Elsas Nacht(b)revier



Francois Gérard: St. Térèse d'Avila

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Juergen (Gast) - 19. Mai, 12:37

Priester und Soldaten

„Jedoch ist der Soldatenberuf keinesfalls ein normaler Beruf. Soldatinnen und Soldaten verzichten mit ihrem Eintritt in die Armee auf wesentliche Grundrechte, wie auf das Recht auf körperliche und geistige Unversehrtheit und Leben. Die freie Meinungs- und Willensbildung wird beschränkt, Gehorsamsverweigerung wird bestraft.“


Wie der Beruf des Soldaten doch dem des Priesters gleich!
Es ist aber immer zu bedenken: Beide tun es freiwillig.

ElsaLaska - 19. Mai, 13:16

@Jürgen

Sie können sich schon mal den 23. Mai vormerken. Dann erscheint hier ein Gastbeitrag über den Militärkaplan und Priestersoldaten Emil Kapaun, der während des Nordkorea-Konfliktes in chinesischer Gefangenschaft starb.
Wenn Sie das dann durchgelesen und begriffen haben, reden wir weiter.
Imrahil (Gast) - 20. Mai, 13:11

>>das Recht und die Freiheit (Verballhornung: Freizeit) des deutschen Volkes tapfer zu verteidigen.

Der Soldat ist immerhin derjenige, der die Freiheit tatsächlich hochschätzt - weil er sie (in Grenzen) nicht hat. Es ist doch unter den Zivilisten sehr häufig so, daß sie es eigentlich lieber haben, wenn Vater Staat etwas für sie entscheidet, zumindest solange Vater Staat nicht unter die allergrausamsten Leute gegangen ist. Ich habe noch die Bemerkungen von Wirten im Ohr über das Rauchverbot (das ich, nur nebenbei bemerkt, für einen direkten Verstoß gegen elementare Freiheits- und Subsidiaritätsprinzipien halte): Ihnen sei doch vollkommen egal wie die Regelung letztlich werde, aber es müsse unbedingt eine landesweite Regelung her, damit sie das nicht entscheiden müssen.

Mag wohl auch einer der tieferen Hintersinne sein, warum es bei der Bundeswehr Geschrei, ein paar Schikanen, Demütigungen, unsympathische Vorgesetzte, Übungsplatz*- und Auslandsaufenthalte gibt: die Leute, gerade als es noch die Wehrpflicht gab, müssen aus elementaren Gründen der Staats- und auch allgemein lebenseinstellungsmäßigen Raison unbedingt davon abgehalten werden, in der Kaserne ein Paradies zu sehen.

[*Die unterschiedlichen Auswirkungen einer Sechsmannstube mit Dienstschluß 1700, und einer Achtmannstube mit Dienstschluß 2200 sind eklatant. In ersterer kann man durchaus gemütlich leben.]

Denn ansonsten ist kaum jemand so (gefühlt) frei wie der Soldat zwischen Dienstschluß und Dienstbeginn; und diese Freiheit ist eben nicht, wie wir Zivilisten es nur allzu gewohnt sind, mit einer moralischen Aufforderung zur Anstrengung verbunden.
ElsaLaska - 20. Mai, 21:58

@imrahil

Vermutlich bewundere ich Soldaten und Soldatinnen deshalb so, weil ich selbst so ein furchtbare Prinzessin auf der Erbse bin und bei Strapazen, die mir auferlegt werden, sofort entweder unduldbar für meine gesellschaftliche Umgebung oder autoaggressiv werde:-)

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Ich bin einfach hingerissen,
da ist so viel in diesem Monolog, von dem man oberflächlich...
ElsaLaska - 20. Aug, 19:55
Houellebecq ist ein sehr...
Wobei man jetzt keine Kristallkugel brauchte. Mir imponiert,...
Elsa (Gast) - 12. Aug, 17:50
Hui, das war aber ein...
Hui, das war aber ein wilder Ritt durchs Stadtbild...
NeonWilderness - 11. Aug, 23:45
Privet, fbtde!
Schön, von dir zu hören. Offenbar lebst du also auch...
ElsaLaska - 2. Aug, 10:27
Oha
Du lebst auch noch. Gut zu wissen!
fbtde - 2. Aug, 08:31

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