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"Durch Gottes Gnade ein Kind der Kirche" - Edith Stein, Erzabt Raphael Walzer von Beuron und die Enzyklika Mit brennender Sorge. In: Die Tagespost vom 9. August 2012.

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Die Opfer der Bundeswehr. Mein Interview mit dem Afghanistan-Veteranen R. Sedlatzek-Müller. In: Die Tagespost, Ausgabe vom 14. Juni 2012

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Hier also zur Online-Fassung meines Interviews mit dem evangelisch-lutherischen Pfarrer Andreas Theurer, der zur katholischen Kirche übertreten möchte.

Auf den aktuellen Seiten von Die Tagespost.
fbtde - 14. Aug, 14:28

Einspruch, mit allem Respekt

Ökumene so zu verstehen, dass es um "Heimholung" in die einzig wahre Kirche geht - das kann ich nicht teilen. Noch mehr: Da muss ich heftig protestieren. Am Wochenende war ich in einem evangelischen Gottesdienst und habe an einer katholischen Messe teilgenommen - "gilt" etwa nur das zweite?? Ökumene heißt doch, wenn ich richtig erinnere, gemeinsames Haus? Für mich hat das etwas mit Augenhöhe zu tun, mit Respekt vor dem Weg und der Geschichte des anderen. Für mich bedeutet das, den Weg Theurers in die katholische Kirche zu respektieren, aber das deutlich spürbare Stirnrunzeln angesichts derer, die dieses Schritt aus vielen Gründen nicht gehen, finde ich nicht akzeptabel.

Gerd (Gast) - 14. Aug, 17:39

@FBTDE

>>Ökumene so zu verstehen, dass es um "Heimholung" in die einzig wahre Kirche geht - das kann ich nicht teilen.<<

Das muss man auch nicht teilen, es sei denn man glaubt an die eine, heilige katholische und apostolische Kirche. Das bekennt man im übrigen immer in der katholischen Sonntagsmesse.

>>Da muss ich heftig protestieren.<<

Deswegen bezeichnen sich die Protestanten ja als Protestanten.

>>Ökumene heißt doch, wenn ich richtig erinnere, gemeinsames Haus?<<

Wenn du so willst gibt es ein protestantisches und ein katholisches Haus. Wenn ein Protestant zu den Katholiken wechselt muss er auch das Haus wechseln. Umgekehrt gilt das natürlich genauso. In einem gemeinsamen Haus haben beide, seit der Reformation noch nie gewohnt. Dabei ist zu bedenken, dass die Protestanten das erste Haus verlassen haben. Das ist nur eine Feststellung und keine Bewertung meinerseits.

>>Für mich bedeutet das, den Weg Theurers in die katholische Kirche zu respektieren, aber das deutlich spürbare Stirnrunzeln angesichts derer, die dieses Schritt aus vielen Gründen nicht gehen, finde ich nicht akzeptabel.<<

Na, mal halblang. Das Stirnrunzeln fand in diesem Fall wohl mehr auf der protestantischen Seite statt, die mal schnell mit dem Rauswurf Theurers reagierte. Soviel zum Thema Augenhöhe und Respekt in dieser Geschichte.
str - 15. Aug, 15:55

"Ökumene so zu verstehen, dass es um "Heimholung" in die einzig wahre Kirche geht - das kann ich nicht teilen."

Nun ja, es gibt zwei Arten wie man Ökumene treiben kann, die Wiedervereinigung durch Rückkehr bzw. Übertritt und die Verändigung der getrennten Gruppen.

Beides hat meiner Ansicht nach seine Berechtigung. Und ich setzte es mal voraus, daß jede Seite sich selbst als die "wahre Kirche" ansieht. Alles andere wäre Ökumene durch Übertritt beider zum Relativismus.

"Ökumene heißt doch, wenn ich richtig erinnere, gemeinsames Haus?"

Nö, Ökumene heißt "bewohnter Erdkreis", mithin Welt. Ökumenisch heißt die ganze Welt umfassend.
thysus - 14. Aug, 20:41

Nebenbei bemerkt:

"Protestieren" heisst ja eigentlich nicht sich gegen etwas zu äussern, sondern - im Gegenteil - "FÜR etwas Zeugnis ablegen", was doch eine durchaus nachahmenwerte Gesinnung sein müsste, sowohl auf reformierter wie auch auf katholischer Seite! Vielleicht wäre hier gar ein Ansatz zu fruchtbarer Oekumene gegeben! (Leider weiss ich nicht, wie es geschichtlich zu dieser Bezeichnung kam, das dürfte ganz interessant sein..)

str - 15. Aug, 15:51

Nein, das ist ein etymologischer Fehlschluss und Fehlschlüsse sind kein Ansatz für irgendetwas.

