Elsas Nacht(b)revier



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Vatikanblog INSIDE

Montag, 2. Juni 2025

Kurt Kardinal Koch über das Konklave und Leo XIV.

Natürlich wollen uns ganz wichtige publizistische Persönlichkeiten immer knapp vorm Hyperventilieren weismachen, dass es in einem Konklave um Leben und Tod, Macht und Gewalt, finstere Ranküne, obskure Seilschaften usw. geht.
Das verkauft sich halt gut.

Kardinal Koch rückt in diesem Video die Dinge ein wenig zurecht - und langjährige Leser hier wissen auch, wie es dazu kam, dass ich mir mit Eminenz Koch einmal im Palazzo del Sant'Uffizio - also in der Glaubenskongregation - ein paniertes Schnitzel geteilt habe.

Sonntag, 1. Juni 2025

Armin Schwibach bei Aldo Maria Valli zur Wahl von Leo XIV

Es gibt einen Beitrag meines Lieblingsvatikanisten - ich sag es frank und frei - auf dem Blog von Aldo Maria Valli. Auf Italienisch, aber ich hatte ja die große Gnade, diese Sprache, beginnend mit den Speisekarten, lernen zu dürfen. Außerdem stellt das Internet ja einige Werkzeuge bereit. Hier also Armin Schwibach für Aldo Maria Vallis "Duc in Altum":

"Quando l’8 maggio ho sentito il nome, quando ho visto che dalla loggia delle benedizioni si stava affacciando un Papa e non un losco figuro, non ho potuto evitare di pensare a che cosa provai il 13 marzo 2013. Ero in piazza San Pietro, e all’apparire di Bergoglio mi sentii completamente sfinito, nauseato, distrutto fin dal primo secondo. Ricordo che ero stato invitato da una televisione cattolica tedesca per commentare l’elezione, ma non ci andai. Non ci riuscii.

L’8 maggio invece, giorno della Madonna, giorno di san Michele, ho avuto una netta sensazione: come se croste soffocanti cadessero, come se potessi respirare di nuovo."

"Als ich am 8. Mai seinen Namen hörte und sah, dass sich auf der Loggia der Segnungen tatsächlich ein Papst und nicht etwa eine obskure Person befand, kam ich nicht umhin, an den 13. Mai 2013 zu denken. Ich war auf dem Petersplatz und die Erscheinung von Papst Bergoglio evozierte in mir von der ersten Sekunde an ein verheerendes Gefühl bis hin zur Übelkeit. Ich kann mich noch erinnern, dass ich von einem deutschen katholischen TV-Sender eingeladen wurde, diese Wahl zu kommentieren. Ich bin nicht hingegangen. Ich habs einfach nicht geschafft.
Am 8. Mai 2025 dagegen, am Tag der Madonna von Pompeji und dem heiligen Erzengel Michael, hatte ich das glasklare Gefühl, als ob eine Verkrustung, ein Schorf von mir abfiele, als ob ich endlich wieder von neuem atmen könnte."

Schwibach hatte immer daran geglaubt, dass ein künftiger Papst Leo oder Clemens heißen würde.
Sein Wunsch wurde erfüllt.

"Dodici anni di chiacchiere: finiti. Dodici anni di cattiverie: finiti. Dodici anni di dittatura: finiti. Dodici anni di violenza: finiti. Si respira.
Sì, habemus Papam! Abbiamo un Papa cattolico, che crede. Nel segno di Cristo e della sua Santissima Madre."

²12 Jahre Geschwätz: zu Ende. 12 Jahre der Übelkeit: zu Ende. 12 Jahre Diktatur: zu Ende.12 Jahre der Übergriffigkeit: zu Ende.
Ich kann endlich wieder atmen."

