Der Heilige Vater verrät uns das Weihnachtsgeheimnis.
>>Daher sei die einzige Frage Mariens so wichtig: „Wie soll das geschehen, da ich keinen Mann erkenne?“ In ihrer Einfachheit „ist Maria sehr weise“. Sie zweifle nicht an der Macht Gottes, „sondern will seinen Willen besser verstehen, um sich völlig diesem Willen gleichzugestalten“.
Das Geheimnis übersteige Maria unendlich. Dennoch nehme sie vollkommen den Platz ein, der ihr im Mittelpunkt des Geheimnisses zugewiesen worden sei. Ihr Herz und ihr Geist seien völlig demütig. Gerade aufgrund ihrer einzigartigen Demut erwarte Gott das „Ja“ dieses Mädchens, um seinen Plan zu verwirklichen: „Er achtet ihre Würde und ihre Freiheit“. Da „Ja“ Mariens schließe Mutterschaft und Jungfräulichkeit ein. Sie verlange danach, dass alles in ihr zur Herrlichkeit Gottes werde und der Sohn, der aus ihr geboren werde, das ganze Geschenk der Gnade sein könne.
„Die Jungfräulichkeit Mariens ist einzigartig und unwiederholbar“, so der Papst zum Schluss seiner Ansprache. „Doch ihre geistliche Bedeutung betrifft jeden Christen. Sie ist in ihrem Wesen an den Glauben gebunden: wer sich nämlich zutiefst der Liebe Gottes anvertraut, empfängt Jesus in sich, sein göttliches Leben, durch das Wirken des Heiligen Geistes. Und das ist das Geheimnis des Weihnachtfests!<< Zum heutigen Angelus.
Oder, wie ich es sinngemäß in der Predigt gestern hörte: Weihnachten wird in unseren Herzen entschieden.
Das Geheimnis übersteige Maria unendlich. Dennoch nehme sie vollkommen den Platz ein, der ihr im Mittelpunkt des Geheimnisses zugewiesen worden sei. Ihr Herz und ihr Geist seien völlig demütig. Gerade aufgrund ihrer einzigartigen Demut erwarte Gott das „Ja“ dieses Mädchens, um seinen Plan zu verwirklichen: „Er achtet ihre Würde und ihre Freiheit“. Da „Ja“ Mariens schließe Mutterschaft und Jungfräulichkeit ein. Sie verlange danach, dass alles in ihr zur Herrlichkeit Gottes werde und der Sohn, der aus ihr geboren werde, das ganze Geschenk der Gnade sein könne.
„Die Jungfräulichkeit Mariens ist einzigartig und unwiederholbar“, so der Papst zum Schluss seiner Ansprache. „Doch ihre geistliche Bedeutung betrifft jeden Christen. Sie ist in ihrem Wesen an den Glauben gebunden: wer sich nämlich zutiefst der Liebe Gottes anvertraut, empfängt Jesus in sich, sein göttliches Leben, durch das Wirken des Heiligen Geistes. Und das ist das Geheimnis des Weihnachtfests!<< Zum heutigen Angelus.
Oder, wie ich es sinngemäß in der Predigt gestern hörte: Weihnachten wird in unseren Herzen entschieden.
ElsaLaska - 18. Dez, 14:19
Nun,
Ich denke, dass kann man auch als evangelischer Christ ganz gut nachvollziehen.
Zum Rest: Natürlich. Aber man kann halt nicht 24/7 feiern. Darum bereiten wir uns eben auf das Fest erstmal vor. Bei uns ist Advent vor allem auch eine Fasten- und Vorbereitungszeit, ähnlich wie die große Fastenzeit vor Ostern. Und wenn man das versucht umzusetzen, erhält die festliche Zeit ab Heiligabend eine neue Qualität. Vor allem, weil nicht so wie früher, als ich noch nicht gläubig war, Weihnachten dann am 1. spätestens 2. Feiertag vorbei ist. Weihnachten wird liturgisch bis zum 6. Januar gefeiert bzw. ich glaube sogar bis zum Sonntag danach - bin mir jetzt nicht ganz sicher. Und dann ist es eh noch mal so schön.
