Elsas Nacht(b)revier



Francois Gérard: St. Térèse d'Avila

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ufficio

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Zweite Halbzeit Priesterjahr.

Es gibt viele erfreuliche Entwicklungen, aber auch weniger erfreuliche. Nachdem in der ersten Hälfte nach meinen subjektiven Empfinden vornehmlich gegen das Zölibat geschossen wurde, die Frauenpriesterweihe wieder verstärkt propagiert wurde bzw. in den Tagesschlagzeilen war, es viele traurige Meldungen auch innerhalb der Blogozese dazu gab, aber auch sehr erfreuliche wie zum Beispiel zur höchst erfolgreichen Initiative von Pfr Picken in Bad Godesberg, hat mich kürzlich wieder die Mail eines Priesters erreicht, die mich sehr bewegt hat.
Denn sie spiegelt nicht nur die Not vieler unserer Priester wieder, sie zeigt auch überdeutlich die Not, die herrscht, weil der Glaube an die Realpräsenz und ein ordentlicher Umgang mit der Liturgie mittlerweile rar geworden ist.
Ich habe lange überlegt, ob ich diese Zeilen anonymisiert veröffentlichen soll. (Die Erlaubnis dafür habe ich eingeholt).
Ich befürchtete die üblichen Grabenkämpfe, ein Aufkochen der Handkommunion-Anhänger vs. die Mundkommunikanten, kurzum ein Streit, der am Kernpunkt der Sache vorbei geht. Deshalb möchte ich euch bitte auffordern an dieser Stelle, darüber nachzudenken, was wir tun können, was jeder je selbst tun kann, damit der Leib Christi nicht mehr weiter verunehrt werden kann und damit unsere Priester nicht in solch seelische und geistliche Not geraten.
Und es ist mir sehr ernst damit. Im Zweifel ist ein Gebet für unsere Priester angebrachter als ein Kommentar.

>> Wofür bin ich denn schließlich Priester geworden? Etwa dafür, um dazu beizutragen, dass das Allerheiligste Altarssakrament in den Dreck (z.B. auf dem Kirchvorplatz), in den Opferstock, unter die Kirchenbänke geworfen wird? Damit man sich von "mündigen Christen" als "Schwein von Priester" (ich beschönige die Formulierung, da ich ansonsten hier eine Obszönität wiedergeben müsste) anreden lassen muss, weil man während der Gebete der Messe nicht in das Volk geschaut hat? So geschehen in meinem ersten Priesterjahr ... und nicht nur diese erwähnten Dinge, sondern viel, viel mehr. Dafür bin ich jedenfalls NICHT Priester geworden. So zerstört man die Ehre Gottes und das Heil der Seelen, und DAFÜR [zur Ehre Gottes, für das Heil der Seelen] bin ich Priester geworden. Und nicht zuletzt zerstört man so Priester, moralisch, psychisch und sogar physisch.<<
Yon (Gast) - 9. Jan, 01:34

Was zum....?!?
Was tut man denn da? Asyl bieten für den Priester? Hausverbote erteilen? Schnelle fromme Eingreiftruppe im Kirchenraum verteilen? Sowas darf doch auf so viele Weisen echt nicht wahr sein!
Ich hab so gar keine Lust, bei solchen Zuständen "nur" zu beten... aber das ist jetzt natürlich mal das allererste. :(

Lego (Gast) - 18. Jan, 01:03

Alle Priester, die fix und fertig sind sollten schnell die Reißleine ziehen

und z.B. zur Petrus- oder Piusbruderschaft wechseln! Dort können sie ihren katholischen Glauben so leben, wie sie es sich vorstellen und dann wenn die Zeit reif ist, wieder in die normalen Pfarreien gehen.

Ich bin auch ein junger Christ und wenn ich Priester werden wollte würde ich nach Mariawald, nach Montschau oder nach Zaitzkofen gehen.
alipius (Gast) - 9. Jan, 13:56

Blanker...

... Horror. Da hilft in der Tat erst einmal nur das Gebet. Längerfristig brauchen wir halt nicht nur wieder Priester, sondern gleich eine ganze KIRCHE, die den Leuten einbläut, was eigentlich gebacken ist.

jolie (Gast) - 9. Jan, 17:19

da hilft vermutlich schon

der austausch mit gleichgesinnten, wie ihn das netzwerk katholischer priester anbietet.
bin zurzeit in indien und somit nicht da, aber die mitbrueder aus dem sprechergremium helfen gern.
sagt
der
freche
jolie

Simona-Theresa - 9. Jan, 23:29

Umfrage

Bischof Munilla (Spanien) hat zum Priesterjahr seinen Gläubigen einen sehr empfehlenswerten Fragebogen vorgelegt. Er ist unter folgendem Link einsehbar:
http://www.zenit.org/article-18633?l=german

Trotz des teilw. betrüblichen Themas hat er es nicht ohne Humor behandelt.
Beten für Priester: Im Alltagstrubel geht es oft unter, mit ein paar festen Gewohnheiten kann man sich hier helfen: Bei der Wandlung für den zelebrierenden Priester beten, nach der Beichte für den Priester, der mich losgesprochen hat, wenn ich an einer Kirche, an einem Pfarrhaus vorbeikomme, für den Piester der dort seine Pfarrei hat, bzw. dort wohnt, ... etc.

