Elsas Nacht(b)revier



Francois Gérard: St. Térèse d'Avila

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Drei Tage Spiegel-Cover-Foto.

Und wer meldet sich zu Wort?

Der Chefredakteur der WELT, Thomas Schmid, in diesem Artikel hier.

André F. Lichtschlag vom ef-Magazin in diesem Artikel hier mit dem Schlusswort: "Dass aber der „Spiegel“ mal eben katholische Geistliche unter Generalverdacht stellt, und dies unter einem Cover, das in ähnlicher Form gegen eine andere Minderheit gerichtet mindestens Lichterketten für Toleranz, vermutlich aber eine Anklage wegen Volksverhetzung hervorgerufen hätte, ist aus Sicht des Blattes nur so konsequent wie tatsächlich scheinheilig."

Auf der Seite der DBK steht unter Aktuelles ein Hinweis auf eine Pressekonferenz zu "ethikbezogenem Investment" und eine Stellungnahme zum Hartz IV-Urteil.

Update: Ann-Catherine Simon auf diepresse.com
Deus semper major (Gast) - 10. Feb, 22:40

Wahnsinn

Die Blogozoese ist eine so hervorragende Arbeitsgemeinschaft! ...und überzeugt immer wieder in ihren letzten Sätzen. Danke Elsa!

Gefühlt spielt sich das Leben hier oben ab, und manchmal geht einer zur DBK in den Keller....

ElsaLaska - 10. Feb, 23:49

Drei Tage ...

Und ganze drei kritische Artikelvon nichtkatholischen Medien dazu. Der Rest unserer stets alerten, kritikbeflissenen und stets differenziert berichtenden Presse schweigt. So was ist wohl nur in Deutschland möglich.
(Und mir geht es wohlgemerkt nicht um die durchaus notwendige Missbrauchsfällediskussion, sondern den Medienumgang damit. Konkret eigentlich erstmal um das Coverbild.)

Bea (Gast) - 11. Feb, 00:56

Jetzt hab ich mir für das Cover schon einen Wolf gegoogelt und weiß immer noch nicht wie es aussieht.

HELP?

LG

Bea
ElsaLaska - 11. Feb, 09:10

Guckst du einfach auf den Spiegel selber, oder? :-)
http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,ausg-4661,00.html
I. Bading (Gast) - 11. Feb, 08:16

Pater von Löwenstein

Vielleicht mal den Pater von Löwenstein lesen:

"... Geht das offene Reden nicht auch unaufgeregter? Ich habe die Erfahrung gemacht: Nein. … Wer schwierige Themen aufgreift, gilt als schwierig. Lieber wird geschwiegen – und die Opfer des Schweigens sind weiter die Opfer des Missbrauchs. Deswegen weiß ich, dass es leider nicht anders geht als durch den großen Knall und die große Presse."

http://www.martin-loewenstein.de/predigtc/c05so10r.html

Allerdings habe ich derzeit noch keinen einzigen Jesuiten erlebt, der das innere Ordensleben auch nur ANSATZWEISE grundsätzlicher zur Diskussion stellen würde. Auch interessant.

I. Bading (Gast) - 11. Feb, 09:09

Weltliche Gesetze mißachtet

Selbst der Pater Löwenstein kritisiert das Handeln der damaligen Oberen nur aus seinem Verständnis des Evangeliums heraus, ohne auch nur im Leisesten auf die Tatsache einzugehen, daß hier über Jahrzehnte hinweg weltliche Gesetze mißachtet worden sind. Was schlichtweg kriminell ist. Und zwar nicht von EINZELNEN Priestern allein kriminell ist, sondern von einer Organisation insgesamt. Denn die Organisation als solche hat so gehandelt. Ganz bewußt.

SOLCHE Möglichkeiten scheinen auch dem Herrn Löwenstein noch ZU "weh" zu tun, als daß er sie nennen und damit "aushalten" könnte.
ElsaLaska - 11. Feb, 09:35

Das innere Ordensleben

wie du es nennst, ist für mich der ganz große Schlüssel. Hier müssten sie ansetzen. Dass sie mehrheitlich das tiefsitzende Problem genau darin eben nicht sehen, ist nur ein weiteres Symptom.
I. Bading (Gast) - 11. Feb, 09:47

kannst du das

noch weiter erläutern?

Ich lese gerade Alighiero Tondi - weil ich nichts anderes Kritisches kenne - und da kommen einem schon auch viele Gedanken, die ich auch auf meinem Blog thematisiere.
Monika M. (Gast) - 11. Feb, 13:51

Weltliche Gesetze

Problematischer Punkt. Denn die "weltlichen Gesetze" waren zum Zeitpunkt der meisten Mißbräuche nicht dieselben wie heute. Die meisten Vorwürfe betreffen die Prügelstrafe, die bis Mitte der 70er noch erlaubt war. Deren "sexuelle" Komponente war der nackte Po, auf den geprügelt wurde - nichts ungewöhnliches in dieser Zeit. Dass diese Strafen mit erheblicher Brutalität ausgeführt wurden, hätte für damaige Gesetzgebung wohl kaum Relevanz gehabt.

Dasselbe gilt umgekehrt für die "sexualisierten" Riten wie gemeinsames Duschen, "unkompliziertes" Umgehen mit Nacktheit, ein sehr offener Umgang mit Selbstbefriedigung, unverklemmte Berührungen etc. Genau das war bis tief in die 80er hinein "moderne Erziehung". Weg von den "verkrusteten" Regeln katholischer Sexualmoral, hin zu einem "freiheitlichen" Umgang mit Sexualität. Auch ein Daniel Cohn Bendit konnte zur selben Zeit ohne jede Strafverfolgung öffentlich über seine erotischen Erlebnisse mit Kindergartenkindern veröffentlichen. Eine Partei des dt. Bundestages plädierte noch in den 80ern für die Freigabe von Kindersex, solange dieser "zärtlich" gestaltet sei. Dass es sich hier um sexuellen Mißbrauch handelte, ist eine Sichtweise, die sich frühestens in den 90ern voll durchsetzte.

Wählt man den Maßstab der Evangelien, sieht das doch ganz anders aus!

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cantare

Ich bin einfach hingerissen,
da ist so viel in diesem Monolog, von dem man oberflächlich...
ElsaLaska - 20. Aug, 19:55
Houellebecq ist ein sehr...
Wobei man jetzt keine Kristallkugel brauchte. Mir imponiert,...
Elsa (Gast) - 12. Aug, 17:50
Hui, das war aber ein...
Hui, das war aber ein wilder Ritt durchs Stadtbild...
NeonWilderness - 11. Aug, 23:45
Privet, fbtde!
Schön, von dir zu hören. Offenbar lebst du also auch...
ElsaLaska - 2. Aug, 10:27
Oha
Du lebst auch noch. Gut zu wissen!
fbtde - 2. Aug, 08:31

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