Elsas Nacht(b)revier



Francois Gérard: St. Térèse d'Avila



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Aktuelle Veröffentlichungen

"Ökumene mit Herzblut" - Besuch bei der griechisch-orthodoxen Gemeinde in MA-Luzenberg. In: Die Tagespost vom 8.9.2016.

"Eine orthdoxe Insel im Schwarzwald" - Auftakt zur Sommerserie Orthodoxie in Deutschland. Besuch bei der russisch-orthodoxen Gemeinde in Baden Baden. In: Die Tagespost vom 18. August 2016

"Die, welche uns den Gott des Todes predigen wollen" - Übersetzung eines Blogartikels von Kardinal Duka aus dem Tschechischen. In: Die Tagespost vom 13. August 2016

"Konvertiten" In: Die Tagespost vom 26. Juli 2016

"Teresa von Avila: Es gibt keinen Grund". In: Die Tagespost vom 23. Juni 2016

Rezension "Johannes Gschwind: Die Madonna mit dem geneigten Haupt". In: Die Tagespost vom 28. April 2016

Rezension "Peter Dyckhoff: Die Gottesmutter mit den drei Händen". In: Die Tagespost vom 21. April 2016

"Jacobus Voragine und seine Legenda Aurea Ausgabe lateinisch-deutsch". In: Die Tagespost vom 24. März 2016

"Ignatius jenseits von Legende und Vorurteil. Der Bericht des Pilgers und die Ignatius-Biografie von Pierre Emonet". In: Die Tagespost vom 19. Januar 2016

"Schicksalhafte Lektüre Die Taufkirche von Edith Stein in Bergzabern, wo ihr Weg der Heiligkeit begann" In: Vatican-Magazin Januar 2016

"Selbst ein Stein würde bersten. Interview mit Karam Alyas, Flüchtling aus Nordirak." In: Die Tagespost vom 4. Dezember 2015

"Am Ursprung eines stabilen Kerneuropa Gisela von Bayern und Stefan von Ungarn: Ein heiliges Paar, das zu Staatsgründern wurde" In: Vatican-Magazin Dezember 2015

"Hier wird nach Wahrheit gesucht. Ein Interview mit dem Konvertiten, Kampfkünstler und Schauspieler Michel Ruge." In: Die Tagespost vom 13. November 2015

"Leibhaftig, nicht als Symbol? Ein ungeschickter Priester: Das Blutwunder von Walldürn und die elf „Veroniken“ - In: Vatican-Magazin November 2015

"Martha und Maria in einer Person. Elisabeth Münzebrocks Porträt der Teresa von Avila" In: Die Tagespost vom 14.Oktober 2015

"Das Meisterwerk: Mann und Frau, die einander lieben." Zur Heiligsprechung der Eltern der hl. Thérèse von Lisieux. In: Vatican-Magazin Oktober 2015

"Glückssucher, Gelehrter und Vorbild. Ein gelungenes Porträt des heiligen Augustinus. In: Die Tagespost vom 27. August 2015"

"Hervorragende Brückenbauer. Ein Interview mit Simon Jacob, ZOCD u. Initiator des Project Peacemaker" In: Die Tagespost vom 21. August 2015

"Eine Tugend für Kämpfernaturen: Johannes Stöhr und die Tugend der Geduld." In: Die Tagespost vom 27.Juli 2015

"Wachen und Beten für die Welt. Ein Besuch bei den Trappistinnen auf dem pfälzischen Donnersberg." In: Die Tagespost vom 17. Juni 2015

"Ein Apostel der Armen: Der selige Paul Josef Nardini und seine Grabkapelle in Pirmasens" In: Vatican-Magazin Juni-Juli 2015

"Von der Tänzerin zur Ordensschwester. Irmgard Fides Behrendt Flucht aus dem Osten." In: Die Tagespost vom 8. Mai 2015

"Es ist eine simple Sache, zu lieben. Interview mit Torsten Hartung zu seiner Konversion." In: Die Tagespost vom 8. April 2015

"Meine Mutter stirbt an ALS" In: Christ und Welt - Beilage der "ZEIT", Ausgabe 17-2015

"Don Bosco und Maria Mazzarello" In: Vatican-Magazin April 2015

"Eine profunde Menschenkennerin. Zum dritten Band der Briefe Teresas von Avila" In: Die Tagespost vom 1. April 2015

"Katholisches Welttheater. Paul Claudel: Der seidene Schuh" In: Die Tagespost vom 19. März 2015

"Einbruch des Übernatürlichen. Michail Bulgakov: Der Meister und Margarita" In: Die Tagespost vom 7. März 2015

"Ganz Ohr für die Stimme des Herrn. Ein Kartäuser: Die Große Stille" In: Die Tagespost vom 3. März 2015

"An der Hand der großen Teresa". Eine Auswahl von Internetseiten zum 500. Geburtstag T. von Avilas. In: Die Tagespost vom 17. Februar 2015.