Donnerstag, 28. Januar 2016

Nachlese zum Rouhani-Besuch im Vatikan

>>It’s sometimes suggested that Iran’s Shia Islam, with its hierarchical clergy, annual rituals and mystical veneration of shrines, is a sort of Muslim Catholicism. Sunni Islam, in contrast, is compared to Bible-reading fundamentalist Protestantism. Could there be some sort of doctrinal or cultural “fit” between Roman and Iranian spirituality?<<

Ein interessanter Artikel auf den Seiten des Catholic Heralds. Darin auch die Aussage, der Iran habe von allen Ländern die meisten Diplomaten am Heiligen Stuhl, abgesehen von der Dominikanischen Republik.

Dienstag, 26. Januar 2016

Privataudienz für Rouhani - Meldungen

Nachdem heute überall in Italien der Holocaust-Gedenktag auf dem Plan steht - hier im Städtchen zum Beispiel mit einer Filmvorführung und einem Meeting insbesondere auch für die Jugendlichen - außerdem auch mit Gesten wie dem Verteilen von Blumen und "Friedensbrot", kann man natürlich geteilter Meinung sei, ob es so geschickt war, den iranischen Präsidenten an diesem Datum zu empfangen.
Korrektur: Ich dachte freilich, heute wäre schon der 27. Januar.

Heute vormittag also traf die Eskorte im Vatikan ein, es gab einen vierzigminütigen Austausch, Rouhani brachte einen Teppich als Geschenk mit, Gegengeschenke des Heiligen Vaters war eine Medaille mit dem heiligen Martin von Tours und seine Enzyklika "Laudato si'", allerdings nicht in Farsi, sondern einmal auf Englisch und einmal auf Arabisch. Während die deutschen Kollegen eher feststellen, dass das Thema Menschenrechte wohl ausgespart blieb, titelt der Corriere della Sera mit einem Rouhani-Zitat "Heiligkeit, betet für mich!", ebenso La Repubblica. Die iranische Botschaft hatte vorab betont, Rouhani käme in erster Linie als Geistlicher.
Rouhani habe außerdem erklärt, dass der Koran den Schutz von Kirchen und Synagogen lehre. Allerdings hat das politische und religiöse Oberhaupt Khamenei letztes Jahr noch erneut zur Vernichtung Israels und der "Befreiung Palästinas" aufgerufen. Dies schien heute offenbar kein Thema gewesen zu sein.
Die Schiiten sahen und sehen sich innerislamisch selbst schweren Verfolgungen ausgesetzt, mittlerweile vor allem im Irak. Die Terrormiliz IS zählt sich selbst zu den Sunnis.

Ich kann das leider nicht so ausführlich behandeln wie ich möchte, weil mich vorhin eine traurige Nachricht erreicht hat.

Sobald ich irgendwo einen Kommentar auf englisch finde, verlinke ich aber.

Nachtrag: So, der wahre Aufreger für viele Römer findet sich wohl hier.

Noch ein Nachtrag von wegen "der Koran lehre, Kirchen und Synagogen zu schützen" - ein Interview auf domradio.de zur Christenverfolgung im Iran.

Nachtrag 19.07 Uhr: Ein Artikel auf den Seiten von n-tv:

>>Der Pontifex mahnte Ruhani zwar zu mehr Einsatz für den Frieden im Nahen Osten. Er rief Ruhani auf, den Waffenhandel zu stoppen und sich gegen die Verbreitung von Terrorismus einzusetzen. Stärker in Erinnung bleiben dürfte allerdings die Symbolkraft des Treffens. Es war die erste Audienz für ein iranisches Staatsoberhaupt seit 1999. Eigens für Ruhanis Besuch verhüllte der Vatikan Nacktstatuen in seinen berühmten Museen.

In den internationalen Beziehungen herrscht dank Ruhani Tauwetter. Sein Versprechen, den Atom-Konflikt zu entspannen, hat er gehalten. Der neue Mann an der Spitze der iranischen Regierung ist ein Reformer. Doch so große Fortschritte Ruhani im Verhältnis zum Westen gemacht hat: Im Iran selbst sieht es nicht nach Reformen aus.<<
N-tv weist weiter darauf hin, dass in den iranischen Gefängnissen auch Kinder eingekerkert würden und ihnen die Todesstrafe drohe.

