Elsas Nacht(b)revier



Francois Gérard: St. Térèse d'Avila



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Aktuelle Veröffentlichungen

"Ökumene mit Herzblut" - Besuch bei der griechisch-orthodoxen Gemeinde in MA-Luzenberg. In: Die Tagespost vom 8.9.2016.

"Eine orthdoxe Insel im Schwarzwald" - Auftakt zur Sommerserie Orthodoxie in Deutschland. Besuch bei der russisch-orthodoxen Gemeinde in Baden Baden. In: Die Tagespost vom 18. August 2016

"Die, welche uns den Gott des Todes predigen wollen" - Übersetzung eines Blogartikels von Kardinal Duka aus dem Tschechischen. In: Die Tagespost vom 13. August 2016

"Konvertiten" In: Die Tagespost vom 26. Juli 2016

"Teresa von Avila: Es gibt keinen Grund". In: Die Tagespost vom 23. Juni 2016

Rezension "Johannes Gschwind: Die Madonna mit dem geneigten Haupt". In: Die Tagespost vom 28. April 2016

Rezension "Peter Dyckhoff: Die Gottesmutter mit den drei Händen". In: Die Tagespost vom 21. April 2016

"Jacobus Voragine und seine Legenda Aurea Ausgabe lateinisch-deutsch". In: Die Tagespost vom 24. März 2016

"Ignatius jenseits von Legende und Vorurteil. Der Bericht des Pilgers und die Ignatius-Biografie von Pierre Emonet". In: Die Tagespost vom 19. Januar 2016

"Schicksalhafte Lektüre Die Taufkirche von Edith Stein in Bergzabern, wo ihr Weg der Heiligkeit begann" In: Vatican-Magazin Januar 2016

"Selbst ein Stein würde bersten. Interview mit Karam Alyas, Flüchtling aus Nordirak." In: Die Tagespost vom 4. Dezember 2015

"Am Ursprung eines stabilen Kerneuropa Gisela von Bayern und Stefan von Ungarn: Ein heiliges Paar, das zu Staatsgründern wurde" In: Vatican-Magazin Dezember 2015

"Hier wird nach Wahrheit gesucht. Ein Interview mit dem Konvertiten, Kampfkünstler und Schauspieler Michel Ruge." In: Die Tagespost vom 13. November 2015

"Leibhaftig, nicht als Symbol? Ein ungeschickter Priester: Das Blutwunder von Walldürn und die elf „Veroniken“ - In: Vatican-Magazin November 2015

"Martha und Maria in einer Person. Elisabeth Münzebrocks Porträt der Teresa von Avila" In: Die Tagespost vom 14.Oktober 2015

"Das Meisterwerk: Mann und Frau, die einander lieben." Zur Heiligsprechung der Eltern der hl. Thérèse von Lisieux. In: Vatican-Magazin Oktober 2015

"Glückssucher, Gelehrter und Vorbild. Ein gelungenes Porträt des heiligen Augustinus. In: Die Tagespost vom 27. August 2015"

"Hervorragende Brückenbauer. Ein Interview mit Simon Jacob, ZOCD u. Initiator des Project Peacemaker" In: Die Tagespost vom 21. August 2015

"Eine Tugend für Kämpfernaturen: Johannes Stöhr und die Tugend der Geduld." In: Die Tagespost vom 27.Juli 2015

"Wachen und Beten für die Welt. Ein Besuch bei den Trappistinnen auf dem pfälzischen Donnersberg." In: Die Tagespost vom 17. Juni 2015

"Ein Apostel der Armen: Der selige Paul Josef Nardini und seine Grabkapelle in Pirmasens" In: Vatican-Magazin Juni-Juli 2015

"Von der Tänzerin zur Ordensschwester. Irmgard Fides Behrendt Flucht aus dem Osten." In: Die Tagespost vom 8. Mai 2015

"Es ist eine simple Sache, zu lieben. Interview mit Torsten Hartung zu seiner Konversion." In: Die Tagespost vom 8. April 2015

"Meine Mutter stirbt an ALS" In: Christ und Welt - Beilage der "ZEIT", Ausgabe 17-2015

"Don Bosco und Maria Mazzarello" In: Vatican-Magazin April 2015

"Eine profunde Menschenkennerin. Zum dritten Band der Briefe Teresas von Avila" In: Die Tagespost vom 1. April 2015

"Katholisches Welttheater. Paul Claudel: Der seidene Schuh" In: Die Tagespost vom 19. März 2015

"Einbruch des Übernatürlichen. Michail Bulgakov: Der Meister und Margarita" In: Die Tagespost vom 7. März 2015

"Ganz Ohr für die Stimme des Herrn. Ein Kartäuser: Die Große Stille" In: Die Tagespost vom 3. März 2015

"An der Hand der großen Teresa". Eine Auswahl von Internetseiten zum 500. Geburtstag T. von Avilas. In: Die Tagespost vom 17. Februar 2015.

"Vom Krieg zum Frieden. Wie das Gefängnis für Torsten Hartung zum Tor der Gnade wurde." In: Die Tagespost vom 10. Februar 2015 (Buchbesprechung)

"Das Leben Jesu betrachten Ein Gespräch mit Pater Norbert Lauinger SAC vom Apostolatshaus in Hofstetten" In: Die Tagespost vom 31. Januar 2015

"Das Gebet ist die Drehscheibe des Christseins- Das Lebensbuch des heiligen Theophan des Einsiedlers bietet Einblick in den geistlichen Reichtum der Orthodoxie" In: Die Tagespost vom 27. Januar 2015

"Digitale Karte des Ordenslebens - Das „Jahr der Orden“ im Internet und den sozialen Medien" In: Die Tagespost vom 27. Januar 2015

"Eine Katakombenheilige im Exil Das Weinstädchen Morro d‘Alba in den Marken mit den Gebeinen der römischen Märtyrerin Teleucania." In: Vatican-Magazin Januar 2015

"Starke Frauen - Wenn Widerstand gegen herrschende Strukturen zur geistlichen Pflicht wird. Prophetinnen und Mahnerinnen in der Kirche." In: Die Tagespost vom 16. Dezember 2014

Auf Columbans Spuren. Eine unkonventionelle Pilgerreise." In: Die Tagespost vom 13. Dezember 2014

"Geistliche Paare: Der heilige Paulinus von Nola und seine Therasia" In: Vatican-Magazin Dezember 2014

"Die zeitlose Kunst des Sterbens. Nicht nur Hospizhelfer werden Peter Dyckhoffs Betrachtungen schätzen." In: Die Tagespost vom 20. November 2014

"Mystikerin des Apostolats. Mit Teresa von Avila Zugänge zur Spiritualität der Unbeschuhten Karmeliten finden" In: Die Tagespost vom 14.Oktober 2014

"Was die Mumien erzählen. Die Bruderschaft vom guten Tod und die Chiesa dei Morti in Urbania" In: Vatican-Magazin November 2014

"Teresa von Ávila und Johannes vom Kreuz. Die unbeschuhte Reformerin und ihr Vater, der „doctor mysticus“" In: Vatican-Magazin Oktober 2014

"Gottvertrauen als Balsam und Ansporn. Carlo Maria Martinis spirituelles Vermächtnis" In: Die Tagespost vom 4. September 2014

"Unter den Märtyrern der Gegenwart. Soon Ok Lee hat die Haft in einem nordkoreanischen Straflager überlebt und zum christlichen Glauben gefunden." In: Die Tagespost vom 16. August 2014

