...
>>"Die Dissidenten verstoßen eindeutig gegen die Ordnung, aber sie haben doch einige wichtige Fragen aufgeworfen, die bedenkenswert sind."
"Und das wären?"
"Wenn ich offen sein darf, Eure Heiligkeit, dann ist es das Problem der Kollegialität."
"Was genau ist das Problem?"
"Vertrauen wir dem Heiligen Geist oder vertrauen wir ihm nicht genügend, um den Weg zu demokratischeren Strukturen zu öffnen?"
"Das Papsttum stellt sich also dem Wirken des Heiligen Geistes in den Weg?"
"So kann man das nicht sagen. Wir befinden uns gegenwärtig in einer Periode des Übergangs und deswegen ist mit den normalen Schwierigkeiten zu rechnen, wenn die Kirche sich an ein neues Paradigma anpassen muss."
"Welche Sicht haben Sie von diesem Paradigma?"
"Ich möchte klarstellen, Heiliger Vater, dass ich mich nicht so sehr auf meine eigenen Ansichten beziehe als auf die Meinungen dieser Gruppe. Sie sind der Ansicht, dass die Nationalkirchen effektiver arbeiten und den Prozess der Inkulturation realistischer vollziehen könnten, wenn wir unsere schwindenden Ressourcen nicht dafür verbrauchen würden, ein monarchistisches Modell der Kirche aufrecht zu erhalten."
"Hat sich das Konzil zu diesem Punkt nicht eindeutig geäußert? Der Papst ist PETRUS. Er ist der erste der Apostel. Seine Mitbrüder im Bischofsamt üben ihr Hirtenamt nur dann gültig aus, wenn sie in Einheit mit dem Stuhl Petri stehen."
"Ich bin völlig Ihrer Ansicht. Die Bischöfe wollen nur fragen, ob die Struktur der Autorität nicht auch mit größerer Autonomie aufrecht erhalten werden kann."
"Haben sie aus der Geschichte gelernt?"
"Wie bitte?"
"Haben sie das vierte Jahrhundert in der Kirche in Betracht gezogen, als sich fast alle Bischöfe dem Willen eines arianischen Kaisers gebeugt haben? Nur der Papst und eine Handvoll Bischöfe, die mit ihm vereint waren, haben die christliche Botschaft der Evangelien erhalten. Was sagt uns das über den Heiligen Geist?"
[Aus "Father Elijah" von Michael O'Brien.]
"Und das wären?"
"Wenn ich offen sein darf, Eure Heiligkeit, dann ist es das Problem der Kollegialität."
"Was genau ist das Problem?"
"Vertrauen wir dem Heiligen Geist oder vertrauen wir ihm nicht genügend, um den Weg zu demokratischeren Strukturen zu öffnen?"
"Das Papsttum stellt sich also dem Wirken des Heiligen Geistes in den Weg?"
"So kann man das nicht sagen. Wir befinden uns gegenwärtig in einer Periode des Übergangs und deswegen ist mit den normalen Schwierigkeiten zu rechnen, wenn die Kirche sich an ein neues Paradigma anpassen muss."
"Welche Sicht haben Sie von diesem Paradigma?"
"Ich möchte klarstellen, Heiliger Vater, dass ich mich nicht so sehr auf meine eigenen Ansichten beziehe als auf die Meinungen dieser Gruppe. Sie sind der Ansicht, dass die Nationalkirchen effektiver arbeiten und den Prozess der Inkulturation realistischer vollziehen könnten, wenn wir unsere schwindenden Ressourcen nicht dafür verbrauchen würden, ein monarchistisches Modell der Kirche aufrecht zu erhalten."
"Hat sich das Konzil zu diesem Punkt nicht eindeutig geäußert? Der Papst ist PETRUS. Er ist der erste der Apostel. Seine Mitbrüder im Bischofsamt üben ihr Hirtenamt nur dann gültig aus, wenn sie in Einheit mit dem Stuhl Petri stehen."
"Ich bin völlig Ihrer Ansicht. Die Bischöfe wollen nur fragen, ob die Struktur der Autorität nicht auch mit größerer Autonomie aufrecht erhalten werden kann."
"Haben sie aus der Geschichte gelernt?"
"Wie bitte?"
"Haben sie das vierte Jahrhundert in der Kirche in Betracht gezogen, als sich fast alle Bischöfe dem Willen eines arianischen Kaisers gebeugt haben? Nur der Papst und eine Handvoll Bischöfe, die mit ihm vereint waren, haben die christliche Botschaft der Evangelien erhalten. Was sagt uns das über den Heiligen Geist?"
[Aus "Father Elijah" von Michael O'Brien.]
ElsaLaska - 13. Okt, 15:51
Dieser Dialog
http://www.stmichael-online.de/cordula.htm