Erst 387473 Unterschriften für die Manhattan Declaration?
Das kann nicht sein! Das ist noch zu wenig!
Die Manhattan Declaration ist eine ökumenische Initiative von orthodoxen, katholischen und evangelikalen Christen und sie treten ein für
1. Die Heiligkeit des menschlichen Lebens
2. Die Würde der Ehe als einen Bund zwischen Mann und Frau
3. Das Recht auf Gewissens- und Religionsfreiheit
Der Text auf der HP ist Englisch, aber es gibt eine deutsche Fassung (wobei ich die jetzt nicht verglichen habe, ich vertraue einfach darauf, dass es eine korrekte Übersetzung ist, wenn die URL lautet www.ethikinstitut.de :-)
Die Manhattan Declaration ist ein eindrucksvolles Zeugnis für christliche Werte, für unsere kulturellen Errungenschaften, die ohne Christen oftmals gar nicht möglich geworden wären, für eine konsequente Ethik, die glasklar und ganz einfach auf einigen wenigen Prinzipien beruht - und somit schlicht wahr ist.
Wer dieses Manifest unterschreiben möchte, kann dies online tun.
387473 Unterschriften mit Stand von heute sind ZU WENIG!
Die Manhattan Declaration ist eine ökumenische Initiative von orthodoxen, katholischen und evangelikalen Christen und sie treten ein für
1. Die Heiligkeit des menschlichen Lebens
2. Die Würde der Ehe als einen Bund zwischen Mann und Frau
3. Das Recht auf Gewissens- und Religionsfreiheit
Der Text auf der HP ist Englisch, aber es gibt eine deutsche Fassung (wobei ich die jetzt nicht verglichen habe, ich vertraue einfach darauf, dass es eine korrekte Übersetzung ist, wenn die URL lautet www.ethikinstitut.de :-)
Die Manhattan Declaration ist ein eindrucksvolles Zeugnis für christliche Werte, für unsere kulturellen Errungenschaften, die ohne Christen oftmals gar nicht möglich geworden wären, für eine konsequente Ethik, die glasklar und ganz einfach auf einigen wenigen Prinzipien beruht - und somit schlicht wahr ist.
Wer dieses Manifest unterschreiben möchte, kann dies online tun.
387473 Unterschriften mit Stand von heute sind ZU WENIG!
ElsaLaska - 15. Jan, 17:26
Da das Manifest nun einmal ...
Die Wahrheit...
???
wie formuliert?
Es ist nicht der Amerikazentrismus, sondern beim Punkt "Ehe" diese Formulierung:
"Wir räumen ein, dass manche Menschen eine Neigung zu homosexuellen und wechselnden Beziehungen und Praktiken haben, so wie es andere Menschen gibt, die zu anderen Formen unsittlichen Verhaltens neigen."
Danke. Für den Fall, dass ich etwas genauer werden soll:
Gut, ich bin ein bisschen überrascht, dass im dritten Jahrtausend es immer noch eine ziemlich selbstverständliche Annahme zu sein scheint, die Neigung zu wechselnden Beziehungen sej automatisch bei Homosexualität mitgebucht. Aber das ist für mich zwar verletztend, jedoch nicht der Punkt, der mir das Unterschreiben des Manifestes unmöglich macht.
Ich verstehe mich als katholisch aufgewachsene Christin, deren Glauben sich leider nur bedingt mit der aktuellen Lehrmeinung der römisch-katholischen Kirche deckt.
So konzentriere ich mich nicht in der paulinischen Tradition, die die Frau als Abglanz des Mannes sieht, auf den Schöpfungsbericht, in dem der Mann "bevorzugt" wird. Ich glaube vielmehr, dass Gott den Menschen als Mann und Frau schuf.
Das bedeutet für mich eben nicht, dass es genau zwei Geschlechter gibt, von denen es jeweils eines Exemplars bedarf um eine Gott gefällige Ehe zu führen. Ich glaube, dass nach Gottes Willen in jedem Menschen weibliche und männliche Anteile liegen. Und ich glaube, dass erst diese Kombination den ganzen Menschen ergibt. Und ja, auch eine homosexuelle Partnerschaft kann - in meinen Augen - Gott gefallen, wenn sie unter anderem gegenseitige Achtung und Ehrung bedeutet.
Ät Inge
Ich weiß nicht, ob Du die Lebensrealität von Schwulen kennst. Ich kenne Sie sehr gut. Wo nicht - der Kinder wegen - lebenslange Treue erwartet wird, wird sie auch nicht gelebt. Ein Theoretiker der sexuellen Revolution - Reimut Reiche - hat sich in späteren Jahren über die Homosexualisierung der Gesellschaft beklagt. Er meinte damit, daß auch Menschen "wie Homosexuelle" leben, die keine Homosexuellen sind. Sicher könnten rein theoretisch Homosexuelle leben wie treue Eheleute - sie tun es aber nicht. Denn Treue ergibt keinen Sinn.
Was mir dazu einfiel, als ich die Deklaration und Inges Einlassung las...
Ich halte die Sichtweise der Konservativen hier reduktionistisch. Sie betont Lustbezug und die Sexualität der einen Gruppe, während die andere für gesellschaftliche Werte und Moral stehen soll. Ich kann weder in meinem Umfeld bestätigen, dass die Christen Ihre Ehen besser Schützen können vor dem Verschleiß des Lebens, noch das katholische Priester sich vor sexuellen Obsessionen, die sie an Schutzbefohlenen auslassen, schützen könnten. Würde ich der Logik folgen: Schwule leben unzüchtig, also sind Menschen die unzüchtig leben schwul (sprich:verschwult), welche (ebenso unzulässigen) Schlüsse ließen sich dann in Umkehrung aus der gehäuften Berichterstattung übergriffiger Priester ziehen?
