Elsas Nacht(b)revier



Francois Gérard: St. Térèse d'Avila

elsalaska[at]tiscali[punkt]it

ufficio

Du bist nicht angemeldet.

Montag, 22. Juni 2015

Unternehmen Barbarossa

Heute, am 22. Juni 1941, überfiel Hitlerdeutschland die damalige Sowjetunion.
In zahlreichen russischen Städten wurde heute mit Kranzniederlegungen des Jahrestages gedacht.
Das Unternehmen trägt bis heute den Codenamen "Barbarossa" - und entehrt damit die Erinnerung an den Kaiser gleichen Namens.
Ich habe keine Zeit, groß zu recherchieren, da ich anderweitig okkupiert bin. Deshalb ausnahmsweise der Verweis auf Wikipedia:
>>Der gesamte europäische Teil der Sowjetunion sollte erobert, ihre politischen und militärischen Führungskräfte ermordet und große Teile der Zivilbevölkerung dezimiert und entrechtet werden. Mit dem Hungerplan, zu dem die Belagerung Leningrads gehörte, wurde der Hungertod vieler Millionen von Kriegsgefangenen und Zivilisten einkalkuliert, und nach dem „Generalplan Ost“ sollten großangelegte Vertreibungen folgen, um die eroberten Gebiete anschließend zu germanisieren. Außerdem wurden Einsatzgruppen aufgestellt und ausgebildet, die hinter der Front Massenmorde an Juden begehen sollten. Zu all dem erteilte das NS-Regime seit März 1941 völkerrechtswidrige Befehle, die die Wehrmachtführung ihrerseits übernahm und weitergab.

Die Verwirklichung dieses Kriegsplans scheiterte bereits in der Schlacht um Moskau im Dezember 1941. Dennoch setzten das NS-Regime und die Wehrmacht diesen Krieg und den Holocaust bis zur bedingungslosen Kapitulation der Wehrmacht am 8. Mai 1945 fort.<<

Ich verbeuge mich vor allen Opfern und Ermordeten. Und ich gedenke der grandiosen Uraufführung von Shostakovich.

>>Inzwischen gehört ein großer Teil der Werke Schostakowitschs wieder zum Konzertrepertoire. Doch die Siebte, die Leningrader Symphonie, bleibt außen vor und wird selten aufgeführt. Was ist der Grund dafür? Bis heute gibt sie den Kritikern und Interpreten Rätsel auf. Die Siebte Symphonie lässt sich nicht so einfach mit der gängigen Deutung vereinbaren, Schostakowitsch habe in seinen Werken verdeckte Kritik am „kommunistischen System“ geübt. Insbesondere der erste Satz mit seinem klaren Bezug zum Krieg und zur Bedrohung durch den Faschismus sperrt sich dagegen. Entsprechend kritisieren ihn viele als zu lang und zu laut; dies sei heutigen Konzertbesuchern nicht mehr zuzumuten. Die Symphonie habe vor allem einen Wert als Zeitdokument – ihre vereinfachte Musiksprache hätte unter den damaligen Umständen die Massen mitgerissen, doch heute sei eine andere Zeit.<< Von hier.

Es mir ehrlich gesagt außerordentlich wurscht, was die Musikrezeption mit ihren "Deutungen" zu Shostakovich zu sagen hat. Für mich bleibt die Uraufführung der "Leningrader", mit halbverhungerten Musikern, die via Radio in die Welt aus dem belagerten Leningrad übertragen wurde, ein kulturgeschichtlicher Meilenstein.
Ein Triumph der Menschlichkeit und Kultur inmitten von Zerstörung und Mord und Barbarei.

Neues zu meinen Veröffentlichungen

Im PUR-Magazin läuft noch bis Ende des "Jahres der Orden" meine Serie mit Kurzporträts - als nächstes ist das Oratorium des heiligen Filippo Neri an der Reihe. Eigentlich kein Orden im strengen Sinne, aber es passt zum Jubiläum, das die Oratorianer gemeinsam mit der ganzen Kirche heuer im Juli feiern.

Meinen impressionistischen Artikel über meinen Kurzaufenthalt bei den Trappistinnen vom Donnersberg in Dannenfels, der im Juni in "Die Tagespost" erschienen ist, konnte scheinbar neugierig machen und begeistern - ich bekam Rückmeldung von der Mutter Oberin, dass sie aufgrund dieses Artikels bereits einen interessierten Gast beherbergt haben. Es freut mich natürlich sehr, wenn meine Artikel solch segensreiche Kreise ziehen.

