Elsas Nacht(b)revier



Francois Gérard: St. Térèse d'Avila

"Amongst our weaponry are such diverse elements as fear, surprise, ruthless efficiency, an almost fanatical devotion to the Pope, and nice red uniforms!" [Monty Python.]



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Aktuelle Veröffentlichungen

"Ida Friederike Görres und Joseph Ratzinger - die tapfere Kirschblüte und ihr Prophet in Israel." In: Vatican-Magazin Mai 2013

"Kein Maß kennt die Liebe" - über die Gemeinschaft der Barmherzigen Schwestern und das Jubiläumsjahr in Kloster Hegne. In: Die Tagepost vom 20. April 2013.

"Liebe, Wahrheit, Schönheit-das gesamte Pontifikat Benedikts XVI." - Die Buchbesprechung zu A. Kisslers Buch "Papst im Widerspruch." Online hier.

"Zuversicht statt Zweifel. Bologna und die heilige Katharina."In: Die Tagespost vom 13. April 2013

"Und in dir wird man einst die Herrlichkeit Gottes sehen" über die heilige Katharina von Bologna. In: Vatican-Magazin März-April 2013

"Schutzschirm für die Gemeinschaft. Christoph Müllers Einführung in die Benediktsregel" In: Die Tagespost vom 7. März 2013

"Fritz und Resl: Gottes Kampfsau und Jesu Seherin" In: Vatican-Magazin Februar 2013 anlässlich des 130. Geburtstags von Fritz Michael Gerlich.

"Jakub Deml-Traumprosa, die vom Jenseits erzählt" In: Die Tagespost vom 9. Februar 2013

"Der Tod ist nicht relativ" In: Die Tagespost vom 7. Februar 2013

"In heiligen Sphären. Mensch und Welt lassen sich nicht entsakralisieren" In: Die Tagespost vom 5. Februar 2013

"Die tapfere Heilige, die nicht sterben wollte Die Märtyrerin Cristina und das Blutwunder von Bolsena." In: Vatican-Magazin Januar 2013

"Alles andere als Rettungsroutine. Aus den Schätzen der Kirche schöpfen: Warum Beichte und Ablass ein Comeback verdient haben." In: Die Tagespost vom 22.12.2012.

"Leitsterne auf dem Glaubensweg. Katholische Großeltern spielen eine wichtige Rolle bei der Neuevangelisierung." In: Die Tagespost vom 22.12.2012.

"Das Netz der virtuellen Ewigkeit.Tod und Gedenken im Internet." In: Die Tagespost vom 29. November 2012.

"Der Friede auf Erden fängt zwischen Männern und Frauen an. Marias "Fiat" und Josefs "Serviam". Engel führten sie zum außergewöhnlichsten Ehebund der Weltgeschichte. In: Vatican-Magazin Dezember 2012.

"Der Marathon-Mann" - mein Porträt von S. E. Bischof Tebartz-van Elst. In: Vatican-Magazin Dezember 2012.

"Versperrter Himmel, öffne dich!" Über die Wallfahrt der totgeborenen Kinder zu Unserer lieben Frau von Avioth. In Vatican-Magazin November 2012.

"Ein französischer Vorläufer des heiligen Franziskus - zum 800. Todestag des Hl. Felix von Valois." In: Die Tagespost vom 3. November 2012

"Die Macht der Mystikerinnen" anlässlich der Heiligsprechung von Anna Schäffer. In: Die Tagespost vom 20. Oktober 2012

"Was für eine Frau!" Zur Vereinnahmung der hl. Hildegard von Esoterikerin und Feministinnen. In: Die Tagespost vom 9. Oktober 2012

Über den Kapuzinerpater Martin von Cochem zu seinem 300. Todestag. In: Die Tagespost vom 29. September 2012

"Die Kirche-ein Krimi?" in: Die Tagespost vom 30. August 2012.