"Zeugen monastischer Kultur. Seit 20 Jahren gibt es das Netz cluniazensischer Stätten im Schwarzwald." In: Die Tagespost vom 17. Juli 2014

"Franziskus-Effekt in Umbrien. Steigende Pilgerzahlen in Assisi und eine Friedensmission im Heiligen Land." In: Die Tagespost vom 12. Juni 2014

"Im Bunker fing alles an. Franco de Battaglia schildert die Anfänge der Fokolarbewegung." In: Die Tagespost vom 5. Juni 2014

"Eine Oase der Stille-nicht nur für Zweifler. Zum 850. Todestag der hl. Elisabeth von Schönau" In: Vatican-Magazin Juni_Juli 2014

"Sie zum Lächeln zu bringen wird unser aller Lieblingsbeschäftigung" Buchbesprechung Sandra Roth: Lotta Wundertüte. In: Die Tagespost vom 24. Mai 2014

"Gelungene Ouvertüre. Der Postulator Johannes Pauls II. hat eine lesenswerte Papstbiografie vorgelegt." In: Die Tagespost vom 24. April 2014

"Kloster Wittichen und die selige Luitgard" in: Vatican-Magazin Mai 2014

"Clemens Brentano und die selige Anna Katharina Emmerick" in: Vatican-Magazin April 2014.

"Wohltuend für Seele, Geist und Körper Der heilige Ulrich von Zell und sein „durch Wunder berühmtes Grab“ im Schwarzwald" In: Vatican-Magazin März 2014

"Spiritualität der Heiligen. Bischof Paul-Werner Scheele stellt Glaubenszeugen aus allen Zeiten vor." In: Die Tagespost vom 27. Februar 2014

"Hinaus in die Randgebiete der menschlichen Existenz. Der hl. Vinzenz von Paul und die heilige Louise de Marillac." In: Vatican-Magazin Februar 2014.

"Blind geboren - Doch dann geschah das Wunder. In jener Zeit, als das Christentum aufzublühen begann: Die heilige Odilie auf dem Mont Sainte-Odile im Elsass." In:Vatican-Magazin Januar 2014.

"Römische Geschichte einmal anders." Rezension zu Ulrich Nersingers Buch "Die Gendarmen des Papstes." In: Die Tagespost vom 7. Januar 2014

"Die Bärin wies den Weg. Die heilige Richardis und Unsere liebe Frau in der Krypta in Andlau." In: Vatican-Magazin Dezember 2013

"Schatten auf der Soldatenseele". In: Die Tagespost vom 3. Dezember 2013

"Über den Brenner nach Rom. Ein neuer Pilgerführer mit Etappenheiligen." In: Die Tagespost vom 28.10.2013

"Eine neue Idee von Liebe - Der Troubadour Jaufré Rudel und seine ferne Prinzessin." In: Vatican-Magazin Oktober 2013

"Zeigen, dass sie ein Werkzeug Gottes war. Die Neuausgabe der Vita der heiligen Hildegard." In: Die Tagespost vom 17. September 2013.

"Licht ihres Volkes und ihrer Zeit". Die Lektüre ihrer Briefe eignet sich in besonderer Weise, um die hochbegabte Menschenführerin Hildegard von Bingen kennenzulernen. In: Die Tagespost vom 17. September 2013

"Eine Art intensivierte Straßenpastoral" - ein Gespräch zum Jahr des Glaubens mit dem Augustiner-Chorherrn und Bloggerkollegen Hw. Alipius Müller. In: Die Tagespost vom 24. August 2013

"Das flammende Siegel des hl. Ignatius. Die Eremo delle Carceri bei Assisi" In: Vatican-Magazin August-September 2013

"Mehr als exotische Aussteiger. Ein Buch gibt Einblicke in das Leben moderner Eremiten." In: Die Tagespost vom 11. Juli 2013

"Geistliche Vitaminspritzen. Gesammelte Johannes-Perlen aus einem reichen Leben." In: Die Tagespost vom 4. Juli 2013

"Das entflammte Herz. Die Ewigkeit als Maß: Franz von Sales und Johanna Franziska von Chantal." In: Vatican-Magazin Juli 2013

"Und Christus berührte das kranke Bein. Wie der heilige Pellegrino von Forlì zum Patron der Krebskranken wurde." In: Vatican-Magazin Juni 2013

"Ida Friederike Görres und Joseph Ratzinger - die tapfere Kirschblüte und ihr Prophet in Israel." In: Vatican-Magazin Mai 2013

"Kein Maß kennt die Liebe" - über die Gemeinschaft der Barmherzigen Schwestern und das Jubiläumsjahr in Kloster Hegne. In: Die Tagepost vom 20. April 2013.

"Liebe, Wahrheit, Schönheit-das gesamte Pontifikat Benedikts XVI." - Die Buchbesprechung zu A. Kisslers Buch "Papst im Widerspruch." Online hier.

"Zuversicht statt Zweifel. Bologna und die heilige Katharina."In: Die Tagespost vom 13. April 2013

"Und in dir wird man einst die Herrlichkeit Gottes sehen" über die heilige Katharina von Bologna. In: Vatican-Magazin März-April 2013

"Schutzschirm für die Gemeinschaft. Christoph Müllers Einführung in die Benediktsregel" In: Die Tagespost vom 7. März 2013

"Fritz und Resl: Gottes Kampfsau und Jesu Seherin" In: Vatican-Magazin Februar 2013 anlässlich des 130. Geburtstags von Fritz Michael Gerlich.

"Jakub Deml-Traumprosa, die vom Jenseits erzählt" In: Die Tagespost vom 9. Februar 2013

"Der Tod ist nicht relativ" In: Die Tagespost vom 7. Februar 2013

"In heiligen Sphären. Mensch und Welt lassen sich nicht entsakralisieren" In: Die Tagespost vom 5. Februar 2013

"Die tapfere Heilige, die nicht sterben wollte Die Märtyrerin Cristina und das Blutwunder von Bolsena." In: Vatican-Magazin Januar 2013

"Alles andere als Rettungsroutine. Aus den Schätzen der Kirche schöpfen: Warum Beichte und Ablass ein Comeback verdient haben." In: Die Tagespost vom 22.12.2012.

"Leitsterne auf dem Glaubensweg. Katholische Großeltern spielen eine wichtige Rolle bei der Neuevangelisierung." In: Die Tagespost vom 22.12.2012.

"Das Netz der virtuellen Ewigkeit.Tod und Gedenken im Internet." In: Die Tagespost vom 29. November 2012.

"Der Friede auf Erden fängt zwischen Männern und Frauen an. Marias "Fiat" und Josefs "Serviam". Engel führten sie zum außergewöhnlichsten Ehebund der Weltgeschichte. In: Vatican-Magazin Dezember 2012.

"Der Marathon-Mann" - mein Porträt von S. E. Bischof Tebartz-van Elst. In: Vatican-Magazin Dezember 2012.

"Versperrter Himmel, öffne dich!" Über die Wallfahrt der totgeborenen Kinder zu Unserer lieben Frau von Avioth. In Vatican-Magazin November 2012.

"Ein französischer Vorläufer des heiligen Franziskus - zum 800. Todestag des Hl. Felix von Valois." In: Die Tagespost vom 3. November 2012

"Die Macht der Mystikerinnen" anlässlich der Heiligsprechung von Anna Schäffer. In: Die Tagespost vom 20. Oktober 2012

"Was für eine Frau!" Zur Vereinnahmung der hl. Hildegard von Esoterikerin und Feministinnen. In: Die Tagespost vom 9. Oktober 2012

Über den Kapuzinerpater Martin von Cochem zu seinem 300. Todestag. In: Die Tagespost vom 29. September 2012

"Die Kirche-ein Krimi?" in: Die Tagespost vom 30. August 2012.