"Vom Krieg zum Frieden. Wie das Gefängnis für Torsten Hartung zum Tor der Gnade wurde." In: Die Tagespost vom 10. Februar 2015 (Buchbesprechung)

"Das Leben Jesu betrachten Ein Gespräch mit Pater Norbert Lauinger SAC vom Apostolatshaus in Hofstetten" In: Die Tagespost vom 31. Januar 2015

"Das Gebet ist die Drehscheibe des Christseins- Das Lebensbuch des heiligen Theophan des Einsiedlers bietet Einblick in den geistlichen Reichtum der Orthodoxie" In: Die Tagespost vom 27. Januar 2015

"Digitale Karte des Ordenslebens - Das „Jahr der Orden“ im Internet und den sozialen Medien" In: Die Tagespost vom 27. Januar 2015

"Eine Katakombenheilige im Exil Das Weinstädchen Morro d‘Alba in den Marken mit den Gebeinen der römischen Märtyrerin Teleucania." In: Vatican-Magazin Januar 2015

"Starke Frauen - Wenn Widerstand gegen herrschende Strukturen zur geistlichen Pflicht wird. Prophetinnen und Mahnerinnen in der Kirche." In: Die Tagespost vom 16. Dezember 2014

Auf Columbans Spuren. Eine unkonventionelle Pilgerreise." In: Die Tagespost vom 13. Dezember 2014

"Geistliche Paare: Der heilige Paulinus von Nola und seine Therasia" In: Vatican-Magazin Dezember 2014

"Die zeitlose Kunst des Sterbens. Nicht nur Hospizhelfer werden Peter Dyckhoffs Betrachtungen schätzen." In: Die Tagespost vom 20. November 2014

"Mystikerin des Apostolats. Mit Teresa von Avila Zugänge zur Spiritualität der Unbeschuhten Karmeliten finden" In: Die Tagespost vom 14.Oktober 2014

"Was die Mumien erzählen. Die Bruderschaft vom guten Tod und die Chiesa dei Morti in Urbania" In: Vatican-Magazin November 2014

"Teresa von Ávila und Johannes vom Kreuz. Die unbeschuhte Reformerin und ihr Vater, der „doctor mysticus“" In: Vatican-Magazin Oktober 2014

"Gottvertrauen als Balsam und Ansporn. Carlo Maria Martinis spirituelles Vermächtnis" In: Die Tagespost vom 4. September 2014

"Unter den Märtyrern der Gegenwart. Soon Ok Lee hat die Haft in einem nordkoreanischen Straflager überlebt und zum christlichen Glauben gefunden." In: Die Tagespost vom 16. August 2014

"Zeugen monastischer Kultur. Seit 20 Jahren gibt es das Netz cluniazensischer Stätten im Schwarzwald." In: Die Tagespost vom 17. Juli 2014

"Franziskus-Effekt in Umbrien. Steigende Pilgerzahlen in Assisi und eine Friedensmission im Heiligen Land." In: Die Tagespost vom 12. Juni 2014

"Im Bunker fing alles an. Franco de Battaglia schildert die Anfänge der Fokolarbewegung." In: Die Tagespost vom 5. Juni 2014

"Eine Oase der Stille-nicht nur für Zweifler. Zum 850. Todestag der hl. Elisabeth von Schönau" In: Vatican-Magazin Juni_Juli 2014

"Sie zum Lächeln zu bringen wird unser aller Lieblingsbeschäftigung" Buchbesprechung Sandra Roth: Lotta Wundertüte. In: Die Tagespost vom 24. Mai 2014

"Gelungene Ouvertüre. Der Postulator Johannes Pauls II. hat eine lesenswerte Papstbiografie vorgelegt." In: Die Tagespost vom 24. April 2014

"Kloster Wittichen und die selige Luitgard" in: Vatican-Magazin Mai 2014

"Clemens Brentano und die selige Anna Katharina Emmerick" in: Vatican-Magazin April 2014.

"Wohltuend für Seele, Geist und Körper Der heilige Ulrich von Zell und sein „durch Wunder berühmtes Grab“ im Schwarzwald" In: Vatican-Magazin März 2014

"Spiritualität der Heiligen. Bischof Paul-Werner Scheele stellt Glaubenszeugen aus allen Zeiten vor." In: Die Tagespost vom 27. Februar 2014

"Hinaus in die Randgebiete der menschlichen Existenz. Der hl. Vinzenz von Paul und die heilige Louise de Marillac." In: Vatican-Magazin Februar 2014.

"Blind geboren - Doch dann geschah das Wunder. In jener Zeit, als das Christentum aufzublühen begann: Die heilige Odilie auf dem Mont Sainte-Odile im Elsass." In:Vatican-Magazin Januar 2014.

"Römische Geschichte einmal anders." Rezension zu Ulrich Nersingers Buch "Die Gendarmen des Papstes." In: Die Tagespost vom 7. Januar 2014

"Die Bärin wies den Weg. Die heilige Richardis und Unsere liebe Frau in der Krypta in Andlau." In: Vatican-Magazin Dezember 2013

"Schatten auf der Soldatenseele". In: Die Tagespost vom 3. Dezember 2013

"Über den Brenner nach Rom. Ein neuer Pilgerführer mit Etappenheiligen." In: Die Tagespost vom 28.10.2013

"Eine neue Idee von Liebe - Der Troubadour Jaufré Rudel und seine ferne Prinzessin." In: Vatican-Magazin Oktober 2013

"Zeigen, dass sie ein Werkzeug Gottes war. Die Neuausgabe der Vita der heiligen Hildegard." In: Die Tagespost vom 17. September 2013.