Was die Evangelischen (und Du hast das ja als evangelischen Zug an Dir geschildert) für Probleme mit der jungfräulichen Empfängnis haben, geht mir nicht in den Schädel hinein... sorry, is so. Dafür gibt es nun einmal einen ganz klaren Schriftbeweis... Kommt jetzt immer darauf an, was man mit Herzensanliegen versteht. Mir ist es definitiv ein Herzensanliegen, daß Lukas nicht gelogen hat; und, ehrlich gesagt, selbst das wäre mir noch lieber wie wenn er "eine hintergründige Aussage, die eigentlich gemeint ist, durch eine mythische Geschichte darstellen wollte" (etc.). Rein sachlich wäre diese meine Haltung sogar die evangelischere, finde ich.
Die Theologen mögen gar nicht zu Unrecht erklären, daß die jungfräuliche Empfängnis nicht der Pudding ist, sondern das Sahnehäubchen, aber dieser andere Punkt, der wird (auch bei Katholikens, leider) leider ein bißchen vernachlässigt.
"Typisch evangelisch" im Sinne meiner Vorurteile bist Du dann aber im zweiten Teil. Da offenbarst Du einen gewissen moralischen Radikalismus, der Dir zur Ehre ansteht, aber der - wie soll ich sagen - nicht nur unrealistisch, sondern auch nicht richtig ist. (Natürlich gibt es auch den auch bei Katholiken; es ist halt letztlich doch eine Christenheit...)
Es gibt da so einen Topos, der da lautet: "Wer nicht diese und jene etc. Sünde unterläßt, der ist es nicht wert, den Namen eines Christen zu tragen." Der Katholik würde sagen: Das trifft nur (!) auf den formellen Unglauben zu; woher (der Gedanke kam mir erst jetzt beim Schreiben) vielleicht zumindest die Assoziation mit dem Protestantismus kommt, denn der hält ja den Sünder für einen Ungläubigen (und hat dabei, was den Sünder-insoweit-er-Sünder-ist in den meisten praktischen Fällen auch recht; ein [explizit-]gläubiger verstockter Sünder ist eine seltene Erscheinung, die Prof. Schmaus ein düsteres Geheimnis genannt hat).
Aber das war eine Randbemerkung. Jedenfalls ist Weihnachten auch für die Kranken ist und nicht nur für die Gesunden. Jedenfalls gibt es keine Eintrittsbedingung wie z. B. im vorangegangenen Jahr täglich einmal Weihnachten und Ostern werden haben zu lassen, um Weihnachten feiern zu können. Ja ich freue mich selbst, daß die Ungläubigen, der Herr schenke ihnen seine Gnade und sein Erbarmen, eben doch wissen, wo für die Welt das Heil herkommt und was die innige Beziehung zwischen Besinnung, Ruhe, Familie, Geschenken, Freundschaft, Harmonie, Religion und einem schönen Gänsebraten ist.
Du machst es Dir außerdem ein bißchen zu einfach, wenn Du sagst: "Wenn wir es nicht schaffen etc. können wir Weihnachten sein lassen. Finde ich - dem muß man sich nicht anschließen." Zuerst formulierst Du ein moralisches Urteil für die Allgemeinheit, und dann aber: dem muß man sich nicht anschließen... Habe doch den Mut, zu Deiner Meinung zu stehen! Deswegen muß ich sie ja nicht übernehmen:-)
PS: "It is constantly assured, especially in our Tolstoyan tendencies, that when the lion lies down with the lamb the lion becomes lamb-like. But that is brutal annexation and imperialism on the part of the lamb. That is simply the lamb absorbing the lion instead of the lion eating the lamb. The real problem is - Can the lion lie down with the lamb and still retain his royal ferocity? That is the problem the Church attempted; that is the miracle she achieved." (Chesterton, Orth. VI)
PPS: Nimm mir den Kommentar bitte nicht böse!
Was sich heute übrigens bei den Evangelikalen und Freikirchlern immer noch beobachten läßt.