"Wieder gefragt: Exorzismus!" in: PUR-Magazin September 2012

"Mir ist das Brevier wichtig geworden!" Ein Interview mit dem evang. Pfarrer Andreas Theurer, der in die katholische Kirche eintreten wird. In: Die Tagespost vom 14. August 2012

"Im Vorhof des Himmels" Die hl. Edith Stein und ihr Seelenführer, der Erzabt von Beuron. In: Vatican-Magazin August-September 2012

"Durch Gottes Gnade ein Kind der Kirche" - Edith Stein, Erzabt Raphael Walzer von Beuron und die Enzyklika Mit brennender Sorge. In: Die Tagespost vom 9. August 2012.

Der Cammino di San Francesco-Heiligtümer im Rieti-Tal. In: PUR-Magazin Juli.

Die Opfer der Bundeswehr. Mein Interview mit dem Afghanistan-Veteranen R. Sedlatzek-Müller. In: Die Tagespost, Ausgabe vom 14. Juni 2012

"Mehr als Dinkel und Kräuter: Ein Kernkraftwerk des Heiligen Geistes - die hl. Hildegard von Bingen" In. Vatican-Magazin Juni-Juli 2012

"Wie eine lodernde Feuersäule Die heilige Veronika Giuliani" In: Vatican-Magazin Mai 2012

"Die Vollblutfrau, die den Erlöser liebte: Kronzeugin des Osterereignisses: Die Geschichte von Jesus und Maria Magdalena." In: Vatican-Magazin April 2012

"Ich fühle mich als Frau in der Kirche nicht diskriminiert" Ein Interview mit mir von Petra Lorleberg für kath.net

"Die virtuelle Engelsburg hat standgehalten" in: Die Tagespost vom 22. März 2012

"Die Sowjets traten, rissen, schlugen, brannten - aber immer wieder haben die Litauer ihren Kreuzeshügel aufgebaut". In: Vatican-Magazin März 2012

"Katholische Bloggerszene stiftet Ehe" Interview mit Phil und Hedda in: Die Tagespost vom 13.März 2012

Und Du wirst mal Kardinal!" Prags Erzbischof verkörpert das Durchhaltevermögen der tschechischen Christen. In: Die Tagespost vom 18. Februar 2012

"Wo Liebe ist, ist Eifersucht nicht weit: Alfons Maria de Liguori und Schwester Maria Celeste Crostarosa, Gründer des Redemptoristenordens". In: Vatican-Magazin Ausgabe Februar 2012

Neue Kolumne über geistliche Paare: "Mann-Frau-Miteinander-Kirchesein" In: Vatican-Magazin Ausgabe Januar 2012

Unsagbar kostbare Göttlichkeit - Gold, Weihrauch und Myrrhe: Die Gaben der Heiligen Drei Könige. In: Die Tagespost vom 5. Januar 2012

"Wo die Pforten des Himmels offen sind. Loreto in den italienischen Marken". In: Vatican-Magazin Dezember 2011

"Ein Schatz, der fast zu groß für diesen Erdball ist". In: Liebesbriefe für die Kirche. Hrsg. Noe, Biermeyer-Knapp. Bestellbar hier.

Der Papst meines Lebens - Vatican-Magazin spezial zum Papstbesuch

Norcia - der Geburtsort des heiligen Benedikt: "Als sich der Erdkreis verfinstert hatte" In: Vatican-Magazin August-September 2011

In englischer Übersetzung online hier: When the world had darkened<

Der Vatikan und die Blogger - Beginn einer wunderbaren Freundschaft.

Poetische Pilgerorte-Reisen ins mystische Mittelitalien. Erschienen im MM-Verlag.


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Die Blognovela

Sonntag, 30. April 2006

Sonntag

Zeno bestand darauf, in dieser Minute noch zum Dom hinüber zu gehen und den Zugang zur Kuppel zu inspizieren, aber Lorenzo weigerte sich. Mit einer eleganten Bewegung des Handgelenkes ließ er den letzten Schluck caffè in seiner Tasse kreisen, bevor er den Rest hinunter kippte. Es käme überhaupt nicht in Frage, sich den schönen Abend verderben zu lassen wegen eines solchen, solchen ...
„Cazzo di maiale“, schlug Zeno hilfreich vor, was seinen Freund dazu veranlasste, mit Duldermiene die Augen zu schließen. Dann klatschte er aufmunternd in die Hände: Er, Lorenzo, habe außerordentlich frische Seezunge im Kühlschrank - wofür er Gott danke - und die er trotz aller widrigen Umstände mit Estragonbutter zu zubereiten gedenke, alles andere habe Zeit bis morgen.
Bei den Worten „frische Seezunge“ verdrehte Zeno die Augen und ließ sich ohne weiteren Widerstand in den Stuhl zurücksinken. Ich machte lächelnd Platz am Herd, entkorkte noch eine Flasche Weißwein und setzte mich wieder an den Tisch, wo ich, das Kinn in die Hand gestützt, die nächsten zehn Minuten damit zubrachte, den Anblick eines vollkommen konzentrierten, bestens gelaunten Lorenzo zu genießen, der nach allen Regeln der Kunst zu zaubern begann.
Er hatte Recht, es war idiotisch, sich den Abend verderben zu lassen, der mit so vielen Missverständnissen angefangen hatte. Um das leidige Fax konnten wir uns auch noch morgen kümmern. Vielleicht war mir der Spumante schon zu Kopf gestiegen, weil ich mir keine Sekunde lang Gedanken über die Drohung machte, die gegen mich ausgesprochen worden war. Vielleicht lag es auch an dem vergnügten Zwinkern, das Lorenzo mir zuwarf, als er bemerkte, wie ich ihn beim Zubereiten der Seezunge beobachtete – ich wusste ganz genau, dass er sich daran erinnerte, was ich über seine Hingabe beim Kochen gesagt hatte und verstrickte mich verlegen in eine Diskussion mit Zeno, der davon überzeugt war, dass der einzige Weißwein, der perfekt zu Fisch passe, Verdicchio-Wein sei.
Selbst als das Gespräch in so gefährliche Untiefen wie die Weinkarte einer eventuell zu führenden Trattoria in Urbino geriet - Zeno war der Ansicht, man könne sich bei der gebotenen Speiseauswahl durchaus auf lediglich zwei Weine von anständiger Qualität beschränken, plus einen vernünftigen Prosecco und eine kleine, aber feine Auswahl von Grappe, - gab es keinerlei Einwände von Lorenzos Seite, im Gegenteil, er stellte stillvergnügt die Teller mit den Seezungenfilets vor uns hin, von denen der aromatisch feine Duft der Estragonbutter aufstieg. Die Filets waren auf den Punkt gebraten, saftig und sahnig weich. Zeno schob sich mit geschlossenen Lidern den ersten Bissen in den Mund, riss dann die Augen weit auf und erklärte Gott und allen Heiligen, dass dies die allerbeste Seezunge sei, die er je habe kosten dürfen. Lorenzo lobte den Händler, der ihm diese sagenhafte Qualität verkauft hatte und die wunderbaren Eigenschaften frischen Estragons.
Ich aß meine ganze Portion auf und wischte den Teller mit Weißbrot aus, was Lorenzos Zufriedenheit noch weiter steigerte. Zum krönenden Abschluss stellte er drei geeiste Gläser auf den Tisch und schenkte uns gekühlten Zitronenlikör ein.
„Das war – eine Offenbarung. Sie haben sich selbst übertroffen“, seufzte ich, stand auf und wollte mich daran machen, das Schlachtfeld aufzuräumen, das er hinterlassen hatte.
„Lassen Sie nur, dafür ist morgen nach der Messe noch Zeit genug“, winkte er ab. Ich drehte mich langsam wieder um und stützte beide Hände auf die Tischplatte, um ihn eindringlich anzusehen. „Sie werden doch nicht tatsächlich zur Frühmesse in den Petersdom gehen?“, fragte ich mit vielsagendem Blick auf das Fax.
„Nichts anderes habe ich vor“, bestätigte er. Zeno griff sich stöhnend an die Stirn.
„Tun Sie das nicht, tun Sie das – bitte – nicht!“ Ich schaute ihm flehend in die Augen, die mit einem Mal den harten, silbrigen Glanz von Obsidian annahmen. Ich spürte noch, wie mir die Knie weich wurden, wie sich Myriaden von fliegenden Funken wie Glühwürmchen in meinem Gesichtsfeld erhoben, bevor ich mich in meinem Alptraum wiederfand: Eine Kirche voller Blut. Verrat, Meuchelmord und Tod. Er wird sterben, schoss es mir durch den Kopf, dann war da nur noch ein Rauschen in meinen Ohren, als hielte ich meinen Kopf an eine riesige Muschel gepresst.
Plötzlich Stille, wie in großer Höhe.
„Nein!“, hörte ich mich rufen, merkwürdig leise, als stände ich auf einem Gipfel und versuchte, den Leuten im Tal etwas Wichtiges zu sagen. Meine Lider flatterten, meine Knie- und Ellbogengelenke gaben nach, der silbrige Widerschein von Obsidian verlosch und nur noch pure Schwärze blieb übrig.

