Ein tausendjähriger Krieg
Hervorragender Artikel auf Summorum Pontificum, der einen guten ersten Überblick über das Verhältnis zwischen Islam, Sklavenhandel und den katholischen Orden bietet, die zum Zwecke des Loskaufs von christlichen Sklaven (gerade ist das Thema ja wieder aktuell, ich habe kürzlich gelesen, dass die Terrormiliz IS christliche Frauen als Sexsklaven zu 25 Dollar das "Stück" verschachert) gegründet hatten. Diese Orden sind sehr alt - was zeigt, dass dieses Problem eben schon sehr lange Zeit besteht - freilich ignoriert von den meisten Historikern und Publizisten, weil nicht sein kann, was nicht sein darf, nämlich dass irgendwer anders als die katholische Kirche und die Christen generell an welcher Sauerei auch immer im Laufe der Geschichte schuld sein sollte.
Besonders beeindruckend:
>>Die ursprüngliche Bezeichnung des Ordens war „Himmlischer, königlicher und militärischer Orden U.L.F. von der Barmherzigkeit". Er war zunächst in der Hauptsache ein Ritterorden, der für die Befreiung der Christen aus moslemischer Herrschaft auf militärische Mittel setzte. Raimond von Peñaforte spielt eine große Rolle bei der Reconquista, der Rückeroberung Spaniens von den Mauren. Nachdem diese Mittel im Lauf der Kreuzzugsgeschichte erheblich an Glanz verloren hatten, wurde der Orden wohl auch aus machtpolitischen Motiven heraus etwa 1300 im wesentlichen zu einem Priesterorden umgestaltet, der seine Aufgabe darin sah, für die Befreiung der Sklaven zu beten und Geld für ihren Loskauf aufzubringen Die Mercedarier legten dazu ein besonderes viertes Gelübde ab, mit dem sie sich verpflichteten, notfalls auch sich selbst in die Sklaverei zu verkaufen.
Barmherzigkeit, das wird hier auf bestürzende Weise sichtbar, war für diese Männer nicht nur etwas, was sie von der "Beata Maria Virgo de Mercede redemptionis captivorum" fromm erbaten, sondern das war etwas, für das sie sich selbst mit ganzer Kraft und mit Haut Haar einsetzten - bis zur äußersten Konsequenz. Darüber, wie das im praktischen Leben gehandhabt wurde, ist ohne tiefergehende Forschungen in schwer zugänglichen Büchern wenig zu erfahren - wir wissen aber, daß es im hohen Mittelalter keine Seltenheit war, daß Gläubige sich in die Gewalt der Sarazenen begaben, um Gefangene loszukaufen, den Moslems das Evangelium zu predigen und so Gott wollte auch den Martyrertod zu sterben.<<
Und weiter:
>>Der Bekannteste davon ist natürlich der hl. Franziskus, der im Jahr 1220 selbst an einem Kreuzzug – es war der V. - teilnahm, aber dann in einer Verhandlungspause zum Sultan von Ägypten ging und ihm samt dessen ganzen Hofstaat das Evangelium predigte. Der Sultan war immerhin so beeindruckt war von Rede und Auftreten des Bettelmönchs, daß er ihn mehrere Tage hindurch zum Vortrag zuließ und schließlich unter freiem Geleit zurückkehren ließ.<<
Der ganze lesenswerte Artikel findet sich hier.
Besonders beeindruckend:
>>Die ursprüngliche Bezeichnung des Ordens war „Himmlischer, königlicher und militärischer Orden U.L.F. von der Barmherzigkeit". Er war zunächst in der Hauptsache ein Ritterorden, der für die Befreiung der Christen aus moslemischer Herrschaft auf militärische Mittel setzte. Raimond von Peñaforte spielt eine große Rolle bei der Reconquista, der Rückeroberung Spaniens von den Mauren. Nachdem diese Mittel im Lauf der Kreuzzugsgeschichte erheblich an Glanz verloren hatten, wurde der Orden wohl auch aus machtpolitischen Motiven heraus etwa 1300 im wesentlichen zu einem Priesterorden umgestaltet, der seine Aufgabe darin sah, für die Befreiung der Sklaven zu beten und Geld für ihren Loskauf aufzubringen Die Mercedarier legten dazu ein besonderes viertes Gelübde ab, mit dem sie sich verpflichteten, notfalls auch sich selbst in die Sklaverei zu verkaufen.
Barmherzigkeit, das wird hier auf bestürzende Weise sichtbar, war für diese Männer nicht nur etwas, was sie von der "Beata Maria Virgo de Mercede redemptionis captivorum" fromm erbaten, sondern das war etwas, für das sie sich selbst mit ganzer Kraft und mit Haut Haar einsetzten - bis zur äußersten Konsequenz. Darüber, wie das im praktischen Leben gehandhabt wurde, ist ohne tiefergehende Forschungen in schwer zugänglichen Büchern wenig zu erfahren - wir wissen aber, daß es im hohen Mittelalter keine Seltenheit war, daß Gläubige sich in die Gewalt der Sarazenen begaben, um Gefangene loszukaufen, den Moslems das Evangelium zu predigen und so Gott wollte auch den Martyrertod zu sterben.<<
Und weiter:
>>Der Bekannteste davon ist natürlich der hl. Franziskus, der im Jahr 1220 selbst an einem Kreuzzug – es war der V. - teilnahm, aber dann in einer Verhandlungspause zum Sultan von Ägypten ging und ihm samt dessen ganzen Hofstaat das Evangelium predigte. Der Sultan war immerhin so beeindruckt war von Rede und Auftreten des Bettelmönchs, daß er ihn mehrere Tage hindurch zum Vortrag zuließ und schließlich unter freiem Geleit zurückkehren ließ.<<
Der ganze lesenswerte Artikel findet sich hier.
ElsaLaska - 25. Sep, 13:28
Was vom Tage ... - - 0 Trackbacks - 672x gelesen
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