Corriere.it hat seine Schlagzeile mittlerweile abgewandelt in ein Zitat des Heiligen Vaters, wonach der Iran fundamental (wichtig) für den Frieden sei.

19.47 Uhr: Mittlerweile Riesenärger wegen den verhüllten Nacktstatuen in den Kapitolinischen Museen - in anderen Meldungen wird von den Vatikanischen Museen gesprochen, also man ist sich da nicht einig. Es waren aber die Kapitolinischen. Naja, in Köln ist jetzt auch bald Karneval ...
Faktum scheint mir zu sein, dass Renzi jedenfalls keinen Wein bzw. keinen Alkohol zum Essen reichen ließ - was natürlich völlig normal ist bei einem solchen Besucher.
Ich kann mich über so etwas grad nicht mehr aufregen - ich dokumentiere einfach mal nur.

Dienstag, 27. Oktober 2015

Äußerst empfehlenswertes Interview zur Synode15

mit dem Vatikanisten Armin Schwibach bei Radio Horeb.
Was hat die Synode erreicht, wie geht es weiter, was hat es mit den "Neupapisten" auf sich und worin besteht die besondere Stellung der deutschen katholischen Kirche innerhalb der Weltkirche, worin das "gemeinsame Gehen" des synodalen Weges.
In der allgemein nun wild eingesetzt habenden Rezeption ein kluges und differenziertes Interview, eingestellt auf kath.tube hier.

Und noch eine lesenswerte Analyse zur Familiensynode von Ulrich Nersinger, der sich nebenzu auch noch als Freund der Serie "24" outet. Auf katholisch.de hier.

Mittwoch, 21. Oktober 2015

Handbuch zum Jahr der Barmherzigkeit vorgestellt

In dem 80-seitigen Wegweiser durch Rom zum Heiligen Jahr finden die Pilger alle wichtigen Informationen und Veranstaltungen, die in dieser Zeit stattfinden werden.
Am 8. Dezember, dem Festtag der Unbefleckten Empfängnis Mariens, wird der Heilige Vater dieses außerordentliche Jubiläum eröffnen - an diesem Tag wird die Heilige Pforte des Petersdoms geöffnet.
Danach öffnen sich nach und nach auch die Jubiläumspforten der päpstlichen Basiliken in Rom.
>>Durch das „Heilige Tor“ zu schreiten, wird in dem Guide als der „Wunsch nach einer Umarmung mit Gott und nach Barmherzigkeit gegenüber unseren Brüdern und Schwestern“ beschrieben. Sie sollen für alle und jeden zugänglich und offen sein, zitiert der Guide den Papst.<<

Eine besondere Neuheit dieses Heiligen Jahres wird sein, dass der Heilige Vater so genannte "Tore der Nächstenliebe" eröffnen wird:
>>Papst Franziskus wird am Nachmittag (16:30) des 18. Dezembers auch das „Tor der Nächstenliebe“ eröffnen in einer Caritas-Bleibe namens „Don Luigi Di Liegro“, sowie eine weitere in der Armen-Mensa San Giovanni Paolo II, nahe des Bahnhofs Termini. In dem Guide wird beschrieben, dass selbst Gefängnisinsassen, jedes Mal wenn sie ihre Zelle betreten oder verlassen, und beten, dieselbe Erfahrung wie beim Durchtreten des Heiligen Tors erleben werden.<<

Und, für Rom-Pilger ganz wichtig: Für das Durchschreiten der Heiligen Pforte des Petersdoms ist eine Online-Anmeldung unter www.im.va obligatorisch.

Alle Zitate aus einem Bericht von Radio Vatikan.