"Licht ihres Volkes und ihrer Zeit". Die Lektüre ihrer Briefe eignet sich in besonderer Weise, um die hochbegabte Menschenführerin Hildegard von Bingen kennenzulernen. In: Die Tagespost vom 17. September 2013

"Eine Art intensivierte Straßenpastoral" - ein Gespräch zum Jahr des Glaubens mit dem Augustiner-Chorherrn und Bloggerkollegen Hw. Alipius Müller. In: Die Tagespost vom 24. August 2013

"Das flammende Siegel des hl. Ignatius. Die Eremo delle Carceri bei Assisi" In: Vatican-Magazin August-September 2013

"Mehr als exotische Aussteiger. Ein Buch gibt Einblicke in das Leben moderner Eremiten." In: Die Tagespost vom 11. Juli 2013

"Geistliche Vitaminspritzen. Gesammelte Johannes-Perlen aus einem reichen Leben." In: Die Tagespost vom 4. Juli 2013

"Das entflammte Herz. Die Ewigkeit als Maß: Franz von Sales und Johanna Franziska von Chantal." In: Vatican-Magazin Juli 2013

"Und Christus berührte das kranke Bein. Wie der heilige Pellegrino von Forlì zum Patron der Krebskranken wurde." In: Vatican-Magazin Juni 2013

"Ida Friederike Görres und Joseph Ratzinger - die tapfere Kirschblüte und ihr Prophet in Israel." In: Vatican-Magazin Mai 2013

"Kein Maß kennt die Liebe" - über die Gemeinschaft der Barmherzigen Schwestern und das Jubiläumsjahr in Kloster Hegne. In: Die Tagepost vom 20. April 2013.

"Liebe, Wahrheit, Schönheit-das gesamte Pontifikat Benedikts XVI." - Die Buchbesprechung zu A. Kisslers Buch "Papst im Widerspruch." Online hier.

"Zuversicht statt Zweifel. Bologna und die heilige Katharina."In: Die Tagespost vom 13. April 2013

"Und in dir wird man einst die Herrlichkeit Gottes sehen" über die heilige Katharina von Bologna. In: Vatican-Magazin März-April 2013

"Schutzschirm für die Gemeinschaft. Christoph Müllers Einführung in die Benediktsregel" In: Die Tagespost vom 7. März 2013

"Fritz und Resl: Gottes Kampfsau und Jesu Seherin" In: Vatican-Magazin Februar 2013 anlässlich des 130. Geburtstags von Fritz Michael Gerlich.

"Jakub Deml-Traumprosa, die vom Jenseits erzählt" In: Die Tagespost vom 9. Februar 2013

"Der Tod ist nicht relativ" In: Die Tagespost vom 7. Februar 2013

"In heiligen Sphären. Mensch und Welt lassen sich nicht entsakralisieren" In: Die Tagespost vom 5. Februar 2013

"Die tapfere Heilige, die nicht sterben wollte Die Märtyrerin Cristina und das Blutwunder von Bolsena." In: Vatican-Magazin Januar 2013

"Alles andere als Rettungsroutine. Aus den Schätzen der Kirche schöpfen: Warum Beichte und Ablass ein Comeback verdient haben." In: Die Tagespost vom 22.12.2012.

"Leitsterne auf dem Glaubensweg. Katholische Großeltern spielen eine wichtige Rolle bei der Neuevangelisierung." In: Die Tagespost vom 22.12.2012.

"Das Netz der virtuellen Ewigkeit.Tod und Gedenken im Internet." In: Die Tagespost vom 29. November 2012.

"Der Friede auf Erden fängt zwischen Männern und Frauen an. Marias "Fiat" und Josefs "Serviam". Engel führten sie zum außergewöhnlichsten Ehebund der Weltgeschichte. In: Vatican-Magazin Dezember 2012.

"Der Marathon-Mann" - mein Porträt von S. E. Bischof Tebartz-van Elst. In: Vatican-Magazin Dezember 2012.

"Versperrter Himmel, öffne dich!" Über die Wallfahrt der totgeborenen Kinder zu Unserer lieben Frau von Avioth. In Vatican-Magazin November 2012.

"Ein französischer Vorläufer des heiligen Franziskus - zum 800. Todestag des Hl. Felix von Valois." In: Die Tagespost vom 3. November 2012

"Die Macht der Mystikerinnen" anlässlich der Heiligsprechung von Anna Schäffer. In: Die Tagespost vom 20. Oktober 2012

"Was für eine Frau!" Zur Vereinnahmung der hl. Hildegard von Esoterikerin und Feministinnen. In: Die Tagespost vom 9. Oktober 2012

Über den Kapuzinerpater Martin von Cochem zu seinem 300. Todestag. In: Die Tagespost vom 29. September 2012

"Die Kirche-ein Krimi?" in: Die Tagespost vom 30. August 2012.

"Wieder gefragt: Exorzismus!" in: PUR-Magazin September 2012

"Mir ist das Brevier wichtig geworden!" Ein Interview mit dem evang. Pfarrer Andreas Theurer, der in die katholische Kirche eintreten wird. In: Die Tagespost vom 14. August 2012

"Im Vorhof des Himmels" Die hl. Edith Stein und ihr Seelenführer, der Erzabt von Beuron. In: Vatican-Magazin August-September 2012

"Durch Gottes Gnade ein Kind der Kirche" - Edith Stein, Erzabt Raphael Walzer von Beuron und die Enzyklika Mit brennender Sorge. In: Die Tagespost vom 9. August 2012.

Der Cammino di San Francesco-Heiligtümer im Rieti-Tal. In: PUR-Magazin Juli.