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Freitag, 28. April 2006

Freitag II

„Was ist das für ein verdammtes Arschloch!“, brüllte Zeno, dem eine Ader auf der Stirn schwoll, „Hätte er mit seinem Scheiß-Fax nicht bis nach dem caffè warten können? Dieser maledetto cazzo!“
Er riss ein Küchentuch vom Haken, warf mir das Tuch in den Schoß und hieb die Faust auf die Tischplatte, dass unsere Gläser klirrten. „Wenn ich diesen Kerl in die Finger kriege, bringe ich ihn auf der Stelle um, das schwöre ich!“ In der Tat zog Zeno zornesrot seine Beretta aus dem Holster, entsicherte sie und machte Anstalten, auf die Loggia hinaus zu laufen. Lorenzo versperrte ihm den Weg und redete beschwichtigend auf ihn ein.
„Man müsste wissen, wo es her kommt“, meinte ich, während ich das Fax, das natürlich keine Kennung besaß, prüfend gegen das Licht hielt. „Können die Sicherheitsleute von der Schweizer Garde eingehende Anrufe zurückverfolgen?“ Beide Männer sahen mich einen Moment stumm an. Zeno seufzte schwer. „Das können sie in der Tat, aber dazu müssten wir ihnen das Fax zeigen und mit Verlaub, cara Elsa, ein objektiver Betrachter dieses Fotos könnte - nicht dass ich es bin, also nicht bin ... eh, ich meine, das nicht tue, merda! Zu dem Schluss kommen ... Santo Spirito! Nun, dass Sie da etwas anderes machen als sich harmlos zu unterhalten.“
„Aber wir h a b e n uns unterhalten!“, protestierte Lorenzo und versetzte Zeno empört einen Stoß vor die Brust. Ich nahm das Foto noch einmal kritisch in Augenschein. Zeno hatte natürlich Recht. Wenn wir die Schweizer Garde informierten, würden Kopien davon in der ganzen città del vaticano auftauchen, wahrscheinlich sogar auf dem Schreibtisch des Heiligen Vaters selbst. Völlig zu schweigen vom stellvertretenden Kardinalstaatssekretär, der sicherlich der Meinung sein würde, dass ein Kardinalsanwärter nicht mitten in der Nacht vertrauliche Gespräche mit einer Frau zu führen habe, die im beigefügten Text als „mätresse“ bezeichnet wurde.
Ich kaute auf meiner Unterlippe herum, während das Gerangel auf der Türschwelle wieder aufgenommen wurde.
„Jetzt lass mich endlich durch! Ich feuere schon nicht runter auf den Petersplatz, weil ich kein secondo bekommen habe! Ich will schauen, von wo das Foto aufgenommen wurde, du Idiot!“
Das hätte mich allerdings auch interessiert, die Loggia war uneinsehbar, das Foto frontal aufgenommen, vermutlich mit Teleobjektiv, der Fotograf hätte sich regelrecht aus einem Helikopter abseilen müssen. Automatisch stand ich auf und schraubte die Bialetti auseinander, um uns einen caffè zu machen.
„Es gibt nur einen einzigen Ort, von dem aus man ein solches Foto machen könnte ...“, sagte ich zu Lorenzo, der neben mich getreten war und die Tassen vorbereitete. Auf seinen Wangen lagen bläuliche Bartschatten, seine Finger zitterten. Wir schauten uns an. Sein Blick war nicht länger hart und distanziert, sondern offen und klar und dabei merkwürdig verletzlich. In seinen schwarzen Tiefen brannte das vertraute Feuer, dessen Widerschein mich schon oft fasziniert hatte. Ich hob langsam die Hand, um sanft dem Schwung seiner Braue mit meinem Zeigefinger zu folgen. Wir hielten beide den Atem an.
„Ihr werdet es nicht glauben“, meldete sich Zeno triumphierend zurück, „aber es gibt nur einen einzigen Ort, von dem aus man ein solches Foto machen könnte – die Kuppel des Petersdoms!“