"Wieder gefragt: Exorzismus!" in: PUR-Magazin September 2012

"Mir ist das Brevier wichtig geworden!" Ein Interview mit dem evang. Pfarrer Andreas Theurer, der in die katholische Kirche eintreten wird. In: Die Tagespost vom 14. August 2012

"Im Vorhof des Himmels" Die hl. Edith Stein und ihr Seelenführer, der Erzabt von Beuron. In: Vatican-Magazin August-September 2012

"Durch Gottes Gnade ein Kind der Kirche" - Edith Stein, Erzabt Raphael Walzer von Beuron und die Enzyklika Mit brennender Sorge. In: Die Tagespost vom 9. August 2012.

Der Cammino di San Francesco-Heiligtümer im Rieti-Tal. In: PUR-Magazin Juli.

Die Opfer der Bundeswehr. Mein Interview mit dem Afghanistan-Veteranen R. Sedlatzek-Müller. In: Die Tagespost, Ausgabe vom 14. Juni 2012

"Mehr als Dinkel und Kräuter: Ein Kernkraftwerk des Heiligen Geistes - die hl. Hildegard von Bingen" In. Vatican-Magazin Juni-Juli 2012

"Wie eine lodernde Feuersäule Die heilige Veronika Giuliani" In: Vatican-Magazin Mai 2012

"Die Vollblutfrau, die den Erlöser liebte: Kronzeugin des Osterereignisses: Die Geschichte von Jesus und Maria Magdalena." In: Vatican-Magazin April 2012

"Ich fühle mich als Frau in der Kirche nicht diskriminiert" Ein Interview mit mir von Petra Lorleberg für kath.net

"Die virtuelle Engelsburg hat standgehalten" in: Die Tagespost vom 22. März 2012

"Die Sowjets traten, rissen, schlugen, brannten - aber immer wieder haben die Litauer ihren Kreuzeshügel aufgebaut". In: Vatican-Magazin März 2012

"Katholische Bloggerszene stiftet Ehe" Interview mit Phil und Hedda in: Die Tagespost vom 13.März 2012

Und Du wirst mal Kardinal!" Prags Erzbischof verkörpert das Durchhaltevermögen der tschechischen Christen. In: Die Tagespost vom 18. Februar 2012

"Wo Liebe ist, ist Eifersucht nicht weit: Alfons Maria de Liguori und Schwester Maria Celeste Crostarosa, Gründer des Redemptoristenordens". In: Vatican-Magazin Ausgabe Februar 2012

Neue Kolumne über geistliche Paare: "Mann-Frau-Miteinander-Kirchesein" In: Vatican-Magazin Ausgabe Januar 2012

Unsagbar kostbare Göttlichkeit - Gold, Weihrauch und Myrrhe: Die Gaben der Heiligen Drei Könige. In: Die Tagespost vom 5. Januar 2012

"Wo die Pforten des Himmels offen sind. Loreto in den italienischen Marken". In: Vatican-Magazin Dezember 2011

"Ein Schatz, der fast zu groß für diesen Erdball ist". In: Liebesbriefe für die Kirche. Hrsg. Noe, Biermeyer-Knapp. Bestellbar hier.

Der Papst meines Lebens - Vatican-Magazin spezial zum Papstbesuch

Norcia - der Geburtsort des heiligen Benedikt: "Als sich der Erdkreis verfinstert hatte" In: Vatican-Magazin August-September 2011

In englischer Übersetzung online hier: When the world had darkened<

Der Vatikan und die Blogger - Beginn einer wunderbaren Freundschaft.

Poetische Pilgerorte-Reisen ins mystische Mittelitalien. Erschienen im MM-Verlag.


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Dienstag, 14. August 2012

"Mir ist das Brevier wichtig geworden"

Hier also zur Online-Fassung meines Interviews mit dem evangelisch-lutherischen Pfarrer Andreas Theurer, der zur katholischen Kirche übertreten möchte.

Auf den aktuellen Seiten von Die Tagespost.

Der Krieg der Pazifisten

Ein Gastbeitrag von Olaf Tannenberg.

