Elsas Nacht(b)revier

Am Anfang wurde das Universum erschaffen. Das machte viele Leute sehr wütend und wurde allenthalben als Schritt in die falsche Richtung angesehen. [Douglas Adams]

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*lotet die Stimmung aus*

Ausgehend von Harkis Plädoyer für die Todesstrafe dachte ich mir, wollen doch mal schauen ... Die Abstimmung ist geheim, selbst wenn ich eure Ips oder was weiß ich scännen könnte - ich kann es nicht und lege auch keine Ehrgeiz darein. Und also tue ich es auch nicht, abgesehen davon, dass man es wahrscheinlich eh nicht kann. Hier also die Umfrage, wahrscheinlich nach den Kriterien empirischer Sozialforschung völlig unzureichend formuliert, aber wollen doch mal sehen. Das Ergebnis interessiert mich einfach.

Todesstrafe für Josef?
Menschen wie der Inzest-Vater von Amstetten oder der Kidnapper und Missbraucher von Frau Kampusch haben die Todesstrafe verdient.

JA
NEIN

  Resultate

ElsaLaska, 01:57h.


PS: Bei eventueller Fehlermeldung beherzt nochmal klicken bis es klappt.
PPS: Wie ich im Twoday-Hilfenet gelesen habe, besteht bei Umfragen auf twoday-net leider keine Möglichkeit, sie für Nicht-Eingeloggte nutzbar zu machen. Warum, weiß ich leider auch nicht. Ich hätte sie gerne für alle Leser geöffnet.
Harki (anonym) - 1. Mai, 02:37

Ach, Mist ich komm mit der Technik nicht klar... :-(

Für die Todesstrafe, natürlich. Aus vollem und ganzem Herzen! :-)

ElsaLaska - 1. Mai, 02:43

Soviel zur strikten Anonymität der Umfrage ... *gg*

Wieso geht es denn wieder nicht *geht mal gucken*
ElsaLaska - 1. Mai, 02:44

Also IN den weißen Kreis klicken neben Ja oder neben Nein und dann auf Abstimmen, bei mir hats geklappt, harkelchen.

scipio (anonym) - 1. Mai, 06:50

Und einloggen

muss man sich auch noch... ;-)
ElsaLaska - 1. Mai, 14:36

Wieso denn das? Das ist ja blöd ... Konntest du bei der Dr. House umfragen auch nicht mitabstimmen, Scipio, also als anonymer Gast? Woran liegt das denn jetzt ...
scipio2 - 1. Mai, 16:11

Doch,

das ging's. Aber inzwischen habe ich mich schön eingeloggt und abgestimmt.
Harki (anonym) - 1. Mai, 23:56

Nee, man kann als nichteingeloggter User in der Tat nicht mit abstimmen und vor allem auch das Ergebnis nicht sehen. :-(

Je nun, es dürfte klar sein, wie es grosso modo aussieht... Ich meinerseits bleibe weiterhin ein überzeugter und begeisterter Anhänger der Todesstrafe. :-)

In Kürze:

Die Todesstrafe ist zweckmäßig, weil sie weitere Verbrechen verhindert.

Die Todesstrafe bringt etwas wieder ins Lot, das anders nicht ins Lot gebracht werden kann.

Die Todesstrafe läßt dem Verbrecher seine letzte Würde, sie nimmt den Kern seiner Existenz ernst.

Die Todesstrafe ist durch die Tradition geheiligt.

Die Todesstrafe - und nur sie - nimmt die Opfer bzw. deren Hinterbliebene ernst. Wenn ein Vater, dessen Tochter, wenn ein Mann, dessen geliebte Frau ermordet wurde, nicht den Kopf des Täters will, ist er ein Heiliger oder ein seelischer Krüppel, vermutlich letzteres. Wenn er ihn aber will, und es sich bloß nicht zu sagen getraut, ist er halt ein Feigling. :-)

Etwas länger.
zuckerwattewolkenmond - 2. Mai, 00:13

Klar.

Was Tradition ist, muß Tradition bleiben. *brech*

@Elsa: Sorry. *wieder weg wisch*
svashtara - 1. Mai, 10:52

NEIN!