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Freitag

Nachdem Zeno den Tisch eingedeckt und die Kerzen entzündet hatte, nahm er erwartungsvoll Platz und teilte den Rest der Flasche brüderlich zwischen uns auf. Als die Türe zur Küche wieder aufging, erschien Lorenzo in weißer Jeans und weißem tailliertem Hemd und ging schnurstracks zum Kühlschrank, um sich daran zu machen, die Austern mit geschickten und kräftigen Handbewegungen zu öffnen.
Zeno und ich tauschten vielsagende Blicke. Nach der Art, wie Lorenzo die Austern öffnete, hatte er sich zwar noch nicht beruhigt, aber er schien guten Willens, weil er schließlich drei Teller mit Austern präsentierte und aus den Tiefen des Kühlschranks eine weitere Flasche Ferrari Spumante hervorzauberte.
Zeno hätte gerne das Thema angeschnitten, ob in Lorenzos künftiger Trattoria nur heimische Produkte oder etwa auch französische Austern auf der Karte stehen sollten, wurde aber mit einem scharfen „Basta!“ zum Schweigen gebracht, weshalb er sich darauf verlegte, die Qualität und Frische der Austern zu loben und mir großzügig Spumante nachzuschenken.
Ich war damit beschäftigt, darüber nachzudenken, ob die Schüsse in den Ruinen von Ostia Antica weniger mit den Bildern als mit Lorenzos Enthüllungsbuch über die Gralsloge zu tun haben könnten.
Was genau hatte ich eigentlich gesehen? Einen korpulenten Mann mit einem außergewöhnlich großen Kopf im Gegenlicht. Da war ja Laurinius nun wirklich nicht der einzige, der in Frage käme. Unschlüssig schlürfte ich meine dritte Auster und lauschte dem Disput der Freunde über Berlusconis knappe Wahlniederlage. Lorenzos Freude war aufrichtig, auch wenn das für ein Mitglied des Klerus eher ungewöhnlich war. Ungewöhnlich war auch, dass er keinen einzigen Blick an mich verschwendete und auch nicht versuchte, mich in das Gespräch einzubeziehen. Das habe ich mir selbst zuzuschreiben, dachte ich unglücklich und überlegte, ob es vielleicht besser war, es bei der Distanz, die sich zwischen uns aufgebaut hatte, zu belassen.
Als nächstes servierte Zeno mit leicht geröteten Wangen den vitello tonnato zusammen mit etwas Brot und einem gut gekühlten Falanghina-Wein. Er wartete zuerst meine Lobeshymnen ab, in die Lorenzo anerkennend einfiel, bevor er zufrieden selbst zugriff. Langsam breitete sich gelöstere Stimmung am Tisch aus, die durch das Klingeln des Telefons in Lorenzos Kabinett gestört wurde. Mit unwilliger Miene warf er seine Serviette neben den Teller und ging hinaus.
Zeno beugte sich zu mir und machte mir gerade Komplimente zu meiner Frisur, als sein Freund mit den erstickten Worten „Ein Fax!“ hereinkam.
In der Tat hielt er ein Blatt Papier in der Hand, als sei es eine scharfe Bombe. Zum ersten Mal seit unserem Streit schaute er mir in die Augen – mit einem Ausdruck schieren Entsetzens. Er legte das Fax zwischen mich und Zeno und nahm zögernd wieder Platz: Es war ein Schwarz-Weiß-Foto vom Abend zuvor. Wir saßen nebeneinander auf der Loggia - vor uns stand ein tragbarer CD-Player - und steckten in zärtlicher Vertrautheit die Köpfe zusammen: nur da, wo mein Gesicht sein sollte, zogen sich Schnitte durch das Bild. Darunter stand, aus Zeitungsbuchstaben geklebt, eine Nachricht:

wenn sie nicht möchten, dass ihrer hübschen mätresse etwas hässliches zustösst, sind sie am sonntag zur frühmesse im petersdom.

Zeno, der mir gerade Wein hatte nachschenken wollen, verfehlte mein Glas. Der Falanghina strömte über die Tischplatte, sammelte sich am Rand und tropfte mir unentschlossen in den Schoß.

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Donnerstag, 27. April 2006

Donnerstag

Zeno schnitt gerade den Kalbsbraten in papierdünne Scheiben, als Lorenzo wieder hereinpolterte, das weiße Hemd über der Hose und Schweißflecke unter den Achseln.
„Estefanio war nicht zu Hause!“, war sein allererster, atemlos vorgetragener Satz. Er feuerte das Etui auf den Tisch und erklärte, er sei den ganzen Weg zu Estefanios Wohnung und wieder zurück gejoggt, lobte Zenos Bemühungen um den vitello tonnato und verschwand in Richtung Bad, ohne mich auch nur eines Blickes zu würdigen.
Zeno lockerte seinen Hemdkragen und schaute mich forschend an: ich widmete mich konzentriert der Aufgabe, die tonnata-Schüssel mit einem Löffel säuberlich auszukratzen.
„Was ist in dem Etui?“, fragte er. Ich zuckte mit den Schultern. Zeno nahm mir ungeduldig die Schüssel weg.
„Fragen Sie doch Ihren Freund“, murrte ich schließlich. Also hämmerte er gegen die Zimmertüre, bis diese sich öffnete und Lorenzo mit nacktem schweißbedecktem Oberkörper erschien.
„Ein Schlüssel für eine Wohnung mit Tiberblick“, erklärte er genervt, ob er jetzt duschen dürfe?
Aber das sei ja ein seltener Glücksfall, solche Wohnungen seien doch praktisch gar nicht zu bekommen, rief Zeno aus, wem sie denn gehöre. Lorenzo stützte die Hände in die Hüften und wies mit einem ironischen Kopfnicken zu mir hinüber. Ich starrte ihn, den Mayonnaiselöffel im Mund, entgeistert an.
„Meraviglioso!“, schrie Zeno und hüpfte vor Freude auf und ab. „Du kennst doch Isotta, die Cousine von Fausto dem Schwachsinnigen? Du weißt schon, die-“, an dieser Stelle deutete er mit einer ausladenden Handbewegung vor seiner Brust die imaginäre Fülle weiblicher Formen an. „Ihre Schwiegertochter hat die Trattoria in der Stadtmauer von Urbino, ganz in der Nähe des Palazzo Ducale, naja, und die überlegen, ob sie nicht nach Rom gehen sollen, aber sie finden einfach keine schöne Wohnung. Wenn Elsa ihr die Wohnung überlässt, natürlich gegen eine angemessene Miete, habe ich eine gute Verhandlungsbasis für die Pacht, de i n e Pacht. D E I N E Trattoria, du Glückspilz!“ Er stellte sich auf die Zehenspitzen und drückte dem Glückspilz einen Schmatz auf die Stirn.
Lorenzo warf ihm einen Mörderblick zu, drehte sich auf der Stelle um und knallte mit der Türe.
„Aber was hat er denn jetzt, das ist doch geradezu ideal? Eine solche Gelegenheit kann man doch nicht ... Das gibt es doch nie wieder!“ Zeno kratzte sich nachdenklich am Kopf, holte den Ferrari Spumante aus dem Kühlschrank und stellte zwei Gläser vor uns hin.
Ich nahm den Löffel aus dem Mund. „Ich wusste gar nicht, dass Sie nebenher makeln.“
Er ließ den Korken knallen. „Naja, das war auch mein erster Versuch, und so wie es ausschaut“, er schüttelte den Kopf, „verbringt mein bester Freund lieber sein Leben damit, schlecht gelaunt in Abendgarderobe quer durch die città del vaticano zu joggen, anstatt endlich Nägel mit Köpfen zu machen. Porca miseria!“
Wir prosteten uns schweigend zu.