ElsaLaska - 10. Jan, 02:26

c c c und nochmals c.

Offenbar bin ich doch nicht der schlechte Mensch, der ich als Ex-Protestantin immer dachte zu sein. :-)

Danke, Simona-Theresa für den schönen Link! Und die Anregungen!
Zäpfelkern (Gast) - 10. Jan, 08:01

Selig seid ihr, wenn euch die Menschen
schmäh'n und verfolgen
und alles Böse mit Unrecht
wider euch reden um meinetwillen.
Freuet euch und frohlocket,
denn euer Lohn ist groß im Himmel.

Ja, im Himmel, aber nicht auf Erden. Hier gibt es keinen endgültigen Sieg über das ebenso real präsente Böse, ansonsten würden wir ja das Paradies schon auf Erden erringen. (Und das, was Menschen als solches ausgegeben haben, war bisher nie erstrebenswert.)

Gott kann man nicht entehren. Der Mensch entehrt sich durch seine Taten selbst.

Und was wir selbst tun können: Ein vorbildliches, demütiges Leben führen (wenigstens führen wollen - das reicht schon als Lebensaufgabe) und beten (Matthäus 6, 5 ff).

Prof. Schmid (Gast) - 10. Jan, 08:20

Ein mutiger Weblog

Ich setze mich zur Zeit sehr stark mit philosophischen Mitteln mit der Existenz Gottes auseienander. Der Hintergrund ist für mich die Frage nach den Zweifeln für die Ursachen und Gründe der Existenz Gottes. Um so mehr bewundere ich Menschen, welche die Kraft haben, sich unmittelbar dafür zu engagieren.

ElsaLaska - 10. Jan, 13:01

Empfehle dazu auch Spaemann: Der letzte Gottesbeweis,
http://www.tabvlarasa.de/29/Gross.php
Tiberius (Gast) - 11. Jan, 18:48

Liebe Elsa, ich glaube Du kannst Prof. Schmid loeschen. Der Link ist etwas merkwuerdig.
Johannes (Gast) - 10. Jan, 20:48

Unser Aushilfspriester

hat uns heute zum Gebet für die Priester angehalten. Wie dringend nötig das ist, zeigt mir diese Hilferuf. Aber ich merke auch, daß solche Informationen bei mir nicht Leidensbereitschaft und Gebetssinn hervorrufen, sondern daß ich anfange, die alten Schlachtenlieder zu summen. "Allein machen sie dich, ein, lachen sie dich aus, schmeißen sie dich raus ..." und sind wir erst mal tausendm kring sie langsam Muffensausen"

str - 13. Jan, 23:11

Was kann man tun?

1. für die betroffenen Priester beten

2. für die Schuldigen beten

3. wenn man Zeuge von dergleichen wird, entsprechend einschreiten.

----

Den Test des Bischofs Munilla finde ich so dolle jetzt nicht. Eher grenzvalide. Es ist doch zu offensichtlich und ich kann nicht behaupten, daß ich immer C gewählt hätte, oftmals wäre ich zwischen C und B gelandet. Ist man dann ehrlich und kreuzt nicht die Heiligenoption an und landet am Ende bei B (schön auch, daß es keine Auswertung mehr gibt) halte ich es dann für etwas zu hart, wie man dann ermahnt wird.

----

Nur so am Rande, denn es geht hier wirklich um wichtigeres (und deshalb mein Posting auch so spät):

"die üblichen Grabenkämpfe, ein Aufkochen der Handkommunion-Anhänger vs. die Mundkommunikanten, kurzum ein Streit, der am Kernpunkt der Sache vorbei geht."

Das würde es in der Tat. Aber ich habe ein einfaches Rezept dagegen. Wenn man die Handkommunion nichts in Spiel bringt, dann kommt sie auch nicht von selbst. Zumindest nicht durch meine Tastatur. Versprochen! +++

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Ich bin einfach hingerissen,
da ist so viel in diesem Monolog, von dem man oberflächlich...
ElsaLaska - 20. Aug, 19:55
Houellebecq ist ein sehr...
Wobei man jetzt keine Kristallkugel brauchte. Mir imponiert,...
Elsa (Gast) - 12. Aug, 17:50
Hui, das war aber ein...
Hui, das war aber ein wilder Ritt durchs Stadtbild...
NeonWilderness - 11. Aug, 23:45
Privet, fbtde!
Schön, von dir zu hören. Offenbar lebst du also auch...
ElsaLaska - 2. Aug, 10:27
Oha
Du lebst auch noch. Gut zu wissen!
fbtde - 2. Aug, 08:31

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