auf seinem Blog heute etwas Interessantes - hier ein Auszug:
>>
Es ist kein Ritenstreit, sondern ein Glaubensstreit. Die Lehre der katholischen Kirche gegen den Zeitgeist. Dabei geht es von meiner Seite aus nicht um den Ritus, da ich aus dem Tradi-Umfeld komme, dass den NO nicht bekämpft. Wodrum es geht ist der Unterschied würdige Feier der Messe (beide Formen) gegen unwürdige Feier der Messe (beide Formen) und das ist keine Kleinigkeit. Die Messe ist der Kristalisationspunkt des katholischen Glaubens. Sie steht immer im Vordergrund und alle anderen Fragen lassen sich nur richtig beantworten, wenn die Messe würdig gefeiert wird.<<
Das gibt mir Gelegenheit, auf einen anderen Blogeintrag von Alexander Kissler hinzuweisen, in dem er vom Verlauf eines Diskussionsabends "Kirche zwischen Tradition und Zukunft" mit Martin Mosebach in Weilheim berichtet.
Eintrag vom 30. Mai 2011, ein Auszug:
>>Gemeinhin ist der engagierte Laie ein halbgebildeter Institutionenkritiker, dessen Engagement den Herrschaftsbereich des Politischen in die Kirche hinein ausdehnen und also vollenden will. Der engagierte Laie will in der Regel mehr vom Selben, die Welt noch einmal. Das Gegenteil will Martin Mosebach: Konzentration statt Diffusion, Sakrament statt Politik, Hierarchie statt Pluralismus.
Verdutzt erklärte eine Dame schließlich, sie frage sich schon sehr, ob es denn zum Anlass des Abends nicht mehr zu sagen gebe als diese oder jene liturgische Betrachtung, ob er denn kein anderes Thema habe. Martin Mosebach replizierte knapp: „Nein, es gibt für mich zunächst einmal kein anderes Thema als die Messe.“ Denn alles, ließe sich sagen, buchstäblich alles in Welt und Nachwelt entscheidet sich daran, ob im Kultus noch ein letztes Mal der christliche Glaube ins Lot kommt.<<
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