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Sonntag, 23. April 2006

Sonntag

Giulias Reisetasche war nur halb voll, ich hatte so gut wie nichts eigenes dabei und musste ihr irgendwann die geliehenen Sachen wieder zurückgeben. Bevor ich ging, wollte ich noch einmal einen Blick auf das herrliche Panorama des Petersplatzes werfen. Danach schloss die Tür zur Loggia, strich die Bettdecke glatt, durchmaß Lorenzos Schlafzimmer mit energischen Schritten und riss entschlossen die Tür zur Küche auf. Wenn ich den Braten noch retten wollte, war es höchste Zeit.
Am Esstisch saß Zeno und mühte sich damit ab, seine mayonnaiseverklebten Schnürschuhe mit Küchenpapier zu säubern.
„Wo zum Teufel steckt Lorenzo? Was ist das für eine verdammte Sauerei?“, begrüßte er mich. „Kann er jetzt nicht einmal mehr ein vitello tonnato machen ohne auszurasten! Den Braten habe ich gerettet, das war Spitz auf Knopf – nicht, dass er ihn auch noch an die Wand pappt vor Wut!“
Ich umarmte ihn, um mich von ihm zu verabschieden.
„Aber wieso denn? Sie haben sich doch nicht ihm gestritten?“ Er nötigte mich trotz meines Protestes in einen Stuhl.
„Es - eh - gab“, begann ich zögernd, „ein paar Unklarheiten bezüglich unserer Beziehung, die-“
„Dieser verdammte Tölpel! Vergeben Sie ihm, er hat nicht viel Umgang mit Frauen“, jammerte Zeno und blickte mich treuherzig an.
„Die eigentlich eher, hm, von Estefanio ausgingen ...“
„Also hat es der alte Saftsack mal wieder geschafft!“ Zeno war aufgesprungen, griff sich eine Schüssel und spähte in den Kühlschrank hinein.
„Lorenzo hat Austern gekauft und Ferrari Spumante? Er weiß wirklich, wie man einen Tag wie diesen feiert!“, brummelte Zeno neidisch.
Ich beobachtete verwirrt, wie er Eier aufschlug, das Eigelb trennte und in die Schüssel gleiten ließ. „Da fährt man nicht einfach so weg“, belehrte er mich.
Ich schwieg nachdrücklich.
„Estefanio hat seinen gerechten Lohn schon bekommen, beim Anblick des Wahlergebnisses hat ihn bestimmt der Schlag getroffen“, feixte er schließlich, während er die Eidotter quirlte.
Die italienische Politik, immer ein ergiebiges Gesprächsthema, dachte ich.
„Jedenfalls fahre ich jetzt“, sagte ich, stand auf und ergriff die Reisetasche.
„Aber das können Sie nicht!“ Zeno krempelte sich die Hemdsärmel auf, begann wieder zu quirlen und fügte in einem feinen, stetigen Strahl Olivenöl hinzu.
„Ach, und warum nicht?“
„Weil Laurinius nach inoffiziellen Informationen von Kollege Leitmayr wieder in den Marken aufgetaucht ist und mir die verfluchte Mayonnaise gerinnt, wenn ich Ihnen jetzt nachlaufen muss!“, erwiderte er, während sein Blick nervös zwischen mir und der Salsa hin und her zuckte.

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Samstag, 22. April 2006

Samstag II

Der muss noch mal nachbearbeitet werden, bitte um Entschuldigung, das ich ihn solange wieder rausnehme, soll nicht wieder vorkommen :)

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Samstag

Die ganzen sechs Stockwerke hinauf zu Lorenzos Appartment hatten meiner Wut nichts anhaben können, sondern sie nur noch gesteigert. Ich durchquerte das Kabinett und stapfte schnaubend über die Küchenschwelle. Lorenzo stand, frisch rasiert und in festlicher Kleidung, die lediglich von einer Schürze und seinem Piratenkopftuch in ihrer Eleganz geschmälert wurde, vor der Anrichte und rührte eine Mayonnaise mit frischem Eigelb und Olivenöl an.
„Sie kochen also! Was gibt es denn Feines?“, schleuderte ich ihm mit hohntriefender Stimme entgegen.
„Ich freue mich auch, Sie zu sehen!“, lachte er mit einem vergnügten Funkeln in den Augen. „Ein Gala-Dinner! Und wie ich sehe, tragen Sie auch die passende Frisur für einen festlichen Abend. Bellissimo! Sie sehen bezaubernd aus!“
„Ihr Onkel hat mir bereits ausreichend Komplimente gemacht, Sie brauchen sich nicht mehr persönlich zu bemühen!“
„Dann wissen Sie die Neuigkeit ja schon! Sicher haben Sie sich eingehend mit ihm darüber unterhalten.“ Er schmeckte seine Mayonnaise ab, überlegte einen Moment und gab noch eine Prise Estragon hinein. Ich stemmte die Arme in die Hüften und blitzte ihn an, was er als Aufforderung verstand, endlich die Speisefolge preis zu geben.
„Es wird vitello tonnato geben!“, kündigte er mit großer Geste an, „ ein ebenso einfaches wie exquisites Gericht. Und weil wir einen herrlichen Anlass haben, bereite ich Ihnen ein vitello tonnato zu, wie Sie noch nie eins gegessen haben! Als antipasti ein schönes Glas Ferrari Spumante – er hält mit jedem Champagner Schritt – und ein Dutzend Austern, ich habe wunderbar frische bekommen, ganz delikat, Ihnen werden die Sinne schwinden!“ Er zwinkerte mir
in allerbester Laune zu und kontrollierte den Kalbsbraten in der Röhre. Mir fehlten die Worte.
„Mir fehlen die Worte“, knurrte ich sarkastisch.
„Jetzt schon? Sie wissen doch noch gar nicht, was ich als Hauptgang vorgesehen habe“, freute er sich, schaute in seinen Kühlschrank hinein, schlug ihn geheimnisvoll wieder zu und wandte sich mit ausgebreiteten Armen zu mir hin.
„Ich war in meinem ganzen Leben noch nie so glücklich! Ein Traum ist in Erfüllung gegangen!“, rief er aus, trat auf mich zu, hob mich in die Höhe und schwenkte mich lachend durch die Küche.
„Lassen Sie mich sofort los!“, brüllte ich, was seiner guten Stimmung keinen Abbruch tat.
„Am Liebsten würde ich Sie von oben bis unten abküssen, so erleichtert bin ich“, strahlte er.
„Sind Sie i r r e? Gibt es eine Geisteskrankheit in Ihrer Familie, von der ich noch nichts wusste?“ Ich trat vorsichtshalber ein paar Schritte zurück.
Das Lächeln in seinem Gesicht schwand und wich einem Ausdruck zunehmender Verwirrung.
„Aber Sie sagten doch, Sie waren bei Estefanio ...“
„Der offensichtlich an der selben Geisteskrankheit leidet wie Sie!“, spuckte ich.
Lorenzo ließ sich in einen Stuhl sinken und sah ratlos zu mir auf. „Ich verstehe nicht ... Wie meinen Sie das? Im Gegenteil, Estefanio ist ein glühender Anhänger Berlusconis, deshalb ...“
„Was bitte hat Berlusconi denn damit zu tun!“, schrie ich ihn an.
„Nun, er hat die Wahl verloren, ich dachte, Sie wüssten das bereits?“

