Elsas Nacht(b)revier



Francois Gérard: St. Térèse d'Avila

elsalaska[at]tiscali[punkt]it

ufficio

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kinder-sind-unschlagbar (Gast) - 20. Jan, 12:48

Naja, Elsa arbeitet sich mal wieder an einem Lieblingsthema ab. Immer gut, wenn man weiß, wo der Feind steht, oder?

Allerdings finde ich die Quelle etwas dünn für einen derart vernichtenden Rundumschlag.

Mir ist in vielen Diskussionen hier inzwischen klar geworden, dass es Leute gibt, die keine Ökumene wollen und mit denen auch keine Ökumene möglich ist. Aber laßt doch bitte die Christen, die das anders sehen, ihren Weg gehen und versuchen, ob Ökumene funktioniert.

Und wenn die Bischöfin sagt, sie erwartet von jetzigen Papst in dieser Richtung keine Unterstützung: Wir haben Meinungsfreiheit, warum soll eine Bischöfin ihre Meinung nicht äußern, nur weil sie mit einem Linken zusammen auf der Bühne sitzt :-)

Dybart (Gast) - 20. Jan, 22:21

"Mir ist in vielen Diskussionen hier inzwischen klar geworden, dass es Leute gibt, die keine Ökumene wollen und mit denen auch keine Ökumene möglich ist."

Blöd halt, wenn diese Leute evangelische Ratsvorsitzende oder Liedermacher sind.
ElsaLaska - 21. Jan, 00:42

Zum einen, KSU,

entlarvt dich deine Äußerung über das "wissen, wo der Feind steht" sehr schön selbst in Bezug auf deine eigene liebevoll motivierte und geschwisterliche Einstellung zur Ökumene. Zum anderen interessiert mich die Quellenlage in diesem Zusammenhang herzlich wenig, viel schlimmer ist nämlich, dass selbst wenn sie nicht tragen sollte, man Frau K. mittlerweile eine Äußerung wie diese durchaus zutraut.
Und was die Freiheit für ihre Meinung angeht - die jetzt anscheinend doch eine gute Quellenlage hat, da du sie ja einforderst - sie gilt auch für meine Meinung, da brauch ich nicht mal neben Gysi sitzen. Meine Meinung allerdings kann sich auf endlose Pressemeldungen in Bezug auf die ökumenischen Bemühungen von Benedikt als "Quellenlage" stützen, die von Frau K. dann eher nicht. In dem Fall Benedikts interessiert sie dich also wohl eher NICHT, die Quellenlage?
Mit dem Hinweis auf Meinungsfreiheit kannst du auch jede Lüge der Welt gutheißen. Tust du das auch in Bezug auf die Äußerungen Williamsons zum Holocaust? Eher nicht.

Wenn Ökumene also für dich bedeutet, dass eine "Bischöfin" in respektloser und vor allem sehr dummer Weise, zieht man die Art und Weise in Betracht, wie Jesus Christus im stillen Kämmerlein, verborgen vor den Augen der Öffentlichkeit, gestorben ist, mal wieder den Papst und denRespekt und die Liebe, die ihm auch von Nichtkatholiken und Nichtgläubigen in der damaligen Situation entgegengebracht worden ist, in den Dreck schubst, wenn das also für dich und deinesgleichen Ökumene bedeutet, dann habe ich ein englischen Ausdruck dafür, er steht rechts in der Menüleiste, besteht aus zwei Wörtern und hat eine eigene Rubrik.
Sollte Frau K. nichts dergleichen über das "öffentliche Sterben" von JPII gesagt haben, streiche ich den diesbezüglichen Teil meines Eintrags selbstverständlich sehr gerne und nehme alles zurück. Dann wäre niemand froher als ich.
kinder-sind-unschlagbar (Gast) - 21. Jan, 13:09

@elsa

Die Äußerung mit dem Feind war sarkastisch (siehe die "Judäischen Volksfront" und die „Volksfront von Judäa“ ), eigentlich solltest Du das gemerkt haben...

Die Äußerungen über das Sterben von JPII würde ich zumindestens gerne im Zusammenhang lesen, deshalb meine Kritik an der schmalen Quelle. Selbst in dieser Quelle steht, dass sie an der "öffentlichen Darstellung" Kritik äußerte. Das heißt nicht automatisch, dass sie damit JPII, den Vatikan oder die kath. Kirche kritisiert hat. WAS sie genau kritisiert hat, geht aus der Quelle nicht hervor.

Der Rest Deiner Antwort ist Polemik, wie so oft, wenn Du über "Frau K." schreibst. Warum Bischöfin in Doppelhochkommata? Frau Käßmann ist Bischöfin, ja.

