es wurde für Desinformation gesorgt, das Ansehen der Kirche beschädigt, die Integrität des Hl. Vaters in Frage gestellt, aber um einen einzigen muss ich mir Gottseidank keine Sorgen machen!
Ein einziger geht aus dieser ganzen Debatte so heraus, wie er vorher hineingegangen ist, und das ist der in Fragen von Moral und Ethos überaus stilsichere Michel Friedman, der auf dem Spiegel den Papst als Lügner bezeichnet hat. Da ich mich weigere, den Artikel zu verlinken oder ganz durchzulesen, weiß ich natürlich auch nicht, ob es vielleicht eine Art selbstironisches Manifest ist. Ich kann mir aber auch nicht vorstellen, dass er den berechtigten Anliegen der deutschen jüdischen Gemeinde um Klärung der Position der Kirche zur Shoah (die im übrigen eindeutig ist), damit in irgendeiner Weise dient. Von daher gehe ich einfach mal davon aus, es steht in der Rubrik Satire bei SpOn, so ähnlich wie damals Achim Achilles mit seiner Italien-Kolumne, und es hat einfach nur keiner gemerkt.
ElsaLaska - 4. Feb, 20:57
hat Williamson aufgefordert, seine Äußerungen zu widerrufen, sonst keine volle Aufnahme in die Kirche.
(Link auf kath.net ging nicht, aber bei Scipio findet sich der
volle und eindeutige Wortlaut dazu )
Der Heilige Vater bittet um die Begleitung durch das Gebet der Gläubigen, damit der Herr den Weg der Kirche erleuchte. Möge der Einsatz der Hirten und aller Gläubigen wachsen, den Nachfolger des Apostels Petrus in seiner heiklen und schwierigen Mission als "Wahrer der Einheit" in der Kirche zu unterstützen.
Ja, möge der Einsatz wachsen.
ElsaLaska - 4. Feb, 15:19
Der Papst hat Schuld an dieser ganzen Misere! Die Leute, die die letzte Aufhebung einer Exkommunikation erlebt haben, sind alle schon längst tot. Naja, fast.
Wir sind alle aus der Übung und Schuld hat Bene.
Es muss viel mehr exkommuniziert, gebannt, das Interdikt verhängt und alles natürlich ebenso häufig wieder zurückgenommen werden. Andauernd! Fließend, in einem einzigen Schwung. Ohne Unterlass, die Leute müssen mit der Exkommunikation zu Bett gehen und morgens mit der Aufhebung wieder aufstehen.
Früher begann der Tag mit einem Interdikt!
In Fleisch und Blut muss das übergehen, das muss sitzen, da müssen die Leute gähnen, wenn schon wieder was drüber in der Zeitung steht.
Jetzt zum Beispiel, das wäre eine prima Gelegenheit, noch ein bisschen mehr Schwung in den Laden zu bringen, indem Benedikt einfach den Kirchenbann gegen Deutschland spricht (und ehrlich gesagt, ich könnte es ihm nicht mal übel nehmen). Das wäre doch mal eine richtige Schlagzeile! Das würde "Papst rehabilitiert Holocaust-Leugner" um Längen toppen. FAZ, Spiegel und Co. müssten zusätzlich Leute einstellen, die Tag und Nacht kommentieren, das würde Arbeitsplätze schaffen. Alle würden ausflippen.
Sie würden Martin Luther, wenn er nicht von selbst aufersteht, wieder ausgraben.
Aber nein, es kommt Lombardi und stellt klar. Schön für Deutschland, aber schlecht zum Üben.
ElsaLaska - 4. Feb, 14:21
Ein
unglaublicher - und unglaublich schöner - Artikel, den ich dem freundlichen Hinweis von fidelis zu verdanken habe, und der es Wert ist, weithin größere Beachtung zu finden in einer Welt, in der Wachkomapatienten scheinbar nur noch als lebendige Tote abgeschrieben sind.
Ein Hovawart ist der Held. Eine mittelalterliche deutsche Hunde"rasse" mit Einkreuzung von Herdenschutzhunden (Kuvasz). Die Lektüre dieses Artikels ist auch jedem Hundefreund empfohlen. Wunderbar, was diese Therapiehunde leisten.
ElsaLaska - 4. Feb, 01:03
zur Chose Papst-Merkel:
"Äußerungen und Entscheidungen des Papstes sind also für viele Gläubige nicht mehr sakrosant. Klerus und Laien begehren auf, sie emanzipieren sich von der "Unfehlbarkeit" ihres geistigen Oberhauptes: eine -- bei allem Ärger und Zorn über den Auslöser -- sehr erfreuliche Entwicklung. Ob es Benedikt dazu bewegen wird, seinen Schritt zu überdenken, ist eine andere Frage. Aber immerhin sieht sich der Vatikan inzwischen genötigt, offen Fehler einzuräumen. Auch das ist ein Novum."
Es heißt sakrosanKt. Und dann wüsste ich gerne, ob ich es noch erleben darf, dass Schreiber im Zeitalter von Wikipedia die Tatsache zur Kenntnis nehmen, dass der Papst nur dann unfehlbar ist, wenn er ex cathedra spricht. Aber darüber werde ich wohl alt und grau werden - es ist ja schließlich selbst bei einem Kardinal noch nicht angekommen, dass Aufhebung der Exkommunikation eben nicht "Rehabilitation" bedeutet. Vielleicht alles auch einfach nur eine Frage des Wollens.
ElsaLaska - 3. Feb, 22:34
Da wird's mir doch gleich
ganz warm ums Herz bei solchen Überschriften. Wie schön für Eluana, endlich, nach 17 Jahren Wachkoma, verhungern und verdursten zu dürfen. Und von denen, die von "Sterben Dürfen" sprechen, muss ja auch keiner dabei zuschauen. Deshalb also weiterhin auf meinem Gebetszettel: Eluana und die Menschen, die sie in ihren letzten Tagen begleiten.
ElsaLaska - 3. Feb, 21:49