Nur weil die Wortbestandteile "pro-" (für) und "test-" (bezeugen) lauten, ergibt sich daraus noch lange nicht die Bedeutung des Gesamtwortes. (Mal ganz abgesehen davon, daß das "pro" nicht nur "dafür, zugunsten von etwas" sondern eben auch "für, anstelle jemandes" oder "für, zur Benutzung für jemanden" heißen kann.

Protestieren heißt schon mehrere Jahrhunderte lang, gegen etwas protestieren, im Kontext der Reformation "Rechtsverwahrung gegen etwas einlegen". Die daher so genannten protestantischen Reichsstände legten eine Religionsentscheidung des Reichstags 1529 Verwahrung ein.

PS. Ich bin grade etwas allergisch gegen diese etymologischen Fehlschlüsse, denn bei mir hat seit ein paar Wochen ein Pater die gewöhnlich von mir besuchte Messe übernommen, der sich u.a. durch solche Erklärungen auszeichnet. Und zwar nicht positiv. Also bitte nicht persönlich nehmen.
thysus - 15. Aug, 23:02

@str

Habe nun doch in Wikipedia mal unter "Protestantismus" nachgeschaut.
Da gibt es diesen interessanten Satz zu lesen (bitte nicht aufregen):

Die „Protestation“ war im 16. Jahrhundert ein herkömmliches Rechtsinstrument des Reichsrechts, mit der eine Minderheit von Ständen und Reichsstädten ihre Anliegen auf einem Reichstag vorbringen konnte. Das lateinische Verb protestari hat eine positive Grundbedeutung: „für etwas zum Zeugen aufgerufen werden“, „für etwas Zeugnis ablegen“.

Im Online Lateinwörterbuch Navigium steht unter protestari:
1. öffentlich bezeugen, öffentlich beweisen, öffentlich verkündigen
2. offenbaren
Frohkathole (Gast) - 14. Aug, 20:44

Herr Theuer hat ein erstaunliches Format. Besonders seine Antwort auf die letzte Frage beeindruckt mich. Man kann ein Protestant (mental, nicht dogmatisch) und gleichzeitig fröhlich katholisch sein... und das die Pietisten die besseren Katholiken sind, ist mir schon länger klar :-)

Just wondering (Gast) - 14. Aug, 22:21

Danke für die Blumen ;-)

Ich habe das Büchlein bereits bestellt und gelesen.
Vielen Dank an Herrn Theurer.
Folgende Gedanken gehen mir dabei durch den Kopf:
Es ist unglaublich, zu lesen, was Evangelische glauben, was Katholiken glauben
- das Fegefeuer sei eine Vorstufe zur Hölle;
-das Gebet zu den Heiligen sei eine spiritistische Totenbeschwörung;
-die Christus-Worte an Petrus...du bist Petrus der Fels usw... seien an Petrus persönlich gerichtet und mit dessen Tod hinfällig geworden;
-Maria...Göttin..ok, das ist bekannt.
Eine kleine Korrektur: wenn Herr Theurer schreibt, der Ablaßhandel sei schon seit langem abgeschafft, so ist dazu zu sagen, daß man mit einem Ablaß NIE Handel treiben durfte und das auch in Zukunft nicht darf. Es ist Sünde, war Sünde und wird immer Sünde sein.
Das Büchlein hat 95 Seiten und ich sag jetzt mal als Amateurin (Nichttheologin) auf diesen Seiten hat er die Probleme erschöpfend dargestellt.
Ich schließe mich seinen Schlußworten an: "Es gibt keinen Grund, uns weiterhin von der Gemeinschaft mit dem Papst und der Katholischen Kirche fernzuhalten. 500 Jahre sind genug!

str - 15. Aug, 15:58

"daß man mit einem Ablaß NIE Handel treiben durfte und das auch in Zukunft nicht darf. Es ist Sünde, war Sünde und wird immer Sünde sein."