Als am 28. Juni 2012 in Warschau die italienische Fußballmannschaft mit Trauerflor im Halbfinale gegen Deutschland antrat, um den bei einer Explosion in einem Trainingslager der afghanischen Polizei ums Leben gekommenen Carabiniere Manuele Braj zu gedenken, glaubte ich für einen Moment daran, die Welt könne irgendwo noch in Ordnung sein. Dafür drückte ich dieser Mannschaft insgeheim die Daumen, aus Dankbarkeit für ein Stück Nächstenliebe und Vernunft in einer pflichtvergessenen, von heiserem, oft überflüssigem Gebrüll geprägten Zeit. Don Nandino Capovilla, Don Renato Sacco und weitere 28 italienische Priester befreiten mich nun von dieser Illusion. In einem offenen Brief schreiben sie vom "Teil einer Gruppe, die Massaker durchführen, als Komplizen einer Meute, die ein Gemetzel in Afghanistan veranstalten."

Die Rede ist in diesem Brief nicht von den Taliban, von Al-Qaida oder den Söldnern Raschid Dostums, sondern von den in Afghanistan eingesetzten Soldaten der italienischen Streitkräfte inklusive derer Militärseelsorger. Rhetorisch geschulte Priester zücken das Flammenschwert des Wortes , und gebrauchen es gegen die Soldaten ihres Landes, ja sogar gegen die eigenen Amtsbrüder. Sie geißeln den Krieg - und darüber hinaus die Menschen, die in diesen Kriegen kämpfen und sogar jene, die sich um das Seelenheil der Kämpfenden sorgen. Und so wird die berechtigte Verdammung des Krieges zur respektlosen Ächtung der Soldaten und ihrer Militärkapläne.

Wie ist das nun mit der Friedfertigkeit? Blicken wir zurück in die Geschichte und stellen uns einige Fragen. Hätte der Verschleppung und Versklavung von Mittelmeeranwohnern durch muslimische Seeräuber im 16. Jahrhundert kein Einhalt geboten werden sollen? Hätte man Wien 1683 den osmanischen Truppen Kara Mustafas übergeben sollen? Und sollte man die Völker dieser Welt im 21. Jahrhundert dem Wüten und Morden von Tyrannen und Terroristen preisgeben, sie einfach ihrem Schicksal überlassen? Ist denn der Pazifismus ein höheres Ideal als Freiheit, Menschlichkeit und Gerechtigkeit? Wohl kaum. Unter der Herrschaft von Despoten kann der Friede nicht gedeihen.

"Nie wieder Krieg!" hieß es nach dem II. Weltkrieg, nach 50 Millionen Todesopfern und unvorstellbaren Grausamkeiten, nach sechsjähriger Zerstörung allen Schönen und Guten – stattdessen Trümmer, Schutt, Asche und Modergeruch der Todeslager. Angesichts deren Gräuel hieß es zugleich: "Nie wieder Auschwitz!" Niemand, der sich einen wahren, gerechten Frieden ersehnt, kann allen Ernstes die Augen verschließen wollen, wohl wissend von den Genoziden und Massakern der heutigen Zeit, sei es auf dem Balkan oder in Nigeria, in Syrien oder in Afghanistan, um nur einige Schauplätze des Grauens zu nennen.

Die Aussage der 30 Priester, gleichzeitig Christ und Soldat sein zu können wäre nicht möglich und unvereinbar mit dem Evangelium, mutet seltsam naiv an. Sich dabei auf den Seligen Franz Jägerstätter, einem Kriegsdienstverweigerer im 3. Reich, zu berufen, macht die Schmähung der Soldaten demokratischer Staaten keineswegs besser. Denn man muss doch wohl zwischen den Zielen eines militärischen Einsatzes unterscheiden können: Die Soldaten der Nato führen keine Eroberungskriege, sie verteidigen u. A. unsere Grundrechte, auf die wir uns gern und ständig berufen. Die briefschreibenden Priester nahmen ja auch ihr Recht auf Meinungsfreiheit wahr, für dessen Bestehen ausgerechnet jene von ihnen verurteilten Soldaten weltweit eintreten, kämpfen, sterben, verwundet werden, leiden, ertragen, verzichten, fern von ihren Lieben und mit einer rund um die Uhr bedrohten Existenz. Die Soldaten schützen auch Priester und unschuldige Familien in den Krisengebieten, die, verfolgt und gefoltert, keine Zeit zum Verfassen pazifistischer offener Briefe haben.