Die Opfer der Bundeswehr. Mein Interview mit dem Afghanistan-Veteranen R. Sedlatzek-Müller. In: Die Tagespost, Ausgabe vom 14. Juni 2012

"Mehr als Dinkel und Kräuter: Ein Kernkraftwerk des Heiligen Geistes - die hl. Hildegard von Bingen" In. Vatican-Magazin Juni-Juli 2012

"Wie eine lodernde Feuersäule Die heilige Veronika Giuliani" In: Vatican-Magazin Mai 2012

"Die Vollblutfrau, die den Erlöser liebte: Kronzeugin des Osterereignisses: Die Geschichte von Jesus und Maria Magdalena." In: Vatican-Magazin April 2012

"Ich fühle mich als Frau in der Kirche nicht diskriminiert" Ein Interview mit mir von Petra Lorleberg für kath.net

"Die virtuelle Engelsburg hat standgehalten" in: Die Tagespost vom 22. März 2012

"Die Sowjets traten, rissen, schlugen, brannten - aber immer wieder haben die Litauer ihren Kreuzeshügel aufgebaut". In: Vatican-Magazin März 2012

"Katholische Bloggerszene stiftet Ehe" Interview mit Phil und Hedda in: Die Tagespost vom 13.März 2012

Und Du wirst mal Kardinal!" Prags Erzbischof verkörpert das Durchhaltevermögen der tschechischen Christen. In: Die Tagespost vom 18. Februar 2012

"Wo Liebe ist, ist Eifersucht nicht weit: Alfons Maria de Liguori und Schwester Maria Celeste Crostarosa, Gründer des Redemptoristenordens". In: Vatican-Magazin Ausgabe Februar 2012

Neue Kolumne über geistliche Paare: "Mann-Frau-Miteinander-Kirchesein" In: Vatican-Magazin Ausgabe Januar 2012

Unsagbar kostbare Göttlichkeit - Gold, Weihrauch und Myrrhe: Die Gaben der Heiligen Drei Könige. In: Die Tagespost vom 5. Januar 2012

"Wo die Pforten des Himmels offen sind. Loreto in den italienischen Marken". In: Vatican-Magazin Dezember 2011

"Ein Schatz, der fast zu groß für diesen Erdball ist". In: Liebesbriefe für die Kirche. Hrsg. Noe, Biermeyer-Knapp. Bestellbar hier.

Der Papst meines Lebens - Vatican-Magazin spezial zum Papstbesuch

Norcia - der Geburtsort des heiligen Benedikt: "Als sich der Erdkreis verfinstert hatte" In: Vatican-Magazin August-September 2011

In englischer Übersetzung online hier: When the world had darkened<

Der Vatikan und die Blogger - Beginn einer wunderbaren Freundschaft.

Poetische Pilgerorte-Reisen ins mystische Mittelitalien. Erschienen im MM-Verlag.


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Donnerstag, 8. Dezember 2011

Strieten wider den Heiligen Geist [II]

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Als katholischer Fundamentaltheologe, als der er sich ausweist, wäre es Striets ureigene Aufgabe, den Glauben zu begründen und die Kirche nach ihrem Selbstverständnis zu befragen. Stattdessen sucht er nach den Gründen, warum der Teufel der Selbstsäkularisierung an die Wand gemalt werde, wo vielmehr über mögliche Reformen und Zugeständnisse nachgedacht werden müsse, und warum diese Reaktion so „heftig“ ausfalle. Erste Möglichkeit nach Striet: Die von der Entsicherung der Moderne erfassten Kritiker entwickelten eine „angstbesetzte Immunisierungsstrategie“.
Das Herabziehen einer sachlichen Diskussion auf die emotionale Ebene mittels der Unterstellung, der kritische Gegenüber habe letztlich „Angst“, ist ein sattsam bekanntes und Ermüdung verursachendes Stilmittel im innerkirchlichen „Dialogprozess“. Die Rede von der Immunisierungsstrategie wiederum entbehrt nicht einer gewissen Komik. Handelt es sich bei den im Memorandum geforderten Reformen also um eine Krankheit?
Zweite Möglichkeit – mit Dankbarkeit nimmt man Kenntnis, dass sie immerhin von dem Fundamentaltheologen Striet in Betracht gezogen wird -: Die Kritiker seien überzeugt davon, sagen zu können, was wahr ist, weil sie diese ihre Gewissheit von einer göttlich legitimierten Instanz ableiten. Unter den Bedingungen der „modernen Reflexivität“ gesehen, kann es diesen unverstellten Zugang zum Willen Gottes für Striet jedoch nicht geben.
Hat er noch nicht vom Heiligen Geist gehört, der in der Kirche wirkt?
Zumindest zieht er in Betracht, dass es diesen Zugang eventuell geben könne, um sofort das einschränkende „Aber“ nachzuschieben: Er erscheine jedenfalls vielen Gläubigen nicht mehr plausibel. Nun, ein Blick ins Alte Testament, man denke auch an das Schicksal der Rotte Korach, zeigt, dass dies jedenfalls kein modernes Problem ist.

