Aus der Generalaudienz von heute
[Im Gesamtzusammenhang ging es um Psalm 110.]
>>In der Welt gebe es viel Böses, so der Papst. In der „dramatischen Schlacht“ zwischen dem Guten und dem Bösen scheine das Böse den Sieg davonzutragen. Doch in Wirklichkeit sei es der Herr, der stärker und der wahre König und ewige Priester sei. Obwohl alles darauf ausgelegt sei, den Menschen am positiven Ausgang der Geschichte zweifeln zu lassen, siegten Christus und das Gute, „die Liebe und nicht der Hass“, so der Papst den vorbereiteten Text in freier Rede ergänzend: „Er trinkt aus dem Bach am Weg; / so kann er (von neuem) das Haupt erheben“.
Benedikt XVI. zitierte hierzu aus dem Gedächtnis zusammenfassend die Worte des heiligen Augustinus:
„Wie nämlich der Bach die Regenwasser sammelt, sich ergießt, tost, läuft und beim Laufen ausmündet, d.h. seinen Lauf beendet, so ist auch dieser Lauf der Vergänglichkeit. Die Menschen werden geboren, sie leben, sie sterben; nachdem die einen gestorben sind, werden andere geboren, sie folgen aufeinander, wiederum sterben diese und andere werden geboren, sie treten ein, kommen näher, sie gehen fort, sie werden nicht bleiben. Was hat denn hier Bestand, was ist nicht im Fluss? Was geht nicht gleich dem gesammelten Regen dem Abgrund zu? Wie nämlich der Fluss schnell zusammengebracht aus dem Regen, aus den Regentropfen, ins Meer geht, sieht man nicht. Man sah auch nicht, wie er vorher aus Regen gesammelt wurde. Ebenso wird das Menschengeschlecht im Verborgenen gesammelt und strömt hervor; im Tod geht es wiederum ins Verborgene, dazwischen klingt es auf und geht vorüber. Aus diesem Bach trinkt Christus, es ist ihm nicht zu gering, aus diesem Bach zu trinken. Trinken aus diesem Bach bedeutet für ihn geboren werden und sterben. Das trägt dieser Bach in sich, die Geburt und den Tod; Christus nahm es auf sich, er ist geboren worden und ist gestorben. So hat er aus dem Bach am Weg getrunken“ (Enarrationes in Psalmos, 109)<<
Ganzer Artikel - wie immer - hier.
[Das ist kein Professorenpapst, das ist ein Poetenpapst, würde ich sagen ...]
>>In der Welt gebe es viel Böses, so der Papst. In der „dramatischen Schlacht“ zwischen dem Guten und dem Bösen scheine das Böse den Sieg davonzutragen. Doch in Wirklichkeit sei es der Herr, der stärker und der wahre König und ewige Priester sei. Obwohl alles darauf ausgelegt sei, den Menschen am positiven Ausgang der Geschichte zweifeln zu lassen, siegten Christus und das Gute, „die Liebe und nicht der Hass“, so der Papst den vorbereiteten Text in freier Rede ergänzend: „Er trinkt aus dem Bach am Weg; / so kann er (von neuem) das Haupt erheben“.
Benedikt XVI. zitierte hierzu aus dem Gedächtnis zusammenfassend die Worte des heiligen Augustinus:
„Wie nämlich der Bach die Regenwasser sammelt, sich ergießt, tost, läuft und beim Laufen ausmündet, d.h. seinen Lauf beendet, so ist auch dieser Lauf der Vergänglichkeit. Die Menschen werden geboren, sie leben, sie sterben; nachdem die einen gestorben sind, werden andere geboren, sie folgen aufeinander, wiederum sterben diese und andere werden geboren, sie treten ein, kommen näher, sie gehen fort, sie werden nicht bleiben. Was hat denn hier Bestand, was ist nicht im Fluss? Was geht nicht gleich dem gesammelten Regen dem Abgrund zu? Wie nämlich der Fluss schnell zusammengebracht aus dem Regen, aus den Regentropfen, ins Meer geht, sieht man nicht. Man sah auch nicht, wie er vorher aus Regen gesammelt wurde. Ebenso wird das Menschengeschlecht im Verborgenen gesammelt und strömt hervor; im Tod geht es wiederum ins Verborgene, dazwischen klingt es auf und geht vorüber. Aus diesem Bach trinkt Christus, es ist ihm nicht zu gering, aus diesem Bach zu trinken. Trinken aus diesem Bach bedeutet für ihn geboren werden und sterben. Das trägt dieser Bach in sich, die Geburt und den Tod; Christus nahm es auf sich, er ist geboren worden und ist gestorben. So hat er aus dem Bach am Weg getrunken“ (Enarrationes in Psalmos, 109)<<
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[Das ist kein Professorenpapst, das ist ein Poetenpapst, würde ich sagen ...]
ElsaLaska - 16. Nov, 13:09
Oder schickt sie den Gemeindemitgliedern, die ja meist nicht kommen, nicht mit oder statt den öden Pfarrblättchen zu?
(kann mir die Antwort schon denken, aber vielleicht ist manchen ja wirklich nur die Idee noch nicht gekommen ;.)