Elsas Nacht(b)revier



Francois Gérard: St. Térèse d'Avila

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Montag, 3. März 2014

Vor einer Woche,

am letzten Montag, musste ich mich von meinem Kangal verabschieden.

Es wird dann besser, ganz allmählich, man erinnert im Laufe der Zeit nicht mehr jenen bestimmten Wochentag, an dem es geschah. Er war mein zweiter, immerhin wurde er 10, knapp 11 Jahre alt. Sein Vorgänger nur sechs Jahre.
Die Inhaberin der so ziemlich besten Seite über Kangal-Hunde, Elisabeth von Buchwaldt, musste sich vor einigen Jahren ebenfalls von einem geliebten Hund verabschieden, auch Toggy wurde nur sechs Jahre alt.
Sie hat ihm eine wunderschöne Gedenkseite gewidmet, mit unglaublichen Fotos, die jeden, der diese Rasse bisher noch nicht kannte, anrühren und einen tiefen Einblick über den liebenswerten Charakter dieser Hunde geben können, mehr als jedes geschriebene Wort.
Er war bildschön - genau wie meiner - aber dazu noch Weltsieger seiner Rasse (nach den Standards). Und das Beste war und ist, dass die Schönheit dieser Hunde eins zu eins ihre Seele und ihren hervorragenden Charakter widerspiegelt.
Ich sage manchmal, die Existenz dieser Hunde ist ein Gottesbeweis.
Ich meine es natürlich nur halbernst.
Oder vielleicht doch vielmehr...
Ganz ernst.

Der Fünftage-Krieg 2008 mit Georgien

Die Szenarien ähneln sich ein klein wenig. Ich fasse das mal kurz zusammen, damit man sieht, dass ein Konflikt Russlands mit einem schwächeren Nachbarn in der jüngeren Zeit nicht zum ersten Mal geschieht - auch wenn sich die Situation in Georgien 2008 durchaus anders darstellt, freilich.
Abchasien und Südossetien erklärten 2007 ihre Unabhängigkeit von Georgien. Auch der russische Krieg gegen Georgien wurde damals offiziell mit dem "Schutz der russischen Bevölkerung" in diesen Gebieten gerechtfertigt. Allerdings ging in diesem Falle auch ein Angriff georgischer Truppen auf die "abtrünnigen Gebiete" voraus, mit wohl einer ähnlichen Begründung, denn in den beiden Provinzen kam es immer wieder zu Ausschreitungen gegen ansässige Georgier.
Soweit man ersehen kann, beschoss die georgische Armee am 8. August 2008 Zchinwali, die südossetische Hauptstadt und startete eine "Invasion" mit 28 Panzern, die Kurs auf Zchinwali nahmen. Russland setzte wenige Stunden später einen Konvoi mit 150 Panzern in Bewegung. Einen Tag später, am 9. August, rief Georgien das Kriegsrecht aus und Russland den UN-Sicherheitsrat an, dessen Sondersitzung ergebnislos verlief.
Wenn jetzt manche von der "größten Krise des 21. Jahrhunderts" sprechen im Zusammenhang mit der so genannten russischen Invasion (Ich setze dahinter noch ein Fragezeichen, solange es sich um Soldaten handelt, die sowieso dort stationiert waren bzw. die Meldungen nun wirklich eindeutiger werden), dann muss ich allerdings sagen, dass die Georgien-Krise weitaus brisanter war, denn die alte Garnisonsstadt Senaki mit ihren komfortablen Unterkünften, die als erster NATO-Stützpunkt in Planung war, wurde kampflos den Russen überlassen und von den an durchaus kargere Unterbringungen und Lebensbedingungen gewohnten russischen Soldaten prompt ausgeplündert. Die USA hatten sich bereits in Georgien engagiert, es flossen Hilfsgelder der US-Regierung, amerikanische Militärberater waren im Land, um den wichtigen Stützpunkt auszubauen, der sich bestens eignete, um auf dem Luftweg amerikanische Truppen nach Afghanistan zu verbringen.
Russische Schiffe blockierten den Schwarzmeerseehafen Batumi, weil dort die us-amerikanischen Truppen Hilfsgüter entladen wollten. Am Ende hatte Georgien ein gutes Dutzend Kampfflugzeuge und seine gesamte Kriegsflotte verloren.
Russland konnte am 12. August in aller Ruhe den Rückzug anordnen - wenige Tage später gelang es unter Vermittlung des damaligen französischen Präsidenten Sarkozy, einen Sechs-Punkte-Plan vorzulegen, den beide Kriegsparteien unterzeichneten.