Schließlich im vierten Abschnitt, stellt Striet fest: „Das Katholische gab es nie“. Auch die sichtbare Gestalt von „Kirche“ sei notwendig ein Ergebnis von geschichtlichen Kontingenzen, welche den Überlieferungsprozess des Glaubens und dessen immer neue lebendige Erschließung nicht behindern dürften. Das klingt griffig und eingängig und ist typisch für die aalglatte Rhetorik und die kennzeichnenden Kategorienvermengungen von Magnus Striet, der zur Bekräftigung seiner These noch eine Passage aus der Schrift „Die Kirche Jesu Christi“ von Walter Kardinal Kasper zitiert: „Was kirchlich ist und als solches zu gelten hat, muss sich aus dem offenen und freien Zusammenspiel aller Glieder in der Kirche, aus einem offenen und öffentlichen Dialog ergeben ... Auf diese Weise ist in der Kirche immer wieder alles offen für kaum vorherzusehende Zukunftsentscheidungen.“ Da es sich um eine ekklesiologische Fachschrift handelt, ist allerdings nicht davon auszugehen, dass Kardinal Kasper von der Preisgabe katholischer Glaubensinhalte spricht, wie sie das Memorandum ventiliert. Wenn er schreibt „alle Glieder in der Kirche“, so schließt er damit selbstverständlich die Gemeinschaft der Bischöfe und den Heiligen Vater, also das Lehramt mit ein, und nicht etwa eine vermeintliche, von Striet et. al. konstruierte Basis, der mehrheitlich die göttlich geoffenbarte Wahrheit aktuell unzumutbar erscheint.

Alle Glieder in der Kirche umfasst daneben auch die Glieder der Vergangenheit, das heißt der überlieferte katholische Glaube, wie er auf uns durch die ersten Apostel gekommen ist und deren lange Linie von Nachfolgern durch die Jahrtausende. In einer kirchlich zu denkenden Demokratie bildeten diese übrigens die Mehrheit, und nicht die Lebenden, die schlicht unzufrieden mit Gottes Geboten sind, weil sie ihnen subjektiv untragbar erscheinen. Alle Glieder in der Kirche meint aber mithin auch die Christen, die für unsere Glaubenswahrheiten in den Tod gegangen sind und – Stichwort: Kirche 2011 – nicht nur bekannte Katholiken wie Shahbaz Bhatti aktuell auch heute noch gehen.

Fazit: Einer katholischen Theologie, welcher der Blick auf die Gesamtheit und der Fülle des Katholischen fehlt, weil sie die Grundlagen des Magisteriums mitsamt dem Walten des Heiligen Geistes, der dritten Person der göttlichen Dreieinigkeit, ignoriert, sackt offensichtlich auf das Niveau von schierer Sozialwissenschaft ab, noch dazu auf ein ausgesprochen mediokres und populistisches.
Herkommend von der apologetischen Aufgabenstellung, die die christliche Theologie von Anfang an begleitet hat, kommt es insbesondere dem Zweig der Fundamentaltheologie zu, religiöse und theologische Grundüberzeugungen vor dem Forum der Vernunft darzustellen und zu verantworten. Magnus Striet ist dies mit seinem Beitrag leider nicht gelungen.

[Der erste Teil bzw. Anfang des ganzen Beitrages hier nachzulesen.]

Zum Tage.

>>17. In Jesus Christus ist alles neu gemacht worden (vgl. Offb 21,5). Es gibt aber keine Erneuerung in der Gnade ohne die Bekehrung der Herzen. Im Blick auf Jesus und im Bekenntnis, dass er der Herr ist, geht es darum, den Weg der Liebe zu erkennen, der die Sünde besiegt und den er seinen Jüngern weist.

So wird die Beziehung des Mannes zur Frau umgestaltet und die dreifache Begierde, von der der erste Johannesbrief spricht (vgl. 1 Joh 2,16), hat nicht mehr die Oberhand. Man muss das Zeugnis annehmen, das vom Leben der Frauen ausgeht und Werte offenbart, ohne die sich die Menschheit in Selbstgenügsamkeit, in Machtträumen und im Drama der Gewalt einsperren würde. Auch die Frau muss sich bekehren lassen und die einzigartigen, in der Liebe zum anderen so wirksamen Werte anerkennen, deren Trägerin sie als Frau ist. In beiden Fällen handelt es sich um die Bekehrung des Menschen zu Gott, so dass sowohl der Mann als auch die Frau Gott in Wahrheit anerkennen als ihre »Hilfe«, als Schöpfer, der voll Erbarmen ist, als Erlöser, der »die Welt so sehr geliebt hat, dass er seinen einzigen Sohn hingab« (Joh 3,16).

Eine solche Bekehrung kann es nicht ohne demütiges Gebet geben, um von Gott jenen klaren Blick zu erhalten, der sowohl die eigene Sünde als auch die heilende Gnade erkennt. In besonderer Weise muss man die Jungfrau Maria anrufen, die Frau nach dem Herzen Gottes, »gesegnet mehr als alle anderen Frauen« (vgl. Lk 1,42) und dazu auserwählt, den Menschen, Männern und Frauen, den Weg der Liebe zu offenbaren. Nur so kann in jedem Mann und in jeder Frau, nach der je eigenen Gnade, das »Abbild Gottes« sichtbar werden, jenes heilige Bild, mit dem sie ausgezeichnet sind (vgl. Gen 1,27). Nur so kann die Straße des Friedens und des Staunens wiedergefunden werden, welche die biblische Tradition in den Versen des Hohenliedes bezeugt, in denen die Leiber und die Herzen in denselben Jubel ausbrechen.

