grundgesetzänderung, wenn Ihnen unsere demokratische Verfassung so sehr gegen den Strich geht?
Il capitano - 19. Mai, 15:51
Nein, es geht nie um den Frieden, es geht immer nur um Wirtschaftsinteressen - und wenn es karge Felsen und sandige Wüsten sind, die wir 'Westweltler' unbedingt ausbeuten wollen. Deswegen werden auch Schulen und Krankenhäuser gebaut, damit wir unseren Sklaven die notwendige Unterrichtung erteilen können und sie bei Krankheit wieder arbeitsfähig machen. Oder wie jetzt?
Es stiehlt sich niemand aus der Verantwortung, wenn nach Jahren die Afghanen wieder selbst für ihr Land zuständig sind. Einerseits dürfte es aus Ihrer Sicht den Einsatz gar nicht geben, andererseits müsste er ewig weitergehen? Passt perfekt. Könnte es sein, dass die Taliban mehr haben als Karabiner? Kalaschnikow-Sturmgewehre wenigstens? Warum denn nicht gleich Säbel, hm?
Wenn SIE sich übrigens als Aggressor sehen, können andere Menschen hier dafür rein gar nichts. Und ja, beschweren Sie sich bei den Volksvertretern. Wir sind hier nicht der Bundestag.
Ich finde es immer ganz besonders überzeugend, sich hinzustellen und sich selbst ausdrücklich als CHRIST (TM) zu bezeichnen - danach sofort ideologische Agenden zu fahren und sich einen feuchten Deut um Menschen zu kümmern, die ihrem Land und seinen Menschen dienen möchten, inklusive Einsatz von Leib und Leben - denn die sind ja dann selber schuld - und brauchen selbstverständlich auch keine Seelsorge usw. usf.
Doch, das würde mich auch sofort überzeugen, mich mit dem christlichen Glauben intensiver auseinanderzusetzen ... Wirklich.
Il capitano - 19. Mai, 18:52
@Elsa
Die Probleme sind doch leider immer wieder die gleichen.
1. endet jede Debatte über die Bundeswehr in Afghanistan.
2. wird eine persönliche Haltung zum Maßstab für Alle erklärt.
3. werden nebenbei gleich neue ideologische Feindbilder aufgestellt.
Wir leben nun mal leider in einer Welt, in der Gewalt angewendet wird, ob nun in Kriegen oder durch Kriminalität usw. Niemand hat mir bisher eine plausible Antwort auf die Frage geben können, wie man Gewalt für sich und Dritte abwehrt, wie man Gewaltanwendung verhindert oder Eskalationen eindämmt, ohne u. U. selbst Gewalt anwenden zu müssen. Natürlich kann ich mich hinstellen und von Frieden reden, wenn ich nicht in der unmittelbaren Pflicht stehe, Frieden schaffen zu müssen. Es kann doch echt nicht human oder christlich gewesen sein, den Machetenmassakern in Ruanda zuzusehen.
Wie gesagt, ich kann für mich selbst entscheiden, keine Gewalt anzuwenden, nicht mal zur Abwehr, aber ich habe es nicht für Andere zu bestimmen. Man sollte als Christ auch nicht das Martyrium mit der Erduldung eines Raubüberfalls durch zwei 13-Jährige gleichsetzen. Es sind nun mal grundverschiedene Fragen. Manche Argumentation würde nicht nur den Verzicht auf militärische Verteidigung beinhalten, sondern überhaupt auf jede Form der Durchsetzung von Sicherheit, also auch den Verzicht auf Justiz und Polizei. Wer würde dann übermorgen die westliche Welt beherrschen? Die Russenmafia? Die Triaden? Die Hells Angels?
Ich denke langsam, dass wir vermutlich einfach nicht zu den GUTEN CHRISTEN (TM) gehören.