Eindeutig.
Ich halte die Todesstrafe in jedem noch so widerlichen Fall von noch so ekelhaftem Verbrechen für falsch. Nicht in erster Linie wegen der Verbrecher, die sind mir eigentlich egal. Sondern wegen mir selbst. Ich will nicht töten.
Die Todesstrafe zu befürworten, bedeutet, den Tod als Strafe anzusehen. Meistens ist es aber viel schwieriger, mit etwas zu leben, als damit zu sterben.
Also, NEIN ZUR TODESSTRAFE!
In JEDEM Falle!
(Interessant finde ich dabei vor allem noch, dass es zwar okay ist, wenn man jemanden hinrichtet, wenn der sich jedoch vorher selber richtet, findet man das scheiße. Im Ergebnis unterscheidet sich das ja gar nicht. Was wir aber wollen, ist Rache, WIR wollen die Henker sein. Und das finde ich falsch!)
Soviel von meiner Seite zu deiner anonymen Umfrage :-))

ElsaLaska - 1. Mai, 17:16

@svasthara

Das denke ich auch oft. Man tut den Leuten vielleicht sogar noch einen Gefallen ... Wir wissen ja nicht, wie es drüben aussieht, aber nachher ist es da ganz dolle und richtig gemütlich. Ich sehe die Todesstrafe auch nicht als angemessene Strafe.
rosmarin - 1. Mai, 19:53

sehe ich absolut genauso
Sassylicious - 1. Mai, 11:06

Ich kann mich weder fuer noch gegen die Todesstrafe im allgemeinen entscheiden.

vita (anonym) - 1. Mai, 19:39

Ich bin gegen die Todesstarfe, aus den gleichen Gründen wie svashtara!

Mahakala - 1. Mai, 20:53

Der Typ ist ein krankes, perverses Schwein, das steht ja wohl außer Frage, ich glaube aber, er ist in einem Gefängnis mit ganz vielen anderen Verbrechern auch gut aufgehoben. Viel älter wird der sowieso nicht mehr. Außerdem finde ich, "Todesstrafe" ist bloß eine Beschönigung für "staatlich angeordneter Mord".

fbtde - 1. Mai, 23:53

Bin dagegen. Wer dafür ist, muss bereit sein, sie zu vollstrecken. Eigenhändig. Und damit zu leben, wenn er sich irrt.
Und der F.? Dem wird es in einem Gefängnis wohl nicht sehr gut ergehen, vermutlich. Wegschließen sollte man ihn wohl allerdings. Nach einem Verfahren hinter verschlossenen Türen. In diesem Fall. Weil sonst jede Schweinerei, die er gemacht hat, im Bolevard breitgewalzt wird. Buä, und das muss echt nicht sein. Eine kurze PK genügt nach jd. Verhandlungstag.

Harki (anonym) - 2. Mai, 00:09

"muss bereit sein, sie zu vollstrecken. Eigenhändig."

Lächerlich. Henker ist immer ein unwürdiger Beruf gewesen. Als, wie gesagt, begeisterter Befürworter der Todesstrafe kann ich nur sagen: Für die Handarbeit finden sich schon Leute.

Ich könnte mir auch nicht vorstellen, Arzt oder Totengräber zu sein, dennoch sind das sicher notwendige Berufe.

Mit der Verantwortung hat nicht der Henker zu leben, der zählt eh nicht, sondern das Gemeinwesen, das die Todesstrafe vorsieht (und vorsehen sollte).

Und bevor jetzt ad hominem zurückgefragt wird: Ich würde mir, kann ich glaube ich sagen, schon zutrauen, einem Mörder 'nen Genickschuß zu setzen oder ein Erschießungskommando zu kommandieren. Die Handhabung einer Pistole ist nicht unwürdig, wohl aber die Bedienung eines Fallbeils. Da ich aber aus verschiedenen Gründen für das Fallbeil als reguläres Vollstreckungsinstrument bin, könnte ich also kein Henker sein. :-) Wie gesagt, dafür finden sich schon welche...
schneck06 - 2. Mai, 00:25

ich hatte eigentlich etwas ernsthaftes schreiben wollen, aber das erspar ich mir jetzt.

Sun-ray - 2. Mai, 01:44

So do I.
Bermejo - 2. Mai, 08:11

definitiv nein!

es ist schneller geklickt als getan
das dunkle ist nunmal neben, unter und zwischen uns - da ändert ein umbringen der täter nichts daran

ElsaLaska - 2. Mai, 17:37

Es ist bis jetzt eine überwältigende Mehrheit (in natürlich kleinem Blograhmen gesehen) gegen die Todesstrafe abzulesen, selbst bei definitiv grauenhaften Taten. Ich finde das bemerkenswert und habe mir so ein eindeutiges Ergebnis nicht erwartet, ehrlich gesagt.

Aurelius - 7. Mai, 17:03

Ich bin ganz eindeutig ein Befürworter der Todesstrafe. Ich bin der Ansicht, daß es für bestimmte Verbrechen keinerlei adäuate Bestrafung gibt, die den Verbrecher wieder mit der Welt ins Reine bringen könnte. Desweiteren hat ein Mensch, der das Leben anderer Menschen unwiderruflich zerstört hat sein grundsätzliches Recht auf Unversehrtheit seines eigenen Lebens verwirkt.