Die Kirche weiß um die Macht der Sünde, die in den Einzelnen und in den Gesellschaftssystemen am Werk ist und manchmal dazu führen könnte, die Hoffnung auf das Gutsein von Mann und Frau zu verlieren. Aber auf Grund ihres Glaubens an den gekreuzigten und auferstandenen Christus weiß sie noch mehr um die Kraft der Vergebung und der Hingabe trotz aller Wunden und Ungerechtigkeiten. Der Friede und das Staunen, auf die sie die Männer und Frauen von heute mit Vertrauen hinweist, sind der Friede und das Staunen, die im Garten der Auferstehung unsere Welt und die ganze Geschichte erleuchtet haben mit der Offenbarung: »Gott ist die Liebe« (1 Joh 4,8.16). <<

Die Schlusspassage des Schreibens an die Bischöfe der katholischen Kirche über die Zusammenarbeit von Mann und Frau in der Kirche und in der Welt aus dem Jahre 2004.

Der Geist der caritas und die Kategorien der natürlichen Liebe III

>>C) Die Liebe der Eltern zu ihren Kindern

Die Liebe der Mutter und des Vaters zum Kind besitzt nicht den weiter oben geschilderten Charakter einer Hinwendung der Personen zueinander und der gegenseitigen Durchdringung. Für sie ist die Zuordnung zum Kind charakteristisch. Weil das Kind ein Kind ist, und zwar das Kind dieser konkreten Eltern, konstituiert es gleichsam diese Beziehung der Zuordnung ihrer Liebe. Es "apelliert" an die Eltern um Liebe. Ihre Antwort der Liebe äußert sich in Zärtlichkeit gegenüber dem Kind, im liebenden Sorgen, im Denken an das Kind, in Taten der Liebe. Aus diesen Faktoren setzt sich die intentio benevolentiae der Elternliebe zusammen. Dagegen ist die intentio unionis hier nicht so deutlich ausgeprägt mit dem gelibten Kind, im "Weilen" bei ihm. Dieses Weilen hat gewissermaßen den Charakter eines Danebenstehens. In der Elternliebe ist immer ein tiefgradiges Verstehen des Kindes enthalten. Das letztendliche Ziel des liebenden Sorgens für das Kind besteht darin, ihm Wachstum und das Erreichen der Selbstständigkeit im Leben zu ermöglichen.

D) Die Liebe der Kinder zu ihren Eltern
In enger Verbindung mit der vorhergehenden Kategorie steht die Liebe der Kinder zu ihren Eltern. Ihr charakteristisches Merkmal ist die Haltung der Hinwendung des Kindes zu den Eltern, die der Autor als Aufblicken bezeichnet. Eine solche Haltung ist deshalb berechtigt, weil die Eltern für das Kind vor allem "Vertreter" Gottes und Vermittler der Werte sind. Erst in zweiter Linie erscheinen sie den Kindern als mit bestimmten Attributen ausgestatteten Personen. Diese Liebe entwickelt sich auf dem Fundament der elterlichen Liebe, die die Kinder in der Familie erfahren. Die intentio unionis hat hier entschieden Vorrang vor der intentio benevolentiae. Erstere äußert sich hier im Weilen der Kinder bei ihren Eltern, im Gefühl der Sicherheit sowie im Zehren geistiger Inhalte von ihnen. Die Liebe der Kinder zu den Eltern bleibt trotz der Entwicklung des Kindes immer ein einheitlicher Typ der Liebe. Mit der Zeit kann sie zu Freundschaft mit ihnen werden.

[Aus Stanislaw T. Zarzycki: "Spiritualität des Herzens. Die philosophisch-theologischen Grundlagen bei Dietrich von Hildebrand". Als nächstes dann die Kategorie "Geschwisterliche Liebe".]

Die Predigt des Heiligen Vaters bei der Mariensäule

auf der Piazza di Spagna in Rom - wie jedes Jahr zum Hochfest der Unbefleckten Empfängnis Mariens - ging heuer auf die Bedeutung der Frau ein, mit der Sonne bekleidet ist und auf der Mondsichel steht, Bilder, wie wir sie aus der Offenbarung des Johannes kennen.

>>Die Kirche „ist schwanger“, so Benedikt XVI., in dem Sinne, dass sie in ihrem Schoß Christus trage und ihn für die Welt gebären müsse. Darin bestünden die „Wehen“ der auf Erden pilgernden Kirche.

Weil die Kirche Jesus bringe, begegne sie dem Widerstand eines wütenden Gegners, der in der apokalyptischen Vision als der „Drache, groß und feuerrot“ dargestellt werde. Vergeblich habe dieser Drache versucht, Jesus zu verschlingen, da Jesus durch seinen Tod und seine Auferstehung zu Gott hinaufgestiegen sei und auf seinem Thron Platz genommen habe.<<

Doch vor diesem ungeheuren Widerstand müssen wir nicht verzweifeln und mutlos werden, im Gegenteil:

>>Die einzige Bedrängung, vor der die Kirche Angst haben kann und muss, ist die Sünde ihrer Glieder. Während Maria unbefleckt und frei von jedem Makel der Sünde ist, ist die Kirche heilig, doch gleichzeitig von unserer Sünde gezeichnet. Aus diesem Grund wendet sich das in der Zeit pilgernde Gottesvolk an seine himmlische Mutter und bittet sie um Hilfe. Es bittet sie, auf dass sie den Weg des Glaubens begleite, den Einsatz christlichen Lebens ermutige und unsere Hoffnung stütze“.
Gerade diese Stütze sei besonders in diesem für Italien, für Europa und für verschiedene Teile der Welt so schwierigen Moment nötig. „Maria helfe uns zu sehen, dass es hinter den Nebeln, die die Wirklichkeit zu bedecken scheinen, ein Licht gibt“, so Benedikt XVI. abschließend. << Quelle hier.