Ich fürchte der Konservativismus erstickt über kurz oder lang an seinen Feindbildern. Er zeigt mit Vorliebe mit ausgestrecktem Finger auf andere um die Ursachen eines Verfalls von Sitten und Moral anzuprangern.
"Gleich zu sein und doch nicht gleich, ich glaube daß das heute niemand mehr versteht, denn wir haben verlernt in den Paradoxa des katholischen Glaubens zu leben." Was diesen Satz angeht, so klingt das in meinen Ohren nach, als ginge es genau darum. Gleich sein und doch nicht gleich kann doch auch verstanden werden als Unterscheidung in derVeranlagung hinsichtlich geschlechtlicher Liebe.
Also ich muss ehrlich sagen, als heterosexueller Familienvater habe ich keine Angst vor homosexuellen Partnerschaften und ich kenne auch homosexuelle Paare denen eine Elternschaft gut stünde.
"Die hervorragende Bedeutung der Ehe als Ureinrichtung, die Gesundheit, Bildung und Wohl aller Mitglieder einer Gesellschaft gewährt, wird durch unermessliche menschliche Erfahrung untermauert. Wo die Ehe in Ehren gehalten wird, wo die „Ehekultur“ gedeiht, ziehen alle einen Nutzen daraus: die Eheleute selbst, die Kinder, die Gemeinschaften und Gesellschaften, in denen sie leben." - steht in der Deklaration.
Nun, ich bin überzeugt, dass diese "unermessliche menschliche Erfahrung" gerade jene homosexuellen Paare , die genau auf jene Erfahrung in ihren eigenen Herkunftsfamilien machen durften dazu veranlasst zu Heiraten oder Elternschaft anzunehmen. Man würde quasi die "verruchte" Community kolonialisieren... das wäre doch was!
Und den Passus zur Religionsfreiheit?
Nun das scheint tatsächlich ein eher amerikanisches Problem zu sein. Allein schon dieses Bedürfnis nach einem Puffer zwischen Staat und Gesellschaft (nicht unerheblich, dass die Forderung jetzt von der konservativen amerikanischen Glaubensbrüdern formuliert wird, in der Nach-Bush-Zeit).
Andererseits versteh ich das Problem, welchem wohl Institutionen in Amerika ausgesetzt sind, die mit Klagen wegen Diskriminierung etc. rechnen müssen, wenn sie entgegen ihren Glauben (egal wie man dazu steht) handeln müssten. So ich von Ihrer Handlung nicht beeinträchtigt werden will in meinem Tun, so sollen sie auch nach ihrem Gewissen entscheiden dürfen (ob sie Abtreiben, Schwule segnen, etc.) (Ich bin nur froh, dass es nicht die Kirchen sind die Gesetze machen.)
sone und sone und solche auch
Ich streite nicht ab, dass es Menschen gibt, die schnelle Befriedigung ihrer Lust einem tatsächlichen, auf Dauer angelegten Einlassen auf ein Gegenüber - wes Geschlechts beide Beteiligten nun auch immer sein mögen - vorziehen.
Und tatsächlich, bei männlichen Homosexuellen scheint diese Haltung weiter verbreitet zu sein als bei männlichen Heterosexuellen. Könnte es allerdings nicht sein, dass die Sache anders aussähe, wäre die gesellschaftliche Kultur nicht so gestaltet, dass ein homosexuelles Paar immer wieder Grenzen erlebt, die es für ein heterosexuelles Paar gar nicht gibt?
Gesellschaftlichen Druck gemeinsam auszuhalten, das ist ja nicht unbedingt einer der allerersten Gründe, warum sich ein Paar findet - und zusammenbleibt. Das Scheitern an und unter diesem Druck erleb(t)en auch viele heterosexuelle Paare.
Wenn ich das Manifest richtig verstehe, geht es ja unter anderem auch darum, die Ehe als traditionelle Form der heterosexuellen Partnerschaft wieder zu stärken. Würde die Gesellschaft keinen Druck ausüben auf diese Partnerschaft, wäre ein Aufruf, die Ehe zu schützen, notwendig?
*
Kurzfassung:
1) Ja, es gibt sie, die Menschen, die lieber ihrem Momentanvergnügen leben als sich auf Dauer auf andere Menschen in deren Gesamtheit einzulassen.
2) Gesellschaftlicher Druck verhindert oft das Zusammenbleiben. Auch die größte Liebe schützt nicht unbedingt gegen das allmähliche Zermürben.
3) Beide Punkte gelten - meiner Meinung nach - unabhängig von der sexuellen Orientierung.
Liebe Inge,
Bitte sei mir nicht böse, es geht mir nicht darum, deine Überzeugung zu degradieren oder dich oder Anderslebende und Denkende anzugreifen.#
Aber das, was du die "aktuelle Lehrmeinung" der kath. Kirche nennst, hat vor Gott schon seit 6000 Jahren Bestand, nämlich ab dem Zeitpunkt der Vernichtung von Sodom und Gomorrha. Das kann einem wurscht sein, wenn man mit Gott nichts am Hut hat. Und das ist auch total okay und in Ordnung für mich. Aber den Anspruch zu erheben, an Gott zu glauben, schließt nun mal leider gewisse Dinge, die von vorne bis hinten in seinem geoffenbarten Wort niedergelegt sind, mit ein.
Mir wäre es, da kannst du sicher sein, auch lieber, es wäre anders.