Und Meinungsfreiheit hört selbstverständlich dort auf, wo nachweislich Lügen verbreitet werden. Das gilt nicht nur für den Holocaust, sondern auch für üble Nachrede oder ähnliches. Wenn Du z.B. sagst, dass eine Person lügt, dann solltest Du an einem konkreten Zitat nachweisen können, dass es objektiv falsch ist. Wenn Frau K. dagegen sagt, sie erwartet vom Papst in Sachen Ökumene nichts, dann ist dies jedenfall keine Lüge, sondern ihre persönliche Meinung. Ob es für einer Landesbischöfin hilfreich ist, eine derart pessimistische Sicht zu haben, ist eine andere Frage. Möglicherweise hat sie Gründe. Und je öfter wir hier über Ökumene diskutieren, desto pessimistischer werde ich selbst auch...
ElsaLaska - 23. Jan, 01:53

@ksu

Frau K. ist weder meine Bischöfin noch ist sie Bischöfin für ziemlich viele Kirchen international, die der Meinung sind, es müsse eine apostolische Sukzession geben und Frauen könnten keine Nachfolger der Apostel sein. Diese Meinung ist unzeitgemäß und biblisch, aber ich teile sie. Deshalb ist Frau K. keine Bischöfin. Wenn du sie als Bischöfin bezeichnest und ihr somit geistliche Autorität gibst, dann ist das dein Problem. Ich gebe ihr jedenfalls keinerlei geistliche Autorität. Nicht nur wegen des Amtsverständnisses, sondern auch, weil sie mich bislang mit ihrer Art der Verkündigung nicht bereichert hat. Im Gegensatz zum Beispiel zu Mahatma Gandhi oder jemand anderem, der ein spirituelles Vorbild sein könnte.
Die Lüge, die du ansprichst, habe nicht ich in die Welt gesetzt, sondern Frau K.
Sie vergleicht nämlich zum einen, man hätte den Tod JPII abgefilmt wie eine Entbindung vor laufenden Fernsehkameras. Das ist sachlich falsch. JP ist hinter den erleuchteten und verschlossenen Fenstern des Apostolischen Palastes verstorben. Niemand hat sein Sterben abgefilmt. (Vorausgesetzt die Quellenlage die kath.net hinsichtlich ihres Vergleiches überliefert, stimmt dazu, aber da hatte ich meinen guten Willen ja schon bezeugt). Sie behauptet ferner, es gebe nichts Gutes in Afghanistan. Da wirst du mir sicher den Flug nach dort ersparen, um mit Betroffenen zu sprechen, insbesondere mit Frauen, die doch ansonsten immer so in den Mittelpunkt der "Verkündigung" und der "Bibel in gerechter Sprache" und der "Solidaritätsgottesdienste" gerückt werden, und die ganz froh sind, wenn sie nicht ausgepeitscht, nicht gesteinigt und nicht gefoltert werden, sondern vielleicht mal ein bisschen Bildung und ärztliche Versorgung haben dürfen, weil die UNO dafür gesorgt hat und die Taliban verjagte.
Mit Benedikt und der Ökumene ist es auch so ein Punkt.
Es ist merkwürdig, dass die Leute, die ganz eifrig sind mit dem unbedingten gemeinschaftlichen Konsum einer konsekrierten Hostie, der herbeibeschworenen notwendigen Interkommunion, - sie essen sich übrigens das Gericht - das also so unbedingt haben müssen, anstatt einfach gemeinsam ein Abendmahl zu feiern und sich dabei so einen Scheißdreck darum kehren, was in der katholischen Kirche wirklich vor sich geht und gedacht und geglaubt wird - ja ihren Lehraussagen feindlich gegenüber steht. Aber die heilige Hostie müssen sie dann trotzdem haben, anstatt das einfache gesegnete Brot.
Das hat keine Regel, keine Reflektion mehr, hier geht es nur noch um den blanken Ego-Willen, wir müssen das jetzt so und so machen, weil nur dann machen wir eine "echte Ökumene" nach unseren Gnaden. Wir FORDERN das gemeinsame Mahl.Vom Baum der Erkenntnis essen um jeden Preis.
Wärest du wirklich interessiert daran, dann hättest du schon bemerkt, dass der Papst ziemlich viel ökumenisch unterwegs ist, worauf eben Kardinal Kasper ja auch hinwies. So aber ist das Desinteresse derart groß, dass du lieber mir Vorwürfe machst, als derjenigen, die Benedikt diesbezüglich tatsächlich verleumdet. Weißt du, das überzeugt mich insgesamt einfach nicht. Empfehle dir also, wenn du dich wirklich für die katholische Kirche interessierst und was da vor sich geht, mindestens ein Abo des Newsletters von Radio Vatikan?

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