Nein, es sind keine Mörder, keine üblen Charaktere, die nach Blut und Beute lechzen, es sind keine Über- oder Unmenschen und auch keine kriegssüchtigen Junkies. Unsere Soldaten gehen in diese Einsätze nicht um zu töten, sondern um Leben zu schützen, nicht um den Krieg zu bringen, sondern um den Frieden zu erhalten, ihn zu bewahren oder zu schaffen. Es sind keine fremden Söldner ohne Gewissen und Gesinnung, es sind unsere Schwestern und Brüder, unsere Töchter und Söhne!

Was die ebenfalls gescholtenen Militärseelsorger betrifft, so sind sie heute wichtiger denn je. Sie sind nicht allein Priester, sie sind für die Soldaten aufmerksame Ansprechpartner, gefragte Ratgeber, gute Kameraden. Sie teilen in einer außergewöhnlichen, für den Einzelnen persönlich gefahrvollen Atmosphäre mit ihrer Gemeinde deren Trauer und Schmerz, deren Hoffnungen und Ängste. Dafür haben sie den allergrößten Respekt verdient.

Gott und Soldaten, so sagt es der Volksmund, werden in den Stunden der Gefahr am meisten gebraucht und in der Stunde des Glücks am schnellsten vergessen. Gegen dieses Vergessen schreibe ich hier an und erinnere abschließend an einen Soldaten. Wir nennen ihn Longinus. Im Petersdom kann man eine Statue von ihm betrachten. Dieser Soldat, ausgerechnet ein heidnischer römischer Hauptmann, gar der Anführer des Kommandos, das den Heiland ans Kreuz schlug, erkannte als einer von - vorerst - Wenigen die Wahrheit.

Vielleicht sollten die pazifistischen 30 Priester sich gelegentlich daran erinnern. Als früherer Soldat möchte ich ihnen gerne sagen: Wie schön wäre es, das Schwert endgültig niederzulegen können und nur noch die Feder zu führen. Doch wir haben von Gott auch einen Auftrag erhalten, nämlich die zu schützen, die sich nicht selbst verteidigen können – die Schwachen, die Unschuldigen, die Witwen und Waisen. Und schießlich:
Niemand hat größere Liebe als der, der sein Leben hingibt für seine Freunde. (Joh. 15,13)

cantare

War! What is it good...
So schön es wäre, wenn Krieg wäre und...
Bee (Gast) - 22. Mai, 02:32
@thysus
Mir würde es schon reichen, wenn der ach so demokratische...
ElsaLaska - 21. Mai, 22:58
@Lisje
Wobei ich dieses Zitat immer in diesen Zusammenhängen...
ElsaLaska - 21. Mai, 22:36
Dringende Aufgaben des...
Ist denn dem ehrwürdigen Patriarchen klar, was...
thysus - 21. Mai, 22:31
Barbara, ich habe Dir...
Barbara, ich habe Dir in meinem Blog geantwortet, wegen...
Ralf ofs (Gast) - 21. Mai, 22:28
Ausnahmsweise sei es...
Ausnahmsweise sei es dir erlaubt ;-)
Il capitano - 21. Mai, 21:45
@Claudia
Danke für diesen ehrlichen und guten Kommentar!
ElsaLaska - 21. Mai, 13:09
Selbst wenn ich viele...
Selbst wenn ich viele Entscheidungen des Verteidigunsministeriums.. .
Claudia Sperlich (Gast) - 21. Mai, 07:36
Liebe Moralisierende
wir zitieren einfach mal Elsas Bloggerkollegen Manfred,...
Lisje Türelüre aus der Klappergasse (Gast) - 21. Mai, 00:23
Danke für die Blumen
ich finde einfach unsere Friedenstauben sollten sich...
Ester (Gast) - 20. Mai, 23:44
@ester
Es bringt dem Weltfrieden ungefähr genau so viel,...
ElsaLaska - 20. Mai, 23:05
@ester
>>aber ich finde im ganzen Neuen Testament nichts,...
ElsaLaska - 20. Mai, 23:03

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