Elsas Nacht(b)revier



Francois Gérard: St. Térèse d'Avila

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Samstag, 7. Januar 2012

Warum Wulff im Amt bleiben muss.

Weil sonst Norbert Lammert Bundespräsident wird.
Hier steht es.
Wir werden dann statt Ansprachen fantasievolle Bibelneuübersetzungen, am besten nur Neues Testament - die Evangelien nach Norbert - und eine neue Liturgie bekommen. Vielleicht sogar die erste feierliche Weihe eines Bundespräsidenten zum reformkatholisch-ökumenischen Priester via dem viri probati Prinzip.
All das brauchen wir nicht.
Wir haben es nämlich eigentlich schon.

Das Jahr des Glaubens - auf Ebene der Bischofskonferenzen

Aus den im dortigen Abschnitt genannten Punkten der Note der Glaubenskongregation besitzen diese hier für mich den höchsten Unterhaltungswert:

>>7. Die Lehrenden an den theologischen Studienzentren, Seminaren und katholischen Universitäten werden eingeladen zu überprüfen, welche Relevanz die Inhalte des Katechismus der katholischen Kirche und deren Implikationen für die verschiedenen Fachgebiete in ihrem Unterricht besitzen.
8. Es ist nützlich, mit der Hilfe von Theologen und qualifizierten Autoren leicht verständliche apologetische Hilfsmittel vorzubereiten (vgl. 1 Petr 3,15). So kann jeder Gläubige besser auf die Fragen antworten, die in den verschiedenen kulturellen Lebensbereichen gestellt werden, sei es im Bezug auf die Herausforderung durch Sekten, sei es im Zusammenhang mit der Problematik des Säkularismus und des Relativismus, sei es im Blick auf „Fragen (…), die aus einer veränderten Mentalität herrühren, die besonders heute den Bereich der rationalen Gewissheiten auf den der wissenschaftlichen und technologischen Errungenschaften reduziert", sei es durch andere, besondere Schwierigkeiten.<<

Na denn man tau!

Das Jahr des Glaubens - auf weltkirchlicher Ebene

Die Vorschläge und Akzentsetzungen der Glaubenskongregation beinhalten folgende Punkte:

>>1. Das wichtigste kirchliche Ereignis am Beginn des Jahres des Glaubens ist die XIII. Ordentliche Versammlung der Bischofssynode, die Papst Benedikt XVI. für Oktober 2012 zum Thema Die neue Evangelisierung für die Weitergabe des christlichen Glaubens einberufen hat. Während dieser Synode wird das Jahr des Glaubens mit einer feierlichen Messe am 11. Oktober 2012, dem fünfzigsten Jahrestag der Eröffnung des II. Vatikanischen Konzils, eröffnet.<<

Weiter sollen die Gläubigen zu Pilgerfahrten nach Rom und ins Heilige Land ermuntert werden. Das Jahr des Glaubens wird auch ein ausgesprochen marianisches Jahr werden, die Gläubigen sollen sich "mit besonderer Hingabe" an Maria wenden, auch durch Wallfahrten. Für die christliche Jugend steht der Weltjugendtag in Rio de Janeiro als Markstein dieses Jahres auf dem Programm.
Erwünscht seien Kongresse, Symposien und Konferenzen national wie international, die die Kenntnis der katholischen Lehre vertiefern und fördern, auch im Zusammenhang mit der "WIEDERENTDECKUNG der Lehren des II. Vatikanischen Konzils". (Hervorhebung von mir). Die Gläubigen möchten die Gelegenheit nutzen, die wichtigsten Dokumente von Vaticanum II zu studieren, ebenso wie den Katechismus, besonders wird das Priesteramtskandidaten und Novizen, Geistlichen und Ordensleuten ans Herz gelegt.
Die Glaubenskongregation legt den Gläubigen ans Herz, die Äußerungen des Heiligen Vaters noch intensiver zu verfolgen und sich in der Treue zur Lehre des Nachfolgers Petri zu engagieren.
Weiter im Wortlaut des Dokuments zur weltkirchlichen Ebene:

>>8. Während des Jahres des Glaubens sollen in Zusammenarbeit mit dem Päpstlichen Rat zur Förderung der Einheit der Christen verschiedene ökumenische Initiativen ergriffen werden, um „für die Wiederherstellung der Einheit aller Christen" zu beten und zu arbeiten, was einem „der Hauptanliegen des Heiligen Ökumenischen Zweiten Vatikanischen Konzils" entspricht. Insbesondere wird ein feierlicher ökumenischer Gottesdienst stattfinden, um den Glauben aller Getauften an Christus zu bekräftigen.

9. Am Päpstlichen Rat zur Förderung der Neuevangelisierung wird ein eigenes Sekretariat eingerichtet, um die verschiedenen Initiativen zum Jahr des Glaubens zu koordinieren, die von den Dikasterien des Heiligen Stuhls ausgehen oder jedenfalls für die universale Kirche von Bedeutung sind. Dieses Sekretariat soll rechtzeitig über die wichtigsten Vorhaben informiert werden und kann seinerseits geeignete Initiativen vorschlagen. Das Sekretariat wird eine eigene Internetseite eröffnen, um alle Informationen zugänglich zu machen, die für ein wirksames Mitleben mit dem Jahr des Glaubens nützlich sind.

