Heino Ferch mit Tonsur.
Ein vergnüglich zu lesender Verriss von "Vision" findet sich auf faz.net:
"Aber daraus wird nichts. Nichts außer einer Klosterfahrt mit Kräutern, Kapuzen und Kruzifixen. Das fängt schon beim Vorspann an, der wortreich erklärt, dass die Menschen um das Jahr eintausend den Weltuntergang erwartet haben, und dann ein Kind zeigt, das den ersten Sonnenaufgang des neuen Millenniums erlebt. Soll das Hildegard sein, die erst hundert Jahre später zur Welt kam? Nein, es ist ein Symbol; nur weiß man nicht recht, wofür. Denn auch im zwölften Jahrhundert, als die kleine Hildegard ins Kloster Disibodenberg eintritt, glauben die Menschen noch an die Apokalypse, und auch an ihrer Einstellung zu ihren Körpern hat sich nichts geändert."
Genau. Ich glaube, es liegt an von Trotta. Gehofft hatte ich, dass der Film nicht einfach wie Rosa Luxemburg wird in Mittelalterkulisse und Habits und Kutten. Scheinbar ist es aber genau das geworden. Der Spät-68-er Blick auf eine starke Frau des Mittelalters, die drum auch ganz viel Ähnlichkeit mit einer Spät 68-erIN haben musste. Ein echter von Trotta halt. Vielleicht hätte sie doch besser den Arendt-Film gemacht.
"Aber daraus wird nichts. Nichts außer einer Klosterfahrt mit Kräutern, Kapuzen und Kruzifixen. Das fängt schon beim Vorspann an, der wortreich erklärt, dass die Menschen um das Jahr eintausend den Weltuntergang erwartet haben, und dann ein Kind zeigt, das den ersten Sonnenaufgang des neuen Millenniums erlebt. Soll das Hildegard sein, die erst hundert Jahre später zur Welt kam? Nein, es ist ein Symbol; nur weiß man nicht recht, wofür. Denn auch im zwölften Jahrhundert, als die kleine Hildegard ins Kloster Disibodenberg eintritt, glauben die Menschen noch an die Apokalypse, und auch an ihrer Einstellung zu ihren Körpern hat sich nichts geändert."
Genau. Ich glaube, es liegt an von Trotta. Gehofft hatte ich, dass der Film nicht einfach wie Rosa Luxemburg wird in Mittelalterkulisse und Habits und Kutten. Scheinbar ist es aber genau das geworden. Der Spät-68-er Blick auf eine starke Frau des Mittelalters, die drum auch ganz viel Ähnlichkeit mit einer Spät 68-erIN haben musste. Ein echter von Trotta halt. Vielleicht hätte sie doch besser den Arendt-Film gemacht.
ElsaLaska - 24. Sep, 16:56
Aber wir haben ja Glück, dass es ein Film über die hl. Hildegard wurde und nicht einer über die Gottesmutter ...