Naja, es hat ihn aber dennoch gegeben und zwar abgesegnet und betrieben von einigen Bischöfen und Päpsten.
fbtde - 14. Aug, 23:16

Die Amtskirche reagiert immer so, wie sie bei Theurer reagiert hat. Das billige ich nicht. Im Gegenteil: Mit fehlt das Gespräch, das Warum-Fragen. Und um eins klar zu sagen: Ich kann mir nicht vorstellen, katholisch zu werden. Aber ich frage mich immer mal wieder, was ich von meinen katholischen Geschwistern lernen kann. Die katholische Predigt, die ich am Sonntag hörte, war so klar, einfach und direkt "Steh auf und iß, Du hast einen langen Weg vor Dir!" (Elia am Berg Horeb), sowas habe ich lange nicht gehört.
Und noch was: Gemeinsames Haus bedeutet für mich, dass katholische und evangelische Christen sehr viele gemeinsame Dinge in ihrem Glauben haben. Es ist ein Irrweg zu glauben, die Einheit ließe sich gewinnen, in dem man die "Abgefallenen" "nach hause holt". Letzten Endes ist das Bevormundung, und das mag ich nicht.

Gerd (Gast) - 15. Aug, 10:30

>>Es ist ein Irrweg zu glauben, die Einheit ließe sich gewinnen, in dem man die "Abgefallenen" "nach hause holt". Letzten Endes ist das Bevormundung, und das mag ich nicht.<<

Der größte Irrweg ist es die Einheit ohne die Wahrheit zu gewinnen. Und ja, es hört sich stark nach Bevormundung an, wenn man die "Abgefallenen" nach Hause holt. Aber das ist nicht die ganze Wahrheit. Dazu vielleicht ein Vergleich: Ein Ehepaar lässt sich scheiden (der Mann hat eine Neue) und wohnt noch gemeinsam im gleichen Haus (der Kinder wegen) aber mit getrennten Küchen und Schlafzimmern. Nach einer gewissen Zeit fordert die Frau von ihrem Mann, seine Geliebte zu verlassen und wieder Schlafzimmer und Küche gemeisam zu nutzen, weil die Kinder unendlich leiden. Wie aburd muss dann der Einwand des Vaters sein, von der Mutter bevormundet zu werden?
Bee (Gast) - 16. Aug, 08:29

Recht freundschaftlich

finde ich, ist mit Ihm umgegangen worden. Ich finde es positiv, dass sich die Protestanten hier nicht zu solchen Ausfällen hinreißen lassen, wie es in USA fast schon zum Standard-Ritual gehört, wenn ein Pfarrer oder Theologe katholisch wird. Es sind da nicht nur die Jack Chick Fans oder Alpha und Omega Leute, die jeden in der Luft zerreissen, der nach Hause kommt, sondern auch Leute, die es besser wissen könnten, die trotzdem Apostat schreien. Wie mit Jason Stellman oder Tyler McNabb z.B. in den letzten zwei Monaten umgegangen wurde ist gruselig.
Von daher finde ich, ist es ein Zeichen für die recht guten Beziehungen unter den Konfessionen in Deutschland, das die Hexenjagd hier ausgeblieben ist.

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cantare

@il capitano
Du warst ausdrücklich nicht gemeint. Aber ist...
ElsaLaska - 25. Mai, 19:14
Okay, ich werde mich...
Okay, ich werde mich hier künftig nicht mehr äußern....
Il capitano - 25. Mai, 19:12
Es reicht jetzt langsam.
Ich habe keine Lust, mit diesem Blog für einen...
ElsaLaska - 25. Mai, 19:07
Tja, wenn ein Land von...
Tja, wenn ein Land von Terroristen unterworfen wird,...
Il capitano - 25. Mai, 19:00
@fidelis
Sicher könnte man mit dieser Argumentation auch...
ElsaLaska - 25. Mai, 18:46
UND?
Ist das ein Grund, vor Terroristen in die Knie zu gehen? Komischerweise...
ElsaLaska - 25. Mai, 18:40
Haben wir nicht, Fidelis....
Haben wir nicht, Fidelis. Vorher blieben sie nur im...
Il capitano - 25. Mai, 18:40
"Wäre kein Krieg...
"Wäre kein Krieg in Afghanistan, argumentieren...
Fidelis (Gast) - 25. Mai, 18:31
Bee,
du bist ein sehr böses Mädchen;-) Und dafür...
ElsaLaska - 25. Mai, 18:30
Klasse, Bee
da sag ich nicht Nein :-) (zu allem nicht, was du geschrieben...
Il capitano - 25. Mai, 18:25
So... ne Runde Jack D.
@Elsa und Il Capitano: Ich könnte jetzt nen Schluck...
Bee (Gast) - 25. Mai, 18:20
Auf welchem Niveau? Auf...
Auf welchem Niveau? Auf dem Niveau der Wirklichkeit?
Il capitano - 25. Mai, 17:16

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