10. Zum Abschluss dieses Jahres wird am Hochfest Christkönig eine Eucharistiefeier mit dem Heiligen Vater stattfinden, bei der das Glaubensbekenntnis feierlich erneuert wird.<<
Ganzes Dokument hier.

Die Note der Glaubenskongregation

mit den pastoralen Hinweisen zum Jahr des Glaubens ist heute veröffentlicht worden.
Das erste Drittel ist ziemlich bemerkenswert, besonders auch hinsichtlich unserer eigenen, hier laufenden Diskussion, und sollte nun auch endgültig jedem klar machen, worum es Benedikt im Zusammenhang mit dem Zweiten Vatikanischen Konzil konkret geht.

>>Nach den Worten von Papst Johannes XXIII. wollte das Konzil „die katholische Lehre unverfälscht und vollständig weitergeben, ohne sie abzuschwächen oder zu entstellen", und sich dafür einsetzen, dass „diese sichere und unwandelbare Lehre, welcher der Gehorsam des Glaubens gebührt, in einer Weise erforscht und dargelegt werde, die unserer Zeit entspricht". In diesem Zusammenhang bleiben die einleitenden Worte der Dogmatischen Konstitution Lumen gentium von entscheidender Bedeutung: „Christus ist das Licht der Völker. Darum ist es der dringende Wunsch dieser im Heiligen Geist versammelten Heiligen Synode, alle Menschen durch seine Herrlichkeit, die auf dem Antlitz der Kirche widerscheint, zu erleuchten, indem sie das Evangelium allen Geschöpfen verkündet (vgl. Mk 16,15)". Ausgehend vom Licht Christi, der in der Feier der heiligen Liturgie (vgl. Konstitution Sacrosanctum Concilium) und mit seinem göttlichen Wort (vgl. Dogmatische Konstitution Dei Verbum) reinigt, erleuchtet und heiligt, wollte das Konzil das innere Wesen der Kirche (vgl. Dogmatische Konstitution Lumen gentium) und ihre Beziehung zur Welt von heute (vgl. Pastoralkonstitution Gaudium et spes) vertiefen. Diese vier Konstitutionen sind die wahren Säulen des Konzils, um die herum sich die Erklärungen und Dekrete gruppieren, die einige der wichtigeren Herausforderungen der Zeit behandeln.

Nach dem Konzil bemühte sich die Kirche in Kontinuität zur Tradition und unter der sicheren Leitung des Lehramts um die Annahme und Umsetzung seiner reichhaltigen Lehre. Um die rechte Rezeption des Konzils zu fördern, haben die Päpste immer wieder die Bischofssynode einberufen5, die vom Diener Gottes Paul VI. 1965 eingerichtet worden war; durch die verschiedenen nachsynodalen Apostolischen Schreiben haben sie der Kirche klare Orientierungen vorgelegt. Die nächste Vollversammlung der Bischofssynode im Oktober 2012 wird das Thema Die neue Evangelisierung für die Weitergabe des christlichen Glaubens behandeln.

Von Beginn seines Pontifikats an hat sich Papst Benedikt XVI. entschieden für das rechte Verständnis des II. Vatikanischen Konzils eingesetzt. Er wies die so genannte „Hermeneutik der Diskontinuität und des Bruchs" als irrig zurück und förderte die von ihm so bezeichnete „‚Hermeneutik der Reform’, der Erneuerung des einen Subjekts Kirche, die der Herr uns geschenkt hat, unter Wahrung der Kontinuität; die Kirche ist ein Subjekt, das mit der Zeit wächst und sich weiterentwickelt, dabei aber immer sie selbst bleibt, das Gottesvolk als das eine Subjekt auf seinem Weg"<< Ganze Note hier auf Deutsch.

Es folgen Vorschläge für die Gestaltung des Jahr des Glaubens auf weltkirchlicher Ebene, auf der Ebene der Bischofskonferenz, auf Diözesan- und Pfarreiebene etc.
Es ist ein ungewöhnliches Dokument, und genau diese Ungewöhnlichkeit zeigt an, wie gravierend ernst es dem Heiligen Vater ist, wie sehr er darum ringt, dass das Jahr des Glaubens reiche Früchte tragen möge.

cantare

Ich bin einfach hingerissen,
da ist so viel in diesem Monolog, von dem man oberflächlich...
ElsaLaska - 20. Aug, 19:55
Houellebecq ist ein sehr...
Wobei man jetzt keine Kristallkugel brauchte. Mir imponiert,...
Elsa (Gast) - 12. Aug, 17:50
Hui, das war aber ein...
Hui, das war aber ein wilder Ritt durchs Stadtbild...
NeonWilderness - 11. Aug, 23:45
Privet, fbtde!
Schön, von dir zu hören. Offenbar lebst du also auch...
ElsaLaska - 2. Aug, 10:27
Oha
Du lebst auch noch. Gut zu wissen!
fbtde - 2. Aug, 08:31

attenzione

la bocca

 

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