Zur Bedeutung des häufig missverstandenen heutigen Hochfestes habe ich hier noch einen Link auf die zuverlässige Braut des Lammes mit Informationen dazu.

Strieten wider den Heiligen Geist [I]

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An sich könnte ein Beitrag mit dem Titel „Was ist katholisch? Bestimmungsversuch im Horizont der Moderne“ eine interessante Lektüre versprechen, vor allem, wenn dieser Bestimmungsversuch von einem katholischen Fundamentaltheologen unternommen wird. Magnus Striet, Universität Freiburg, hat ihn in der Anthologie „Memorandum: Kirche 2011 – Argumente“, erschienen im Herder-Verlag, vorgelegt.
Eine erste, oberflächliche Lektüre des Artikels, erinnert an das indische Gleichnis von den drei blinden Männern und dem Elefanten. Jeder einzelne ertastet ein anderes Gliedmaß des Dickhäuters. Vom König befragt, ob sie das Wesen des Elefanten erkannt hätten, antwortet der erste, der Elefant gleiche einer Säule – er hatte den Fuß betastet. Der zweite behauptet, das Tier habe Seilform - das war derjenige am Schwanz. Magnus Striet könnte dann jener sein, der behauptet, die katholische Kirche gleiche einer Bürste, weil er die behaarte Schwanzspitze zu ergreifen bekam.

Doch zunächst zum Inhalt des Beitrages, der in vier Teilstücke unterteilt ist. Im ersten konstatiert Striet einen modernen Antimodernismus der katholischen Kirche, im zweiten fragt er nach Kirchen- und Gotteskrise, im dritten Abschnitt widmet er sich der Betrachtung von „umstrittenen Identitätsmarkern“ der katholischen Kirche, um zum Abschluss festzustellen: Das Katholische gab es nie.
Seit dem 19. Jahrhundert begleite den römischen Katholizismus die Diagnose Kirchenkrise, wobei der eigentliche Krisenherd noch nicht erkannt sei, so Striet.
Der Topos von der Kirchenkrise ist zu einem nützlichen Handwerkzeug in der innerkirchlichen Auseinandersetzung geworden, erlaubt es doch je nach Ausrichtung (und ideologischer Vereinnahmung) entweder mehr Reformen in Richtung Protestantisierung zu fordern oder die Verdunstung des Glaubens in einer säkularen Gesellschaft - aus Gründen fehlender überfälliger Reformen - zu beklagen.
Nun, von Seiten der Kirchenkrisen-Diagnostiker wird dabei beflissentlich der Seitenblick auf die desolate Situation der großen oder auch kleineren protestantischen Gemeinschaften vermieden; auch Striet wagt den Blick über den Tellerrand nicht, dies sei für ihn nämlich „kein Argument“ gegen Reformen. Warum nicht?
Das möchte er nicht verraten. Stattdessen stellt er - zu Recht - fest, dass die Sehnsucht nach Gott nicht einfach verschwunden sei, auch nicht angesichts des Phänomens des Säkularismus in den westlichen Kulturen. Dabei würde – von wem? – die Kirche nur dann mit der Frage nach Gott und Gott selbst nur mit der Kirche identifiziert werden, wenn man sie als den Ort vermute, an dem die Gottesfrage in ihrer ganzen Ambivalenz gestellt werden dürfe, schreibt Striet. Nun muss man nicht einmal katholische Theologie oder speziell Ekklesiologie studiert haben, es genügt ein Griff zu den im Internet frei zugänglichen Dokumenten des Vaticanum II, um sich über diese Beschreibung der Kirche zu wundern. Selbstverständlich ist die Kirche nicht ein Ort, an dem die Gottesfrage gestellt wird, sondern vielmehr ist die Kirche ihrem eigenen Selbstverständnis nach die Verkünderin und Hüterin göttlich offenbarter Wahrheit in der Lehre Jesu Christi. Zuletzt hatte die dogmatische Konstitution Lumen Gentium den Charakter des mystischen Leibes Christi und des pilgernden Gottesvolkes umrissen. „Der Heilige Geist wohnt und betet in den Herzen der Gläubigen“, stellt Lumen Gentium fest, und selbst wenn man an diesem Sachverhalt Zweifel hegen könnte, so ist es doch schlicht unmöglich, die Kirche in ihren genuinen Eigenschaften, erfüllt vom Heiligen Geist, als einen Ort zu bezeichnen, an dem die Gottesfrage gestellt werde – denn die heilige Kirche ist ja bereits A n t w o r t.
Warum Striet dies weder erkennen will noch kann, beantwortet er, ebenfalls in Abschnitt Zwei, mit der Behauptung: Mit der Kirche werde stattdessen Antimoderne assoziiert.
Es sind diese Pauschalismen und subjektivistischen Gemeinplätze, die die Lektüre des Beitrags so mühselig machen. W e r assoziiert Antimoderne mit der katholischen Kirche? Otto Normalatheist? Die Spiegel-Redaktion? Der Kollege von der evangelischen Fakultät? Magnus Striet selbst? Was ist mit all jenen, die ernsthaft nach Gott fragten und im Schoß der katholischen Kirche ihre Sehnsucht erfüllt gefunden haben? Sollen das alles Menschen sein, die sich der „Aufgabe ein verantwortetes Selbst sein zu wollen“ aus einem „antimodernistischen Reflex“ heraus entzogen haben? In Südkorea, in Indien, in Vietnam, in Europa? Kann sich ein Theologie wie Magnus Striet wirklich nicht mehr vorstellen, dass gerade „moderne Menschen“ auf Gottessuche nicht aus ideologischen Gründen, sondern aufgrund der Heiligkeit der Kirche von ihr angezogen werden? Dass gerade ihr Festhalten am Sakralen in der Welt, ihr Widerstand gegen alles Profane – und eben nicht gegen an alles Moderne, hier herrscht ein Kategorienfehler, Herr Professor! – die "modernen" Menschen von der Banalität der sie umgebenden Alltagswirklichkeit, die sich in Utilitarismen und Hedonismen erschöpft, erretten könnte?