Für das Frühjahr 2016 ist eine kleine literarische Veröffentlichung zum Thema "Berühmte Konvertiten" geplant, der Vertrag bereits unter Dach und Fach.

Stay tuned.

Kommentar zum Tagesevangelium

Hl. Dorotheos von Gaza (um 500), Mönch in Palästina
Brief I

Dann siehst du klar

Manche Leute verwandeln alles, was sie zu sich nahmen, in schlechte Laune, selbst wenn die Nahrung gesund ist. Schuld ist nicht das Nahrungsmittel; es ist die Einstellung der Leute, die die Speise verdirbt. Ebenso ist es mit unserer Seele: Wenn sie in schlechter Verfassung ist, dann gereicht ihr alles zum Schaden. Sie macht selbst Nützliches zu Schädlichem. Wirft man ein paar Bitterkräuter in seinen Honigtopf – werden sie dann nicht dem ganzen Honig einen bitteren Geschmack verleihen und so den ganzen Topf ungenießbar machen? Genau das tun wir: Wenn wir den Nächsten aus unserer eigenen schlechten Verfassung heraus betrachten, geben wir zum Teil unsere eigene Verbitterung weiter und unterminieren so das Wohlergehen des Anderen.

Andere wiederum sind von einer Gemütsart, die alles in eine gute Stimmung versetzt, sogar schlechtes Essen…Schweine haben eine sehr gute Konstitution. Sie fressen Schoten, Dattelkerne und Abfälle. Trotzdem verwandeln sie derlei Futter in saftiges Fleisch. Auch wir können, wenn wir gute Gewohnheiten und eine gute seelische Verfassung haben, aus allem Gewinn ziehen, sogar aus dem, was keineswegs gewinnbringend ist. Das Buch der Sprichwörter sagt klipp und klar: „Wessen Blick sanftmütig ist, wird Erbarmen finden“; aber an anderer Stelle: „Dem Toren läuft alles zuwider“.

Ich habe gehört, dass ein Bruder, der einen anderen besuchte und dessen Zelle heruntergekommen und unaufgeräumt vorfand, bei sich selbst sagte: „Wie glücklich gestimmt muss doch dieser Bruder sein, dass er sich so vollkommen von allem Irdischen gelöst und seinen Geist ganz nach oben ausgerichtet hat, dass er sich nicht einmal mehr die Zeit nimmt, seine Zelle aufzuräumen!“ Wenn er dann zu einem anderen ging und dessen Zelle aufgeräumt, sauber und ordentlich vorfand, sagte er bei sich: „Die Zelle dieses Bruders ist so ordentlich wie seine Seele. Wie die Seele, so die Zelle!“ Niemals sagte er von jemandem: „Der da ist unordentlich“ oder „jener ist schlampig“. Dank seiner vorbildlichen Einstellung zog er aus allem Gewinn. Möge Gott in seiner Güte auch uns in einen guten Zustand versetzen, damit wir aus allem Nutzen ziehen können und nie schlecht von unserem Nächsten denken. Wenn unsere Bosheit uns zu Urteil und Argwohn verleiten möchte, dann lasst uns dies flugs in gutes Denken umwandeln. Denn das Schlechte am Nächsten nicht wahrzunehmen, bringt mit Gottes Hilfe die Güte hervor.

[via Evangelium Tag für Tag]

cantare

Ich bin einfach hingerissen,
da ist so viel in diesem Monolog, von dem man oberflächlich...
ElsaLaska - 20. Aug, 19:55
Houellebecq ist ein sehr...
Wobei man jetzt keine Kristallkugel brauchte. Mir imponiert,...
Elsa (Gast) - 12. Aug, 17:50
Hui, das war aber ein...
Hui, das war aber ein wilder Ritt durchs Stadtbild...
NeonWilderness - 11. Aug, 23:45
Privet, fbtde!
Schön, von dir zu hören. Offenbar lebst du also auch...
ElsaLaska - 2. Aug, 10:27
Oha
Du lebst auch noch. Gut zu wissen!
fbtde - 2. Aug, 08:31

attenzione

la bocca

 

About Elsa
All time favourites
Best of Benedict XVI
Blogozesanes
Breviarium Romanum
Christenverfolgung
Cooperatores veritatis
Deutschland pro Papa
Deutschland-Blog
Die Blognovela
Disclaimer
Dossier UR-FRÖDS
Eat Love Pray
Elsa fragt-Leser antworten
Gastbeiträge
Gebetszettel
... weitere
Profil
Abmelden
Weblog abonnieren