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Freitag, 21. April 2006

Freitag II

Eine Fliege prallte summend gegen die Fensterscheibe. Ich saß kerzengerade in meinem Stuhl und bemühte mich, den Argwohn des Kardinals zu entkräften. „Natürlich nicht! Ich verstehe, dass die ganzen Umstände einen solchen Gedanken nahe legen, noch dazu, dass Sie in großer Sorge diesbezüglich sein müssen, aber, in der Tat, das Verhältnis zwischen mir und Lorenzo ist absolut platonisch, es ist sehr eh, keusch, im Wortsinne, ihr Neffe hat sich nichts vorzuwerfen, ich würde doch nie im Leben ... Nein, ich kann Sie voll und ganz beruhigen. Sicher, es gibt da hin und wieder verfängliche Situationen, die bleiben ja nicht aus, aber ich würde das doch niemals ausnutzen, um einen Mann, der sein Leben Gott und der Kirche geweiht hat, nein, ein völlig abseitiger Gedanke.“ Estefanio starrte mich missvergnügt an. Er glaubte mir nicht. Während ich noch krampfhaft überlegte, wie ich seinen Verdacht aus der Welt räumen konnte, stand er auf, um das Fenster zu öffnen und die Fliege in Freiheit zu entlassen. Ich beneidete sie ein bisschen.
„Beruhigen Sie sich bitte. Ich habe Sie hergebeten, um die Situation offen mit Ihnen zu besprechen, nicht, um Sie zu verhören.“
„Das hatte ich auch keine Minute-“ Er schnitt mir mit einer Handbewegung das Wort ab. „In der letzten Zeit ist mein Neffe noch anfälliger für Launen als gewöhnlich, er ist unkonzentriert, überaus unzugänglich. Der stellvertretende Kardinalstaatssekretär hat sich bereits bei mir darüber beklagt und durchblicken lassen, dass dies nicht gerade die Eigenschaften sind, die einem Kardinal zur Tugend gereichen.“
„Aber ich-“
„Ich dachte mir, wo Sie doch sehr viel Zeit mit ihm verbringen, vielleicht könnten Sie ein wenig auf ihn einwirken, mäßigend einwirken, sozusagen einen ausgleichenden Einfluss ausüben.“
„Aber ich-“
„Etwas zu seiner Entspannung beitragen. Wenn er ersteinmal Kardinal ist, wird er seine fünf Sinne beieinander halten müssen. Das Amt verlangt einem Mann sehr viel ab, niemand weiß das besser als ich.“ An dieser Stelle schloss Estefanio schmerzvoll die Augen. Ich versuchte immer noch, den Sinn seiner Worte zu ergründen, wobei ich ausgesehen haben muss wie ein Idiot, weil er es für angebracht hielt, auf meine Klugheit zu verweisen. „Ich weiß, ich verlange eine ganze Menge von Ihnen“, fuhr er fort, meine Linke tätschelnd. „Aber ich habe ein Arrangement vorbereitet, das alle Seiten zufrieden stellen wird.“ Er griff in die Innentasche seines Jacketts und zog ein Etui hervor. „Ich habe hier die Schlüssel zu einer Wohnung mit Blick auf den Tiber und die Vatikan-Stadt, eine sehr elegante Wohnung, ich habe mich persönlich versichert, dass sie mit allen Annehmlichkeiten ausgestattet ist.“
„Eine Penthouse-Wohnung?“, fragte ich ungläubig. Estefanio warf mir einen anerkennenden Blick zu. „Das ließ sich leider auf die Schnelle nicht machen, aber ich werde das arrangieren, wenn Sie darauf bestehen. Außerdem habe ich Ihnen ein Konto bei einer römischen Bank eingerichtet, Sie werden sicherlich Ausgaben haben, für die ich natürlich aufkommen werde.“
„Ausgaben?“, wiederholte ich mechanisch.
„Nun, Anastasio zum Beispiel, Sie möchten vielleicht einen Fitnessclub besuchen oder ein Sonnenstudio, ein Schwimmbad, was weiß ich, das geht mich auch nichts an. Sie können frei über Ihre Apanage verfügen.“ Er nickte mir freundlich zu.
„Apanage?“, flüsterte ich tonlos.
„Eine Apanage“, bestätigte er geduldig. „Die, sollten Sie gesegneten Leibes sein, verdoppelt werden wird. Natürlich erst nach einem rechtsmedizinisch verifizierten DNA-Test, darauf muss ich bestehen. Jetzt schauen Sie mich doch nicht so leidend an, so unansehnlich ist mein Neffe nun auch wieder nicht!“

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Freitag

„Bitte meine Ungehörigkeit zu entschuldigen, Madame, aber die Frisur, die sie da tragen, war bestimmt nicht billig. Und sie ist jeden Cent wert!“ Der Schweizer Gardist, der mich zu Estefanios Wohnung chauffierte, errötete bis zum Haaransatz. Mir war ganz und gar nicht wohl zumute. Kaum hatte ich am Cancello del Petriano meinen Passierschein vorgewiesen, empfing man mich nach den Sicherheitskontrollen mit der Nachricht, dass Estefanio Kardinal Farnese mich unverzüglich zu sehen wünsche. Und seither zerbrach ich mir den Kopf, aus welchem Grund. Nun, wie auch immer, überlegte ich, während ich dem netten Schweizer Gardisten nachwinkte, er würde jedenfalls unter Garantie keine Diskussion darüber beginnen, ob ich mit seinem Neffen ins Bett ging oder nicht. Seine Eminenz empfing mich in Zivil, einem tadellos sitzenden schwarzen Dreiteiler und war bester Laune. Er nötigte mir ein Gläschen Sherry auf, führte seine neueste Errungenschaft, einen iPod Nano, vor und informierte mich über die Vorzüge dieser genialen Apparatur. Ich nippte an meinem Sherry, erkundigte mich nach seinem Wohlergehen und tat den Konventionen so gut ich konnte genüge.
„Und Sie hatten einen angenehmen Vormittag mit meiner Nichte?“, wollte er schließlich wissen. Oh ja, sehr angenehm, molto divertimento, wirklich.
„Wie schön! Und Anastasio hat sich einmal mehr selbst übertroffen!“, rief Estefanio aus und wies auf mein Haar. „Ich sehe, dass sich solides Handwerk und kreatives Feuer über die Jahrhunderte in Anastasios Familie gehalten haben, sehr erfreulich. Wussten Sie, dass einer seiner Vorfahren die Favoritin eines Farnese-Kardinals zu frisieren pflegte?“
„Aber nein! Das Erste was ich höre!“, beteuerte ich, „soviele Familiengeschichten, soviel Tradition, Rom ist eine solch faszinierende Stadt. Und die Geschichte des Hauses Farnese eng mit ihr verknüpft, und natürlich mit der des Vatikans“, merkte ich im Plauderton an. Estefanio hatte die Fingerspitzen seiner Hände aneinander gelegt und taxierte mich mit seinen nebelgrauen Augen, als schätze er den Wert einer alten Münze ein. „Sie sind eine kluge Frau. Leider ist es mit den ruhmreichen Tagen der Farnese vorbei“, ergänzte er seufzend. Ich hob die Brauen.
„Lorenzo, den ich liebe wie einen Sohn, ist der letzte, der den Namen weitergeben könnte. Und wie die Dinge nun einmal liegen ...“ Er lächelte mich mit schmalen Lippen an.
„Äh, tatsächlich. Ich sehe da auch keine Möglichkeit“, erwiderte ich und lobte beiläufig den Sherry.
Estefanio beugte sich vertraulich vor. „Seine Erhebung zum Kardinal steht in Kürze bevor, bitte behandeln Sie diese Information außerordentlich diskret. Ich verlasse mich auf Sie.“
„Das ist allerdings, eh, wundervoll. Sie müssen sehr stolz auf ihn sein!“, sagte ich, um irgendwas zu sagen. Und in der Tat breitete sich auf seinen scharfen Zügen eine Empfindung aus, die ich nur als Vaterstolz bezeichnen konnte. Ich fummelte verlegen in meinen Haaren herum, um eine aufsässige Spange zu richten.
„Das bin ich auch, in einem Ausmaß, wie Sie es sich vielleicht gar nicht vorstellen können. Sie haben keine Geschwister, Geschwisterkinder – eigene Kinder?“, fragte er mit lauerndem Unterton. Ich verneinte. „Nun, was nicht ist ...“ Er machte eine vage Handbewegung. „Jedenfalls ist mir aufgefallen, dass sich mein Neffe in der letzten Zeit anders verhält, als ich das von ihm gewohnt bin. Erst neulich, beim stellvertretenden Kardinalstaatssekretär ... Unter uns gesagt, er hat noch nie viel diplomatisches Geschick an den Tag gelegt, aber das war selbst für seine Verhältnisse ...“
Estefanio blickte zur Decke als erflehe er göttlichen Beistand und langte dann nach der Sherrykaraffe, um mir nachzuschenken. „Ich bin darüber ziemlich in Sorge, und deshalb werden Sie mir sicher vergeben, wenn ich Ihnen jetzt unumwunden eine Frage stelle: Schlafen Sie mit ihm oder nicht?“