Zur Rede vom „modernen Menschen“ und dessen besonderer Verfasstheit, wie Striet sie im Namen seiner Reformagenda beschwört, hat übrigens der zu Unrecht in Vergessenheit geratene katholische Philosoph und engagierte Streiter gegen den Nationalsozialismus, Dietrich von Hildebrand, schon alles gesagt. Der „Mythos vom modernen Menschen“ ist eine Erfindung der Soziologen: „Solange man nur die ungeheure Veränderung in den äußeren Lebensverhältnissen meint, die durch die enorme Entwicklung der Technik herbeigeführt ist, weist man auf eine unbezweifelbare Tatsache hin. Aber welchen Einfluß diese äußere Veränderung auf den Menschen, auf sein Wesen, auf die Quellen seines Glückes hat, auf den Sinn seines Lebens, auf die metaphysische Situation des Menschen, ist damit in keiner Weise gezeigt. Und doch würde nur eine Änderung des Menschen in dieser Hinsicht in irgendeinem Zusammenhang stehen mit seiner Fähigkeit, die Sprache, in der durch Jahrtausende die Kirche der Menschheit die Botschaft Christi verkündet hat, zu verstehen. Eine bescheidene Kenntnis der Geschichte und ein vorurteilsloser Blick auf sie müssen jeden überzeugen, daß der moderne Mensch, der sich von den Menschen aller früheren Epochen radikal unterscheidet, eine reine Erfindung oder besser ein typischer Mythos ist.“

Wenn Magnus Striet dagegen von der conditio humana spricht, deren „konstitutive Ungewissheit die katholische Kirche versäumt anzuerkennen“ zugunsten einer „Einheitsrhetorik“, der sie huldige [Guck mal, wer da spricht!], welche wiederum um den Preis einer „gewaltigen Komplexitätsreduktion erkauft“ sei, dann tritt zu Tage, dass es sich bei seiner Rede von der Moderne und dem modernen Menschen um einen reinen Soziologismus handelt, den er nach Gusto polemisch einsetzt, um die Gebetsmühle der Reformagenda am Laufen zu halten. Denn es geht nicht darum, die konstitutive Ungewissheit des Menschen anzuerkennen, sondern ihm Heilung und Stütze zu bieten - man nennt es bei uns auch Seelsorge, Herr Professor - wenn er sich in Situationen der Grenzerfahrung und der existentiellen Unsicherheit wiederfindet. Das Phänomen dürfte auch Striet bekannt sein: Nach Katastrophen und erschütternden Unglücksfällen wie dem Amoklauf von Winnenden 2009 oder der Tragödie bei der Love Parade 2010 in Duisburg pflegen die Kirchen beiderlei Konfessionen voll zu sein. Diese sind eben dann auch n i c h t der Ort, an dem die Gottesfrage gestellt wird, sondern der Ort, an dem man sich Trost, Beistand und Hilfe in einer metaphysischen Grenzerfahrung erhofft.
Ein solcher Mensch, traumatisiert und hilflos, stolpert also in eine katholische Kirche, bleibt stehen oder sinkt nieder in die Knie vor dem Ewigen Licht an unserem Tabernakel, ein Priester kommt herbei und bietet ein geistliches Gespräch an, da fragt der Verzweifelte nach Gott. Wenn er Glück hat, gerät er dann nicht an Magnus Striet, sondern an einen kompetenten Seelsorger, der ihm nahe bringen kann, warum dieses rote, immerwährende Licht vor unseren Tabernakeln brennt: Weil hier der "Ich-Bin-Da!" gegenwärtig ist, und eben nicht der "Ist Er da - oder vielleicht auch nicht?!"

[Teil II hier.]

cantare

sofort dachte ich an...
der bei dem großen Beben von 1915 in einer Kirche in...
Cassian (Gast) - 25. Aug, 07:41
hab an Dich vorhin gedacht,...
hab an Dich vorhin gedacht, als ich Nachrichten sah...
fbtde - 24. Aug, 22:38
Das Wetter...
... lässt wie jedes Jahr zu wünschen übrig. War auch...
Marco Gallina (Gast) - 11. Aug, 16:46
Lange nicht mehr hier...
doch freue ich mich sehr, daß es diesen Blog noch gibt....
Arminius (Gast) - 29. Jul, 20:23
Lebenszeichen
Ein Lebenszeichen für uns Besorgten wäre wirklich nett....
Theodred (Gast) - 21. Jul, 21:36

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