Sonntag, 4. Oktober 2015

Die Familiensynode 2015 hat begonnen

Für bonifatius tv ist Blogger- und Journalistenkollege Peter Winnemöller in diesen Tagen vor Ort in Rom, um zu berichten.

Bisher gibt es drei Einträge auf seinem katholon-Blog, nachzulesen sind sie hier.
Wichtig auch: Der Aufruf zum gemeinsamen Rosenkranzgebet HEUTE abend um 20 Uhr für die Synodenväter.

Zu bonifatius.tv hier entlang, noch sind keine aktuellen Beiträge eingestellt, das kann sich bald ändern.

Sonntag, 5. Juli 2015

Twitter-Tipp

Das Vatican-Magazin resp. der Chefredakteur Guido Horst twittert derzeit live über die Lateinamerika-Reise von Franziskus mit Fotoimpressionen.
Alles hier.

Mittwoch, 10. Juni 2015

Putin im Vatikan - Treffen mit Franziskus

[Update: So HERE we go! Das Video mit Untertiteln vom Treffen auf Rome Reports.]

Mit etwas über einer Stunde Verspätung traf Putin und sein Konvoi heute am frühen Abend, 18. 10 Uhr, im Vatikan ein.
Auf der Via della Conciliazione säumten nicht nur Russen, auch Italiener mit Russland-Fahnen den Weg des Konvois. Gesichtet wurden einige Novorossija-Banner und das orange-schwarze St. Georgsbanner. Selbiges als Schleife auch an der Brust einer jungen Frau die an das Massaker im Gewerkschaftshaus von Odessa erinnerte: "Remember Odessa!"
Vladimir Putin wurde von Erzbischof Georg Gänswein im Vatikan begrüßt. Man sprach ein wenig Deutsch, das Putin fließend beherrscht.
Hier eine Fotostrecke des Corriere della Sera dazu.
Das Treffen dauerte knapp 50 Minuten, um 19. 20 Uhr verließ der Konvoi des russischen Präsidenten den Vatikan durch die Porta del Perugino.

Großthema war der Ukrainekonflikt, dazu aber auch die Situation der Christen in Syrien und Irak.
Mehr dazu hier auf Vatican Insider, leider nur auf Italienisch bislang.

Sonntag, 17. Mai 2015

Zur heutigen Heiligsprechung

>>Mahmoud Abbas war bereits am Samstag von Papst Franziskus in Audienz empfangen worden. Als Gastgeschenk überreichte der Papst dem Präsidenten eine Pontifikatsmedaille, auf der ein Friedensengel abgebildet ist, „der den bösen Geist des Krieges zerstört“. Dabei habe Franziskus an Abbas gedacht. Der Papst forderte den palästinensischen Präsidenten auf, „dass Sie ein Engel des Friedens sein mögen“. Seinerseits überreichte Abbas dem Papst eine Perlmuttschatulle mit Reliquien der beiden palästinensischen Ordensfrauen.

Auch der Vorsitzende des lateinischen Patriarchats in Jerusalem, Fouad Twal war anwesend. Neben tausenden von Pilgern aus Europa und der Diaspora wurden rund 2000 Christen aus dem Heiligen Land erwartet.<<

Ganzer Artikel von Armin Schwibach hier auf kath.net.

cantare

Ich bin einfach hingerissen,
da ist so viel in diesem Monolog, von dem man oberflächlich...
ElsaLaska - 20. Aug, 19:55
Houellebecq ist ein sehr...
Wobei man jetzt keine Kristallkugel brauchte. Mir imponiert,...
Elsa (Gast) - 12. Aug, 17:50
Hui, das war aber ein...
Hui, das war aber ein wilder Ritt durchs Stadtbild...
NeonWilderness - 11. Aug, 23:45
Privet, fbtde!
Schön, von dir zu hören. Offenbar lebst du also auch...
ElsaLaska - 2. Aug, 10:27
Oha
Du lebst auch noch. Gut zu wissen!
fbtde - 2. Aug, 08:31

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