Man muß sich meiner Meinung nach auch selbst die Frage stellen, ob man aus Sicht des Opfers oder eines Angehöhrigen durch eine Haftstrafe des Täters wieder Gerechtigkeit hergestellt sieht. Ich persönlich könnte als Angehöriger oder Opfer eines so schlimmen Verbrechens niemals damit leben, wenn der Täter in einen Kuschelknast käme oder nach 20 Jahren wieder frei herumliefe, während ich selbst mein ganzes Leben lang darunter zu leiden hätte.

Nicht zuletzt besteht bei einem so dermaßen gewalttätigen und grausamen Menschen wie Josef F. immer die Gefahr, daß er weitere Taten begeht, sei es durch einen Ausbruch oder eine frühzeitige Haftentlassung.

Der Mann hat seine eigene Tochter 24 Jahre lang in einen Keller gesperrt, er hat sie unzählige Male vergewaltigt, sieben Kinder mit ihr gezeugt, von denen mehrere bis zu ihrem 18 Lebensjahr niemals einen Sonnenstrahl gesehen haben.

Welche Strafe wäre angemessen genug um dieses unfaßbar große Leid, daß dieser Mann anderen zugefügt hat jemals zu sühnen?

Meiner Ansicht nach gibt es keine angemessene Bestrafung, der Mann hat jegliches Recht auf seine Existenz verwirkt. Ich denke deshalb sollte man solche Leute in Hochsicherheitsgefängnisse einweisen, wo sie einige Jahre mit harter arbeit zubringen müssen, bis sie schließlich gehenkt werden.

Die Todesstrafe wurde eigentlich alle Zeiten über alle kulturellen Grenzen auf der ganzen Erde angewandt. Daß ein Großteil der "westlichen Welt" die Toddesstrafe ablehnt ist ein relativ neues Phänomen, das höchstens 50 Jahre alt ist. Ansonsten war und ist es bis heute in allen großen Zivilisationen und Kulturen völlige Normalität die Todesstrafe für besonders schwere Verbrechen anzuwenden.

ElsaLaska - 8. Mai, 00:24

Diese Befürwortung aus einer Haltung heraus, dass wir einen perfekten Staat haben, der fähig und moralisch in der Lage wäre, einen Ausgleich zu einem Kapitalverbrechen herbeizuführen, ist eine normative, die faktisch nicht stand hält. Dieser Staat bekommt es nicht mal hin, gerechte Steuergesetze zu machen, eine faire Verkehrspolitik durchzusetzen oder schlicht für Gerechtigkeit zu sorgen was Rente, Arbeitsverteilung oder Familienpolitik betrifft. Dass dieser marode Staat in der Lage wäre, "tragfähige" Todesurteile zu fällen, halte ich für Wunschdenken.
Ein weiteres Problem ist, wie ein solcher Staat auszusehen hätte, der de facto die Autorität und Legimitation hätte, dieses zu tun. Und wenn ich dahin gehend weiterdenke, muss ich persönlich am Ende gegen Todesstrafe sein. Weil ich keinem Staat vertraue, der demokratisch legitimiert ist und die Todesstrafe durchführen können möchte. Einem anders gearteten sowieso erst recht nicht. Für mich ist das deshalb ein Systemproblem.
Aber das nur als Gedanken am Rande, neben den ethischen oder moralischen Bedenken.
Danke für die Beiträge.
Aurelius - 8. Mai, 18:13

Den perfekten Staat gibt es natürlich nicht, aber man kann ihn stetig weiter optimieren. Sicher ist die Strafgesetzgebung nur eines von vielen Themen, an denen nachgebessert werden muß.

Ich sehe keinen Grund, weshalb ein demokratischer Staat unfähig sein sollte, die Todesstrafe zu vollstrecken. In den USA ist dies seit jeher üblich, in Großbritannien wurde die Todesstrafe noch bis in die 1960er Jahre vollzogen, in Frankreich bis Anfang der 1980er Jahre. In Japan ist es noch heute ein gängies Strafmaß. Die Abschaffung der Todesstrafe in einzelnen, demokratischen Staaten ist eine völlig neuartige Entwicklung, die längste Zeit war in den meisten demokratischen Staaten die Todesstrafe völlig normal.

Findest du, daß eine mehrjährige Haftstrafe, zudem noch im mitteleuropäischen Gefängnisstandart, für einen Menschen angemessen ist, der das Leben von 7 Menschen für immer zerstört hat?

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