Verbleiben wir also so, dass wir als schlechte Christen Wert auf die grundgesetzlich verankerten Institutionen, auf Demokratie, Pluralismus, auf Sicherheit insbesondere auch für Dritte, Unschuldige und Kinder, Witwen und Waisen etc. legen, dass wir als schlechte Christen eben Frieden nicht als die Abwesenheit von Diskussionen mit den Streitkräften an den Schulen definieren und dass wir keine Lust haben, einfach immer nur zuzuschauen, wenn irgendwo Zivilisten massakriert werden - weil die Massakrierer gehen offenbar voll in Ordnung, Soldaten, die mit einem demokratischen und völkerrechtlich legitimierten Mandat dazu eingreifen sollen, aber nicht.
Dann bin ich halt eine schlechte Christin.
*schulterzuck
Ist mir so langsam wirklich egal.
Il capitano - 19. Mai, 19:06
@Elsa
Dann sind wir eben die schlechten Christen und nicht die GUTEN CHRISTEN (TM). Ich denke allerdings, es gehört mehr dazu ein guter Christ zu sein, als einfach Frieden zu fordern, ohne eine Antwort zu haben, wie man Kriege beenden kann, wenn beide Parteien keinerlei Einsicht zeigen. Was will man denn sagen, wenn in Syrien 80.000 bis 120.000 Menschen umgekommen sind? Dass Krieg und Gewalt 'doof' sind? Super, das hilft den Syrern gerade echt weiter ...
Weißte, langsam gewöhnt man sich einfach daran, 'schlecht' zu sein, oder gar ein 'Kriegstreiber' zu sein ... Ich bin ja in angenehmer Gesellschaft ;-)
Mir ist es wirklich langsam wurscht, weil ich denke, meine Einlassungen hier sind ausreichend differenziert genug - im Vergleich zu den Plattitüden mancher besonders GUTEN CHRISTEN (TM) im Kommentarbereich.
Wer lesen kann, soll halt lesen. Und verstehen. Wer nur herumsenfen kann - bitteschön.
Wobei meiner Geduld dann auch Grenzen gesetzt sind.
Il capitano - 19. Mai, 19:15
@Elsa
Warten wir, also die weniger GUTEN CHRISTEN (TM), mal gespannt ab, welche GUTEN (TM) Äußerungen zu unserem Märtyrer am Donnerstag erfolgen werden.
Und, um es mal deutlich zu sagen, es ist DEIN Blog, du musst deine Geduldsgrenzen auch nicht überschreiten ;-)
Ich sag mal so: Ich gehe weiterhin zu den Zöllnern/Soldaten und überlasse die Geschichte mit den Dirnen halt anderen. Sinnvolle Arbeitsteilung - insbesondere für mich. :-)))
Glockengeläut
Fragen Sie doch einmal Joseph Ratzinger! Der kann ihnen ein Liedchen davon singen, als seine Schule zur Kaserne wurde und er als Flakhelfer eingezogen wurde...
Wie verblendet muss man sein, einen solchen Brief zu schreiben. WIR sind die Aggressoren im Ausland, es geht NICHT um Frieden, sondern um Wirtschaftsinteressen. Oder warum stehlen wir uns jetzt nach Bin Ladens Tod so langsam aus der Verantwortung????
Und wer sollte uns denn angreifen? Die Somalis mit ihren Fischkuttern oder die bösen Taliban mit ihren Karabinern?? WIR sind die, die angreifen!!
@frieder
Beschweren Sie sich bei den Volksvertretern! Oder veranlassen Sie doch "einfach" eine Grundgesetzänderung, wenn Ihnen unsere demokratische Verfassung so sehr gegen den Strich geht?
Es stiehlt sich niemand aus der Verantwortung, wenn nach Jahren die Afghanen wieder selbst für ihr Land zuständig sind. Einerseits dürfte es aus Ihrer Sicht den Einsatz gar nicht geben, andererseits müsste er ewig weitergehen? Passt perfekt. Könnte es sein, dass die Taliban mehr haben als Karabiner? Kalaschnikow-Sturmgewehre wenigstens? Warum denn nicht gleich Säbel, hm?
