Elsas Nacht(b)revier



Francois Gérard: St. Térèse d'Avila

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Samstag, 17. Oktober 2015

And now to something completely different

Mein einstmaliger Interviewpartner Robert Sedlatzek-Müller, Autor von "Soldatenglück", beklagt aktuell den Tod eines Kameraden und postete dazu das Gedicht "Ich hatt' einen Kameraden, einen besseren findst du nit".
Mindestens die erste Zeile ist eigentlich auch Zivilisten ein Begriff, aber auch das "als wär's ein Stück von mir" ist ziemlich eindrücklich und hat als Zitat Eingang in die literarische Welt gefunden.
Jetzt war ich mal neugierig und habe gegoogelt: Der Text ist aus dem Jahre 1809 von Ludwig Uhland, die Vertonung aus dem Jahre 1825.
Daraufhin fiel mir assoziativ ein weiteres Lied ein: "He ain't heavy, he's my brother" von "The Hollies" - ich dachte immer, da ginge es um den Vietnamkrieg.
Falsch gedacht. Obwohl es gerne von Soldaten zitiert wird, ist die Ursprungsgeschichte dieses Liedes in einer katholischen karitativen Organisation in Nebraska zu finden. Father Flanigan betreute in den Anfangszeiten fünf Jungs, einer davon saß im Rollstuhl. Doch einer der gesunden Jungs trug den Behinderten immer auf seinen Armen herum. Father Flanigan sagte einmal: Lass ihn doch im Rollstuhl, der ist doch dafür da. Da sagte der gesunde kleine Junge zu ihm: "Aber er ist keine Last ("he ain't heavy"), er ist doch mein Bruder."
Und so hat dieses vorbildliche und berührende Wort aus einem Kindermund Musik- und Kulturgeschichte geschrieben.

Benefizkonzert für Assyrer

benefizkonzert

Eine Liebeserklärung an die Schweiz

Nein, nicht von mir, aber ich musste lächeln.

>>Unter Schweizer Intellektuellen und Schriftstellern ist das „Unbehagen am Kleinstaat“ (Karl Schmid) besonders ausgeprägt. Der Intellektuelle, wer will es ihm verargen, ist naturgemäß fasziniert von großen Ideen und großen Theorien. Der Geistesmensch pflegt als deren Urheber ein erotisches Verhältnis zu geistigen Konstrukten. Seine Empfänglichkeit für Ideologien und hochtrabende Programme hat hier ihren Grund. Diese Haltung freilich kollidiert in der Schweiz regelmäßig mit dem Hartbeton der Wirklichkeit. Die Schweizerinnen und Schweizer sind in ihrer Eigenschaft als Stimmbürger ausgesprochen bodenständig, neudeutsch: pragmatisch, also visionsskeptisch. Sie wittern hinter großen Würfen große Anmaßungen. Staatliche Macht ist ihnen unheimlich. Sie muss daher direktdemokratisch stets aufs Neue gehegt, gezähmt, zertrümmert werden.<<

Ein wirklich amüsant zu lesender, weil geistreicher, Artikel in der FAZ.

cantare

Ich bin einfach hingerissen,
da ist so viel in diesem Monolog, von dem man oberflächlich...
ElsaLaska - 20. Aug, 19:55
Houellebecq ist ein sehr...
Wobei man jetzt keine Kristallkugel brauchte. Mir imponiert,...
Elsa (Gast) - 12. Aug, 17:50
Hui, das war aber ein...
Hui, das war aber ein wilder Ritt durchs Stadtbild...
NeonWilderness - 11. Aug, 23:45
Privet, fbtde!
Schön, von dir zu hören. Offenbar lebst du also auch...
ElsaLaska - 2. Aug, 10:27
Oha
Du lebst auch noch. Gut zu wissen!
fbtde - 2. Aug, 08:31

attenzione

la bocca

 

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