Ich wollte die Ereignisse mal resümieren, obwohl der aktuelle Konflikt selbstverständlich seine eigenen Charakteristika hat. Die Ukraine ist noch nicht gespalten, bzw. die Krim hat sich noch nicht abgespalten. Es droht ein Bürgerkrieg im Land selbst und ein Bruderkrieg mit Russland, also die Gemengelage ist deutlich explosiver.
Die Ukrainer müssten zuerst erkennen, dass sie gegen Russland relativ ohnmächtig sind. Wenn sich jetzt auch noch die Sicherheitskräfte in pro-russische und pro-ukrainische Parteien aufsplitten, dann ist der Bürgerkrieg so gut wie vorprogrammiert. Solange die Ordnungskräfte noch funktionieren, müssten zügig stabile demokratische Strukturen und vor allem die öffentliche Sicherheit wieder hergestellt werden.

[Noch eine Anmerkung: Von der Rolle, die Frau Timoshenko aktuell spielt, bin ich ebensowenig überzeugt wie von den Aktivitäten des Herrn Klitschko. Um ehrlich zu sein, war ich schon während der Orangenen Revolution nicht sehr überzeugt von ihr. Aber das nur in Klammern, es bringt ja nichts, sich im Moment über Personen zu streiten.]

An die Teilnehmer der internationalen Tagung für Militärbischöfe

Aus der Ansprache vom 22. Oktober 2011:

>>Das Soldatenleben eines Christen muß in der Tat auf das erste und größte der Gebote, das Gebot der Gottes- und der Nächstenliebe, bezogen werden, weil der christliche Soldat dazu berufen ist, eine Synthese zu verwirklichen, durch die es möglich sein soll, aus Liebe, das heißt durch die Erfüllung des »ministerium pacis inter arma«, also des bewaffneten Friedensdienstes, auch Soldat zu sein. Ich denke besonders an die Übung der Nächstenliebe bei dem Soldaten, der den Opfern nach Erdbeben und Überschwemmungen ebenso wie den Flüchtlingen dadurch hilft, daß er seinen Mut und seine Fähigkeiten den Schwächsten zur Verfügung stellt. Ich denke an die praktizierte Nächstenliebe des Soldaten, der an ehemaligen Kriegsschauplätzen unter persönlichem Risiko zum Entschärfen von Minen verpflichtet wird, sowie auch an den Soldaten, der im Rahmen von Friedensmissionen durch Städte und Gebiete patrouilliert, um zu verhindern, daß sich Brüder gegenseitig töten. Es gibt so viele Männer und Frauen in Uniform, die ganz vom Glauben an Jesus erfüllt sind, die die Wahrheit lieben, die den Frieden fördern wollen und sich als wahre Jünger Christi dazu verpflichten, ihrer Nation dadurch zu dienen, daß sie sich für die Förderung der grundlegenden Menschenrechte der Völker einsetzen. In diesen Rahmen gehört die Beziehung von humanitärem Recht und Militärseelsorgern, denn eine tätige Zusammenarbeit zwischen humanitären Organisationen und religiösen Verantwortlichen entfaltet fruchtbare Energien, um die Härten der Konflikte zu lindern. Vor den Augen aller wird in den von Kriegen hervorgerufenen schrecklichen Verwüstungen häufig die Menschenwürde geschmäht und der Friede erschüttert.<<

Ganze Ansprache hier.

cantare

Ich bin einfach hingerissen,
da ist so viel in diesem Monolog, von dem man oberflächlich...
ElsaLaska - 20. Aug, 19:55
Houellebecq ist ein sehr...
Wobei man jetzt keine Kristallkugel brauchte. Mir imponiert,...
Elsa (Gast) - 12. Aug, 17:50
Hui, das war aber ein...
Hui, das war aber ein wilder Ritt durchs Stadtbild...
NeonWilderness - 11. Aug, 23:45
Privet, fbtde!
Schön, von dir zu hören. Offenbar lebst du also auch...
ElsaLaska - 2. Aug, 10:27
Oha
Du lebst auch noch. Gut zu wissen!
fbtde - 2. Aug, 08:31

attenzione

la bocca

 

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