Wenn SIE sich übrigens als Aggressor sehen, können andere Menschen hier dafür rein gar nichts. Und ja, beschweren Sie sich bei den Volksvertretern. Wir sind hier nicht der Bundestag.
@il capitano
Doch, das würde mich auch sofort überzeugen, mich mit dem christlichen Glauben intensiver auseinanderzusetzen ... Wirklich.
@Elsa
1. endet jede Debatte über die Bundeswehr in Afghanistan.
2. wird eine persönliche Haltung zum Maßstab für Alle erklärt.
3. werden nebenbei gleich neue ideologische Feindbilder aufgestellt.
Wir leben nun mal leider in einer Welt, in der Gewalt angewendet wird, ob nun in Kriegen oder durch Kriminalität usw. Niemand hat mir bisher eine plausible Antwort auf die Frage geben können, wie man Gewalt für sich und Dritte abwehrt, wie man Gewaltanwendung verhindert oder Eskalationen eindämmt, ohne u. U. selbst Gewalt anwenden zu müssen. Natürlich kann ich mich hinstellen und von Frieden reden, wenn ich nicht in der unmittelbaren Pflicht stehe, Frieden schaffen zu müssen. Es kann doch echt nicht human oder christlich gewesen sein, den Machetenmassakern in Ruanda zuzusehen.
Wie gesagt, ich kann für mich selbst entscheiden, keine Gewalt anzuwenden, nicht mal zur Abwehr, aber ich habe es nicht für Andere zu bestimmen. Man sollte als Christ auch nicht das Martyrium mit der Erduldung eines Raubüberfalls durch zwei 13-Jährige gleichsetzen. Es sind nun mal grundverschiedene Fragen. Manche Argumentation würde nicht nur den Verzicht auf militärische Verteidigung beinhalten, sondern überhaupt auf jede Form der Durchsetzung von Sicherheit, also auch den Verzicht auf Justiz und Polizei. Wer würde dann übermorgen die westliche Welt beherrschen? Die Russenmafia? Die Triaden? Die Hells Angels?
@il capitano
Verbleiben wir also so, dass wir als schlechte Christen Wert auf die grundgesetzlich verankerten Institutionen, auf Demokratie, Pluralismus, auf Sicherheit insbesondere auch für Dritte, Unschuldige und Kinder, Witwen und Waisen etc. legen, dass wir als schlechte Christen eben Frieden nicht als die Abwesenheit von Diskussionen mit den Streitkräften an den Schulen definieren und dass wir keine Lust haben, einfach immer nur zuzuschauen, wenn irgendwo Zivilisten massakriert werden - weil die Massakrierer gehen offenbar voll in Ordnung, Soldaten, die mit einem demokratischen und völkerrechtlich legitimierten Mandat dazu eingreifen sollen, aber nicht.
Dann bin ich halt eine schlechte Christin.
*schulterzuck
Ist mir so langsam wirklich egal.
@Elsa
Weißte, langsam gewöhnt man sich einfach daran, 'schlecht' zu sein, oder gar ein 'Kriegstreiber' zu sein ... Ich bin ja in angenehmer Gesellschaft ;-)
@il capitano
Mir ist es wirklich langsam wurscht, weil ich denke, meine Einlassungen hier sind ausreichend differenziert genug - im Vergleich zu den Plattitüden mancher besonders GUTEN CHRISTEN (TM) im Kommentarbereich.
Wer lesen kann, soll halt lesen. Und verstehen. Wer nur herumsenfen kann - bitteschön.
Wobei meiner Geduld dann auch Grenzen gesetzt sind.
@Elsa
Und, um es mal deutlich zu sagen, es ist DEIN Blog, du musst deine Geduldsgrenzen auch nicht überschreiten ;-)
@il capitano
@Elsa
@il capitano
@Elsa
Sicher?
Frohes Pfingstfest zusammen!
@clamormeus
Dir ebenfalls ein frohes Pfingstfest!
@ Der Friedrich