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Donnerstag, 20. April 2006

Donnerstag

„Was ist, schmeckt dir der Kuchen nicht?“, fragte ich Giulia, die nachdenklich in ihrem Teller herumstocherte und überhaupt sehr still geworden war.
„Ich denke nur darüber nach, wie es kommt, dass ich meinen Bruder nicht halb so gut kenne wie du. Du hast absolut Recht mit allem, er würde es hassen, und sich selbst noch dazu. Wie lange kennt ihr euch jetzt?“
„Vielleicht zwei, drei Wochen?“
„Erstaunlich. Und mit welcher Bestimmtheit du das gesagt hast, entweder machst du dir nicht viel aus ihm-“
Mein Handy klingelte und eine vertraute Nummer erschien im Display. „Lorenzo!“, ließ ich Giulia aufgeregt wissen und meldete mich erfreut. „Aber nein, Sie stören überhaupt nicht, nein, Giulia und ich haben viel Spaß miteinander. Und bei Ihnen? Hoffentlich kein anstrengender Termin beim stellvertretenden ... Ach, gottseidank, wie schön für Sie. Eine Überraschung? Aber das wäre doch nicht nötig ... Das klingt zauberhaft. Ich kann es kaum erwarten. Bis nachher, ja, für Sie auch! Buona giornata!“
Ich lächelte dem Display noch einmal zu, was sicher befremdlich gewirkt haben muss und legte es wieder auf den Tisch zurück. Seufzend wandte ich mich wieder zu Giulia. „Was hattest du gerade gesagt?“
„Oder er bedeutet dir so viel, dass du auf ihn verzichten würdest, um ihn nicht unglücklich zu machen. Un amore grande! Mamma mia!“
„Was redest du da? Langsam geht mir dieses pathetische Primavera-Amore-Gesinge, das in der Luft liegt, gehörig auf die Nerven. Amore Amore! Ich bin gerne mit deinem Bruder zusammen, er ist amüsant und wir haben uns angefreundet, das ist wirklich alles. Wie läuft es denn mit Francesco? Er hat mir neulich von dir vorgeschwärmt!“
„Er ist amüsant und wir haben uns angefreundet, das ist wirklich alles“, gab Giulia hämisch zurück. „Andiamo! Wenn wir rechtzeitig bei Anastasio sein wollen, müssen wir uns sputen.

Anastasio, der stockschwule Friseur und begnadete Bingospieler entstammte, wie konnte es anders sein, einer uralten Dynastie römischer Haarkünstler. Wir betraten seinen Salon über einen abgerissenen Hinterhof. Die Einrichtung kündete von blankem Understatement, das an Askese grenzte. Der Bodenbelag fehlte, Sessel und Waschbecken von edelstem Design standen auf dem blanken Estrich. Die Wände waren unverschalt und völlig kahl, im Großen und Ganzen erinnerte mich sein Etablissement an eine Mischung aus Garage und Kokainküche. Der Maestro selbst trug eine Wildlederreithose und – tatsächlich – ein Kettenhemd, das sich erstaunlich leger an die knabenhafte Gestalt schmiegte. Seine schwarzgefärbten Haare waren zu einer exakten Prinz-Eisenherz-Frisur geschnitten, das Gesicht unter dem strengen Pony von ausgesprochen androgyner Natur. Irgendwie erinnerte mich sein Äußeres an Jean d’Arc, und es kontrastierte auffällig seine barock-opulente Seele.
„Ist sie das?“, begrüßte er Giulia und deutete mit spitzem Zeigefinger auf meinen Hals. Während uns zofenhaft gekleidete dienstbare Geister mit Champagner und Kaviarhäppchen versorgten, nötigte er mich in einen Sessel, löste mein Haar und umschlich mich, den Finger an den Mund gelegt, mit zusammengezogenen Brauen.
„Ich brauche andere Musik, besseres Licht, andere Farben. Raum, Inspiration, eine bessere Welt. Zur Hölle, so kann ich nicht arbeiten!“ Ich drückte mich tiefer in den Sessel und beglückwünschte mich, dass er nicht noch eine andere Kundin mit anderem Haar verlangt hatte. Eine Gehilfin drapierte ein Stück maulbeerfarbenen Samt um mich, entzündete drei mächtige Altarkerzen und legte Renaissance-Musik auf. Anastasio wirkte einen Hauch zufriedener und prüfte mit geschmeidigen Bewegungen die Qualität meines Haars.
„In desolatem Zustand, warum hast du sie nicht früher zu mir gebracht, Ju-Ju?“, keifte er Giulia an, die sich behaglich ihrem Champagner gewidmet hatte.
„Besinn dich auf dein Handwerk und mach keine Szenen, Anastasio. Der Champagner ist zu warm“, entgegnete Giulia mit Grandezza. Ich schloss gottergeben die Augen und fügte mich in mein Schicksal. Anastasio kontrollierte die Temperatur des Getränkes und ließ es mit einer unwirschen Handbewegung zurückgehen.
„Schlamperei. Vergebung! Bei einem solchen Anlass warmen Champagner zu servieren ist in der Tat unverzeihlich!“ Giulia nickte huldvoll.
„Es ist über dreihundert Jahre her, dass einer meiner Vorfahren die Favoritin eines Farnese frisieren durfte, keiner soll mir nachsagen, dass ich heute warmen Champagner gereicht habe! Zu Ihnen, Madame!“
„Ich bin nicht-“ Verdammt noch mal! Anastasio legte mir die Hände von hinten auf die Schultern und beugte sich zu mir hinunter.
„Solches Haar wie das Ihre ist ausgesprochen unmodern. Seine Fülle ist fast obszön, an der Farbe werden wir etwas ändern, oh nein, es wird eine Nuance intensiver sein, das ist alles. Ich bin kein Stümper, der Ihnen lila Strähnen einzieht, das wird Ihnen Ju-Ju sicher bestätigen. Wir wollen Ihren Nacken zur Geltung bringen, außerordentlich exquisit, wie er ist“, schmeichelte er an meinem Ohr. Dann wurde seine Stimme schriller.
„Ich werde Ihnen eine Frisur machen, die Sie aussehen lässt, als kämen Sie frisch aus dem Bett, lasziv, eine entfesselte Nymphe, ich kann den Moschus riechen, der aus dieser Kreation emporsteigt – und e r wird es auch können, das garantiere ich Ihnen!“
Giulias Nasenflügel blähten sich vor unterdrückter Lachlust und ich erwägte kurz, den Spiegel zu zertrümmern und ihr eine Scherbe in den Hals zu rammen.
Zwei Stunden später verließ ich das Studio des Meisters mit der kunstvollsten Hochsteckfrisur, die ich je getragen hatte und der Hoffnung, dass Lorenzo sich nicht viel aus Frisuren machte.

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cantare

sofort dachte ich an...
der bei dem großen Beben von 1915 in einer Kirche in...
Cassian (Gast) - 25. Aug, 07:41
hab an Dich vorhin gedacht,...
hab an Dich vorhin gedacht, als ich Nachrichten sah...
fbtde - 24. Aug, 22:38
Das Wetter...
... lässt wie jedes Jahr zu wünschen übrig. War auch...
Marco Gallina (Gast) - 11. Aug, 16:46
Lange nicht mehr hier...
doch freue ich mich sehr, daß es diesen Blog noch gibt....
Arminius (Gast) - 29. Jul, 20:23
Lebenszeichen
Ein Lebenszeichen für uns Besorgten wäre wirklich nett....
Theodred (Gast) - 21. Jul, 21:36

attenzione

la bocca

 

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